Balkonspechteln am 15.02.25

andesit

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Schönen Abend,

heute war es wieder Mal soweit, es wurde klares Wetter vorausgesagt, allerdings zog es dann immer mehr zu. Das Astronomy Seeing war mit knapp 2 Bogensekunden angekündigt. Also eher mau und nichts für große Öffnung.


Dann am frühen Abend klarte es auf. Gut, also eine Nacht für Grab and Go auf dem Balkon. Den Lacerta 72 rausgetragen auf der Twilligt oder besser dem Besser Klon montiert und gleich mit ihm, so wie er war frisch aus der Wohnung Venus eingestellt. Wolken kamen wieder, dachte aber es bleibt gut. Venus ertrank diesmal aber nicht am Seeing und die Sichel wird schmäler. Ein feiner Anblick beson bei 135 Fach.


Dann rein auf eine Tasse Kaffee, einer der Vorteile der Balkonsternwarte 😉.


Danach wieder raus und es hat fast komplett zugezogen. Jupiter angepeilt und schön, ja mehrere Wolkenbänder, der GRF war ja auf der anderen Seite und Mondschatten gab es auch keinen. Trotzdem echt gutes Bild.


Dann haben sich auch dort Wolken breit gemacht. Hab zu Riegel geschwenkt und der war eine selten leichte Trennung. Das Beugungsscheibchen völlig ruhig und der lichtscheue Begleiter einfachst zu trennen.


Und weil das Seeing so gut war, hab ich Mal versucht ob der sehr schwache violett blaue Saum des Lacerta 72 F6 vom Zenitprisma kommt. Das 2 Zoll Prisma verwende ich mit dem f6 Refraktor nimma, weil da ist es schon sehr ausgeprägt. Hab ein 1 1/4 uralt von Vixen aber gut. Naja ohne Prisma war echt absolut nichts von irgendeinem Blau/Violettsaum z erkennen. Dafür Riegels Begleiter auch nicht.🤣🤣🤣 Um in den Fokus zu kommen, musste ich den Reduzierer und das Okular so weit außen klemmen, wie es ging und ziemlich verrenkt einblicken. Also sehr schiefer wackeliger optischer Weg und absolut kein Komfort, da sehr schiefer Beobachter, das stört die Wahrnehmung mehr als ein kleiner fast schwarzer Blauviolettsaum an der Grenze der Wahrnehmung. Das Prisma bleibt jetzt immer drinnen. Und Sirius bleibt ja blauweiß, das hat mich bei meinen Achromaten weit mehr gestört als der Saum, wenn weiße Sterne gelb und grün geworden sind.


Dann auf das Trapez, auf der Balkonsternwarte in der Stadt ist das lohnender als der Nebel rundum 😉. Auch schön 4 Sterne gesehen, klar und scharf aber keinen 5. oder 6. Aber nachdem mir klar war, dass das wohl wieder (war echt oft in letzter Zeit) ein hervorragendes Seeing war, weit besser als vorhergesagt bin ich auf 52 Orionis gegangen. Der war klar länglich ist aber mit 1" etwas knapp für nicht Mal ganz 3 Zoll. Mehr war da nicht zu wollen.


Gut, dann halt Sirius, den hab ich bisher nur einmal in meiner ca. 40 jährigen Beobachtungszeit getrennt gehabt mit dem TS 125. Früher war der enger und mit dem C8 und all den anderen Teleskopen ,die ich so hatte, hab ich den nie getrennt. Heute steht Sirius da, sah das Beugungsscheibchen und den 1. Beugungsring umlaufend und ein paar weitere fallweise und segmentweise. Normalerweise ist der ein leuchtendes Farbenkneuel. Und dann stand dort ein extrem schwaches Sternpünktchen, geschätzt auf Höhe des 2 oder 3. Beugungsrings. Konnte es kaum glauben, aber ein paar Augenblicke stand das Bild komplett und es war eindeutig.

Meine 2. Siriustrennung überhaupt.



Gut dann ein bisschen Mars. Das Scheibchen wird schon arg klein. Mit 135 Fach ein paar Oberflächendetails und eine winzige Polkappe. In der Mitte irgendwie auch heller und rundherum ein paar dunkle Bereiche. Hab versucht, da Mars praktisch angeschweißt ohne Bewegung da stand mit der Barlow 270 Fach "gewinnbringend" einzusetzen, ähmn nein, aber war trotzdem cool. Oberflächendetails auf Mars sieht man auch nicht immer mit knapp 3 Zoll und er ist schon weg von der auch eher ungünstigen Opposition. Die nächste wird noch ungünstiger für kleines Gerät.


Den Abschluss bildete Kastor, den hab ich ab 50 Fach getrennt und am Besten hat er mir mit 108 Fach gefallen. Ein absolut wunderbarer Doppelstern. Aja da waren 2 sehr schwache Begleiter etwas weiter abstehend. Hab nicht danach gesucht waren aber einfach auch da.


Vor ein paar Jahren hätte ich nur mitleidig gelächelt. Da hab ich fast nur Deep Sky Objekte angeschaut von sehr guten Standorten, großem Gerät und das ein paar Mal im Jahr, aber ich muss sagen, diese Balkonbeobachtungen, mit null Aufwand haben was. Bin öffnungsmäßig immer mehr geschrumpft und kleiner als vor 40 Jahren wo es ein 76 mm Kat-Newton war. Gut den 5 Zöller hab ich auch noch, wenn es passt.

