Barlow Lens x3 Bild völlig unscharf :(

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kvnastro

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Hallo liebe Community,
Ich habe mir vor kurzem mal ein Einsteigerteleskop zugelegt. Ich wollte mal versuchen, dass ich die Barlow Lens x3 irgendwie noch mit einbaue. Nun ist aber alles unscharf und ich verstehe nicht so richtig, woran das liegt. Könnte mir da vielleicht jemand helfen :)
Teleskop: Celestron PowerSeeker 70 AZ
 
Hallo!

Das könnte an der Vergrößerung liegen. Mit einem Teleskop kann man (als Faustregel) maximal so stark vergrößern wie der doppelte Durchmesser in Millimetern angibt. Mit deinem Teleskop also maximal 70mm x 2 = 140fach. Realistisch meist eher 10-20% weniger.

Welches Okular hast du verwendet? Wenn du zusammen mit der Barlowlinse auf deutlich mehr als 100fache Vergrößerung kommst ist es kein Wunder, dass es nicht mehr scharf wird. Das schafft nämlich dein Teleskop nicht.

Was auch noch sein kann ist, dass es einfach eine minderwertige Barlowlinse ist. Gerade Barlowlinsen unter etwa 80 Euro sind oft so schlecht, dass sie grundsätzlich kein scharfes Bild liefern.

Grüße, Mario
 
Hallo,

ich glaube fast, dass es sich um dieses Set hier handelt. Wenn dem so ist, dann ist da ein 4mm und ein 20mm Okular dabei, sowie die erwähnte 3x Barlow. Da steht, max. sinnvolle Vergrößerung 140-fach. Man ist da halt schon mit dem 4mm ganz gut übers Ziel hinaus. Die Barlow mit dem 20mm wäre bei 105facher Vergrößerung was noch in der Range wäre. Maximalvergrößerung geht sowieso nur bei gutem Seeing und mit viel Glück. Sinnvolle Vergrößerung wäre bei dem Teleskop 100x.

Grüße
Mathias
 
Hallo,

ich glaube fast, dass es sich um dieses Set hier handelt. Wenn dem so ist, dann ist da ein 4mm und ein 20mm Okular dabei, sowie die erwähnte 3x Barlow. Da steht, max. sinnvolle Vergrößerung 140-fach. Man ist da halt schon mit dem 4mm ganz gut übers Ziel hinaus. Die Barlow mit dem 20mm wäre bei 105facher Vergrößerung was noch in der Range wäre. Maximalvergrößerung geht sowieso nur bei gutem Seeing und mit viel Glück. Sinnvolle Vergrößerung wäre bei dem Teleskop 100x.

Grüße
Mathias
Ja genau richtig, das ist das Set, welches ich mir bestellt habe.
 
Hallo!

Das könnte an der Vergrößerung liegen. Mit einem Teleskop kann man (als Faustregel) maximal so stark vergrößern wie der doppelte Durchmesser in Millimetern angibt. Mit deinem Teleskop also maximal 70mm x 2 = 140fach. Realistisch meist eher 10-20% weniger.

Welches Okular hast du verwendet? Wenn du zusammen mit der Barlowlinse auf deutlich mehr als 100fache Vergrößerung kommst ist es kein Wunder, dass es nicht mehr scharf wird. Das schafft nämlich dein Teleskop nicht.

Was auch noch sein kann ist, dass es einfach eine minderwertige Barlowlinse ist. Gerade Barlowlinsen unter etwa 80 Euro sind oft so schlecht, dass sie grundsätzlich kein scharfes Bild liefern.

Grüße, Mario
Ah okay, dann schau ich da nochmal kurz nach
 
Wenn das das Set mit der 3x Barlow, dem 20mm und dem 4mm Okular ist, dann sollte Barlow + 20mm Okular klappen.
Barlow + 4mm Barlow geht aber sicher nicht, denn diese Vergrößerung schafft dein Teleskop nicht.

