Beobachtungsnacht 06.-07.05.2016

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Hajime
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Hajime

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Hallo liebe Foristen,

ich hatte heute Nacht die Gelegenheit bei mondloser Nacht, außerhalb der Stadt zu beobachten.

Mein Hauptbeobachtungsziel waren Mars und Saturn und ich wollte nun meinen Baader Sky Surfer 3 im Einsatz testen.

Teleskop auf den Jupiter ausgerichtet um den Sucher zu kalibrieren. Schon bei einer Vergrößerung von 48 konnte man erkennen, dass das ein Scharfstellen und Kontrastreiches Bild nicht möglich ist.

Zusätzlich hatte ich eine Art von Spikes vom Jupiter und Mars im Bild, selbst als ich noch weiter von diesen Enfternt war. Mein erster Gedanke war mein Okular bzw. Objektiv ist beschädigt. Es trat aber später nicht mehr auf.

Jupiter war also ein ernüchternes Bild (mal wieder ;) ).
Langsam stellt sich mir die Frage ob entweder mein Teleskop nicht einwandfrei funktioniert (z.B. Kalibrierung), meine Okulare einfach schlecht sind (Standard Okulare + Omegon 6mm) oder meine Probleme beim Einblick dafür zuständig sind.
Bei meiner besten Beobachtung von Jupiter konnte ich gerade so den großen Roten Fleck erkennen. Der Detailgrad den andere Foristen beschreiben konnte ich bisher noch nicht beobachten.

Ich habe auf den Mars geschwenkt. Ich konnte nur einen flächigen
roten Stern erkennen. Es waren keine Details zu erkennen, auch nicht bei größeren Vergrößerungen.
Bei Saturn ergab sich ein anderes Bild. Scharfstellen ging natürlich trotzdem nicht, aber beide Henkel waren gut zu erkennen.
Ein toller Anblick bei Saturn.

Danach habe ich verschiedene Deep Sky Objekte angepeilt. Aber anscheinend war es trotzdem noch zu hell in der Umgebung. Viele waren gerade so als schwammiger Fleck zu erkennen.

Der Herkules-Haufen war ein toller Anblick. Das Anpeilen mit dem Rotpunkt-Sucher ging gut von der Hand.
Scharfstellen war auch hier relativ schwierig. Man konnte aber viele Einzelsterne erkennen. Ein schöner Gedanke, dass man in einem Moment 300.000 Sterne gleichzeitig sieht.

Ich war von der Form des Haufens doch sehr erstaunt. Auf Bildern (ich rede jetzt nicht von Hubble und Co.) sieht man immer eine Kugelige Form mit einem relativ hellen Kern.
Ich konnte zwar einen helleren Kern beobachten, die Randbereiche sahen eher so aus, als wäre ein Tinenkleks zerlaufen.

Als ich den Nordamerika-Nebel anpeilte konnte ich leider garnichts erkennen.

Ich habe mit einem Dobson 200/1200 mit 25 / 10 / 6 Okularen beobachtet.


Vielleicht hat der Ein oder Andere einen Beobachtungstipp für mich.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ich hab mal ein paar Fragen an Dich:

1.) War dein 8" Dobson ausgekühlt?
2.) Von wann bis wann hast Du beobachtet?
3.) Überprüfe die Justage deines Dobsons!
4.) Lässt Du dir ausreichend Zeit beim beobachten?

Mars und Saturn stehen sehr tief, d.h. den Weg den das Licht durch die Atmosphäre gehen muss ist länger und wird mehr gestört als bei zenitnaher Beobachtung. Dennoch konnte ich mit 6" aus der Stadt heraus an Mars dunkle und helle Gebiete unterscheiden (gegen 03:00 morgens).
M13 solltest Du in tausende Sterne auflösen können. An meinem 10" ist er bei fast 200x Vergrößerung eine Pracht.
Nordamerikanebel ist riesig! Wahrscheinlich warst Du drin ohne es zu bemerken. Hast Du einen UHC Filter verwendet? Ohne Filter wirst nicht viel von Nordamerikanebel sehen und Du brauchst ein Okular welches Dir eine große Austrittspupille liefert und möglichst großes Gesichtsfeld.

Grüße
Matthias
 
Hallo Sebastian

dein Bericht ist eigentlich ganz Okay, nicht vor halb 10 beobachten, ist noch viel zu hell, zu Warm, und nicht all zu tief beobachten die Luft Unruhe,
und das Teleskop der Temperatur mindestens 1 STD auskühlen lassen, beobachte lieber mit kleinere Vergrößerung 10mm.

Ich bin gestern in die Pampa raus gegangen zum beobachten und das gegen halb 10Uhr bis nach 23 Uhr.

War schon ziemlich dunkel und Frisch mit kühlem Wind, mein Dob das Ich am meisten zum Beobachten mit nehme steht ruht in einem Kühlen Schopf, Vorteil fürs beobachten.

Beobachtet Jupiter mit Hyperion Okular 8mm und 17mm der Jupiter war sehr gut mit seinen Wolkenbändern zu sehen.
Weiteres mit 8mm und 17mm Okular M13, M97, M101, M51, Galaxie Arme gesehen, M66 mit M65 NGC 3628.

Ich beobachte lieber weniger dafür das Deepsky etwas länger um Details zu erkennen.


Gruß Manfred
 
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Hallo Matthias, hallo Manfred,

mein Dobson ist in meinem Schuppen gelagert, also gehe ich davon aus, er halbwegs ausgekühlt ist.

Ich habe von 01:00 - 03:00 beobachtet.
Saturn und Mars hatten also ca ihren höchsten Punkt.
An Details war nicht zu denken. Der Mars war tatsächlich nur eine rötliche Fläche.

Die Überprüfung der Justage ist so eine Sache, ich habe keinen Laser oder ähnliches.
Ich habe auch mal Intra- und Extrafokal eingestellt, aber da fehlt mir die Erfahrung um etwas einzuschätzen. Ich habe da nur den Fangspiegel und den Befestigungsschuh vom Sucher gesehen. Komischerweise keine Beugungsringe oder ähnliches.
Vllt ist ein Justierlaser doch keine schlechte Idee.

Was das Seeing angeht, ich glaube die Bedingungen waren wirklich schlecht. Ich hatte teilweise das Gefühl, ich habe selbst bei kleinen Vergrößerungen Großskalige Luftbewegungen "gesehen".

M13 war bei 200x-facher Vergrößerung matt und sehr dunkel. Mit dem 10mm Okular war es deutlich schöner.

Also ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auf den Nordamerika-Nebel ausgerichtet habe, aber ich besitze keinen Filter.

Montag ist ja Merkurtransit. Da werde ich (bei entsprechendem Wetter) mal in die örtliche Sternwarte gehen.
Vllt lassen sich da mal Beobachtungskontakte knüpfen.

Gruß Sebastian
 
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Hallo,


An Details war nicht zu denken. Der Mars war tatsächlich
nur eine rötliche Fläche.


Das hatte ich in der heutigen Nacht auch.
Das Seeing war dermaßen schlecht, das die Strukturen auf den
Planeten verschmiert wurden.
Nur im Ansatz konnte ich auf Mars ein paar Strukturen ausmachen
und auf Saturn die Cassini Teilung sehen.

Bei höherer Vergrößerung waren dieses mal die Sterne
aufgebläht, was auf das schlechte Seeing zurückzuführen ist.


Vllt ist ein Justierlaser doch keine schlechte Idee.


Anstelle eines Lasers würde ich dir ein Chesire Justierokular
und ein ConeCenter empfehlen.
Wenn es ein Laser sein soll, dann ein hochwertiger, wie der
von "drehen-und-mehr.de".


Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

Drehen-und-Mehr liefert in absehbarer Zeit keine Laser.

Es gibt auch andere hochwertige 2" Laser, die jedoch Riesen Löcher in die Astrokasse reißen.

Da ist ein Chesire schon wesentlich günstiger.

Gruß

Karl Heinz
 
Hallo Sebastian,

beim Achtzöller habe ich früher immer nur mit einer mittig durchbohrten Filmdose gemäß Anleitung justiert. Ich bin ziemlich sicher dass das nicht perfekt war, für den GRF und ein paar Wolkenstrukturen hat es aber gereicht. Wenn es ganz arg dejustiert ist, sieht man das auch an unförmigen Sternenschweifen am Rand.

Zur Einschätzung des Erwartbaren: Die Details die man auf Zeichnungen sieht werden den Planeten glaube ich abgerungen, indem man das nur blickweise gute Seeing nutzt und das gesehene aus dem Hirn-Zwischenspeicher zu Papier bringt. Denke ich zumindest. Nächte, in denen Minutenlang feinste Details zu sehen sind, sind leider selten. Und dass die Planeten alle nicht hoch stehen verschlechtert die Situation sowieso.

CU
Klaus
 
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