Beobachtungsberichte vom Balkon | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Beobachtungsberichte vom Balkon

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo zusammen,

gestern habe ich Stellarium für mich entdeckt und habe mal geschaut, was von meinem Balkon aus alles sichtbar sein wird. Als längerfristiges Ziel habe ich mir gesetzt, die Sterne, die ich am Himmel allabendlich sehe (Bortle 6 - es sind nicht viele) benennen zu können, jedenfalls die helleren und markanten. Da die Plejaden für die Betrachtung rausfallen und bis zum passenden Mond noch ein paar Tage Zeit sind, gibt es außer der Venus sicherlich noch genug zu gucken. Außerdem wollte ich mein neues Aufsuchokular (Baader Hyperion 31 mm) mal ausgiebig testen.

Beobachtungen von Montag, 20.04.2020

Sonniger Tag, starker Wind, keine Wolken erkennbar

Ziele für die heutige Beobachtung:
  • Venus
  • Doppelstern Beteigeuze
  • Doppelhaufen h Persei (NGC 869 / 884)
  • Komet C/2019 Y4 Atlas
  • Doppelstern Prokyon
  • Doppelstern Capella
  • Doppelstern Castor
Gegen 20:00 Uhr habe ich das Teleskop zum temperieren auf den Balkon gelegt und noch mal den Ladestand des Powerpacks für die Montierung geprüft: 1/4… also noch mal ans Ladegerät gesteckt. Unbedingt am kommenden Tag richtig aufladen lassen.

Zunächst ging es mir darum, den Sichtbereich meines Balkons etwas auszuloten, damit ich meine möglichen Sichtungen in Stellarium besser einschätzen kann. Ferner wollte ich einen Blick auf C/2019 Y4 Atlas werfen, falls möglich. Da sollte sich gegen 23:15 Uhr eine relativ gute Möglichkeit ergeben, was mein Sichtfeld angeht.

Das Teleskop habe ich gegen 21:20 Uhr aufgestellt, dazu mein Notebook mit Stellarium, zur Unterstützung meiner Beobachtugnen. Zunächst versuchte ich 36 Cam zu finden (SAO 13756), der Stern ist aber leider nicht im Handsteuergerät. Mein Plan war es, mich darüber an den Kometen zu nähern. Erstmal nicht schlimm, stand eh noch zu hoch, ich musste nur im Kopf behalten, mich zeitig um eine Alternative zu kümmern.

Um 21:30 Uhr habe ich Capella angefahren, Sichtbarkeit geprüft, ging problemlos. Um 21:35 Uhr Castor angesteuert, der Sucher sieht die Balkondecke, Clarity jedoch sieht Castor. Höher geht es also nicht, schonmal ein guter Anhaltspunkt.

Schlussfolgerung nach Überprüfung in Stellarium: Abwarten bis 23:30 Uhr, um C/2019 Y4 anzugucken.

21:44 Uhr Betelgeuse angesteuert, 8 mm zeigen einen orangen Punkt, Seeing ist nicht dolle. Gut, der Stern ist sehr markant, leicht zu merken.

21:56 Uhr Aldebaran erreicht die Baumkronen, ein weiterer Anhaltspunkt für die Sichtbarkeit in Stellarium.

22:00 Uhr ist M44 gerade in den Sichtbereich gekommen, zahlreiche Sterne erkennbar, mit dem 31 mm besser abgebildet als mit dem Hyperion 8-24 mm Zoom, jedenfalls im Randbereich. Im mittleren Bereich kann ich beim Zoom-Okular nichts bemängeln.

22:09 Uhr: Mal die rechte Balkonseite ausloten: Stellarium meint NGC 884 sei sichtbar, den Doppelsternhaufen wollte ich mir eh angucken. Auch nach 10 Minuten bin ich mir nicht sicher was ich sehe. Im Okular sind mehr Sterne als Stellarium zeigt, bei den bisherigen Objekten konnte ich mittels Vergleich von Sternkonstellationen sicherstellen, das Richtige zu sehen. Dennoch: Der Anblick gefällt mir, ich frage mich warum ich noch nie in diese Richtung beobachtet habe. Liegt vielleicht daran, dass direkt darunter eine freie T-Kreuzung mit Laterne ist. 8-24 mm war auch nicht aufschlussreich, wieder 31 mm eingesetzt und die nadelfeinen Sterne bewundert.

22:25 Uhr: Mir ist kalt und ich habe Hunger. Wärmere Sachen anziehen, Brot essen, einen Ingwertee trinken (kalt, von gestern).

22:48 Zeit für ein neues Ziel, der Doppel-Sternhaufen ist nicht mehr bequem zu beobachten, es wird eng zwischen Balkonbrüstung und Teleskop - jedenfalls wenn ich dazwischen muss. Nochmal Atlas versuchen.

22:52 Uhr: SAO 13654 kennt meine Montierung und der Stern ist nahe am Kometen. Die Balkondecke war nicht im Weg für das Teleskop. Langsam herangetastet… ohne Erfolg. Ein anderer Ansatz musste her: SAO 13713 ist Teil eines Trapezes, an dem ich mich orientieren kann, das ist besser zu identifizieren.

23:37 Uhr: Ich habe den Bereich eingegrenzt und bin mir sicher keinen Kometen zu sehen. Machste nix. Wieder waren da mehr Sterne als Stellarium zeigt.

23:43 Uhr: Prokyon identifiziert und manuell angesteuert. Ein Leuchtpunktsucher wäre gut, jedenfalls genauer als am Tubus entlang zu schauen.

Noch ein Blick in Stellarium: Regulus sollte sichtbar sein.

23:50 Regulus erkannt, angesteuert, angeguckt. Genug für heute, bin müde.