LG
Franz
 
Vor ein paar Jahren hätte ich nur mitleidig gelächelt. Da hab ich fast nur Deep Sky Objekte angeschaut von sehr guten Standorten, großem Gerät und das ein paar Mal im Jahr, aber ich muss sagen, diese Balkonbeobachtungen, mit null Aufwand haben was.
Hallo Franz,
Balkonastronomie und DeepSky schließen sich ja nicht aus.
Auch unter weniger guten Bedingungen lassen sich die Standardobjekte des Messier- oder Vehrenberg Katalogs mit entsprechender Öffnung leicht beobachten.
Bei vielen Nebeln helfen Filter und solche Objekte wie M13 werden auch unter weniger guten Bedingungen mit entsprechender Öffnung in farbige Einzelsterne aufgelöst.
Nur Galaxien sind in einem bestimmten Rahmen begrenzt.

Wenn man von zu Hause aus beobachtet wird der Umgang mit großen Öffnungen ja deutlich erleichtert, da das Packen und Wegfahren entfällt, dadurch wird die Hemmschwelle deutlich reduziert und man beobachtet häufiger als wenn man wegfahren muss.

Einfach den Newton auf ein Rollbrett oder Schubkarrengriffe dran, frühzeitig rausrollen oder Lüfter an und schon kann der Spaß losgehen.
Wenn es mittlerweile doch bewölkt ist, einfach wieder reinrollen Deckel drauf und gut ist.

Eine Sternwarte, Schutzbau oder Einhausung wäre natürlich noch komfortabler, ist aber auch deutlich teurer und aufwendiger.
LG
 
Hallo Quanten,

verstehe den Punkt sehr gut. Mein Gott, ich hab seit 20 Jahren mit keinem Spiegelteleskop mehr beobachtet, hatte aber vorher auch fast so lange ein C8 und zeitweilig einen, ich weiß es nicht mehr genau, glaube 36 cm Selbstbau- Newton den ein Astrokollege unserem damaligen Verein aus Altersgründen gespendet hat, einfach weil ich der einzige war der damals Platz für das auch noch ziemlich langbrennweitige Monster hatte.

Irgendwann haben sie im Verein einen Vixen 80 L angeschafft und der hat meinen C8 zumindest am Planeten das Fürchten gelehrt. Diese Dinger waren damals top, die C8 zu der Zeit nicht. War eins der ersten mit schwarzem Tubus. Hatte beide zu Hause und ja das Monster war in jedem Belang besser als die beiden zusammen. Aber es hätte eine Sternwarte gebraucht und verdient. Hab es einem anderen Kollegen überantwortet als ich selber keinen Platz mehr hatte.

Jedenfalls hab ich mich in Refraktoren richtiggehend verliebt und dann einige verschiedene gehabt ein 102 M, einen TaK FS 78 dann einen Vixen NA 120. Jetzt halt den 125er TS und als Neuzugang den 72er Lacerta.

Es ist wie so vieles keine besonders rationale Entscheidung. Wenn ich den Lacerta mitnehme zu einem Platz mit 21,8 er Himmel bietet er mir mit dem 30er ES über 5.6 Grad und ich kann ihn auf 135 fach hochziehen. Und bei 72 mm hat man fast immer passables Seeing und oft sehr Gutes.

Den TS hin und da auf 300 Fach da wird nichts weich. Am besten funktioniert der bei 190 Fach (5 mm) und 4 mm (240 Fach). Allerdings nicht immer, selbst da merkt man schon das Seeing häufig. Ist halt sperrig und ragt weit über den Balkon. Am guten Standort da löst der M13 auch bis in die Mitte in zahllose Sterne auf.

Allerdings so ein C8 oder noch mehr ein C9 würde mich am Balkon schon auch manchmal reizen. Soweit ich das sehe, sind die inzwischen viel besser geworden und sie sind sehr kurz, was es gerade am Balkon ideal macht. Sehe auch das Thermikproblem nicht so. Rausstellen rechtzeitig und entspannen, man ist ja eh daheim und einfach 2 Stunden später loslegen. Ein schöner Dobson wäre auch eine Alternative. Ich für mich liebe halt den Blick durch Refraktoren und das ist eben nichts Rationales.

LG
Franz
 
Irgendwann haben sie im Verein einen Vixen 80 L angeschafft und der hat meinen C8 zumindest am Planeten das Fürchten gelehrt. Diese Dinger waren damals top, die C8 zu der Zeit nicht. War eins der ersten mit schwarzem Tubus.
Hallo Franz,
vielleicht war das SC aus Halley-Ära?
Wegen dem Kometen hatten damals anscheinend alle nur noch Dollarzeichen vor den Augen, worunter die Qualität sehr zu leiden hatte.



Für Systeme mit großer Obstruktion ist eine mangelhafte optische Qualität natürlich absolutes Gift, zumal wenn sie auch noch einen geschlossenen Tubus haben und daher schlecht auskühlen.
Evtl. kommen dann auch noch mechanische Mängel wie Spiegel shifting hinzu so dass dann in der Summe das System deutlich unter die Beugungsgrenze fällt.

Dann ist auch der Vergleich zwischen einem kleinen und guten Achromat nicht mehr gerechtfertigt, da man unterschiedliche Qualitäten miteinander vergleicht.

Ich kenne sehr gute SC-Exemplare aus den 70/80er mit orangen Tubus welche sehr scharf und kontrastreich abbilden.

