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Nightfall

Neues Mitglied
Hallo,

bin neu hier und hab mal eine Frage zur Ausrüstung, die ich mir so für den Anfang zusammengesucht habe:

-Teleskop: Skywatcher Mak 127
-Montierung: Vixen GP
-Nachführung: Boxdoerfer SDI (GOTO mit Laptop)
-Fotografie: Meade LPI
Pentax Ist DL

Denk mir so für den Einstieg scheint mir das so nicht schlecht.
Was meint ihr...?
 
Hallo Nightfall,

irgendwie werden werden die Anfänger auch immer anspruchsvoller. Ich habe damals mit einem einfachen 114 mm Newton von Neckermann angefangen und der hat sogar für einige Jahre gereicht.
Die von dir aufgeführten Teile sind denke ich recht brauchbar, nur mit der fotogrfischen Ausrüstung würde ich im Moment noch ein wenig warten. Lerne erstmal deine Gerätschaften richtig kennen, danach kannst du dir immer noch was zum Photonenfangen kaufen.

MfG

Rainmaker
 
Hallo Nightfall,

ich finde Du solltest für den Anfang unbedingt erstmal hier lesen: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Die nächste Frage ist: Was willst Du damit machen? Die DSLR - soll die nur zur Mondfotografie ins Paket? Oder soll die Nachführung mit LPI und Boxdörfer-Steuerung am Laptop auf Deepsky-Fotografie hindeuten? Da wäre der von den Belichtungszeiten her langsame Mak eine eher schlechte Wahl, zumal hier eine ziemliche Erfahrung nötig ist, solch eine lange Brennweite für eine DSLR genau genug nachzuführen, das wird auch mit LPI kein Kinderspiel, weil es vor allem auch auf die genaue Ausrichtung (Poljustage) der Montierung ankommt.

Ich denke Du willst hier mit einer kleinen Materialschlacht den sofortigen Perfekt-Start hinlegen. Das wird schiefgehen. Und übrigens: Willst Du nur fotografieren? Das wird dann warscheinlich nochmal schiefgehen, weil man sich eben schon auch visuell mit der Sache auseinandersetzen muß, um ein Grundverständnis zu haben, was man fotografisch tut oder vielmehr tun will.

Zur Kamera selbst wäre auch zu fragen, warum es diese sein soll. Am beliebtesten sind für Astrofotografie noch die Canon DSLRs, zumal man die ja derweil auch H-Alpha tauglich umbauen (lassen) kann. Da steckt also viel mehr Potenzial drin.

Letztendlich würde ich sagen, daß mit den paar hingeworfenen Brocken an Ausrüstung Niemand eine ernsthafte Bewertung abgeben kann, weil Du nicht schreibst, was Du damit anfangen willst, oder was Du davon erwartest.

Clear Skies
Sven
 
Oha

Da hast du dir aber schon ein Highend-System ausgesucht.

*neidischaufGPschau*

Also, damit kannse schon einiges anfangen.
Wobei ich glaube, du hast einen kleinen Tick von einer bekannten Art von Größenwahn.

Ich würde dir empfehlen, die GP zu behalten und einen 6"er Newton draufzuschnallen z.B. den 6"er von Celestron.

Dann noch ein paar gescheite Hyperion-Okulare das wars.

Die Boxdörfer is zwar gut, aber lern erstmal den Himmel kennen. mach dich mit deiner Ausrüstung vertraut. Gehs langsam an. Ansonsten is die Montierung erste Sahne.^^

Clear Skys

Martin
 
Hallo,

vielen Dank erstmal für die schnellen Antworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Also,
Erfahrung mit Astronomie hab ich schon gesammelt. Während meiner Schulzeit war ich ständiger Gast in einer Sternwarte, hab Instrumente auf und abgebaut, ausgerichtet...
Jetzt im gesetzten Alter von Mitte 30 incl. Familie, will ich mir mit dem Wiedereinstieg einen kleinen Kindheitstraum erfüllen. So bin ich in der heutigen Technik und den Möglichkeiten ein Neuling (Mein letztes Instrument, durch das ich geschaut habe, war ein Telementor!!!).
Was ich machen will...nun mich am Himmel erfreuen, wundern und staunen und bei Mond, Planeten und den ersten hellen DeepSky Objekten mal genauer beobachten. Die LPI dachte ich für die ersten Gehversuche in Richtung CCD-für den Anfang am Mond (um die Möglichkeiten der Technik auszutesten).
Die Pentax ist natürlich nicht nur für die Astro gedacht!

