Berechnung Vergrößerung bei fokaler Fotografie?

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Hallo Heiner,

was spricht dagegen, das Größenverhältnis der Bilder als Größenverhältnis der Bilder zu bezeichnen? ;)

Grüße

fquadrat
 
Zitat von fquadrat:
Hallo Heiner,

was spricht dagegen, das Größenverhältnis der Bilder als Größenverhältnis der Bilder zu bezeichnen? ;)

Grüße

fquadrat

Moin fquadrat,

eigentlich nichts wenn sich alle daran halten würden.
Aber dann würde ich doch lieber für das hier genannte Beispiel den Begriff "Relativer Abbildungsmaßstab" verwenden.

Wie dem auch sei, es ist interessant sich damit zu befassen.:-)

CS Heiner
Der Mediziner unterscheidet ja auch zwischen Flatulenz und Meteorismus. Mir war dies bislang auch eh pupsegal. :knuddel:
 
Hi!

Zitat von Heiner:
Wie dem auch sei, es ist interessant sich damit zu befassen.:-)
Ja, und noch mehr, den (nicht relativen) Maßstab mit Weitwinkelobjektiv, Umkehrring und Zwischenringen auf 5:1 zu jubeln. (grins)

Der Mediziner unterscheidet ja auch zwischen Flatulenz und Meteorismus. Mir war dies bislang auch eh pupsegal. :knuddel:
LOL! Wo lernen die Mediziner eigentlich den Unterschied in der Praxis - Darmstadt oder Pforzheim? :biggrin:

Grüße

fquadrat
 
Wow, was für eine Unterhaltung :-)

Da habe ich mal die Suchfunktion benutzt, welche Vergrößerung man bei fokaler Fotografie hat und dann sowas :D

Ich muss zugeben, das ich mir mehr darunter vorstellen kann, wie Hans-Peter es erklärt hat. Dieses ganze Gedöhns drumherum interessiert mich nicht.

Ich möchte kein Professor werden, ich möchte nur wissen, wie groß etwas aussieht, wenn ich eine Kamera in das Teleskop stecke :-D

Grüße an die Vergangenheit, aus dem Jahre 2015 ^^

Sami
 
Hallo Sami,

Ich möchte kein Professor werden, ich möchte nur wissen, wie groß etwas aussieht, wenn ich eine Kamera in das Teleskop stecke :-D

es sieht sehr groß aus, wenn du von der Aufnahme ein Poster machst und sehr klein, falls eine Briefmarke daraus wird. Es kommt natürlich auch darauf an, wie nahe du an die Abbildungen zum Anschauen herangehst. Schließlich kannst Du die Aufnahme auch auf dem Bildschirm anschauen. Es gibt auch hier große und kleine Bildschirme. Deine Frage kann so wie sie gestellt ist nicht beantwortet werden. Das ist auch der Grund, warum einige in dem Thread ausgesprochen Falsches von sich gegeben haben, nur um einen Fragenden ruhig zu stellen. Es gibt eben keine Einheitsgröße, zu der man eine Abbildung ins Verhältnis setzen könnte. Das was ich hier geschrieben habe, gilt für jede Brennweite, für jede Kamera und für jede Chipgröße oder Pixelgröße und für jedes abgebildete Objekt. Man kann es sich also sparen, diese Begriffe für eine falsche Erklärung zu missbrauchen. Ich kann zwar sagen, eine Abbildung A wäre beispielsweise fünfmal so groß wie Abbildung B. Damit ist aber nicht gesagt, wie groß du diese Abbildungen siehst.

Grüße

Kurt



 
Hallo,
du brauchst auch kein Professor werden, ich nutze immer dieses Tool, um zu sehen, wie groß das Objekt ist, dass ich aufnehmen möchte.
Objekt auswählen, Teleskop auswählen, und dann noch die Cam.
Hier kann man sich jedes Objekt reinladen, von NGC über Messier bis hin zu SH2 Objekten.
Ebenso geht das auch für die Dobsen Anhänger.

http://www.12dstring.me.uk/fovcalc.php

CS
Alois
 
Hallo zusammen,

bei der Angabe einer fotografischen "Vergrößerung" gibt es drei Stellgrößen, die man in einer einzigen Verhältniszahl nicht zusammenfassen kann. Diese drei sind:

1. die Vergrößerung des abgebildeten Objekts auf dem Aufnahmemedium (Sensor/Film),

2. die Vergrößerung der vom Sensor gewonnenen Abbildung (Print/Bildschirmdarstellung),

3. (wird oft vergessen) der Beobachtungsabstand des Betrachters eines Bildes,

jeweils gegenüber dem Eindruck eines visuellen Beobachters mit bloßem Auge. Wenn man alles zusammenrechnet, kann man dabei höchstens sagen: wenn Du das Bild aus einem halben Meter Abstand betrachtest (eine Armlänge/ein augenfreundlicher Bildschirmabstand), dann ist es soundsovielmal größer als mit bloßem Auge am Himmel betrachtet.

