Beobachtungen im Winter: Kälteschutz und Feuchte

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anotherone

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Servus!

Nach der nun abgebrochenen Beobachtungsnacht stehe ich vor einem kleinen Problem: was mache ich gegen die Kälte?

Heute habe ich einen neuen Beobachtungsplatz ausprobiert - kurz hinterm [zensiert] der Welt. Der Himmel ist für diese Region hier super aber dafür wirds auch entsprechend kalt. Nach guten zwei Stunden bei fünf Grad habe ich abgebrochen. Dabei dachte ich gut gerüstet gewesen zu sein:

- heisser Tee
- lange Unterhosen aus der BW-Zeit
- langes Unterhemd
- Pullover
- dicke Jacke
- dicke Socken
- Snowboardhose
- Winterstiefel

Als ursprüngliches Nordlicht bin ich wahrlich kein Zimperlitzchen was Kälte angeht, aber nach zwei Stunden waren meine Beine und Füße einfach durchgekühlt - trotz ständigem hin-und-her Gelaufe zwischen Okularen und Teleskop. Was mache ich falsch? Was fehlt mir?

Das zweite Problem war die aufziehende Feuchtigkeit. Da nach und nach alles ausser dem Teleskop beschlug, hatte ich neben der entnervenden Kälte irgendwann einfach keine Lust mehr.
Wo und vor allem wie muss ich in einer Beobachtungsnacht meine Okulare und das Fernglas zwischenlagern, damit sich kein Taubeschlag der optischen Flächen annimmt?
 
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Hi Sebastian,

Als ursprüngliches Nordlicht bin ich wahrlich kein Zimperlitzchen was Kälte angeht, aber nach zwei Stunden waren meine Beine und Füße einfach durchgekühlt - trotz ständigem hin-und-her Gelaufe zwischen Okularen und Teleskop. Was mache ich falsch? Was fehlt mir?

Abhärtung ;)

nee, nu mal ernsthaft. Eigentlich hast (fast) alles richtig gemacht. :super:

Du brauchst Moonboots, oder ähnlich warmes Schuhwerk. Oder ne Holzplatte mit dicker Styroporauflage (Flachdachisolierung) als Isolierung zwischen dem eiskalten Boden und Deinen Füßen...

Aber einen Tipp hab ich noch für Dich. Ich nehm einen bequehmen Klappstuhl mit Armlehnen mit. Da drauf eine Schaumstoff-Unterlage von ner Sonnenliege und eine warme Reisedecke. Auf eine Seite hab ich 2 Rettungsfolien per Hand draufgenäht, damit sie nicht durchfeuchtet. Nach ner gewissen Zeit am Teleskop hock ich mich hin, wickel mich in die Decke ein und geniese mit dem Fernglas den Himmel. Dazu stütz ich mich auf den Armlehnen auf. So wärm ich mich immer wieder auf...

Wo und vor allem wie muss ich in einer Beobachtungsnacht meine Okulare und das Fernglas zwischenlagern, damit sich kein Taubeschlag der optischen Flächen annimmt?

Okulare in Drehpacks in die Jackentaschen, Fernglas in große, geschlossene Tubberdose auf 2 Socken voller Reiskörner...
 
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Moin Sebastian!

Ich mein', 5 Grad plus und zwei Stunden sind bei weitem noch kein Winter... :augenrubbel:

Klamotten-technisch sieht das bei Dir doch gut aus. Wichtig ist, daß die Kleidung noch locker sitzt (Luftpolster isolieren) und vor allem wasserdicht ist. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn einem die klamme Nässe in die Hose kriecht. ;) Noch wichtiger: Eine warme Kopfbedeckung, denn 50% der körpereigenen Wärmeleistung verliert der Körper über den Kopf!
Dann solte man vor Beobachtung gut und kalorienreich gegessen haben und ausgeruht sein. Müde und mit Hungerast wird einem schneller kalt. Tee ist gut - der sollte ruhig gezuckert sein wegen der Kalorien.
Dann würde ich empfehlen, Metallsachen am Teleskop o.ä. bei tiefen Temperaturen nicht mehr mit bloßen Fingern anzufassen. Ich hab' drei erfrorene Fingerkuppen aus >30 Jahren Teleskopiererei nachbehalten, und die merke ich jedesmal, wenn's kalt ist. (Das sind bei mir Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand - vom Scharfstellen am OAZ.) Es gibt gerade wieder bei Tchibo.de leichte Jogging-Handschuhe, die das volle Fingerspitzengefühl auch bei kleinen Rändelschrauben ermöglichen. Die kann ich nur empfehlen.

