Moin Gerhard,
was ich meine - lieber fängt man klein an, so einfach, dass man damit klar kommt, und wenn man das drin hat, baut man auf. Ob das nun die Astrofotografie ist, bei der man mit einer kleinen Montierung, sei es ein Tracker, oder was ich eher empfehle, einer kleinen Montierung und Kamera mit kleinem Tele anfange oder bei der visuellen Beobachtung mit einem kleinen Dobson oder Refraktor auf einer azimutalen Montierung die ich einfach per Hand bewegen kann, das kann man im einfachsten Fall mit ner drehbaren Sternkarte oder einer App handhaben. All das geht gebraucht, selbst eine DSLR kann ich gebraucht für sehr kleines Geld besorgen, mit oder ohne Mod, die erste und zweite Kamerageneration kostet nur noch kleines Geld. Gut, es rauscht und glüht mehr, aber man kann damit lernen runde Sterne zu produzieren, lernt EBV, die visuellen Kollegen lernen beobachten, "sehen", usw.
Leider ist das ganau der Weg, den uns die Verkaufsmaschinerie der Händler mit Komplettpaketen nicht anrät, da werden Newton-Raketenwerfer auf viel zu kleinen Montierungen angeboten, Hobsons die schon das wackeln anfangen wenn man sie nur ansieht, so dass man sich erstmal mit dem Pimpen der vorhandenen Technik befasst anstelle des Beobachtens. Die Perversion läßt sich beliebig steigern.
Das Bedauerliche ist, dass die meisten Newbies dann allein gelassen sind, viele Posts hier sprechen eine deutliche Sprache, wobei es natürlich auch Eggsperdden gibt, die mit dem Öffnen des ersten Kartons zum Weltversteher und Nobelpreiskandidaten aufsteigen und letztlich im Forum nur die Bestätigung ihrer Träume und Wünsche ersehnen, aber das sind erfreulicher Weise die wenigsten. Aber es braucht manchmal um die Leute auf die Spur zu bringen, und wenn man so lange hier rumsfroscht wie ich freut man sich, wie viele letztlich hier zeigen, dass sie auf der Lernkurve den Weg zu Gipfel in Angriff genommen haben.
Insofern ... to boldly go where no man has gone before...
CS
Jörg