Barlow2" oder 1,25" ?? Vor-Nachteile?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Starhead37

Aktives Mitglied
Tach die Herrschaften!

Welche Vorteile haben 1,25" und 2" Barlows beim Planetenglotzen?
Die kleinere Barlow dürfte doch da garkeine Nachteile haben, da man sowieso nur auf der Achse guckt.

Vorteil der kleineren wäre doch zumindest mal der Preis. Da die Barlow lange freude bereiten soll mache ich mir da schon Gedanken. Bedacht ist die Barlow fürs Mk91 (3100mm Brennweite <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" /> ).Wie gesagt, ausschliesslich zum Planetengucken und videografieren. Vielleucht fällt da ja jemandem noch was sinnvolles zu ein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
Ich freue mich auf eure Antworten!
Verlängerungsfaktor maximal 2-fach, eher 1,6 oder 1,8-fach.

Oliver <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Hi!

Wenn du zum Planetengucken keine 2" Okus verwendest (was wenig Sinn machen würde) dann bringt dir eine 2"-Barlow auch keinen Vorteil.
Ich werfe als Vorschläge mal die TMB 1,8-fach und die Zeiss/Abbe 2-4fach Barlow in die Runde.

cs
Frank
 
Hallo Oliver,

eine 2" Barlow am Planeten macht wirklich keinen Sinn.

Abgesehen davon daß ich zusätzliches Glas nicht mag und gerade am Planeten nie eine Barlow einsetzen würde ist die 1,6fach Intes Barlow in 1,25" recht gut.
Sie ist leicht gelbstichig...wie viele russische Gläser...aber optisch von sehr guter Qualität.

Bei Ebay bekommt man die teils sehr günstig.
Markus Ludes hatte die Tage auch noch welche.
 
Hi Ekkehard,

kleine Korrektur muß ich Dir vorsetzen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Du mit Deiner f/15-Mak-Schleuder wirst bestimmt keine Barlow-Verwenden. Aber bei schnellen Optiken, definitiv bei f/4 bringt eine gute Kombination aus Barlow und Planetenokular mehr, als ein gutes Planetenokular allein. Bei f/5 steht das warscheinlich auf der Kippe und bei f/6 bringt dann (Weltbild wieder gerade) das Planetenokular ohne Barlow die beste Leistung.

Die Einwürfe TMB 1,8x und Zeiss Abbe 2x würde ich unterstützen, aber auch die TeleVue 3x bringt eine gute Leistung. Letztere bringt auch den Vorteil, daß man mit Planeten-Okularen auch wieder in den Bereich erträglicher Augenabstände kommt (für Nicht-Brillenträger, sorry Ekki...).
Beliebt ist die alte Intes 3x - die man heute aber kaum noch bekommt, denn wer sie hat, rückt sie nicht raus. Das neuere Modell soll nicht mehr so gut sein, wie die alte 3x.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Ekkehard,

jaja, aber der Thread ist ja für Besitzer von anderen Optiken nicht gesperrt. Wie nun, wenn einer Dein Telegramm für die allgemein gültige, göttliche Wahrheit hält?
Hm. Vielleicht sollten wir demnächst eine Kennzeichnungspflicht einführen, für allgemeingültige und nicht allgemeingültige Beiträge, sowie natürlich einen Herkunftsnachweis. Welches Länderkennzeichen hat der Liebe Gott? Vatikan glaub' ich eher nicht, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

jo... da haste nicht unwahr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/appl.gif" alt="" />

Querleser gibt es reichlich.

Aber muß man das berücksichtigen und immer, bei jeder Antwort Bezug auf die Optik nehmen?

Das wird dann aber aufgrund der vielen Wiederholungen (...für deinen f Hastenichgesehn usw.) ziemlich mühsehlig zu lesen sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />
 
Meiner Meinung nach sollten sich Antworten in einem Thread auf das jeweilige Gerät beziehen. Allgemein gültige Dinge dürften dann hervorgehoben werden. Das finde ich übersichtlicher. Würd mich freuen wenn noch mehr zum Thema, also Barlow am Mk91, geschrieben wird. Vielen Dank!

Ich habe übrigens nur "normale" billigplössls. 25mm, 17mm, 12,5(?)mm und 10 mm. Genug Licht ist da, hätte dennoch gern ein grösseres Bild. Was mich halt stört ist der enge Einblick beim 10-er und 12-er Oku. Das müsste sich ja mit einer guten Barlow bessern. Was ist denn mit der TV2 ? Wäre das nicht eine günstige alternative zur TMB? (die TV und die TMB sind doch beide APO-chromatisch oder???)

