ATT..Fernglaeser,mein Eindruck

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas MikeS55
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MikeS55

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Guten Tag in die Runde.

Ich habe mich echt gefreut,einen "Eindruck" von Glaesern zu bekommen,die ich noch nicht kannte..

Zum Fujinon 10x50 FMT..Umwerfend ! Es passte einfach alles,wirkt sehr robust und die breite Form liegt mir gut in der Hand.Wirklich klasse !

Auf dem Stand von Markus Ludes vielen mir mehrere Glaeser von CZJ auf,ich liess mich nicht lange bitten und schaute durchs ein und andere durch..
Unter anderem durch ein 10x50 Jenoptem..ich hatte anfangs durch die relativ kleinen Okulare Probleme mit dem Einblick,als ich dann den richtigen Punkt gefunden hatte,riss es mich im wahrsten Sinne des Wortes aus den Schuhen..!
Wie auch beim Fujinon hatte ich einen Eindruck,den ich schwer in Worte fassen kann..
Es gibt einen Spruch der besagt : "Ein gutes Fernglas tritt beim durchschauen leise zur Seite"..
Hier trat es nicht "leise zur Seite",sondern verschwand in Bruchteilen von Sekunden !
Fuer mich voellig unfassbar..ich kann dieses Bild nicht beschreiben,von einer Brillanz,wie es mir selten vor die Augen gekommen ist..unbeschreiblich..

Beide Glaeser haben mich echt "umgehauen"..
Zum Jenoptem ist noch zu sagen,dass es sicher Ueber 20 Jahre alt war,und mit den besten Premium Dachkantglaesern mithalten duerfte..( Optisch )

Mir ist die gesamte Premiumpalette des Dachkantsektors bekannt,aber so etwas hatte ich nicht erwartet..
Natuerlich waren es nur "Eindruecke"..,aber sie haben gewirkt..

Gruss

Mike S

 
Hallo Mike,

schön, dass du dir einen Eindruck vom Jenaer 10x50 gemacht hast. Ich selbst habe mehrere dieser Gläser und kann und will mich nicht davon trennen, da sie es in der optischen Leistung immernoch mit fast allem aufnehmen können bzw. vieles hinter sich lassen.

Persönlich empfinde ich beim Dekarem/Jenoptem 10x50 das auf mich gewissermaßen "randlos" wirkende Bild (ohne gleich wieder auf Randschärfe usw. eingehen zu wollen) als einmalig gut konstruiert. Beim diesem Glas vergesse ich glatt, dass ich eines vor dem Gesicht habe.

Ich genieße dieses Glas eh und jeh mit besonderem Vergnügen und halte nach meinem Ermessen für eines der perfektesten Gläser die je gebaut wurden.

Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan,

ich kann dir in allen Punkten wirklich nur Recht geben..

"Randlos",das trifft es auf den Punkt,und Randunschaerfe duerfte man beim Jenoptem nun wirklich nicht wahrnehmen,gemessen an der Groesse des Gesichtsfeldes.
Was mich besonders beeindruckt hat,war die Tatsache,dass zwischen "mir" und dem beobachteten Objekt quasi kein "Medium" vorhanden war..wie du es ja auch beschrieben hast.
Das lag aber meines erachtens nicht nur an dem riesigem GF,sondern auch an der Optik an sich,mir fehlen da echt die Worte !
Ich frage mich,wie ein solch "altes" Glas eine "solche" Bildqualitaet liefern kann..
Nochmal moechte ich erwaehnen,dass das Fujinon mich in gleicher Weise beeindruckt hat,das GF ist jedoch etwas kleiner,und das "Bild" wirkt ein wenig "waermer"..

Dem Einen oder Anderen mag mein Eindruck vielleicht ein wenig uebertrieben vorkommen,aber ich war wohl wirklich zu "Dachkantpremiumorientiert"..

Gruss

Mike S
 
Hi Mike,

Ich kenne nun widerum die Premium Dachkanten nicht so gut, bis auf ein Zeiss Viktory 8x40 welches ich jedoch nicht mehr besitze.

Die guten Zeiss (und andere) Porros empfinde ich bei Tag- bzw. Naturbeobachtung deutlich angenehmer als jedes Dachkantglas. Das Bild wirkt echter und das ist es ja tatsächlich aufgrund der enthaltenen Rämlichkeit auch. Es hat einen höheren Informationsgehalt, ist anschaulicher. Und auch ohne die neueste Generation von Optikvergütung stellen die Zeiss Porros, insbesondere das 10x50, für mich einen Höhepunkt im Porro Fernglasbau dar.

Ich habe mich jüngst durch einige Dachkantgläser im Bereich 300-700 euro probiert ( du kennst den Thread "exellent scharfes Dachkantglas" )um meinen Fernglasbestand um ein gutes Dachkant zu erweitern. Bislang erfolglos und wenn ich ehrlich bin habe ich es schon aufgegeben.
Ich war manchen Tages vom vielen probieren und vergleichen schon so übersättigt, dass ich zum Schrank ging, mir ein gutes Dekarem holte und mich von der einfachen, deutlichen, und überaus scharfen Abbildung in die Realität zurückholen ließ.

Ich weiß mitlerweile, dass ich keine tausende in ein Dachkant investieren werde nur um wenigstens die Schärfe meiner Porros zu erreichen. Ich suche mir ein gutes neues Porro, deutlich preiswerter und höherer Wirkungsgrad.
Da habe ich mehr Freude daran.

Gruß
Stefan
 
Zum Jenoptem ist noch zu sagen,dass es sicher Ueber 20 Jahre alt war,und mit den besten Premium Dachkantglaesern mithalten duerfte..( Optisch )

Sorry Mike, das ist Unsinn, es ist heute nur noch Mittelklasse, bestenfalls. Hast Du überhaupt schon mal durch ein aktuelles Zeiss/Leica/ Swarovski/Nikon geschaut?

