Bino

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porsti55

Hallo,

gerade habe ich mir bei Ebay mein nächstes "Winter- und Schlechtwetterprojekt" geschossen.
Ein Zeiss Bino für Mikroskope ist auf dem Weg zu mir. Ich möchte es für Astronomie tauglich machen.

Was haltet Ihr davon und was sollte ich bei dem Unterfangen berücksichtigen?
Besser ich frage mal vorher, ehe ich mich bei dem Projekt verhebe.

Gruß
Porsti
 
Hallo!

Was haltet Ihr davon und was sollte ich bei dem Unterfangen berücksichtigen?

Den speziellen Binokularansatz den Du da ersteigert hast kenne ich natürlich nicht. Mein erster solcher war angepasstes Mikroskopteil aus Russland mit ein paar Okularen dabei, für den jemand eine 1,25er Steckhülse gedreht hat. Für Mond und helle Objekte geht es, aber die Mikroskopokulare sind für die Astronomie nicht so der Hit. Man hätte sich natürlich auch noch 1,25er Okularklemmen dranfuzzeln können, aber das war mir den Aufwand nicht wert. Habe mir dann lieber einen Binokularansatz für Teleskope gekauft und den anderen seitdem nie mehr aus seinem hübschen Holzkistchen gezogen...

Viele Grüße
Maximilian
 
Danke Maximilian,

deinem Beitrag entnehme ich, daß es prinzipell nicht unmöglich ist.
Mit Mikroskopokularen will ich nicht anfangen, Teleskopokulare sollten es schon sein, deshalb 1,25 Zoll Fassungen okularseitig.
Meine Intension war daß, wenn Zeiss draufsteht, auch die ultimative Qualität drin ist und man keine Qualitätsprobleme bekommt.

Gruß
Porsti
 
Hallo!

Meine Intension war daß, wenn Zeiss draufsteht, auch die ultimative Qualität drin ist und man keine Qualitätsprobleme bekommt.

Die Qualität wird auf alle Fälle gut sein. Ist sie bei meinem Russenteil übrigens auch. Das Hauptproblem dürfte eher der relativ geringe Durchlass und ein langer Lichtweg sein. Ich würde provisorisch zwei Okulare befestigen, notfalls mit Klebeband, und es ausprobieren, bevor ich mich an zeitaufwendige Basteleien machen würde.

Viele Grüße
Maximilian
 
Porsti,

Das Baader-Grossfeldbino ist meines Wissens nichts Anderes als ein Mikroskop-Bino mit 1,25-Zoll Anschluss. Das machst Du also nichts Falsches, sofern Dein spezielles Exemplar von guter Qualität ist.

Nur bezüglich der Okulare würde ich wirklich überlegen, bei den Mikroskop-Okularen zu bleiben. Das nimmt Dir vielleicht den Bastelspaß. Aber ein ganz wesentlicher Aspekt ist doch, dass die Mikroskop-Okulare für das beidäugige Schauen konstruiert sind, die Teleskop-Okulare nicht.

Gute Mikroskop-Bino-Okulare haben einige fette Vorteile am Binoansatz: leicht, schlank, oft verzeichnungsfrei. Ganz wichtig am Bino: angenehmes Einblickverhalten. Nicht zuletzt haben auch viele Typen eine Eigenfokussierung für eine präzise Scharfstellung für jedes Auge. Letzteres ist für mich das Hauptargument, am Binoansatz Mikroskop-Okulare zu verwenden. Es gibt da ganz tolle Okulare von Leica und Zeiss (vermutlich auch von den Japanern, damit habe ich mich nicht so beschäftigt).

Grüße, Christopher
 
Danke Christopher,

Das Baader-Grossfeldbino ist meines Wissens nichts Anderes als ein Mikroskop-Bino

Ich habe das Bino noch nicht hier, aber von außen sieht es genauso aus. Allerdings kann es sein daß das Baader in der Größe skaliert wurde. Ich muß es erstmal ausmessen.

Gute Mikroskop-Bino-Okulare haben einige fette Vorteile am Binoansatz

Damit habe keine Erfahrung, insbesondere sind sie nach Vergrößerung, nicht nach Brennweite zu unterscheiden.
Sicher ist das aber eine Überlegung und weitere Recherche wert.

Gruß
Porsti

PS: Beim Baader werden 30mm Prismen angegeben, ob derartige im Mikroskop verbaut sind, habe ich meine Zweifel.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Porsti,

Die Brennweite bekommst Du dadurch, dass Du den Faktor 250 durch die genannte Vergrößerung teilst. 10x bedeutet 25mm Brennweite, 20x bedeutet 12,5mm Brennweite, usw.

