Ausleuchtung des TSA-120

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

matthisk

Aktives Mitglied
Hallo,

kann mir jemand Auskunft über die zu 100% ausgeleuchtete Fläche geben? Vielleicht auch im Zusammenhang mit dem Flattener/Reducer?
Ich einem anderen Forum behauptete ein Händler vor einiger Zeit, das nur 1,2,3mm voll ausgeleuchtet werden. Ich kann mir das kaum vorstellen, da 1-3mm auch für die visuelle Nutzung extrem knapp ist.

Viele Grüsse
Matthias
 
Hallo Matthias,

vielleicht helfen Dir diese Angaben hier ein wenig weiter, falls
Du sie noch nicht kennen solltest:

Tak TSA-120 specs

Clear skies,

Jörg
 
Hallo Matthias,

Ich einem anderen Forum behauptete ein Händler vor einiger Zeit ...

das ist ein gutes Beispiel dafür daß man die Beiträge in Foren
immer mit großer Vorsicht genießen sollte! Halte dich wenn
möglich an die offiziellen Informationen des Herstellers:

www.takahashi-europe.com/en/TSA-120.specifications.php

With TOA35-FL field flattener

Image circle 40mm (60% non-vignetted)

With TOA35-RD reducer

Image circle 40mm (60% non-vignetted)

CS, Karsten
 
Hi Karsten

Gleiche Ausleuchtung mit reinem Flattner und andererseits mit Reducer????

das kann wohl nicht stimmen (oder doch)??

lg
tom
 
Halo Thomas,

das war mir auch schon aufgefallen und das kann so nicht stimmen.
Immerhin sind die 1/2/3mm Ausleuchtung die der ungenannte Händler
verkündet hat gar nicht mit den Angaben von Takahashi vereinbar.

CS,Karsten
 
Die Angaben von Takahashi sind meines erachtens nach ebenfalls mit Vorsicht zu geniessen.
Ich besitze einen Sky90 mit Tak Reducer auf f4,5.
Der Reducer hat angeblich einen Backfokus von 55mm.
Bei meiner EOS gab es deutliche Verzerrungen am Rand.
Ich habe aber Bilder von Manfred Wasshuber mit dem Sky90 gesehen die bis zum Rand Nadelfeine Sterne zeigen.
Der Manfred hat mir die Auskunft erteilt er fotografiert mit einer ALccd6C mit einer ähnlichen Diasgonale wie meine EOS400D.
Jedoch bezifferte er den Chipabstand mit ca. 46 - 47mm.
Also habe ich mir bei Intercon Spacetec einen kürzeren Adapter "drehen" lassen.
Dieser passt nun besser aber immer noch nicht perfekt.


 
Hi Karsten

Bevor du wieder vollmundig was aus katalogen nimmst, solltest du einfach mal von vorne durchschauen
Streck ein Okular mit 5 mm und 10 mm Feldblendendurchmesser rein, stelle es auf unendlich scharf, dann schau vom Linsenrand über die Blenden zum Okular und erzähl mir was du siehst.

Danach und nur danach darfst du deine Kataloge wieder zitieren und uns allen berichten was du gesehen hast und inwieweit es mit Geschriebenem Übereinstimmt.

Bis dahin viel spaß beim Kataloge Wälzen :-)

Die Überprüfung ist so einfach und simple und kann von jedermann durchgeführt werden.

Ist wie mit dem 99% Strehl, wenn dies nicht einfach nur der gerechnete Währe, den die meisten Apo Hersteller auch haben, aber dmait nicht rumprotzen, weil dies eine selbstverständlichkeit ist.

 
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten. Das ist alles sehr interessant da ich mich ernsthaft über die fotografische Eignung des Gerätes Gedanken mache.

Gibt es jemanden der Markus Beobachtung bestätigen kann?