Man sollte die Eindrücke von einer Messe nicht überbewerten; alles was besser als der Chinakram ist, erscheint einem gut. Aber mal eben ein paar Minuten durch ein Fernglas zu schauen, sagt nichts, schon gar nicht vergleichend bei etwa wechselnden Bedingungen, wie man es zwingend tun müsste. Selbst die hochgelobten Fujinon sehen allerdings gegen ein aktuelles Glas der Premiumklasse alt aus. Mir ist das selber auch schon passiert; Fujinon auf der Messe gesehen, begeistert, gekauft ein paar Monate später, dann doch festgestellt, dass es eher dunkel ist und nicht die Mittenschärfe und Brilianz eines Leica hat.

Grüße
Andreas
 
Zitat von stefan_r:
Ich kenne nun widerum die Premium Dachkanten nicht so gut, bis auf ein Zeiss Viktory 8x40 welches ich jedoch nicht mehr besitze.

Hallo Stefan,

wieso hast du das Victory 8x40 abgegeben? Das ist doch ein sehr gutes Glas!

Ich hatte vor Jahren mal die Gelegenheit, bei einem Bekannten durch ein Zeiss 10x50 zu schauen und war einfach nur begeistert.

Ich habe auch gestern bei Markus Ludes mal die Gläser aus Jena begutachtet und muss sagen, dass man beim Durchschauen immer diesen "Wow"-Effekt hat. Leider sind diese Gläser trotz des Alters recht teuer, aber sie sind ihrem Preis sicher wert.

Viele Grüße

Carsten
 
...es ist ein simples physikalisches Prinzip.

Ich arbeite in einer Firma die ein Fernerkundungs-satellitensystem betreibt. Wenn wir stereoskopische Aufnahmen der Erdoberfläche herstellen wollen, müssen wir einen Punkt der Erde von zwei parallel verlaufenden jedoch ca 500 km weit entfernten Orbits aufnehemen. So als würde man mit zwei Augen aus dem All schauen. Um Räumlichkeit in der Abbildung zu erhalten muss also ein Mindestabstand zwischen zwei einzelbildern vorhanden sein, wie es ja auch bei deinen Augen der Fall ist.

Mit deinen Augen betrachtest du die Umgebeng mit zwei Bildquellen und einem Abstand dazwischen. Hälst du nun ein optisches Instrument vor deine Augen muss, um den Räumlichkeitseindruck nicht zu verlieren, der Objektivabstand mit vergrößert werden, da das Gerät ja eine Eigengröße besitzt und eben deinem eigenen "Sehapparat" vorgelagert ist. Die Porros weisen meist einen verbreiterten Objektivabstand gegenüber dem Okularabstand auf und erfüllen damit diese Funktion.
Die Dachkantgläser haben immer zwei parallele Strahlengänge mit gleichem Objektiv- und Okularabstand. Die Objektive sind also deinen Augen vorgelagert jedoch ist der Abstand der gleiche, weshalb der Winkel der die Räumlichkeit erzeugt verkleinert ist. >> damit geht die Räumlichkeit in der Abbildung verloren.
Den meisten Beobachtern fällt das nicht auf, da das Gehirn aufgrund seiner Erfahrungen aus dem Alltag eine gewisse Räumlichkeit in das Bild hineinsuggeriert, welche de facto jedoch nicht da ist.

Der Faktor Räumlichkeit geht den Porros nach 200-300 metern auch verloren denn auch das menschliche Räumlichkeitssehen ist begrenzt. Für astronomische Beobachtungen spielt dieser Punkt somit keine Rolle.

Gruß
Srefan
 
Hallo Carsten,

das Victory 8x40 welches ich besaß kam so schätzungsweise aus dem mitte 90er Jahren, weiß es nicht genau. Es hatte noch eine andere Gehäuseform als die aktuellen Gläser. So etwa aus der Zeit wo das Zeiss "Diafun" 8x30 gebaut wurde.

Jedenfalls litt das 8x40 an über deutlichen Farbsäumen die ich als sehr störend empfunden habe. Es fiel mir sofort auf und war dann das schließlich das Ausschlußkriterium.

Gruß
Stefan
 
Zitat von stefan_r:
...es ist ein simples physikalisches Prinzip.

..............
Der Faktor Räumlichkeit geht den Porros nach 200-300 metern auch verloren denn auch das menschliche Räumlichkeitssehen ist begrenzt. Für astronomische Beobachtungen spielt dieser Punkt somit keine Rolle. Gruß Srefan

Hallo,
richtig, deshalb fehlt ja auch heute der aus der Frühzeit ín der Werbung für Porros zugeschrochene technischen Wert der Raumtiefe-da unsinn. Um es mal abzukürzen, nach vielen Ferngläsern sind für MICH die Dachkanten unübertroffen, erst recht wenn Leica, Zeiss oder Swaro drauf steht. Eines derer aus der Porro Liga ist für mich fast unübertroffen das Fernglas 10x42 SE CF von Nikon, welches wohl wenige kennen dürften.
Die Herstellung der Dachkanten bedarf eine langjährige Erfahrung und diese haben eben nicht alle Hersteller. Insofern kann ein gutes Porro eine Dachkante links liegen lassen. Nicht aber die der o.a. Marken. Bei der Dachkante ist die Innenfokusierung hinsichlich der Mechanik für die Leistung ausschlaggebend. Sollte ein Hersteller nur eines von beiden können ergeben sich Probleme-logisch. Die o.a. Firmen können beides und sind somit für mich über jeden Zweifel erhaben.
 
Hi Stefan..


Sehr interessant was du sagst,die "Echtheit"..

Ich habe den Verdacht,dass mein positiver Eindruck daher ruehrt,das werde ich fuer mich noch feststellen..