Die zweite Zahl auf Mikroskopokularen gibt die Feldblende in mm an.

Eine typische Angabe ist 10x/22
Das bedeutet: 25mm Brennweite, 22mm Feldblende.

Gruss, Christopher
 
Hallo,

bei Ebay findet man 5x/22 Mikroskopokulare.
Übersetzt für Astro heißt das also 50mm Brennweite, mit einer 22mm Feldblende. Das scheint das obere Ende der Fahnenstange zu sein.

Hallo Christopher,

Mikroskop-Okulare für das beidäugige Schauen

Das Argument ist mir neu. Ich dachte immer Okular sei Okular (im Rahmen der verschiedenen Bauarten), und daß beim beidäugigen Sehen nur die Brennweite und die Blick-Achsen genau übereinstimmen müssen.
Weiter meinte ich, daß Okulare für Mikroskope oftmals primitiver sind, als Astro Okus. Der Preis suggeriert ja derartiges.
Da bin ich wohl "Fake News" aufgesessen.
Hast Du hier nähere Information? Ich meine hier nicht die einfache Geometrie, daß das Bildfeld an Teleskopen größer ist und durch das Bino wohl auf die 22...25 mm eingeschränkt wird. Ich meine wie zitiert, das beidäugige Sehen.

Gruß
Porsti
 
Der CN user denis0007dl hat dort seit 2015 einen Thread zu laufen, in dem er das "supercharging", wie er es nennt, von Binoviewern beschreibt.
Weil er auch Mikroskopköpfe umbaut und dann weiterverkauft, antwortet er nicht auf detaillierte technische how-to-Fragen. Aber in dem lohnenswerten Thread findest Du sicherlich einige hilfreiche Anregungen für Dein Winterprojekt.

Weiter meinte ich, daß Okulare für Mikroskope oftmals primitiver sind, als Astro Okus. Der Preis suggeriert ja derartiges.
Im Mikroskop kriegt man ja von einer zusätzlichen Lichtquelle ausreichend Ausleuchtung der Objekte, aber bei Astro fehlt einem das dann. Auch interne Lichtreflexe stören deshalb in mikroskop. Anwendung nicht, bei Astro hingegen schon.
Die 22mm field stop der Mikroskopköpfe hat sich auch "weiter vererbt" an die Binoviewermodelle der unteren und mittleren Preisklasse. Das ist also gar kein Showstopper, per se. Größere field stops gibt es auch, ja, aber mit 22mm ist auch Spass zu haben.
 
Ein Einfall, der vll im späteren Projektverlauf oder schon bei der gedanklichen Vorplanung? wichtig werden könnte: Auf ebay.de gibt's einen Russen, der Adapter anfertigt, auch nach Eigenspezifikation. Also z.B. wenn Du an den Binokopf unten ein T2-1.25" oder 2" Stück realisieren möchtest, könnte der Russe oder irgendjemand anders Dir sowas drechseln.

Ich habe mir den gebookmarkt, weil ich für mein Arcturus Binoviewer, falls ich jemals eine Unit bekomme, bei der die Bilder gescheit kongruent werden *stöhn*, ein stabileres nosepiece haben möchte.
Zur Zeit ist die mitgelieferte, angeschraubte mini-Barlow das Nosepiece, das in den Okularhalter gesteckt wird, aber die schraubt sich lose, wenn ich sie in dem O-halter bewege *doppelseufz*.
 
Hallo Silver,

besten Dank für Deine Anregungen.

Den Fred bei CN habe ich "angelesen", ist viel interessanter Stuff. Insbesondere war mir neu, daß ein ein deutscher Anbieter mit hohem Anspruch an Preis und Qualität offenbar angeschlagene Prismen verbaut.
Die Globalisierung wirkt, den eigenen Namen draufschreiben und irgendwo Prismen zukaufen und über 1200€ verlangen, ich weiß nicht... :mad: Gut das ist nichts zum Thema, sondern OT.
Der Hinweis auf "rafcamera" ist auch gut, aber das ist ja meine "Winterarbeit" - drehen, fräsen, eloxieren und sehen ob es passt.

Gruß
Porsti
 
Hallo Porsti,

Ich weiss jetzt nicht, welcher deutscher Anbieter gemeint ist, aber ich kann's mir denken und würde dem Misstrauen mit Misstrauen begegnen. Wenn das Baader Grossfeldbino gemeint ist, kann ich berichten, dass ich über die Zeit 2 Exemplare im Betrieb hatte und beide astrein fand.