Viele Grüsse
Matthias
 
Hi Matthias

schnelles Google bringt das Bild http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=2388

http://www.cloudynights.com/images/Takahashi-TSA-120_html_m20de92be.jpg

du schaust von vorne durchs Rohr und siehst hinten die 2" Steckhülse , hinter welcher sich der Strahlengang weiter verjüngert auf die Distanz zum Fokus von 223 mm . Okay man weiss nicht ob an diesem Bild eine Verlängerung angeschruabt war oder nicht, aber der Backfokus sollte auch hier mit Verlängerung noch bei ca. 160 mm Liegen.

Wie du an dem Bild siehst, geht der Blick nicht über den Linsenrand, sondern weiter innenliegend. Aber bereits bei diesem Bild siehst du gerade noch so die Kante vom 2" Ausgang. Gehst du nun ca. 160 mm weiter nach hinten, ist dieser logischerweise keine 2" Durchmesser mehr, sondern weniger.
Richtest du nun den gleichen Blick vom Linsenrand, wird es nochmals weniger.

2" im Bild minus weniger durch Backfokus , minus weniger durch schauen vom Linsenrand , ergibt ? Noch weniger.

Nichtsdesto trotz in der heutigen Zeit werden Vignetierungen durch den PC ausgegelichen.

An meinem alten FCT 150 F/7, der wurde als Astrograph beworben mit riesenfeld , war das zu 100% ausgeleuchtete Feld stolze 3 mm.

Trotzdem musst du dir keine Sorgen machen, denn mit all diesen Refraktoren gibt es unzählige gute Bilder.

Ich selbst Photografiere nicht, aber wie es scheint, sieht man die Vignetierung wohl oft erst auf Postergröße oder sie wird am PC ausgeglichen, und damit ist fast egal , was jedoch nichts an den tatsachen ändert, die dir besitzer mitteilen können, wenn Sie wollen
 
Hi Karsten

wo bitte mache ich was schlecht ? Ich antworte lediglich auf technische Fragen bei denen ich erwähnt wurde.

Und ich habe ja wohl klipp und Klar gesagt das auch mit engen Blenden hervorragende Ergebnisse erziehlt werden , richtig ?
 
Hallo Markus

Zitat von MLudes:
Nichtsdesto trotz in der heutigen Zeit werden Vignetierungen durch den PC ausgegelichen.

Klar kann man die Vignettierung via Bildbearbeitung ausgleichen, allerdings ignorieren wohl recht viele, das der Lichtverlust wg. Vigenttierung durch keine BB aufgeholt werden kann. Entweder werden die unterbelichteten Teile (unter Inkaufnahme von mehr Rauschen) verstärkt oder der Kernbereich abgedunkelt.

@all:
Ich kann kann mir kaum vorstellen, das bei einer 100% Ausleuchtung von 1- (was weiss ich?) 10mm bei 40mm noch 60% Ausleuchtung da sein soll, oder? Irgendwas kann doch da nicht stimmen?

LG
Matthias
 
Matthias,

Das Geheimniss liegt im Detail.Diese mini volle ausleuchtung hast du rein visuell.
Nimmst du jedoch einen Takahashi Korrektor dazu, so schraubt sich dieser in den Auszug und die Eintrittsöffnung vom Korrektor ist weiter weg vom Fokus, sodas du an der Eintrittsöffnung einen grösseren Bildkreis angeleuchtet bekommst. photografiert jedoch jemand ohne den Tak Korrektor hat er tasachlich diese kleine ausleuchtung hinzunehmen
 
Konkurrenzbashing

Ach du Schande. Mach dir mal ne Zeichnung...

Wenn ein Händler Konkurrenzprodukte schlechtschreibt und jemand
glaubt das, dann ist ihm sowieso nicht mehr zu helfen.

Cheers, Karsten
 
Re: Konkurrenzbashing

Karsten,


Konstruktiv diskutieren kannst du nicht, du kannst nur rummosern, anstatt dich erst mal zu informieren .
Aber beim Anbschauen deiner Lieblingsseite siehst du nicht ob der Händler recht hat und dich schlau zu machen ob das richtig ist was er sagt, hast du keinen Bock.