Eine gute Investition sind auch Taschenöfen. Ich bevorzuge die mit Benzinbetrieb, auch wenn man stinkt wie eine Tankstelle. Hauptsache, die Flossen sind warm! ;)

> Wo und vor allem wie muss ich in einer Beobachtungsnacht meine Okulare und das Fernglas zwischenlagern

Die gehören sofort nach Benutzung wieder zurück in den Okularkoffer, der auch beheizt werden kann, Tips dazu gibt's massenhaft im A.de-Bereich "Selbstbau", Stichwort "Heizung".
 
@Fee: Der Klappstuhl war aufgestellt, nur an die Decke hab ich Held nicht gedacht - lagen ja auch nur drei im Kofferraum.

Aber das mit der Tupperdose ist mal 'ne super Idee. THX!

Hab jetzt erstmal alles zum Trocknen aufgestellt. Dann Versuch ichs beim nächsten Mal halt inkl. Snowboardboots.

@winnie: Tja, das mit den fünf Grad hat mich auch überrascht. Ich dachte erst noch ich werd den ganzen Abend schwitzen wie ein Ochse. Aber Pustekuchen! Wasserfest ist jedoch soweit alles (JW-Jacke + Snowboardhose). Evtl muss ich die Bundeswehrunterhose wohl mal gegen ein besseres Modell austauschen.
 
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Hallo Sebastian,
für die Füße gabs bei Tschibo mal Heiz-Einlagesohlen für Schuhe - funzt prima.
Am Körper gibts 1-2 Lagen Fleece, darüber einen Skianzug (empfohlen wurde hier in den Vorjahren immer wieder Berfufsbekleidung für Kühlhäuser).
Der Trick sind mehrere Lagen mit Luft dazwischen. Und Feuchtigkeit muss vom Körper weg transportiert werden (Funktionsunterwäsche ist das neue Zauberwort).
Ganz wichtig ist der Kopf: dafür habe ich eine Fleece-Haube, aus der dann nur noch die Augen rausschauen.
Handschuhe aus selbigem Material.

Wenns gar zu arg wird, macht man eben mal eine Runde um den Platz im Laufschritt..

Die Okulare kommen entweder in meine beheizte Okularbox (Holzkiste mit 24V LKW-Spiegel-Heizfolie am Boden, betrieben mit 12V, eine Lage Filz drüber), oder in die Jackentasche.

Das Fernglas trage ich unter der Jacke und hole es nur zum Beobachten raus - alles was kalt wird, beschlägt auch.

So komme ich gut über eine kalte Herbst-/Winternacht.
Schokolade und heißer Tee darf natürlich nicht fehlen...
 
Hi!

Die Klamottenauflistung sieht ganz gut aus, nur bei Wind wäre eine (atmungsaktive) Regenhose hinzuzufügen. Die Jacke ist hoffentlich auch winddicht.

Letzte Nacht war ich auch draußen, Temperatur um die 6 °C. Meine Klamotten, die zwei Stunden ganz gut hielten, waren allerdings deutlich weniger warm:

- lange Unterhose
- Hose, bei Wind käme noch eine Regenhose hinzu
- Pullover, bei Kälte wäre der aus dickem Fleece
- Jacke mit Sympatex-Membran
- Tennissocken
- normale Halbschuhe

Bei Kälte kämen hinzu:

- zweite lange Unterhose
- dicke Socken
- zwei Unterhemden mit langen Ärmeln
- Mütze, evtl. mit Thinsulatefutter
- Klappfäustlinge mit Thinsulatefutter
- Taschenofen mit Kohlebetrieb (extreme Kälte)
- Sturmhaube (extreme Kälte)

Moonboots sind geplant, müßten aber anprobiert werden, was hier mangels Angebot leider geht.

Bei langen Aktionen (Perseiden!) gerne dabei:

- Mineralwasser
- Fressalien (Jaffa-Cakes, Lebkuchen)
- Sturmkocher oder Einmalgrill mit Fressalien

Früher war auch Kaffee oder Tee dabei, aber das geht inzwischen aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr.