Wegen der Kompakten Abmessungen des SC kann dieses bei einem schmalen Balkon durchaus interessant sein, aber auch wegen dem Gewicht, so ein 8" SC wiegt gerade mal 5kg und wenn man weiß wie man so ein SC am schnellsten ausgekühlt bekommt kann es kleineren APOs durchaus Konkurrenz machen.
LG
 
Hallo Quanten, also meine ersten Beobachtungen mit dem C8 sind 13.04.1990 datiert 😅. Kann mir nicht vorstellen, dass das nicht die erste brauchbare Nacht nach dem Kauf war. Ja 20 cm so kompakt zu haben kann kein anderes System, deswegen würde ich gerade am Balkon das schon auch in Erwägung ziehen.

Es kann an etwas anderes auch gelegen haben. Ich hatte damals ein 25 mm Kellner und ein 20er und ein 6er Hygens-Mittenzwey. Also diese edle Auswahl bester 2 und 3 Linser das hat sicher auch zu meinen damaligen Planetenerfolgen beigetragen.

M13 hat mir an dem Tag wohl ausnehmend gut gefallen und an Saturn hab ich damals wieder Mal nichts gesehen. 😉

Das nächste Fernrohr war ein Vixen Refraktor der kam mit Orthos. Da war dann auch Cassini drinnen. 🤣🤣🤣


IMG_20250219_173526.jpg
 
Balkonspechteln vom 06.04.2025

Schönen Abend,

Heute hab ich wieder mit dem Grab n Go Lacerta 72/432 beobachtet. Als Okulare kämmen ein NED 12 mm und das Svbony Zoom 3 - 8 mm zum Einsatz.

Mond: Sehr schön, auch mit knapp 3 Zoll so viele Details, dass man eine ganze Nacht beobachten könnte. Plato hat gefallen, nicht wegen der Kleinkrater 😉, die sehe ich mit dem kleinen Linsenrohr nicht, aber wegen dem Schatten des Kraterrands auf dem Boden. Dann die "lange Wand" Rupes recta mit dem kleinen Krater am Ende und dem nahen Krater mit dem 2. Kleinen darauf.

Rigel: war auch zu trennen. Bei den ungleichen Paaren ist sind mir 80 Fach oder 108 Fach fast lieber als die 144 Fach. Ich sehe den Begleiter dann einfacher. Stand tief ging aber noch. Die Saison für Rigel geht zu Ende.

Algieba (Gamma Leo): immer ein Genuss. Die hellere Komponente wirkt ein bisschen "oranger" als die dunklere, die eher gelborange wirkt. Die Farben sind aber eindeutig im 125/F7.8 SD deutlicher. Trotzdem einer der schönsten Doppelsterne.

Kastor: ja auch wunderbar. Bereits mit 50 Fach sehr einfach. Der war Mal viel enger und auch bei der mehrfachen Öffnung eine Herausforderung. 2 weiße Riesen und dann 2 schwächere Komponenten.

Sirius nicht getrennt. Geht nimma, zu tief oder Fernrohr zu klein 😉.

Jupiter: ios Schatten auf dem Planeten. Dann hat er sich langsam vom Planeten gelöst. Sehr cool. Der Schatten teilweise schwer zu erkennen, blickweise wie ausgestanzt. Ist halt winzig mit 144 fach. Und Jupi war auch schon Mal größer. Der Umfang meines Bauches ändert sich umgekehrt proportional zum Jupi-durchmesser in letzter Zeit. 🤣. Trotzdem immer wieder interessant.

Dann ein bisschen Startesting. Das Seeing war nicht so übel. Helles Beugungsscheibchen mit einem deutlichen umlaufenden Ring und einem sehr schwachen zweiten. Gleichmäßige Ringe inter- und extrafokal. Absolut nix, was irgendwie aufgefallen wäre.Muss meine Meinung ändern, hab meinen früheren TAK FS78 bisher immer für besser gehalten, ist nicht der Fall.

Allseits klären Himmel
Franz
 
Hallo,
habe eben deine schönen Beobachtungen gelesen, ein C 8 wird immer wieder erwähnt. Seit Sept. 2023 habe ich auch eines, orange Farbe. Etwas umgerüstet, Amiciprisma usw. Nun aber seit kurzem ein SV Zoom 3-8mm im Einsatz. Ein Reducer verkürzt die BrW von 2032 auf 1260 mm und gekoppelt mit einer 2fach Barlow ergibt Power bis 1354fach. Es ist der Hammer !! Einzig "vernünftige Beob.", "gg" war der zunehm. Mond, mir fiel dazu nichts mehr ein. Scharfstellung war gegeben. In einem Krater (kenne mich da nicht aus) eine Art Doppelerhebung gesehen, die Augen wurden immer größer......
Vernünftige Sternbeob. ist bis 420fach möglich, und ergibt bei ruhiger Luft einfach nur schöne "Sternpunkte".

Gruß Günther
 
Hallo Günther, bei mir war das C8 wohl das Teleskop, dass ich die längste Zeit hatte. Es war nach einem 76 mm und einem 114er Kaufhaus Kat-Newton das erste "richtige" Teleskop. Es war dann absolut ein anderes Universum, dass sich auftat. Das war im alten Jahrtausend so Ende der 80er. Vollkommen andere Zeiten. Internet war in den Kinderschuhen und das man ein SC abkühlen lassen muss und auch Mal kollimieren, wußte ich einfach nicht. Deshalb hatte ich meine beiden besten Beobachtungen, als ich zuvor im "Astroliegestuhl" eingeschlafen war und das Ding ein paar Stunden auskühlen konnte.

