Auswirkung der Öffnung bei Planeten?

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hey,

schwachsinnig mag vielleicht der falsche Ausdruck sein, aber sinnvoll ist was anderes, was Teleskope leisten können kann man sich anhand physikalischer Berechnungen ausmalen, hier wird immer wieder dasselbe Thema hochgekocht zum 10235968mal...
das ist es was ich schade finde, da bleibt die echte Information auf der Strecke, die eigentlich wichtig wäre.
Es fehlt oft (nicht immer!) an Sachlichkeit und zuviele Emotionen kommen hoch, schau selbst, was ist bei diesem nun schon fast 10 seitigen Thread rübergekommen? nicht viel meiner Meinung, zumindest nichts, was schon längst bekannt ist.
Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt, warum viele diesem Forum den Rücken kehren, nun wird es mir immer klarer, leider.
Ich hatte grade dieses Forum immer sehr geschätzt, wegen der Übersichtlichkeit und der Information und des Fachwissens...
Vielleicht sollte man eine Art Aufnahmeprüfung einführen, aber kann es das wirklich sein? ne bestimmt nicht.

Jedenfalls trostreich waren die letzten paar Beiträge, da kam die Sachlichkeit wieder mehr zu Tage, das gibt etwas Hoffnung

Dennoch freu ich mich aufs ITV...
 
Heisse Diskussionen versus Langeweile

Hallo Saturntobi!

Deine letzten beiden Postings waren mit Abstand die uniformativsten Postings dieses Threads. Da mäkelst Du an den Postings von anderen herum und indem Du das machst langweilst Du die Leser. So ein Gesäusel ist genau das, was die Leute aus den Foren vertreibt.


Gruß Harald
 
Re: hohe,sehr hohe und lächerlich hohe Vergrößerungen

Hi Harald!

Geschickt formuliert, aber dennoch lesbar, Deine Arguenmtation.

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Hallo Hannes!

Zitat:
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Demnach, für "was" Du Dich hier argumentativ einsetzt und wie energisch Du doch teilweise gegen anderes argumentierst, kannst Du nicht neutral sein.


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Dass Du als Betreiber einer Apo-Seite die Neutralität anderer anzweifelst und gleichzeitig immer wieder Deinen Alibi-GSO-Newton als "Nachweis" Deiner eigenen angeblichen Neutralität anführst, finde ich ziemlich belustigend.

-> Wenn ich jedesmal, wenn hier jemand meines Erachtens was als "belustigend" schriebt, darauf antworten würde, das wäre ein full-time-job


Im übrigen ist das energische Vertreten von Tatsachen nicht negativ - ganz im Gegenteil.

Dass Dir das als Apo-Fanatiker nicht passt, ist durchaus nachvollziehbar.

-> Auch für Dich: Ich bin kein "Apofanatiker". Richtig, ich betreibe eine Aposeite, dies aber nicht, um irgendwelche User anderer Systeme zum Apo "zu bringen", sondern lediglich, um Leuten, die an Apos interessiert sind, vielleicht eine kleine Infoplattform zu bieten. Mehr nicht.
Und um es nochmals auch für Dich klarzustellen: ich weiss einen guten Newton durchaus sehr zu schätzen! Und es geht hiernicht um einen (klar, so ne Bemerkung kann man schnell rauspusten "Alibinewton"). Ich habe leider keinen - für meine Qualitätsansprüche - "guten" Newton. Wer mit einem Standard-China-Newton zufrieden ist, gut so!


Zitat:
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Du hast auch eine Vorliebe (was völlig okay ist).



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Auch wenn jemand eine Vorliebe für ein bestimmtes Teleskop-System hat, kann er neutral alle Teleskopsysteme miteinander vergleichen.

-> Das ist - in Anbetracht der vorgebrachten Argumente und Threads - purer Idealismus Deinerseits. Schau Dir mal gerade in letzter Zeit die Verlautbarungen von Karsten an, da ist soviel Versuch von Ironie dabei. Einfach als solches zu durchschauen und leider die durchaus guten Argumentationsanätze entwertend.

Die Neutralität wird erst dann nicht erfüllt, wenn unsachliche oder gar unwahre "Argumente" verwendet werden, um die eigene Meinung durchzusetzen. Ich kenne keine Äußerung vom Karsten hier im Forum, wo er letztgenanntes macht.

