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VoidPointer

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Hallo zusammen,

nach einiger Zeit der immer-mal-wieder Himmelsbeobachtung mit den Augen oder dem Fernglas möchte ich nun bald mal zum Teleskop "upgraden". Die Tatsache, dass meine kleine Tochter sehr viel Interesse an dem Thema zeigt (findet mit 4 1/2 schon den grossen und den kleinen Wagen) ist ein weiterer wichtiger Beweggrund :-)

Tendenziell finde ich Deep-Sky Objekte wie Galaxien und Nebel interessanter als Planeten oder Mond und Sonne. (Das ist also quasi meine Prioritätenliste in absteigender Reihenfolge)

Fotografie will ich später auf jeden Fall irgendwann mal in Angriff nehmen. Ich bin in dem Bereich relativ erfahren und "ambitioniert". Adaptieren und Umbau von Optiken hab ich schon viel in Makro-Bereich gemacht. Auch im EBV Bereich bin ich recht firm. Bei der Fotografie hab ich (sowohl digital als auch analog) den Spiegelreflexkameras mehr oder weniger komplett abgeschworen. Das dürfte auch im Astro Bereich aufgrund der Gewichtsersparnis ein Vorteil werden (E-Mount oder µ-4/3)

Ich versuche zur Zeit zu lernen worauf ich nun alles achten muss.
1. Newton oder Refraktor - ich sehe für mich keine Vorteile die ein Refraktor bringen würde. Stimmt das?
2. Newton sollte auf jeden Fall einen parabolischen Spiegel haben.
3. Montierung muss stabil genug sein vor allem mit Blick auf spätere Fotografie (und muss daher auch motorisierbar sein, aber das scheint wohl fast bei allen gängigen parallaktischen Montierung zu gehen)
4. Go-To System brauch ich nicht.
5. Als einigermassen zukunftssichere Einsgtiegslösung schien mir sonst das Skywatcher 150/750 Explorer aufNEQ-3 für ca. 480 Euro interessant. Gibt es dazu Meinungen/Erfahrungen?
6. Ich habe ein relativ stabiles Foto-Stativ. Macht es vielleicht Sinn zur ersten visuellen Beobachtung auf eine "echte" Montierung zu verzichten um erst mal mehr in eine bessere Optik zu investieren und diese einfach auf das Stativ zu packen, statt eines Komplettpaketes?

Liebe Grüße,
Lars



 
Hallo Lars,

mal so als erste Kurzantwort, um so eine gewisse Richtung einzuschlagen:
Fotografie will ich später auf jeden Fall irgendwann mal in Angriff nehmen
Dann solltest Du irgendwann auch eine Ausrüstung dafür kaufen. Jetzt willst Du beobachten. Also konzentrieren Dich besser darauf. Das vereinfacht die Sache nicht nur, sondern es führt auch zu besseren Ergebnissen. Vielleicht überdenkst Du dahingehend dann schonmal Deinen eigenen Vorschlag, bevor es weiter geht?
Aber schon jetzt zu Punkt 6: Das willst Du nicht, auch wenn Du jetzt noch nicht weisst, dass Du es nicht willst.
Und weil es in dieselbe Richtung spielt zu Punkt 5: Nein, eine EQ-3 ist auch für einen 150/750 keine besonders zukunftssichere Sache. Die schwächste im Paket angebotene parallaktische Montierung kann man eigentlich generell als eher unbrauchbar abstempeln. Jedenfalls nicht unter zukunftssicher einkategorisieren.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Lars,

willkommen hier im Forum!

Ich fall´ mal direkt mit der Tür ins Haus... Du hast ein Problem!

Selbst beobachten, der Tochter die Sterne vom Himmel holen und dann auch noch fotografieren lässt sich nicht unter einen Hut bringen. Zumindest nicht für einen Einsteiger und nicht ohne einen verdammt großen Batzen Geld in die Hand zu nehmen.

Wenn du selbst mit dem Auge am Okular Dinge beobachten willst und diese Ding nicht gerade die Planeten, Mond oder Sonne sind, dann gilt vor allem der Grundsatz "Öffnung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Öffnung!". Vor diesem Hintergrund wäre ein 8" Dobson deutlich besser als ein 150er Newton auf NEQ3. Der Dobson zeigt dir zwar mehr als ein 150er Newton, aber dafür musst du das Teil immer Nachschubsen, sonst wandert das Objekt der Begierde aus der Okularmitte heraus und schließlich ganz aus deinem Gesichtsfeld. Das funktioniert zwar sehr intuitiv und einfach, jedoch vermag ich nicht zu beurteilen, ob deine Tochter damit wirklich was zu sehen bekommt. Aus eigener Erfahrung haben die Kids allerdings schon einiges damit zu tun, überhaupt scharfzustellen und dann auch noch den Dobson schubsen???