Mitgenommen habe ich:

Stellarium ist eine echt tolle Software, ich werde sie öfter in meine Beobachtungen einbeziehen. Vielleicht sollte ich eine niedrigere Bortleklasse einstellen, besser mir wird mehr angezeigt und ich sehe etwas eventuell nicht, als das mir Stellarium etwas nicht zeigt, was ich eventuell sehen könnte.

Ich habe mir Pollux, Castor, Capella, Beteigeuze und Prokyon gemerkt und werde bei künftigen Beobachtungen auf sie achten. Ist wie Vokabeln lernen, irgendwann sitzen die (und viele weitere).

Ich mag mein Übersichtsokular. Es hat mir beim Aufsuchen wirklich gut geholfen.

Es ist gut einen Plan für Beobachtungen zu haben und nicht immer nur wahllos über den Himmel zu fahren.


Gruß
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:

mbba18

Mitglied
Hallo Christian,

ich begrüße Dich einfach mal hier im Forum mit einem Willkommen.
Auch wenn das sicherlich schon vorher passiert ist.

Da ich auch hauptsächlich vom Balkon beobachte, fand ich deinen Bericht interessant (y).
Mich würde Dein Setup interessieren.

Ich orientiere mich vorher auch immer mit Stellarium, was so am Abend/Nacht gehen könnte. So über das Jahr bekommt man schon einiges in's Okular, auch wenn das Sichtfeld auf drei Himmelsrichtungen "begrenzt" ist.

Ich beobachte, je nach dem was ich vorhabe, entweder einem 120/600 Refraktor FH für Richfield, einem 120/1000 Refraktor FH ebenfalls für Weitfeld mit etwas mehr Details und gelegentlich Planeten (nein, der Farbfehler stört mich nicht wirklich ;)).
Seit 3 Monaten ist ein C8 dazu gekommen, der sich immer mehr zu meinem Hauptinstrument entwickelt (it dem machen M35 und M37 richtig Spaß).
Die Teleskope (einzeln ;)) packe ich auf eine iOptro AZ Pro GoTo.
Alle sind sehr gut zu handhaben auf meinem 1,60m tiefen und gut 3m breiten Balkon.
Ich stoße nirgends an und habe genügend Bewegungsfreiheit rundherum.

Mein Sichtfeld erstreckt sich von SW über W nach NW.
Meine Bortle-Klasse ist etwa um 5 herum.
Wirklich störend sind eigentlich nur die Katzen, die die Bewegungsmelder anschmeißen :D.

Gestern Abend, zum Einsatz kam mein C8, war ich auch auf dem Balkon.
Das Seeing empfand ich als gut und Null Wolke am Himmel.
Etwas nervig waren die zwei Starlink-Satelliten-Ketten.
Die erste "wanderte erst an Polux vorbei und dann immer mehr in Richtung Castor.
Die zweite dann zwischen den Zwillingen und dem Fuhrmann.
Dauerte schon seine Zeit, bis die weit auseinander gezogenen Ketten verschwanden.
Bedaure jeden der Astrofotografie betreibt.

Meine ersten Ziele waren die Offenen Sternhaufen M35, M37 (mein Favorit), M38 und M36.
Dort gehe ich bis 17mm 70° Omegon Redline runter. Das 24mm 68° Hyperion bringt aber ein schöneres Bild.
Dann um 22:35 ging es auf M81 und M82, da sie dann hinter der Dachkante hervor kommen.
Die beiden Galaxien habe ich zum ersten Mal in's Okular genommen.
Bei ebenso mit dem 24mm und dem 17mm. Wobei mir hier auch das Bild im 24mm besser gefiel.
Der Kern von M81 war gut auszumachen und M82 war die "Zigarren-Form" gut zu erkennen.
Beide werden hundertprozentig wieder von mir aufgesucht.
Je öfter ich ein und das selbe Objekt beobachte, um so mehr wird für mich erkennbar.

Zum Abschluss noch ein Blick auf die Venus, die leider schon sehr "waberte", da tief stehend.
 

FrankIE Kay

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Hallo Mathias,

Danke für das Willkommen und dein Interesse an meinem Bericht!
Ich verwende eine Celestron Advanced VX Montierung, gespeist vom kleinen Celestron Powerpack. Darauf habe ich einen Explore Scientific Maksutov-Newton mit 152 mm Öffnung und einer Brennweite von 731 mm. Als Okulare habe ich das Hyperion Zoom 8-24 mm (und die dazu passende Barlow), ein ES 70° 25 mm (war beim Teleskop dabei) und das Hyperion 31 mm (seit Samstag). Ich bin noch nicht lange dabei, deswegen ist die Ausstattung noch recht überschaubar.

Da ich auch gerne fotografiere, habe ich einen passenden Kameraadapter für meine Nikon Z6, aber Astrofotografie macht man mal nicht eben so. Deswegen gebe ich mich in dem Bereich erstmal mit dem Mond zufrieden, da klappt das mit den Fotos ganz gut.

C8er scheinen sehr beliebt zu sein, ich lese jedenfalls oft davon und meistens Gutes. Schön, dass dir dein Neuzugang so gut gefällt!

Den Balkon empfinde ich als recht geräumig, gerade die Tiefe von gut 1,20 m sorgen dafür, dass ich auch um das Teleskop rumkomme. Nur niedrige Objekte Richtung NW sind halt etwas unbequem. Aber weiter von der Brüstung weg mag ich auch nicht, das geht vom Sichtfeld ab.

Tatsächlich war ich mit meinem Gerät noch nicht draußen, erst war es das Wetter, jetzt Corona und wieder das Wetter. Und mit den Beobachtungsplätzen bin ich mir noch ziemlich unsicher. Lichtverschmutzungskarte und Kartenapps sind nicht das Problem, es geht um tatsächliche Plätze - schließlich kann ich ja wohl kaum mit dem Wagen zwischen zwei Feldern stehen bleiben und die halbe Nacht die "Straße" blockieren... Ist jetzt aktuell auch nicht dramatisch, ein paar Plätze habe ich ausgesucht und werde mal versuchen was geht. Der Balkon bietet ja auch viele Möglichkeiten.

