Betonsäule in den 3. Stock

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musicos

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Hi, Im Rahmen meiner Dachsternwarte möchte ich eine Betonsäule bis in den 3. Stock, insgesamt ca 5m Höhe, giessen. Darauf kommt eine Montierung (250kg) und optische Ausrüstung (ca 100kg). Wie würdet ihr die Dimensionierung vornehmen? Ich dachte ein Fundament von 1m3 auszuheben, dann eine Säule von 40x40cm zu giessen. Reicht das, oder muss noch grösser dimensioniert werden?

gruss
Torsten
 
Hallo Torsten,

ich kann mir nicht vorstellen, dass die Sache mit diesen Parametern funktioniert.
Bin zwar kein Fachmann im Bereich Statik, meine aber, das es eine wacklige Angelegenheit wird.
Eine freistehende Säule 40x40 cm, 5 Meter Höhe, ist schon ne Hausnummer....
 
Hallo Torsten,
beim Bau meiner Dachsternwarte mußte ich natürlich auch eine
Säule durch das Haus ziehen. Fachleute rieten mir ein Korso
aus Kalksandsteinen zu mauern und anschließend mit Beton aus-
zufüllen.Gesagt getan: Jeweils ein Quadrat aus 3 Kalksand-
steina a 24cm immer ca. 1,5m hochgezogen. Außenmaß mit Fugen
ungefähr 74cm x 74cm. Am nächsten Tag mit Beton und Monier-
eisen ausgefüllt. Zum Abschluß kam dann der Betonglattstrich.
Die Säule ist ungefähr 5,80m hochgeworden. Belastet mit der
Ausrüstung von ungefähr 300 Kg hält sie bombenfest und auch
keine Erschütterungen sind festzustellen.

Gruß Detlef
 
Hi Detlef,
und wie gross hast du den unter der Erde liegenden Bereich dimensioniert? Wie stark hast du bewehrt?

danke und gruss
Torsten
 
Hi Torsten,
da meine Kellerdecke ziemlich dick gegossen wurde, habe ich direkt darauf gemauert. Zum Vorteil kam noch hinzu, daß eine
Wand den Keller dort teilt und somit bildet die Wand eine
weitere Stütze.

Gruß Dtelef
 
Servus Torsten,

kann Dir aus der über hundert Jahre alten Volkssternwarte in Regensburg berichten, wie die das damals gemacht haben. Die Dachplattform ist über dem 5. Stock, dort ist ein entkoppeltes Fundament, die ursprüngliche Säule steht noch, nur eine neue Liebscher Monti sitzt drauf und der Refraktor von Merz 6"f15 wurde durch einen gleich großen Lichtenknecker Vollapo ersetzt.
Unter der Säule ist eine Betonpyramide, die auf der Spitze steht, die oben liegende Basis ist geschätzte 2x2 Meter, bis zur unten liegenden Spitze werden es etwa 8 Meter sein (Geschoßhöhe ca 4 Meter, 2 Stockwerke). Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Gründerzeithaus, mit entsprechend dicken Mauern. So etwas nachträglich in ein Gebäude einzubauen ist aufgrund der Statik nicht zu empfehlen. Als von Anfang an ins Gebäude integrirtes Fundament funktioniert es aber sehr gut. Während die Säulen auf der Dachterrasse keine hohen Vergrößerungen zulassen (hüpfende Kinder usw.) kann aus der Kuppel heraus mit höchster Vergrößerung beobachtet werden.

So long,

Gottfried
 
Hallo Torsten,

Wichtig ist das die Betonsäule vom Rest des Hauses entkoppelt bleibt. Also immer schön für ausreichend Abstand sorgen!

Die 1m3 sind nach meinem Gefühl zu klein ausgelegt. Ich glaube gehört zu haben von: Masse ab Oberkannte gleich Masse im Fundament. Frag doch einen Baufachmann, der kann dir das richtige Verhältnis zwischen Traglast und Fundamentgröße nennen.

