Beobachtungen und Recherchen zu Sirius B

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Hallo Steinheil,

was die beiden ersten Punkte angeht sehe ich das genauso. Punkt 3 würde ich gerne ergänzen. Die Öffnung spielt ebenfalls eine Rolle. In einem größeren Gerät lässt sich Sirius leichter trennen als in einem "kleinen" 5 Zoll Teleskop. In den letzten Tagen habe ich einige sehr kontrastreiche Doppelsterne mit meinem 5-Zoll Refraktor beobachtet und aufgenommen. Einige konnte ich auch nicht mehr trennen. Gestern Abend habe ich die gleichen mit meinem 12-Zoll Newton aufgezeichnet, das war überhaupt kein Problem. Bsp.: STT 70; STT 107; BU 95; HJ 2302; KUI 22

LG
Joerg
 
Hallo Jörg, hallo zusammen,

so ist es, Öffnung hilft sehr. Im 22er war Sirius B gestern sehr leicht permanent zu sehen. Danach machte ich mich an Procyon B Heran. Hier hatte ich keinen Erfolg. Das Seeing war nicht ausreichend gut genug und die Komponente ist mit 10,7 mag nochmals deutlich lichtschwächer und zudem nur ca. im halben Abstand zur hellen Komponente im Vergleich zu Sirius.

Ich werde das dennoch öfter mal versuchen.

Viele Grüße
Werner
 
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Hallo,

Vergangenen Abend habe ich es wieder versucht, im Acht- sowie im Sechzehnzöller.
Zusätzlich hatte ich eine Okularblende gebastelt, die aber nicht scharf genug abblendete.
Vielleicht war sie zu weit vorne, in der Filterhalterung einer 2"-Verlängerungshülse.
Wo muss solch eine einfache Blende (halbes Gesichtsfeld weg)sitzen?

Zum Basteln der Hexagonalblende bin ich noch nicht gekommen.

Eventuell sah ich Sirius B ein paarmal sehr, sehr zart in etwa der richtigen Stelle, aber das
reicht niemals zur Bestätigung. Rigel B war immer sichtbar, Trapezsterne E und F zart, aber da.
Heute Abend neuer Versuch.

CS,
Henning
 
Hallo Henning,

Hmmm, vielleicht paßt bei dir das lokale Seeing nicht so ganz.

Mindestens im 16er sollte es überhaupt kein Problem mit Sirius B geben. Dieser ist in größerer Optik bei ca. 210x permanent ohne Schwierigkeiten sichtbar. Vorausgesetzt die Optik ist ausgekühlt, beugungsbegrenzt und das atmosphärische Seeing passt soweit.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass in deinem 16er die FS-Spinne möglicherweise genau dort obstruiert wo Sirius B steht. Dann wird eine Sichtung natürlich auch schwieriger.

Die Trapezsterne E und F erkennt man bei ca. 150-200x mehr als deutlich (nicht nur zart). Bereits in wesentlich kleinerer, guter Optik stellt deren Sichtung normalerweise überhaupt kein Problem dar.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

Das Seeing ist hier regelmäßig nicht gut. Gestern war es ebenfalls nicht super.
Tage mit super Seeing sind rar, und ich wohne auf 53°Nord.
Aber wenns immer schlecht ist, muss man eben "drumherumarbeiten".
Vergrößerung war entsprechend wiederholter Äusserungen hier maximal bis 180x im 16er.
Die Optik ist gut, (0,94 Strehl). Die Okulare Baader Hyperions, also doch zumindest brauchbar (?).
Noch macht es Spass, mich auf die Sichtung zu konzentrieren, wahrscheinlich klappt es auch mal,
weil ich dran bleibe. Aber man muss alle Unwägbarkeiten ausschliessen.
Eine Frage, die sich mir stellt, ist auch, wieso man bei niedrigerer Vergrößerung mehr Erfolg haben sollte.
Die Separation steigt doch mit der Vergrößerung, ergo sollte der Stern doch aus dem Strahlenkranz von
Sirius A herauswandern, oder denk ich da falsch?

CS,
Henning
 
Hallo Henning,

ok, das mit 53° N hatte ich oben nicht berücksichtigt. Da steht Sirius bei mir knapp 5° höher über dem Horizont. Macht in diesem Fall eine ganze Menge aus. An der Vergrößerung kann es m.E. nicht liegen (+- ca. 200x halte ich für ziemlich optimal bei größerer Optik). Bei zu kleiner AP (entsprechend höherer Vergrößerung) wird die Turbulenz mit vergrößert und verschmiert mitunter das schwache Sternchen.

Die Hyperion-Okulare kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Sehr gut geeignet können z.B. TMB-monozentrische Okulare o.ä. sein. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen bei Deimos in der letzten Marsbeobachtungsperiode gemacht. Im TMB war das schwache Möndchen zu sehen, im Delos war das neben der FS-Strebe schwieriger.

Für Sirius B verwende ich jedoch aktuell nur die Delos, zumal es von meinem südlicher gelegenen Standort keine grenzwertige Herausforderung darstellt. Anders sieht das mit Procyon B aus. Ich denke, da muss alles für eine eindeutige Sichtung zusammenpassen.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Henning,

ich wohne mit 52,5° N nur unwesentlich südlicher als Du. Standluft ist das entscheidende Kriterium. Ich konnte Sirius B letztes Jahr im Frühling bei Standluft problemlos im 16er erkennen. Er stand einfach nur da, ganz selbstverständlich. Genauso wie die Trapezkomponenten... Seitdem leider auch kein Erfolg mehr, aber auch keine Standluft...

CS Jochen
 
Hallo Jochen,

Ich habe es tatsächlich an einem der Tage darauf geschafft, Sirius B sicher zu sehen.

Die Jagd nach Sirius B

Ich hoffe, ein Link auf meinen Thread im Nachbarforum ist erlaubt.
Das war schon ein tolles Projekt und hat mich bis zur Sichtung echt fertig gemacht.
Und ohne die ganzen Tips wäre das nicht gelungen.

CS,
Henning
 
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