Auto - Guiding, Off Axis oder Leitrohr? + Hallo von mir, ich bin ein neuer...

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der_lehrling

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Hallo Ihr lieben Astro- Freunde, hallo Freunde der Nacht,
ohje…, kurze Frage, langer Text. Ich bin einer der Neuen und taste mich gerade so an dieses Forum heran. Beeindruckend was hier alles erklärt und diskutiert wird. Manche Beiträge haben mir wirklich schon sehr weitergeholfen. Vermutlich würde ich heute noch meinen Flattener reklamieren wenn Ihr nicht geschrieben hättet wie man ihn richtig benutzt:). Also erstmal vielen Dank an alle "Macher" und "Schreiber" hier in dieser Sternen- Familie.

Für die, die gerne Geschichten lesen kommt im Anschluss "ä bissele" was über mich . "Meine Vorstellung und Begrüßung für euch"

Für die Schnellen, hier kurz meinen Fragen an die Astro- Praktiker:
Ich möchte neues Spielzeug kaufen. Auto Guiding steht nun doch an, da ich mit meiner gebrauchten EQ 3-2 (mit Motoren) fotografisch doch an meine Grenzen komme. Zuhause habe ich zwei Standorte. Einer im Garten, wo ich den Polarstern sehe und ein anderer in einem Zimmer im OG mit Südausrichtung wo ich den Polarstern leider nicht sehe. Vermutlich haben wir alle schon gelernt, dass ein Kompass im Haus so sein Eigenleben hat .
Frage 1.) Was mache ich im OG um eine exakte Nordausrichtung zu bekommen (ohne GOTO)?
Frage 2.) Wenn ich Auto Guiding hätte, ist dann eine exakte Nordausrichtung überhaupt nötig? Im Idealfall hätte ich ja ein Leitstern.
Frage 3.) Was würdet Ihr mir empfehlen? Wie ist Eure Erfahrung? Auf der EQ3-2 habe ich ein TS ED 70/420 und möchte ein paar hellere Nebel oder Galaxien mit meiner DSLR fotografieren. Ein kleines "Leitrohr" oder "Off Axis Guiding" wegen des Gewichtes und den Verwindungen? Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen.


Nun was für die Romantiker und Geschichten- Leser. Hier meine Astro- Kurzgeschichte:
Wer Bin ich?
der_lehrling…., ich weiß, ich weiß aber Gerhard war leider schon vergeben. Also bitte einfach nur Gerhard. Seit zwei Jahren hat mich irgendetwas "angefixt" …, der Himmel und die Sterne hatten mich schon immer fasziniert. In meiner Jugend hatte ich auch schon so manches komische (nicht kosmische!) Teleskop wo der Saturn und der Jupiter prächtig anzusehen waren aber halt leider nur auf der Verpackung. Sehr, sehr schade. Rhetorische Frage: Haben die Teleskophersteller das tatsächlich nötig? Ich glaube nicht. Es gibt so viel am Sternenhimmel zu erkunden. Aber es ist wie es ist! Nun gut. … vor zwei Jahren hat mich etwas "angefixt" und wie besessen habe ich mich durch den ebay- Teleskopen Dschungel geschlagen und die allwissende Plattform youtube hat mir die schönsten Astrofotos gezeigt. Wow. Das ist was für mich. Nach langer Überlegung habe ich mich für einen 8" Dobson entschieden (es muss ja groß sein :) ) und damit die ersten schönen Schritte am funkelndem Firmament erlebt. Da ich schon seit über 20Jahre fotografiere sollte die Astrofotografie mein Ziel werden. Was YouTube kann, kann ich auch. Ich bin ja nicht doof! So dachte ich. Schnell war ich vom leuchtendem Sternenhimmel wieder zurück bei meiner lieben Mutter Erde gelandet. 2019 habe ich auf einer Astro- Messe dann die ersten Kontakte zu einer sehr sympathischen Astrofotografin (S.) im Süddeutschen Raum gemacht die mir auch heute immer wieder mit Rat und Tat zur Seite steht wenn ich mal wieder nicht weiter komme. Und das ist oft. Frau Mond ist zu meiner neuen Freundin geworden, die Plejaden schreien immer noch nach mir und viele anderen Himmelsphänomene find ich noch nicht:). Manche Astronomen behaupten es sei vielleicht die spannendste Zeit in der Hobby- Astronomie. Alles ist neu und doch so ur, uralt.