Danke an euch und

nie das Staunen verlernen
 
Hallo Nightfall,

hm, dann fehlen in Deiner Aufstellung doch definitiv die Okulare. Für Mond- und Planetenbeobachtung mit einem Mak kommen meiner Meinung nach als günstigste Möglichkeit Plössl in Frage, für gehobenere Ansprüche sollten es Ortho Okulare wie Baader Genuine sein, aber auch die RKE von Edmund Optics kann man nennen. Sicher auch die Plössls von TeleVue. High-End wären dann TMB Monocentric (kurz "Monos").
Für Deepsky-Beobachtung wären dann Weitwinkel-Okulare mit langer Brennweite gut. Hier setzt Dir das gewählte Teleskop aber grenzen, denn es ist normalerweise nur für 1,25" Okulare ausgelegt und 2" Okulare, die man mit einigen Maßnahmen auch dranbringen kann, sind nur eingeschränkt verwendbar. 2" Okulare können ja ein größeres wahres Gesichtsfeld zeigen als 1,25" Okulare. Genau dies dürfte aber am genannten Mak deutlich eingeschränkt sein.
Der Mak hat ja f/11 und das bedeutet, daß viele Deepsky-Objekte maximal mit einem 20mm Okular beobachtet werden können, nur die hellsten können stärker Vergrößert werden. Schwache Objekte hingegen werden noch mit einem 30mm Okular schwierig sein.

Was Fotografie angeht, da würde ich statt des LPIs auf eine Webcam setzen, weil diese deutlich günstiger ist. Mit einer Phillips Toucam Pro und Programmen wie Giotto (kostenlos) werden tolle Ergebnisse bei der Planetenfotografie erzielt. Die DSLR wird Dir auch gute Mondfotos liefern. Deepsky-Fotografie würde ich mit diesem Gerät nicht anstreben, bzw. dann versuchsweise mit der DSLR an Objekten wie Sternhaufen, planetarischen Nebeln und hellen Galaxien. Dabei wäre der LPI wieder von Vorteil als Autoguider, wozu Dir aber ein Leitfernrohr fehlt. Die Webcam kann als Autoguider nicht im Originalzustand punkten, sie müsste recht aufwändig auf Langzeitbelichtung umgebaut werden. Da läge der Vorteil des LPI, der kann die nötigen Belichtungszeiten, um als Kamera für ein Autoguider-Programm auf dem Laptop zu dienen.

Das also sind so die Möglichkeiten, Hindernisse und Notwendigkeiten, die ich so sehe.
Ach, noch ein Hinweis: Die "kleine Russentonne", ein Mak mit 90/500, also nominell f/5,6 ist eine schöne Optik für Astrofotos. Alternativ auch die "noch kleinere" Russentonne mit 300mm Brennweite, die hat noch schnellere f/4,5. So eine Optik mit einem kleinen, billigen Leitrohr kombiniert (z.B. Lidl-Scope 70/700 Refraktor), würde auf der GP eine tolle Fotokombination für Deepsky-Objekte abgeben, während dann der Mak eher visuell genutzt würde.
Kann ja auch eine Anschaffung für die Zukunft sein...

Clear Skies
Sven
 
Hallo nochmal,

Ein extra Danke nochmal an Sven.

Hatte auch an Plössl gedacht. Nach dem Hersteller muß ich mich noch umschauen. Hab mich schon nach einer 2" Adaption für den Mak umgeschaut. Ist erhältlich für mögliche gute Widefield Okulare.

Will mir in Zukunft noch einen Zukauf leisten den die Mon. trägt (ist ja Spielraum da). Die Russentonne sagt mir eigentlich auch zu. Möglicherweise auch ein Fotovisueller Newton, wenns in Zukunft in Richtung Deepsky geht.

Werd auf jeden Fall von meinen ersten kleinen Erfolgen berichten.

Danke an alle!!!
 
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