Ich hab fast nur mit einem 25er Kellner beobachtet also 80 Fach. Hatte noch ein Hygens-Mittenzwey mit glaube 12 mm und ein Hygens 6 mm.

Also alles über dem 25er war echt nix. Wusste ich damals aber einfach nicht. Es trotzdem um Welten besser als die Kaufhausgeräte.

Das C8 war mein ganzer Teenagerstolz (vor vielen Jahren 😅). Dann hat sich ein kleiner Verein gegründet und ich war echt begeistert dabei. Die hatten aber alle "Nix Gescheites" viel zu kurze selbstgebaute Achromaten oder meistens umgebaute Fotoobjektive. Kometensucher halt. Haben immer gerne durchs C8 geguggt und ich mitleidig durch deren Geschosse.

Dann haben sie einen Vixen 80 L Achromat gekauft und das Bild darin war - wohl aufgrund weil es nicht auskühlen musste (nach spätestens einer oder 2 Stunden ging es auf ein Bier 😂) und gute Orthos dabei waren - am Planeten und am Mond um Welten besser.
Und bei Deep Sky schon weniger aber auch nicht so sehr. Kein Vergleich zum 76er Kaufhausnewton den ich vorher hatte.

Damit ist dann, nachdem ich den Refraktor als Leihgabe nach Hause genommen habe und oft verglichen, meine Leidenschaft für Refraktoren gekommen, von denen ich sehr viele Unterschiedliche hatte.

Aber ehrlich gesagt manchmal würde mich so ein C8 oder C9 schon reizen. Wenn man es auf 400 Fach ziehen könnte würde mich schon reizen und mein Refraktor wiegt kaum weniger als ein C9.

Einfach wegen der höheren Auflösung und Grenzgröße. Ich hab zwar irgendwann aufgehört (leider) ein Beobachtungsbuch zu führen, aber wenn ich das manchmal so durchsehe, gerade bei Deep Sky waren da Beobachtungen dabei die ich nie wieder machen konnte.


Viel Freude mit Deinem Gerät, scheinst es super im Griff zu haben und die Qualität wird sehr gut passen. Weil eins glaube ich zu wissen. Wenn nicht das Seeing die Vergrößerung begrenzt ist es die Qualität der Optik. Wenn einem 0.5 mm Austrittspupille gefallen können ist das Gerät gut. Gehen mehr, ohne dass es unscharf wirkt, ist es spitzenmäßig (nope man sieht nicht mehr aber es wird einfach nicht flau).


LG
Franz
 
Hallo Franz,
ich danke dir für die nette e-mail, die du mir geschrieben hast !!! Ich liebe diese Art der Kommunikation und Gedankenaustausch, "hier werden sie geholfen", "gg".
Hatte seit 1995 den 12.5" Starfinder Meade im Einsatz für die V.St. Die Röhre mit 25 kg ist mir zu schwer geworden, das C 8 bekam ich im Sept. 2023 von einem Sternfreund geschenkt !, der aufgrund seines Alters nicht mehr beobachtete. Wie erwähnt, kleine Umrüstungen für die Bequemlichkeit investiert, und bin damit zufrieden.
Habe einen schönen Sonntag und weiterhin viel Freude an unserer Liebhaberei.

Liebe Grüße
Günther
 
Guten Abend,

Heute war wieder eine kleine Session am Balkon angesagt. Raus durfte der kleine Lacerta 72/432 mit dem Svbony 8-4 mm (die 3 mm sind hundert Prozent mehr Brennweite bei meinem Exemplar, hab mit einem Starguider 3.2 mm verglichen, da ist das Bild größer beim Jupi und auch die Beugungsscheibchen sind fetter).

Jupi war okay, Mars naja bei nicht ganz 3 Zoll ist da nimma viel zu wollen.

Dann ein paar nette Doppelsterne, Kastor, Gamma Leo, 54 Leo, Porrima, alles sehr schön getrennt, Seeing war gut. Bei Jota Leo hab ich nichts getrennt, sollen ja 1.5 Bogensekunden sein. Witziger Weise war das Beugungsscheibchen auf einer Seite gelbweißer und auf der anderen mehr orangeweiß, naja da muss Mal mehr Öffnung ran.

Dann Deep Sky bei den 10 Straßenlaternen mitten in der Stadt. M 65 und M66 im Leo waren absolut grenzwertig ;-) hab mich trotzdem gefreut die zu sehen.

Dann halt Stellarium zeigt den Kleinplaneten Flora ganz in der Nähe. Ein bisschen Starhopping und da war er in seiner ganzen 10m5 er Pracht. Nach 40 Sternguggerjahren mein erster Kleinplanet.

LG
Franz
 
Viel Freude mit Deinem Gerät, scheinst es super im Griff zu haben und die Qualität wird sehr gut passen. Weil eins glaube ich zu wissen. Wenn nicht das Seeing die Vergrößerung begrenzt ist es die Qualität der Optik. Wenn einem 0.5 mm Austrittspupille gefallen können ist das Gerät gut. Gehen mehr, ohne dass es unscharf wirkt, ist es spitzenmäßig (nope man sieht nicht mehr aber es wird einfach nicht flau).
Hallo Franz,

freut mich, dass du großen Spaß an der Beobachtung mit etwas kleinerem aber feinem Gerät vom leicht erreichbaren Balkon hast, auch wenn dieser evtl. nur begrenzt für DS-Objekte geeignet ist. Dafür machen aber Planeten und schöne Doppelsterne Freude.