Die nächsten Fragen und Komentare formulier ich kürzer. Versprochen. Seid nicht so streng zu mir, ich bin noch der_lehrling.
Euer Gerhard
 
Hallo Gerhard,

herzlich Willkommen hier im Eck :).

Ausführliche Antworten zu deinen 2 Fragen bzw. 3 inkl. Ausrüstung sprengen glaube ich den Rahmen hier. Ich versuch mal die Kurzform für eine erste Antwort - im Detail muss man das aber alles vertiefen. Wenn es einen Astronomischen Verein in deiner Nähe gibt, dann ist dies die beste Option für Dich. Die Mitglieder haben oft schon alles erlebt und haben in ihren Kisten auch alle Sachen liegen die man braucht!
Und ansonsten, YouTube ist mittlerweile auch eine Alternative um sich einen Überblick zu verschaffen, teilweise sind die Videos auch profimäßig und die Macher sind oft auch hier im Forum aktiv ;)


Aber ok. auf Schnelle...
1: Ordentlich einnorden ist das A+O. Und das geht auch ohne Blick auf den Polarstern. Dennoch: ich rate vom dringend vom "guiden" aus einem Zimmer ab (außer du meinst vom reichlich großen Balkon aus).!!!

2. Falls im Garten keine Säule steht (und die Montierung dort immer aufgebaut ist) -> immer einnorden, nach der Polsucherroutine nochmal Drift-Align (PHD2) laufen lassen (erste Infos mal auf YT suchen).
Guiden geht zwar auch mit grober Einnordung, aber Spaß macht es nicht :( !

3. Ausrüstung ist Geschmackssache: Fängt bei der Guiding-Software an und endet bei der Frage Leitrohr oder OAG.
Leitrohr ist zum probieren nicht schlecht , aber auf der EQ3 gehts auch schnell ans Gewichtslimit. OAG wird dich mehr Nerven kosten am Anfang. ;)
So aus der Ferne noch ein Tipp: Eigentlich wäre eine etwas tragfähigere Montierung der Grundstein bzw. der brauchbare Einstieg.

CS, viel Spaß und auch ausreichend Ausdauer :)

Silvio
 
Hallo Silvio,
du bist der Erste der mir hier in diesem Forum antwortet. Vielen Dank dafür. Ich habe schon vermutet, dass meine nächste Anschaffung eine größere Montierung sein sollte. Von einer EQ3 wurde mir in der Zwischenzeit tatsächlich aber schon oft abgeraten. Gerade als Anfänger will man es aber nicht so richtig wahrhaben und trotzdem erst mal klein anfangen und probieren ob das Thema einem überhaupt liegt. Das mit der Einnordnung sollte ich nochmal intensiver angehen. Vielen Dank aber nochmal für Deine Zeit und für Deine Antwort und für Deine Idee.

Ausdauer kann ich gut gebrauchen. Liebe Grüße...
Gerhard
 
Hallo Gerhard,

von mir auch ein Willkommen hier im Forum.

Die EQ3-2 ist keine schlechte Montierung, aber eher was für kleinere Teleskope.
Mein kleiner Refraktor FH 120/600 und mein 127/1500 Maksutow-Cassegrain werden bestens von ihr getragen.
Aber nur rein visuell, fotografisch, auch wenn ich damit nicht's zu tun habe (rein visueller Beobachter), bist Du mit der Montierung schnell am Ende.

Mich würde interessieren welches Teleskop Du auf die EQ3-2 packst?

Edit
ups... überlesen
einen TS ED 70/420.

Mit Deinem 8" Dobson ist natürlich keine Astrofotografie mit DSLR möglich.
Höchste der Gefühle ist halt Planetenvideos erstellen und da ist schon eine EQ-Plattform sehr hilfreich und angebracht.

So viel von mir, aber bei Astrofotografie sind andere berufener.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie auch oben gesagt, vielleicht doch den Dobson nutzen und eine Equatorial Plattform kaufen?
Sind ja nicht mehr soooo teuer und sind universell nutzbar.
Allerdings halt nur ca. 60min Nachführung.