Oliver
 
Hi Oliver,

der Augenabstand der Okus wird sich bei Verwendung einer Barlow verlängern. Bei den kurzbrennweitigen wirds somit wahrscheinlich angenehmer für dich, bei den langbrennweitigen hingegen kann der Augenabstand unter Umständen zu lang werden, so dass der Einblick unruhig wird.
Also: ausprobieren!
Ich frage mich allerdings: Ist das Seeing an deinem Standort sooooo gut, dass du Vergrößerungen über 310-fach (mit dem 10 mm Oku) gewinnbringend einsetzen kannst??
Zurück zum Thema:
Grundsätzlich wirst du mit keiner der letztgenannten Barlows einen Fehler machen. Welche besser ist, würde letztendlich wohl nur ein Test an deinem Gerät klären.

Vielleucht fällt da ja jemandem noch was sinnvolles zu ein.
Ja, mir fällt noch was ein (und zumindest ich halte es auch für sinnvoll).
Ich habe übrigens nur "normale" billigplössls.
Vorschlag:
Teste doch mal 1-2 gute Planetenokus!
  • Baader Ortho, TV Plössl wenn du mit dem Augenabstand leben kannst
  • TMB SuperMono mit Mini-Feld wenn du mit dem Augenabstand leben kannst
  • Edmund Optics RKE für besseren Augenabstand und mehr Feld als die Supermono (meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis!)
  • TMB/Burgess Planetary für angenehmen Augenabstand und mit großem Feld
Und zum Fotografieren würde ich die Zeiss/Abbe Barlow nehmen, da sie einen variablen Faktor von 2- (oder gar 1,5-) bis 4-fach hat.

cs
Frank
 
Keine Sorge, so dolles Seeing ist hier auch nicht. An das 10mm habe ich ehrlich gesagt auch nicht gedacht mit der Barlow, aber an das 17 mm. Das hat nämlich einen größeren Einblick, was dann sicher recht angenehm wäre mit Barlow. Die Sache mit dem Seeing ist bei mir übrigens ein bisschen wie Lotto: Ich nutze jeden klaren Abend in einer Saison und da sind dann halt zwei/drei Überraschungsabende mit dabei(dafür die Barlow). Für das gewöhnliche Dauerseeing ist die Barlow sicher nicht!!!
Vielleicht sollte ich bis zur Saturnsaison warten und mal ein bisschen rumhören, wer hier im Norden solche Planetenokulare hat. Ich hatte hier mal ein 17mm Vixen Plössl, das neu ca. 150 Euro kostet. Da war ich schon recht begeistert von, jedoch hatten sich kleine Staubkrümel so im Okular abgelagert, dass man die Fussel dann teils scharf auf der Planetenscheibe (in dem Fall Jupiter) sah. Eigentlich nur deswegen hatte ich das (gebrauchte) Oku dann zurückgegeben.

Welche der guten Barlows (bis maximal 2-fach) sind denn nun APO-chromatisch und welche bündeln nur zwei Farben in einem Brennpunkt?

Vielen Dank schonmal für die bisherigen Beiträge. Das hat schonmal etwas mehr Klarheit in die Geschichte gebracht!

Oliver <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
 
Hi Oliver,

OK, schreibe ich doch was zur Verwendung von Barlows an Geräten mit mehr als f/10. (Jo, Ekkehard, has' ja Recht, is ja gut...)

Ich finde, daß es für eine Barlow an einem f/10-Gerät schon wenig Grund gibt. Warum? Na, weil ein f/10 Gerät mit einem 7mm Okular normalerweise ausgereizt ist. Und ein 7mm Planetenoku, das kann man als Nicht-Brillenträger noch ohne zu große Probleme benutzen. Natürlich ist es schon deutlich unbequemer als ein 12mm. Bei einem f/13,5 kommt man schon mit einem 10mm Okular in dieselbe Gegend, da wird eine Barlow noch unnötiger, außer man muß sich als Brillenträger eben den großen Augenabstand verschaffen, den ein 20mm Plösslorthowisstschon hat.
Bleibt die Barlow optisch nur noch für Spezialanwendungen wie Sterntest oder Doppelsterntrennung (also "Gewaltvergrößerung") und natürlich für diejenigen, die auf etwas Leistung verzichten und mit weniger Okularen auskommen wollen. Normalerweise hat das eher finanzielle Gründe.
Denn eines ist mal ganz klar: Jede Linse im Strahlengang bringt auch ihre Fehler mit ein und der Anwendungsbereich, in dem eine Barlow wirklich das Bild verbessern kann ist eng begrenzt, eben auf schnelle Optiken. Damit bleibt als Sekundärwirkung nur die Verlagerung der Austrittspupille, also die Vergrößerung des Augenabstandes. Diese Anwendung mag interessant sein, wird aber mit zunehmend langsameren Öffnungsverhältnissen unnötig.