Gruss

Mike
 
Hi Andreas,

Dass ein Jenoptem fuer dich nur "Mittelklasse" ist,mag ja sein,das mag aber nicht fuer andere gelten.
Und ja,ich kenne die Leica,Zeiss,Swaro Dachkantglaeser und auch die Nikon Porros sehr,sehr gut,und hatte sogar Gelegenheiten,sie miteinander am Sternhimmel zu vergleichen.

Vielleicht liesst du mal den letzten Satz meines ersten Beitrages,dort steht,dass es zunaechst "Eindruecke" waren.
Wenn ich sage,dass ich einen "solchen" Eindruck von Glaesern nur selten hatte,dann ist es fuer mich so.Und einen eben "solchen" Eindruck hatte ich bisher noch bei "keinem" Dachkantglas..

Gruss

Mike S
 
Zitat von leicam62003:
Zitat von stefan_r:
...es ist ein simples physikalisches Prinzip.

Na ja, physikalisches Prinzip hin, physikalisches Prinzip her, einziger Maßstab bei Beobachtungen mit optischen Hilfsmitteln sind meine Augen in Zusammenarbeit mit meinem Gehirn bei optischen Kriterien! Theorie interessiert mich da eigentlich überhaupt nicht!

Zitat von leicam62003:
Der Faktor Räumlichkeit geht den Porros nach 200-300 metern auch verloren denn auch das menschliche Räumlichkeitssehen ist begrenzt. Für astronomische Beobachtungen spielt dieser Punkt somit keine Rolle. Gruß Srefan

Wie gesagt, Theorie interessiert mich nicht, am Tag haben Porros für mich das "ästhetischere" Bild!

Zitat von leicam62003:
Um es mal abzukürzen, nach vielen Ferngläsern sind für MICH die Dachkanten unübertroffen, erst recht wenn Leica, Zeiss oder Swaro drauf steht.

Klingt sehr markenbezogen, so nach dem Motto "es kann nicht sein, daß es bessere Gläser als "Leisky" gibt....!

Aber die gibt es, weil das beste Fernglas der Welt nicht existiert....!
Jeder hat sein eigenes optisches Beobachtungskriterium! Und es ist nicht so, daß es da immer ein Leisky-Glas gibt, welches mit Sicherheit da dann das beste der Welt ist. Demnach müßten übrigens alle Leisky-Gläser gleich sein...oder?
Da gibt es auch Unterschiede, und der Eine empfindet das eine Fernglas besser als das andere Fernglas von den Leiskys als der Andere

Das beste Fernglas, welches ich optisch und von der Ergonomie/Haptik her in den Händen hielt und durchschauen durfte, war das Nikon SE 12x50 CF Porroglas im Vergleich zu 17 anderen Ferngläsern u.a. ein Zeiss Victory FL 10x42, ein Zeiss Conquest 10x56 und ein Leica Trinovid 10x50 BN.
Von der Randschärfe her kam kein anderes Fernglas auch nur ansatzweise heran (höchstens das Fujinon FMT-SX2 10x50), von der Ästhetik des Bildes am Tag her brauchen wir nicht zu diskutieren! Dazu war es so gut wie Verzeichnis und Verzerrungsfrei und reflexfrei. Beim Zeiss und Leica waren Verzeichnungen und Verzerrungen mehr vorhanden, dafür war der Kontrast bei Leica und Zeiss (außer Conquest) etwas besser!
Was übrigens für mich ein "No-Go" war, ist, daß das Victory FL 10x42 von Zeiss zwei deutliche "Doppel-AP's" (Spiegelungen der Austrittspupille) im Okular hatte. Das darf einem Hersteller von Ferngläsern dieser Preisklasse nicht passieren, denn die können bei bestimmten Beobachtungen heftig stören, weiß allerdings nicht ob das ein Einzelfall ist bei den 10x42er der Victory-FL Serie!

Ich glaub im Jülich-Forum hat mal jemand einen Vergleich eines Kowas 10x42 mit dem genannten Zeiss 10x42 gemacht, er hat sich für das Kowa entschieden und nicht nur weil es etwas günstiger ist...!

Du siehst, so hat jeder Mensch sein Beobachtungskriterium, und das beste Fernglas und die beste Marke der Welt gibt es nicht. Zeiss, Leica und Swarowsky sind die einzigen Hersteller, die AUSSCHLIESSLICH hochpreisige Ferngläser herstellen, daher gelten sie oft als die "großen Drei", ist ja auch nicht ganz zu unrecht...!
Aber andere können es auch wie z.B. Nikon, Kowa, Kite, egal ob Dachkants oder Porros, und sie können es nicht schlechter...!

Zitat von leicam62003:
Die Herstellung der Dachkanten bedarf eine langjährige Erfahrung und diese haben eben nicht alle Hersteller.
Insofern kann ein gutes Porro eine Dachkante links liegen lassen. Nicht aber die der o.a. Marken. Bei der Dachkante ist die Innenfokusierung hinsichlich der Mechanik für die Leistung ausschlaggebend. Sollte ein Hersteller nur eines von beiden können ergeben sich Probleme-logisch. Die o.a. Firmen können beides und sind somit für mich über jeden Zweifel erhaben.

Sehr paethisch geschrieben.....!

Leisky "haben" sich im Höchstpreissektor für Dachkants entschieden, weil sie in der Masse modischer sind und heutzutage wesentlich besser verkauft werden als Porros!

Dachkants sind wesentlich komplizierter und aufwendiger zu bauen, optisch und mechanisch, daher sind die auch so sauteuer um das zur Zeit technisch Beste herauszuholen.
Wirklich hochwertige Porros bieten nur noch sehr wenige Hersteller an! Und die, die z.B. noch Swarowsky baut, sind mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluß in Sachen Porros, denn da gibt es bessere!

Jetzt lass aber Leisky mal das letzte technisch machbare, was diese Hersteller anbieten können, in Sachen Porros machen..., ich bin überzeugt davon, daß diese Gläser optisch besser wären als die angebotenen Dachkants (dazu auch billiger).....!

