Emissionsnebel
Aktives Mitglied
Hallo,
ich möchte von meiner Beobachtung am 20.8. berichten. Morgens um 00:30 MESZ begann ich mit der Beobachtung, das Teleskop (6" Newton) war schon ausgekühlt - gut, wirklich abkühlen musste es bei 20°C nicht. Die Bedingungen waren ganz gut, die Grenzgröße lag bei 6,1 Magnituden und das Seeing war gut. Die Himmelsqualität lag nach der Bortle-Skala bei 4.
Mein Hauptziel für heute ist NGC 6543, der Katzenaugennebel. Außerdem wollte ich noch die Helligkeit vom Kometen 21P/Giacobini-Zinner schätzen, ich konnte mir also schön Zeit lassen.
Ich begann mit NGC 6543. Bei kleinen Vergrößerungen war der planetarische Nebel kaum von anderen Sternen zu unterscheiden. Doch ab 100X war er klar größer. Ich beobachtete hauptsächlich bei 120X. Man konnte schon mit direktem Sehen einen nahezu runden Nebelfleck sehen. Mit indirektem Sehen wurde dieser größer und deutlich elliptisch. Aufgrund der hohen Flächenhelligkeit ist NGC 6543 ein leichtes Objekt, zumal ein UHC-Filter eine kleine Verbesserung bringt. Ein schwieriges Detail war allerdings der Zentralstern. Ich konnte ihn nach intensiver Beobachtung aber schließlich doch zeitweise erahnen. Es war das erste Mal das ich einen Zentralstern eines planetarischen Nebels sehen konnte.
Ich fertigte noch eine Zeichnung an.
Als nächstes entschied ich mich spontan für einen anderen planetarischen Nebel, NGC 7662, oder auch „Blue Snowball“ genannt. Dieser erschien jedoch deutlich kleiner als NGC 6543. Selbst bei fast 200X war er noch sehr klein und ohne Strukturen zu sehen, allerdings konnte ich hier einen schwachen bläulichen Farbton erkennen. Ein UHC-Filter hat einen schwachen Kotrastgewinn ermöglicht, auch wenn dieser aufgrund der hohen Flächenhelligkeit fast überflüssig war. Eine Zeichnung durfte auch hier nicht fehlen.
Als letztes schwenkte ich noch in die Kassiopeia (oder gehört das schon zu Perseus?), um die Helligkeit des Kometen zu bestimmen. Er schien mir etwas stärker kondensiert als am Vortag, etwa DC 7-8 und ich schätzte eine Helligkeit von 7,5 Magnituden.
Ich war nach knapp zwei Stunden fertig (kommt einem jetzt vielleicht lang vor, aber ich verweilte etwas über eine Stunde beim Katzenaugennebel, um auch ja alle mir zugänglichen Details zu erfassen).
Ich sah am Ende nur drei Objekte, aber dennoch behalte ich diese Nacht als sehr erfolgreich in Erinnerung, da ich mich sehr über meine Sichtung des Zentralsterns bei NGC 6543 freue.
Gruß
Kalle
ich möchte von meiner Beobachtung am 20.8. berichten. Morgens um 00:30 MESZ begann ich mit der Beobachtung, das Teleskop (6" Newton) war schon ausgekühlt - gut, wirklich abkühlen musste es bei 20°C nicht. Die Bedingungen waren ganz gut, die Grenzgröße lag bei 6,1 Magnituden und das Seeing war gut. Die Himmelsqualität lag nach der Bortle-Skala bei 4.
Mein Hauptziel für heute ist NGC 6543, der Katzenaugennebel. Außerdem wollte ich noch die Helligkeit vom Kometen 21P/Giacobini-Zinner schätzen, ich konnte mir also schön Zeit lassen.
Ich begann mit NGC 6543. Bei kleinen Vergrößerungen war der planetarische Nebel kaum von anderen Sternen zu unterscheiden. Doch ab 100X war er klar größer. Ich beobachtete hauptsächlich bei 120X. Man konnte schon mit direktem Sehen einen nahezu runden Nebelfleck sehen. Mit indirektem Sehen wurde dieser größer und deutlich elliptisch. Aufgrund der hohen Flächenhelligkeit ist NGC 6543 ein leichtes Objekt, zumal ein UHC-Filter eine kleine Verbesserung bringt. Ein schwieriges Detail war allerdings der Zentralstern. Ich konnte ihn nach intensiver Beobachtung aber schließlich doch zeitweise erahnen. Es war das erste Mal das ich einen Zentralstern eines planetarischen Nebels sehen konnte.
Ich fertigte noch eine Zeichnung an.
Als nächstes entschied ich mich spontan für einen anderen planetarischen Nebel, NGC 7662, oder auch „Blue Snowball“ genannt. Dieser erschien jedoch deutlich kleiner als NGC 6543. Selbst bei fast 200X war er noch sehr klein und ohne Strukturen zu sehen, allerdings konnte ich hier einen schwachen bläulichen Farbton erkennen. Ein UHC-Filter hat einen schwachen Kotrastgewinn ermöglicht, auch wenn dieser aufgrund der hohen Flächenhelligkeit fast überflüssig war. Eine Zeichnung durfte auch hier nicht fehlen.
Als letztes schwenkte ich noch in die Kassiopeia (oder gehört das schon zu Perseus?), um die Helligkeit des Kometen zu bestimmen. Er schien mir etwas stärker kondensiert als am Vortag, etwa DC 7-8 und ich schätzte eine Helligkeit von 7,5 Magnituden.
Ich war nach knapp zwei Stunden fertig (kommt einem jetzt vielleicht lang vor, aber ich verweilte etwas über eine Stunde beim Katzenaugennebel, um auch ja alle mir zugänglichen Details zu erfassen).
Ich sah am Ende nur drei Objekte, aber dennoch behalte ich diese Nacht als sehr erfolgreich in Erinnerung, da ich mich sehr über meine Sichtung des Zentralsterns bei NGC 6543 freue.
Gruß
Kalle