Bin Anfänger und tendiere zu Neubau... ok?

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Pryrates

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Hallo,

ich bin ganz neu hier! Habe aber auch schon eine Frage. Also ich würde gerne mit der Astronomie anfangen, habe aber folgendes Problem: Der Preis... Ich weiss ja nichtmal, ob ich überhaupt bei dem Hobby bleibe und möchte deswegen keine 300Euro; füe ein Teleskop ausgeben.

Daher meine Idee: Ich kaufe mir ein Billigteleskop, schaue ob es mir gefällt, und baue mir danach ein eigenes (was dann auch billiger kommt!).
Gleichzeitig suche ich grade nach einem Astroverein hier in meiner Nähe, habe aber Probleme sowas zu finden )c:

Was meint ihr, geht es überhaupt als Einsteiger gleich ein Teleskop zu bauen (sollte dann natürlich ein Refraktor sein).
 
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Ciao,

nee, mach Selbstbau das mal erstmal nicht !
Zuviel Stress und zuviel Erfahrung notwendig (Optik ist eine Präzisionssache).
Ausserdem lohnt der Selbstbau von kleinen Teleskopen finanziell nicht. Du kannst praktisch nicht billiger bauen als die Chinesen Ihre Produkte vom Band herstellen können. Bei grossen Geräten sieht das wieder anders aus... (ich baue z.B. gerade was grösseres ... :-)

Besorg Dir doch erstmal einen Feldstecher - am besten 7x50 (ein anderer tuts aber auch - die Verwandtschaft anhauen !) und einen Drehbare Sternkarte (in HD in der Buchhandlung, 15 Euro) und 'Das Himmelsjahr' als astronomisches Jahrbuch (10 Euro, Was kann ich wo sehen). Dann schauste erstmal mit dem Feldstecher (es gibt genug zu sehen) und dann siehst Du ob's Dich langfristig interessiert ...

Und zum Beobachten auch mal ins wirklich dunkle, d.h. also zumindest auch mal hoch hinter Gaiberg auf den Königstuhl und so... Im Rheintal ist es einfach viel zu hell für vieles !

Wenn ja kaufst Du Dir DANN (am besten ein gebrauchtes) Fernrohr. Zur Beratung in die Richtung schauste auf die Startseite von astronomie.de. Mein Ratschlag: ein Dobson-Teleskop + Zubehör beim Preis nicht vergessen !

Ansonsten wende Dich doch mal an die Schriesheimer Volkssternwarte. Alle Bücher etc. bekommst Du auch in dem Laden der sich im Planetarium Mannheim im Vorraum (=Forum) befindet !

Schöne Grüsse von um die Ecke,
Peter

PS:
Den Feldstecher wirst Du sowieso brauchen, um erstmal Deine Objekte bei niedriger Vergrösserung zu finden (dazu braucht man oft auch einen Sucher am Fernrohr selbst ! = ebenfalls so um die 7x Vergrösserung wie Dein 7x50 Feldstecher... :-) Ich brauche auch heute noch (ich hab heut ein C11, 280mm Durchmesser Cassegrain) SEHR OFT meinen 7x50 Feldstecher !!! Es ist also nie eine Verschwendung einen zu haben !

Dazu brauchst Du auch die Drehbare Sternkarte (Am besten die grosse 'Drehbare Kosmos-Sternkarte' (25cm Durchmesser) mit hellblauem Himmel + weissen Skalen aussen). Du wirst nämlich etwas schwächere Objekte mit dem Fernrohr oft nicht so leicht finden !!! (Klar den Mond und Jupiter schon (oder ?), aber was ist mit dem Hantelnebel M27 im Sommer... ?). D.h. Du brauchst so oder so die Vorab-Erfahrung mit dem Feldstecher und ebenso die Bücher/Karten.

Für die 300 Euro bekommst Du KEIN GOTO Teleskop, also musst Du Dich zu Fuss orientieren können am Himmel. Ohne Erfahrung auf diesem essientiellen Gebiet, wirst Du im Fernrohr fast kein Objekt finden...

