Aufsteigerteleskop

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Der_Gregorianer

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Hallo,

ich beobachte seit nunmehr 2 Jahren mit einem "Lidlscope" die Weiten des Alls und bin immer wieder begeistert, was dieses Teleskop alles leistet. Allerdings wird nun der Wunsch nach einem "Nachfolger" immer grösser. Das nächste Teleskop soll aber ein Dobson sein, da die Astrofotografie (noch) nicht so im Mittelpunkt steht. Nun ist das Budget nicht unendlich und ich habe ca. 600 Euro zur Verfügung. Was ratet ihr mir? Was kann ich dafür erwarten?
Schonmal vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

CS
Gregor
 
Hallo Gregor,

ich hab seinerzeit auch über iene Aufrüstung, so ähnlich wie Du, nachgedacht. Ich besaß ein 76mm Kaufhaus-Spiegelteleskop und wollte mich ebenfalls verbessern. Nach einigen Recherchen hab ich mich für einen 8" f6 (200mm Öffnung/ 1200mm Brennweite) Dobson von GSO entschieden. Das Teil ist im Vergleich zu Deinem Lidlscope eine echte Steigerung und mit seiner Öffnung schon gut für deepsky einsetzbar. Trotzdem sind auch hochvergrößernd der Mond, Planeten und Doppelsterne toll zu beobachten. Dabei ist es mit seiner Größe und dem Gewicht immer noch zu bewältigen und passt auf die Rückbank.
Für die f6 Variante habe ich mich entschieden, da hier nicht so hohe Anforderungen an die Okulare bestehen. Weitehin finde ich die Deluxe-Variante empfehlenswert, wegen des genialen Crayford Okularauszuges und des besseren Suchers (8x50).

Ach so, fotografieren kannst Du damit auch. Zumindets den Mond erstmal. Das Bild wurde mit einer Canon Powershot A75 durch ein Hyperion-Okular von Baader gemacht. Belichtungszeit 1/320 Sekunde, fotografiert ohne Nachführung.

Ich hoffe geholfen zu haben!

Viele Güße,

Peter


Link zur Grafik: http://foto.arcor-online.net/palb/alben/74/2332574/1024_3334343838363730.jpg
 
Hallo Peter,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Das Bild gefällt mir sehr gut! Ich hatte auch schon an einen 8" gedacht; ist denn der Crayford-Auszug so gut, wie ich nach den Artikeln hier im Forum erwarten kann? Dann werde ich auch die Deluxe-Version ins Auge fassen.

Danke und CS
Gregor
 
Hallo Gregor,

also ich warne immer davor, ein Teleskop anhand eines Fotos damit bzw. dadurch zu bewerten. Das Foto zeigt einem entweder zu wenig (Mond/Planeten) oder zuviel (Deepsky) von der visuellen Leistungsfähigkeit des Teleskopes.

Jedenfalls halte ich beim geplanten Budget den typischen 8" f/6 Dobson auch für eine gute Idee. Was den Crayford-Auszug angeht, da meine ich nicht, daß man den für visuelle Beobachtung wirklich braucht. Einen echten Vorteil hätte man von einem Fokussierer mit Untersetzungsgetriebe oder von einem Helical-Feinfokussierer.

Du solltest Dir aber vor allem erstmal überlegen, was an Zubehör vorhanden ist, und was angeschafft werden muß. Wenn Dein Lidl-Scope quasi in den 2 Jahren ohne neues Zubehör geblieben ist, dann würde ich vorschlagen, das neue Gerät mit einer kompletten Okularpalette anzuschaffen, denn die üblicherweise zum Lidlscope beigelegten Okulare sind Kellner, die bei f/6 nicht mehr optimal funktionieren dürften. Dafür muß also im Budget auch noch Platz sein. Und falls möglich, wäre für ein solches Gerät auch ein OIII-Filter sinnvoll, wenn Du damit Deepsky (genauer: Emissionsnebel) beobachten willst.

Ich würde Dir empfehlen, als Zubehör unbedingt ein 2" Weitwinkelokular anzuschaffen, mit einer Brennweite zwischen 30mm und 42mm. Falls Du eher aus der Stadt beobachtest, sind 30mm vorzuziehen, und je dunkler Dein Standort ist, desto mehr lohnt es sich, Richtung 42mm zu gehen. Der Grund dafür ist, daß das Bild mit steigender Okularbrennweite immer heller wird, so daß in Stadtnähe viele Objekte im Streulicht "ersaufen", weil der Himmelshintergrund hellgrau erscheint.
Ein solches Okular dient dann einerseits als Übersichtsokular und andererseits erleichtert es das Aufsuchen von Objekten. Du bist ja den guten Überblick gewohnt, den das Lidlscope mit seinen 700mm Brennweite in 1,25" bietet. Mit 2" am Dobson bekommst Du einen ähnlichen Überblick (aber ein helleres Bild) und natürlich gibt es auch einige Objekte, die dieses Bildfeld voll ausfüllen.

Die weiteren Okulare sollten Deinen Vorlieben entsprechen. Willst Du eher Planeten beobachten, dann könntest Du eine Abstufung 10mm, 6mm, 4mm ins Auge fassen, oder etwas moderater 10mm, 7mm, 5mm. Da können schon Plössl-Okulare viel Spaß machen, aber Orthos sind bei Planetenfreunden beliebter.
Deepsky-Freunde würden die Palette sicher etwas anders abstimmen, zum Beispiel 18mm, 12mm und 6mm und dabei womöglich auch gleich auf Weitwinkel-Okulare setzen, was ja bei Deepsky viel Freude bereitet. Hier käme dann auch der genannte OIII-Filter ins Spiel.

Du solltest Dir also Gedanken machen, worauf Du Deine Zubehörpalette einrichten willst, damit Du weißt, wie Du mit Deinem Budget so auskommst. Damach solltest Du entscheiden, welche Version des Dobson Du Dir zulegst, denn die beigelegten Okulare unterscheiden sich ja auch.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Gregor,

es freut mich, daß Dir mein Bild gefällt! Es sollte auch nur zeigen, daß Fotografie und Dobson sich nicht ausschließen.

Am Crayford schätze ich zum einen, daß er ohne jedes Spiel arbeitet und deshalb das Bild nicht "springt" (Shifting) beim hin-und herfokusieren und zum anderen kann man den Verstellwiderstand inividuell dem verwendeten Zubehör per Stellschraube anpassen. Vom einfachen Plössl bis zum Revolver mit 4 schweren Weitwinkelokularen bewegt der alles sicher und feinfühlig, ohne Spiel, wie schon gesagt.

Bei den Okularen empfielt es sich auch von Anfang an Qualität zu kaufen. Ich hab mit den Hyperions von Baader schöne Weitwinkelokulare gefunden. Im set gibt es die für etwa 100€ neu.

Viele Grüße,

Peter

Ach so, bei der Deluxe von GSO ist auch noch ein 2" Übersichtsokular dabei. Ein solches ist sehr zu empfehlen.
 
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Hallo,

schönen Dank an alle für die schnellen Kommentare.
Na dann werde ich mich mal auf die Suche nach guten Angeboten machen (und meiner Frau sagen, was sie mir zum Geburtstag schenken "darf"....)

CS
Gregor
 
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