Hallo Nightfall,
hm, dann fehlen in Deiner Aufstellung doch definitiv die Okulare. Für Mond- und Planetenbeobachtung mit einem Mak kommen meiner Meinung nach als günstigste Möglichkeit Plössl in Frage, für gehobenere Ansprüche sollten es Ortho Okulare wie Baader Genuine sein, aber auch die RKE von Edmund Optics kann man nennen. Sicher auch die Plössls von TeleVue. High-End wären dann TMB Monocentric (kurz "Monos").
Für Deepsky-Beobachtung wären dann Weitwinkel-Okulare mit langer Brennweite gut. Hier setzt Dir das gewählte Teleskop aber grenzen, denn es ist normalerweise nur für 1,25" Okulare ausgelegt und 2" Okulare, die man mit einigen Maßnahmen auch dranbringen kann, sind nur eingeschränkt verwendbar. 2" Okulare können ja ein größeres wahres Gesichtsfeld zeigen als 1,25" Okulare. Genau dies dürfte aber am genannten Mak deutlich eingeschränkt sein.
Der Mak hat ja f/11 und das bedeutet, daß viele Deepsky-Objekte maximal mit einem 20mm Okular beobachtet werden können, nur die hellsten können stärker Vergrößert werden. Schwache Objekte hingegen werden noch mit einem 30mm Okular schwierig sein.
Was Fotografie angeht, da würde ich statt des LPIs auf eine Webcam setzen, weil diese deutlich günstiger ist. Mit einer Phillips Toucam Pro und Programmen wie Giotto (kostenlos) werden tolle Ergebnisse bei der Planetenfotografie erzielt. Die DSLR wird Dir auch gute Mondfotos liefern. Deepsky-Fotografie würde ich mit diesem Gerät nicht anstreben, bzw. dann versuchsweise mit der DSLR an Objekten wie Sternhaufen, planetarischen Nebeln und hellen Galaxien. Dabei wäre der LPI wieder von Vorteil als Autoguider, wozu Dir aber ein Leitfernrohr fehlt. Die Webcam kann als Autoguider nicht im Originalzustand punkten, sie müsste recht aufwändig auf Langzeitbelichtung umgebaut werden. Da läge der Vorteil des LPI, der kann die nötigen Belichtungszeiten, um als Kamera für ein Autoguider-Programm auf dem Laptop zu dienen.
Das also sind so die Möglichkeiten, Hindernisse und Notwendigkeiten, die ich so sehe.
Ach, noch ein Hinweis: Die "kleine Russentonne", ein Mak mit 90/500, also nominell f/5,6 ist eine schöne Optik für Astrofotos. Alternativ auch die "noch kleinere" Russentonne mit 300mm Brennweite, die hat noch schnellere f/4,5. So eine Optik mit einem kleinen, billigen Leitrohr kombiniert (z.B. Lidl-Scope 70/700 Refraktor), würde auf der GP eine tolle Fotokombination für Deepsky-Objekte abgeben, während dann der Mak eher visuell genutzt würde.
Kann ja auch eine Anschaffung für die Zukunft sein...
Clear Skies
Sven