Bin auch kein Experte für Astrofotografie. ;)

Gruß
 
Guten Morgen Mathias,
vielen Dank für Deinen lieben Willkommensgruß und Deine Einschätzung. Ja, die EQ3-2 wurde mir für den Anfang empfohlen und ich finde sie eigentlich auch nicht schlecht, wobei ich keine Vergleiche habe. Den Kontakt zur Sternwarte Zollern-Alb (20 Min. von mit) würde ich gerne wieder aufnehmen aber zur Corona- Zeit ist das schwierig. Momentan versuche ich mit meinen bescheidenen Möglichkeiten soviel Erfahrung zu sammeln solange es Spaß macht. Nach und nach rüste ich ein wenig auf und versuche Objekte am Himmel zu finden die zu meiner Ausrüstung passen. So ein paar Sachen müsste es doch auch für mich geben? Der Sagitarius- Sternhaufen vor zwei Wochen hast große Freude gemacht, Antares zickt noch ein wenig rum. Andromeda und der Orion Nebel zur richtigen Jahreszeit müsste doch auch einigermaßen gehen? Ich werde bestimmt kein Profi aber ich bleib am Ball. Der Weg ist das Ziel :)
Vielen Dank nochmal für Deine freundliche Einschätzung.
Liebe Grüße
Gerhard
 
Hallo AstroPZ,
auch Dir vielen Dank für Deinen Tipp. Meine EQ3-2 ist parallaktisch nur halt klein und Gewichtsschwach aber ich liebe meinen Dobson. Den gebe ich so schnell nicht her. Quick & Dirty. Super.
Eine evtl. zukünftige Option ist es aber aus jeden Fall.

Liebe Grüße
Gerhard
 
Hallo AstroPZ,
auch Dir vielen Dank für Deinen Tipp. Meine EQ3-2 ist parallaktisch nur halt klein und Gewichtsschwach aber ich liebe meinen Dobson. Den gebe ich so schnell nicht her. Quick & Dirty. Super.
Eine evtl. zukünftige Option ist es aber aus jeden Fall.

Liebe Grüße
Gerhard
Ja, so ne EQ3 (oder so was ähnliches) habe ich auch noch irgendwo, ist prinzipiell für meinen SC 8".
Benutze jetzt nur noch meinen 12" Dobson.

Also wenn ich in Astrofotografie von hauptsächlich DS Objekten (nicht Planeten) einsteigen würde, dann würde ich es definitiv mit einer EQ-Plattform versuchen, weil du kannst dann das enorme Lichtsammelvermögen des Dobson nutzen.
Und durch die heutige Stacking Technologie ist ja die Nachführung nicht mehr so kritisch.

Vielleicht dann auch noch grösser 12", 14", 16". ;)

Noch zu deinen Fragen:
Früher (vor 40 Jahren ;) ) war ein extra Leitrohr gängig, aber ich glaube das braucht's heute nicht mehr, auch wieder durch die neuen Technologien (CCD, SW, ..).
Der grosse Vorteil ist, man vermeidet automatisch die Fehler, die durch das 2. Teleskop entstehen können.

Gruß
 
Hallo Gerhard,

Edit
ups... überlesen
einen TS ED 70/420.
ich hab mal nachgeschaut, Dein ED liegt bei 2,2 Kg.
Da bist Du fast bei 50% der Tragkraft der EQ3-2 mit 5 Kg bei rein visueller Beobachtung.
Es wird gesagt, das man Fotografisch die Montierung so 60% bis 65% belasten kann.
Ich denke da wäre eine stabilere Montierung auf lange Sicht und mit dem Ziel der Astrofotografie erst mal die erste Anschaffung.

So eine EQ-5 oder HEQ-5 werden allgemein als gut bezeichnet, je nach dem welches Teleskop man drauf packt.
Die HEQ-5 ist dann aber auch schon eine Investition von ca. 1.000,-€.
Wenn man Astrofotografie im Auge hat, ist man leider nicht kostengünstig unterwegs.

Ich hatte Anfangs auch die Astrofotografie im Kopf, bin dann aber schnell wieder davon abgekommen.
Einmal wegen der Kosten, weil noch nicht mal eine Kamera vorhanden ist, zum anderen habe ich schnell begriffen das es mit dem Kauf eines leidlich guten Teleskopes, hinstellen und die Wunder des Universums sehen nicht getan ist.

Da war erst mal lesen angesagt.
Bin jetzt "noch" immer, nach knapp drei Jahren, rein visueller Beobachter, außer gelegentliche Planetenvideos.
Bei jedem Beobachtungsabend/-nacht lerne ich dazu.
Mittlerweile ist mein Equipment natürlich angewachsen und ich bin da, wo ich sagen kann das es für mich passt, auf meine Beobachtungssituation angepasst ist.
 