Wie mir scheint, hat dein Balkon eine ähnliche Ausrichtung, was mich dazu bringt, die von dir genannten Messier-Objekte auch mal zu probieren. Der Blick Richtung SW wird zu großen Teilen von einem Nadelbaum eingeschränkt. Dort ist ein Nest mit vier Eichhörnchen, die sich tags Spitze beobachten lassen, nachts stört der Baum jedoch arg. Versuch macht klug.

Im Winter kann ich die volle Breite des Balkons nutzen und damit vielleicht auch dem einen oder anderen Hindernis entgehen, aktuell wird aber knapp die Hälfte durch ein Hängemattengerüst beansprucht, das ich nicht bei jeder Beobachtung abbauen möchte.


Gruß
Christian
 

Anette_Aslan

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Hallo Christian,
auch von mir ein herzliches Willkommen!
Von Dir habe ich sogar richtig was gelernt: mal auf dem Handkontroller die SAO Liste zu benutzen. Da habe ich ja noch nie reingeschaut. Das werd ich heute Nacht unbedingt ausprobieren.
Stellarium braucht ja einiges an Vorbereitung, z.B. die Montierung an Eichsternen eichen, machst du das? Mit der ADM von Celestron (habe ich auch) muss man das doch machen, oder hast Du eine andere Steuerung?
Ich bin mittlerweile wieder bei der guten alten Sternkarte gelandet und arbeite mit Telrad, das ist wie zu Fuß unterwegs, das weis ich was ich mache, diese Technik hat mir auch Spass gemacht, aber irgendwie verwächst man mit dem Himmel intensiver wenn man es erstmal mechanisch macht.
So ein Zoom Okular hat mich auch nie wirklich zufriedengestellt, ist ne bequeme Sache, aber es fehlt dann doch an Licht und Brillianz finde ich, ich liebe doch meistens wie Du dann meine Aufsuchokulare, ein 42, 32, 28, 26 er in zwei Zoll. Wobei das 26er mein absoluter Liebling ist. Mit dem 32er oder gar 42 fahr ich doch schon glatt wo drüber ohne es zu bemerken, das passiert mir mit dem 26 nie.
Kannst du Dein Teleskop von der Steuerung entkoppeln und mal so rein intuitiv damit rumrühren? Mit so einem 6 Zöller hast Du ja schon ein altbewährtes Arbeitstier. Aber den Kometen, den konnte ich gestern besser im 10ner Dobson sehen, im meinem 5 Zöller war das schon grenzwertig und wenn dies mein erstes Mal gewesen wäre, ich hätte nix erkannt.

Schön zu lesen, mit welch Neugier ein Neuling unterwegs ist, das versetzt einen in die eigenen Anfangszeiten und das hatte ja einen ungemeinen Zauber, auch wenn nicht immer alles klappt.

Wünsch Dir noch weiterhin viel, viel Freude und bin auf weitere Berichte von Dir gespannt.
Clear Skies von Anette
 

mbba18

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Hallo Christian,

so ein Maksutow-Cassegrain, wie Deiner, und so ein Schmidt-Cassegrain, wie meiner, sind einfach ideal für den Balkon.
Da ist es fast "wurscht" ob parallaktisch oder Alt/AZ montiert.
Der Einblick ist halt hinten und variiert nicht so extrem wie z.B. ein Newton parallaktisch.
Ich habe noch eine EQ-6 R, da ist der hintere Einblick auch von Vorteil.
Meine Refraktoren FH passen, wie schon geschrieben, auch bestens.

Ja, der C8 ist echt klasse. Da ist die Wahl des Händlers wohl auch wichtig. Beratung per Mail und/oder Telefon. Wenn man detailliert beschreibt was man will, erwartet und gewillt ist zu zahlen, bekommt man ein fein justiertes Gerät zugesandt.
Auch ergänzt der C8 meine Refraktoren FH bestens (y).

Man muss sich halt über seine Beobachtungssituation bewusst sein.
Was nutzt mir z.B. ein dicker, großer Dobson, wenn ich den nur eingeschränkt in meiner Situation nutzen kann. Oder ein Newton parallaktisch montiert, wo der OAZ meist außerhalb des Balkons schwebt.

Ich habe im Gegensatz zu Dir das Glück, dass ich keine Sichtbehinderungen von meinem Balkon habe. Flaches beobachten geht auch, wenn das "gewabere" nicht wäre ;).
Auch lernt man seinen "Himmelsausschnitt" über's Jahr ganz gut kennen.
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo Anette,
Danke auch für deinen Willkommensgruß!
Stellarium habe ich soweit eingerichtet, dass es meinen Standort, mein Teleskop, meine Okulare und meine Kamera kennt, damit ich bei den ausgesuchten Objekten weiß, was mich im besten Fall im Okular erwartet.
Ich habe meine Montierung allerdings nicht mit dem Computer verbunden.
Die AVX kommt mit der NexStar+ Steuerung daher. Dort gebe ich dann einfach mittels GoTo ein, was ich mir angucken möchte und vergleiche dann das was ich im Okular sehe mit dem was ich laut Stellarium sehen sollte. Das Notebook steht dann halt auf dem Balkon neben dem Teleskop. An die direkte Steuerung mit der Software habe ich mich noch nicht herangewagt.
Was die AVX beim Einschalten verlangt ist ein Alignment, damit sie weiß wann und wo sie ist. In der Regel führe ich das an der Venus durch, das ist zwar nicht der beste Weg, vor allem für das GoTo nicht, aber zumindest sind die Objekte im Sucher zu sehen, das genügt fürs Beobachten.
Ich kann die Steuerung entkoppeln, aber das Bewegen von Hand ist kein Vergnügen und meines Erachtens ist die Montierung auch nicht dafür gemacht - es geht nicht feinfühlig genug und man muss, mangels Kurbeln und Griffen, den Tubus bewegen. Da ist das mit der Handsteuerung viel angenehmer, man kann die Motorengeschwindigkeit regulieren und dann mit den Pfeiltasten ganz bequem über den Himmel fahren. Wenn vorher ein Objekt eingestellt war, wird sogar weiterhin nachgeführt.