Um das Schubsen usw. zu umgehen, brauchst du eine Montierung, die das Teleskop zum einen stabil tragen kann und zum anderen am besten per Motor nachgeführt wird. Gerade auch im Hinblick auf die Fotografie ein absolutes Muss! Die o.g. Bedingungen erfüllt die NEQ3 in Verbindung mit dem 150er Newton aber nicht wirklich. Zum einen ist die Montierung mit dem Newton schon an der Obergrenze der Belastbarkeit, d.h. jede Berührung führt zu Wacklern, selbst das Drehen am Okularauszug um scharfzustellen führt unweigerlich zu ordentlichen Wacklern im Okular. Da Kinder gern nach "etas greifen" um sich daran festzuhalten oder auch mal mit dem Fuß an einem Stativbein hängen bleiben, sollte die Montierung schon was mehr abkönnen als die NEQ3.

Wenn du wirklich DSO fotografieren willst, dann muss die Montierung neben den Motoren auch über einen Schnittstelle verfügen, die es dir (oder einem Computer) erlaubt Korrekturbefehle an die Motoren zu senden, sonst wird das mit Langzeitbelichtung nichts, meist ist das bei den Montierungen mit Goto-System der Fall.

E-Mount oder µ-4/3 sind zwar schön leicht, aber wie sieht es mit der Energieversorgung aus? Meine 600D(a) klemme ich an einen 12V Bleigelakku und damit macht die Kamera Bilder über viele Stunden hinweg, schaffen das die kleinen Spiegellosen auch? Wie siehts mit einem Astroumbau aus? Gerade bei DSO nicht uninteressant...


Was also tun?
Meine pers. Empfehlung wäre mit einer EQ5 ( 350 € ) als Basis anzufangen. Die Montierung kannst du nach belieben um einen Polsucher bis hin zum vollständigen Goto-System erweitern und mit 10kg Tragkraft solltest du auch am Anfang erst mal hinkommen.
Als Teleskop würde ich dann einen 130PDS Newton ( 235 € ) wählen, der ist fototauglich, hat einen 1:10-Feintrieb und ist recht leicht. Einziger Nachteil, zum Beobachten könnte die Öffnung durchaus größer sein...

Damit könntest du dann erst mal alles mögliche probieren, von der visuellen Beobachtung, bis zu einfachen Fotografie und dann ausloten, was dir selbst wichtig ist. Da du zu Anfang die Montierung auch von Hand nachführen musst, bekommst du aber recht schnell ein Gefühl für die Nachführung und deine Tochter könnte so auch mal einen Blick riskieren.

Noch ein kleiner Hinweis zur Fotografie. Wenn du wirklich vor hast da einzusteigen, dann mach dir bewusst, dass du (sofern du keine Gartensternwarte baust) jedes Mal 50kg und mehr an Equipment durch die Gegend schleppst, dir ganze Nächte um die Ohren haust, denn ne Stunde Belichtungszeit ist meist zu wenig und das ganze richtig teuer wird. Nachbearbeitung am PC mal ganz außen vor und auch die ist nicht mit dem zu vergleichen, was man mit "normalen Fotos" so anstellt.
 
Zitat von Sodiac:
Hallo Lars,

willkommen hier im Forum!

Ich fall´ mal direkt mit der Tür ins Haus... Du hast ein Problem!

Selbst beobachten, der Tochter die Sterne vom Himmel holen und dann auch noch fotografieren lässt sich nicht unter einen Hut bringen. Zumindest nicht für einen Einsteiger und nicht ohne einen verdammt großen Batzen Geld in die Hand zu nehmen.

Das soll ja nicht alles auf einmal passieren. :-)

Ich glaube auch, dass sich aus deinen Ausführungen (vielen Dank dafür!) auch durchaus sehr brauchbare Anhaltspunke für mich ableiten lassen.

Stabile Montierung (EQ5) scheint etwas zu sein worauf ich auf jeden Fall Wert legen sollte. Sowohl im Bezug auf Kindertauglichkeit als auch für zukünftige Ambitionen in Richtung Fotografie.

Du schlägst ja ein 130er Spiegel vor... ich hatte mich fürs erste in Richtung 150er orientiert - aus der Annahme heraus, dass das reichen würde um einiges an Galaxien/Nebel beobachten zu können. Stimmt das überhaupt? Klappt das mit 130mm auch noch? (Mit dem Auge kann ich ja (leider) nicht 10 Langzeitbelichtungen zusammenrechnen :-)

Es gibt ein EQ5/GSO-150er Paket für 600 Euro also preislich ähnlich wie die EQ5+130PDS Kombi - macht das vielleicht Sinn? Wie stak macht sich der größere Spiegel bemerkbar? (Sind ja doch gut 30% mehr Fläche beim 150er)

LG
Lars



 
Hallo Lars,

aus eigener Erfahrung schlage ich vor, zweigleisig zu fahren.

Für jetzt, (sofort losbeobachten) und auch die Tochter (am Mond) tauglich:

150/750 er Spiegelteleskop in Dobsonbauweise um den Himmel mal visuell kennenzulernen (welches Objekt steht wann (Jahreszeit) und wo (Sternbild) am Himmel. Und dann erstmal lernen, wie ein Teleskop bedient wird, wie man es justiert, wie man Sternkarten für eine Beobachtungsnacht herstellt/ausdruckt (oder ein fertiges Kartenwerk kaufen), die Objekte auf der Karte dann mit dem Teleskop auch finden! (da werden viele Nächte vergehen, ehe das zufriedenstellend klappt!), rausfinden, welche Okulare Dir zusagen (Einblickverhalten, Gesichtsfeld, Randschärfe...), feststellen, wie stark die Lichtverschmutzung an Deinem Beobachtungsort ist...