Ja, so ne EQ3 (oder so was ähnliches) habe ich auch noch irgendwo, ist prinzipiell für meinen SC 8".
Benutze jetzt nur noch meinen 12" Dobson.

Also wenn ich in Astrofotografie von hauptsächlich DS Objekten (nicht Planeten) einsteigen würde, dann würde ich es definitiv mit einer EQ-Plattform versuchen, weil du kannst dann das enorme Lichtsammelvermögen des Dobson nutzen.
Und durch die heutige Stacking Technologie ist ja die Nachführung nicht mehr so kritisch.

Vielleicht dann auch noch grösser 12", 14", 16". ;)

Noch zu deinen Fragen:
Früher (vor 40 Jahren ;) ) war ein extra Leitrohr gängig, aber ich glaube das braucht's heute nicht mehr, auch wieder durch die neuen Technologien (CCD, SW, ..).
Der grosse Vorteil ist, man vermeidet automatisch die Fehler, die durch das 2. Teleskop entstehen können.

Gruß
Das hört sich auch sehr gut an,
ich vermute um einen größere Montierung komme ich irgendwann doch nicht drum herum. Das ist jetzt tatsächlich die einstimmige Meinung aller Antworten die ich bisher bekommen habe. Zum Thema Leitrohr, ja das OAG wird mir auch immer sympathischer. Anfangs vermutlich komplizierter wie Silvio oben schon erwähnt hat aber das Gewicht ist ja auch ein sehr wichtiges Kriterium das ich beachten sollte.
Grüße
P.S. Ich hoffe das ich jetzt richtig geantwortet habe. Irgendwie sieht das Fenster gerade etwas anders aus. Mal schauen was gleich passiert wenn ich auf Antwort erstellen klicke:) Die Anfänger halt....:rolleyes:
 
Hallo Gerhard,


ich hab mal nachgeschaut, Dein ED liegt bei 2,2 Kg.
Da bist Du fast bei 50% der Tragkraft der EQ3-2 mit 5 Kg bei rein visueller Beobachtung.
Es wird gesagt, das man Fotografisch die Montierung so 60% bis 65% belasten kann.
Ich denke da wäre eine stabilere Montierung auf lange Sicht und mit dem Ziel der Astrofotografie erst mal die erste Anschaffung.

So eine EQ-5 oder HEQ-5 werden allgemein als gut bezeichnet, je nach dem welches Teleskop man drauf packt.
Die HEQ-5 ist dann aber auch schon eine Investition von ca. 1.000,-€.
Wenn man Astrofotografie im Auge hat, ist man leider nicht kostengünstig unterwegs.

Ich hatte Anfangs auch die Astrofotografie im Kopf, bin dann aber schnell wieder davon abgekommen.
Einmal wegen der Kosten, weil noch nicht mal eine Kamera vorhanden ist, zum anderen habe ich schnell begriffen das es mit dem Kauf eines leidlich guten Teleskopes, hinstellen und die Wunder des Universums sehen nicht getan ist.

Da war erst mal lesen angesagt.
Bin jetzt "noch" immer, nach knapp drei Jahren, rein visueller Beobachter, außer gelegentliche Planetenvideos.
Bei jedem Beobachtungsabend/-nacht lerne ich dazu.
Mittlerweile ist mein Equipment natürlich angewachsen und ich bin da, wo ich sagen kann das es für mich passt, auf meine Beobachtungssituation angepasst ist.

Hallo Mathias,
da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Man könnte ins wortwörtlich "Unendliche" investieren und vermutlich wird es bei mir, wie bei dir auch, noch eine ganze Weile dauern bis ich meine Wunschausrüstung zusammen habe. Das gute ist, unser Wunschzettel für den Weihnachtsmann ist immer voll :)
 
Hallo Gerhard,

das mit der Deep-Sky Fotografie und EQ-Plattform unter einem Dobson sehe ich nicht ganz so einfach.
Ist sicherlich mit Erfahrung machbar. Für mich spricht die kurze Nachführzeit von 60 Sekunden dagegen, weil die Deep-Sky Fotografie, so weit ich weiß, nach langen Belichtungszeiten verlangt.
Obwohl ich auch schon gelesen habe, dass man anstatt 3 bis 4 mal 10 Minuten belichten dann 30 bis 40 mal 20 Sekunden belichten kann und zu guten Ergebnissen kommen kann.
Ich habe auch schon erstaunliche Ergebnisse von Planetenbildern gesehen die mit einem Dobson ohne EQ-Plattform, also rein manuell geschubst, gesehen.
Aber da sind andere sicher mehr berufen was zu Dobson, mit oder ohne EQ-Plattform, und Astrofotografie zu sagen.

