andesit
Aktives Mitglied
Schönen Abend,
heute war es wieder Mal soweit, es wurde klares Wetter vorausgesagt, allerdings zog es dann immer mehr zu. Das Astronomy Seeing war mit knapp 2 Bogensekunden angekündigt. Also eher mau und nichts für große Öffnung.
Dann am frühen Abend klarte es auf. Gut, also eine Nacht für Grab and Go auf dem Balkon. Den Lacerta 72 rausgetragen auf der Twilligt oder besser dem Besser Klon montiert und gleich mit ihm, so wie er war frisch aus der Wohnung Venus eingestellt. Wolken kamen wieder, dachte aber es bleibt gut. Venus ertrank diesmal aber nicht am Seeing und die Sichel wird schmäler. Ein feiner Anblick beson bei 135 Fach.
Dann rein auf eine Tasse Kaffee, einer der Vorteile der Balkonsternwarte
.
Danach wieder raus und es hat fast komplett zugezogen. Jupiter angepeilt und schön, ja mehrere Wolkenbänder, der GRF war ja auf der anderen Seite und Mondschatten gab es auch keinen. Trotzdem echt gutes Bild.
Dann haben sich auch dort Wolken breit gemacht. Hab zu Riegel geschwenkt und der war eine selten leichte Trennung. Das Beugungsscheibchen völlig ruhig und der lichtscheue Begleiter einfachst zu trennen.
Und weil das Seeing so gut war, hab ich Mal versucht ob der sehr schwache violett blaue Saum des Lacerta 72 F6 vom Zenitprisma kommt. Das 2 Zoll Prisma verwende ich mit dem f6 Refraktor nimma, weil da ist es schon sehr ausgeprägt. Hab ein 1 1/4 uralt von Vixen aber gut. Naja ohne Prisma war echt absolut nichts von irgendeinem Blau/Violettsaum z erkennen. Dafür Riegels Begleiter auch nicht.

Um in den Fokus zu kommen, musste ich den Reduzierer und das Okular so weit außen klemmen, wie es ging und ziemlich verrenkt einblicken. Also sehr schiefer wackeliger optischer Weg und absolut kein Komfort, da sehr schiefer Beobachter, das stört die Wahrnehmung mehr als ein kleiner fast schwarzer Blauviolettsaum an der Grenze der Wahrnehmung. Das Prisma bleibt jetzt immer drinnen. Und Sirius bleibt ja blauweiß, das hat mich bei meinen Achromaten weit mehr gestört als der Saum, wenn weiße Sterne gelb und grün geworden sind.
Dann auf das Trapez, auf der Balkonsternwarte in der Stadt ist das lohnender als der Nebel rundum
. Auch schön 4 Sterne gesehen, klar und scharf aber keinen 5. oder 6. Aber nachdem mir klar war, dass das wohl wieder (war echt oft in letzter Zeit) ein hervorragendes Seeing war, weit besser als vorhergesagt bin ich auf 52 Orionis gegangen. Der war klar länglich ist aber mit 1" etwas knapp für nicht Mal ganz 3 Zoll. Mehr war da nicht zu wollen.
Gut, dann halt Sirius, den hab ich bisher nur einmal in meiner ca. 40 jährigen Beobachtungszeit getrennt gehabt mit dem TS 125. Früher war der enger und mit dem C8 und all den anderen Teleskopen ,die ich so hatte, hab ich den nie getrennt. Heute steht Sirius da, sah das Beugungsscheibchen und den 1. Beugungsring umlaufend und ein paar weitere fallweise und segmentweise. Normalerweise ist der ein leuchtendes Farbenkneuel. Und dann stand dort ein extrem schwaches Sternpünktchen, geschätzt auf Höhe des 2 oder 3. Beugungsrings. Konnte es kaum glauben, aber ein paar Augenblicke stand das Bild komplett und es war eindeutig.
Meine 2. Siriustrennung überhaupt.
Gut dann ein bisschen Mars. Das Scheibchen wird schon arg klein. Mit 135 Fach ein paar Oberflächendetails und eine winzige Polkappe. In der Mitte irgendwie auch heller und rundherum ein paar dunkle Bereiche. Hab versucht, da Mars praktisch angeschweißt ohne Bewegung da stand mit der Barlow 270 Fach "gewinnbringend" einzusetzen, ähmn nein, aber war trotzdem cool. Oberflächendetails auf Mars sieht man auch nicht immer mit knapp 3 Zoll und er ist schon weg von der auch eher ungünstigen Opposition. Die nächste wird noch ungünstiger für kleines Gerät.
Den Abschluss bildete Kastor, den hab ich ab 50 Fach getrennt und am Besten hat er mir mit 108 Fach gefallen. Ein absolut wunderbarer Doppelstern. Aja da waren 2 sehr schwache Begleiter etwas weiter abstehend. Hab nicht danach gesucht waren aber einfach auch da.
Vor ein paar Jahren hätte ich nur mitleidig gelächelt. Da hab ich fast nur Deep Sky Objekte angeschaut von sehr guten Standorten, großem Gerät und das ein paar Mal im Jahr, aber ich muss sagen, diese Balkonbeobachtungen, mit null Aufwand haben was. Bin öffnungsmäßig immer mehr geschrumpft und kleiner als vor 40 Jahren wo es ein 76 mm Kat-Newton war. Gut den 5 Zöller hab ich auch noch, wenn es passt.
LG
Franz
heute war es wieder Mal soweit, es wurde klares Wetter vorausgesagt, allerdings zog es dann immer mehr zu. Das Astronomy Seeing war mit knapp 2 Bogensekunden angekündigt. Also eher mau und nichts für große Öffnung.
