Berechnung Vergrößerung bei fokaler Fotografie?

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astrofax66

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Hallo,

habe folgende Frage:
Wenn ich bei meinem DOBSON 10 Zoll/1250 mm eine Nikon D 5100 fokal draufmontiere (also ohne Objektiv bzw. ohne Okular) welche Vergrößerung erreiche ich dann?
Normalerweise berechnet man die Vergrösserung in dem man die Brennweite des Teleskopes durch die Brennweite des Okulars dividiert.Bloss welche Brennweite hat die NIKON ohne Objektiv?

Danke für eure Hilfe,

LG
Hans
 
Moin Hans!

Bitte lesen: http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/

Darunter genauer zur Eingangsfrage: Klick mich!

Viel Spaß!
 
Hallo Hans
Wenn du direkt durch den Dobson Fokal fotografierst hast du dadurch eine Brennweite von ca. 1250mm. Dein Teleskop wird sozusagen zum Objektiv mit eben dieser Brennweite.

ca. 50mm Brennweite entsprechen 1:1 dem menschlichen Auge. In deinem Fall hast du mit 1250mm einen Vergrößerung von ca. 25-fach. Nicht berücksichtigt ist der Crop deiner DSLR. Bei Canon ca. 1,6

Gruss Hans-Peter
 
Zitat von Hans_Peter:
Hallo Hans
Wenn du direkt durch den Dobson Fokal fotografierst hast du dadurch eine Brennweite von ca. 1250mm. Dein Teleskop wird sozusagen zum Objektiv mit eben dieser Brennweite.

ca. 50mm Brennweite entsprechen 1:1 dem menschlichen Auge. In deinem Fall hast du mit 1250mm einen Vergrößerung von ca. 25-fach. Nicht berücksichtigt ist der Crop deiner DSLR. Bei Canon ca. 1,6

Gruss Hans-Peter

Aha, so ist das :-)

Wieviel wirkt sich dieser Crop ungefähr noch aus ?
 
Hi
Also der Cropfaktor bezieht sich auf das Maß/Verhältnis, welches aus der chemischen Zeiten stammende Kleinbildnegativgröße von 24x36mm hatte. Da dein Chip der DSLR kleiner ist, nimmst du bei einer Aufnahme auch nur einen Ausschnitt im Verhältnis zur alten Größe auf. Wenn du also mit der alten Filmgröße ein Bild in der Größe von 9 x 12 cm ausgedruckt vor dir hattest und du nun dein neues Bild (welches ja "nur" ein kleinerer Auschnitt ist) ebenfalls auf 9 x 12cm ausdruckst, zoomst du quasi dein Bild um den Faktor hoch. Indirekt ergibt sich dadurch eine "Vergrößerung" um das 1,6-fache.

Ich hoffe dass ich es verständlich ausgedrückt habe. Wenn nicht einfach nochmal melden, oder die Forensuche benutzen. Da müsste einiges an Infos vorhanden sein. Wegen dem Cropfaktor gab es doch anfänglich heiße Diskusionen.

In deinem Fall hätte dein im nachhinein "vergrößertes" Bild dann keine 25x sondern ca. 40x (Aber im Grunde bleibt es bei 25x)

Gruss Hans-Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hans,

Wieviel wirkt sich dieser Crop ungefähr noch aus ?
überhaupt auf gar nichts.

Solche Begriffe wie "Crop", "Crop-Faktor" oder "Equivalenzbrennweite" sind Begriffe aus den Marketing diverser Kamerahersteller(in erster Linie Canon), die erfunden wurden, um den fotochemischen Fotografen bei der Einführung der digitalen SLR zu erklären, wieso bei gleicher Brennweite das abgebildete Feld kleiner ist. Der Chip(22,2mm x 14,8mm) ist kleiner als das fotochemische Kleinbild(36mm x 24mm). Das Bildfeld der DSLR ist kleiner, weil das Bildmedium kleiner ist. Das hat nichts mit irgendwelchen Vergrößerungen oder Verkleinerungen oder Equivalenzen zutun.