Die extrem ästhetische Abbildung im kleineren Refraktor läßt sich im Prinzip nie mit der Abbildung im größeren Spiegel vergleichen. Allerdings wird man bei entsprechend gutem Seeing trotz nicht ganz ruhig stehendem Bild mit größerer Optik zum einen engere Doppelsterne trennen können (dabei werden auch häufig ziemlich schwache Komponenten sichtbar), und zum anderen werden bei der Planetenbeobachtung Dinge erreichbar, welche im kleinen Refraktor einfach nie möglich sind wie beispielsweise Strukturen auf den Jupitermonden.

Aus meiner Sicht ist das von dir oben erwähnte 0,5 mm AP-Kriterium nicht für alle Anwendungsfälle geeignet. Nimm einfach die individuell höchst unterschiedliche Auflösungsfähigkeit des Beobachterauges (Visus). Ich hatte dies schon an anderen Stellen im Forum erwähnt. Für einen Beobachter mit beispielsweise Visus 2,0 ist AP 0,5 mm schlicht wertlos, da nicht notwendig. Demzufolge ist es besser, anhand ausreichend guter Erfahrung im Sterntest das jeweilige Gerät zu bewerten. Allerdings gibt es dabei viele Fallstricke zu beachten und aus meiner Erfahrung ist eine langjährige Beobachtungspraxis hierfür unabdingbar.

Für den Aufbau meines „Fuhrparks“ habe ich Jahrzehnte benötigt und einen für mich best möglichen Kompromiss gefunden: 2 (etwas größere) Spiegel mit hochwertiger Optik+Mechanik und 2 im Vergleich dazu kleinere Refraktoren mit ebenfalls schöner Optik. Ich bin überzeugt davon, dass du dir als eine Alternative vermutlich auch einen im Vergleich zu deinen Refraktoren größeren Spiegel anschaffen wirst. Denn beides ist toll: Die umwerfende Bildästhetik im Refraktor und das überwältigende Bild im guten Spiegel. Das möchte man beides nicht missen. ;)

Es kann also evtl. ein Weilchen dauern bis man an einem „Ziel“ ankommt…oder ist wie man so schön sagt „der Weg das Ziel“? Darüber kann man trefflich philosophieren und jeder macht dabei seine eigenen Erfahrungen im Werdegang.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo,
darf es ein bischen Senf von mir sein: (PLZ 31167)
habe an meinem C 8 ein SV-Boni Zoom 3-8 mm ausprobiert und für gut befunden. Celestron gibt in der Gebr.-Anw. max. bis 330fach an, ich beobachte ohne Probleme noch mit 420fach meine Sternfelder (V. St.) und die Sterne bleiben schön punktförmig.

Gruß Günther
 
Hallo Werner,

Ja manchmal fehlt mir die Öffnung schon. M13 hab ich bei den Fernrohre, die ich lange hatte im C8 am besten gesehen. Geht einfach tiefer als 72 oder 125 mm. Wenn es brav auskühlen konnte.

Klar ist die Sehleistung verschieden und damit die individuelle Erfordernis zum Vergrößern aber auch die Vergrößerungsfähigkeit unterschiedlicher Teleskope ist verschieden.

Ich finde meine beiden Refraktoren super. Sehe damit alles, was im Rahmen der Öffnung möglich ist.

Aber warum auch immer, ein TAK oder ein anderes Premiumgerät ist trotzdem was anderes. Da kannst die Vergrößerung hochziehen und nix wirkt weicher oder unschärfer oder weniger "konstrastig". Man sieht damit Dinge, die man bei der Öffnung nicht sehen können sollte 🤣.

Nur wenn ich zum Beispiel am M13 vergleiche, da sind bis 160 Fach immer noch Sterne dazugekommen im Tak FS78 damals. Fast alles was ich damals beobachtet habe und nicht gerade die Größe der Andromedagalaxie hatte, hab ich damals mit Höchstvergrößerung beobachtet, weil es dann am Meisten zu sehen gab, gleich ob Mond oder Deep Sky.

Das ist jetzt nicht so. Meistens sehe ich zwischen 1 mm und vielleicht 0,6 mm AP mehr. Es kommen beim M13 keine Sterne mehr dazu wenn man höher geht. Am Mond oder Mars gehen die 300 Fach am 125er oder die 144 Fach am 72er manchmal gut, schon bei Jupiter mag ist weniger V mehr. Am TAK hab ich immer mit max V Planeten geguggt.

Trotzdem, ein C8 hat dort den 2. Beugungsring, wo der 72er noch das Scheibchen zeigt. Ehrlich gesagt wird es, wenn es ein Spiegel wird, wahrscheinlich wieder sowas @Günther. Wiegt 2 Kilo weniger als der 125er und ist extrem kurz.


Obwohl meine Montierung würde auch einen TAK Spiegel bis 200 mm tragen oder gerade noch ein C9 🤣.