Wenn ich so meine Literatur zu Rate ziehe, läuft es immer auf eine stabile parallaktische Montierung, sauberes Einnorden (geht mittlerweile auch ohne direkte Sicht auf Polaris), Guiding etc. usw. heraus und das ist schon kniffelig genug.
Da das Ganze dann auf einen Dobson, der ja dafür da ist, m.E., um visuelle viel zu erreichen, umzusetzen mmmhhh... ich glaub da macht man sich Baustellen auf, die es nicht braucht.

Da stelle ich mir doch noch was anderes drunter vor als das was ich habe (mit dem ich sehr zufrieden bin :y:).
2m Spiegel, Kuppel, absolut dunkler Himmel, auf einem Hügel, natürlich im eigenen Garten... ... :ROFLMAO:;).

Nein, im Ernst, das was ich habe ist für mich gut, ist meiner Beobachtungssituation angepasst, auch meinem Geldbeutel ;).
Ja, der Weg dahin ist auch mit 2, 3 Fehlkäufen behaftet, wobei man könnte auch sagen ich habe dabei was gelernt.
 
das mit der Deep-Sky Fotografie und EQ-Plattform unter einem Dobson sehe ich nicht ganz so einfach.
Ist sicherlich mit Erfahrung machbar. Für mich spricht die kurze Nachführzeit von 60 Sekunden dagegen, weil die Deep-Sky Fotografie, so weit ich weiß, nach langen Belichtungszeiten verlangt.
Obwohl ich auch schon gelesen habe, dass man anstatt 3 bis 4 mal 10 Minuten belichten dann 30 bis 40 mal 20 Sekunden belichten kann und zu guten Ergebnissen kommen kann.
Ich habe auch schon erstaunliche Ergebnisse von Planetenbildern gesehen die mit einem Dobson ohne EQ-Plattform, also rein manuell geschubst, gesehen.
Aber da sind andere sicher mehr berufen was zu Dobson, mit oder ohne EQ-Plattform, und Astrofotografie zu sagen.

Wenn ich so meine Literatur zu Rate ziehe, läuft es immer auf eine stabile parallaktische Montierung, sauberes Einnorden (geht mittlerweile auch ohne direkte Sicht auf Polaris), Guiding etc. usw. heraus und das ist schon kniffelig genug.
Da das Ganze dann auf einen Dobson, der ja dafür da ist, m.E., um visuelle viel zu erreichen, umzusetzen mmmhhh... ich glaub da macht man sich Baustellen auf, die es nicht braucht.
...
Der Vorschlag der EQ-Plattform kam auch von mir.
Ich bin (noch) kein Astrograf, bin aber schon lange daran interessiert und würde unbedingt meine Dobson's dazu nutzen wollen.

Ein paar Fragen:
Ist das so, dass man auf einer EQ-Plattform nur ca. 60s nachführen kann, bzw. nur ca. 60s für ein korrektes Einzelbild erreicht wird?

Sind 60s für ein Einzelbild bei einer heutigen digital Kamera und Stacker Software nicht deutlich ausreichend?

Danke und Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich glaube das ist genau die richtige Einstellung. Die Ausrüstung sollte keinen Stress sondern Freude machen und nach jedem seinen eigenen Geldbeutel ausgelegt sein.

Grüßle...
 
Hallo AstroPZ,

vorweg ich bin jetzt auch nicht der Fotografiespezialist, da halte ich mich, bis auf die schon erwähnten Planetenvideos und daraus erstellten Bilder, (noch) fern.

Sorry, mein Fehler :eek::
nicht 60 Sekunden sondern 60 Minuten und dann wieder zurück auf Start.
Tut mir leid!
Keine Ahnung wo ich die 60 sec her habe :rolleyes:???

Das was ich weiß ist, dass Deep-Sky Fotografie lange Belichtungszeiten benötigt und es ja nicht nur mit einem Bild a 10 Minuten getan ist.
Wenn ich mir da zu den erstellten Bildern die dazugehörigen Daten anschaue, ist eine Stunde nicht's
 
Hallo AstroPZ,

vorweg ich bin jetzt auch nicht der Fotografiespezialist, da halte ich mich, bis auf die schon erwähnten Planetenvideos und daraus erstellten Bilder, (noch) fern.

