Ausrüstung zum start

was haltet ihr von einem zwo Smart Teleskop
- nichts.

Sieh' Dir den nachfolgenden Beitrag von Harlad Kothe an und dann ist eigentlich alles gesagt.

Und kauf' Dir was Gebrauchtes. Es gibt so viele Instrumente in sehr gutem Zustand für kleine $$. Ich selbst habe mein komplettes Material gebraucht gekauft und bin bisher bis auf eine einzige Ausnahme nie angegangen. Such' hier im Forum mal ein bisschen rum, denen kannst Du (bis auf die üblichen drei Prozent schwarzen Schafe) allen trauen.

Schöne Grüße,
Urs

P1020500korr.JPG

P. S. Ach ja, noch was: nimm' einen gebrauchten drei- oder vierzölligen Refraktor statt des Dobsons. (Ich kriege jetzt wahrscheinlich gleich wieder Prügel von der "Spiegel-Fraktion", aber so würde (und habe) ich das angehen). Das abgebildete Teleskop (80/1200) hat ohne Montierung 100 Euro gekostet. Es ist quasi ungebraucht und seine Leistung an Mond und Planeten ist trotz seines Alters (+/- 40 Jahre) schlicht beeindruckend.
Um Deep Sky würde ich mich an Deiner Stelle erst in einem oder zwei Jahren kümmern. Dann hast Du schon einiges gelernt (sehen muss man lernen!) und Du hast möglicherweise eine klarere Vorstellung, was Du dafür anschaffen möchtest.
Ein Sky Watcher Dobson ist in einigen Jahren vielleicht nicht mehr ganz so sexy, wie er sich momentan für Dich anfühlt ... ;)
 
Da bin ich total beim Urs. Doppelsterne sind auch "Deep Sky" und können viel Freude machen. Planeten sind gerade in kleinere Teleskope oft geiler als in den großen da das Bild ruhiger ist.

Ich fing mit 60mm Öffnung an und verwende ein 60mm Refraktor auch heute immer wieder mit Freude. Ich habe viel Erfahrung gesammelt mit Öffnungen bis 11 Zoll zuhause und auf Teleskoptreffen bis 40 Zoll, ja, das gibt es! Ich sehe dabei keine Korrelation zwischen der Freude, die eine Beobachtungsnacht bringt, und der verwendeten Teleskopöffnung.

Ich muss daher einigen Vorrednern bei allem Respekt entschieden widersprechen. Ein 8-Zöller kann durchaus ein Fehlgriff sein. Learn to walk before you run. Get a 3-Zöller.

Daher mein klarer Rat: Ein gebrauchter Refraktor im Bereich 60mm bis 80mm Öffnung, anders gesagt ein 3-Zöller. Dann reicht auch ein kleiner/mittlerer Videokopf auf Fotostativ. Ein Amici-Prisma zumindest für das erste Jahr (ich verwende eins auch heute laufend), weil es die Orientierung am Himmel sehr erleichtert und die Stabilität der Erinnerung an das Gesehene fördert, auch wenn es eine etwas geringere Bildqualität liefert als ein Zenitspiegel. Zwei oder drei Okulare.

Nicht das sehr begrenzte Budget mit Neukauf verbraten. Sondern alles gebraucht hier im Forum kaufen. Eher auf die Seriosität des Verkäufers und Dein Bauchgefühl dazu achten als an der genauen Spezifikation des Teleskops laborieren. Da kommst Du gerade so bei annehmbarer Qualität mit 600 EUR hin.

Unbedingt ein Handfernglas dazu. Der Schritt von freiäugig zu Handfernglas mit 7x ist genau so groß wie vom Handfernglas zum Teleskop mit 50x - wenn Du ihn auslässt wirst Du Dich nie wirklich am Himmel auskennen und wirst immer Schwierigkeiten haben, Objekte im Teleskop zu finden weil Du das Feld nicht in geringer Vergrößerung mit dem Fernglas vorher erkundet hast. Im selben Sinne ist ein visueller Sucher (nicht bloß ein Peilsucher) am Teleskop Gold wert. Hier kann ein einfacher 6x30 Sucher reichen.