Aber bei dem Gesamtpreis kann es auch sein, dass die Barlow einfach zu schlecht ist und grundsätzlich kein scharfes Bild liefert.
Das Problem ist, dass die Okulare und Barlows, die bei so Sets mitgeliefert werden, meist Billigteile im Wert von 5-10 Euro sind, die einfach kein brauchbares Bild liefern. Das sind eher kleine Geschenke damit man schon mal durchsehen kann und nicht mehr.
Nicht umsonst kosten Okulare mit brauchbarer Abbildung meist über 100 Euro pro Okular. Für Barlowlinsen gilt Ähnliches.

Und als Richtwert für den Teleskopkauf sagt man: Stecken in die Okulare mindestens das selbe Budget wie ins Teleskop selbst, nur so hast du eine gute Abbildung.

Grüße, Mario

EDIT: Eine Barlowlinse vergrößert die Brennweite deines Teleskops. Die 3x Barlow macht also die Brennweite deines Teleskops 3fach so lang und damit die Vergrößerung 3x so hoch.
Die Vergrößerung berechnet man übrigens, indem man die Brennweite vom Teleskop durch die Brennweite vom Okular dividiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ich bin mir da nicht so sicher, was sie genau bewirkt, bin in dem Gebiet relativ neu ?
Okular: 20mm und 4mm getestet, jedoch beides unscharf
Ja, dachte ich.
In deinem Fall kannste die Barlow mit ruhigem Gewissen im Karton liegen lassen und vergessen.
Was sehr wichtig für dich ist, befasse und lese dich in die absolute Grundbasic von Teleskopen. Eine Barlow vergrößert die Brennweite um den angegebenen Faktor. Lerne die Beziehung von Öffnung, Brennweite, Vergrößerung.
Einfach ein Okular ins Teleskop stecken und meinen, das man was sieht, kannste vergessen. ;)
Das 4mm Okular kannst du auch erstmal vergessen. Besorge dir ein Aufsuchokular mit weniger Vergrößerung (größerer Zahl).
Vor dem Beobachten kommt erstmal Grundkenntnisse lernen. Ansonsten suchst du dir in 2 Wochen ein anderes Hobby.
 
Hallo ??? (Name wäre nett ;)),

willkommen im Forum.

wie schauts denn aus, wenn Du nur mit dem/den Okular/en beobachtest?
Bekommst Du da das Bild scharf?
Fokussieren über den Okularauszug (OAZ).

Ich wollte mal versuchen, dass ich die Barlow Lens x3 irgendwie noch mit einbaue.
Was heißt "irgendwie"?
Es gibt nur einen sinnvollen Einbau der Barlow.
Wenn Du Barlow nutzt, musst Du wieder neu fokussieren.

Bitte denke auch an die hier schon erwähnten Grundlagen.
Lies Dich in die Thematik ein, sonst endet dein Ausflug in das Beobachten des Nachthimmels wirklich recht schnell.
 
EDIT: Eine Barlowlinse vergrößert die Brennweite deines Teleskops. Die 3x Barlow macht also die Brennweite deines Teleskops 3fach so lang und damit die Vergrößerung 3x so hoch.
Die Vergrößerung berechnet man übrigens, indem man die Brennweite vom Teleskop durch die Brennweite vom Okular dividiert.
Ist zwar bissel leichenfledderei, aber mit dem thema beschäftige ich mich gerade und setze hier an um nicht ein neues thema aufzumachen.

Wie sieht denn die rechnung aus wenn ich eine kamera verwende?
Konkret wären das ein 150/750 newton und eine apsc dslr.
 
Das ist nicht ganz so einfach.
Aber die Normalbrennweite bei Vollformat wäre 43mm Objektiv.
Damit soll ein Bild dann das Größenverhältnis/Proportionen haben, wie es das menschliche Auge wahrnimmt.