Gegen Tau verwende ich bei Okularen meistens die Schutzkappen und gegebenenfalls eine Lagerung in der Jackentasche, denke aber bereits über eine beheizte Lagerung nach.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Namensvetter,

mir reicht eigentlich sogar bei Minusgraden meine Daunenjacke, meine Winterstiefel (bis -50°C geeignet - steht zumindest drauf) und natürlich untendrunter auch alles schön dich verpackt.
Wenns Dich trotzdem friert versuch doch mal so was hier.
Hab ich mal in irgend einem Astro Forum gelesen, dass Kühlhausbekleidung ganz gut geeignet sei.

LG & CS
Basti
 
Nur mit Daunenkleidung hält man es bei 10° Kälte zumindest ein paar Stunden aus. Außerdem muss man darauf achten, nirgends anders Wärme zu verlieren. Neben den Füßen ist dies vor allem der Kopf, das wird unterschätzt. Man friert nicht direkt am Kopf, aber es geht mehr Wärme raus, als die Leber nachliefert. Eine Daunenkapuze behindert zwar die freie sicht, aber am Okular kann man sie trotzdem aufhaben.
Unterzuckert sollte man auch nicht sein, also immer mal ne Hand voll Stundentenfutter, Müsliriegel oder so. Das lässt sich auch bei Kälte essen.
Füße sind eine weitere Verluststelle (Moonboots, Filzstiefel), die Hände die letzte. Bei den Händen kann man wenig machen, da man ständig Okulare wechselt und ggf. zeichnet. Dennoch: In die Taschen stecken, wenn anderweitig nicht benötigt.

5 Grad plus ohne Wind sind eigentlich harmlos.
 
Zitat von Basti_fantasti:
Wenns Dich trotzdem friert versuch doch mal so was hier.
Hab ich mal in irgend einem Astro Forum gelesen, dass Kühlhausbekleidung ganz gut geeignet sei.

LG & CS
Basti

Kühlhaus reicht nicht aus. Wenn dann musst Du die Gefrierhausbekleidung nehmen. Ich hab den Gefrierhausoverall an und bei Temperaturen um die 0° reicht mir der mit Jeans und T-Shirt aus.
Wichtiger sind gescheite Stiefel. Da hab ich ein Paar Bafin aus Kanada die bis -100°C gehen. Der Preis für die STiefel ist zwar nicht ohne aber dafür ist der Gefrierhausanzug recht preiswert zu bekommen.

CS STeffen
 
Hi Sebastian,

bei +5° beobachte ich fast noch im T-Shirt :biggrin: , echt du brauchst Abhärtung. Neulich im Odenwald war ich 6 Stunden bei zum Schluss -3C draußen und außer an den Füßen (habe dicke wärme isolierende Stiefeln damals vom Aldi) habe ich kaum gefroren.

Trockene Kälte bei Windstille ist eigentlich ganz gut auszuhalten. Unangenehm wird es bei nasser Kälte + starkem Wind, da hilft dann nur noch einpacken und abhauen. ;)

Ansonsten- Essen ist gut, warmer Tee ist gut, mehrere Pollover (Zwiebelprinzip), Handschuhe, Mütze, langer Unterhose + Jeans oder gleich Skihose, etc.

Das zweite Problem war die aufziehende Feuchtigkeit

Dafür gibt's glaube ich schon einen extra Thread...

Z.B. hier

Aber als Tipp, nichts offen rum liegen lassen (Okulare, Filter), Wenn Fangspiegel zu getaut , dann hilft Handauflegen oder gleich Fangspiegelheizung. Wenn der Hauptspigel zu getaut ist eh Schluss.

Gruß
Lots
 
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Hi Sebastian,

kann dich gut verstehen! Ich erinnere mich an letztes Jahr als ich bei -15° an meinem Stammplatz in der Pampa war.

Ich nin grad mal zum Alignent gekommen und musste dann ebenfalls abbrechen weil ich dachte ich werd zu nem Eisklumpen.

Ich hab mir vor ner Woche "MoonBoots" bei ebay geschossen, z.B. hier: MoonBoots

Hätte nicht gedacht das die Boots so gut sind! Ok, der Härtetest aufn Feld bei Minusgraden steht noch aus aber allein schon die Boots in der Wohnung zu tragen wenn ich kalte Füße hab zeigt schon das meine Füße nach ein paar Minuten warm werden!
Ich empfehle bei einem Kauf der Boots,sie 2 Nummern größer zu nehmen! Ich hab z.B. bei normalen Schuhen Gr. 44.
Hatte sie dann in 42-44 geordert und da waren sie aber zu klein! Hatte sie dann zurückgesendet und in 45-47 genommen,so könnte ich noch dickere Socken anziehen falls nötig! Es ist wichtig das man seine Zehen noch gut bewegen kann!