LG
Franz
 
Hallo,
freue mich über deine Beob.Einrichtung hier gelesen zu haben. Man kann ja z.B. über Okulare diszutieren. Habe mir seinerzeit das Seben-Zoom gekauft, waren noch keine 40 Euronen, heute kostet so etwas an die 90 Euro.
Als neuestes Zoom-Okular das SV-boni gebraucht, für 80 Euro (kostet neu das doppelte) und stellt eine ideale Ergänzung dar, wenn das Seeing stimmt (8mm im Seben-Zoom ergeben im SV-boni bei 8mm das gleiche Gesichtsfeld).
Ideal für meine Belange Sternfelder mit max. 420fach zu beobachten (V. St.).

Gruß Günther
 
Aber ehrlich gesagt manchmal würde mich so ein C8 oder C9 schon reizen. Wenn man es auf 400 Fach ziehen könnte würde mich schon reizen und mein Refraktor wiegt kaum weniger als ein C9.

Einfach wegen der höheren Auflösung und Grenzgröße. Ich hab zwar irgendwann aufgehört (leider) ein Beobachtungsbuch zu führen, aber wenn ich das manchmal so durchsehe, gerade bei Deep Sky waren da Beobachtungen dabei die ich nie wieder machen konnte.
Hallo Franz,

als Grab&Go habe ich seit zwanzig Jahren einen Skywatcher ED80/600 auf einer ICS Skydob 3 Montierung. Einfach nur hinstellen und wirklich schöne Bilder. Ein Freund hat einen Vixen 80mm mit Fluorit-Optik, wofür er ein Vielfaches bezahlt hat. Wir haben die beiden Refraktoren mal nebeneinander gestellt und verglichen, da war kaum Unterschied. Der Flourit hat ein völlig farbneutrales Bild, während der Skywatcher eine minimale Gelbtönung reinbringt. Aber hinsichtlich Schärfe oder Kontrast konnten wir keine Unterschiede feststellen. Ich mag den Skywatcher sehr!

Zwar habe ich einen super 14,5" Dobson, aber den stelle ich fast nie zuhause auf, sondern der ist für draußen wo es dunkler ist. Wenn man mit dem Planeten guckt, dann ist ein noch so guter 80mm fast schon lächerlich dagegen.

Also hatte ich den Wunsch nach mehr Öffnung ohne "Umstände und Gerödel" - und es ist 2020 ein C8 EdgeHD geworden. Von dessen Bildqualität bin ich begeistert. Mit Geduld und Gefühl kollimiert, zeigt es einen tollen Mond, auch mit einem 5mm Radian Okular. Seeing muss halt passen. Dass ein SC erst mal abkühlen muss ist für mich kaum ein Problem, weil ich bei drohender Beobachtungsmöglichkeit den Tubus einfach frühzeitig raus auf die Terrasse stelle. Sollte es doch wolkig sein, kommt er halt wieder rein. Statt dem "normalen" C8 habe ich das Edge genommen, weil ich auch die Option habe wollte zu fotografieren. Das mache ich inzwischen auch damit. Der Aufwand für Mond- und Planetenaufnahmen ist gar nicht so hoch und das finde ich ist eine schöne Ergänzung zur visuellen Beobachtung. "Edge" braucht man nicht für Planeten, aber bei Deep Sky Fotos ist das sinnvoll. Zur Deep Sky Fotografie mit dem C8 bin ich gekommen, weil ich von dem Gerät echt überzeugt war und neugierig herausfinden wollte, ob da noch mehr geht. Aber hier geht es ja ums visuelle Beobachten. Gut so, es wird eh "zuviel" fotografiert... Heute will jeder Einsteiger gleich Fotos machen, das finde ich gruselig.

Früher hatte ich so oft gehört, dass ein C8 nicht viel taugen würde. Wenn ich mal durch so ein oranges Ding geguckt habe, war das nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Doch die aktuellen Exemplare sind da viel besser! Sehr praktisch finde ich auch die Polausrichtung mit der Handsteuerung, das geht auch ohne Polaris sehen zu können. Wenn Du nur gucken willst, reicht es ja, die Montierung grob nach Norden auszurichten. Wobei es mich bei Planetenbeobachtung mit hoher Vergrößerung schon ablenkt, wenn man dann immer wieder in Deklination korrigieren muss. Aber am Balkon kannst Du einmal ordentlich einnorden und dann auf dem Fußboden die Punkte für die Stativbeine markieren.

Deep Sky mit dem C8 ist ganz nett. Viel mehr Objekte erreichbar und viel mehr Einzelheiten als mit 80mm - aber kein Vergleich zu mehr Öffnung. Da darf man keine Wunder erwarten. Andererseits: ich habe mit einem 6" f/8 Newton angefangen und das heutige C8 ist dem weit überlegen. Also mal nicht die acht Zoll schlechtreden.

CS und viele Grüße
Tom
 
Hallo Franz, Hallo Tom,

so ein C8 (oder gar ein C9) sind sehr schöne Allrounder. Natürlich ist es nicht schlecht, wenn man hierbei ein recht gutes Exemplar erwischt hat. Früher war das wohl noch eine Ecke schwieriger als heutzutage bei aktuell insgesamt besserer Qualität und weniger Serienstreuung. Es gab Zeiten, da waren außerdem gewisse „Chargen“ eine zeitlang eher „made for europe“. Die Amis wollten diese Exemplare selbst nicht haben. Hatte selbst im Bekanntenkreis in den Achtzigern Leute mit so einem orangenen „Prachtgerät“. Ein kurzzeitiges erworbenes C90 war so schlecht, dass ich das dem ursprünglichen Eigentümer nach wenigen Tagen wieder zurückgegeben habe. Allerdings gab es in dieser Periode bis weit in die Neunziger hinein auch an der „Newtonfront“ echte „Schätzchen“, die man besser nicht gen Himmel gerichtet hat.