Alles darüber müsste somit durch 43 geteilt werden um den Zoomfaktor zu bekommen.
( Neeeeeiiiiinnnn , nicht 42, die Zahl für den Sinn des Lebens xD)

Bei deinem Newton wäre das dann quasi
750xBarlow:43
Bei einer 3x Barlow also:
750x3:43= 52,32 fache Vergrößerung.

Wie sich ein cropfaktor darauf auswirkt.....
da trete ich mal keine Diskussion los.
WIRKT auf dem Ausgabebild erstmal größer.

Gruß Markus
 
Aus der fotoecke (aus der ich komme) werden zwar immer 50mm genannt am vollformat,
aber seis drum soviel verändert sich das ergebnis da ja nicht.

Ich hätte gedacht eine 3x barlow sei schon viel aber die resultierende vergrößerung von 50fach ist ja nicht gerade viel...
Vorallem wenn man das mit den ergebnissen bei der visuellen beobachtung vergleicht wo schnell werte von 200+ erreicht werden.
Egal welche barlow ich da nehme komme ich ja nie auf 100+?!
 
Naja.
Wenig ist relativ.
Ein 0,5 mm Punkt wird immerhin ein 25mm (2,5cm) Kreis.
Ist schon ordentlich.

Diesen dann noch am PC gecropt wird schon ordentlich groß.

Wichtiger ist hierbei aber das Auflösungsvermögen.

Also die Öffnung.
Je detaillierter die Vergrößerung sein soll, desto mehr Öffnung ist angeraten.
 
Und zu den 50mm.
Das ist nur zum einfacheren Rechnen.
(Schnell überschlagen)
Der ursprüngliche Kleinbild Film hatte 43mm.
Daher der Wert.

Kleine Anekdote:

In dem Bundesstaat Indiana in den USA wurde damals fast ein Gesetz erlassen, nachdem π nicht 3,14 sondern 4 war.
(später 3,2)

Indiana Bill Pi.

Was das zur Folge gehabt hätte, kann man sich denken
 
Wichtiger ist hierbei aber das Auflösungsvermögen.

Also die Öffnung.
Je detaillierter die Vergrößerung sein soll, desto mehr Öffnung ist angeraten.
Wenn bei der optischen beobachtung von sinnvoller maximalvergrößerung im bereich von 150-250 gesprochen wird,
dann find ich die errechnete vergrößerung von 50 schon bissel mau.
Auch wenn der newton nicht primär für planetenbeobachtung/fotografie gemacht ist,
würde ich die schon gern aufs korn nehmen. Das "problem" der großen apsc pixel ist mir schon bewusst,
aber ich hatte mir schon etwas mehr als 50x erhofft.
 
Hallo, einfache Lösung: Barlowlinse wegschmeißen. Eine gute Barlow kostet mehr als dein ganzes Set.
Zur Photografischen Vergrößerung: 750mm ist schon eine ordentliche Brennweite, die mit der Setmontierung nicht anständig genutzt werden kann. Schau dir mal die Bilder hier an, dann siehst du oft die genutzte Ausrüstung im Datensatz. Nur selten siehst du da längere Brennweiten und dann meist bei (Halb-)Profis mit supertollen Montierungen. Deine Ausrüstung reicht, um klein anzufangen, für mehr nicht. Lass dich aber nicht entmutigen, wir haben alle mal angefangen und waren begeistert von hohen Vergrößerungen, die wir heute kaum noch brauchen (außer für Planeten).
CS Harald
 
aber ich hatte mir schon etwas mehr als 50x erhofft.
Dann mach einen Crop in der Bildbearbeitung bzw. nimm einen kleineren Sensor, dann hast du mehr "Vergrößerung"...

Bei der Astrofotografie bringt es nur Verwirrung, von Vergrößerung zu sprechen. Der Mond ist 3500 km groß und passt auf deinen Kamerasensor... Da ist es anschaulicher, wenn du dir das Bildfeld in Grad anschaust, das auf deinen Sensor passt, dann ist der Mond 0,5° groß. Vergiss die VErgrößerung bei der Fotografie am besten.