Gruß, Christopher
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe heute zufällig mit einem Kollegen gesprochen, der ein 8" Omegon Dobson besaß und regelrecht enttäuscht war. Er meinte alle Nebel usw wären nur als weiße Schleier zum sehen. Ist dem so ?
Nein, dem ist natürlich nicht so.
Wenn ein 8" Newton nur weiße Schleier zeigte, ist da irgendwas falsch gelaufen.

Entweder stand das Teleskop unter einem sehr schlechten, oder aufgehellten Himmel?
Oder das Teleskop war dejustiert?
Oder das Teleskop war thermisch nicht angepasst?
Vielleicht wurde auch das falsche Zubehör verwendet?
Oder der Kollege konnte nicht richtig damit umgehen?
Oder ein Mix von allem?

Ein gutes 8" Newton zeigt unter einem guten Himmel eigentlich schon sehr viele Details.
Vor allem die Messier Objekte offenbaren unter guten Bedingungen mit 8" Öffnung ihre wahre Natur,
Kugelsternhaufen als Kugelsternhaufen, Galaxien zeigen Spiralarme und Dunkelbänder, Planetarische Nebel mit unterschiedlichen Formen, Mond und Planeten bieten unzählige Details.
LG
 
Da bin ich total beim Urs. Doppelsterne sind auch "Deep Sky" und können viel Freude machen. Planeten sind gerade in kleinere Teleskope oft geiler als in den großen da das Bild ruhiger ist.

Ich fing mit 60mm Öffnung an und verwende ein 60mm Refraktor auch heute immer wieder mit Freude. Ich habe viel Erfahrung gesammelt mit Öffnungen bis 11 Zoll zuhause und auf Teleskoptreffen bis 40 Zoll, ja, das gibt es! Ich sehe dabei keine Korrelation zwischen der Freude, die eine Beobachtungsnacht bringt, und der verwendeten Teleskopöffnung.

Ich muss daher einigen Vorrednern bei allem Respekt entschieden widersprechen. Ein 8-Zöller kann durchaus ein Fehlgriff sein. Learn to walk before you run. Get a 3-Zöller.

Daher mein klarer Rat: Ein gebrauchter Refraktor im Bereich 60mm bis 80mm Öffnung, anders gesagt ein 3-Zöller. Dann reicht auch ein kleiner/mittlerer Videokopf auf Fotostativ. Ein Amici-Prisma zumindest für das erste Jahr (ich verwende eins auch heute laufend), weil es die Orientierung am Himmel sehr erleichtert und die Stabilität der Erinnerung an das Gesehene fördert, auch wenn es eine etwas geringere Bildqualität liefert als ein Zenitspiegel. Zwei oder drei Okulare.

Nicht das sehr begrenzte Budget mit Neukauf verbraten. Sondern alles gebraucht hier im Forum kaufen. Eher auf die Seriosität des Verkäufers und Dein Bauchgefühl dazu achten als an der genauen Spezifikation des Teleskops laborieren. Da kommst Du gerade so bei annehmbarer Qualität mit 600 EUR hin.

Unbedingt ein Handfernglas dazu. Der Schritt von freiäugig zu Handfernglas mit 7x ist genau so groß wie vom Handfernglas zum Teleskop mit 50x - wenn Du ihn auslässt wirst Du Dich nie wirklich am Himmel auskennen und wirst immer Schwierigkeiten haben, Objekte im Teleskop zu finden weil Du das Feld nicht in geringer Vergrößerung mit dem Fernglas vorher erkundet hast. Im selben Sinne ist ein visueller Sucher (nicht bloß ein Peilsucher) am Teleskop Gold wert. Hier kann ein einfacher 6x30 Sucher reichen.