Jetzt noch was zum Thema APO-Chromatisch. Also wer bei einer Barlow nach "APO-Chromatisch" fragt, der ist meiner Meinung nach schon einem Marketing-Gag aufgesessen, den m.W. Synta mit seiner "APO-Series" von Plössls und einer Barlow eingeführt hat. Seitdem müssen Barlows "APO" sein.
Eine normale achromatische Barlow reicht völlig aus, wenn sie korrekt auf den Okularabstand abgestimmt ist (durch die Länge ihrer Hülse). Diese "APO-Series" teile sind auch ganz normale Achromaten (meines Wissens). Das "Spezialteil", der FFC von Baader, nutzt Fluorit, um die Farbkorrektur für einen riesigen Bereich an Brennweitenverlängerung, nämlich locker 1,5x bis 8x zu realisieren, was mit einer normalen Barlow eben nicht geht. Barlow-artige Designs auf der Basis von 3 Linsen dürften mehr Wert auf bessere Feldkorrektur und weniger Veränderung der AP usw. legen. Die Powermate, als 4-linsige Design, darf man schon nicht mehr Barlow nennen, sie ist ein telezentrisches System, bei dem eben großer Wert auf Feldkorrektur, Feldebnung und beibehaltung von Austrittspupille und Augenabstand, usw gelegt wurde.
Die TMB-Barlow nutzt ED Glas, die alte Zeiss Barlow soll das auch tun. Ich nehme an, daß dieses ED Glas einfach den Zweck hat, die Barlow auch an schnellen Optiken besser zu korrigieren. Bei der TMB war man ja stolz darauf, daß sie noch bis f/6 herunter Beugungsbegrenzt ist. Womöglich würden solche Sondergläser auch besonders kurzbauende Barlows möglich machen oder verbessern.
Es gab damals zwar mal einen aufsehenerregenden "Test" in dem einer Powermate bei 725x Farbe nachgewiesen wurde, während die APO-Series Billigbarlow farbrein blieb, aber eigentlich blieben bei diesem "Spaßtest" die Details schleierhaft, denn es ist unwesentlich, ob ich eine Barlow bei 70x oder 700x verwende, weil die Sichtbarkeit des Farbfehlers relativ zur Nachvergrößerung durch das Okular dahinter ist. Wenn also die Testaussage gewesen wäre, daß selbst mit einem 2,5mm Okular kein Farbfehler auftritt...

Fazit: Lasst Euch durch das Marketing-Gequatsche nicht verleiten und veralbern. Schaut Euch Beobachtungsberichte an, ich finde den Barlow-Test von mir und KaStern (meine Homepage) ziemlich aufschlußreich in vielen Fragen, und sammelt dann vor allem eigene Erfahrungen mit eigenen Augen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Oliver,

wieso denn das? Wenn Dich der Gelbstich stört, dann greif zur TeleVue, oder wenn es was sehr edles sein soll, dann die Baader Abbe oder die TMB.
Oder natürlich, wenn Du zu dem Schluß kommst, eher wenig Geld in eine Barlow stecken zu wollen, dann ist sicherlich die Intes günstig zu haben und dennoch besser, als die China-Barlows, wobei ich den Gelbstich als weniger kritisch werte, als eine mäßige Abbildungsleistung.