Es ist interessanter, den Bildwinkel/Bildausschnitt anzugeben. Ansonsten hättest du ja mit einer Vollformat, einer APS-C-Kamera und einer Planetenkamera völlig unterschiedliche Vergrößerungen bzw. Brennweiten mit dem selben Gerät (ab und zu wird von Äquivalentbrennweite gesprochen – also mit welcher Brennweite eine Vollformatkamera den selben Bildausschnitt zeigen würde).

Schau dir mal astronomy.tools an, da kannst du durchspielen, welche Brennweite (real - ohne Cropfaktor) für welche Pixelgröße(!) und welche Luftunruhe sinnvoll ist. Die Luftunruhe verschmiert dir eh alle Details bei Langzeitbelichtung, da kannst du die Auflösung großer Optiken nicht ausreizen (wohl aber ihr Lichtsammelvermögen für kürzere Belichtungszeiten).

Unter astronomy.tools unter dem Reiter Imaging Mode siehst du dann, welches Bildfeld du hast und kannst abschätzen, ob das Objekt deiner Wahl auf deinen Sensor passt.

In Stellarium gibt es das Okularplugin, in dem du auch deine Daten eingeben kannst und in der Sternkarte anschaulich siehst, wie groß dein Feld mit welcher Sensorgröße ist. Das ist hilfreicher als eine Vergrößerungsangabe.

Beste Grüße,
Alex
 
Achja, da du von Planeten redest: Als Richtwert sollte bei Monochrom-Kameras die Öffnungszahl bei Planetenfotografie bei 3,6 x Pixelgröße liegen und für Farbsensoren bei 5 x Pixelgröße. Die Öffnung ist ja durch das Teleskop gegeben, die Brennweite wird dann per Barlow an Pixelgröße und Öffnung angepasst.

f/10 langt bei viele modernen Planetenkameras mit ihren kleinen Pixeln schon, um die Auflösung des Teleskops auszureizen.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo, einfache Lösung: Barlowlinse wegschmeißen.
Ok, habe meine nicht vorhandene barlow sofort weggeworfen. Und nu? Frage immer noch offen...

Achja, da du von Planeten redest: Als Richtwert sollte bei Monochrom-Kameras die Öffnungszahl bei Planetenfotografie bei 3,6 x Pixelgröße liegen und für Farbsensoren bei 5 x Pixelgröße. Die Öffnung ist ja durch das Teleskop gegeben, die Brennweite wird dann per Barlow an Pixelgröße und Öffnung angepasst.

f/10 langt bei viele modernen Planetenkameras mit ihren kleinen Pixeln schon, um die Auflösung des Teleskops auszureizen.

Beste Grüße,
Alex
Die 50d hat 4,7µm große pixel, das ganze mal 5 macht 23,5
Der 150/750 hat f5 dh bei einer 4 fach barlow wäre ich bei blende 20.
(falls das dann überhaupt noch hell genug ist um die gewünscht kurzen beleichtungszeiten bei den planetenvideos zu realisieren)

Es ist interessanter, den Bildwinkel/Bildausschnitt anzugeben. Ansonsten hättest du ja mit einer Vollformat, einer APS-C-Kamera und einer Planetenkamera völlig unterschiedliche Vergrößerungen bzw. Brennweiten mit dem selben Gerät (ab und zu wird von Äquivalentbrennweite gesprochen – also mit welcher Brennweite eine Vollformatkamera den selben Bildausschnitt zeigen würde).
Da ich aus dem bereich komme, bin ich mit den crop faktoren und den daraus "anderen" brennweiten vertraut
Der sehr kleine sensor von aktuellen planetenkameras ist ja auch nichts anderes als ein "ins bild cropen"
Wobei halber bildwinkel und doppelte vergrößerung ja das gleiche sind.