Obenrum hab ich mir nen Thermo Overall gekauft und für drunter trage ich Fleece Skiunterwäsche und der Kopf wird mit einer Sturmhaube geschützt! Die Hände schütze ich mit Neoprenhandschuhe.

Z.B. :

Thermounterwäsche

Thermo Overall

Neoprenhandschuhe

Gruß

Franz :-)

 
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Wir sind vor 2 Jahren mal 6 Stunden bei knackigen -15°C am Berg (1900m) gestanden - das war trotz totaler "Vermummung", heizbarer Schuheinlagen etc. schon ne Herausforderung (zum Glück kein Wind).
Am schlimmsten ist nämlich der Wind, der einem auch bei nicht unbedingt arktischen Temperaturen schnell die Lust vertreiben kann - man kühlt wesentlich schneller aus. In so einem Fall unbedingt einen windgeschützten Platz suchen, auch wenn das nicht unbedingt der mit der besten Himmelssicht ist.
 
Jaja, gebt mir Euren Spott, gebt mir Eure Häme! :cool:

Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Tips!

Rein ausrüstungstechnisch dürfte ich bis auf Stiefel eigentlich durch die Wintersportausrüstung gut ausgestattet sein. Beim nächsten Mal kommt halt ein echter Fleecepullover drunter und die Mütze sollte ich auch nicht vergessen.

Drehpacks muss ich mir also besorgen. Und eine Tupperdose mit alten Socken. :D

Ich war gestern selbst ziemlich überrascht, da ich im Norden bereits bei -10°C gespechtelt habe. Der Odenwald scheint mit seiner Feuchtigkeit doch ziemlich trügerisch und tückisch.

Habs gestern mal in Schönbrunn versucht. Aber der aufziehende Nebel hätte mir zwei Stunden später vermutlich eh den Rest gegeben. Heute morgen lag über dem ganzen Odenwald eine dicke Suppe.
 
Zitat von anotherone:
Rein ausrüstungstechnisch dürfte ich bis auf Stiefel eigentlich durch die Wintersportausrüstung gut ausgestattet sein.

Nein, Wintersportkleidung reicht hier definitiv nicht aus, diese ist ja dafür konzipiert, dass der Betreffende sich bewegt und somit auch viel Energie verbrennt, ergo Wärme erzeugt.
Diese "Wärmequelle" fällt aber beim puren "Rumsitzen" sehr viel geringer aus, weswegen man in solcher Kleidung beim beobachten sehr schnell friert.
Klar kann man da noch 3 Pullover drüberziehen, aber bequem ists dann nicht mehr.

Ich habe seit Jahren eine Gefrierhaus-Kombination (Latzhose + Parker) an und frieren ist für mich ein Fremdwort :super:

Hier mal den entsprechenden Link:

http://www.bekleidung-rosenegger.de/advanced_search_result.php?keywords=Gefrierhaus&x=12&y=10

Dazu noch eine gute Thermounterwäsche, Fleecepullover, Socken, Moonboots, dünne Fleece-Handschuhe, Sturmhaube und 1 Liter heißen Tee, dann kann die Nacht gar nicht mehr zu kalt werden :cool:
 