Du hast nur Bock rumzumosern und nicht-konstruktive beiträge abzugeben

Sowas schimpft sich Lehrmeister der Anfänger, lachhaft

Bevor du weitere Äusserungen von dir Gibst, prüf nach ob der Schmarren stimmt, den du von dir gibst, oder lass es

kannst einem echt Leid tun
 
Re: Konkurrenzbashing

Hallo Karsten,

warum mußt Du denn die Überschrift ändern? Für mich ist das eine Unsitte, die Du bleiben lassen solltest. Das bringt Leser, die auf der Startseite einen Thread suchen, total durcheinander.

Grüße Kurt
 
Nichts neues, alles wie gehabt

Hallo Markus,

och, guggemalda, da scheint ein Händler angefressen weil jemand
seinem Bashing widerspricht?
Und jetzt wird rumgepöbelt damit ein Mod den Thread sperrt?

Na, das kenne ich ja alles schon aus vergangenen Threads von dir,
siehe den von mir verlinkten Thread. Klasse Vorstellung :super:

Und tschüß, Karsten
 
Re: Nichts neues, alles wie gehabt

Du bist am Tread vorbei, hastt du nichts zur eigentlichen Saxhe zu Sagen ?
Oder fehlt dir einfach nur das wissen um mitrden zu können ?

bisweilen vermisse ich in diesem Thread jeglichen konstruktiven Kommenttar von dir, kommt wohl auch keiner

Die Kinder im Kindergartten die ich kenne lassen jedenfals sinnvolleres von sich als du
 
Inahltloses Konkurrenzbashing?

Fehlt dir das Wissen um einen sinnvollen Beitrag abzufassen?
Oder hast du per se nichts besseres zu tun als dich negativ
über die Teleskope deiner Mitbewerber auszulassen?
Ist das Strategie oder ist es Unvermögen?
 
Re: Inahltloses Konkurrenzbashing?

Hallo Karsten,

dieser Austausch von "Nettigkeiten" interessiert hier niemanden !

Offensichtlich hat Markus die Fragen von Matthias zu dessen Zufriedenheit beantwortet !!

Wenn Du inhaltlich etwas beitragen kannst, dann tu das.
Anderenfalls halte Dich raus.

Gruß
Stefan
 
Zitat von matthisk:
kann mir jemand Auskunft über die zu 100% ausgeleuchtete Fläche geben? Vielleicht auch im Zusammenhang mit dem Flattener/Reducer?
Ich einem anderen Forum behauptete ein Händler vor einiger Zeit, das nur 1,2,3mm voll ausgeleuchtet werden. Ich kann mir das kaum vorstellen, da 1-3mm auch für die visuelle Nutzung extrem knapp ist.
Hallo Matthias und allerseits,

eigentlich ist die Frage nach der Ausleuchtung beim TSA-120 mittlerweile geklärt. Vielleicht ist es aber von allgemeinem Interesse, dass man solche Fragen nicht nur ungefähr auf praktischem Wege durch Hindurchschauen, sondern auch durch allgemeine geometrische Betrachtungen sehr genau untersuchen kann. Dafür reichen elementare geometrische Beziehungen, welche sich aus dem wohlbekannten Strahlensatz herleiten lassen.

Für eine realistische Analyse sind natürlich die Positionen und Aperturen der wirksamen Blenden erforderlich. Gewöhnlich reduziert sich insbesondere bei Refraktoren die Situation darauf, dass die Eingangsöffnung vom OAZ und sein Abstand von der Brennebene die limitierende Blende bildet. Wie man auf der unten angehängten Grafik sehen kann, ist das auch im vorliegenden Fall des TSA-120 der Fall und man kann die wirksame Blende und ihre Position direkt aus der Zeichnung ablesen.

Die Definition der verwendeten Parameter geht aus der ebenfalls angehängten schematischen Zeichnung hervor. D und f sind die Öffnung und die Brennweite der Optik. B und f' sind die Öffnung und der Abstand einer beliebigen Blende zwischen Objektiv und Brennebene. Das voll ausgeleuchtete Feld hat den Durchmesser d.