Es ist faszinierend, wie viel es am Himmel zu schauen gibt, selbst vom Balkon aus - freue mich schon auf den neuen Mondzyklus.


Hallo Mathias,
richtig, bei mir geht es ans kennenlernen. Ich habe in Stellarium schon mal ein bisschen vorgeschaut und gesehen, dass bis zum Jahresende noch Mars in den Sichtbereich kommt, da freue ich mich auch schon drauf, genauso wie die "Rückkehr" des Orionnebels.
Allerdings ist mein Teleskop kein Maksutov-Cassegrain, sondern ein Maksutov-Newton. Also ein Newton mit Meniskuslinse und Einblick vorne. Geht auf dem tiefen Balkon trotzdem echt gut.

Gruß
Christian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Christian,

wenn man (ich :whistle:) Maksutow lese, überlese ich meist das Newton.

Das sollen aber feine Geräte sein.
Hab ich auch eine Zeitlang mit geliebäugelt.
Weiß jetzt gar nicht mehr warum ich davon abgekommen bin :rolleyes:?
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo Mathias,

macht ja nix... Ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden, wobei ich mir vorstellen kann, auch ein Maksutow-Cassegrain zu kaufen, für bessere Mond- und Planetenbeobachtungen. Na ja vor allem Mond.

Gruß
Christian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Christian,

so einen kleinen, 127/1500, Maksutow-Cassegrain ist auch mein Eigentum.
Das Teil ist wirklich handlich, aber m.E. nur schön an Mond und Planeten.
DeepSky halt nur auf Details. Ähnlich wie beim Schmidt-Cassegrain, der ein etwas größeres Gesichtsfeld mitbringt. Gut, meinen C8 kann ich jetzt nicht direkt mit dem kleinen MC vergleichen.

Warum für Mond/Planeten einen Maksutow-Cassegrain?
Du hast doch einen Maksutow-Newton, der doch an Mond und Planeten eine gute Abbildungsleistung bringen soll und soll auch gut geeignet für langbelichtende Astrofotografie sein. Nun das ist jetzt angelesenes Wissen und nicht aus eigener Erfahrung.
Oder hast Du einen Schmidt-Newton?

MC und SC sind prima für Planetenvideos mit einer, landläufig so genannten, Planetenkamera.
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo Mathias,

ich verspreche mir einiges von der Brennweite des MCs für die Fotografie. Visuell geht der Mond super mit dem MN, auch kann ich gute Fotos vom Mond machen, aber nach dem Cropping sind die dann noch 2 Megapixel groß, da wird mit dem MC mehr gehen. Mehr als Mond und Planeten muss der nicht können, für alles andere ist der Maksutow-Newton da.

Gruß
Christian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Christian,

so tief bin ich jetzt nicht in der Astrofotografie :whistle:, das was ich gelegentlich mache sind Planetenvideos erstellen, drin, dass ich jetzt wüste was "Cropping" ist :unsure:.

Ich denke mir, dass Du Dir genau überlegt hast, was Du Dir anschaffen möchtest und warum.
Es geht ja nicht gerade wenig an Geld über die Theke für ein Gerät was man sich vorstellt.
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo Mathias,

gemeint ist das Ausschneiden des Bildes, so dass der Mond einen vernünftigen Teil des Fotos ausfüllt und nicht so viel Rand da ist. Theoretisch ginge auch eine Barlow, aber da ist das Bild nicht scharf genug. Mag sein, dass es am Seeing liegt, das müsste ich ausprobieren. Visuell kam mir aber selbst eine stärkere Vergrößerung schärfer vor.
Habe mir viel angelesen und Fotos angeschaut, die andere mit MCs gemacht haben (Flickr, Astrobin). Die Ergebnisse überzeugen schon sehr.
Eilt ja auch nicht mit dem MC, gibt ja genug zu sehen. Aber der Anreiz ist halt da.

Gruß
Christian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Christian,

danke für die Information.
Wieder etwas gelernt.

Ja, der Reiz der Astrofotografie ist da.
Rein vom Setup wäre bei mir, bis auf ein paar Kleinteile, alles vorhanden.
Aber ich halte mich noch ein bisschen davon fern.
Hier und da etwas einlesen, natürlich, aber praktische Umsetzung noch nicht.

Bei der rein visuellen Beobachtung bin ich immer noch dabei das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten des Setups wie Teleskope, Montierung, Okularen, Filtern usw. etc. detaillierter kennenzulernen und zu verstehen.
Auch überlege ich in die Spektroskopie einzusteigen, aber, puuuhhh ;), der finanzielle Einsatz ist da anscheinend noch höher als bei der Fotografie. Aber ich denke ich habe einen relativ günstigen Einstieg darin gefunden.
Was auch noch interessant ist, ist die Videoastronomie. Preislich, nun ja, im Mittelfeld sag ich mal :D.
Radioastronomie wäre auch noch was, aber der Platzbedarf, das bringt der Balkon nicht her.

Du siehst, die Astronomie hat mich mehr oder weniger auf allen Ebenen gepackt :D.
Die Zeit wird es bringen. Ist halt so wie bei der Anschaffung des ersten Teleskopes bis hin zum endgültigen Setup, man muss es seiner Situation (auch seinem Geldbeutel ;)) anpassen, was wirklich praktikabel und machbar ist.
Was nutzt mir ein 3m Radioteleskop auf dem Balkon den ich dann für's Beobachten wieder abbauen muss. Auch eine "einfache" Yagi-Antenne würde nicht wirklich passen.
Abwägen und überlegen halt.
 