Und entschuldige, aber jeder Hersteller hat die Erfahrung mit Dachkants, es ist nur eine Frage in welcher Preisklasse der Hersteller Ferngläser anbieten will.
Die allermeisten Hersteller erreichen gar nicht das Preisniveau von 2000,- Euro und mehr von Dachkants ab ca. 42er Größe!
Woher weißt Du das, daß die Hersteller solche Ferngläser gleiche Qualität nicht auch bauen könnten wenn sie denn wollten?
Find ich ein bißchen voreingenommen....!
Also ich weiß es nicht...., aber es gibt mit Sicherheit Hersteller, die es wohl nicht könnten...!

Nikon fällt mir jetzt als einziger Hersteller ein, der auch auf diesen hohen Preis-Niveau (2000,- und mehr) produziert, und die objektive Qualität ist die gleiche wie bei Leisky, die subjektive Qualität entscheidet dann der Anwender....! Anders ist es nicht...!

Hersteller wie Kowa, Kite oder auch andere haben aber auch Dachkants im Programm, die bis ca. 1500,- gehen, und die sind selbstverständlich auch mit Leisky-Gläsern vergleichbar....

Aber wie ist es so schön, mancher sucht richtig nach unterschieden und wo ein Fernglas doch einen Hauch eines Hauches besser ist, gibt er dafür gleich 500,- (oder mehr) mehr aus.....

Meine Erfahrung ist, daß Leisky-Gläser KEINE Offenbarungen sind im Vergleich mit anderen hochwertigen und hochpreisigen Ferngläsern! Die Unterschiede sind von Fernglas zu Fernglas im hochwertigen Sektor im Vergleich mal etwas besser, mal gleich, mal etwas schlechter.....

.....aber niemals IMMER besser......!

Diese Meinung hält sich aber oft bei vielen wie "Spinat enthält viel Eisen...."!

Mir jedenfalls würde es nicht mal ansatzweise in den Sinn kommen 2000,- und mehr für ein Fernglas auszugeben, welches vielleicht doch einen Hauch besseren Kontrast hat als z.B. das Nikon SE 12x50 CF Porro, welches man für unter 800,- bekommen kann (optisch gesehen)....!
Dafür habe ich bessere Randschärfe, bessere Verzeichnungs-und Verzerrungsfreiheit, das am Tag ästhetischere Bild und bessere Haptik (im Vergleich zum Leica Trinovid 10x50 BN und Zeiss Victory FL 10x42) und zahle wesentlich weniger, und für den Unterschied könnte ich mir dann noch ein hochwertiges Fernglas kaufen.....!

Na ja, jeder soll eben auf seine Weise glücklich werden...!

Dazu kommt übrigens noch, daß man bei Leisky-Gläsern auch den Namen wohl ein wenig mitbezahlt!

Z.B. sind 1000,- für das Zeiss Conquest 10x56 die optische Leistung nicht wert, da gibt es wesentlich günstigeres und gleichzeitig besseres, dafür war die Haptik und das Gewicht für ein Dachkant dieser Größe hervorragend, was übrigens auch wieder Kriterien sind, welche für den Einen und Anderen entscheidend mit sein können.....

Das beste Fernglas und der beste Hersteller gibt es einfach nicht.....!

Und zu guter Letzt schreibe ich jetzt noch, welche Gläser ich besitze, die ich mir nach über einem Jahr Tests zugelegt habe.

Ein TS 15x70 Marine rein für astronomische Zwecke (hat jetzt aktuell mein bis dato vorhandenes TS 15x70LE abgelöst),

ein Nikon Action VII 16x50 Porro, mein Balkon-Fernglas (großer Südbalkon Richtung Oberallgäuer Alpen),

und das Nikon 10x36 Monarch Dachkant für "mit dabei" z.B. bei Fahrradtouren

Diese Ferngläser haben zusammen knapp über 600,- Euro gekostet, ein Drittel/Viertel von dem, was ein "großes" Leisky-Glas kosten würde.....!

Das Nikon SE 12x50 CF habe ich übrigens relativ lange als astronomisches Fernglas eingesetzt (phantastische Sternenabbildung, bis wörtlich zum Rand Punkte)....
....bis ich dann in Sachen für mich maximal sinnvolle Vergrößerung freihändig das 15x70 TS LE ausprobierte.
Die Qualität im Vergleich zum Nikon SE war natürlich nicht vorhanden, aber für einen Preis von 120,- hervorragend, und es zeigte mir einfach mehr durch größere Öffnung und größere Vergrößerung, daher habe ich das SE nach langer Überlegung wieder gut verkauft....!

Gruß, Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
..........
Klingt sehr markenbezogen, so nach dem Motto "es kann nicht sein, daß es bessere Gläser als "Leisky" gibt....!

Sehr paethisch geschrieben.....!

Leisky "haben" sich im Höchstpreissektor für Dachkants entschieden, weil sie in der Masse modischer sind und heutzutage wesentlich besser verkauft werden als Porros!