Aktuell kann ich beispielsweise noch alle meine Geräte eigenständig handhaben, aber das wird sich zukünftig ändern (man wird ja nicht jünger).

Die ca. 34kg für die Spiegelbox meines 22er werde ich ohne Hilfe irgendwann nicht mehr ins Auto wuchten können. So schön die Beobachtung mit diesem Gerät auch ist. Auch das Aufsetzen des Hutes auf die Stangen des Gitterrohrs ist aufgrund des Gewichts mit zunehmenden Alter ebenfalls nicht ganz trivial.

Unter diesen Aspekten kann ganz schnell so ein Allrounder wieder ins Spiel kommen, zumal man zumindest beim C8 keine vergleichbaren Gewichtsprobleme bekommt und man mit 8“ bei gutem Himmel noch eine ganze Menge sieht. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Werner,
stimme dir zu: man wird nicht jünger und die 12.5" Dobson Röhre wiegt 25 kg. In früheren Jahren war es kein Problem, vom Keller aus 10 Stufen hoch zu tragen und auch wieder runter. Jetzt nicht mehr. Dafür muß der C 8 zeigen, was in ihm steckt und hat mich noch nicht enttäuscht. Praktisch (für meine Belage) der Reducer mit 0,63 und Amiciprisma 90° Einblick. Die Verrenkungen der früheren Monate sind vorbei. Selbst den 6x30 bzw. 8x50 (vom Dob) habe ich auch mit 90° Amiciprisma ausgerüstet. So ist ein Vergleich mit dem hier eingesetzten 25x100 Bino auf Stativ jederzeit in der Anwendung.

Gruß Günther
 
Die Verrenkungen der früheren Monate sind vorbei. Selbst den 6x30 bzw. 8x50 (vom Dob) habe ich auch mit 90° Amiciprisma ausgerüstet.
Hallo Günther,

die Goto-Funktion, welche ich an den meisten meiner Geräte installiert habe hilft auch sehr dabei, „ungesunde“ Verrenkungen im fortgeschrittenen Alter zu vermeiden, die früher gänzlich ohne Nachwirkungen geblieben sind.

2 Kalibriersterne mit dem Telrad/Quickfinder anpeilen und einstellen und das war es für den Rest der nächtlichen Session. Alle anderen Objekte dann bequem per Knopfdruck. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,
also ich suche noch ;-)
Der kleine kommt auf eine Alt/AZ Montierung und der große auf die TAK Em2 und damals als die gebaut wurde gabs noch kein GoTo. Gottseidank schon Batterien, weil nachführen tut sie schön. 😅

Hab mir aber auch einen Sucher mit Amici gegönnt. Das ist echt ein Segen, wenn man den Atlas 1:1 mit dem Anblick vergleichen kann. Und man gechillt seitlich reinschauen kann. Zusammen mit der Rotationsmöglicheit des Auszugs, den meine beiden SDs haben und wo bei beiden der Sucherschuh montiert ist, ist das sehr bequem. Oh Gott, wie oft bin ich früher am Boden gekniet, weil ich sonst nicht durch den geradsichtigen Sucher guggen konnte, wenn die Montierung so ausgefahren war, dass ich im Sitzen beobachten konnte. Genickstarre und Massage Bedarf, naja wenn man älter und in meinem Fall auch runder wird nimma so spaßig ;-).

Überlege mir auch ein solches Prisma für den Okularauszug zu besorgen. Sollen bei hohen Vergrößerungen halt nicht so gut sein.

Apropos hohe Vergrößerungen. Also für besondere Nächte und besondere Objekte hab ich da schon gern was im Talon, ähmn Koffer. Insbesondere der 125er verträgt statt der 250 schon auch ab und zu 304 Fach. Ich verstehe Günther gut, gerade am Mond ist einfach das Erlebnis ein anderes, wenn man höher vergrößert. Wie wenn man gemeinsam mit Armstrong hinfliegt und raus schaut aus der Lucke und die Distanz halt nur noch ein bisschen über Tausend Kilometer (beim 8 Zoll natürlich noch weniger) beträgt.

Wie gesagt ich glaube einfach nicht, dass die 3 mm bei meinem Svbony Zoom stimmen, deswegen sind es dann nicht 325 Fach sondern wahrscheinlich nur knapp 280 Fach. Es sind mindestens 3.5 mm, weil mein 3.2er Okluar einfach deutlich höher vergrößert und ich ein 4 mm Ortho habe, wo es geringfügig weniger Vergrößerung ist. Deswegen kann es sein, dass man die Vergrößerung beim Svbony bei 3 mm viel eher als gewinnbringend einstuft weil es defakto nicht so viel ist. Ich liebe es trotzdem.

