Wer die Vorstellungen von Däniken genauer kennenlernen möchte, dem empfehle ich, Däniken zu lesen. Der kennt seine Vorstellungen besser als ich.
Präzession (lat. praecedere = voranschreiten) ist das Voranschreiten des Frühlingspunktes auf der Ekliptik infolge des "Eierns" der Erdachse. Diese Bewegung ist eine Eigenschaft von Kreiseln. Da ich als Kind Gelegenheit hatte, mit einer Kreiselpeitsche einen Kreisel anzutreiben, war mir dieses Phänomen schon frühzeitig vertraut. (Mein Kreisel bestand aus Holz, war bunt lackiert, hatte Rillen für das Anlegen der Peitschenschnur und unten eine abgerundete Stahlspitze.)
Bei der Präzession kommt die Erdachse natürlich irgendwann wieder mal in dieselbe Richtung. Wer Geduld hat, kann sich nach 25800 Jahren davon überzeugen, daß der Polarstern wieder so gut wie heute die Nordrichtung anzeigt. (Oder beinahe so gut; der kann ja inzwischen mit seiner Eigenbewegung ein Stück weggepfiffen sein.)
<<"Zum Einen- selbst wenn es so wäre dann würde die Achse wohl ein paar Tage länger in die Richtung schauen und nicht nur genau diesen einen Tag">> - Bei positionsastronomischen Ereignissen geht es immer um Zeitpunkte. Wegen der Präzession kann die Erdachse also nur zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Richtung einnehmen. (Wie auch z. B. der kommende Winteranfang nicht von 0 Uhr bis 24 Uhr des betreffenden Tages dauert, sondern zu einem Zeitpunkt an diesem Tag stattfindet.)
Daß zwei vorgegebene Punkte in einer Ebene liegen (genauer: in einem Ebenen-Büschel) hat nichts Nebulöses an sich. Das ist Grundschul-Geometrie. Das ist auch kein Ereignis, welches eintritt, sondern ein Dauerzustand. Und daß 3 vorgegebene Punkte, die nicht auf einer Geraden liegen, eine Ebene bestimmen, ist auch keine Sensation, sondern ebenfalls Dauerzustand.
Macht's gut!
Roland