Hallo Matthias,
nein nicht markenbezogen, für mich so festgestellt.
Von Nikon über seinerzeit Rollei, Steiner und Optolyth und div. anderen bin ich dann bei den 3 o.g. Firmen hängen geblieben.
Sehen ist eine individuelle Angelegenheit-das ist wohl unbestritten. Ferner habe ich ja erwähnt, dass es hervorragende Porros gibt. Warum sich Leica und Zeiss in der Frühzeit mehr um Dachkanten bemüht haben, naja, es gibt Fachliteratur darüber und wenn man ganz lieb als Sammler fragt, bekommt man auch Mitteilungsschriften der Hauspost von Leici und Zeissi ;). da kann man dann die Historie gut verfolgen. Deine aufgeführten Gründe sind da weniger auschlaggebend gewesen. Die Entwicklung der Uppendahl-Prismen oder die der Schmidt-Pechan-Prismen, der Abbe-König-Prismen ist sehr interessant und hinsichtlich der Herstellung mit vielen Hürden verbunden gewesen. Einige werden nicht mehr verwendet. Sie unterliegen anderen Toleranzen da die Bildentstehung gänzlich anders funktioniert als bei einem Porro. Deshalb müssen sie nicht besser sein-keineswegs. Nur wenn eine Dachkante, dann für mich in der Kombi der zugeschriebehnen Mechanik die diese Technik benötigt um die Leistung gänzlich zu erfüllen. Das kann eben nicht jeder oder besser, den Aufwand betreibt niemand-da teuer. Auf alles andere nun hier einzugehen würde zu lange dauern und ich denke, wer möchte kann sich tiefer in dieses Thema einarbeiten.
Warum lassen viele Füllfederhersteller ihr Federn bei Bock fertigen? Weil teils die Erfahrung fehlt! MB und wenige andere fertigen diese noch selbst-weil früh begonnen und immer weiter entwicklet. Und sie gilt als einer der besten der Welt. Komisch. Warum machen es die andren nicht selbst?
Warum gibt es denn keine Zeissi/Leici/Swaro Kopien aus Fernost?
Halbwegs gleichwertige? :)

Wie auch immer:
Ein Glas nur für den Einsatz Astro: Porro mit Einzelokulareinstellung :)
 
Zitat von MikeS55:
Vielleicht liesst du mal den letzten Satz meines ersten Beitrages,dort steht,dass es zunaechst "Eindruecke" waren.
Wenn ich sage,dass ich einen "solchen" Eindruck von Glaesern nur selten hatte,dann ist es fuer mich so.Und einen eben "solchen" Eindruck hatte ich bisher noch bei "keinem" Dachkantglas..

Hi Mike,

es ist so.., schildert mal einer seinen positiven Beobachtungseindruck und wagt es diesen auf einem PORRO Glas beruhen zu lassen dann brüllt gleich die ganze Dachkantfraktion auf die billigen Porros und das die Leute keine Ahnung haben was die großen Dachkanten alles können...

Sie müssen vermutlich irgendwie vor sich rechtfertigen tausende euro für ein Glas ausgegeben zu haben, welches technisch und optisch zwar höchst ausgereift ist, jedoch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten und in den simplen physikalischen Eigenschaften der Optik dem ach so billigen Porro, in zumindest einem Punkt, immer unterlegen sein wird.

Einen ausgereiften räumlichen Beobachtungseindruck bei terrestrischer Tagbeobachtung liefert nur ein gutes Porro.
Dies ist schließlich kein emotioneal empfundener Punkt, sondern ein simpler physikalischer Fakt aus der Optik.

Göthe würde hier vielleicht einfügen "nur der wissende sieht"

Ich schätze 99% aller militärisch genutzten Ferngläser sind in Porrobauform gefertigt (Hensoldt, Steiner...) und der Grund ist nicht einzig der Preis. Sie benötigen den Räumlichen Eindruck existenziell! Würde ein Dachkant diesen Porros deutlich überlegen sein hätte das Militär kein Problem damit diese Investition zu tätigen. Aber so ist es nicht.

Du hast eben von einem beeindruckendem Eindruck geschrieben und DAS was zuviel für die großen Dachkantfans! Ich widerum finde es völlig natürlich, dass dich das Glas beeindruckt hat. Du hast eben genau zum richtigen Glas gegriffen um die Vorteile eines guten Porros voll auf dich wirken zu lassen.

Gruß
Stefan
 
Hi Stefan,

Natuerlich war mir bewusst dass "solche" Reaktionen kommen,deshalb war ja das Thema "mein Eindruck"..und ich wollte zu keinem Zeitpunkt behaupten,dass nun nach meinen Eindruecken "Porros" ueber Dachkanten stehen..
Auf der Anderen Seite weiss ich "was" ich gesehen habe,und fuer mich steht fest,dass neben dem Fujinon-auf das ich schon lange ein Auge geworfen habe-auch ein "Jenoptem" ueber kurz oder lang einen neuen Besitzer haben wird.. :super:

Eindruck hin oder her,natuerlich weiss ich,dass beide Glaeser meinen Eindruck unterm Sternenhimmel noch bestaetigen muessen,aber nach "diesen" Eindruecken kann ich mir ein schlechtes Abschneiden in diesem Bereich ehrlich geschrieben nicht so recht vorstellen..


Gruss

Mike
 
Ich schätze 99% aller militärisch genutzten Ferngläser sind in Porrobauform gefertigt (Hensoldt, Steiner...) und der Grund ist nicht einzig der Preis. Sie benötigen den Räumlichen Eindruck existenziell! Würde ein Dachkant diesen Porros deutlich überlegen sein hätte das Militär kein Problem damit diese Investition zu tätigen. Aber so ist es nicht.

hm, kann aber auch daran liegen, das bei den Dachkanten nur bedingt große GF zu realisieren sind. Der Bildplastik s.u. wird da weniger Beachtung geschenkt.
Hingegen ein Porroglas ein größeres mit kleinerem Aufwand zu realisieren ist. Die Armi benötigt Feld und Transparenz, letzteres den Porros ja auch gutgeschrieben wird. Was aus heutigen Gesichtspunkten nicht mehr gilt. Die Einfallsöffnung kann bei einem Dachkantenglas voll genutzt werden, da der Strahlenverlauf viel flacher als in einem Porro verläuft. Siehe Lemanprisam, einteilig mit der sich daraus ergebenen Eigenschaft weniger Glas-Luftflächen zu besitzen. Das wieder erlaubt die Verwendung von niederig brechenden Sorten der Gläser, entgegen den Porros. Weiß im Moment nicht, ob diese heute noch verwendet werden. Die Dachkante erfordert hingegen eine Fertigungstoleranz von 2 Winkelsekunden bei einer V von 10fach. Teil müssen die Dachflächen für ungünstige Einfallswinkel verspiegelt werden. Eine Rep., die bei Militäreinsätzen öfters anfällt macht die Wartung der empfindlichen für diesen Einsatz konzipierten Gläser untauglich. Bei einem schlecht gefertigten Dachkantenglas sieht man die Kante als schwarze Linie. Bei aufwendigen Militärgläsern liegt sie hingegen asymetrisch zu den Systemachsen. Wie auch immer - Vor-und Nachteile für beide Seiten. Und im Porro kann man leichter Tools wie Kompass oder Entfernungsmesser einbauen, beim Militär üblich.