Das Bildfeld setzt sich aus zwei Werten zusammen:
1. der Brennweite der Optik und
2. der Größe des bildgebenden Mediums

Eine Fausformel sagt: (Kantenlänge Bildmedium * 57,3) : Brennweite = Kantenlänge Bildfeld in °(Grad)

In deinen Fall(Nikon) ergibt das ein Bildfeld bei 1250mm Brennweite von 1,08° x 0,72°. Wenn du diese Zahlen in eine Planetariumsoftware eingibst erkennst du, wie klein(oder groß) das Bildfeld ist. Da ist nichts mit Cropfaktor oder Vergrößerung, die Berechnung des Bildfeldes ist eine Winkelfunktion, anhängig von den oben genannten Werten.


Hallo Hans-Peter,

Da müsste einiges an Infos vorhanden sein. Wegen dem Cropfaktor gab es doch anfänglich heiße Diskusionen.
da gab es nicht nur anfänglich heiße Diskussionen, diese Diskussionen werden noch immer geführt. Aber scheints will man nicht aus diesen Dikussionen lernen.
Nichts für ungut!

Grüße an beide,
Matthias

PS: An die Experten: Bitte die Formel für die Berechnung des Bildfeldes genauer ausführen, ich habe jetzt nur die Faustformel im Kopf. Sorry.
 
Hallo Matthias
ebenfalls nichts für ungut, aber was ist an meiner Erklärung denn falsch? Ich denke nicht, dass ich es sinngemäß falsch erklärt habe. Oder hab ich dich falsch aufgefasst? Er wollte doch nicht die Größe des Abbildungmaßstabes in Grad oder sonstwas, sondern nur was für einen "Zoom" er mit seinem Teleskop hat.

CS Hans-Peter
 
PS. Die Frage mit dem: Mit wievielfach ist den das Bild aufgenommen? kommt regelmäßig von Besuchern der Sternwarte auf uns zu. Die können i.d.R nichts mit Brennweite anfangen. Wenn ich aber sage, dass das so 10-fach oder 30-fach ist dann siehts anderst aus. Nicht jeder, oder besser gesagt, die wenigsten können darüber hinaus mit Gradangaben was anfangen.

Ein gutes neues Jahr noch

CS Hans-Peter

 
Hallo Hans-Peter,

die Kategorie "Vergrösserung" bei der Fokalfotografie
ist nicht sinnvoll. Für bestimmte Wiedergabegrössen und
Betrachtungsabstände des resultierenden, fertigen Bildes
(z.B. Poster 2 x 3 Meter aus 2 m betrachtet, oder
24"-Bildschirm, Bild formatfüllend, aus 70 cm Entfernung)
liessen sich "Vergrösserungen" angeben, und zwar als Verhältnis des Winkels,
unter dem eine Objektdimension dann erscheint relativ zu dem Winkel,
unter dem sie dem unbewaffneten Auge am Himmel erscheint.

Denn das ist die "Vergrösserung" bei der visuellen Beobachtung:
Winkelgrösse im Okular dividiert durch Winkelgrösse am Himmel
für das unbewaffnete Auge.

Da die Wiedergabegrösse des Bildes und der Betrachtungsabstand
aber nicht sinnvoll normierbar sind, jedoch in eine solche Berechnung
zwangsläufig mit eingehen müssten, ist schon die Frage nach einer
Vergrösserung bei Fokalfotografie unsinnig.
Bei der Fotografie selber wird ja gar kein Bild
für ein menschliches Auge dargestellt, und schon gar nicht
in angebbarer, normierbarer Grösse. Falls ein Bildschirm dennoch eine
Version des Bildes zeigt, ist nicht vorhersehbar oder
definierbar, wie gross es ist oder sein soll, und wie weit es
vom Betrachter entfernt ist.
Ausserdem ist die Bildwiedergabe gar kein Bestandteil des
Aufnahmevorgangs selber, dessen "Vergrösserung" hier diskutiert
wird.
Ich kann doch nicht ernsthaft als "Vergrösserung" etwas
angeben, was sich ändert, wenn der Betrachter einen Meter vom Bild
zurückgeht, oder was bei einer Gruppe von Betrachtern (alle
haben ja unterschiedlichen Abstand zum Bild) für jeden unterschiedlich
ist, und diesen Wert dann als Kenngrösse des Aufnahmevorgangs
bezeichnen.

Ohne ein dem Auge in definierbarer Grösse dargebotenes Bild
(wie z.B. im Okular) kann man deshalb von einer "Vergrösserung"
nicht reden.