Hi,

"alles vorhanden" kann es ja auch irgendwie nicht sein. Schau doch mal nach Schwachstellen der verschiedenen Kleidungsstücke. Zum Beispiel gibt es Skihosen, die im unteren Beinbereich eine winddichte Gummierung haben und natürlich zum Schuh hin abschließende Bündchen. Die Hose muss lang genug sein, damit sie nicht im Sitzen hochrutscht und dem Wind den Weg ins Hosenbein öffnet. Taschen sind oft auch eine Schwachstelle - nicht isoliert zum Händewärmen, dann aber nur mit Reißverschluss verschlossen ohne Stoff-Überlappung ein Scheunentor für Wärme, direkt da wo der Verlust auch weh tut.
Handschuhe: Mein Gott können Skihandschuhe schlecht sein! Kurz ausgezogen sind sie sofort auf gefühlte Minusgrade abgekühlt! Strickhandschuhe mit Thermo-Vlies sind da eine Erfahrung!
Bei langen Unterhosen muss ich sagen: Der ganze käufliche Kram taugt nicht, ich habe eine aus dicker Wolle gestrickte die ich mir bis zur Brust hochziehen kann. Die stellt alles in den Schatten, auch den Angora-Kram! Genauso habe ich die Erfahrung mit Funktionsunterwäsche gemacht. Das Zeug taugt sehr gut dafür, zu eng am Körper anzuliegen und so noch weniger isolierende Luftpolster zuzulassen, als ein Schlabberpulli.
Mützen gibt es mit demselben Thermovlies wie die Handschuhe. Aber da muss man Passform testen - was nützt eine Mütze, die nur scheinbar die Ohren wärmt, dann aber bei jeder Bewegung am Okular den Weg nach oben antritt, um zum Schluss nur noch die Glatze zu wärmen!
Stiefel - auch da muss man schauen. Isolierende Sohlen und genug Platz im Schuh für dicke Socken. Auch da habe ich mit Ski-Socken miese Erfahrungen gemacht, zu eng, eher einschnürend, nicht dick genug - taugt nix. Stricksocken sehen derart bescheuert aus, aber wenn genügend Platz im Schuh ist, ist es eine perfekte Lösung.
Taschenofen: Jepp, ich nehme auch Benzin. Die Kohledinger fand ich immer schlecht dosierbar und schweflig riechend.
Leider sind die Benzindinger schwer zu kriegen. Aber Internet hilft.
Hot-Packs, diese Knallfrosch-Salzkristall-Klickerdinger, nehme ich auch. Aber die sind eher ein Tropfen auf den kalten Stein. Man kann sich damit eine halbe Stunde über Wasser halten beor man abbaut, wenn es quasi nicht lohnt, den Benizinofen anzubrennen (verblitzen der Dunkeladaption).

Tau auf dem Gerät: Außen egal. Ansosnten heizen. Erstaulich wie wenig Strom eine gute Fangspiegelheizung braucht. Hier bei Stathis Kafalis nachschauen, der hat eine Lösung vorgestellt, die nicht zu toppen ist.
Ansonsten mit Konstantandraht ran und Sucher und andere Dinge beheizbar machen.

Clear Skies
Sven
 
Moin!

Man muß keinen Benzinofen von Zippo für Wahnsinnsgeld kaufen. Meine Benziner sind aus dem heimischen Globetrotter-Laden bzw. Military-Shop oder Angel-Bedarf und kosten pro Stück unter 5 EUR. Ich hab' die beiden Dinger seit vielen Jahren, und sie funktionieren immer noch einwandfrei. Zum Heizen nehme ich das günstige Waschbenzin aus'm Baumarkt. Die Öfen halten bei voller Ladung locker über 8 Stunden. Ich heize sie schon zuhause an, denn das Rumgefrickel in der Kälte mit Benzin und Feuerzeug muß ja nun auch nicht sein.

Taschenofen - Ranger-Shop
 
Hi allerseits,

Genauso habe ich die Erfahrung mit Funktionsunterwäsche gemacht. Das Zeug taugt sehr gut dafür, zu eng am Körper anzuliegen und so noch weniger isolierende Luftpolster zuzulassen, als ein Schlabberpulli.

Da liegt ein kleiner "Interpretationsfehler" vor ... Funktionsunterwäsche ist oft für aktive Tätigkeiten, und nicht Rumstehen und Gucken ;) konzipiert. Das heisst, sie soll Schweiss (Feuchtigkeit) von der Haut abtransportieren und an die nächste Klamottenzwiebelschicht weitergeben. Das funktionier aber eben nur, wenn die U-Wäsche dicht anliegt.

Mein Tipp: Schaut euch mal bei den Outdoor- und Bergsportshops um, auch Jagdshops (Ansitzen!) haben da einiges zu bieten. Mein Favorit seit Jahren, nicht zuletzt wegen dem bisher unübertroffenen Service ist der Laden: Globetrotter

Was warme bis sauwarme U-Wäsche betrifft, würde ich mal nach den Marken ODLO oder WOOLPOWER suchen ... aber auch keine Tschibo-Preise.