(1) Zunächst betrachten wir den speziellen Fall d = 0, bei dem volle Ausleuchtung nur auf der optischen Achse existiert. Für diesen restriktiven Fall existiert eine sehr einfache Beziehung zwischen der minimalen Öffnung der Blende B_0 und ihrer Position f':

B_0 = (f'/f) D

(2) Der allgemeine Fall ist etwas komplizierter in der Herleitung, führt aber gleichwohl zu einer ziemlich einfachen funktionalen Beziehung:

B = B_0 + (1 - f'/f) d

oder nach d aufgelöst:

d = (B - B_0)/(1 - f'/f)

Mit diesen Beziehungen lassen sich dann die erforderlichen Blendenöffnungen für beliebige Positionen f' im Tubus berechnen. Oder umgekehrt lässt sich für beliebige Blenden die Größe d des voll ausgeleuchteten Feldes berechnen. Gewöhnlich hat eine Optik mehrere solcher Blenden. In diesem Fall wird das Feld natürlich durch die restriktivste dieser Blenden mit dem kleinsten zugehörigen Felddurchmesser bestimmt.

(3) Im vorliegenden Fall der TSA-120 Optik haben wir folgende Parameter:

D = 120 mm
f = 900 mm

Je nachdem wie weit der OAZ eingefahren oder ausgefahren ist, unterscheiden wir die folgenden Fälle:

(a) Bei einer mittleren OAZ Position, wie in der Zeichnung dargestellt:

B = 66 mm
f' = 338 mm
d = 33.4 mm

(b) Bei voll eingefahrener Position:

B = 66 mm
f' = 408 mm
d = 21.2 mm

(c) Bei voll ausgefahrener Position wirkt nicht das OAZ Rohr, sondern die weiter hinten liegende 2" Okularaufnahme als restriktives Element:

B = 50 mm
f' = 146 mm
d = 36.3 mm

Im Prinzip müsste man auch noch die übrigen Streulichtblenden weiter vorne im Tubus untersuchen. Man kann sich aber anhand der obigen Formel für d schnell überzeugen, dass diese Blenden mit zunehmenden Abstand f' vom Fokus praktisch keinen Effekt auf das Feld haben.

Summa summarum, das TSA-120 in seiner f/7.5 Grundfiguration (ohne Reducer) sollte je nach OAZ Stellung ein voll ausgeleuchtetes Feld von 21 bis 36 mm Durchmesser haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 

Anhänge

  • Refractor.jpg
    Refractor.jpg
    13 KB · Aufrufe: 3.024
  • TSA-120.jpg
    TSA-120.jpg
    81 KB · Aufrufe: 3.041
Hallo Peter,

endlich mal einer der die Ausleuchtung korrekt berechnet, super. :super:
Die meisten hier machen es sich ja einfach und berechnen B0 was ja wirklich simpel geht und ebenso einfach hergeleitet werden kann.
Dann wird kurzerhand B-B0 gerechnet und so getan als sei das Ergebnis schon die Ausleuchtung.
Den 2. Teil der Formel lässt man großzügig einfach weg.

Na ja die Herleitung des 2. Teiles ist ja wie Du schon schreibst auch etwas komplizierter.
Wäre schön wenn Du das noch mal etwas ausführlicher bringen könntest.

Offensichtlich sind sich hier nicht mal die Experten zu 100% einig.

http://www.otterstedt.de/atm/mynewton.workshop.fangspiegelgroesseberechnen.html

Hier geht es ja um den FS Durchmesser bei festgelegter Ausleuchtung was ja Deiner Formel

B = B_0 + (1 - f'/f) d

entsprechen würde und ob Blenden Durchmesser oder FS Durchmesser ist ja nun egal.