-> Kann ich nachvollziehen, dass DU keine kennst. Da sie ja auch Deinem Gusto entsprechen.

Deine Äüßerungen im Forum lassen jedoch diesbezüglich häufig zu wünschen übrig.

-> Das sowas kommt, kann ich auch nachvollziehen. Unbequeme Äusserungen werden gerne so "gebrandmarkt", das kenne ich schon zur Genüge <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Gruß Harald

Nichtsdestotrotz: Das Bierchen steht kalt zum ITV, Gruss Hannes
 
Re: hohe,sehr hohe und lächerlich hohe Vergrößerungen

...siehste, es dreht sich im Kreis, und irgendeiner wird herausgepickt und geschlagen...

wie gesagt, beim ITV ist die Welt hoffentlich wieder heile <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Argumente:Gern!Polemik:Behalt sie!

N`Abend Hannes,

verabschiede dich doch einfach mal vom Lagerdenken und versuche es einfach
mal mit kritischem Verstand.Die Quellen stehen dir zur Verfügnung,nutze sie.

Ich komme von der praktischen Beobachtung und habe mich in den letzten Jahren
intensiver mit der Theorie beschäftigt.
Im Gegensatz zu einigen anderen Usern habe ich die Erfahrung machen dürfen
daß sich Theorie und Praxis wohltuend ergänzen,keineswegs im Widerspruch
stehen wie es bisweilen geäußert wird.
Ein BEispiel dafür ist die Beobachtung mit einem 4"f/8 TMB APO der bei 180x
ein vergrößertes Beugungsscheibchen zeigt,so wie es die Theorie vorraussagt.

Das hat dann überhaupt nichts mit irgendwelchen "Lagern" zu tun,sondern nur
mit praktischer Beobachtung mit gutem Teleskop,gutem Okular und guten Augen.

Als Jugendlicher hatte ich das Glück sowohl mit Spiegel (mein 114/900er Fernost-
Einsteiger-Billignewton) als auch einem 80/1200er Japan-FH und dem 80/1200er
Zeiss-AS meines damaligen Physiklehrers beobachten konnte.
Der hat als Maximalvergrößerung am AS ein 10mm Zeiss-Ortho eingesetzt,
obwohl er auch noch ein 8mm Okular hatte,und hat mir am Stern gezeigt
wiso bei 80mm Öffnung 120x die Grenze ist:
Darüber wird das Beugungsscheibchen nur noch großflächiger,das wars!

Ich beobachte auch gerne mit APOs,freue mich schon auf Jürgens Vixen Fluorit,
abe ich weis daß diese Teleskope wie jedes andere Teleskop auch an die
von der Physik bestimmten Grenzen gebunden sind.So einfach ist das.

Daraus ergeben sich Überlegungen zur Auflösungsgrenze,zur Kontrastübertragungsfunktion,
zu den Auswirkungen von Dejustage,Seeing,Tubusseeing,etcetera,etcetera...

Während ich mich frage warum Jupiter in meinem Newton nicht kontraststark
und detailreich abbildet und an die Lösung der Probleme herangehe und mich
hernach an einem detailreichen und kontraststarken Jupiter freue hast du
hier lediglich billige Polemik anzubieten.

Kurt stellte dir oben ein paar Fragen,eine Antwort darauf kam von dir nicht
waas mich ganz ehrlich nach dem was du in dem Foren abläßt auch nicht verwundert.

Aber gerade die Beschäftigung mit Kurt`s Fragen hätte dich in Bezug auf die
Kenntnis grundlegender Zusammenhänge weiterbringen können.

Ich wette daß du in der Lage bist zu sagen was an der Behauptung von M.L. falsch ist:
schon mal davon gehört das Langbrennweitige Teleskope kleinere Beugungsscheibchen haben?

Bei gegebener Öffnung und bei gleicher Wellenlänge ist das Beugungsscheibchen
des kurzbrennweitigeren Teleskopes selbstverständlich kleiner.Warum behauptet
M.L. gegenteiliges?Ich kann nur vermuten daß er sich mal wieder verrannt
hat und statt den Fehler einzugestehen sich lieber vor den Mathematikern,
Physikern und Optikern blamiert.
Immer noch besser so als vor den blind folgenden APO-Jüngern etwas einzugestehen...