Es ist wirklich so. Das Fernrohr ist nicht alles (obwohl ich weiss man will es möglichst schnell haben, aber dann beginnt der Frust, wenn Du nix findest und nichts kapierst - ohne sonstige Vorbereitung) !!!

Ein weiteres ganz nettes Buch ist Kosmos Himmelspraxis 2004, das ist ein Jahrbuch mit ein paar Tips dazu (Werner Celnik).

Es gibt in Heidelberg auch den Heidelberger Astrostammtisch, aber das sind alles Leute mit einiger Erfahrung und Alter 20-40 Jahre...

Bon voyage !

 
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Hallo Christian (Pryrates) und herzlich Willkommen hier!

Nun, als absoluter Anfänger direkt als erstes ein astronomisches Gerät bauen zu wollen, RESPEKT!!

Beim Selbstbau astronomischer Instrumente gibt es wirklich sehr viele Dinge zu beachten, daß man wohl als Anfänger eher zum Studium diverser Bücher zum Thema, Internetrecherche... als zum eigentlichen Selbstbau kommen würde. Neben umfangreichen Kenntnissen aus vielen Wissenschaften ist auch ein gewisses handwerkliches Geschick (Umgang mit Material und Werkzeug) gefragt, wenn es um Selbstbau geht. Gerade bei den günstigen Preisen für heutige "Anfänger-Geräte", die durchaus Ästhetisches zeigen, ist vom Selbstbau meist eher abzuraten.

Vielleicht mag es aber hilfreich sein, bevor man irgendwelches Geld ausgibt, zunächst einmal den Zweck der auszugebenden Summe festzulegen - Du solltest also wissen, was mit welchem Gerät bei welchem Himmel wie aussieht, ob das das ist, was Du gern beobachtest und dann noch was es kostet und was es Dir wert ist. Eigene Erfahrung, Kontakte und Recherche tun not.

Die Idee, andere Sternfreunde zu kontatkten, sich auszutauschen und auch mal zu sehen, was man denn mit welchem Fernrohr sieht, ist sicher sehr angebracht in Deinem Fall. Hier hilft das GAD (auf der astronomie.de-Startseite ein paar Links unter "Diskussionsforen" ist der Link "Vereine suchen (GAD)"). Eine weitere Möglichkeit ist das hiesige Treffpunkt-Forum, dort habe ich schnell prima Kontakte knüpfen können.

Auch der Gedanke "Kaufhaus-Teleskop" will bedacht sein, wenn Du sowieso umsteigst, brauchst Du das Geld ja gar nicht erst ausgeben...

Und billiger müssen Selbstbauten nicht unbedingt sein. Individuell sind sie, "von der Stange" genau so in der Regel nicht zu bekommen, und wenn sie leisten, was sich ihr Erbauer davon versprochen hat, beobachtet der Erbauer zufrieden, gern und oft damit. (Und wenn man die Planungs- und Arbeitsstunden erst rechnen würde...)

Ich hoffe, daß Du schnell Anschluß findest und dann bald weißt, welches das Teleskop Deiner Wahl werden wird.

Wünsche klare dunkle Nächte bei bester Durchsicht und stillsitzender Luft,

Matthias.
 
Hallo Peter und Matthias,

danke schonnmal für die Antworten! Ich kann mich ja mal durchfragen, ob jemand einen Feldstecher hat.
Sich langsam rantasten ist hier wohl angebracht, ich habe mir schon (als Feldstecher Alternative) überlegt, irgend ein billig Teleskop bei Ebay zu kaufen. Für 30€ gibts da welche. Klar sind die schlecht, aber zumindest den Mond und Mars wird man damit betrachten können. Danach kann ich mich dann entscheiden, ob ich das Ding wieder verschleudere (dann hab ich vielleicht 10-15€ Verlust), oder es auseinandernehme und schon damit anfange rumzubasteln... so als Selbstbauanfang... viel kaputtmachen kann man ja net *g*

Oder sind die Teile so schlecht, dass alles zu spät ist? Die Bücher sind auch eine gute Idee, aber ich kaufe sie mir erst dann, wenn ich ein entsprechendes Gerät zum Beobachten habe (was ist mit dem Planetariumforum?).