Sorry, mein Fehler :eek::
nicht 60 Sekunden sondern 60 Minuten und dann wieder zurück auf Start.
Tut mir leid!
Keine Ahnung wo ich die 60 sec her habe :rolleyes:???

Das was ich weiß ist, dass Deep-Sky Fotografie lange Belichtungszeiten benötigt und es ja nicht nur mit einem Bild a 10 Minuten getan ist.
Wenn ich mir da zu den erstellten Bildern die dazugehörigen Daten anschaue, ist eine Stunde nicht's

Ah, 60min das ist auch meine Kenntnis.

Aber wie gesagt bei der heutigen Stacking Technologie wird ja ein Einzelbild sowieso nicht so lange belichtet und nur so lange muss die Nachführung genau sein. Ich weiss aber nicht wo da das Optimum ist. Ist wahrscheinlich auch abhängig von der Kamera.
Die ganze Sequenz der Einzelbilder erreicht dann natürlich eine Zeit im Stunden Bereich.

Sollte man vielleicht in einem anderen Faden diskutieren. Gibt es auch bestimmt schon entsprechende Informationen.

Gruß
 
Wie ich meine sind die Belichtungszeiten der Bilddaten eine Summe aus vielen gestackten Bildern. Darum kommt bei manchen Bildern eine Belichtungszeit von mehreren Stunden raus. ZB.: 2h mit 10 X 12 Minuten Belichtung. Oder liege ich da falsch?
 
Hallo,
also den kleinen 70/420 kann man schon noch auf dei EQ3 montieren (und damit fotografieren). In Klammern deshalb, weil es sicher eines Flatteners bedarf um damit richtig gut klar zu kommen. Ich selbst benutze ein Quadruplet ähnlicher Größe aud einen EQ3. Geguidet wird solch eine Optik mit dem Sucher. Das reicht lockerst. OAG wird erst bei größerer (Spiegel-)Optik nötig. Aber die EQ3 trägt bei mir das Quadruplet mit 50mm-Sucher und angeschlossener Canon-DSLR sehr sicher. Und bei guter Polausrichtung mit dem Polsucher gehen geguidet Belichtungszeiten von 10 Minuten.
Aber meist sind nur 3 Minuten nötig und möglich wegen des Himmelshintergrundes. Stacking und Bildbearbeitung ist ja auch noch ein Thema...
Grüße
*entfernt*
 
Hallo Dietrich,

besten Dank Dietrich, das Du mit eingestiegen bist.
Ich denke das deine Aussagen bezüglich Astrofotografie tragbarer sind :y: als die meinen.

Vielleicht kannst Du uns ja auf den rechten Pfad bringen.
Ich denke Gerhard wird es Dir danken und AstroPZ und ich auch.
 
Ha, lieber Dieterich,
es gibt also noch Hoffnung in meinem kleinen EQ 3-2 Himmel;). Das sind doch schöne Nachrichten. Das macht Mut. Ja, einen passenden Flattener mit T-Ring habe ich schon. Welche Nachführ- Kamera benutz du in Deinen Sucher / Leitrohr? Bzw. hast du auch Erfahrung mit OAG?

Liebe Grüße
Gerhard
 
Hallo,
gern, wenn ich helfen kann.
Hallo Gerhard,
ein passender Flattener ist also schon vorhanden? Eine Aufnahmekamera auch?
Ein Sucherfernrohr mit 50mm Objektiv auch? Ein Polsucher in der Montierung?
Dann fehlt "nur" noch eine Guiding -Kamera, ein Laptop oder ein MGEN.
Das Alu-Dreibein unter der EQ3 ist ziemlich schwach, kann aber gut durch Berlebach-Report-Beine ersetzt werden. Und spätestens ab da wird's einfach auch teuer.
Immernoch neugierig? Genauso geht's weiter!
Grüße
*entfernt*
 
Hallo
Also ich bin für Guiding eher mit Leitrohr man findet eben viel leichter einen Leitstern als mit Off Axis Guidern
ich hatte mal einen sehr guten von Baader, aber mich hat das Ding nur genervt ,diese rumsucherei nervig
bei über 2 Meter Brennweite müsig....
ich Guide mit einem 60/240mm Leitrohr mein C9 und ja es geht einwandfrei!
von wegen man kann keine 2350mm mit 240mm guiden....es geht und ich werd eher da auf 420mm gehn!
Off Axis bin geheilt davon.
 
