Auto - Guiding, Off Axis oder Leitrohr? + Hallo von mir, ich bin ein neuer...

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Hi Gerhard,

gegen Wildschweine helfen 1 Dose Rotkraut und 1 Pack Knödel, deutlich sichtbar aufgestellt auf einem Bierfass ...

Quatsch beiseite - deswegen warne ich immer davor, erstmal mit nem Großeinkauf anzufangen, viele Leute gehen mit sehr viel Enthusiasmus an den Start, werden von einem Händler mit einer Reihe von Artikeln versorgt und stehen dann allein in der Nacht da, der Frust kommt und nach ein paar Fehlversuchen landet das Zeug im Keller. Es ist eben nicht mit dem Einkauf getan, man muss auch lernen mit dem Geraffel umzugehen, damit es was wird. An dem fehlgekauften Zeug erfreuen sich dann die Gebrauchtkäufer. Des einen Leid, des anderen Freud...

CS
Jörg
Hallo Jörg,
das mit dem Rotkraut kann ich mir bildlich vorstellen...:)
Ja, da hast du recht. Gekauft ist schnell und dann kommt das Erwachen...
Grüße
Gerhard
 
Moin Gerhard,

was ich meine - lieber fängt man klein an, so einfach, dass man damit klar kommt, und wenn man das drin hat, baut man auf. Ob das nun die Astrofotografie ist, bei der man mit einer kleinen Montierung, sei es ein Tracker, oder was ich eher empfehle, einer kleinen Montierung und Kamera mit kleinem Tele anfange oder bei der visuellen Beobachtung mit einem kleinen Dobson oder Refraktor auf einer azimutalen Montierung die ich einfach per Hand bewegen kann, das kann man im einfachsten Fall mit ner drehbaren Sternkarte oder einer App handhaben. All das geht gebraucht, selbst eine DSLR kann ich gebraucht für sehr kleines Geld besorgen, mit oder ohne Mod, die erste und zweite Kamerageneration kostet nur noch kleines Geld. Gut, es rauscht und glüht mehr, aber man kann damit lernen runde Sterne zu produzieren, lernt EBV, die visuellen Kollegen lernen beobachten, "sehen", usw.

Leider ist das ganau der Weg, den uns die Verkaufsmaschinerie der Händler mit Komplettpaketen nicht anrät, da werden Newton-Raketenwerfer auf viel zu kleinen Montierungen angeboten, Hobsons die schon das wackeln anfangen wenn man sie nur ansieht, so dass man sich erstmal mit dem Pimpen der vorhandenen Technik befasst anstelle des Beobachtens. Die Perversion läßt sich beliebig steigern.

Das Bedauerliche ist, dass die meisten Newbies dann allein gelassen sind, viele Posts hier sprechen eine deutliche Sprache, wobei es natürlich auch Eggsperdden gibt, die mit dem Öffnen des ersten Kartons zum Weltversteher und Nobelpreiskandidaten aufsteigen und letztlich im Forum nur die Bestätigung ihrer Träume und Wünsche ersehnen, aber das sind erfreulicher Weise die wenigsten. Aber es braucht manchmal um die Leute auf die Spur zu bringen, und wenn man so lange hier rumsfroscht wie ich freut man sich, wie viele letztlich hier zeigen, dass sie auf der Lernkurve den Weg zu Gipfel in Angriff genommen haben.

Insofern ... to boldly go where no man has gone before...

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,
da bin ich absolut deiner Meinung. Mann überfordert sich als Anfänger in diesen Bereichen sehr schnell. Fängt an 100 Baustellen an obwohl die erste noch gar nicht fertig ist. Langfristig produziert das Frust. Klein anfangen, schauen ob es einem wirklich liegt und falls ja, langsam und jeder in seinem Tempo steigern. Mein erstes Teleskop war (ist) tatsächlich ein Dobson. Nach zwei Jahren bekam ich dann aber Lust die Nacht auch zu fotografieren. Als ich eine Astrofotografin in der Sternwarte fragte wie lange es den ungefähr geht bis ich auch so schöne Bilder machen kann, sagte sie es kann tatsächlich zwei bis drei Jahre dauern. Die Ausrüstung ist ein Thema, die Bildbearbeitung noch einmal ein ganz anderes. Da war ich wieder geerdet:) Ich bin froh, das ich in diesem Forum gelandet bin und das es so hilfsbereite Menschen wir dich und deinen Kollegen gibt. Das macht Mut. Gerade als Anfänger braucht man jemand der einem zeigt wie es geht. Es ist ja nicht gerade ein Strickkurs für den ich mich entschieden habe. Wobei der bestimmt auch kompliziert werden kann:ROFLMAO:
Ja, das Marketing einiger Teleskophersteller kritisiere ich auch ein wenig. Natürlich nicht alle aber einige. Da werden Astro- Bilder gezeigt die zum Teil mit so einer Ausrüstung überhaupt nicht machbar sind. Fotografisch sowohl visuell. Es sei denn man wohnt vielleicht in Namibia.
Ich freue mich auf dieses spannende Abenteuer auch wenn es bestimmt noch so einige Rückschläge geben wird. Dein Slogan trifft es auf den Punkt: ...to boldly go where no man has gone before...
Liebe Grüße
Gerhard
 
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