Und Floaters werden überbewertet. Ist wie mit dem Seeing. Irgendwann sind sie an anderer Stelle und gut ist es. ;-)

Schöne Grüße
Franz
 
Insbesondere der 125er verträgt statt der 250 schon auch ab und zu 304 Fach. Ich verstehe Günther gut, gerade am Mond ist einfach das Erlebnis ein anderes, wenn man höher vergrößert.
Hallo Franz,
vielleicht mal ein Hinweis zu diesem Thema.
Wenn man öfters mal im Jahr auf 250-300x Vergrößern kann, dann geht das natürlich auch mit einer größeren Öffnung.
Nur das man dann mit einem 10" oder 12" Teleskop bei Austrittspupillen von 1mm beobachtet und nicht bei 0,5 oder noch weniger.
Das macht dann schon allein von
der Auflösung her einen Unterschied in der Beobachtung.
Evtl. kann man sogar mit der größeren Öffnung feststellen, dass man in bestimmten Nächten noch höher vergrößern kann als mit dem 5" APO.
Bei mir war das jedenfalls so, die APOs waren wenn man so will nur das Sprungbrett zu den großen Spiegelteleskopen.
Natürlich musste auch ich erst lernen damit umzugehen und die dazu notwendigen Tuning Maßnahmen muss man entweder selbst machen oder beauftragen.
LG
 
Guten Abend,

Kleines Spechteln heute am 28.04.2025. Die üblichen Verdächtigen, Kastor, Porrima, Algieba. Jota Leonis ging wieder nicht mit 72 mm, Jupi okay schon sehr tief stehend. Hab es auch geradsichtig versucht, jetzt weiß ich, dass auch der Lacerta ein kleines Zenitprisma schätzt. War mit Prisma deutlich besser.

Und dann Izar. Epsilon Bootis. Hab extra auf Ihn gewartet, dass er von Balkon aus sichtbar wird. Der ist oft zach, auch mit größerer Öffnung und hab echt lange gebraucht, bis es eindeutig war. Der Begleiter war nämlich genau im 1. Beugungsring, ein bisschen am äußeren Rand. Das Seeing war wieder Mal zumindest für knapp 3 Zoll fast perfekt, der Beugungsring umlaufend und kaum geflackert und an zuerst an eher Stelle deutlich heller. Und vor allem Blau und nicht orange. Waren so 120 fache Vergrößerung. Es war dann vollkommen eindeutig. 72 mm sind die geringste Öffnung mit den ich Izar bisher trennen konnte. Ist echt so, eine entspannte Körperhaltung und eine Portion Geduld braucht es einfach.

Ein schönes Erlebnis.

LG
Franz

PS: Mir ist vollkommen klar, das 300 Fach bei 10 Zoll was anderes sind als 300 Fach bei 5 Zoll. Hab Mal einen Newton in Obhut gehabt mit 36 cm Öffnung, ein Eigenbau eines Kollegen 🤣
 
Balkonade am 30.04.2025


Guten Abend ähmn Nacht,

Nachdem mir Iota Leonis so gar nicht gelungen war die letzten Nächte war es heute sehr einfach. Ab ca. 120 Fach sehr schön getrennt. Gut, ich habe es mir heute ein bisschen einfacher gemacht und 2 Zoll mehr angetragen.

IMG_20250430_201902.jpg

Izar war durchaus ansehnlich und mehr als einfach. Schöner Farbkontrast zwischen gelborange und weißblau. Nachdem Günther sein C8 auf 1000fach hochgezogen hat hab ich in meiner Kiste gekramt und bin auf 600 Fach gegangen. Iota Leonis war immer noch gut getrennt. Izar auch, extrem weit dann. Aber beide am schönsten bei vielleicht 160 fach. Trotzdem es gibt immer bei jedem Objekt eine Vergrößerung, die ideal ist. Und das ist selten 2 x Öffnung, meistens weniger. Trotzdem cool, dass der SD die 600 Fach aushält.

Die Standarddoppel Kastor, Porrima und Gamma Leonis waren auch super, aber ehrlich gesagt muss man dafür nicht 4 Mal laufen um Gerätschaften rauszuachleppen. Das geht mit 72 mm fast genauso. Bei Izar ist der Unterschied aber extrem. Von gerade getrennt im 72er bis weit und einfachst im 125er.

Hab das Svbony Zoom nochmal mit meinen Festbrennweiten verglichen und es ist einfach besser und so übel sind das TAK LE 5 mm und ein 4 mm Japan Ortho jetzt auch nicht. Nur bei der 3 mm Einstellung finde ich das Starguider, alias Artesky oder TS NED einfach besser. Es ist einen Tacken schärfer, das Bild irgendwie ruhiger und der Einblick viel besser.

Dann Jupi, der hat so ein interessantes auffälliges weißes Band, eigentlich schöne Details auch wenn er jetzt kleiner ist und schon schnell am Horizont dahintümpelt.

Ein sehr heller Stern war neben dem Mond, vermutlich Beta Tauri, da musste dann die ES30 mm Bierflasche rein, damit beide ins Gesichtsfeld passen, ein hübscher Anblick.
Mars ist ja schon arg winzig, trotzdem ist mir vorgenommen ein paar verwaschene Details gesehen zu haben und eine weiße Polkappe. War aber grenzwertig.

Genau deswegen mag ich Refraktoren so gerne, es geht einfach alles gut, ob Weitfeld oder Hochvergrößerung.

LG
Franz
 
Hallo Franz,
habe gerade deine netten Beob.-Zeilen gelesen. SV-Boni Zoom wird auch erwähnt, das freut mich. Gestern abend bei einem Veränderlichen 3mm nutzen können. Es war zwar klar aber keine Sicht. Milchstraße kaum zu sehen, bei 13.4mag war Schluß. (APM Ludes bietet ein Okular mit 1,6mm an, bin mal gespannt, ob man darüber Beob. liest, vor allem mit welchem Instrument......)
Wünsche dir einen schönen Feiertag.

Gruß Günther
 
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