Gruß, Christopher
Ich sehe es auch so wie Christopher, ein 8 Zöller ist nicht immer das Beste zum Einstieg. Lieber ein qualitativ gutes 80mm Teleskop zum Einstieg als einen großen 8 Zoll Dobson. Ein Einsteiger weiß weiß das "Bild" welches ein 8 Zoll Dobson zeigt eh nicht einzuschätzen. Für ihn ist es das selbe was ein 80mm Refraktor zeigt.

Gruß und CS
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
habe es schon einmal an anderer Stelle geschrieben: bin sehr für bin. Beobachtung (V. St.), aktuell mit einem 25x100, wenn ihm die Puste ausgeht, "gg", wird das C 8 genommen. Ausrüstung: Amiciprisma, Zoom-Okular 8-24 mm und Einzelokulare 40 bis 5 mm. Alles in 1 1/4" Ausfertigung. Davor war ein 12.5" Dobson im Einsatz. Die Röhre ist mir aber zu schwer geworden.....
Wenn ich bedenke, daß seit 1969 die V. St. das Spezialgebiet sind, frage ich mich, wo die Zeit geblieben ist.......

Gruß
Günther
 
Dann gebe ich meine 5 Pfennig auch noch dazu:
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir zumindest sagen, was ein suboptimaler Start ist.
Ich habe mir zu Beginn meiner "Astrokarriere" gleichmal ein Schmidt Cassegrain 9.25 auf einer schweren CGEM II Montierung gegönnt. In einigen Foren hieß es , dass man mit dieser Art Teleskop alles machen könne...kann man auch...aber nicht zum Einstieg.
Das teure Gerät oxidierte also vor sich hin. Es folgte ein Fernglaskauf und später die Beschaffung eines 80mm Refraktors. Damit findest du Objekte am Himmel einfacher und ein Erfolgserlebnis stellt sich ein.
Dank der kleinen Optiken bin ich dem Hobby treu geblieben und widme mich nun mit etwas mehr Wissen und Erfahrung erneut dem großen SCT.
Wenn du bei deinem 8" Dobson bleiben willst, gönn dir einen guten Sucher als Fernglasersatz :)

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Christopher,
zu deinen Zeilen vom 27.10.2024: ein 6x30 tut es auch als Suchhilfe. Nur, bei Vollmond wie z.B. vorgestern abend, sagte ich mir. bischen schwach auf der Brust, "gg".
Besser wäre da der 8x50, den ich auf dem 12.5" Dobson hatte, nur die Bohrung stimmt leider nicht für das C 8.
Zu erwähnen sei noch, daß ich jetzt durch die "neue Errungenschaft" = 3-8mm SV-Zoom, gut bis 420fach bei entspr. Luft beobachten kann. Die "V.St." bleiben schön punktförmig und brachten ggü. dem 24mm Seben Zoom zum jetzt 3mm einen Reichweitengewinn von glatt 2mag, das hat mich überrascht.

Gruß Günther
 
Hallo,
habe es doch hinbekommen: den 8x50 Sucher "astron. orientiert" neben dem 6x30 am C 8-Rohr festzukleben (Panzerband, klebt wie verrückt). Nahe zu tentral, hat gut 30 Min. gedauert, bis der Sucher fixiert war. Nun habe ich es heute abend leichter mit dem aufsuchen der Sternenfelder (V. ST).

Gruß Günther
 
Hallo,
habe hier noch einen 8x50 Sucher gefunden, "gg", mit einem 90° Einblick (Amiciprisma) und mit Panzerband am C 8 befestigt, hält bombenfest !! Der 8x50 Sucher "astron. orierntiert" kann sich jetzt wieder ausruhen....

Mannoman, ist das hier wieder kalt geworden, tagsüber nur bis 7° (PLZ 31167)

Gruß Günther
 
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