Also zum Selbstbauen: Ich glaub ich stell mir das ein bisschen einfach vor *g*
Aber so ein Refraktor besteht ja nich witklich aus sehr vielen Sachen. Das einzigste wirkliche Problem seh ich darin, dass ich keine Richtigen Werkzeuge dazu habe ):
Und Metallbearbeitung ohne entsprechendes Werkzeug is wohl schwierig *g*

Die Arbeitsstunden und Mühe, die du ansprichst sind ja eher Spass und Tüftelei.

Naja, ich werde jetzt erst mal schauen, ob ich irgend jemanden finde, mit dem ich mal ein gutes Teleskop testen kann. Und der weiss wo man was findet und so, wennn ich dann noch merke, dass das wirklich mein Ding ist, dann kann ich mir immer noch was entsprechendes kaufen oder bauen *g*

Erdbeobachtungen finde ich übrigens auch spannend, vielleicht is da ein Feldstecher auch nich so schlecht,... wobei ich einen Refraktor irgendwie viel spannender finde *g*

Also dann schau ich jetzt mal langsam weiter...

Gruß,
Pryrates/Christian
 
Hallo Christian!

Das klingt ja schon wesentlich besonnener. Mit einem e-bay-Teleskop in Deinem vorgeschlagenen Preisrahmen wird man wohl den Mond beobachten können. Ob man mit dem, was man dann damit so sieht, lange zufrieden sein wird, ist fraglich. Bei den meisten so niedrigpreisigen Geräten, die keine wahren Preiswunder sind, wäre ich da sehr vorsichtig. Die Liste häufiger Probleme ist leider lang und nicht immer kann man da ganz wesentlich tunen. Gerade die erste und noch einzige Primäroptik sollte doch eher funktionieren und irgendwie Spaß bei der Nutzung machen, als das man sie als frühe Amtshandlung zerlegt und hoffend zu basteln beginnt - Enttäuschungen sind bei dem Basismaterial und hoch gesteckten Erwartungen dann häufig. Hinzukommt, daß auch die Okularfrage zu klären ist. Allzuhohe Vergrößerungen würde ich -bei der Basis- dem Gerät nicht zumuten wollen, ginge wohl aber auch schon wegen der (oftmals festzustellenden) Wackelei alleine nicht.

Dem Mars hingegen bei seiner jetzigen "Größe" (wenige Bogensekunden klein!) wird man für derart wenig Geldeinsatz kaum mehr als seine Scheibengestalt entlocken, vielleicht gerade noch seine Phase. Mit Einzelheiten wirds aber nichts. Das braucht neben gutem gutem Seeing deutlich mehr Auflösung (Öffnung, Qualität), hohe Vergrößerung und parallaktische Nachführung. Neben Geduld astronomischen Ausmaßes.

Die Suchfunktion hier im Forum und einfach hier rumlesen bringt geeignete Beobachtungsobjekte für Instrumente aller Klassen und Öffnungen zutage.

Du wirst auch Links zu den Websites einiger Händler hier finden, manchmal findet man dort dann auch Einsteiger-Informationsseiten und spezielle Einsteiger-Teleskop-Angebote. Ich finde, das man dort für relativ wenig mehr Kapitaleinsatz gegenüber den meisten sehr niedrigpreisigen e-bay-Offerten wesentlich mehr bekommt (mindestens gesicherte Qualität bei vernünftigen Designs mit brauchbaren Okularen, meist viel mehr). Da hat man Spaß mit der Astronomie, da braucht man nichts zerlegen, da kommt vielleicht irgendwie noch langsam Ausstattung hinzu, vielleicht irgendwann eine andere Primäroptik - die dann womöglich wirklich selbstgebaut, oder getuned...

Ein Fernglas halte ich auch für eine gute Idee, es läßt sich ja auch für den Urlaub oder Natur benutzen - ganz abgesehen von der Transportabilität.

Vielleicht postest Du mal ein astronomisches Kontaktgesuch ins Treffpunkt-Forum.

Alles Beste für den Einstieg weiterhin,

CS..., Matthias.



 
mein letzter Post in diesem Thread...

Also ich hab jetzt ein 10x40er Fernglas von meinem Opa gefunden, und werde das erstmals benutzen.

Vom Selbstbau entferne ich mich etwas, wäre zwar spannend für mich, aber da würde wahrscheinlich nicht viel/nichts Gutes rauskommen. Deswegen soll das auch hier mein letzter Post sein...

Von einem Billig-Teleskop nehme ich auch Abstand.

Ich werde erstmal ein bisschen mit Opas Fernglas etwas testen und mir später ein besseres Fernglas oder ein Teleskop zulegen.

Wen meine weiter Geschichte interessiert, die ist erstmal hier zu finden...

Danke auch noch einmal für eure Ratschläge! Wer weiss was ich ohne euch noch alles gekauft hätte *g* und welcher Ärger auf mich zugekommen wäre <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Gruß,
Pryrates
 
Re: mein letzter Post in diesem Thread...

Ciao,

falls Du nochmal liest.
10fache Vergrösserung wird schon ziemlich wackeln beim freihändigen Halten ! Am besten Du legst das fernglas irgendwo auf (z.B. Fotostativ - es gibt auch Klemmen, die Du auf einem Fotostativ dann fest aufschrauben + schwenken kannst -das ist natürlich noch besser als nur lose irgendwo auflegen). Du kannst z.B. behelfsmässig einen Pfahl irgendwo in der Landschaft verwenden, oder aber einen Sonnenschirmständer oder was auch immer.

Darna kannst Du schon merken wie wichtig einen stabile Lagerung (später beim Fernrohr ist ... :-)

Good Luck !

Peter
 
letzter, letzter Post

Hallo,

ja ich hab es leider schon gemerkt mit dem wackeln, aber besser als gar keine Vergrößerung *g*

Eine Frage an dich noch, Peter. Wo hat es denn in HD eine große Auswahl an Ferngläsern? Ich würde gerne mal durch ein paar durchschauen... nur zum Vergleich und vielleicht als Kaufanregung...

Gruß,
Pryrates
 
Re: letzter, letzter Post

Ciao,

grundsätzlich das beste Allroundglas ist ein 7x50 meiner Meinung nach. Man kann es noch in der Hand (einigermassen) halten und hat genug Öffnung.

Ein Glas mit höherer Vergrösserung >7 wackelt zu sehr (aus der Hand) - muss also aufgelegt werden und/oder aufs Stativ.

Ein Glas mit grösserem ObjektivDurchmesser > 50mm sammelt zwar mehr Licht (eigentlich gut), aber ist wegen der grösseren Linsen auch wieder schwerer und wird deshalb aus der Hand nicht mehr gut handhabbar.

Aber es mag andere Meinungne geben. Frag mal im Fernglas-Teil des Forums.

Konkrete Händeler in HD weiss ich leider nicht. Man kann natürlich bei allen möglichen Optikern (ehere Hi-end) + Kaufhof (low-end Gläser) mal schauen -. eventuell eher in Mannheim. Ausserdem hat man dann dennoch das Problem, dass man tagsüber - vor Ort bei einem Händler - viele Probleme des Fernglases (z.B. Farbsäume) nicht so gut sieht. Ausserdem braucht man schon etwas Erfahrung um die evtl. Mängel zu sehen - und der Test sollte am besten am Himmel erfolgen. Du kannst natürlich fast alle ZEISS und LEICA Gläser kaufen im Vertrauen dass die Qualität hier sehr gut ist. Aber das hat eben seinen Preis (jenseits von 700-1000 Euro für ein Fernglas der 7x50-Klasse).

Ausserdem gibt es natürlich ausgesprochene Stativ-Ferngläser (10x70, 16x70, z.B. Fujinon, oder noch grössere). Diese kosten aber 500 Euro aufwärts. Und wie gesagt reine Stativgeräte - auch nicht soooo empfehlenswert... Wenn man so viel Geld ausgibt, dann für ein Fernrohr (Dobson 150mm-200mm kostet genauso viel wie so ein Glas).

Insofern am besten erstmal einige Zeit ein verfügbares Fernglas aus der Verwandtschaft benutzen. Hast Du schon die Jupitermonde angeschaut mit Deinem 10x40 ? Die must Du eigentlich sehen können ...!

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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