Hallo,
Ich dachte immer Okular sei Okular (im Rahmen der verschiedenen Bauarten), und daß beim beidäugigen Sehen nur die Brennweite und die Blick-Achsen genau übereinstimmen müssen.
Weiter meinte ich, daß Okulare für Mikroskope oftmals primitiver sind, als Astro Okus. Der Preis suggeriert ja derartiges.
Da bin ich wohl "Fake News" aufgesessen. Hast Du hier nähere Information? Ich meine hier nicht die einfache Geometrie, daß das Bildfeld an Teleskopen größer ist und durch das Bino wohl auf die 22...25 mm eingeschränkt wird. Ich meine wie zitiert, das beidäugige Sehen.

Was dies betrifft spreche ich aus Erfahrung. Ein Okular, das mono prima ist, kann bino wegen der Geometrie des Okularkörpers oder wegen des Einblickverhaltens problematisch bis unmöglich werden. Einblickverhalten ist m.E. das A und O beim binokularen Schauen.
Billig/primitiv sind die Mikroskopokulare keineswegs. Da gibt es genau wie im Astrobereich die ganze Spanne von einfach und billig bis hochwertig und teuer. Die Topmodelle kosten neu 500 EUR und mehr pro Okular. Mit etwas Glück findet man diese jedoch gebraucht um 100 EUR - das ist übrigens ein weiterer Plus im Vergleich zu Astrookularen, bei denen die Topmodelle nie unter 60% des Neupreises fallen.

Beste Grüße, Christopher
 
Hi,
nur am Rande
Also z.B. wenn Du an den Binokopf unten ein T2-1.25" oder 2" Stück realisieren möchtest, könnte der Russe oder irgendjemand anders Dir sowas drechseln.
da findest du hier bei uns auch einige sehr gute Leute, die auf deinen Wunsch ziemlich phantastische Sachen herstellen. Hab ich selbst schon genutzt.

LG
Thorsten
 
Hallo,

besten Dank allen, die mich hier beraten haben.
Ich wollte nur mal berichten wie es weiterging.
Das Bino ist mittlerweile angekommen. Es befindet sich in einem guten Zustand. Lediglich die Dioptrienkorrektur war etwas "verdreht". Aber das wurde schon korrigiert.

Ich habe mal mit den Laser von der Teleskop Seite reingeleuchtet.
Die dabei entstehenden zwei Punkte driften mit größer werdenter Entfernung nicht ab. Also bin ich zufrieden mit dem Kauf.
Einen Adapterring für die Teleskopseite hab ich mir heute schon gedreht.

Allerdings hat mich Christopher mit den Okularen verunsichert.
Ich habe die Qual der Wahl, entweder einige meiner Astro - Okulare durch Neukäufe zu Paaren ergänzen und entsprechende Okularadapter am Bino anbringen oder einfach Mikroskop Okulare kaufen und die vorhandenen Adapter verwenden.

Nun bin ich nicht ganz beratungsresistent. Ich werde mir erst mal ein Paar Mikroskop Okulare, sofern man sie preiswert erhält, besorgen.
Gleichzeitig werde ich meine Astro - Okulare testen und dann entscheiden was ich mache.
Beide Wege sind ungefähr gleich teuer oder preiswert, je nachdem, wie man es sieht.

Gruß
Porsti
 
Hallo,
während ich auf die Okulare warte, könnte ich Euch mal über den Stand der Dinge informieren, falls es euch interessiert?
Den Anhang 96524 betrachten
Hie die Einzelteile. Die Öffnungen habe ich abgeklebt, daß nichts passiert. Der Adapterring wird später noch Eloxiert. Er hat auf der nicht sichtbaren Seite ein T2 Außengewinde. Die Stechülse ist aus einer älteren Fertigung, da schon eloxiert.
Den Anhang 96525 betrachten
Hier mit der 2" Steckung.
Den Anhang 96526 betrachten
Die Gesamtzusammenstellung, wie ich das Bino erst mal testen werde (wenn die Okus da sind).
Die Schrauben gehören zu den Okularsteckhülsen, die hier zur Demo nur aufgelegt sind.

Gruß
Porsti

PS.: Hat hier schon mal jemand eine 1,25 Zoll ChlickLock Okuklemme als Schnittbild oder in Einzelteilen gesehen?
Das wäre für mich wichtig, man findet im Netz einfach nichts zur Funktion (evtl. auch als PN).
 