Zu den Socken/Füssen: Winterstiefel, möglichst wasserdicht und ein bis zwei Nummern grösser nehmen. Ein Outlast-Innenfutter ist zwar luxuriös-teuer, aber auch den Preis wert. Den Fuss mit "Zwiebelsocken" umhüllen. Als unterste Socke empfiehlt sich eine, die wie oben bei der Funktiosunterwäsche erwähnt, die Feuchtigkeit von der Haut abtransportiert. Da sind Socken mit einem hohen Anteil an Coolmax-Faser spitze.

Für die Finger: Ein dünner, mit einer Windstopper-Membran ausgerüsteter Handschuh, der vielleicht auch 'ne Nummer weiter genommen wird, damit man noch einen dünnen Unterziehhandschuh bei Saukälte mitreinbringt.
Nachtrag: Beispielsweise ESKA Windstopper Basic

Rumpf (und natürlich Kopf) warmhalten - wenn der Kernbereich das Frieren anfängt, werden die Extremitäten langsam, aber sicher von der wärmenden Blutversorgung abgezwackt ... es gibt dünne, aber dicht gewebte 100er Markenfleece-Pullis (The North Face TKA 100 Glacier z.B.), die zusammen mit einer guten wind- und wasserdichten Jacke je nach Konstitution ohne weitere U-Wäsche auch bei spätherbstlichen Temperaturen noch gut warmhalten. Ansonsten halt dickere Fleecejacken (200er/300er) und U-Wäsche drunter.

Nachtrag:
Anstatt einer "normalen" langen U-Hose kann man auch ein gute 100er Fleecehose, wie diese unterziehen: TNF 100 Glacier Pant ... gerade bei etwas kaltem/kühlen Wind und einer weniger winddichten Ü-Hose eine Wohltat :)


 
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Hi Zusamemn,

exakt, das ist das Ding. Einziges Verschleissteil sind die Drahtgeflechte, kriegt man ab und zu für weniger als nen Euro das Stück - und hält ewig wenn man sein Kind nicht damit spielen lässt. Ansosnten gibt es den Beutel auch noch in grün, weidmansheil ;)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Ralf,

also bei der Aufbauphase muss die Funktionsunterwäsche schon tun, wofür sie gestrickt ist, jedenfalls bei mir. Und natürlich kann man für kleines Geld - öh meinte "kleines Vermögen" auch wirklich bessere Wäsche bekommen. Nur... den Strickkrempel hat Schwiegermama zum Wollpreis produziert... naja, OK, ich habe den Fernsehkrempel auf DVB-T umgestellt und halte VOIP am laufen... ;) Aber das täte ich auch so, oder?

Clear Skies
Sven
 
Hi Lots,

bezüglich
Zitat von Lots:
Wenn der Hauptspigel zu getaut ist eh Schluss
habe ich aber schon einmal andere Erfahrungen gemacht:

Hauptspiegel durch verlängerte Abkühlphase (mit Lüfter) zugetaut, aber ruhige Luft -> möglichst kein Schluß -> überlegt, wie das Problem zu lösen ist -> Hände mit gespreizten Finger auf die Tubusöffnung gelegt -> Lüfter saugt etwas wärmere "Handluft" über den Spiegel -> 30 Minuten später Spiegel klar -> Jupiter sah lecker aus!

Einen zugetauten Fangspiegel habe ich auch schon einmal mit dem Zigarettenanzünder (heißmachen und in Okularauszug halten) abgetaut.

Grüße

fquadrat
 
@fquadrat

Deine Tipps werd ich demnächst mal ausprobieren.
Wenn der Fangspiegel zugetaut ist.

Ist gut wissen, bevor man auf dem Feld steht mit gar keiner Lösung. =)
 
Hallo

Und Ich komme auch noch dazu, beobachtete auch schon bei der Mist Kälte in der Pampa, egal wie Kalt es schon gewesen ist, wichtig beobachtet nicht all zu lange denkt an eure Gesundheit, Rheuma, Erkältung, bis zu Lungen Entzündung.

Wichtig Ersatz Handschuhe zum Beobachten mit nehmen, Fleece Gefütterte Handschuhe.

Ich habe Norweger Arme Winterjacke mit Pelzkapuze darunter eine Wollmütze.

Schuhe da beginnt das Problem Nr.1 Ich habe zu Hause Wanderschuhe, Winter Thermoschuhe, und von Tchibo Winterschuhe mit Futter die an der Kante beim Laufen förmlich umknicken ( schlechte Qualität ), lege in meine Schuhe eine Karton Solle Karton Wärmt.