Bildplastik-räumliches Sehen?

Gibt gute Literatur...............;)

Siehe Anlage:
 

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Hallo Dominique,

Danke für deinen Beitrag. Deine Erwägungen sind sehr interessant und auch der Buchausschnitt ist sehr hilfreich. (welche Quelle ist das eigentlich?).

Gruß Stefan
 
Gruesse euch..

Ein interessanter Buchausschnitt,besonders die letzten Saetze..

Was ich mich nur frage,wie definiere ich "geringe Effekt"..und"hohe Erwartungen"..?
Meine Definition dazu ist,dass das "Beschriebene" sehr "relativ" ist,oder ?

Fuer mich uebersieht man ein klein wenig folgenden Aspekt..,die "Wahrnehmung"..

Ich hoffe ihr versteht wie ich es meine..

:gutefrage:

Gruss

Mike
 
Zitat von MikeS55:
Gruesse euch..

Ein interessanter Buchausschnitt,besonders die letzten Saetze..

Was ich mich nur frage,wie definiere ich "geringe Effekt"..und"hohe Erwartungen"..?
Meine Definition dazu ist,dass das "Beschriebene" sehr "relativ" ist,oder ?

Fuer mich uebersieht man ein klein wenig folgenden Aspekt..,die "Wahrnehmung"..

Ich hoffe ihr versteht wie ich es meine..
:gutefrage: Gruss Mike

..gerning = dass es in Bezug auf die Menge, das Ausmaß oder die Größe nicht sehr groß, unbeträchtlich oder klein ist.

Und das ist genau so relativ wie deine Aussage und deine Wahrnehmung. Doch wenn das alles so wäre, gäbe es ja nichts, wozu man es in Relation setzen könnte;
delhalb ja GERING! Nun, die Begeisterung in allen Ehren, für mich sind die Unterschiede marginal-vernachlässigbar und ich denke, ich kann das für mich beurteilen. Ist doch schön, wenn beide Bauarten ihre Anhänger haben.

Ein riesen Vorteil hat die Porrofraktion vollkommen außer Sicht gelassen:

Schau dir deine Hand an, die Gliedmaßen an den Händen. Naturgemäß umfasst der Mensch immer rein aus dem Instinkt alles mit geschlossener Hand.
Ein Porroglas kann auf Grund der Bauweise viel besser von den Händen umschlossen werden als eine Dachkante. Aus ergonomischen Gesíchtspunkten ein großer Vorteil, da es dem Greifverhalten des Anwenders entgegen kommt. Bei einer Dachkante liegen die Finger mehr oder weniger der halb geöffneten Hand auf dem Fernglaskörper, was einer ruhigen Beobachtung entgegen wirkt. Das Gewicht wird von dem Daumenwurzelgelenk stabilisiert, die Auflagefläche fehlt. Das kann bei 10fach schon mit eine Leistungseinbuße der Deteilerkennbarkeit lt. Zeiss Untersuchung ~20% beziffert werden. Swaros neue Bauweise versucht das auszugleichen, skellierte Knickbrücke.

Wie auch immer, die Kante hat auch wieder Vorteile,........... beschäftigt euch damit, beobachtet, untersucht und macht euch das eigene Bild - ein wenig mehr Substanz in den Argumenten kommt da besser als gepräschte Vorlieben.

Ach ja und da Wahrnehmung unser Handeln bestimmt, ist eh ratsam genau hin zu sehen ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von MikeS55:
Was ich mich nur frage,wie definiere ich "geringe Effekt"..und"hohe Erwartungen"..?
Meine Definition dazu ist,dass das "Beschriebene" sehr "relativ" ist,oder ?


Mike

Der räumliche Eindruck wird von zwei Faktoren bestimmt: Dem Basisabstand und der Vergrößerung. Beide Effekte wirken auf die Bildunterschiede links-rechts, welche den räumlichen Eindruchk hervorrufen.

Bei der Armee (Artillerie) war ich mal für kurze Zeit Aufklärer. Wir benutzten damals eine Art Scherenfernrohr mit einer Basis von 50 cm und einer Vergrößerung um die 30x. Damit war es möglich, in 3 km Entfernung Geländepunkte mit einer Genauigkeit von einigen Metern anzumessen. Dazu wurde übrigens eine Marke räumlich eingespiegelt, die über das Ziel gebracht werden muss. Dieses Gerät belegt anschaulich die Wirkung sowohl von Basis als auch von Vergrößerung auf das räumliche Sehen.
 
Zitat von leicam62003:
...ein wenig mehr Substanz in den Argumenten kommt da besser als gepräschte Vorlieben

Hallo Dominique,

der ergonomische Gesichtspunkt ist interessant. Ich hatte mal eines dieser dicken Steiner Marine Gläser (Bauform Skipper, Commander...) und habe es wirklich genossen damit zu beobachten, nicht zulezt auch weil es so sehr gut in der Hand lag und die Greiffläche der Hand voll ausgenutzte. Ist dadurch natürlich ein reichlich klobiges Glas.