Viele Grüße
noch ein Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias

Ich sehe es schon wieder kommen. Der Endlosthread bezüglich Crop.
Grundsätzlich hast du absolut recht und dem ist auch nichts hinzuzufügen und ich möchte das auch gar nicht bestreiten.

Aber..

..ich denke schon dass man einen Vergrößerungsfaktor für Laien so darstellen bzw. beschreiben kann, wie ich es oben geschrieben habe. Nicht als Grundsatz sondern zwecks besserem Verständnis. Erkläre mal einem echten Laien wenn er dich fragt wie weit du mit deinem Tele was herholst mit Betrachtungswinkel, Grad oder Abstand des Betrachtens. Der dreht sich rum und denkt, puh das ist mir zu hoch. Daher halte ich einen Vergleich mit 1:1 bei ~50mm und dementsprechend auf andere Brennweiten projeziert als die bessere, verständlichere Erklärung.

Gruss Hans-Peter
 
Zitat von Hans_Peter:
Aber..

..ich denke schon dass man einen Vergrößerungsfaktor für Laien so darstellen bzw. beschreiben kann, wie ich es oben geschrieben habe. Nicht als Grundsatz sondern zwecks besserem Verständnis. Erkläre mal einem echten Laien wenn er dich fragt wie weit du mit deinem Tele was herholst mit Betrachtungswinkel, Grad oder Abstand des Betrachtens. Der dreht sich rum und denkt, puh das ist mir zu hoch. Daher halte ich einen Vergleich mit 1:1 bei ~50mm und dementsprechend auf andere Brennweiten projeziert als die bessere, verständlichere Erklärung.

Hallo Hans-Peter,

...aber dann erklärst Du dem Laien ja eben das Sinnlose. Ist das sinnvoll?

Gruß André
 
Hallo Hans-Peter,

das muß hier kein Endlosthread bezüglich Crop werden, wenn man akzeptieren würde, dass solche Begriffe wie "Crop" oder "Vergrößerungsfaktor" in der Fotografie nichts zu suchen haben. Auch ich habe oft mit Publikum zu tun und ich nehme mir die Zeit, den Leuten den ganzen Kram mit den Betrachtungswinkel zu erklären. Ich bringe da unter anderen gern das folgende Beispiel:

Ich nehme meinen Dobs(ist auch ein 10"f/5), klemme meine Kamera drann und fotografiere eine Blume auf einer Wiese. Dann nehme ich die Kamera wieder ab, setze ein 50mm-Objektiv drauf, gehe auf der Wiese zu dieser Blume und mache ein weiteres Bild mit den gleichen Abbildungsmaßstab. Welches der beiden Bilder ist nun vergrößert? Voraus gesetzt, beide Optiken sind perfekt, erkennt man hinterher nicht, welches Bild der Blume mit 1250mm oder mit nur 50mm Brennweite gemacht wurde.

Dann folgt ein weiteres Beispiel an unserer Nachbargalaxie M31:

Wenn ich M31 mit 432mm(72er Megrez) fotografiere, dann paßt die Galaxie gut formatfüllend auf das Bild. Dann drucke ich das Bild auf DIN A4 aus. Betrachte ich nun das Bild und bedenke dabei, dass die Galaxie eine Ausdehnung von 350000 Lichtjahren hat, dann ist dieses Bild eine wahnsinnig gigantische Verkleinerung der tatsächlichen Größe.

Die Brennweite bestimmt den Abbildungsmaßstab bzw. den Betrachtungswinkel. Je höher die Brennweite ist, desto kleiner ist der Winkel. Das hat mit "Vergrößerung" nichts zutun.
Es ist keine gute Idee, den Laien in seinen Glauben zu lassen, alles hinge nur von Vergrößerungen ab. Gerade Laien, die mit den Glauben von Sternzeichen und Horoskop in eine Sternwarte kommen, sollte man über die wahren Fakten aufklären und sich die Zeit nehmen, die Hintergründe zu erklären. Mit den beiden oben aufgeführten Beispielen funktioniert das ganz gut.

Auch dir ein gutes neues Jahr.