AstroBHO

Mitglied
Im Okular sind mehr Sterne als Stellarium zeigt, bei den bisherigen Objekten konnte ich mittels Vergleich von Sternkonstellationen sicherstellen, das Richtige zu sehen.

Hallo Christian,

in Stellarium kannst du Sterne "nachladen" und mit einem eigenen Panorama kannst du dir einen eigenen Hintergrund in Stellarium basteln.
Dann sieht Stellarium gnau so aus wie dein Balkon.

CS Bernd
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo zusammen,

Mathias, Astrofotografie ist ja wirklich ein umfangreiches Thema, das man auf verschiedensten Ebenen betreiben kann, je nachdem was man aufs Bild bannen möchte. Wenn es nur ein paar Kleinteile sind, ist der Weg zum ersten Versuch vielleicht gar nicht weit.
Mit der Spektroskopie und der Videoastronomie hast du dir ja noch einige Ziele gesetzt, ist schön was im Ausblick zu haben. Ist schon interessant wohin einen die Wege führen.

Bernd, Danke für die Hinweise! Das mit dem Sterne nachladen werde ich machen. Die Möglichkeit ein eigenes Panorama in Stellarium einzufügen habe ich in den Einstellungen des Programms gesehen. Das bietet sich auf jeden Fall an. Das ist auch einer der Gründe warum ich bei meinen Beobachtungen darauf achte, was zu einer bestimmten Uhrzeit sichtbar war und wo das Haus oder Bäume im Weg waren - das eingefügte Bild muss ja auch richtig positioniert sein.

Nachher gibt es dann noch einen neuen Bericht von gestern Abend.

Gruß
Christian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Christian,

Jep, Astronomie ist sehr vielseitig und kann einen schon gut beschäftigen.
Neben dem reinen Beobachten, ob nun rein visuell oder fotografisch, gibt es ja auch viel Literatur. Da hat sich so einiges an gedruckten und eBooks angesammelt. Über die Geschichte, Großteleskope, "Hobby"teleskope, Optik, Atlanten usw. usf..

Ein "paar Kleinigkeiten" war sicherlich untertrieben :whistle:.
- Montierung EQ-6 R ist vorhanden; alle verwendeten Teleskope werden stabil getragen, auch für Astrofotografie
- ZWO Asi224 als Guiding-Kamera ist auch vorhanden.
- DSLR ist auch vorhanden; stellt sich die Frage wie gut die geeignet ist
- Software für Bearbeitung ist auch vorhanden
- Guiding-Rohr fehlt
- Reducer für den C8 fehlt
- Adapter für DSLR fehlt (Bajonet auf T2)
- Erfahrung in Fotografie fehlt :D
Das so mal aus dem Kopf zusammengetragen.

Spektroskopie und Video-Astronomie sind erst mal "nur" angedacht.
Ich denke das ich in naher Zukunft wohl erst die Spektroskopie im kleinen Rahmen angehen werde.
Spektroskopie wohl auch deshalb zu erst, da das wohl eng mit der Fotografie zusammen hängt. Spektren nur visuell :unsure:?? Geht ja auch um das Auswerten, Vergleichen etc..
Um damit, im kleinen Rahmen, zu starten, müsste ich mir "nur" einen Star Analyser 200 anschaffen und da dann über meine Asi224 gehen.
So meine Idee ;):unsure:.

Ob die Video-Astronomie was im privaten Bereich bringt, bin ich noch am zweifeln.
Ist wohl mehr was für Volkssternwarten, um mehrere Besucher gleichzeitig einen Blick auf ein Objekt zu bieten, anstatt jeden einzelnen ein paar Sekunden durch's Okular blicken zu lassen. Ob da Fotos, Videos, wie auch immer, möglich sind, keine Ahnung.
Mal sehen.

Noch was zu Stellarium von mir ;):
Für mich ist es wirklich das beste Programm auf einem PC.
Sehr mächtig, sehr viele einstel Möglichkeiten. Lässt keine Wünsche offen.
Was ein bissi kniffelig sein soll ist die Steuerung der Montierung.
Habe ich aber weder mit meiner iOptron noch mit meiner EQ-6 R ausprobiert.
Auf dem Tablet/SmartPhone nutze ich SkySafari Pro. Die iOptron ist da bestens mit zu steuern. Bei der EQ-6 R fehlt mir noch der WiFi-Dongel.
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo Mathias,

da ist ja doch noch einiges in der Liste :D So wie ich das sehe fehlt da erstmal nur der Bajonett zu T2 Adapter. Den könnte man dann zum Beispiel an den Mak 127/1500 anbringen, den du oben erwähnt hast (wenn er von Skywatcher ist, soll er einen T2 Anschluss haben). Was ein C8 ohne Reducer macht, weiß ich nicht - probieren... Damit könntest du dann die ersten Erfahrungen am Mond sammeln - na ja, ich will dich da zu nichts drängen, aber das ging mir durch den Kopf, als ich deine Liste gelesen habe. Adapter dran und los geht's. Erfahrungen kommen durch Probieren.
Nützlich ist es, wenn die DSLR einen Live-View hat. Das heißt, wenn du das was der Chip wahrnimmt direkt auf dem Display sehen kannst, live halt. Das ist zum Fokussieren ganz gut. Auf dem Display vergrößern, dann den OAZ passend einstellen. Für Sterne geht's wohl am besten mit einer Bahtinov Maske, habe aber selbst noch keine - bisher nur davon gelesen.

Guiding wird eine ganz eigene Sache, wenn ich mich selbst ans Fotografieren wage, kommt das wohl eher auf mich zu als ich jetzt denken mag - ich kenne mich...