Ich hab in dem Rechner mal Dein Beispiel a hier eingegeben

http://www.otterstedt.de/atm/mynewton.workshop.fangspiegelgroesseberechnen.php

wobei ich mir erlaubt habe mit etwas mehr nachkommastellen zu rechnen und Dein Ergebnis von 33,4 für d auf 33,52mm zu setzen.
Es müssten also die in der Berechnung verwendeten 66mm für B herauskommen.
Im Anhang die Ergebnisse von 78,7mm für die 08/15 Formel bis hin zu 65,67 für die komplexeren Formeln.
Nach Deiner Formel B = B_0 + (1 - f'/f) d kommen natürlich die richtigen 66mm heraus.

Nun was ist denn nun korrekt, hier vertraue ich schon seit langem auf Oslo.
Im Anhang Bild 2 ist ebenfalls Dein Beispiel a eingegeben, es wird hier allerdings mit Radien gearbeitet was uns aber ja nicht weiter stört.

Es ergibt sich bei einem Blenden bzw. FS Radius von 33mm in 338mm Fokusabstand bei 900mm Brennweite und 120mm Öffnung ein Radius für das zu 100% Ausgeleuchteten Feld von 16,76mm also 33,52mm Durchmesser und damit exakt das Ergebnis nach Deiner Formel.

Grüße Gerd
 

Anhänge

  • Berechnung_FSaa.jpg
    Berechnung_FSaa.jpg
    69,4 KB · Aufrufe: 2.943
  • Berechnung_FSbb.jpg
    Berechnung_FSbb.jpg
    28,9 KB · Aufrufe: 2.735
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo,

danke Peter und Gerd fürs Vorhüpfen wie man das berechnet, das ist ja gar nicht schwer. Mit MyNewton die Ausleuchtung eines Refraktors berechnen... ja warum denn nicht?! Die vignettierende Eingangsöffnung des OAZ-Rohres wird einfach als Abstand des Brennpunktes von der opt. Achse eingegeben, genial.

Super, dass hier noch was Konstruktives gekommen ist von dem ich was für die Praxis lernen kann :super:

lg Tommy
 
Hi Peter

Unter Betracht deiner Angaben sit dein Ergebniss richtig, die Praxis sieht dagegen leider ganz anders aus.

1, hat der Auszug am inneren Ende bei Tak nicht die freie Öffnung des Auszugsrohres , sondern eine engere Blende sitzt, wodurch dein berechnetes Feld drastisch reduziert wird

2, diese Auszugsblende kann man abschrauben wenn du den Auszug ausbaust, dann währe deine Berechnung unter anbetracht deiner Zeichnung wieder richtig

3, ist es leider so, das nicht der Auszug den Strahlengang begrentzt sondern die Tubusblenden

schau dir als Beweiss nochmals ganz genau dieses Bild ganz unten an
http://www.astromart.com/images/articles/0-999/751-5.jpg

wie man wunderbar erkennen kann , werden die Tubusblenden das Loch hinten weiter abscheneiden, wenn man das Auge zum Linsenrand wandern lässt. Bereits mit diesem Blick im unteren Bereich ist das Loch beschnitten.

Also bitte keine weiteren theoretischen Berechnungen aufgrund irgentwelcher Graphiken , das ist etwa so wie als wenn jemand sagt das ding ist für 99% Strehl gerechnet und jetzt hat es 99% Strehl.

Hat niemand einen TSA zur Hand um mal ein Bild zu knipsen, vom Linsenrand zum auf unendlich scharf fokusierten Okular ?
 
Hallo Gerd,

schön, dass Du Dir die Sache auch mal angeschaut hast und mit Oslo dasselbe Ergebnis bekommst. Ist zwar nicht weiter verwunderlich, da es ja nur eine korrekte Mathematik gibt, aber immerhin beruhigend.

Der kleinere Wert von 45 mm, den einige der von Dir zitierten Berechnungsrezepte anstelle von 66 mm für den FS oder Blendendurchmesser ergeben, entspricht offensichtlich meinem B_0, also dem Fall, wo nur noch auf der optischen Achse volle Ausleuchtung existiert (d = 0).