Schau dir mal astronomy.tools an, da kannst du durchspielen, welche Brennweite (real - ohne Cropfaktor) für welche Pixelgröße(!) und welche Luftunruhe sinnvoll ist. Die Luftunruhe verschmiert dir eh alle Details bei Langzeitbelichtung, da kannst du die Auflösung großer Optiken nicht ausreizen (wohl aber ihr Lichtsammelvermögen für kürzere Belichtungszeiten).
Mit der seite habe ich tatsächlich bereits herumgespielt. Für einen größeneindruck ist die seite echt super
und zeigt sehr gut wieviel besser das ergebnis wird wenn man einen winzigen sensor mit entsprechend kleinen pixeln nutzt.
Da wird der planet schnell zwei, drei mal so groß - ähm ich meine der blickwinkel 1/2 bzw 1/3 so groß ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Vor ein paar Jahren (als Webcams noch die Standard-Planetenkameras waren) galt als Richtwert für Planetenfotos noch f/20-f/30, von daher kommt f/20 schon hin, auch von der Bildhelligkeit. Planeten sind hell, aber so kurze Belichtungszeiten, dass du das Seeing einfrierst, erreichst du trotzdem nicht. Aber: Du willst mit der DSLR keine Planeten fotografieren. Planeten sind winzig, das heißt, du hast riesige Videos, mit einem ein paar Dutzend Pixel großen Planet. 99% sind also Datenmüll, der deinen Rechner ausbremst und die Festplatte vollmüllt. Selbst wenn die DSLR unkomprimierte Videos liefert und du die Belichtungszeit und Bildrate einstellen kannst (weiß ich nicht – kann gut sein, dass du trotzdem nur ca. 24 Bilder pro Sekunde kriegst, auch bei kürzerer Belichtungszeit), bringt dir das nur unnötigen Aufwand. Nicht jedes Stacking-Programm kann so große Filme überhaupt verarbeiten. Für Sonne/Mond Gesamtaufnahmen mit einer QHY163 (16 MP, MFT-Format) bin ich auf Siril umgestiegen, weil das noch gut mit den großen Daten zurecht kommt. Autostackert (oder war es Registax?) war damit glaub schon überfordert.

Und nur das Bild optisch zu vergrößern, um den Sensor zu füllen, bringt halt auch nichts, weil du dann leere Vergrößerung hast, die weit jenseits der Auflösung der Optik und des Sensors liegt. Du kannst natürlich einen Baader FFC für bis zu 8x nehmen, hast dann immerhin 6m Brennweite und brauchst dein Teleskop wahrscheinlich nur anzuschauen, damit es zittert – ich nehme mal nicht an, dass der 150/750 Newton auf einer stabilen Säule in einer windgeschützten Sternwartenkuppel steht und einen Motorfokus hast, damit du ruhig fokussieren kannst...

Da fährst du besser, wenn du eine günstige Planetenkamera mit kleinem Sensor und gerne USB3 mit einer guten Barlow kombinierst. Aber Vorsicht bei dem Rechnen mit der Vergrößerung - es gibt nicht nur Kameras mit dem üblichen Seitenverhältnis, sondern auch quadratische Sensoren oder fast 1:2 (QHY 200 z.B.). Da wird es dann interessant, wenn man vom Bildfeld auf eine Vergrößerung schließen will ;)

Beste Grüße,
Alex
 
Aber: Du willst mit der DSLR keine Planeten fotografieren. Planeten sind winzig, das heißt, du hast riesige Videos, mit einem ein paar Dutzend Pixel großen Planet. 99% sind also Datenmüll,
Ja, das zeigt mir auch der bildausschnitt bei astronomy tools.
Aber mehr habe ich (erstmal) nicht und zum kennenlernen der technik ist das ja ok.
Wobei ich das video erstmal cropen würde, was gegen die 99% datenmüll hilft - gegen den 10x10 pixel großen planeten natürlich nicht.