Stellarium und die Montierung werde ich bestimmt auch mal miteinander bekannt machen. Das schöne ist, dass es das Programm auch für das Tablett gibt. Dort und auf dem Smartphone habe ich bisher Redshift genutzt, was mir auch recht gut gefiel, sogar schon lange bevor ich an den Kauf eines Teleskops dachte, doch die neue Version lässt arg zu wünschen übrig. Zumal der Kompass in den mobilen Geräten eher Vorschläge für Richtungen macht als verlässliche Angaben. Da kann man mit geschlossenen Augen akkurater auf die Himmelsrichtungen zeigen. Somit ist das "Himmel scannen" eher murks und auf dem Balkon ist Stellarium am Computer da einfach besser.

Gruß

Christian
 

stefan_sch

Mitglied
Hallo Christian,

auch ich bin ein Balkon-Astronom und kann Dir nur kurz meine Erfahrung bei der Mondfotografie mit einem 127/1500 Mak-Cassegrain im Vergleich zu einem 150/750 Newton schildern (beides die Standardmodelle von Skywatcher) auf einer EQ-5 und mit einer Nikon D7200 als Kamera, die ich über einen T2-Ring an das Teleskop angeschlossen habe und mit dem Funkfernauslöser bediene.
Die Resultate mit dem Newton haben mich wesentlich mehr zufriedengestellt, einfach wegen des besseren Öffnungsverhältnisses (f5 statt f12) und des damit helleren Bildes. Das erlaubt niedrigere ISO-Werte und vor allem kürzere Belichtungszeiten. Mit dem Maksutov hatte ich eigentlich immer verzitterte Aufnahmen, sei es wegen der Luftunruhe, wegen winziger Windstöße oder vielleicht auch wegen des hochklappenden Spiegels - trotz 2 Sekunden Auslöseverzögerung. Mit dem Newton sind die Bilder zwar nur halb so groß, aber trotzdem detailreicher.
Und es war ein langer Prozess von Versuch und Irrtum, bis ich es richtig hinbekommen habe. Auch die Bearbeitung ist ein Lernprozess ...
Ich kann Dich nur ermutigen, mit Deinem Mai-Newton und der Z6 auf den Mond zu zielen!

viele Grüße
Stefan
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo Stefan,

Danke für deine Erfahrungen. Gut zu wissen, was da ggf. auf mich zukommt. Ich werde auf jeden Fall weiter Fotos mit der Z6 und dem Mak-Newton machen, keine Frage. Zumal ich seit dem letzten Zyklus einen Concenter gekauft habe und mein Teleskop damit justieren konnte, vielleicht bringt das etwas wenn ich die Barlow-Linse noch mal probiere. Es wurde zwar vom Händler justiert, aber auf dem Transportweg werden Pakete ja doch ordentlich durchgeschüttelt.
Es ist ja nicht so, dass die Bilder schlecht sind, die ich gemacht habe, es ist "nur" das Streben nach mehr.

Gruß
Christian
 

FrankIE Kay

Mitglied
Hallo zusammen,

gestern war ich wieder auf dem Balkon und habe einen neuen Bericht verfasst:

Dienstag, 21.04.2020

Sonniger Tag, starker Wind, keine Wolken erkennbar, Tageshöchsttemperatur 20°C

19:45 Uhr: Ich habe das Teleskop auf den Balkon gestellt und mich dann an die Planung für den Abend begeben. Aufgrund der Schilderungen von Mathias (mbba18) standen die Objekte eigentlich schon fest, nur die Reihenfolge noch nicht. Schnell ergab sich folgende Liste:

Ziele für die heutige Beobachtung:
  • M34 früh!
  • M35
  • M37
  • M38
  • M36
  • M81 und M82 stehen zu hoch
  • C/2019 Y4 Atlas
21:23 Uhr Teleskop steht, Venus ist das erste Objekt, 8 mm Sichel klar erkennbar, gutes Seeing. Der Planet stand nicht auf der Liste, aber da ich die Venus für das Alignment nutze, gucke ich sie auch an. Mit Sicherheit ist sie das Objekt, das ich am häufigsten betrachtet habe.

21:30 Uhr M34 angesteuert, aber es ist noch zu hell. Ein Blick auf Stellarium verrät, dass NGC2232 schon recht tief steht, leider bereits hinter einem Baum. Das geht wohl erst im Herbst wieder. M47 steht auch tief, nicht zu weit südlich doch leider auch im Baum. Schon mal einen Stern für die Suche nach Atlas auswählen, der von gestern ist heute ungünstig. Heute ist es SAO 13654, der sollte zeitgleich mit dem Kometen im 31 mm Okular zu sehen sein. Ist jedoch noch blockiert, wie erwartet.

21:42 Uhr: NGC 2244 Rosettennebel/Harfenhaufen, Sterne sind da, der Nebel bestimmt auch, aber nicht für mich. Zu hell hier, aber damit habe ich gerechnet.

21:48 Uhr NGC 2264, gut zu finden und schön anzuschauen, um 21:55 Uhr ist ein Satellit durch das Bild geflogen.

22:01 NGC 2281 ist möglich von der Höhe. Nochmal M34 testen, bevor es zu tief steht. Geht jetzt gut. Einige Sterne sind zu sehen, kein Vergleich mit einer Langzeitbelichtung, aber immerhin.

22:15 M35 aufgesucht. Festgestellt, dass in Stellarium ein falsches Teleskop eingestellt war (ja, in Stellarium gibt es den Mak 127/1500 bereits :D). Richtig gestellt und plötzlich sind die Objekte wieder leichter auffindbar. M35 ist ein echter Hingucker, Danke Mathias! 16 mm zeigen noch etwas Umfeld, bei 8 mm ist man drin, 22:18 Uhr wieder ein Satellit im Bild. Ich sollte aufhören die Satelliten zu erwähnen, bei der Fotografie bekommen sie noch genug Aufmerksamkeit.