Im Endeffekt ist die Frage danach ob das kurzbrennweitge oder langbrenweitige
4" Teleskop das kleinere Beugungsscheibchen macht müßig,weil unter dem
gleichen Winkel betrachtet (Klotzi hat es ja längst erwähnt,aber wen kümmert
denn schon "schnöde Theorie") ist es dann gleichgroß.Bei 4" Öffnung und
grünem Licht siehst du bei 160x (4"f/8 TMB und 5mm Okular) ein winziges
Scheibchen.
Nett wenn sich Theorie und Praxis so schön bestätigen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Demnach, für "was" Du Dich hier argumentativ einsetzt und wie energisch Du doch teilweise gegen anderes argumentierst, kannst Du nicht neutral sein.

Ich würde nie von mir behaupten ich sei neutral.Ganz Gegenteil,ich stehe
ganz einseitig auf Seiten der Wahrheit.
Deshalb argumentiere ich auch energisch gegen die blödsinnigen Äußerung
von M.L. "schon mal davon gehört das Langbrennweitige Teleskope kleinere
Beugungsscheibchen haben?" oder solchen Schwachsinn wie "ein 4 Zoll APO
schlägt am Planeten jeden 8 Zoll Newton" oder 100% Kontrast weil obstruktionsfrei"
im Zusammen hang mit einem 6"f/8 Chinablaumann und ähnlichen Blödsinn
wie er gern von dir in die Astronomieboard- Diskussionen eingebracht wird.
Sieh nach,deine Äußerungen findest du genau so im Board wieder.

Wenn du mich deshalb in die APO-Hassser Ecke stellst ist das dein Bier,
ich stelle dich lieber in die Unwissenden-Ecke,denn die APO-Freunde haben
whrlich bessere Gesellschaft verdient.

Mich zum Beispiel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gruß vom mit Spiegel,Halb-APO und APO beobachtenden und jedes gute Teleskop schätzenden

Karsten
 
Re: Argumente:Gern!Polemik:Behalt sie!

hallo Karsten,

stimme voll und ganz deiner Meinung überein, die Theorie und die Praxis stimmen weitgehend überein, sofern die Qualität die gleiche ist...
Alle anderen Vergleiche hinken.
Ich selbst bin überzeugter 4" Zoll Apo Gucker, aber nicht weil ich in die Apo Ecke gehöre, sondern weil das einfach für MICH die beste Kombination aus Bildqualität, vorhandenem Himmel,Transportabilität und Beobachtungsvorlieben ist.
Dennoch freu ich mich immer wenn ich durch große Spiegel gucken darf, ich muss gestehen ab 12Zoll aufwärts... darunter ist es nich so der Hit...
wie dem auch sei

Clear skys
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Seeinggrenze?

Hallo Uwe,

ich habe mehrere Beobachtungen mit nachweislich sehr guten Teleskopen
(nicht der Schrott der von Händlern als "sehr gutes Teleskop" angeboten wird)
verschiedener Öffnung im Vergleich anzubieten.
Bei sehr gutem Seeing (das ist zm Beispiel wenn die Luft bei 300x in meinem
Newton für mehrere Sekunden einen stehenden Polaris zeigt) konnte ich meinen
gewiß guten 8" Newton mit Kurt`s 10" Newton 12" Cassegrain vergleichen.

Was herauskam kennt jeder der bei gutem Himmel mit größeren Teleskopen
beobachten konnte:

8" mit mehreren Bändern,white oval Spots,dunklen Bar`s,Girlanden,schön dunklem
wie ausgestanztem Mondschatten auf Juppi.

10" zeigt alles das,aber die feinen bläulichen Linien in den Hauptbändern
noch viel kontrastreicher als der 8".

12" Cassegrain zeigt alles was der 10" zeigt,aber was der 10" an feinsten
Strukturen in den Bändern andeutet zeigt der 12" mit erheblich höherem Kontrast.
Die Jupitermonde als schöne Scheibchen,unterscheidbar nach größe,Farbe und
eine markante Struktur auf Ganymed.

Hatte der 12" seine Auflösungsgrenze erreicht?Scchwer zu sagen,falls nicht
so hatte er zumindest den Vorteil der besseren Kontrastübertragung.
Details die im 8" an der Grenze der Wahrnehmbarkeit waren (= Bildkontrast
an der Grenze) zeigte der 12" noch mit einem hohem Kontrastumfang.

Stichwort MTF-Kurve.