Weil mir das alles viel zu kompliziert ist, gebe ich die Ausmaße eines Objektes auf einem Bild in der Regel als Bruchteile oder Vielfaches eines durchschnittlichen Monddurchmessers an. Darunter können sich die meisten etwas vorstellen.

Grüße,

Klaus

 
Hallo Sami,

Zitat von bLacKmOoN1980:
Ich möchte kein Professor werden, ich möchte nur wissen, wie groß etwas aussieht, wenn ich eine Kamera in das Teleskop stecke

naja, ne Professur ist eventuell ein wenig zu hoch gegriffen, aber wenn man die grundlegenden Zusammenhänge zumindest ansatzweise verstanden hat, macht´s das (fotografische) Leben doch einfacher...

Denn dann merkt man ganz schnell, dass die "Vergrößerung" als solche bei der Fotografie irgendwie erst nach der Ausbelichtung und Betrachtung eines Fotos eine Rolle spielt.

Wenn du wissen willst "wie groß etwas auf deinem Kamerasensor erscheint", dann musst du herausfinden, welches Areal am Himmel du abbilden kannst (Bildwinkel). Das ganze lässt sich aus Brennweite und Sensordiagonale ermitteln (und damit dann auch wie groß der Winkel pro Pixel ist). Wenn man diesen Bildwinkel hat, kann man das dann auch direkt auf die Ausdehung des gepl. Objekts übertragen und sieht sehr schnell, wie groß das Objekt dann auf dem Sensor erscheint.

Einfaches Beispiel: Sonne und Vollmond haben in etwa eine Ausdehnung von einem halben Grad, wenn du versuchst mit 2000mm Brennweite und einer APS-C Kamera z.B. den Vollmond aufzunehmen, wird das nicht funktionieren, da das abgebildete Himmelsareal ca. 0,6° * 0,4° beträgt, also die "kurze Seite" des Sensors zu klein ist oder halt die Brennweite zu groß.


Wenn man nicht jedes Mal rechenen will: Ich nutze zur Planung meiner Fotosessions SkySafari, da kann man wunderbar die ganze vorhandene Hardware (Teleskop, Objektive, Okulare, Kameras, ...) eingeben und das Programm projeziert dir dann ein entsprechendes "Kästchen" an den Himmel.
 
Hallo miteinander,

Die Frage nach der Vergrößerung stellt sich immer erst im Moment der Betrachtung des Objekts. Bei der Betrachtung am Okular ergibt sich die Vergrößerung sofort aus dem Verhältnis der Brennweiten von Objektiv und Okular.

Auch bei der Betrachtung am Bildschirm erscheint mir die Frage nach der Vergrößerung durchaus sinnvoll, u.a. zum Vergleich mit der Betrachtung des betreffenden Objekts am Okular. Aus diesem Grunde gebe ich auf meiner Website stets die visuellen Vergrößerungsfaktoren an mit der folgenden Erläuterung:

Die in Klammern angegebenen visuellen Vergrößerungsfaktoren ergeben sich unter Einbeziehung der Nachvergrößerung aus dem Quotienten (visuelle Bildschirmauflösung) / Kameraauflösung. Bei 60 cm Betrachtungsabstand und 0,28 mm Bildschirmraster liegt die visuelle Bildschirmauflösung bei 0,28 mm / 60 cm = 96 arcsec. Die Kameraauflösung ergibt sich aus dem Quotienten Pixelraster / Aufnahmebrennweite.

Mit einer für die hochauflösende Fotografie typischen Kameraauflösung von 0,28 arcsec, beispielsweise, ergibt sich bei 60 cm Betrachtungsabstand vom Bildschirm eine visuelle Vergrößerung von 96"/0,28" ~ 340-fach. Das von Hans beschriebene Setup mit der Nikon D5100 und 1250 mm Brennweite bietet eine Kamera-Auflösung von 4,7 µm / 1250 mm = 0,78 arcsec und bei dem o.a. Betrachtungsabstand am Bildschirm eine visuelle Vergrößerung von 96"/0,78" = 124-fach.

Gruß, Jan
 
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