Nicht jeder Ort eignet sich zum Beobachten von Galaxien und Nebeln! Schon garnicht der eigene Garten hinterm Haus in einer hell erleuchteten Stadt. :(

Da ich oft mit Kindern am Teleskop beobachte: Unter 7 oder 8 Jahren versuchen die Knirpse immer, mit dem Nasenrücken durch das Okular zu schauen. Denen ist nicht bewußt, daß sie 2 Augen haben. Und sie ziehen immer am Okular, um es bequehm vors Gesicht zu bekommen. Dann ist aber das Teleskop nicht mehr auf den Mond sondern Gott weiß wohin gerichtet. :(

Ich unterbinde diesen "Grabschefekt", indem ich eine kleine Haushaltsleiter oder einen Tritt so hinstelle, daß sie sich mit beiden Händen an der Leiter festhalten sollen. Dann läuft der Mond halt durchs Okular und anschließend muß "zurückgeschubst" werden. Dunkle Objekte (Galaxien und Nebel) sind für Kinder unter 8 Jahren definitiv nix.


in 2 oder 3 Jahren nimmst dann so richtig Geld in die Hand (2.000 - 3.000 Euro):
H-EQ 5 mit "Goto" kaufen, Komakorrektor kaufen, Klapptisch und Klappstuhl kaufen, fette Stromversorgung kaufen und bei Neumond mit dem ganzen Krempel ins dunkle Umland fahren, den 150/750er Newton mit Rohrschellen und Prismanschine aufsatteln für fotografische Beobachtungen...

Alles, was Du bisher übers Fotografieren und Bildbearbeitung gelernt hast, ist am Himmel nicht von Vorteil. Denn da hast ne völlig andere Herangehensweise.

Die Belichtungszeiten für Deine Wunschobjekte betragen mehrere Minuten pro Einzelbelichtung, davon dann wirklich viele, so daß Du auf eine Gesamtbelichtung von mehreren Stunden kommst. Galaxien und Nebel sind zappenduster!

Damit bei Belichtungszeiten von mehreren Minuten durch ein Teleskop die Sterne auf dem Foto rund bleiben, brauchst ne 2. Kamera. Die sogenannte Guidingkamera. Die steckt in einem kleinen Leitrohr (z.B. dem 8x50 Sucher) und guckt sich einen Stern im gewünschten Motiv an. Sobald dieser Stern vom virtuellen Fadenkreuz abweicht, schickt dann das Guidingprogramm einen Korrekturimpuls an die Motoren der Montierung.

Da das Teleskop keinen Fokusmotor hat, der mit der Kamera "spricht", mußt von Hand scharfstellen. Das geht am Winzdisplay einer Kamera in die Hose. Also am Laptopbildschirm scharfstellen. Dazu brauchst aber eine Kamera, die das zuläßt. Also ne Spiegelreflexkamera. Und die sollte dann auch gleich auf Astro umgebaut sein, damit von dem leuchtenden Rot der Nebel auch was auf den Chip kommt. Denn dummerweise sind in den Kameras IR-Sperrfilter verbaut, die dieses rote Leuchten unterdrücken. Der Laptop braucht Strom. Die Guidingkamera und die Nachführung vom Teleskop auch. Also brauchst ne richtig fette Batterie. Pro Nacht nuckelst locker ne 45 Ah Autobatterie leerr. Lieber ne 60 Ah Autobatterie nehmen. Ja nicht die Batterie vom Auto. Sonst stehst auf dem Acker und die Karre springt nicht mehr an. :(

 
Zitat von Sternenfee123:
aus eigener Erfahrung schlage ich vor, zweigleisig zu fahren.

Für jetzt, (sofort losbeobachten) und auch die Tochter (am Mond) tauglich:
[...]
Ok, das sind alles super Informationen - vor allem die überlegungen dazu was für Kinder funktionieren kann. Vielen Dank - ich schau mich in richtung Dobson definitiv mal etwas mehr um.

Zitat von Sternenfee123:
Hallo Lars,
in 2 oder 3 Jahren nimmst dann so richtig Geld in die Hand (2.000 - 3.000 Euro):
[...]
Lieber ne 60 Ah Autobatterie nehmen. Ja nicht die Batterie vom Auto. Sonst stehst auf dem Acker und die Karre springt nicht mehr an. :(
Au-ha. Ich hoffe das mit der leeren Autobatterie musstest du nicht am eigenen Leibe erfahren :smiley60:

DSLR ist für die Benutzung des Laptops als Display zum scharf stellen heute nicht mehr erforderlich. Moderne System-Kameras lassen sich auch "teathered" betreiben, bzw mit einem externen HDMI display - das ist noch etwas energie sparender... EIne Nex-5 z.B - kann man wohl auch ganz gut von ihren Filtern befreien und ist günstig zu bekommen.