22:31 Uhr: Bei M37 sind sehr viele Sterne schwach sichtbar auf engem Raum, bei 8 mm habe ich den Eindruck, dass die Flächen zwischen den Sternen etwas heller sind als der Hintergrund. Fürs Auge ist es sehr anstrengend. Vielleicht sind hier die Grenzen des Zoom-Okulars erreicht, vielleicht liegt es am relativ hellen Himmel.

22:38 Uhr: M38 ist ähnlich tricky wie M37. Bei 20 mm erkenne ich eine Ähnlichkeit mit einem Seestern. Jedenfalls frisch nach der Teilung, wenn einer drei und der andere vier Arme hat. Dieser hier hat vier Arme. Jedenfalls ist M38 für mich ein Objekt, bei dem es nicht so viel Fantasie braucht, um den Namen zu erklären.

22:47 Uhr Venus erreicht die Baumkronen. Bei M36 sind einige Sterne mit 8 mm zu erkennen, grob 30 im zentralen Bereich des Sternhaufens.

22:51 Uhr: Zeit es nochmal mit zu Atlas versuchen. Weit muss ich heute nicht über den Himmel wandern, um die Position zu finden, aber leider habe ich wieder keinen Erfolg, auch heute keine Komentensichtung für mich.

23:12 Uhr: NGC 2169 ist schon in den Bäumen versunken, zum Abschluss des Abends noch mal M35 genießen. Für M81 und M82 hätte ich bis 4 Uhr aufbleiben müssen. Vielleicht in 30 Jahren, wenn ich nicht mehr arbeiten muss. Eher mal vom Feld aus, so ich denn eines finde.


Mitgenommen habe ich aus der Beobachtung:

Da ich in Stellarium Bortle 5 statt 6 eingestellt habe, gibt es deutlich mehr Vorschläge für mich, vor allem wenn man das FOV reduziert. Nächstes Mal muss ich da schon bei der Planung drauf achten, dann kommt nicht so viel spontan dazwischen. Spontan ist nicht verkehrt, aber auch hier gilt, dass genaueres Hinschauen sinnvollere Planungen zulässt. Aber es gibt ja noch viele Beobachtungsabende und Nächte.

Weniger ist mehr. Montag habe ich mir weniger Objekte angeschaut, wenn man die Doppelsterne außen vorlässt und diese dafür intensiver betrachtet. Das hat mir besser gefallen, folglich in Zukunft mehr auf einzelne Objekte konzentrieren und weitere Objekte einfach notieren, für später. Das meiste läuft nicht weg.

Sternhaufen gefallen mir, auf jeden Fall werde ich einige auch mit der Kamera versuchen, ganz sicher.

Gruß
Christian
 

Optikus

Mitglied
Lass Dich immer von der Elementarweisheit treiben "nur Versuch macht klug" - das wurde schon oft angebracht, verliert dabei aber nichts von seiner Richtigkeit. Oder wie es weiland in der ZX81-Werbung hieß: "Wenn sie wissen wollen was ein Knopf macht, drücken Sie drauf!" ...

CS
Jörg
 

Anette_Aslan

Mitglied
Hi Christian, die Bahtinov Maske brauchst nicht unbedingt, aber eine DLSR mit Liveview ist unabdingbar, da kannst du gleich scharfstellen, den View zoomen und in der grössten Einstellung scharf stellen, das hilft schnell, Bahtinov ist was für sehr anspruchsvolle Endergebnisse.
LG von Anette
 

Optikus

Mitglied
Moin,

na ja, Liveview ist was feines, wer das nicht hat macht was pragmatisches: Suche einen Antennenmast, Windrad oder ähnlich in der hyperfokalen Distanz, fotografieren, Fokus einstellen, Klebestreifen, das ging früher und geht heute auch noch. Oder - mein Favorit, nimmt APT (oder eines der vergleichbaren Programme), einen Motorfokus und lässt das Programm seine Arbeit machen. Das klappt auch mit meinen Musaugen...

CS
Jörg
 

mbba18

Mitglied
Hallo Zusammen,

hey, noch ein Balkonaut (y):D.

Ja, es ist der 127/1500 MC von SkyWatcher.

So weit ich weiß kann man über die Stellarium-App auf dem Tablet die Montierung nicht steuern. Was bei mir über Tablet geht ist Redshift Pro und SkySafari pro.
Aber grundsätzlich nutze ich den Handcontroller. Die App kommt meist nur zum Einsatz wenn ein Objekt nicht im Katalog meiner iOptron ist.

Das mit den (sehr) langen Belichtungszeiten, was Stefan angesprochen hat, bei einem MC, hab ich auch so gelesen. Mit seinen f/12 ist er nochmal höher als der C8 mit f/10.
Deshalb wird wohl auch ein Reducer für Fotografie am C8 angezeigt, da ist man dann, bei dem von Celestron, bei f/6. Rein visuell soll ein Reducer am C8 nicht wirklich was bringen :unsure:.

Das mit der DSLR werde ich bestimmt angehen, aber irgendwie "beiße" ich mich gerade an der "einfachen" Variante der Spektroskopie fest ;). Zwei recht gute Berichte darüber gefunden.

Dein Beobachtungsbericht ist mal wieder sehr detailliert und interessant (y).
Die, ich nenn sie jetzt mal so, "Fuhrmannkette" macht wirklich richtig Spaß.
Wie gesagt M37 ist mein Favorit und der Name "Salz-und-Pfeffer-Haufen" finde ich recht passend.
Schade das du M81 und M82 nicht erreichst.
Geh auch mal auf C14 (h Persei).
Die sind in meinen Refraktoren FH wirklich toll. Der C8 ist da eher ungeeignet für, außer, was ich ganz gerne mal mache, um weitere Details zu sehen.
Hat beides was. Entweder mit was "drumherum" oder eben im Detail.

Venus ist auch mein Alignment Objekt. Hauptsächlich wohl weil die Montierung automatisch dort hin fährt ;).