Um noch etwas Substanz zum räumlichen Seheindruck und dem Aspekt der "Wahrnehmung" hinzuzugeben möchte ich noch einen Punkt ergänzen, den des menschlichen Sehen.
In meiner Ausbildungszeit zum Fernerkundungsingenieur gab es zahlreiche 3d stereo-Anwendungen. Später habe ich selbst einige Jahre als Stereoauswerter gearbeitet. Ob im Studium oder im Beruf, es gab immer einige Menschen die entweder nach kurzer Zeit unter starken Kopfschmerzen litten oder überhaupt keinen räumlichen Seheindruck wahrnehmen konnten. In den meisten Fällen waren die Personen dovon überrascht und wussten nichts von dieser Beeinträchtigung.
Die Parallaxen des menschlichen Sehapparates sind nicht alle gleichmäßig perfekt. Sie haben größere oder kleinere Abweichungen und wenn ein gewisser Parallaxenfehler überschritten wird beeinträchtigt dieser die räumliche Wahrnehmung. Das Gehirn kann da einiges kompensieren, über längere Zeit führt das jedoch oft zu starken Kopfschmerzen.

Ich würde den Räumlichkeitsvorteil des Porro zum Dachkant in Relation zum menschlichen Sehen so ausdrücken:

Ist die gegebene menschliche Parallaxe sehr gut ausgebildet ist der Räumlichkeitsvorteil des Porro im direkten Vergleich zum Dachkant auch deutlich wahrnehmbar oder anders gesagt, greifbar. Wer sehr gute Augen hat sollte sich das nicht verschenken.
Kommt ein menschlicher Parallaxenfehler hinzu schwindet dieser Eindruck sehr schnell. Vieles wird dann aus dem im Gehirn vorhandenen Erfahrungskatalog abgeleitet und etwas kompensiert. Ein signifikanter greifbarer Räumlichkeitsunterschied zwischen Porro und Dachkant ist dann jedoch schon sehr beeinträchtigt.

Ich habe es erwähnt um auch mal darauf hinzuweisen, dass sollte jemand wirklich überhaupt keinen Räumlichkeitsvorteil beim Porro Feststellen, es auch an einem eigenen Parallaxenfehler liegen könnte, bzw. das verwendete Glas eventuell einen Justagefehler hat.

Gutes Testobjekt sind die dicht stehenden gleichalten Baumstämme im Kiefernwald. Mit dem Dachkant ermittelt das Gehirn aus verschiedenen Faktoren wie Stammdicke oder das Überlagern hinterer Stämme durch vorderere ein "räumlichen Seheindruck der auf Erfahrung beruht. Mit dem Porro wirde die Tiefe des Raumes jedoch wirklich wahrnehmbar. Wer es nicht glaubt (so meine Frau gestern zu mir) der solle einfach mal ein Auge schließen. Viele sind dann immer noch der Meinung räumlich zu sehen was dann ja nun wirklich ausgeschlossen ist. Alle Räumlichkeitseindrücke die dann noch wahrgenommen werden beruhen auf Erfahrung.


Gruß
Stefan
 
Zitat von leicam62003:
Dieses Gerät belegt anschaulich die Wirkung sowohl von Basis als auch von Vergrößerung auf das räumliche Sehen.

Hallo Uwe,
nun reduziere mal deine Basis auf die hier besprochenen Geräte, dann reduziert sich dein Sachverhalt incl. seiner Auswirkung auf ein nicht erwähnenswertes Maß.

Woher nimmst du diese unnötig scharf formulierte Weisheit?

Mein 10x50 hat einen Objektivabstand von etwa 20 cm (kanns jetzt nicht nachmessen), also etwa 3x mehr als das Auge. Außerdem die 10-fache Vergrößerung, das gibt einen 30-fach stärkeren räumlichen Eindruck.
 
oGuten Abend in die Runde.

Das was Uwe und Stefan ueber die "Raeumlichkeit" geschrieben haben finde ich wirklich interessant..,danke !
Und vielleicht ist es in der Tat so,dass meine Augen dieses "plastischere Bild" beim Porro "eher" bzw "mehr" wahrnehmen..

Was ich noch erwaehnen moechte ist folgendes:

Ich habe ueber 10 Jahre hinweg mit einem Leica Trinovid 10x50 BA beobachtet.Dieses Glas stand fuer mich ueber "allem",und ich habe andere Glaeser voreingenommen "belaechelt".Einzig das Swaro 10x50 SLC und ansatzweise das Zeiss Victory 10x56 FL hielt ich fuer konkurenzfaehig,kuerzlich noch die neuen Swarovision und Ultravids..

Ich hatte den "Porros" keine bzw kaum Beachtung geschenkt,vielleicht aufgrund des Preises,oder dass ich mir nicht hab vorstellen koennen,dass sie den "Premiumdachkanten" das Wasser haetten reichen koennen..

kurz um,fuer "mich",weit gefehlt,und nochmal,es waren "Eindruecke",aber sie haben bei "mir" schon Spuren hinterlassen.

Gruss

Mike
 
Zu diesem ganzen Thema schreibe ich nochmal den Satz, den ich im langen Beitrag von mir als erstes schon geschrieben habe....im Bezug auf die schönen Buchauszüge und Zeichnungen etc., die hier gepostet wurden.

"Physikalisches Prinzip hin, physikalisches Prinzip her, einziger Maßstab bei Beobachtungen mit optischen Hilfsmitteln sind meine Augen in Zusammenarbeit mit meinem Gehirn bei optischen Kriterien! Theorie interessiert mich da eigentlich überhaupt nicht!"

Beide Ferngläser haben ihre Daseinsberechtigung!

Mein persönliches Kriterium für Dachkanten sind die kompakten Abmessungen, d.h. es ist für mich ein Glas für unterwegs! Das ist der Grund, warum ich mir ein Dachkantglas zugelegt habe!
Und würde ich ein Fernglas brauchen, welches ich bei extremen Wetterverhältnissen einsetzen muß, würde ich wohl auch auf ein Dachkant zurückgreifen!

Das waren dann die Gründe für mich für ein Dachkant....