Aber stellen wir das erst mal hinten an :-)

Das mit der Guiding-Camera hat mich noch aufmerken lassen. Ich hatte bisher angenommen, dass eine ordenlich ausgerichtete parallaktische Montierung mit gleichmässig laufendem Motor zur nachführung der Stundenachse ausreicht um den Himmel ruhig im Bild zu halten. Ist dem nicht so?

Und noch mal ganz vielen Dank für die vielen Infos!
 
Hallo Lars,

zum Thema Deep Sky kann ich Dir den "Deep Sky Reiseführer" von R. Stoyan, Oculum Verlag sehr empfehlen. Der enthält die Basics zum Beobachten und die hellsten Deep Sky Objekte mit Zeichnungen, welche an Teleskopen mit 60 - 120 mm Öffnung angefertigt wurden. Damit kannst Du schonmal abschätzen was Dich an Deinem zukünftigen Teleskop ( unter dunklem Himmel! ) erwartet. Auf oculum.de findest Du das Inhaltsverzeichnis und Voschauansichten einiger Seiten.

Evtl. noch das "Praxishandbuch Deep Sky". Das enthält eine gründliche Einführung zu: Deep-Sky-Objekte, Beobachtungspraxis, geeignete Telekope, Zubehör, Filter, usw.

Zum Thema "Wie lange ohne Guiding" gibt es momentan einen aktiven Thread unter Instrumente->Montierung.

Meine Deep-Sky Fotos mach ich bisher alle ohne Guiding bis 400 mm Brennweite.

viele Grüße
Tilo


 
Hi Lars,

DSLR ist für die Benutzung des Laptops als Display zum scharf stellen heute nicht mehr erforderlich. Moderne System-Kameras lassen sich auch "teathered" betreiben, bzw mit einem externen HDMI display - das ist noch etwas energie sparender... EIne Nex-5 z.B - kann man wohl auch ganz gut von ihren Filtern befreien und ist günstig zu bekommen.

da kenne ich mich nicht aus. Mir reicht jedenfalls ein 7" Display definitiv nicht. Habs ausprobiert. Aber wer kann heute schon sagen, was in 2 oder 3 Jahren an weiteren Entwicklungen gemacht wurde...

Das mit der Guiding-Camera hat mich noch aufmerken lassen. Ich hatte bisher angenommen, dass eine ordenlich ausgerichtete parallaktische Montierung mit gleichmässig laufendem Motor zur nachführung der Stundenachse ausreicht um den Himmel ruhig im Bild zu halten. Ist dem nicht so?

nö, dem ist leider nicht so. Ich gehe davon aus, daß Du für jede Fotosession neu aufbaust. Damit hast jedesmal eine andere ungenaue Einnordung. Manchmal mehr, manchmal weniger. Und je nach Temperatur ist z.B. das Schmierfett in der Montierung weicher oder zäher. Schon das mit dem Fett reicht aus, um mit den Fertigungstoleranzen jedesmal andere Laufeigenschaften zu generieren. :(

Visuell (also mit dem Auge) merkst davon nix. Aber für ne Kamera ist es "unübersehbar" und zeigt sich in Eiern oder Zickzacklinien statt runden Sternen. :(

Die üblichen Montierungen in der 1.000 - 3.000 Euro Klasse sind alle für visuelle Anwendung konzipiert. Eine konsequent für Fotografie konstruierte und gebaute Montierung kostet das 10-20 fache. Weil viel geringere Fertigungstoleranzen eingehalten werden müssten, hochwertigere Lager, Getriebe und Motoren verwendet werden müßten... Und die steht dann üblicherweise in einer Sternwarte mit betonierter Säule, deren Fundament vom Rest der Sternwarte schwingungsmäßig entkoppelt ist. Und 1x ne Nacht lang eingescheinert wurde...

Astrofotografie ist teuer, zeitaufwändig und setzt sehr hohe Anforderungen an die "Frusttoleranz" des Astrofotografen. :D


 
Zitat von VoidPointer:
Ich hatte bisher angenommen, dass eine ordenlich ausgerichtete parallaktische Montierung mit gleichmässig laufendem Motor zur nachführung der Stundenachse ausreicht um den Himmel ruhig im Bild zu halten. Ist dem nicht so?
Nein, es gibt z. B. Schneckenfehler und Refraktion.

Grüße

fquadrat
 
Also Fee,

verpass ihm nicht gleich ein Schock.
Die Bilder hier in der Galerie sind in der Regel auch nicht mit 10 - 20 tausend Euro Montierungen gemacht.
Billig und einfach ist es dennoch nicht.
Frage wäre ob er sich gleich als erstes Teleskopset das Set fürs Leben kaufen will, obwohl er nicht weiß ob er dabei auch bleiben wird. Dann noch daran gepaart, Kindergerecht zu sein.

MfG Silvio
 
Hallo Lars,

Zitat von VoidPointer:
Es gibt ein EQ5/GSO-150er Paket für 600 Euro also preislich ähnlich wie die EQ5+130PDS Kombi - macht das vielleicht Sinn? Wie stak macht sich der größere Spiegel bemerkbar? (Sind ja doch gut 30% mehr Fläche beim 150er)

klar, mehr Öffnung ist beim Beobachten idR. besser, ABER den 130er PDS habe ich nicht umsonst empfohlen, denn die meisten 150er Newtons in der von dir genannten Preislage haben einen simplen OAZ ohne 1:10 Feintrieb und belastbar (im Sinne von Kamera und Komakorrektor und ggf. Filter ohne Verkippung daran montieren) sind die Teile meist auch nicht. Das sieht beim 130er halt anders aus, daher ist das Teil trotz seiner Größe halt auch fast/genaus so teuer wie die etwas größeren Newtons.

Darüber hinaus bringt das Teil weniger Gewicht und geringfügig weniger Brennweite mit, was einen späteren fotografischen Einstieg durchaus erleichtern sollte. Bei einigen Seriennewtons kann es vorkommen, dass du erst mit der Säge ranmusst um mit der Kamera auch in den Fokus zu kommen, das wird dir beim 130er PDS nciht passieren, da er fotografisch ausgelegt ist.


Bezüglich "kindgerecht":
Der Dobson hat einen riesen Vorteil, du bekommst viel Öffnung für relativ wenig Geld und dazu ein entspanntes Einblickverhalten von der Seite, mal etwas höher, mal was tiefer, aber es bleibt immer angenehm von der Seite. Das ganze führt aber dazu, dass ein Dobson nicht wirklich zur Fotografie geeignet ist (es gibt ein paar Ausnahmen, aber das ist schon wieder ein Thema für sich) und damit deine Tochter den Dobson auch bedienen kann, vergehen noch ein paar Jahre. Fee hat´s bereits geschrieben, einäugig beobachten, fokusieren und nachschubsen gleichzeitig stellen schon gewissen Anforderungen...

Die o.g. Nachteile hat eine stabile Montierung nicht. Dein Kind verstellt die Position nicht so leicht und wenn doch, kannst du sie sehr schnell mit einem Blick durch den Sucher wieder korrigeeren, da die Abweichungen meist nicht so groß sind und du hast auch eine Vorstellung, was dein Kind im Okular sehen müsste. Aber auch hier gibt es Schattenseiten, denn der Einblick von einem parallaktisch montierten Newton ändert sich und dann wird es entweder sehr unbequem zu beobachten, oder du musst die Rohschellen lösen und den Newton drehen (bei einem Wechsel des Obejekts, größerer Schwenk).
Um den Nachteil des Einblicks zum Umgehen müsstest du ein Teleskop mit "Einblick von hinten" wählen, also einen Refraktor, ein SC, ein RC oder einen Mac, aber diese Typen sind schon recht speziell und entweder nicht fototauglich oder sehr teuer.



Beide Systeme haben für dich aktuell also Vor- und auch Nachteile und wo du einsteigst, musst du selbst entscheiden, ein Patentrezept gibt es da nicht.

Aber zweigleisig zu fahren ist eine gute Idee, denn spätestens wenn dein *entfernt* von der Kamera belegt ist, kommt schnell der Wunsch auf nebenher selbst noch ein wenig zu "spechteln".


Zitat von LukeSkywatcher:
Also Fee,
verpass ihm nicht gleich ein Schock.
Die Bilder hier in der Galerie sind in der Regel auch nicht mit 10 - 20 tausend Euro Montierungen gemacht.

Stimmt, dennoch kommen für ein Fotosetup schon mal schnell 5.000 € zusammen (All-Inclusive) plus Zeit plus Frust.


 
Ihr seid klasse. Danke für die vielen Infos...

Das bei der "was brauch ich denn" Frage in Foren die Diskussion gerne mal in Richtung "damit das ordentlich wird, musst Du eigentlich den Gegenwert eines Mittelklasseautos investieren" geht ist ok - das ist z.B. bei Fotografen oder Musikern nicht anders :-)

Da ja viele zu einem Dobson raten:
Gibt es eine Dobson Montierung auch einzeln? Also so, dass man dort ein "normales" 150er (oder 130er) Newton "einspannen" kann?

Dann könnte ich mit Dobson-Basis und Newton-Teleskop loslegen und wenn ich dann später mal versuchen möchte zu fotografieren, kann ich eine EQ-5 besorgen und dort das Newton für die ersten versuche draufpacken. Von da aus kann man dann immer weiter optimieren (zusätzliches Rohr usw...)

LG,
Lars

 
Moin,

eine Rockerbox kannst du dir ganz einfach selbst bauen. Es gibt zwar 150/750 Dobsons zu kaufen, haben aber meist nur einen 1,25" Auszug und sind Fototechnisch nicht so das ware.
Einfach mal googln.
Von Orion UK gibts welche aber doch nicht ganz billig.

zu Orion UK runterscrollen

Da kommt ein Selbstbau deutlich günstiger.
Aber dadurch könntest du mehr Geld für eine gute Optik und das ein oder andere Okular in die Hand nehmen.

MfG Silvio
 
Hallo Lars,

Zitat von VoidPointer:
Da ja viele zu einem Dobson raten:
Gibt es eine Dobson Montierung auch einzeln? Also so, dass man dort ein "normales" 150er (oder 130er) Newton "einspannen" kann?