Hose, Jeans darunter Herren Leggins.

Es gibt viele Möglichkeiten sich Warm zu halten, Tee, Fleischbrühe, Kaffee, oder Zu Hause bleiben.


Manfred
 
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Hi Sven,

tja, meine "Expeditionsausrüstung" habe ich natürlich nicht "nur" ;) fürs Balkonspechteln gekauft ... ich bin bei jedem Sauwetter 3 mal täglich bzw. nächtlich so mind. 1 bis 2 Stunden mit meinem "Hündchen" im Gelände ... und vom Körperbau fehlen mir da einige Kilo an "natürlicher Isolierung" ;)

Aber gute, und sicher auch etwas teurere Klamotten haben meist noch was Gutes: Man braucht sich nicht so "dick" einpacken, wenn die Qualität stimmt. Das gibt dann auch einiges mehr an "Bewegungsfreiheit". Diese TNF 100er Fleeces haben z.B. ungefähr die "Wärmeleistung" wie zwei dickere "Normalfleece"-Jacken usw.

Aber vielleicht findet ja der eine oder andere Kollege was Nützliches und Warmes in so 'nem Surplus-Laden wie diesem:
Outdoorfan
Nachtrag:
Sehe gerade, dass Winnie schon so 'nen ähnlichen Shop verlinkt hat ... macht nix, abgesehen von den (mir) zu militärischen Dingen findet man dort oft Nützliches fürs "Freilandleben" mit und ohne Teleskop ;)


Allways warm ears wishes you all Quentchen ( :biggrin: )
 
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Hallo Manfred,

Zitat von Knapp_Manfred:
wichtig beobachtet nicht all zu lange denkt an eure Gesundheit, Rheuma, Erkältung, bis zu Lungen Entzündung.
mach mal halblang. Das wird schon jeder selbst wissen, wie weit er sich durchkühlen läßt. Zwingt einen ja keiner dazu.
Und Rheuma bekommt man sicher nicht durch Frieren.

Ich hab' mal den Fehler gemacht, mich mit Turnschuhen auf den Acker zu stellen. Dannach waren sie klitschnaß. War doch noch so warm und trocken auf der Hinfahrt.

Gruß
Markus
 
Moin Markus!

> Und Rheuma bekommt man sicher nicht durch Frieren.

Nein, sicher nicht. Es gibt eine Faustregel: Immer so anziehen, als wäre es 10 Grad kälter! - Hintergrund: Beim Beobachten unter freiem Himmel bewegt man sich nicht, was einen normalerweise warmhält. Mit dieser Devise bin ich die letzten Jahre sehr gut gefahren und hab' schon so einige Abknicker erlebt, die einfach zu leicht angezogen waren. Auch wenn's doof aussieht: Lieber zu viel an, als zu wenig. Gefährlich wird's wiederum nur, wenn man anfängt zu schwitzen, besonders beim Aufbau des Instrumetariums. Man muß halt den gewissen Mittelweg finden.

Apropos Lungenentzündung: Ich hab' mich vor >10 Jahren mit über 39° Fieber zur Sternwarte geschleppt, um ja nicht einen 3-fach Schattenwurf der Monde auf Jupiter zu verpassen. Mir ging's damals echt dreckig, aber ich hab's gesehen und überlebt...! - No risk, no fun! ;)
 
Hallo Markus

Es gibt unter uns Menschen auch Sternebeobachter Kränkler die Gleich bei Minus Temperaturen und Kalter Luft sofort erkrankt sind, ist Natürlich Menschlich.

Im TV kam mal ein Bericht über unsere Haut, wie wir alle Wissen unsere Haut Atmet, man sollte sich nie mit nicht Atmungaktiver Kleidung einpacken, man beginnt dadurch zu schwitzen und nach gewisser Zeit friert man, weil der Schweiß aus der Isolierung nicht ausweichen kann, da der Kreislauf herunter geht und dabei kann man Erkranken.

Natürlich wer macht so was, Ich weiß nicht, es tut aber solche Menschen geben, Selber Schuld sage Ich.

Deshalb sind die Ratschläge hier, auch negative.

Manfred

 
Hallo fquadrat,

ich wünsch Dir nicht, dass Dir der Spiegel nochmal zutaut, aber erfahrungsgemäß wäre es mit Lüfter aus und Öffnung zum Horizont auch ohne Hände gegangen.

Clear Skies
Sven
 
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