Grüße,
schon wieder ein Matthias :)
 
Hallo zusammen,

den Crop-Verfechtern zum Überlegen:

meine Webcam hat nen Crop von 10. Ist doch toll. Wenn ich einen viel kleineren Chip finden könnte, 10 mal in der Breite kleiner und 10 mal in der Höhe kleiner, dann wäre ich bei Faktor 100. Noch toller.

Für mich geht der Bildausschnitt gegen null, aber nicht irgendeine Vergrößerung gegen unendlich. Bei der Fotografie wird nichts vergrößert. Es wird abgebildet. Es gibt einen Abbildungsmaßstab und Chipabmessungen. Das gibt einen Bildausschnitt, den ich auf einer Briefmarke oder auf einem Poster darstellen kann.
Was ist denn bitte das zuvor Dagewesene, welches ich durch das Abfotografieren größer mache, also vergrößere?

Gruß

Kurt
 
Zitat von Hamma_Berlin:
Hallo Hans-Peter,

...aber dann erklärst Du dem Laien ja eben das Sinnlose. Ist das sinnvoll?

Gruß André

Hallo Andre
Über Sinn und Unsinn läßt sich ja bekannterweise streiten. Über die Wahrheit ebenso. Allerdings hat man dadurch doch mal ne grobe Hausnummer wie die Brennweite zur (fiktiven) "Vergrößerung" wird. Nicht mehr und nicht weniger.

CS Hans-Peter
 
Hallo Kurt und Matthias
Ich bin da voll bei euch. Keine Frage. Nicht dass da ein falscher Eindruck entsteht. Mir geht es nur darum jemandem ohne Kenntnis einen Vergleich zu geben, welches ihm erlaubt, die vermeintliche Vergrößerung mit der Brennweitenangabe einzuschätzen. Dies macht in meinen Augen eben so, wie oben erklärt, wenn auch sachlich nicht richtig, mehr Sinn. Kann ja jeder anderst sehen oder vermitteln. Aber ich denke mal dass er damit mehr anfangen kann als mit Abbildungsmaßstäben und Gradzahlen ;-)

@ Matthias
Ja mit Horoskope und sonstigem neuzeitlichen Krankheiten muss man doch des öffteren kämpfen.

Gruss CS Hans-Peter

 
Die Augenlinse hat eine variable Brennweite zwischen etwa 17 und etwa 23 mm. Ein 1 m großer Gegenstand in 100 m Entfernung hinterlässt also auf der Netzhaut ein reelles Bild von etwa 0,2 mm Größe. Ein Teleskop mit 1 m Brennweite hingegen erzeugt ein Bild von 1 cm. Das reelle Bild, das das Teleskop liefert ist also etwa 50 Mal so groß wie das im Auge. Was ist daran falsch? Beide Bilder sind reell, umgekehrt und verkleinert.

Was die Kamera daraus macht, hängt wohl von der Pixeldichte ab. Wie wäre eine dem Auge vergleichbare Pixeldichte?
 
Hallo Etamin,

Zitat von Etamin:
an Deinen Überlegungen ist falsch, dass dort gar keine
Vergrösserung stattfindet oder vorliegt.
Du beschreibst zwei voneinander unabhängige Abbildungsprozesse
und willst zeigen, dass unterschiedliche Brennweiten zu
unterschiedlichen Abbildungsmaßstäben führen... was aber
bereits bekannt ist ;-)
Mit "Vergrösserung" hat das aber nichts zu tun.

Grüße
Matthias
 
Hallo zusammen,

zuerst mal vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen, aber das das so kompliziert ist :-)

Wollte hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, aber für einen Laien wie mich hat das Hans Peter (finde ich) ganz gut erklärt.

LG und CS,
Hans

PS: bin grade schwer beim Einlesen in das Thema; dank der Tipps von euch :-)

 
Hallo Hans,

dann zieh doch mal ein Fazit dessen, was Du aus Hans-Peters Erklärung mitnehmen konntest, ohne Dich weiter in das Thema einzulesen. Das können wir ja dann mit Matthias Erklärung vergleichen.

Gruß André
 
Wusste gar nicht dass wir hier in der Schule sind, wo im Anschluß des Unterrichtes der Wissenstand abgefragt wird.