Das hast Du gut erkannt ;) Für den 150/750er Newton gibts die Rockerbox von der Stange erstmal nicht, die baut man sich entweder selbst, was keine allzu große Kunst ist, oder man nimmt halt z.B. sowas hier:

http://www.dietermartini.de/bauteile.html
(weiter unten auf der Seite, 'Rockerboxen')

Allerdings möchte ich zu bedenken geben, gerade bei Newtons ist es einigermaßen schwierig, die beiden Disziplinen visuell und fotografisch miteinander zu verheiraten. Grund sind die unterschiedlichen Fokuslagen bei Okularen für visuell und dem Kamerachip bei der Fotografie, d.h. im Grunde muss man, will man beides mit einem Newton machen können auch in beiderlei Richtungen Kompomisse eingehen.

Auf was ich hinaus will, Du scheinst Dich jetzt auf den 6" Newton visuell beschränken zu wollen um später nicht Unsummen für die parallaktische Montierung für die Fotografie ausgeben zu müssen. Das ist zwar theoretisch folgerichtig, macht aber in der Praxis und nicht nur aus meinem genannten Grund wenig Sinn. Also, nicht falsch verstehen, mit 6" kann man schon recht nett beobachten, ich machte damit selbst recht gerne und oft offene Sternhaufen. Aber der Wunsch nach mehr Öffnung kommt meist schnell und spätestens da wird klar, dass man für die Fotogeschichte dann eh andere Wege geht, gerade wenn man damit auch erst anfängt.

Anderer Ansatz, wo kommst Du her? Hast Du vllt Sternwarten, Vereine oder Beobachtertruppe in der Nähe? (Dazu können wir sicherlich auch Auskünfte geben) Dann kannst Du Dir die Sachen erstmal vor Ort anschauen, durchschauen und dann entscheiden, was Du wie sehen willst.
 
Hallo Lars,

Von Dieter Martini (googlen) kannst du dir auch eine Rockerbox bauen lassen. Kostet bei 6" ca. 170 €, lasieren muss man sie aber noch selbst. Das hab ich so gemacht und bin sehr zufrieden.

VG
Hermann
 
Hi Lars,

ich hab bewußt geschrieben, zweigleisig fahren.

Rund ums Teleskop gibt es sooo viel zu lernen, daß Du wirklich 2-3 Jahre brauchst, ehe Du die Theorie intus hast, unseren Fachjargon verstehst, Dich halbwegs am Himmel auskennst. In der Zeit kannst mit nem Dobson "spechteln" (die Sterne und andere Objekte beobachten).

Die Rockerbox zum Newton baust am besten selber, so kostet sie unter 50 Euro. Da eignen sich Vollmondwochenenden oder Regentage prima dazu. Viel Werkzeug brauchst net. Den Zuschnitt der Teile läßt im Baumarkt erledigen, dann brauchst blos ne Bohrmaschine, ne Stichsäge, Schrauben und Leim. Und lernst gleich ein bissy was. Astronomie ist immer mit Basteln verbunden. Die Rockerbox muß kein "Meisterwerk" werden. Blos stabil. Und das Töchterchen kann gleich mithelfen. Festheben, Holz mit Schleifpapier abschleifen (wegen Spreiseln), Anmalen (Lasieren)... :)

Nach 2-3 Jahren hast das Geld für die Montierung zusammengespart. Dann kaufst ne HEQ-5 oder EQ-6, mit "Goto" und ST-4 Eingang. Und dann sattelst schlicht Deine derzeitige Kamera mit nem leichten Teleobjektiv drauf. Ohne Teleskop. Richtest die Montierung auf große, helle Motive (Andromedanebel, Plejaden, Orionnebel, Cirrusnebel, Schmetterlingsnebel, Californianebel, Nordamerikanebel, Lagunennebel, ...) und läßt die Montierung laufen. Zuerst ohne Autoguiding. Dann wirst schnell sehen, wie lange Du bei wirklich guter Einnordung belichten kannst, ehe Eier, Striche oder Zickzacklinien statt Sternen auftauchen.

Mit der Belichtungszeit (ehe Eiersterne auftauchen) machst mal 30 Aufnahmen vom selben Motiv im RAW Modus. Dann Deckel aufs Objektiv und nochmal so viele "Darks" mit identischer Belichtungszeit.

Mit diesen Rohdaten lernst, wie man die Bilder stackt und weiterverarbeitet (Deepskystacker, Fitswork). :)

Und dann kaufst ne Guidingkamera. Entweder nen Standalone Guider wie den MGEN (ca. 600 Euro), oder aber sowas wie die ALCCD5L-IIc (200 Euro) und benutzt die zusammen mit nem Laptop als Guidingcam. Dann kannst auch länger belichten.

Mit dem Autoguiding fängt wieder ne Lernkurve an. Welche Einstellungen da Sinn machen, mußt passend zu Deinem Geraffel rausfinden. Dauert mehrere Nächte. Und wenn das klappt, wieder die Motive belichten, Bildbearbeitung...

Und nochmal ein paar Monate sppäter dann kannst den Newton auf die Montierung satteln und durch das Teleskop fotografieren...

So tastest Dich langsam in kleinen Schritten an die Fotografie heran... Das klappt recht gut, weil die Ziele schrittweise schwieriger werden. ;)

Von "0" Wissen/Erfahrung gleich auf "100" (= durch das Teleskop fotografieren) geht in die Hose. :D

 
Zitat von VoidPointer:
Gibt es eine Dobson Montierung auch einzeln? Also so, dass man dort ein "normales" 150er (oder 130er) Newton "einspannen" kann?

Dann könnte ich mit Dobson-Basis und Newton-Teleskop loslegen und wenn ich dann später mal versuchen möchte zu fotografieren, kann ich eine EQ-5 besorgen und dort das Newton für die ersten versuche draufpacken. Von da aus kann man dann immer weiter optimieren (zusätzliches Rohr usw...)
Einfacher: Dobson kaufen, nach Kauf der EQ5 den Dobsontubus mit Rohrschellen sowie Prismenschiene versehen und dann auf die EQ5 setzen.

Grüße

fquadrat
 
Servus Lars,

als kompakter, kindertauglicher Dobson käme vielleicht so etwas in Frage:
http://www.teleskop-express.de/shop...Telescope---Travel-Dobsonian-6--Aperture.html
Leider hat der wieder nur 1 1/4" Okularauszug und mir ist nicht bekannt, ob der Wolfi dies Rocker-Box auch seperat verkauft.
Mit dem 130pds Newton beobachte ich hin und wieder, klasse Gerät für Weitfeld, aber auch Vergrößerungen bis ca 200x gehen in Ordnung.
Für Fotos kommt der noch besser (ich benutze ihn auf einer HEQ5): http://www.astrobin.com/107854/D/

Sternfreundlich grüßt

Gottfried
 
Zitat von Gottfried:
als kompakter, kindertauglicher Dobson käme vielleicht so etwas in Frage:
http://www.teleskop-express.de/shop...Telescope---Travel-Dobsonian-6--Aperture.html
Leider hat der wieder nur 1 1/4" Okularauszug...

Danke, da wird ja als Alternative auch auf diesen 150er SkyWatcher Dobson Verlinkt:
http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html - Der hat immerhin einen 2" Okularauszug. Sind 1200mm Brennweite zu viel? Ich kann das ganz schwer abschätzen. Da ich ja wie gesagt aus der Fotografie komme und da ist die Brennweite doch der mehr oder weniger Entscheidene Faktor was den Bildausschnitt angeht (solange man bei einem Film/Sensor Format bleibt). Hier ist es ja nun immer die Brennweite/Okular Kombination. Lässt sich also mit einer 1200er Brennweite mit entsprechenden Okularen auch noch eine ordentlich Beobachtung weitläufigerer Strukturen machen oder sollte man da lieber in dem Bereich um 700mm bleiben?

Jedenfalls verfestigt sich die Erkenntnis, dass ich nicht mit einer Motorisierbaren PArallaktischen Platform und halbwegs fotooptimiertem Teleskop staten sollte.

Ich kann ja spasseshalber auch mal durch so einen Dobson Fotografieren - eben keine echten Astro-Langzeit-Mehrfachbelichtungen. Aber das was man mit dem Auge sieht, müsste man doch eigentlich auch Fotografisch festhalten können, oder?

Danke,
Lars
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von raziel28:
Anderer Ansatz, wo kommst Du her? Hast Du vllt Sternwarten, Vereine oder Beobachtertruppe in der Nähe? (Dazu können wir sicherlich auch Auskünfte geben) Dann kannst Du Dir die Sachen erstmal vor Ort anschauen, durchschauen und dann entscheiden, was Du wie sehen willst.

Ich komm aus der nördlichen Nähe von Hamburg. Die Sternenwarte Bergedorf hat in den Wintermonaten Sternenbeobachtungsabende. Da werden wir sicher mal vorbei schauen wenn es wieder los geht: http://www.sternwarte-hh.de/programm-veranstaltungen/categoryevents/1-sternbeobachtung.html
 
Servus Lars,
gute Frage ;-)
Tja ein 6"f8 Newton ist eigentlich ein Spezialgerät für Mond- und Planetenbeopbachtung. Da bei Dir deepsky im Vordergrund steht, weiterhin Fotografie angedacht ist, würde ich Dir eher ein kurzbrennweitigeres Gerät empfehlen.
Mit 1200mm Brennweite und einer modernen (kleinpixeligen) dslr oder ccd bist Du eigentlich immer durch seeing (die Luft wabert) und technische Unzulänglichkeiten limitiert. Tu Dir das nicht an.
Oder trenne die Teilbereiche komplett, der 6" Dobson ist ein schöner Einstieg in die visuelle Astronomie, und zum Fotografieren kaufst Du Dir einen Skywatcher Star Adventurer und machst Astrofotos mit einem guten Teleobjektiv. Mit dem Canon 200mm 2,8L habe ich mal das geschossen:
http://www.astrobin.com/100146/D/

Viele Grüße zu den Wikingern und ihren Nachfahren,

Gottfried
 
Zitat von VoidPointer:
Ich komm aus der nördlichen Nähe von Hamburg. Die Sternenwarte Bergedorf hat in den Wintermonaten Sternenbeobachtungsabende. Da werden wir sicher mal vorbei schauen wenn es wieder los geht: http://www.sternwarte-hh.de/programm-veranstaltungen/categoryevents/1-sternbeobachtung.html

Hallo Lars,

schau mal hier GVA-Angebote -> für Anfänger
http://gva-hamburg.de/

Vielleicht wär das was für Dich
Dann brauchst Du nicht bis Winter warten.