Selbst in Nächten die maximale Auflösung des 8" schon limitierten aber
zumindest 230x zuließen konnte der 12" sich deutlich besser in Scene und
mehr Details sowie die gleichen Details kontrastreicher zeigen als der 8".

Wie du auch ziehe ich absolut farbreine Optiken wie voll-APOs,spitzen-Newtons,
Schiefspiegeler und echt-Cassegrains gerade am Planeten vor.

Gruß,Karsten
 
Hallo Markus,

Die Größe des Beugungsscheibchens bestimmt das Auflösungsvermögen. Zwei Punkte lassen sich trennen, wenn ihre Maxima mindestens um den Radius des Beugungsscheibchens auseinander liegen.
Das wäre das sog. Rayleigh- Kriterium, eine Festlegung die für die Beobachtung von gleich hellen Doppelsternen Sinn macht. Daneben gibt es aber noch das Sparrow- Kriterium sowie das Dawes Kriterium. Nach denen kommt man zu etwas geringeren Abständen für die Trennung von Doppelsternen bei sonst gleichen Bedingungen. Bei genauerer physikalischer Betrachtung kommen Physiker übrigens zu dem Ergebnis, dass man mit kräftiger Obstruktion die Trennbarkeit von gleich hellen Doppelsternen am Limit etwas verbessern kann. Das scheint im Widerspruch zu der Kontrastminderung durch Obstruktion ( ebenfalls theoretisch herleitbar) bei Planetebeobachtung zu stehen.

Dann gibt es noch eine sehr einfache Formel die aussagt, ab welchem Winkelabstand (Sehwinkel) abolut Sense ist mit Kontrast zwischen benachbarten Objekten. Das ist dann, wenn die zu trennenden Objekte den Winkelabstand haben der gleich oder kleiner ist als der Winkel gebildet aus lambda/D.
Das wäre die Grenzauflösung eines Teleskopes unter idealen Bedingungen.

Beispiel D = 150 mm
lambda = 0,00056mm.

Dieser Winkel wäre hier arttan (0,00056/150) = 0,77 Bogensekunden. Für die Trennung von gleich hellen Doppelsternen nach dem Reyleigh- Kriteriun gilt dann der
Winkel 1,22 * 0,77" = 0,94" = scheinbarer Radius des Beugungsscheibchens.

Objekte die enger stehen als 0,77" können mit 150 mm Öffnung bei grünem Licht absolut nicht mehr getrennt werden, weil der Kontrast zwischen ihnen verschwindet. Die arctan- Funktion (manchmal auch tan hoch - 1 benannt) findet man auf jedem gängigen technisch- wissenschaftlichen Taschenrechner.


Man kann in den meisten Optik- Büchern nachlesen wie groß denn der Durchmesser
des zentralen Beugungsscheicbchens d,
bei gegebenem Objektivdurchmesser D,
bei gegebener Brennwweite f
sowie bei gegebener Wellenlänge lambda

tatsächlich ist, nämlich:
d = 2,44 * lambda *f/D

Beispiel:
Wellenlänge lambda = 0,00056 mm (grünes Licht)
Durchmesser D = 150 mm
Brennweite f = 1200 mm

Durchm. Beugungsscheibchens d = 2,44*0,00056mm*1200mm/150 mm

d = 0,0109 mm

Mit dem Auflösungsvermögen hat das aber nix zu tun. Weil nämlich nach obiger Formel die der Durchmesser d des Beugungsscheibchens für gleiche Wellenlänge und gleichem f/D (gleiche Blendenzahl, gleich Kehrwert des Öffnungsverhältnisses)gleich groß ist. Der Durchmesser des Beugungsscheibschen eines 2" f/10 wäre demnach genau so groß wie bei einem 8" f/10 Teleskop.

Obige Beispiele gelten selbstverständlich nur bei perfekter Optik ohne irgendwelche Seeing- Störungen.

<math> d = 1{,}219 \ \lambda \ \frac {f} {D}</math>

mit <math>\lambda</math> = Wellenlänge des Lichtes, f = Brennweite der abbildenden Linse, D = Durchmesser der Linse.