Seis drum, mir genügt es manchmal einfach etwas bedienen zu können, ohne wissen zu müssen, warum das so funktioniert. Aber klar, jeder Autofahrer weiß schon was in seinem Auto aufs i-Tüpfelchen passieren muss, damit es sich in Bewegung setzt. Er kennt die Steuerelektronik, jeden Kabelbaum, jede Kupplungslamelle, die Abgasrückführung, Hersteller sämtlicher Bauteile und und und. Mir genügt es wenn er anspringt, ich aufs Gas drücke (kann man überhaupt auf GAS treten?) und damit zum nächsten Bäcker fahre um mir meine Brötchen zu holen.

Es gibt durchaus Grundsätze bei der praktischen Astronomie die man wissen sollte bzw. wissen muss. Das hier gehört nicht unbedingt zum dem Grundwissen um überhaupt mal anfangen zu können. Da kann man sich nach und nach einarbeiten.
Wenn auch der Begriff VERGRÖSSERUNG per Deffinition hier tatsächlich nicht stimmt, so weiß man aber umgangssprachlich, was gemeint ist. So hat nun Hans, obwohl völlig "falsch" erklärt, aber umgangssprachlich verständlich, eine grobe Einschätzung. Selbst wenn er mal mit anderen Brennweiten arbeitet.

Gruss Hans-Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich persönlich finde, dass man einen fragenden Laien
mit stimmigen Erklärungen versorgen sollte und nicht
- aus "Rücksicht" auf seinen Laienstatus - mit falschen
Theorien, die letzlich nur die Undurchdachtheit der Ausgangsfrage
widerspiegeln und sie fatalerweise faktisch bestätigen.
Von einem fragenden Laien kann man sicher nicht erwarten, dass
er schon alles weiss, und natürlich ist da jede Frage berechtigt,
auch und gerade eine, die mangelnde Vertrautheit mit der
Materie offenbart.

Bei jemandem aber, der Erklärungen abliefert, sollte man mit anderen
Maßstäben arbeiten. Letztlich ist eine "pragmatische", aber
eigentlich unrichtige Auskunft eine Irreführung und keine
Unterrichtung. Sie liefert nur eine Zementierung von
Missverständnissen.

Das ist meine persönliche Meinung... wenn andere das anders
sehen, bitte sehr. Ich finde es aber grundfalsch.

Matthias
 
Hallo Hans-Peter,

Wenn auch der Begriff VERGRÖSSERUNG per Deffinition hier tatsächlich nicht stimmt, so weiß man aber umgangssprachlich, was gemeint ist.
man braucht sich nur mal im DSLR-Forum ein wenig umzusehen, was umgangssprachlich so alles gemeint wird. Aus purer unwissenheit verbreiten vermeintliche Profis dieses Geschwubbel an Laien, die das dann munter weiter verbreiten, in der Annahme dies sei die Wahrheit. Und kommt einmal die Diskussion zu genau diesen Punkt, verzettelt man sich in Ausflüchten und Geschwafel, bei dem sich der logisch denkende Mitleser denkt:"WTF!"

Woher weiß der Laie, was umgangssprachlich gemeint ist? Er glaubt es doch nur zu wissen. Und wer klärt ihn auf wenn nicht wir die es wissen?
Ich sehe das ganz ähnlich wie mein Namensvetter. Entweder erklärt man es ihm richtig oder man läßt es einfach bleiben.

Grüße,
Matthias
 
Hallo Matthias und Matthias

Ich zitiere mal aus Wikipedia:

Crop-Faktor

Eine Verkleinerung der lichtempfindlichen Fläche bewirkt einen Beschnitt des Bildfeldes (Verkleinerung des Bildwinkels). Der Formatfaktor wird auch Crop-Faktor genannt (von engl. to crop = beschneiden). Eine Verkleinerung des Aufnahmeformates entspricht einer Ausschnittvergrößerung.


http://de.wikipedia.org/wiki/Formatfaktor


Aber lassen wirs gut sein. Führt ja wie befürchtet nur zu einem Endlosthread.
Vielleicht noch abschließend einen Vorschlag zur Güte. Können wir damit leben wenn ich sage das ein Objekt bei z.B. 500mm Brennweite eine gewisse Abbildungsgröße auf dem Chip hat. Wenn ich nun die Brennweite auf 1000mm Brennweite verdoppele wird auch das Objekt doppelt so groß abgebildet?! :/

Gruss Hans-Peter

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kurt
Hier geht es um die unterschiedlichen Sensorgrößen. Du verkleinerst oder vergrößerst nur dann die "lichtempfindliche Fläche" (unglückliche Wortwahl) wenn du die Kamera wechselst. Und auch nur dann wenn diese eine andere Sensorgröße hat.