Clear Skies
Sven
 
Tjaaa... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pfeif.gif" alt="" />

wenn mir jetzt noch jemand verrät, ob sich der Mehrpreis der TMB-Barlow 1,8-fach zur TV2 (nicht die Powermate) rentiert... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />

Barlows können ganz schön nervig sein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />
 
Hallo,

wenn mir jetzt noch jemand verrät, ob sich der Mehrpreis der TMB-Barlow 1,8-fach zur TV2 (nicht die Powermate) rentiert...

vermutlich gar nicht! Die TV Barlow hat mich bekehrt, was die Verwendung von Barlows angeht. Lieber ein echtes Planetenokular mit dieser perfekten Barlow kombinieren und den noch einigermaßen guten Augenabstand genießen, als ein extrem kurzbrennweitiges Wellensittichaugenokular verwenden. Da sieht man im Endeffekt weniger, weil man die Momente der ruhigen Luft nicht mitbekommt, da man nur kurze Zeit hindurchschaeuen kann. Und Wimpernfett auf der Augenlinse verbessert das Bild auch nicht gerade...

Grüße
Andreas
 
Hallo Leute,

bin eben erst in diesen thread und sogleich über die im "Betreff" gestellte Frage gestolpert:

Re: Barlow2" oder 1,25" ?? Vor-Nachteile?

Die 2"/1,25" Frage war hier ja nur im engeren Kontext von kleinen Planetenfeldern aufgeworfen worden und mit der einhellig geäußerten Meinung, dass 2" Barlows bei Planeten keinen Sinn machen, auch klar beantwortet worden.

Damit habe ich auch überhaupt keine Probleme.

Was mich aber wundert und was ich hier gerne mal zur allgemeinen Diskussion stellen möchte, ist die Frage, ob und für welche Anwendungen 2" Barlows überhaupt jemals einen Sinn machen oder einen Vorteil haben!

Dabei möchte ich aber die Diskussion auf den rein visuellen Gebrauch im Zusammenhang mit 2" Okularen beschränken, also photographische Anwendungen wie etwa mit dem FFC von Baader außen vor lassen.

Ich möchte mal die vielleicht provokante Meinung ins Forum stellen, dass es meines Erachtens keine einzige visuelle Situation gibt, wo eine 2" Barlow/Okular-Kombination (*) grundsätzlich besser als ein geeignetes 1,25" Okular ist.

Der Sinn und Vorteil eines 2" Okulars besteht ja darin, größere Feldblenden und dem entsprechend größere reale Gesichtsfelder zu ermöglichen, als in eine normale 1.25" Okularhülse passen. Ein Barlow hat aber genau den entgegengesetzten Effekt. Es reduziert das reale Gesichtsfeld eines Okulars in dem Maße wie es die Vergrößerung erhöht, also z.B halbes Feld bei doppelter Vergrößerung. Das läßt sich aber mit einem 1,25" Okular mit viel weniger Glas und geringeren Kosten nicht nur genauso gut, sondern sogar besser erreichen.

Fazit: 2" Barlows machen eigentlich (bei visuellem Einsatz) überhaupt keinen Sinn!

Was meint ihr?

Gruß, Peter

(*) für "sinnvolle" Barlows mit mindestens 1,6-fach
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

nun, kann man so und anders sehen.

Also erstmal ganz klar: Wer sein 2" Okular aus Geldgründen auch bei anderen Brennweiten nutzen möchte, der braucht dazu eben eine 2" Barlow. Damit es nicht zu vignettierung kommt, muß diese Barlow dann von der Linse her auch meist mehr als 1,25" groß sein. Sicher aus diesem Grunde gibt es 2" Barlows, die mit Hülse 2x, direkt ins Filtergewinde eingeschraubt 1,5x und mit Extra-Verlängerung 2,5x liefern.
Bei dieser Anwendung steht ganz klar im Vordergrund, ein 2" Weitwinkel-Okular durch die relativ geringe investition um 3 zusätzliche Brennweiten zu "erweitern", wobei sicherlich der finanzielle Aspekt gegenüber dem Qualitätsaspekt im Vordergrund steht. Ganz klar muß man sehen, daß diese Anwendung sich eher nur für mehrere Barlowfaktoren an einem Modell rechnet, da eine 2" Barlow üblicherweise mehr kostet, als eines der günstigen 2" Weitwinkel. Von teuren 2" Okularen muß man nicht ausgehen, denn da fehlt quasi die Vorraussetzung für diese Überlegung.
Ansonsten rechnet es sich gegebenenfalls noch bei Teleskopen, für die man zwei Brennweiten in 2" nutzt, also bei f/10 zum Beispeil 50mm und 30mm. Mit einem Barlow-Faktor von 2,5x wären dann 20mm und 12mm gewonnen. Wieder allein vom Preisaspekt her gesehen.