180px|right|thumb|Besselfunktion erster Art dividiert durch x, und Intensität (10-fach gewichtet): J(x)/x und (J(x)/x)^2 \cdot 10

Je größer der Durchmesser D bzw. die Blendenzahl <math>f/D</math> ist, desto kleiner ist der Winkel <math>\alpha</math> bzw. der Durchmesser d des Beugungsscheibchen.
Lieber Markus, übersetz uns doch bitte dieses Fachchinesisch und erklär dabei bitte was das mit der praktisch wahrnehmbaren Abbildungsqualität div. Teleskoptypen bei der Planetenbeobachtung zu tun hat und wo man das nachlesen kann<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> .

Gruß Kurt
 
Hallo Dieter,
Wo ist das Problem ? Markus stellt sich mit ein mittelgroßen APO gegen dein SUPER Spiegel, danach könnt ihr hier weiter Diskutieren. Also nicht reden, sondern vergleichen.

Gruß Dieter
ich würde gerne unter Bedingungen vegleichen, bei denen das seeing und Wolken keine so große Rolle spielen wie erfahrungsgemäß beim ITV. Ist das nachvollziehbar?

Woher weißt Du, dass ich für obigen Fall einen SUPER Spiegel habe? Ich hab das nicht gesagt.

Dann diskutieren und reden wir hier auch vorher so lange es uns Spaß macht. Ist das ebenfalls nachvollziehbar?

Gruß Kurt




 
2 Beugungsscheibchen im Vergleich

Hallo Kurt,

vielleicht solte man noch kurz den Durchmesser des Beugungsscheibchen für
zwei Teleskope gleicher Öffnung aber unterschiedlicher Brennweite berechnen:

d = 2,44 * lambda *f/D

100/1200er Nikon APO: 0,0164mm

100/800er TMB APO: 0,01093mm

Bei gegebener Öffnung hat entgegen der Behauptung von Markus das
langbrennweitigere und nicht etwa das kurzbrennweitigere Teleskop
also das größere Beugungsscheibchen...

Aber wie du schon ausgeführt hast ist für in der visuelle Beobachtung
einerlei,weil beide ab etwa 150x das Beugungsscheibchen flächig zeigen
und die Grenze der Auflösung damit erreicht ist.

Gruß,Karsten
 
Hallo Kurt
Falsch beschrieben, ich meinte dein Cassegrain.
Danach ein kleiner Bericht und wir hätten dann alle was davon. Warum deiner ? weil ich weiß das du nix den Zufall überläßt.

Gruß Dieter

 
Ich kann mich meines Senfes nicht völlig enthalten:
Wenn das visuelle Auflösungsvermögen eines Teleskops denn wirklich eine Funktion der Objektivbrennweite wäre, wie Markus schreibt, so könnte man das Auflösungsvermögen mit simplen Barlows vergrössern, denn diese verlängern ja bekanntlich die Objektivbrennweite... Markus meint die lineare Auflösung in Linien pro mm, wie sie vor allem für die Primärfokal-Fotographie eine Rolle spielt. Visuell aber bringt ein 100/1000-Apo mit Okularbrennweite 5mm genau dasselbe wie ein 100/2000 mit einem 10mm-Okular, perfekte sphärische und chromatische Korrektur einmal vorausgesetzt.
Die Auflösung hängt (neben alle den andern bekannten Faktoren wie Qualität der Optik usw) in allererster Linie von der Apertur ab, genau wie von Dir, Kurt, im Detail beschrieben.
Wie gesagt: Neben den andern bekannten Faktoren :-)...
Beat Fankhauser
 
Hallo Dieter,
Hallo Kurt
Falsch beschrieben, ich meinte dein Cassegrain.
Danach ein kleiner Bericht und wir hätten dann alle was davon. Warum deiner ? weil ich weiß das du nix den Zufall überläßt.

Gruß Dieter

wenn das Wetter einen Vergleich zulässt, dann werden wir den höchstwahrscheinlich auch durchziehen und anschließend darüber berichten. Da plagt mich selbstverständlich die eigene Neugierde. Mich interessiert dabei besonders der Effekt des größeren Bodenabstandes der Refraktor- Optik. Nach Meinung von einigen Beobachtern zu denen ich mich auch zähle ist das ein ganz erhebliches Plus von Refraktoren. Nur sollte man solche Einzel- Ergebnisse nicht als absolut gültiges Testergebnis werten, weil man z. B. das seeing als zufällig vorhandene Größe hinnehmen muss. Noch etwas zu meinem Cassegrain: Das ist optisch nicht perfekt, aber ich denke doch erheblich besser als "beugungsbegrenzt". Dazu kommt noch, dass es mit nur 26% Obstruktion nicht besonders typisch für seine Art ist.

Gruß Kurt

 
Hallo Frankhauser,
Du schreibst, dass die Auflösung in allererster Linie von der Apertur abhängt. Dass halte ich für nicht ganz korrekt. Du meinst sicherlich mit Apertur den wirksamen Objektivdurchmesser. Als Apertur wird in der Optik eigentlich der Sinus des halben Öffnungswinkels eines kegelförmigen Lichtbündels multipliziert mit der Brechzahl bezeichnet. Beim Fernrohr wäre das dann der Sinus des halben Öffnungswinkels des im Brennpunkt konvergierenden Strahlenbündels. Damit hängt von der Apertur eines Fernrohrobjektives der lineare Durchmesser des Beugungsscheibchens ab. Wie hier schon klargestellt wurde, interessiert dieser beim Fernrohr aber nicht, da es um die Winkelauflösung geht. Der Durchmesser des Beugungsscheibchens in Winkelmaß (und nur dieser ist relevant für die Winkelauflösung) hängt natürlich (Aberrationsfreiheit vorausgesetzt) nur vom (wirksamen)Objektivdurchmesser ab!
Sorry, das war jetzt etwas haarspalterisch. Ich denke aber, dass die Begriffe möglichst exakt verwendet werden sollten, sonst reden wir immer aneinander vorbei. Die optische Theorie ist übrigens nicht einfach. Selbst Physiker und Mathematiker dürften Schwierigkeiten haben diese vollständig zu verstehen, wenn sie sich nicht speziell mit ihr beschäftigen. Deshalb ist es auch normal, dass da öfter etwas durcheinander gebracht wird bzw. nicht korrekt dargestellt wird. Wir sollten daher versuchen uns gegenseitig durch eine sachliche Diskussion klüger zu machen.
 
Hallo,
Mit Stativverlängerung und Leiter könntest du den
Vergleich etwas in deine Richtung biegen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Die Kriterien sollen ja für jeden gleich sein?!
 
Re: Seeinggrenze?

Genau Seeinggrenze ist das Zauberwort!

Ich beobachte recht viel und bei fast jeder Gelegenheit und sind es nur 15min..
Doch stellt sich für mich die sinnvolle Grenze bei 8". Sicher gibt es diese Momente wo ich denke, Mensch hätte ich doch mehr Öffnung, doch sind diese so selten! das sich mehr einfach nicht lohnt und mehr will ich auch nicht rumschleppen.
Ich komme dan in eine Apperaturgröße, wo mich das Aufbauen wieder nerft und bestimmt auch davon abhält mal schnell zu beobachten. Desweitern bin ich nur mit Qualität zufrieden und dann komme ich auch beim Newton schnell ins Geld.
Vieleicht schaffe ich es mich einmal aufzuraffen und einen Spiegel selbst herzustellen, dass Interesse ist da und das Video von Stathis Kafalis habe ich mir auch schon zugelegt.
Gerade Jupiter, die Königsklasse der Beobachtungskunst finde ich sehr kritisch!
So habe ich eigentlich die besseren Ergebnisse in kleineren Instrumenten erziehlt so um 4-8" Öffnung.
In größeren Instrumenten empfand ich das Bild immer zu hell, zu weich, oder total schlecht.
Der Einsatz von Filtern ist auch immer so eine Sache, verfärbt er das Bild, schluckt er Details, hebt andere Details hervor, oder ist er qualitätsmäßig eine Gurke.
Auch will ich mir nicht auf die Fanen schreiben und nach Fast Food manier, alles Zubehör und Instrumente der Händler auszuprobieren und zu testen, wobei das alles auf meine Kosten läuft.
Meine Erfahrungen sind, mit 8" in der Planetenbeobachtung sehr gut bedient zu sein, wobei ein 6" APO mein Traum ist.
Na ja 5" APO müssen jetzt erst mal ein paar Jahre ausreichen wenn er den mal kommt!?

Gruß Uwe
 
Hi FrankZ,
die wirksame Öffnung kann, denke ich, durchaus als Apertur bezeichnet werden. Was du meinst (Sinus des halben Öffnungswinkels mal Brechzahl) ist die sog. "Numerische Apertur". Dies ist ein feststehender Begriff, der allg. in der Optik gebräuchlich ist. So, jetzt ist aber Schluß mit Erbsenzählen, versprochen ;-)
Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas,
Du hast natürlich recht, wenn man mit der Brechzahl multipliziert, dann ist es die Numerische Apertur, da war ich selbst nicht korrekt. Ich würde aber trotzdem die wirksame Öffnung nicht einfach als Apertur bezeichnen, obwohl sich das eingedenglischte "aperture" unter Astronomen immer mehr verbreitet. Die Apertur als Sinus des halben Öffnungswinkels (ohne Brechzahl) ist ebenso ein feststehender Begriff in der Optik. Wenn man z.B. die Abbildungsleistung von Okularen untersucht, dann muss der Öffnungswinkel (also die Apertur) und nicht die Öffnung betrachtet werden. Hier könnte es wieder zu Verwechslungen kommen.
 
Hallo FrankZ,
Jaaa-jaaah - ich habe mich von meiner Vorliebe für die englische Sprache davontragen lassen und meinte selbstverständlich die wirksame Öffnung, wie Du ja auch verstanden hast, gelle?
Tüpflischiisserischi Grüess: beat f.
 
Lieber Kurt,
"Wenn das Wetter einen Vergleich zulässt..." ist doch eine recht vielsagende Absicherung gegen allfällige Eventualitäten...!
Aber klar doch verputzt bei bestem Seeing (!) ein 10- oder 12-Zoll Spitzen-Cassi oder -Newton einen 5- oder 6-Zoll-Apo am Jupiter.
Aber wie steht's mit einem durchschnittlich kollimierten Durchschnitts-Newton mit Durchschnitts-Spiegelqualität und durchschnittlicher Obstruktion bei durchschnittlichem Tubus-Seeing und durchschnittlichem Seeing? Der hat im Durchschnitt ziemlich schlechte Karten gegen einen Durchschnitts-Apo halber Apertur (verzeih bitte, FrankZ!) bei gleichen Konditionen, da bin ich mir aber völlig sicher!!!
Als Durchschnittsbeobachter beobachte ich aber meistens unter genau solchen Durchnittsbedingungen, und möchte dann und genau dann (das heisst eben: meistens!!!) einen guten Jupiter sehen, donnerwetternochmal, und kein Durchschnitts-Geflirre!!! Und wenn dann endlich wieder einmal eine jener seltenen Supernächte stattfindet, stehe ich ganz bestimmt bereits weit vorne in der Schlange hinter dem Spitzen-Cassi
(So parasitär bin ich eben nun mal einfach veranlagt.)
Durchschnitts-Beat
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,
wir können machen was wir wollen, die exakte Diskussion endet immer wieder beim Seeing. Gibt es wirklich nichts, um das Seeing mal zu fassen? Die Profis beschäftigen sich doch schon ziemlich lange mit adaptiver Optik. Um die Spiegel zu verbiegen müssen die doch zunächst die durchs Seeing vermanschte Wellenfront analysieren. Aus diesen Daten müsste sich doch auch eine Übertragungsfunktion rauskitzeln lassen. Sicher ist das Seeing ortsabhängig, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man gar keine Aussagen über den Einfluß auf die Öffnung (oder die aperture, um mit Frankhauser Frieden zu machen, übrigens finde ich "Tüpflischiisserischi" gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ) gewinnen kann. Vielleicht steht jemand von Euch in der Profiliteratur oder kennt jemanden, den man fragen kann. An diesen Projekten sollen doch auch viele Deutsche beteiligt sein.

Frank
 
Hallo Beat

und genau so ist es und nicht anderst, alles andere ist Tüpflischiisserischi!
Wie einfach man doch so viel Theorie auf den Punkt bringen kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gruß Uwe
 
Hi Uwe,
Oh, danke - eigentlich wollte ich einfach nur wieder mal die Überlegenheit des berndeutschen Ausdrucks zur Schau stellen.
Es grüsst Dich aus der fernen Schweiz: beat f.
PS: Übrigens ist "tüpflischiisserischi" mit "i" am Schluss das Adjektiv, und nur ohne wäre es das Adverb gewesen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo noch mal,
bei all den heftigen Diskussionen um Einzelprozente von Beugungsscheibchendurchmessern sollten wir nicht die vielen wunderbaren Beobachtungen vergessen, die wir mit unseren Fernrohren schon gemacht haben.
Grüße von Michael.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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