Hallo Gerhard,
leider betreibe ich Astrofotografie schon einige Jahrzehnte und habe meine Ausrüstung dafür nach und nach angepasst. Der Sucher ist ein gewöhnlicher 50mm mit 180mm Brennweite. Daran habe ich eine Loadstar-Kamera angesetzt. Dazu war ein heftiger Umbau des kleinen Suchers nötig, da ich ihn aber für sehr kleines Geld bekam und ich einiges Werkzeug habe, ging das einfach. Es gibt aber auch käufliche Sucher, in die man die Guiding-Kamera einfach reinstecken kann.
OAG mache ich nicht. Meine größte Foto-Optik ist ein Mak-Newton mit etwa 750 mm Brennweite, der gut den Fokus hält. Auch den kann ich per Sucher guiden, dann aber auf einer HEQ5.
Die EQ3 habe ich aber auf La Palma stehen, mitsamt der Quadruplet-Optik. Eine feine Kombi dort. Und wenn es mal ganz unkompliziert sein soll, kommt einfach die DSLR mit 50mm(Brennweite) auf die Montierung und dann geht es auch ungeguidet mit 3 Minuten-Aufnahmen.
Grüße
*entfernt*
 
Hallo,

na da kommt doch jetzt input :y:.
 
Hallo,
gern, wenn ich helfen kann.
Hallo Gerhard,
ein passender Flattener ist also schon vorhanden? Eine Aufnahmekamera auch?
Ein Sucherfernrohr mit 50mm Objektiv auch? Ein Polsucher in der Montierung?
Dann fehlt "nur" noch eine Guiding -Kamera, ein Laptop oder ein MGEN.
Das Alu-Dreibein unter der EQ3 ist ziemlich schwach, kann aber gut durch Berlebach-Report-Beine ersetzt werden. Und spätestens ab da wird's einfach auch teuer.
Immernoch neugierig? Genauso geht's weiter!
Grüße
Dietrich

Hallo Dieterich, oh ja, ich bin immer noch sehr neugierig!
Flattener ist da, DSLR Canon EOS 60 D ist da, passender T Ring auch, 50mm Sucher "Standard" ohne 1 1/4 Okular Anschluss ist auch vorhanden, Polsucher steckt in der Montierung und ist justiert (Beleuchtung bestelle ich noch), Laptop habe ich auch und das Stativ hat stabile Stahlrohre, kein Alu. Die Nachführung ist ein Nachrüst-Set mit Autoguiding aber leide ohne Goto.
Also alles wäre vorhanden? Außer die Guiding Kamera und eine anfängergerechte (!!!) Software :)
Liebe Grüße
Gerhard
 
Hallo
Also ich bin für Guiding eher mit Leitrohr man findet eben viel leichter einen Leitstern als mit Off Axis Guidern
ich hatte mal einen sehr guten von Baader, aber mich hat das Ding nur genervt ,diese rumsucherei nervig
bei über 2 Meter Brennweite müsig....
ich Guide mit einem 60/240mm Leitrohr mein C9 und ja es geht einwandfrei!
von wegen man kann keine 2350mm mit 240mm guiden....es geht und ich werd eher da auf 420mm gehn!
Off Axis bin geheilt davon.
Hallo Foxi,
vielen Dank für Deine Erfahrungen. Genau das brauche ich momentan um meinen Weg weiter zu gehen um endlich eine Entscheidung zu treffen.

Liebe Grüße
Gerhard
 
Hallo
Also ich bin für Guiding eher mit Leitrohr man findet eben viel leichter einen Leitstern als mit Off Axis Guidern
ich hatte mal einen sehr guten von Baader, aber mich hat das Ding nur genervt ,diese rumsucherei nervig
bei über 2 Meter Brennweite müsig....
ich Guide mit einem 60/240mm Leitrohr mein C9 und ja es geht einwandfrei!
von wegen man kann keine 2350mm mit 240mm guiden....es geht und ich werd eher da auf 420mm gehn!
Off Axis bin geheilt davon.
 
So, jetzt qualmt der Kopf...,
ich melde mich später noch einmal. Zwischendurch sollte ich auch wieder einmal etwas arbeiten :)
Liebe Grüße und einen sonnigen Nachmittag
Gerhard
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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