Dann am frühen Abend klarte es auf. Gut, also eine Nacht für Grab and Go auf dem Balkon. Den Lacerta 72 rausgetragen auf der Twilligt oder besser dem Besser Klon montiert und gleich mit ihm, so wie er war frisch aus der Wohnung Venus eingestellt. Wolken kamen wieder, dachte aber es bleibt gut. Venus ertrank diesmal aber nicht am Seeing und die Sichel wird schmäler. Ein feiner Anblick beson bei 135 Fach.
Dann rein auf eine Tasse Kaffee, einer der Vorteile der Balkonsternwarte
. Danach wieder raus und es hat fast komplett zugezogen. Jupiter angepeilt und schön, ja mehrere Wolkenbänder, der GRF war ja auf der anderen Seite und Mondschatten gab es auch keinen. Trotzdem echt gutes Bild.
Dann haben sich auch dort Wolken breit gemacht. Hab zu Riegel geschwenkt und der war eine selten leichte Trennung. Das Beugungsscheibchen völlig ruhig und der lichtscheue Begleiter einfachst zu trennen.
Und weil das Seeing so gut war, hab ich Mal versucht ob der sehr schwache violett blaue Saum des Lacerta 72 F6 vom Zenitprisma kommt. Das 2 Zoll Prisma verwende ich mit dem f6 Refraktor nimma, weil da ist es schon sehr ausgeprägt. Hab ein 1 1/4 uralt von Vixen aber gut. Naja ohne Prisma war echt absolut nichts von irgendeinem Blau/Violettsaum z erkennen. Dafür Riegels Begleiter auch nicht.


Um in den Fokus zu kommen, musste ich den Reduzierer und das Okular so weit außen klemmen, wie es ging und ziemlich verrenkt einblicken. Also sehr schiefer wackeliger optischer Weg und absolut kein Komfort, da sehr schiefer Beobachter, das stört die Wahrnehmung mehr als ein kleiner fast schwarzer Blauviolettsaum an der Grenze der Wahrnehmung. Das Prisma bleibt jetzt immer drinnen. Und Sirius bleibt ja blauweiß, das hat mich bei meinen Achromaten weit mehr gestört als der Saum, wenn weiße Sterne gelb und grün geworden sind. Dann auf das Trapez, auf der Balkonsternwarte in der Stadt ist das lohnender als der Nebel rundum
. Auch schön 4 Sterne gesehen, klar und scharf aber keinen 5. oder 6. Aber nachdem mir klar war, dass das wohl wieder (war echt oft in letzter Zeit) ein hervorragendes Seeing war, weit besser als vorhergesagt bin ich auf 52 Orionis gegangen. Der war klar länglich ist aber mit 1" etwas knapp für nicht Mal ganz 3 Zoll. Mehr war da nicht zu wollen.Gut, dann halt Sirius, den hab ich bisher nur einmal in meiner ca. 40 jährigen Beobachtungszeit getrennt gehabt mit dem TS 125. Früher war der enger und mit dem C8 und all den anderen Teleskopen ,die ich so hatte, hab ich den nie getrennt. Heute steht Sirius da, sah das Beugungsscheibchen und den 1. Beugungsring umlaufend und ein paar weitere fallweise und segmentweise. Normalerweise ist der ein leuchtendes Farbenkneuel. Und dann stand dort ein extrem schwaches Sternpünktchen, geschätzt auf Höhe des 2 oder 3. Beugungsrings. Konnte es kaum glauben, aber ein paar Augenblicke stand das Bild komplett und es war eindeutig.
Meine 2. Siriustrennung überhaupt.
Gut dann ein bisschen Mars. Das Scheibchen wird schon arg klein. Mit 135 Fach ein paar Oberflächendetails und eine winzige Polkappe. In der Mitte irgendwie auch heller und rundherum ein paar dunkle Bereiche. Hab versucht, da Mars praktisch angeschweißt ohne Bewegung da stand mit der Barlow 270 Fach "gewinnbringend" einzusetzen, ähmn nein, aber war trotzdem cool. Oberflächendetails auf Mars sieht man auch nicht immer mit knapp 3 Zoll und er ist schon weg von der auch eher ungünstigen Opposition. Die nächste wird noch ungünstiger für kleines Gerät.
Den Abschluss bildete Kastor, den hab ich ab 50 Fach getrennt und am Besten hat er mir mit 108 Fach gefallen. Ein absolut wunderbarer Doppelstern. Aja da waren 2 sehr schwache Begleiter etwas weiter abstehend. Hab nicht danach gesucht waren aber einfach auch da.
Vor ein paar Jahren hätte ich nur mitleidig gelächelt. Da hab ich fast nur Deep Sky Objekte angeschaut von sehr guten Standorten, großem Gerät und das ein paar Mal im Jahr, aber ich muss sagen, diese Balkonbeobachtungen, mit null Aufwand haben was. Bin öffnungsmäßig immer mehr geschrumpft und kleiner als vor 40 Jahren wo es ein 76 mm Kat-Newton war. Gut den 5 Zöller hab ich auch noch, wenn es passt.
LG
Franz
. Kann mir nicht vorstellen, dass das nicht die erste brauchbare Nacht nach dem Kauf war. Ja 20 cm so kompakt zu haben kann kein anderes System, deswegen würde ich gerade am Balkon das schon auch in Erwägung ziehen.
) und gute Orthos dabei waren - am Planeten und am Mond um Welten besser. 