Und der größere Wert von 78 mm ergibt sich bei Vernachlässigung des Abstandsterms f'/f. Das mag zwar für die Abschätzung der Fangspiegelgröße von Newtons eine vernünftige Näherung sein, da der Fangspiegel beim Newton immer dicht am Fokus liegt. Wenn Blenden aber in größeren Abständen vor dem Fokus stehen (wie im vorliegenden Fall für den TSA-120), sollte man mit der korrekten Formel arbeiten und den f'/f Term nicht weglassen. Für langsame Newtons ohne wesentlichen Offset gilt die Formel zur Berechnung der FS Größe natürlich in gleicher Weise wie für die hier diskutierten Refraktorblenden.

Übrigens ist nicht nur die zu 100% voll ausgeleuchtete Feldgröße von Interesse. Man kann mit ebenso einfachen geometrischen Überlegungen auch den Feldradius bestimmen, für den die Ausleuchtung auf etwa die Hälfte und schließlich auf null absinkt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter



 
Hallo Markus,

jaja, grau ist alle Theorie ...

Da ich selbst keinen TSA-120 rumliegen habe, bin ich von der Takahashi Querschnittszeichnung ausgegangen, die jedenfalls in dem sichtbaren Bereich nur die Aperturen zeigt, die ich berücksichtigt habe. Wenn am OAZ Eingang noch eine Blende sitzt, die auf dieser Zeichnung nicht zu sehen ist, ändert das natürlich die Betrachtung wesentlich.

>>> Wie groß ist denn nun die Apertur dieser Blende? <<<

Das von Dir verlinkte Photo zeigt ja drei verschiedene Streulichtblenden. Vermutlich ist die letzte davon die von Dir benannte OAZ Blende. Aus der Kameraperspektive, welche noch nicht ganz, aber nahezu, vom Rand des Objektivs einblickt, wird die OAZ Öffnung dadurch bereits geringfügig beschnitten: aus diesem Photo messe ich für die Aperturellipse ein Seitenverhältnis von 0.87 zu 1.

Zitat von MLudes:
wie man wunderbar erkennen kann , werden die Tubusblenden das Loch hinten weiter abscheneiden, wenn man das Auge zum Linsenrand wandern lässt. Bereits mit diesem Blick im unteren Bereich ist das Loch beschnitten.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich diese Aperturellipse vom extremen Rand des Objektivs betrachtet auf ein Seitenverhältnis von 0.8 zu 1 verkleinert, aber nicht wesentlich mehr. Damit käme man dann auf einen Schätzwert für den voll ausgeleuchtetes Felddurchmesser von etwa 80% vom 2" Steckmaß, und das ergibt dann 40 mm. Sounds familiar? Ein voll ausgeleuchtetes Feld von nur 2 bis 3 Millimeter, wie hier spekuliert wurde, erscheint mir gerade auf der Basis dieses "Beweisphotos" völlig abwegig.

Also bitte keine weiteren theoretischen Berechnungen aufgrund irgentwelcher Graphiken , das ist etwa so wie als wenn jemand sagt das ding ist für 99% Strehl gerechnet und jetzt hat es 99% Strehl.
Klar, wenn die Graphik von Takahashi nicht stimmt oder wesentliche Teile nicht zeigt, sind auch darauf basierende Schlussfolgerungen falsch. Daraus würde ich aber nicht folgern, dass man solche Rechnungen gar nicht erst versuchen sollte. Vielmehr sollte man sicherstellen, dass die verwendeten Eingangsdaten und Zeichnungen zuverlässig und korrekt sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo Peter

du Täuschst dich leider.