Sodann gibt es durchaus noch optische Gründe für eine 2" Barlow. Der erste Grund ist, daß man an einem schnellen System die Randabbildung verbessern kann (kommt auf die Barlow an und auch auf das Zusammenspiel mit dem Teleskop). Bei Okularen mit knappem Augenabstand (kommt bei 2" Okularen eher selten vor), kann durch die Barlow der Einblick bequemer werden, besonders wenn die Barlow kurzbauend ist oder direkt ins Filtergewinde eingeschraubt wird.
Hier kann der Anschaffungsaspekt auch wieder ein Preisvorteil gegenüber einem teuren Okular mit bequemem Augenabstand oder guter Randabbildung an schnellen Systemen sein.

Wie Du siehst, gibt es durchaus Gründe für die Verwendung einer Barlow, abgesehen von fotografischen Einsatzmöglichkeiten. Du siehst aber auch, daß es Gründe sind, die durch "leichte Verfügbarkeit von Geld" schnell übersehen werden können. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

vielen Dank für Deine Argumente zum 2" Barlow.

Ich muss eingestehen, dass meine negative Einschätzung sich vor allem darauf gründete, dass ein 2" Okular mit großem Barlow davor bezüglich Feld und Vergrößerung alle 2" typischen Privilegien wieder verliert und gewissermaßen ohne Not und trotz erheblich höheren Kosten nicht mehr leistet als ein entsprechend kurzbrennweitiges 1,25" Okular. Um es nochmal an einem einfachen Beispiel rüberzubringen: ein 1,25" Okular mit 25 mm Brennweite liefert dieselbe Vergrößerung und dasselbe Feld wie ein dickes 2" Paket bestehend aus 2x Barlow und 50 mm Okular mit doppelt so großer Feldbende.

Nun, bei moderaten Teleskopöffnungen langsamer als etwa f/6 ist das wohl korrekt. Bei schnellen optischen Systemen (f/4 oder f/5) sind dann für große Felder in der Regel Komakorrektoren und entsprechend teure Okulare erforderlich. Bei kleineren Feldern kann allerdings bereits der Einsatz von Barlows wesentliche Abhilfe schaffen. In der Tat, dies ist ein wichtiges Argument für das 2" Barlow, das ich glatt übersehen habe!

Barlows vergrößern bekanntlich den Augenabstand. Ob das bei den ohnehin schon großen Augenabständen der meisten 2" Okulare zu einem verbesserten Einblickverhalten führt, ist allerdings umstritten und sicherlich sehr personenabhängig. Gelegentlich hört man auch, dass es als störend empfunden wird.

Nun noch zu den Kosten. Die wohlbekannten 2" Barlow Systeme von TV und AP sind ja nicht gerade billig, insbesondere wenn man an die Powermates von Uncle Al denkt. Wenn man das zu den ohnehin schon hohen Kosten besserer 2" Okulare addiert, kommen schnell bedenkliche Summen zusammen. Gewissermaßen als Alternative für den armen Mann erwähnst Du Barlows zum Einschrauben in das 48 mm Filtergewinde. Sowas ist mir bis jetzt noch nicht begegnet und im Web konnte ich auch nichts entsprechendes finden. Wäre Dir jedenfalls verbunden, wenn Du uns verraten könntest, wer sowas anbietet.

Summa summarum, ich hab mal wieder was gelernt...

Nochmal vielen Dank für Deine Einschätzung,

Gruß, Peter
 
Hallo Peter,

von TS gibt es eine 2" Barlow, die sich einschrauben lässt und für die es eine Verlängerungshülse gibt.
Das 30mm BW Ultrawide wird ja mit eingeschraubter Barlow als 20mm Verkauft, quasi als 20/30-Paket. Für ein solches Okular kann sich das dann auch rechnen, da es als Ultraweitwinkel dennoch ähnlicher Preislage wie ein 1,25" Weitwinkel erhältlich ist.
knappere Augenabstände kann man auch bei Erfles finden, aber wie schon von mir angedeutet und von Dir ausgesprochen: Bei 2" ein eher seltenes Problem.
Teure Barlow-Systeme, die "nicht Barlow" 2" Powermate möchte ich hier mal nennen, können dann selbst bei f/4 die Okulareigenschaften nochmal deutlich verbessern, wie ich mit dem BW 30mm mal ausprobieren konnte, aber dann ist es tatsächlich so, daß der Preis selbst gegenüber einem 16mm Nagler zu hoch ist, abgesehen von den anderen Vorteilen, die das 1,25" Okular mitbringt.

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben