Hallo Sami,
Zitat von bLacKmOoN1980:
Ich möchte kein Professor werden, ich möchte nur wissen, wie groß etwas aussieht, wenn ich eine Kamera in das Teleskop stecke
naja, ne Professur ist eventuell ein wenig zu hoch gegriffen, aber wenn man die grundlegenden Zusammenhänge zumindest ansatzweise verstanden hat, macht´s das (fotografische) Leben doch einfacher...
Denn dann merkt man ganz schnell, dass die "Vergrößerung" als solche bei der Fotografie irgendwie erst nach der Ausbelichtung und Betrachtung eines Fotos eine Rolle spielt.
Wenn du wissen willst "wie groß etwas auf deinem Kamerasensor erscheint", dann musst du herausfinden, welches Areal am Himmel du abbilden kannst (Bildwinkel). Das ganze lässt sich aus Brennweite und Sensordiagonale ermitteln (und damit dann auch wie groß der Winkel pro Pixel ist). Wenn man diesen Bildwinkel hat, kann man das dann auch direkt auf die Ausdehung des gepl. Objekts übertragen und sieht sehr schnell, wie groß das Objekt dann auf dem Sensor erscheint.
Einfaches Beispiel: Sonne und Vollmond haben in etwa eine Ausdehnung von einem halben Grad, wenn du versuchst mit 2000mm Brennweite und einer APS-C Kamera z.B. den Vollmond aufzunehmen, wird das nicht funktionieren, da das abgebildete Himmelsareal ca. 0,6° * 0,4° beträgt, also die "kurze Seite" des Sensors zu klein ist oder halt die Brennweite zu groß.
Wenn man nicht jedes Mal rechenen will: Ich nutze zur Planung meiner Fotosessions SkySafari, da kann man wunderbar die ganze vorhandene Hardware (Teleskop, Objektive, Okulare, Kameras, ...) eingeben und das Programm projeziert dir dann ein entsprechendes "Kästchen" an den Himmel.