Die 3 . Blende ist im Tubus, die vom Auszug ist bereits verdeckt.
Takahashi hat wie es richtig ist, die Linie der 3 Tubusblenden in einer Linie und wie es richtig ist, nicht vom vorderen Linsenrand, sondern von der hinteren Apertureblende beginnend losgelegt.
Aber selbst vom vorderen Linsenrand , aussen, losgehent, decken die 3 Tubusblenden die Auszugsblende ab.
Ich habe lediglich einen FS128 Auszug auf Lager, ob dort der Blendendurchmesser der gleiche ist wie bei den anderen Taks mit 2.7" Auszug kann ich derzeit nicht sagen.
Fakt ist jedoch und das sieht mann auch am Bild das die Tubusblenden die Auszugsblende bereits abdecken. Wre du dem Bild entnehmen kannst wird also die 2" Öffnung bereits beschnitten und es ist an diesem Austritt noch lange keine Fokuslage, dahinter kommt üblichwerweise noch ein Zenitspiegel, also noch mindestens 120 mm Backfokus,spricht im Fokus ist das Bild noch kleiner. Dann nimmst du noch den geschätzten Blickabstand vom Rand von ca. 15 bis 20 mm und du landest bei den 1,2,3 mm Bildkreis.

Musst es wirklich nicht glauben, aber spätestens wenn du die Gelegenheit hast einen mal Live zu sehen, wirst du zustimmen müssen. Ich baue Teleskope und wir berechnen Blenden, ich kenne meinen Job und weiss genau wie ich kucken muss und was berechnen kann.
Ne Shemaskizze ist dazu garantiert nicht geeignet.

Du musst mir natürlich nicht glauben das ich weiss wie man Tubusblenden berechnet und vermisst, wir machen das bestimmt mit unseren Apos so wie die Chinesen und hauen sie einfach rein:-)

Deine Berechnung beruht ganz einfach auf falschen Informationen das ist alles, aber das bekommst du irgentwas bestimmt noch raus, wenn du richtige Infos vorliegen hast.

Wer nicht Rechnen,Zeichnen oder ausmessen kann oder will kann auch folgendes Tun :

im Prinzip muß man nur mal ein Flat-Fieldimage machen,
ohne Flattener, mit Flattener und mit Reducer.

Man kann das dann wunderbar in Fotoshop oder dem CCD Inspector visualisieren.

Ist mit den Blenden übrigens bei allen Tak 2 Linsern gleich.

Was mich interessieren würde, hierzu kann Gerd vielleicht was rechnen oder sagen, warum Tak die Blenden so eng setzt, Tak ist nicht dumm, die müssen einen Grund haben, der mich interessiert.

Ich habe bereits bei einigen Geräten die Blenden weiter nach hinten geschoben und visuell danach keinen Unterschied gesehen, auch nicht kontrastmäßig.

Also macht es meines erachtens keinen Sinn.

Ein Böser Bube hat mir jedoch zugemunkelt , das mann dadurch den Feldastigmatismus Lichtmäßig abschwächt und dies dadurch auf Photos besser aussieht, ob dem so ist , kann ich als Nichtphotograf nicht beurteilen .

Gerd kann man mit deiner Software ausrechnen, ob du das enge Blendensetzen ein Kontrastvorteil entstehen kann gegen über einem Teleskop mit Blenden die sagen wir ein 40 mm Feld zu 100% ausleuchten ????
 
Hallo Peter,

schön, dass Du Dir die Sache auch mal angeschaut hast und mit Oslo dasselbe Ergebnis bekommst. Ist zwar nicht weiter verwunderlich, da es ja nur eine korrekte Mathematik gibt, aber immerhin beruhigend.

ja es kann nur eine richtige Lösung geben aber die zitierten Formeln ergeben halt minimal unterschiedliche Ergebnisse B0 mit 45mm und die grobe Näherrung die auf 78mm kommt mal außen vor gelassen ergeben sich 65,67 / 65,83 / 65,87 (siehe Onlinerechner) und nach Deiner Formel und Oslo eben 66mm.

So wird man schon etwas unsicher was denn nun wirklich das exakt richtige Ergebnis ist.
Das geht ja offensichtlich auch dem Autor der verlinkten Seite so.
Wie heißt es so schön viele Wege führen nach Rom, das gilt halt auch für die Lösungsansätze in der Mathematik.