....alles andere ganz klar Porro!
Die Gründe sind die hervorragende Haptik/Ergonomie, im Durchschnitt größere Gesichtsfelder, das räumlichere/ästhetischere Bild und der wesentlich günstigere Preis gleicher Optikqualtät im Verhältnis zum Dachkant!

Hier ist ein Beispiel das Nikon Action VII 10x40 Porro Glas für lächerliche 85,-, welches ich lange für unterwegs mit dabei hatte, im Vergleich zu meinem jetzigen "Mit-dabei-Glas" dem Nikon Monarch 10x36 Dachkant für 250,-!
Das Action, welches ich immer noch habe, hat mir vom beobachten her mehr Spaß gemacht, das Monarch hat im Kontrast (FMC- anstatt MC Vergütung beim Action) und sogar im GF etwas die Nase vorn, ansonsten vom Seheindruck und auch vom ganzen "Gefühl" her das FG am Auge zu halten, ist das Action besser! Nur das dreifache ausgeben für das "etwas die Nase vorn haben", hätte ich normalerweise nicht gemacht, wenn mir das 10x40 Porro nicht doch etwas zu groß war für "Mit dabei"!

Und wie schon geschrieben, selbst wenn irgendein "Leisky-Glas" in Sachen wie z.B.Kontrast einem Weltklasse-Porro-Glas vielleicht einem Hauch überlegen ist, würde ich dafür nicht das 2,5 bis 3fache ausgeben!

Gruß, Matthias

 
Hallo Matthias,

Im Prinzip hast du recht..
Letztenendes ist bei der Auswahl das entscheident,was aus den Okularen rauskommt,theorie hin oder her..
Manch einer moechte aber halt wissen,warum das eine "so" abbildet,und das andere halt "so"..
Beispielsweise bei mir,ich haette ja sagen koennen: ok,das Porro hat ein fuer mich "verblueffendes" Bild,fertig,akzeptiert,Ende.

Und natuerlich,das Premiumdachkant,und andere Dachkantglaeser haben definitiv ihre Darseinsberechtigung.

Ich waere halt "heute" bei der Auswahl eines Glases nach meinen Eindruecken vorsichtiger..

Gruss

Mike
 
Ich hatte zuerst ein Kite Petrel 8x32 Dachkant (Kite Ferngläser sind Made in Japan, mal so am Rande) für vor 2 Jahren 385,- (heute teurer) als "Mit dabei" Glas!

Es war wirklich hervorragend, ein Fernglas wirklich ohne Schwächen, perfekte Haptik und Ergonomie (mit einer Hand perfekt zu bedienen und zu beobachten), für die Größe ein perfektes Gewicht, hervorragende Optik (gestochen scharf, großes Gesichtsfeld, keine nennenswerten Verzeichnungen/Verzerrungen, keine Reflexe/Geisterbilder bei direkter Beobachtung von z.B. Mond oder einer Laterne, kontrastreiches klares Bild, kein Farbfehler in der Mitte des Bildes, 1m Nahfokuss), natürlich innenfokussiert, wasserdicht und mit N2 gefüllt und noch 30 Jahren Garantie.

Das war ein Dachkant, was einen wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ein doppelt so teures Zeiss Conquest diese Größenklasse hatte optisch das Nachsehen, sonst mit Verarbeitung und Mechanik gleichwertig!

Natürlich hat mich das Leica Trinovid 10x50 BN und das Victory FL 10x42 von Zeiss (außer die zwei AP-Spiegelungen im Okular) absolut gesehen auch beeindruckt, bei den Preisen sollte das auch so sein...!

Warum habe ich es dann doch wieder hergegeben?

Wegen der 8fachen Vergrößerung!
Ich bin jemand, der auch mit 15/16fach freihändig gut zurechtkommt, nach langen Tests und vergleichen! Es war mir einfach zu wenig! Da ein Fernglas unter einer AP von 3mm für mich eigentlich nicht in Frage kommt, ich aber mindestens eine 10fach Vergrößerung für unterwegs haben möchte und auch Reserven in der Dämmerung haben möchte beim "Mit dabei Glas", es von der Kite Petrel Serie kein 10x32 Glas gibt, mußte ich mich eben andersweitig umschauen! 40er Gläser bei Dachkants sind mir für unterwegs mittlerweile auch zu groß! Das 10x36 Nikon Monarch ist da genau richtig, hat aber das Nachsehen gegenüber des Kite Petrel! Ist ja auch billiger....! Aber absolut in Ordnung!

Die Kite Petrel Serie ist übrigens die Einsteigerserie bei Dachkants von Kite.

Ich habe zum Testen mir auch das Kite Puffin 10x42 Porro-Glas zugelegt, auch für unterwegs gedacht.

Es wäre von der Größe, Optik, Haptik, Ergonomie für ein Porro für unterwegs absolut perfekt gewesen!
Genau wie das Petrel Dachkant, alles hat gepasst und war hervorragend, auch die Größe für ein 10x42 Porro Glas mit 13x16,5cm gibt es kleiner wohl nicht, natürlich größer als mein jetziges 10x36 Dachkant, aber da hätte ich mich klar für das Porro entschieden....., wenn nicht das Gesichtsfeld mit 96m/1000m (ca. 54° scheinbar) zu klein wäre. Ausgeschrieben ist das überall mit 114m/1000m also ca. 65°, warum ist mir ein Rätsel, denn auf dem Fernglas steht drauf 96m/1000m! Das war mir ein Hauch zu tunnelmäßig....
Aber auch nach Info deswegen bei der Orniwelt, hat sich bei der Angabe nichts geändert, es wird mit 114m/1000m angeboten, na ja.....!

Jedenfalls würden mich die teuren Kite Ferngläser mal interessieren, Kite könnte ein Geheimtipp sein....!

Wer ein 8x32 Dachkant für um die 400,- sucht, kommt meines erachtens um das Kite Petrel nicht herum. Ich glaube da gibt es kein besseres....!

Gruß, Matthias
 
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