Schöne Grüße
Tilo
 
Zitat von Gottfried:
Oder trenne die Teilbereiche komplett, der 6" Dobson ist ein schöner Einstieg in die visuelle Astronomie, und zum Fotografieren kaufst Du Dir einen Skywatcher Star Adventurer und machst Astrofotos mit einem guten Teleobjektiv. Mit dem Canon 200mm 2,8L habe ich mal das geschossen:
http://www.astrobin.com/100146/D/

Das wohl wirklich ein guter Ansatz. Grade da ich was fotografische Optiken angeht eh ganz gut ausgestattet bin (Allerdings nicht so sehr im stärkeren Tele-Bereich).
Kannst du sagen, in wie weit eine hichwertige Optik wie ein 200/2.8L im Astro-Bereich eigentlich noch ihre Vorteile ausspielen kann? Benutzt du das mit Offenblende bzw. wie weit blendest du ab?

Mit der Sichtweise, kann ich die Fotografie wirklich erst mal komplett hinten anstellen und mich erst mal voll auf ein Teleskop für ordentliche visuelle Beobachtung konzentrieren.

Ich hab gesehen, dass es von Skywatcher ein parbolisches 650mm 130er namens Heritage gibt, dass sich sehr elegant "zusammenfalten" lässt. Der sehr günstige Preis für teilweise unter 200 Euro macht mich allerdings etwas skeptisch... Kennt das jemand?
 
Hallo Lars,

das 200/2.8 L musst du etwas abblenden, so ab f/3.5 ist es gut bis zum Rand und die Vignettierung hält sich auch in sehr angenehmen Grenzen. Der Vorteil einer so hochwertigen Optik liegt darin, dass sie trotz ihrer großen "Blende" bis zum Rand hin scharf abbildet, kaum/keine Farbsäume um die Sterne legt und rel. leicht ist.
 
Servus Lars,
den Heritage 130p kenne ich gut. Auf der Volkssternwarte Regensburg wollten wir eine preisgünstige Einstiegsdroge. Nach etlicher Recherche wurde das der Heritage. Inzwischen haben sich etliche gut ausgerüstete Amateure das als 2. - 5. Gerät gekauft. Klein, leicht, transportabel schnell einsetzbar. Nur als einziges visuelles Gerät wäre mir die Öffnung zu wenig. Aber zum ausprobieren klasse, wir benutzten den bis ca 200x.
Der Leuchtpunktsucher ist brauchbar, die beiden Okulare nix tolles, aber viel besser, als das Zeugs, mit dem ich vor 35 Jahren anfangen musste.

Klaren Himmel
Gottfried
 
Zitat von Gottfried:
...Nur als einziges visuelles Gerät wäre mir die Öffnung zu wenig. Aber zum ausprobieren klasse...

Danke! Hätten die dem Teil doch noch 20mm mehr Spiegeldurchmesser verpasst :-)

Egal womit ich einsteige, wenn ich dabei bleibe wird es eh früher oder später noch mal ein leistungsstärkeres Gerät geben müssen. Dann etwas zu haben was man im Urlaub mit in die Wüste nehmen kann ist vielleicht wirklich die zukunftssicherste Investition. (Ich wünschte sowas hätte ich vor einiger Zeit im Death Valley im Kofferraum gehabt).

Cheers!
Lars
 
Servus Lars,
aufmerksam bin ich auf den Heritage durch einen Artikel im Interstellarum, da hat das Teil einer im Himalaya bis auf 5000m hochgeschleppt und dann da oben rumgespechtelt.
Hab ja den gleichen Spiegel im Blechtubus (130pds), da kann ich noch 2" Okulare für noch mehr Feld hernehmen (hatte mal den ganzen Cirruskomplex drin, mit 34mm 68°, und O3 Filter, sah klasse aus), aber mit den 1 1/4" Okus kann man auch schon viel Spaß haben.

cs
Gottfried
 
Ich denke ich werd's wirklich mal mit dem Heritage 130p für den Anfang versuchen...

Kennt ihr eine Quelle (möglichst on-line) in der man nachschauen kann welche Objekte man wie gut mit welcher Öffnungsgröße beobachten kann?
Da spielen natürlich Qualität des Gerätes, Seeing, usw... mit herein aber so Ansatzweise müsste man das doch sagen können...

LG,
Lars
 
Hallo Heiko,

ich habe beim Mitlesen deinen Link gefunden, und wollte mich an dieser Stelle dafür bedanken! Diese Seite kannte ich noch nicht, und muss sagen, Sie ist äußert hilfreich! Kommt mir gerade für das Wochenende sehr gelegen!

Also: Herzlichen Dank! :)
 
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