Offenen Sternhaufen konnte ich Anfangs nicht's abgewinnen, aber mittlerweile... (y).
Die Übung macht's wohl.

Mittlerweile nehme ich mir maximal 5 Objekte vor. Eher weniger.

Das ist das schöne an Stellarium am PC, man kann es sich so zurecht machen, dass es für einen das beste liefert.
 

Optikus

Mitglied
Moin,

Balkonauten gibt's ne Menge, bin aktuell dienstbedingt in Saarbrücken und hab auch nur meinen Nordbalkon im 10 Stock, da ohne Auto geht nur da was. Macht nix, mal mit ganz kleinem Besteck rumprobieren ist immer noch besser als das HartzIV-Kino oder langweilen, rumrennen ohne triftigen Grund geht im Saarland ja nicht - und mal ehrlich - einfach durch die Stadt stromern schmälert den Geldbeutel, das wars aber auch. Alles was interressant sein könnte ist ja ohnedies zu.

CS
Jörg
 

Specht

Mitglied
Moin Jörg!
(...) bin aktuell dienstbedingt in Saarbrücken und hab auch nur meinen Nordbalkon im 10 Stock (...)
Du hattest mal ein tolles Panorama von dort oben mit dem Smartphone in der Dämmerung gepostet. Vielleicht ginge da ja noch was mit einem Weitwinkel (mit Mond, Wolken oder so...). Muss ja nicht immer Astro sein. Schön finde ich auch nächtliche Langzeitaufnahmen. Ich hab vor langer Zeit (noch analog) mal nachts von der Schlossmauer so etwas versucht (da ist auch das Saar-Center drauf, damals kreiste auf dem Dach noch der Mercedes-Stern):

panorama.jpg


viele grüße, volker.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anette_Aslan

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Leute schaut euch das Satellitenbild an! Da können wir ungehemmt herumstromern im All .... wenn im Sommer der Spuk vorbei ist, scheint uns Corona Borealis vom Himmel .... als Erinnerung.
 

FrankIE Kay

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Hallo zusammen!

Da bin ich mal ein paar Stunden weg und der Thread ist voll von neuen Beiträgen. Gefällt mir sehr!

Jörg, völlig richtig, immer ausprobieren. Das ist das schöne, man kann ja eigentlich nicht viel kaputt in unserem Hobby.
Scharfstellen und die Position markieren am OAZ ist ein guter Tipp. Hatte letztens spaßeshalber meine alte D800 am Teleskop und habe mich echt gefragt wie frustrierend das sein muss, ohne Liveview erst zu fokussieren. Aber so wie du es beschreibst, wäre das gegangen. Glücklicherweise bin ich mit der Z6 bestens ausgestattet.
Finde ich gut, auch unterwegs die gegebenen Möglichkeiten zu nutzen.
Schöner Farbverlauf am Horizont bei dem geposteten Bild, auch der Vollmond kann sich wirklich sehen lassen!

Anette, ja wie schon gesagt, Liveview ist eine echt feine Sache. Bisher habe ich halt immer mittels Bildvergrößerung an Mond oder Venus fokussiert, das ging gut, trotzdem wollte ich die Bartinovmaske mal probieren - die kosten ja nicht die Welt.

Mathias, dachte ich es mir doch mit dem Skywatcher, der ist wirklich weit verbreitet, wie sich auch bei meinen Recherchen gezeigt hat. Den Punkt mit den Belichtungszeiten habe ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen. f/x ist ja letztlich das Verhältnis Brennweite/Öffnung. Da ich meine Kamera nicht nur für die Astrofotografie habe, besitze ich auch einige Objektive und werde mal probieren, wie sich das Belichtung bei verschiedenen Blenden an hellen Objekten auswirkt. Auch wenn die Objektive eine kleinere Öffnung haben, sollte die Verhältnismäßigkeit ja übertragbar sein. Also mal Fotos mit Blende 4,5 oder 5 und Blende 11 oder 13 machen und vergleichen. 4,8 und 12 sind nicht im Angebot.
Wenn du mit der Spektroskopie anfängst, berichte bitte davon!
Eine Handvoll Objekte klingt sinnvoll. Mal sehen, was es nachher wird.

Volker, das ist eine sehr stimmungsvolle Aufnahme, gefällt mir gut. Vor einiger Zeit habe ich hier in der Gegend (Ruhrgebiet) auch mal einige entsprechende Nachtaufnahmen gemacht. Es ist faszinierend, wie sich der Anblick einer Stadt bei Tag und bei Nacht unterscheiden kann.

So, Zeit für ein paar Vorbereitungen und dann geht es wieder auf den Balkon! Nutzt den klaren Himmel und viel Spaß dabei.

Bis später und Gruß

Christian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Christian,

so ist das hier im Forum, wenn einmal Fahrt aufgenommen wurde... (y).

Jep, der kleine Skywatcher ist gut verbreitet.
Die Kombination mit der Montierung ist ja auch preislich attraktiv.
Wobei sie mit dem MC schon arg an ihrer Grenze ist, m.E..
Der MC an sich ist ein feines Gerät. Schön kompakt, angenehmes Gewicht, gut zu fokussieren. Die Obstruktion, nun sagen wir, ist schon ganz ordentlich.
Aber am Planet ist der wirklich gut. Mittendrin und nicht nur dabei ;).
Habe ihn auf 2" umgerüstet, da geht der allerdings gar nicht mehr auf seiner Standard Montierung. Die 2" haben m.E. was an Helligkeit gebracht. Mag subjektiv sein.

Bin auf Deine Ergebnisse Deiner Test's gespannt.

Habe mir den Paton Hawksley Spektroskop Star Analyser 200 bestellt ;).
Bin sehr gespannt und werde berichten (y).

Werde heute pausieren und nicht auf den Balkon gehen.
Gelegentlich mal mehr als 5 Stunden Schlaf sind auch ganz nett.
Man ist ja nicht mehr der jüngste.
 
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