aber so kurze Belichtungszeiten, dass du das Seeing einfrierst, erreichst du trotzdem nicht.
Was ja bei einer planetenkamera der eigentliche sinn ist, oder?!
Da habe ich mir shcon einige bedienungsanleitungen angeschaut (farbkameras bis ca 300€) um herauszufinden
bei welcher auflösung welche fps möglich sind und ob man zb nur xxx mal xxx pixel der kamera (also noch weiter "ins bild cropen")
nutzen kann aber dafür mehr fps verarbeiten kann. Dazu schweigen sich aber die anleitungen aus...

Du kannst natürlich einen Baader FFC für bis zu 8x nehmen, hast dann immerhin 6m Brennweite und brauchst dein Teleskop wahrscheinlich nur anzuschauen, damit es zittert
Na wenn das so einfach ist - dann schau ich das einfach nicht an :P

Da fährst du besser, wenn du eine günstige Planetenkamera mit kleinem Sensor und gerne USB3 mit einer guten Barlow kombinierst. Aber Vorsicht bei dem Rechnen mit der Vergrößerung - es gibt nicht nur Kameras mit dem üblichen Seitenverhältnis, sondern auch quadratische Sensoren oder fast 1:2 (QHY 200 z.B.). Da wird es dann interessant, wenn man vom Bildfeld auf eine Vergrößerung schließen will ;)
Dann wird wirklich verrückt mit der angabe von vergrößerungsfaktoren :)
Vermutlich wirds darauf hinaus laufen, aber aktuell will ich erstmal mit der restlichen technik klar kommen
um ein gefühl dafür zu bekommen was für mich sinnvoll ist bzw in wie weit ich da geld investieren will.
 
Auf eine 1000stel Sekunde (etwa ab da wird das Seeing eingefroren) kannst du bei der Sonne kommen, Planeten werden zu dunkel (wobei ich gar nicht sagen kann, bei welchen Belichtungszeiten ich da bin). Die Planetenkameras liefern dir schnell unkomprimierte Rohvideos; normale Kameras komprimieren Videos gerne oder bearbeiten sie sonstwie vor. Das ist der größte Vorteil, und dass sie eine gute Lichtempfindlichkeit haben.

Ich sag mal so: Eine billigste SVBony 905C liegt neu bei 150€ und kann später ggf. als Guider verwendet werden, gute Kameras von QHY oder ZWO kriegst du ab 200€. Eine ordentliche Barlow wie die Baader Q-Barlow 1.3x / 2.25x liegt bei 55€ – die 2,25x hat sie, wenn der Sensor am Ende vom Barlowgehäuse lieg; wenn die Kamera weiter reinragt, vergrößert sie weniger. Fehlt nur noch ein 1,25" UV/IR-Cut-Filter (auch als Staubschutz). Mit Sharpcap auf dem Laptop tust du dich da am Planet deutlich leichter als mit einer DSLR. Die SVBony ist keine tolle Kamera (meine kam mit kaputtem USB-Kabel), aber durchaus brauchbar, wenn man den Weißabgleich richtig einstellt.

Der Fachbegriff, um nur mit einem Teil vom Sensor zu filmen, ist ROI bzw. Region of Interest. Müsste eigentlich mit den meisten gängigen Planetenkameras gehen und steigert die Datenrate dann auch.

Eine DSLR ist eine wunderbare Sache um in die Deep-Sky-Fotografie einzusteigen; für Planeten ist sie halt denkbar ungeeignet. Der komplette Mond ist da schon eher ein sinnvolles Ziel, und da kannst du auch mal mit voller Auflösung schauen, was beim Filmen und Stacken rauskommt.

Und immer der alte Tip: Gibt's eine Sternwarte in deiner Nähe, bei der du mal reinschnuppern und ggf. die Geräte mitbenutzen kannst?

Viel Erfolg,
Alex
 
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