Hallo,

gerade brachte der Postbote die Okularpärchen.
Auf die Schnelle habe ich das Bino mal an meinen Guider geschraubt.

Dabei ist mir ein Nachteil der Mikroskop Okulare aufgefallen, den ich bisher nicht auf dem Schirm hatte.
Wenn das Bino direkt an das Teleskop gesteckt wird, können die Okulare herausfallen, da sie keine Sicherung haben.
Man muß es also in jedem Fall mit Winkelspiegel oder Prisma betreiben (oder sich was Sicherndes einfallen lassen).

Ansonsten war bei einer Feldlinse der Gewindering aus der
Fassung herausgefallen und klapperte im Gehäuse. Das war aber schnell behoben.
Da hier ja Mistwetter wegen "Neuanschaffungen" ist, habe ich mal in die Landschaft geschaut. Alles sieht so aus, wie ich mir das vorgestellt habe.
Sobald hier wieder "Astrowetter" ist, werde ich mal mit meinem Teleskop weiter testen.

Gruß
Porsti
 
Hallo,

jetzt habe ich das Bino getestet:

Den Anhang 96616 betrachten

Eine Okularklemme und einen Laser fernrohrseitig angebracht.
Das Ganze senkrecht hingestellt und ein Blatt Papier aufgelegt.

Den Anhang 96617 betrachten

Beide Punkte markiert...

Den Anhang 96618 betrachten

und in einigen Meter Entfernung beide Punkte angeschaut:

Den Anhang 96619 betrachten

Das ergab etwa 5mm Abweichung. Für mich ein tolles Ergebnis, denn ich weiß nicht ob die, die das Bino früher justiert haben, schon Laser hatten?

Jetzt mutig geworden, wollte ich noch wissen wie der Strahl wieder zurück kommt. Also die ganze Anordnung vor unseren Spiegel gelegt...

Den Anhang 96620 betrachten

und siehe da, der Strahl kommt vereinigt, bilderbuchmäßig zurück.

Den Anhang 96621 betrachten
 
hohohohooo genial! :D(y)
Willste mal sehen, was ich sehe durch mein Bino von der Stange? Lachste Dich kaputt.


IPD-w1.8x-wEP.jpg

Das ist von der Nase aus durch die notwendige 1.8x-barlow und die mitgelieferten 32mm Okulare. Was im Vordergrund zu sehen ist, ist nicht wichtig. Wichtig wird's im entfernten HIntergrund. Das lang gestreckte, dunkle Haus (und der ganze Bildhorizont) hat einen Zwilling seitlich verschoben oben drüber.
Ohne Barlow+Okulare geht's aber. Sind also vll "nur" die Okularhalter+Okulare, die das fabrizieren.


flat-naked.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Silver,

so eine ähnliche Barlow habe ich auch, die hat ne volle Fehlzentrierung.
Was ich aber festgestellt habe, mit der kann man die athmosphärische Dispersion einschränken.
Das habe ich durch Zufall festgestellt, als ich mich mit Planetenbeobachtung beschäftigte und das Ding gedreht habe.:giggle:
Ich habe natürlich noch ne richtige, da geht das nicht.

Gruß
Porsti
 
Heh,

da werd ich ganz wuschig.
Ich hab das an meinem Bino nachvollzogen, obwohl ich beim durchschauen keine Probleme sehe.
Beim rückwärts durch-fotografieren sieht es ähnlich wie bei Silver aus. Ich habe zwei Geisterbilder, rechts und links.

Den Anhang 96649 betrachten

Im höher vergrößerten Bild noch schlimmer.

Den Anhang 96650 betrachten

Ähh, die Prüfmethode ist wohl doch nicht so seriös. Wenn man es sich richtig überlegt müssen es ja zwei Bilder sein und daß sie in 130 m divergieren ist auch verständlich. So präzise kann man das offenbar nicht einstellen. Ideal wäre, wenn sie sich genau im Augenabstand befinden. Wie oben beschrieben hat meines ja auch eine kleine Differenz von ca 5mm auf 5m. Ich denke, da werde ich erst aktiv, wenn sich das Ganze beim Durchblick bemerkbar macht.
Aber ich bin auch kein Profi auf der Strecke.
Was man alles erkundet, wenn Mistwetter ist?

Gruß
Porsti
 
Wie du sagst.
Auf den großen Abstand wirst du immer eine Abweichung sehen.
So genau kann man das gar nicht einstellen und muss man acuh nicht.
Kleine Abweichungen gleicht das Hirn aus.
Erst wenn es anstrengend wird oder Doppelbilder zu sehen sind neu justieren.