CS
Dirk
 
Vielen Dank für die interessanten Beiträge. Ganz habe ich das mit der Betonpyramide, auf dem Kopf stehend, von der Statik nicht verstanden, aber es wird wohl eh schwierig sein, so eine Lösung umzuwandeln. Danke trotzdem! Auch dein Beitrag ist interessant Dirk, es stimmt dass ich vielleicht das Fundament grösser gestalten muss, aber wie komme ich da an Expertenmeinung? Eher tief und kubisch, oder breit und weniger
tief...es gibt viele Ansätze. Auch das Schwingungsverhalten ist für mich nicht einfach vorhersagbar. Vielleicht mach ich mir das Leben auch einfach nur zu schwer...

lieben Gruss
Torsten
 
Hallo Torsten,

Bin leider nur Dipl.Ing. für Maschinenbau. In den gelben Seiten wirst du sicherlich fündig, Derartige Auskünfte kosten auch nicht viel.

Ob tief und schmal oder flach und breit entscheidet der Untergrund. Die tiefe Fundamentlösung ist bei morastigem oder sandigem Untergrund angeraten (Pfählung). Ist gegen flach und breit natürlich aufwendiger.

Bei den Massen die du verbauen möchtest, solltest du dir bei der Auslegung schon etwas Hilfe holen. Pi mal Daumen kommen bei der 5m Säule plus Aufbau ca.2.5t zusammen. Zusammen mit dem Fundament sind das dann 5t. Wenn die in Bewegung geraten, kann das zu ganz hässlichen Schäden führen. :gutefrage:

Viel Glück
Dirk
 
Moin Torsten!

Ich rate dringend davon ab solch ein Bauvorhaben ohne Fachliche Beratung durchzuführen. Wie Dirk und andere schon gesagt haben wenn da was in Bewegung gerät. Puh
Alles andere wäre grob fahrlässig. Einfach mal googeln in deiner Umgebung gibt es bestimmt genug Statiker/Architekten/Baumeister.

Wichtig bei der Bemessung des Fundaments:

Untergrund (sandig, kies, lehmig?), Abstand zum Haus? Also ne 5m hohe Betonsäule punktuell auf eine Decke zu stellen würde ich stark davon abraten). Wie willst du den Bewehrungskorb herstellen? Ein paar Eisen wirst da wohl schon brauchen :-)
Auch die Form des Fundaments ist ausschlaggebend.
Auch ist Beton nicht gleich Beton--->

Betonnorm Österreich

Alles Gute bei deinem Projekt.

Mfg Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, also viel gebaut, auch mit Beton, habe ich schon.
Das Fundament wird natürlich entkoppelt im Boden liegen.
Dieser ist stark lehmhaltig, sehr kompakt und fest. Das
Haus (habe ich selbst gebaut, ein Nebengebäude) ist schon seit
10 Jahren fertiggestellt, ich werde in den Boden mit der Flex
eine 1.2x1.2m grosse öffnung schneiden, dann ausheben, etc.
Bei uns werden hier 10m hohe E-Leitungsmasten ca 1.5 tief in den Boden gesteckt (in ein 60cm Durchmesser Loch) und dann mit Beton ausgegossen. Das hält ewig. Aber sicherlich muss ich mich noch etwas schlau machen zum Thema Verhältnis über Boden /unter Boden...

Freue mich sehr über eure Beteiligung!

gruss
Torsten
 
und wie sähe es aus:

- 3m Betonsäule 80x80 mit grossem Fundament.
- darin eingelassen Gewindestangen
- aufgeschraubt Metallrohr 2m Höhe, ca 45cm Durchmesser,
mit Sand gefüllt.

Besten Gruss
Torsten
 
Hallo Torsten,

im oberen Teil, würde ich so wie hier auf dem Foto mit verschiedenen und gegen einander gedrehten Formen die noch möglichen Schwingungen brechen!

http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_Meine_Sule_1.jpg

Ca. 300 mm unter dem Fußboden der Sternwarte ist ein Fundament von 1200 X1200 X1000 mm im Boden. Von dem quadratischen Fundament, geht eine Boton Rundsäule ab, darin ist der Stahlsäulenfuß mit Sand und Splitt gefüllt einbetoniert.

Gruß Günter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich bin kürzlich auf eine interessante Lösung gestossen: das DOT Sonnenteleskop. Dort ist eine zentrale Säule durch eine triangulierte Stahlrohrkonstruktion ersetzt worden...scheint interessant zu sein, ich frag mich nur wie das mit den Schwingungen aussieht....hat einer von euch eine Idee dazu?
Gruss
Torsten
 
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