Gruss Hans-Peter
 
Moin,

ich stelle da mal eine laienhafte Zusatzfrage :

Ich adaptiere meine DSLR an ein 50mm Objektiv und betrachte durch den Sucher der DSLR ein mir von der Größe unbekanntes Objekt.
Dann mache ich davon ein Foto.

Nun befestige ich die DSLR an meinen 1250mm Objektiv und betrachte wiederum durch den Sucher der DSLR das Objekt.
Danach mach ich auch davon ein Foto.

Hab ich visuell durch den Sucher der DSLR nun eine 25fache Vergrößerung gegenüber dem 50mm Objektiv gesehen und beträgt der Abbildungsmaßstab auf dem Foto mit 1250mm nun 1:25 gegenüber dem von 1:1 mit dem 50mm Objektiv ?

Oder habe ich alles Vorherige falsch verstanden?

CS Heiner

 
Hallo Heiner,

sofern der Abstand zum Objekt in beiden Fällen gleich ist, siehst Du ihn im Sucher beim 1250-mm-Objektiv tatsächlich 25mal größer als beim 50-mm-Objektiv.

Der fotografische Abbildungsmaßstab hat damit nur indirekt zu zun. Er berechnet sich nach beta=Bildgröße/Gegenstandsgröße und wird daher aus den linearen Abmessungen bestimmt. Ein langbrennweitigeres Objektiv zeigt von einer gegebenen Position einen Gegenstand größer als ein kurzbrennweitigeres, doch kann letzteres näher an ihn herangebracht werden.

Aus dem Brennweitenverhältnis errechnet sich der Abbildungsmaßstab nicht; tatsächlich wird er oftmals beim langbrennweitigen Objektiv kleiner sein, da bei diesem ein längerer Auszug für den gleichen Maßstab nötig ist. Um bei einem 50-mm-Objektiv einen Gegenstand mit einem Durchmesser von 20 mm so aufzunehmen, daß das Bild auf dem Film oder Sensor 10 mm Durchmesser aufweist, muß der gesamte Auszug 25 mm betragen, was mit Hilfe eines Zwischenringes dieser Länge kein Problem darstellt. Ein 200-mm-Objektiv würde einen Auszug von 100 mm benötigen, was üblicherweise nur mit zwei Zwischenringsets oder einem Balgengerät möglich ist. Makroobjektive schaffen den Wert allerdings ohne Probleme.

Betrachtet man den Maßstab relativ und bezieht auf 50 mm als Normalbrennweite für KB und Vollformatchips, so könnte man beim 50-mm-Objektiv von 1:1 ausgehen, muß aber beim 1250-mm-Objektiv von 25:1 sprechen, nicht von 1:25, da er dann ja größer ist, nicht kleiner.

Grüße

fquadrat

PS
Auszug ist der Abstand, denn das Objektiv ausgehend von der Unendlichstellung zusätzlich zur Film- buw. Sensorebene benötigt.
 
Hallo Zusammen,

also ich finde die Erklärung von Hans Peter aufgrund der Fragestellung am besten beantwortet. Hat ja auch der Threadersteller bestätigt. Auch wenn die Vergrößerung nur fiktiv angegeben werden kann.

Ist so ähnlich wie mit PS und kW. Wer fragt denn schon bei Mototenleistung nach kW. Kann sich kein [zensiert] was drunter vorstellen.

Gruß Jens
 
Danke fquadrat,

deine Ausführungen sind für mich nachvollziehbar.

Meine 1:25 sind ein Schreibfehler, da ich natürlich meinte, dass das 1250mm Objektiv das Objekt vom gleichen Standpunkt aus entsprechend größer abbildet.

Ergo sag ich dann ab heute "Maßstab" und nicht Vergrößerung oder Abbildungsmaßstab wenn ich das Größenverhältnis beim fotografischen Einsatz verschieden großer Objektive an der gleichen Kamera ausdrücken möchte.

CS Heiner



 
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