Ich habe ein einfaches Bresser Mikroskop welches ich zum Löten von SMD nehme.
Bei dem justiert man, indem man die Okularhalter leicht verschiebt.
Diese sind am Grundkörper angeschraubt, aber die Bohrungen der Befestigungslöcher ist >> als der Schraubendurchmesser. Durch lockern der Schrauben und verschieben der Halter kann man das justieren.
Nur als Info.

Gruß Martin
 
Besten Dank Martin,

es war nicht klug von mir, die Steckhülsen abzuschrauben. Dabei habe ich die Klapperpassung schon mitbekommen, aber ich wollte ja ursprünglich mit Astro Okularen arbeiten und andere Hülsen aufbauen.
Erst durch die Beratung hier bin ich auf die Mikroskop Okulare zurückgegangen.
Jetzt bin ich aber darauf vorbereitet die Steckhülsen nochmal zu lockern und entsprechend einzustellen.
Möglicherweise ist der minimale Fehler schon auf meine Ungedult zurückzuführen.

Gruß
Porsti
 
Also ich bin der Meinung, dass du mit der Einstellung so wie sie jetzt ist mit den 5mm Abweichung auf "einige Meter" Entfernung durchaus problemlos beobachten kannst.

Kann sein, dass das jetzt falsch ist, aber aus dem Bauch raus würde ich auf jeden Fall umbauen auf 1.25" Okularhalter.
Das Bino hat möglicherweise nicht genug Durchlass für die großen Feldblenden von Astro-Okularen,
was sich in einer Vignettierung zeigen könnte. Aber durch die Möglichkeit, gescheite Astro-Okulare zu verwenden bist du sehr viel flexibler was die Auswahl von Brennweite + Typ (angenehmer Einblick) betrifft.

Gruß Martin
 
Ja,
schaun mer mal.

Für ein "Winterprojekt" war das Drehen eines Adapterringes wohl etwas wenig Spaß.
Ich hab da noch was in der Pipeline, aber die Spannung muß vor Weihnachten noch etwas gehalten werden.

Gruß
Porsti
 
interessante Fotos.
Von was ich gelesen habe, ist hängengeblieben,
* dass so ein Nasentest nur auf grosse Entfernung aussagekräftig ist hinsichtlich Dejustage
--> Evtl ist der Kirchturm nicht weit genug weg und befindet sich noch in dem Nahbereich, wo Doppelbilder normal sind.
* dass eine größere horizontale Verschiebung vom Auge/Wahrnehmung/Gehirn ausgeglichen werden kann, eine kleinere vertikale Verschiebung dagegen zu einer Doppelbild-Wahrnehmung führt.

Interessant ist auch, dass mein Bino, der auch nachts am Scope wirklich Doppelsterne darstellt (die sich leicht trennen lassen, hehehehee ) , im Oku-losen Nasentest gut abschneidet, wie man im Mini-Foto sieht: die hinterste Baumreihe im rechten Horizontdrittel ist laut Stadtplan 1km entfernt und ohne Doppelbild. Du hattest Deine Nasenfotos ohne Okus geschossen und sie zeigen ein Doppelbild auf ca. 120m?
 
Genau so, wie Du es beschreibst, ist es. :

Doppelbilder im Nahbereich - normal, erst im Unendlichen nicht mehr sichtbar, aber sie sollten möglicherweise horizontal versetzt sein. Bei Deinem Bino ist ein vertikaler Versatz zu sehen. Das scheint suboptimal zu sein.

Wichtig ist, wie Martin schreibt, daß die Achsen der Okulare gut zentriert sind.
Die Fassungen bei meinem Bino sind ein paar zehntel mm seitlich verschiebbar.

Da hier noch nie vom Augenabstand die Rede war, wollte ichs nur mal erwähnen.
Den hast Du ja sicher schon duchs "knicken" des Binos durchprobiert.

Im übrigen spielt hier, genau wie beim Fernglas, der Augenabstand eine entscheidende Rolle.
Beim "Knicken" des Binos geht das ja wie folgt - Doppelbild....gutes Bild....Doppelbild.

Letztens ist auch eine Dezentrierung der Okus ist möglich -> s. Barlow.
Einfach die Okus einzeln mal drehen. Tauschen der Okulare bringt nichts, da geht der Fehler ja mit.
Die Bilder sollten sich beim Drehen nicht bewegen.

Irgendwie muß der Fehler doch einzugrenzen sein?

Gruß
Porsti
 
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