Und der größere Wert von 78 mm ergibt sich bei Vernachlässigung des Abstandsterms f'/f. Das mag zwar für die Abschätzung der Fangspiegelgröße von Newtons eine vernünftige Näherung sein, da der Fangspiegel beim Newton immer dicht am Fokus liegt.
Blenden aber in größeren Abständen vor dem Fokus stehen (wie im vorliegenden Fall für den TSA-120), sollte man mit der korrekten Formel arbeiten und den f'/f Term nicht weglassen.

Na ja es ist ja nicht nur der Fokusabstand sondern auch das gewünschte ausgeleuchtete Feld ganz entscheidend, schließlich lautet der Term (1-f'/ f) * d
Es ist also d der wirklich entscheidende Faktor und weniger der Fokusabstand so das gilt je größer das gewünschte ausgeleuchtete Feld desto unbrauchbarer wird die Näherrungsformel.

Übrigens ist nicht nur die zu 100% voll ausgeleuchtete Feldgröße von Interesse. Man kann mit ebenso einfachen geometrischen Überlegungen auch den Feldradius bestimmen, für den die Ausleuchtung auf etwa die Hälfte und schließlich auf null absinkt.

Ja als grobe Näherrung kann man das nach Deiner Formel machen.
Im hier Diskutiertem Beispiel a (120mm Öffnung / 66mm Blende / 338mm Fokusabstand und 900mm Brennweite komm ich nach Deiner Formel.

d_1/2 = B f/(f-f')

auf 105,7mm Felddurchmesser wo die Ausleuchtung grob 50% sein soll.
Der Feldwinkel beträgt also arctan 105,7/2/900 = 3,3607°

Auch das hab ich mal in Oslo eingegeben.
Die von Oslo generierte Zeichnung zeigt erst mal das Deine Formel insoweit korrekt ist das in der dargestellten 2D Ansicht exakt die Hälfte des Strahlenkegels für das Feld durch die 66mm Blende in 338mm Fokusabstand abgeschnitten wird.
Siehe Anhang Bild1

Schaut man sich aber an was von der Öffnung noch an Fläche bei dem Feldwinkel von 3,3607° bzw. 105,7mm Felddurchmesser zu sehen ist wird klar das es bereits deutlich weniger als 50% der Fläche sind.
Siehe Bild2 im Anhang.

Die Formel d_1/2 = B f/(f-f') ist also wirklich nur eine Näherrung.

Grüße Gerd
 

Anhänge

  • Zeichnung.jpg
    Zeichnung.jpg
    18,8 KB · Aufrufe: 2.644
  • Ausleuchtung.jpg
    Ausleuchtung.jpg
    37,6 KB · Aufrufe: 2.682
Hallo Markus,

kann schon sein, dass ich mich da täusche. Wenn Tak wie Du sagst bei allen Zweilinsern dieselbe Blendenphilosophie anwendet, dann könnt man das also auch beim FS-102 nachsehen. Davon habe ich nämlich zwei als Doppelrefraktor bei mir rumstehen.

Also schaun wir mal ...

Generell funktioniert die Unterdrückung von Streulicht natürlich umso besser, je enger die Blenden gesetzt sind, und der Preis dafür ist eine reduzierte Feldausleuchtung. Das ist ja eine Binsenweisheit.

Allerdings ist mir schleierhaft, wie man Streulichteffekte realistisch "berechnen" würde. Da machst Du Dir wohl Illusionen. Im Gegensatz zur Feldausleuchtung, die man bei Kenntnis der tatsächlichen Blendengeometrie exakt berechnen kann, sind Streulichteffekte notorisch schwierig zu simulieren. Sowas untersucht man besser gleich mit praktischen Untersuchungen und da kommt dann sicher eine gehörige Portion an Know-how und Erfahrung ins Spiel. Da die Streulichtbedingungen ganz unterschiedlich sein können, gibt es da von vornherein keine allgemeingültige Lösung.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter



 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben