Bitte Helft mir!!!

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Hallo Stephan,

so findet man sich wieder, prima! Dann schau mal den anderen Bericht auf meiner Seite, dort mache ich im Sommer Urlaub, und Dort zieh ich mit dem Günther Stumpp und den Jungs vom Astroverein ein Treffen auf, zu dem wir in einem speziellen Aufruf dann einladen wollen. Hier kannst du was zu der Idee mit dem Treff und Astro - Urlaub Im Bayrischen - Wald schreiben. http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=treffen&Number=112758&page=5&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1
Macht Du immer noch die Baskenmütze drauf oder hast du ander Lösungen?
Freud mich das Dir die neuen Okulare so viel Spaß machen, beim ausloten der Grenzen mit Deinem 10"ligen "Rasse Weib".

Wir sehen uns bis dahin ein Gutes 2004

Gruß Günter
 
ja, das find ich auch witzig, dass man sich so wieder über den (elekronischen) Weg läuft, nein, die AOM-Baskenmütze brauch ich normalerweise nicht mehr, seit ich mir im Autozubehörhandel einen 12-Volt Ventilator angeschafft habe und den an einem 6-Volt-Accu vom Conrad-Versand 15 min vor dem Spechteln von unten in den Tubus blasen lasse, ist Spiegel-Abkühlen kein Problem mehr und und Tubusseeing eigentlich nicht mehr aufgetreten, aber vielleicht wars ja auch die besondere Situation an diesem besagten Bayerwaldabend mit der warmen Wiese von unten ...

zum nächsten Bayerwaldtreffen hab ich Dir auch was unter dem angegebenen Link geschrieben

a guats neiss
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sabine,

hm,hm. Also mich macht die ganze Sache ja schon stutzig, weil eigentlich ist das hier so eine Paarung, die's sonst nicht gibt. Normalerweise ist jemand, der in der Lage ist, den Orionnebel, M1, M31, M13 und auch Cirrus, M51 und M92 aufzusuchen schon ziemlich vorbereitet, auf das, was zu sehen ist.
Nun ist es aber wirklich so, daß gerade die bemängelten Objekte M31, M1 und Cirrus "anfällig" sind. M31 ist anfällig, weil der unter Durchschnittshimmel nunmal keine Staubbänder zeigt, und ausser trüben Fleck ist in dem Fall bei einer Galaxie nix zu sehen - was soll da auch sein? Selbst H2-Regionen brauchen entweder Filter, oder super Himmel. M1 ist auch so eine trübe Funzel, und bei Mond oft selbst mit OIII im 12" nicht zu finden. Ohne Filter ist der Cirrus ebenso ein Objekt für besten Himmel, da ist in Stadtnähe einfach nix zu machen.

Trotzdem ist der Gedanke ja nicht von ungefähr. Und da muß man mal drüber nachdenken. Also klar: Durch eine handelsübliche Verspiegelung, sei es 80% oder 98%, kann man trotzdem mit einer Taschenlampe durchleuchten. Das ist kein Test. Was tun?
Im Grunde hat man ohne Meßtechnik nur durch direkten Vergleich eine Chance. Man muß also mit einem 2. Teleskop ein gleich helles Bild erzeugen. Klar: Über eine gleiche AP. Schnell die Formel zum zu Hause nachbauen: Okularbrennweite durch Öffnungszahl = AP, also bei f/5 und 10mm Oku: 10/5=2 AP 2mm. Dazu ein 70/700 mit f/10 brächte für 2mm AP dann also als Okular 10*2=20mm denn 20/10=2mm.
Es empfiehlt sich dann, bei gleicher AP und recht großer AP einen unscharfen Himmelsausschnitt mit wenig Sternen zu betrachten. So unscharf, daß man keine Sterne mehr erkennt. Dann sollte der sichtbare Himmelshintergrund in beiden Teleskopen gleich hell sein.
Warum nicht den Mond hernehmen? Das würde nur Sinn machen, wenn die beiden Vergleichsteleskope gleiche Öffnung haben, ansonsten würde eines der Teleskope den Mond grösser abbilden und dadurch würde der Beobachter den grösseren Mond subjektiv heller empfinden, obwohl die Flächenhelligkeit gleich bleibt.
Warum keine scharfen Sterne? Ähnlicher Grund: Ein Teleskop mit größerer Öffnung würde mehr Sterne zeigen, was dann subjektiv zu der Annahme "helleres Bild" verleitet.
So wie ich's beschrieben habe ist der Test hingegen selbst mit 76/700 gegen 300/1500 durchführbar.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven!

> Nun ist es aber wirklich so, daß gerade die bemängelten Objekte M31, M1 und
> Cirrus "anfällig" sind.

Deswegen reite ich ja auch auf dem OrionNebel rum.
Nicht nur, dass die Sache so nicht vorkommt. Ich habe auch noch nie jemanden
jammern hören wenn er einen Aufstieg macht. Bei Deep Sky noch nie.
Dann gefallen ihm die Planeten sehr gut und auch der Mond. Mir persönlich
fällt bei meinem Dicken halt auf, je weniger Licht ich von ihm ins
Auge bekomme um so besser sind eben Mond und Planeten. Manchmal bin ich noch nicht
einmal unglücklich wenn eine kleine Wolke vorbeizieht.
Deswegen kam mir dieser Gedanke mit der Verspiegelung weil grottenschlecht scheint
das Teil nicht zu sein sondern duster.

> Warum nicht den Mond hernehmen? Das würde nur Sinn machen, wenn die beiden
> Vergleichsteleskope gleiche Öffnung haben, ansonsten würde eines der
> Teleskope den Mond grösser abbilden und dadurch würde der Beobachter
> den grösseren Mond subjektiv heller empfinden, obwohl die Flächenhelligkeit
> gleich bleibt.

Jo. Ev. tut es aber fürs Grobe ein 2. Teleskop mit nur minimalem Öffnungsunterschied.
Wenn 80% bis 98% Beschichtung den Käse nicht fett machen muss es sich hier schon um einen
groben Unterschied dazu handeln. Schätze mal um die 60% wenn's denn so wäre.
Mond bei 10" tut im Auge weh, bei 12" muss es noch etwas schlimmer sein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
Der Unterscheid müsste deutlich sein.

> So wie ich's beschrieben habe ist der Test hingegen selbst mit 76/700 gegen 300/1500 durchführbar.

Auf alle Fälle ein guter Plan. Ja.

--Sabine
 
Hallo!
Also was den Mond angeht, ohne Filter ist da nichts zu machen.Ich hab am Anfang mal so reingeguckt,so übelst hell hätt ich mir das nicht vorgestellt.
Das Auge war für ne halbe Stunde nicht mehr zu gebrauchen.
Angesichts dessen denk ich mal, dass die Verspiegelung in Ordnung ist oder?
Gestern hatte ich durch ne Wolkenlücke für 5min die Saturnumgebung beobachtet, mit folgendem Resultat:
Titan(8,03m),Tethys(9,91m),Enceladus(11,41m),Mimas(12,61m),Rhea(9,41m) und Dione(11,11m) waren ohne Schwierigkeiten deutlich zu sehen.Janus(13,71m),Epimetheus(14,71m) und Hyperion(13,94m) machten sich bei direktem Sehen(Keine Dunkeladaption an dem Abend) schlecht, indirekt aber deutlich erkennbar.

@Sabine:Mit dem Tchiboreflektor seh ich beim Orionnebel ein kleines schwaches wölkchen, das bei direktem Sehen dicht an die Wahrnehmungsgrenze kommt.
Mit meinen Dobson sehe ich die 2 flügelartigen Filamente,zwar gut erkennbar mit ein paar kleinen(teilweise angedeuteten) Details, keine Andeutung von Farbe und noch ziemlich dunkel.Der kleine, runde Nebel, oberhalb vom Orionnebel kann man beim direktem Sehen geradeso als solchen erkennen(Vollkommen Strukturlos).
Also der Unterschied vom Tchibo zum Dobson hat auf jeden Fall, was Sterne und Planeten(und deren zahlreiche lichtschwachen Monde) angeht ein BOOOAHH verdient.
Was Deep Sky angeht aber auf keinen Fall.

Wenn es "Flächig" wird kackt das Ding ab.
(und seid mal ehrlich, normal ist das doch nicht?)
Und das ist es was mir so zu denken gibt! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />

MFG:Peter
 
Hallole
Die Lösung ist einfach die, das Du kein einigermaßen dunklen Himmel hast. 4.5 mag ist für solche Objekte (M31,M33, Cirrus) einfach zu wenig. Für Cirrus würde ich auf alle fälle ein O-III Filter kaufen. Wenn du den Dob unter ein min. 5.8 Himmel stellst wirst Du dich Wundern.
Gruß Astrozausel
 
Hi Peter,

die Verspiegelung ist in Ordnung. Wenn Du Hyperion und Epimetheus packen konntest (Hintergrundsterne per Gegencheck mit CdC und HGC-Katalog ausgeschlossen?) muß die Optik und die Justage einwandfrei sein. Auch die Bedingungen können nicht schlecht gewesen sein.
Sieht so aus, daß Du falsche Erwartungen hast. Was willst Du vom Orionnebel erwarten? Im Bereich des Fischmauls werden viele neue Strukturen sichtbar, wenn der Himmelshintergrund deren Erkennung zulässt. Ist der Himmelshintergrund zu hell, werden die Strukturen verwischt und der Nebel wird immer flächiger. Hier hilft nur ein Filter, ich empfehle einen UHC für Freunde ausgedehnter Emissionsnebel, einen OIII für Fans von planetarischen Nebeln. OIII und UHC sind aber im prinzip universell einsetzbar, es gibt nur wenige Nebel an denen der UHC Leistung bringt und der OIII nicht.

Du solltest einmal versuchen, mit einem erfahrenen Beobachter rauszufahren, so daß dieser Dir zeigen kann, was möglich ist, und was nicht.

Achja, vergleiche doch mal mit diesen Bildern:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/m42_1_balkon.jpg Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/m42_1_balkon_o3.jpg
Wie sah der Nebel aus? Das erste Bild simuliert Streulicht, das zweite kann für guten Himmel bzw. auch für einen OIII unter Streulicht und guter Durchsicht dienen.

Clear Skies
Sven
 
Hi Peter, oder war est Anton <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

@Binoviewer:Danke für den netten Tip aber:Freundin hab ich leider nicht , bin ja erst 17(JA,LACHT NUR )

Ich wurdde dir ein 2 meter teleskop schenken wenn Du mir deine 17 schenken wurdest, ich bin ja schon 32, hehe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Aber zurueck zum thema, hatt noch keiner erwaent, aber is dein teleskop
  1. gut kolimiert
  2. ich hoffe Du habst nicht den spiegel "sauber gemacht"

So ein relativ grosser teleskop hat meist ein niedriger f/nummer soller daher besser jusiert sein.

Da die planeten gut aussahen, nehme ich ann es ist ungefaehr OK, aber normalerweise sollte mann das jeds mal nachsehen.

Mit meiner 10 zoll kann ich sehr gut deails sehen im Orion nebel, Andromeda ist aber nicht spektakulaer.

Ich habe mal der Andromeda nebel nachts im flugzeug auf 15 km hoehe observiert, das war mit blossem auge viel schoener als mit dem teleskop auf den boden.

Gruss, Bart
 
Hallo,
@Sven:Also bei der Saturnbeobachtung hab ich die Sterne ignoriert, werds aber bald nachholen.
Der Orionnebel erscheint mir im Teleskop schon deutlich heller als im 1. Bild,aber nicht ganz so gut wie im 2.(und auch nicht grün).Außerdem sehe ich noch etwas mehr Sterne als bei beiden Bildern.

@bart_schaf:Wenn ich dir meine 17 Jahre schenken würde währst du 49 und ich müsste noch mal mindestens 10 Jahre warten bis ich überhaupt wieder ans Okular hochkomme <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> !
Den Spiegel hab ich noch nie Saubergemacht, selbst wenn man mit der Taschenlampe reinleuchtet, sieht man nur den Glatten, sauberen, kristallklaren Spiegel und nicht ein einziges Staubkorn drauf.
Ordentlich Kollimiert ist die Bude auch(ich weis doch dass es bei reflektierenden, parabolischen Flächen ausserhalb der Fokalebene zum Koma kommt).
Ich habe mal der Andromeda nebel nachts im flugzeug auf 15 km hoehe observiert, das war mit blossem auge viel schoener als mit dem teleskop auf den boden.
Jaja, ich würde am liebsten mit meinem Dob im Weltraum herumschweben,frei von jeglicher Art von Streulicht,Szintilation und Lichtdämpfung
°TRÄUM° <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />SCH.... ATHMOSPHÄRE<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Noch ne Frage:Hast du ehrlich ein 2m Teleskop? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

MFG:Peter
 
Hi Peter,

ich denke, du wirst dann zur Beobachtung so einen Himmel um 5m visueller Grenzgrösse haben. Da hast Du die beschriebenen Probleme mit M31, Zirrus, usw.
Daß Du mehr Sterne siehst ist recht logisch, denn die Bilder sollen ja die Verwendung eines OIII-Filters am 8-Zöller zeigen.

Ich denke, die Essenz des ganzen ist folgendes: Dein Himmel gibt zur Galaxienbeobachtung nicht viel her, daß kannst Du von Deinem Standort aus so ziemlich vergessen. Nur jene Galaxien, die zu bestimmten Jahreszeiten zenitnah vorüberziehen, sind interessant. Da gehört nun der Andromedanebel noch dazu, aber es wird wohl dennoch nicht dazu ausreichen, hier wenigstens einen Staubstreifen sehen zu können. Ansonsten kommen z.B. M51, M101, M33(schwer!) und M81 und M82 ja noch recht nah am Zenit vorbei.
Willst Du mehr Galaxien beobachten, so musst Du einen dunkleren Standort aufsuchen. Das ist oft nicht leicht und mit fahrerei verbunden.

Emissionsnebel, also Planetarische Nebel und ein Großteil der diffusen Nebel, lassen sich mit Filterhilfe auch an so einem Ort gut beobachten. Es gibt verschiedene Filtertypen, ich zähle sie mal auf:
OIII: Dieser Filter lässt nur licht der türkisgrünen OIII-Linie passieren. Planetarische Nebel und Supernova-Überreste sind Objekte, bei denen der OIII Klassensieger in der Filterwirkung ist. Aber auch einige ausgedehnte HII-Regionen wie der Nordamerikanebel enthalten genug Sauerstoff, um mit diesem Filter sichtbar zu werden.
H-Beta: Dieser Filter ist das Pendant zum OIII auf der blauen Wasserstoff-Linie H-Beta. Hier gibt es nur einige wenige H2-Regionen, die kaum Sauerstoff enthalten, welche diesem Filter "dienlich" sind. Auch planetarische Nebel entsenden H-Beta, aber wesentlich schwächer als OIII. So ist dieser Filter eher was für fortgeschrittene Amateure, die den Filter für einige wenige Spezialobjekte nutzen wollen (z.B. Pferdekopf).
UHC Der UHC lässt H-Beta und OIII passieren, und je nach Fabrikat auch H-Alpha (rot, visuell nicht wirklich relevant). Der Filter hat daher einen breiteren Durchlassbereich und lässt so etwas mehr Streulicht passieren. Dies resultiert in etwas mehr Himmelshintergrund, aber auch weniger Bildabdunklung also mehr sichtbare Sterne. Der UHC wirkt nun an allen Objekten, an denen OIII und/oder H-Beta wirken. Bei planetarischen Nebeln und Supernovaüberresten steht er deutlich hinter dem OIII zurück, bei HII-Regionen aber übernimmt der UHC gern die Führung. Ausserdem ist der UHC der vielseitigste, was die Objekte angeht.
DeepSky: Es gibt eine ganze Reihe Filter, die dem Urvater Lumicon DeepSky nachempfunden sind: LPR,LPB,Broadband,CLS,... Die Filterwirkung ist wesentlich schwächer als beim UHC, der Filter ist auch eher für fotografie denn für visuelle Beobachtung ausgelegt. Trotzdem ist der Filter wegen seines hellen Bildes an kleinen Teleskopen noch interessant.

Tja, ich denke also, Du solltest Dir mal überlegen, einen UHC oder einen OIII anzuschaffen. Die Leistung Deines Teleskops ist in Ordnung, nur der Beobachtungsort gibt nicht mehr her. Dunkler Himmel ist eben durch nichts zu ersetzen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

bin auch wieder zurück <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Also Peter: Ich habe mir vor einigen Wochen einen GSO 680 (8" Dobson) zugelegt und hatte am Anfang ähnliche Probleme. Da ich es kaum erwarten konnte, das Ding zu testen, hab ich es gleich am ersten Tag im lichtverschmutznen Kleinstadthimmel auf die Andromedagalaxie gehalten. Und ich war maßlos enttäuscht! Zu sehen war ein helles Zentrum und ein kleines und verdammt schwaches Wölkchen um das Zentralgestirn. Unter ,,visuelle Beobachtungen" hab ich damals einen leicht frustrierten Bericht geschrieben. Aber dann kam Heilig Abend: Ich war mit Familie und Co. bei meiner Schwester eingeladen, die in einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb wohnt - und hab den Dobson mitgenommen. Gegen 23 Uhr (nachdem meine 4 Nichten und Neffen und die ganze Bande ihre Geschenke hatten und langsam müde wurden) hab ich mich nach draußen begeben, wo mein Teleskop bereits seit Stunden bei Minusgraden auskühlte. Die Grenzhelligkeit des Himmels betrug ca. 6,0m. Die Andromedagalaxie stand schon ziemlich weit ,,oben" und ich musste mich schwer verrenken um sie einzustellen. Aber dann hatte ich sie: Und sie war in großen Ausmaßen schön und auch relativ hell zu sehen! Noch besser natürlich der Orionnebel: Hell, groß und deutlich grünlich - einfach toll. Auch Saturn konnte an diesem Abend locker bis 300fach vergrößert werden.

NOCH WICHTIGER: Vor einigen Monaten konnte ich durch ein 16" Sternwartengerät schauen. Der Himmel über der Stadt war durch die Lichter und den hellen Mond wirklich sehr hell. Am Beispiel 57 (Ringnebel in der Leier): Die kann ich jetzt mit meinem 8Zöller unter dunklem Himmel so gut sehen wie unter diesem hellen Stadthimmel mit einem 16Zöller.

Also: Nicht nur die Optik ist entscheidend (und in dieser Hinsicht beneide ich dich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> ), sondern wirklich eben auch der Himmel.

In diesem Sinne

Clar and dark skies

Rolf
 
Das kenn'ich!

Hi Rolf!

Die Sache mit dem aufgehellten Himmel kenne ich auch, das war mein 5. Astroerlebnis, und das erste "bleibende":

Ich hatte im Jan'03 mit meinem ersten "Wiedereinstiegsteleskop" (Astroscan, 4,25" f/4,2 Dobs) den Himmel schon leicht erkundet und kannte den Anblick von Saturn, Jupi (der stand damals bei der Krippe M44), Pleyaden (M45) und auch Orion.

Dann ging ich damit zur Sternwarte Schaffhausen (da steht ein 40cm Newton f/? ca.5..6) und habe den Astroscan draussen aufgebaut. Nach Jedem Blick durch das Okular in der Kuppel bin ich dann raus & habe das selbe Objekt mit dem Astroscan beobachtet: es hat gleich ausgesehen, wie drinnen; aber ich war die Bilder von meinem normalen Spechtelplatz (5..5,5mag-Dorfhimmel bei mir auf'm Garagenvorplatz) besser gewohnt...

Als ich dann fragte, ob die Whirlpoolgalaxie (M51) mal eingestellt werden könne, meinte der vom Bedienpersonal nur "Keine Chance, mit diesem Gerät M51 auch nur annähernd sehen zu können".

"Autsch, voll in's Fettnäpfchen!", dachte ich damals. Jetzt weiss ich, dass das deren ihr eigenes Fettnäpfchen gewesen ist, was ich da flutschen gehört habe!

Soviel sage ich dazu: Wenn Du (mit Deinem 8" f/6 Dobs) mal klaren, dunklen Landhimmel über Dir hast, und M51 günstig steht (ist "etwas unter dem fordersten Deichselstern des Grossen Wagen") musst Du die mal aufsuchen...
Okay, viel wirst Du wohl nicht sehen: abgesehen von den beiden Zentren und "etwas diffusem drumrum" ist vielleicht andeutungsweise der verbindende Arm ersichtlich - aber hey, "Keine Chance mit 16zoll", das ist anders - bei der Sternwarte SH liegt es nicht am Gerät, sondern am Himmel!

Viel Öffnung also ist schon gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> ABER: solange das Limit durch den aufgehellten Himmel gesetzt wird, ist sie eigentlich nur Ballast...!


P.s. letzthin ist mir ein Philosofischer Gedanke gekommen, von wegen "unspektakuläter Andromedagalaxie":

Stell'Dir vor: irgendwo in der Andromedagalaxie haben ein millionen (milliarden?) von Photonen vor etwa 2,7 millionen Jahren beschlossen, sie müssen mit Lichtgeschwindigkeit in exakt DIESE RICHTUNG losreisen...
Das taten sie, damit sie JETZT, wieder gesammelt durch Dein Teleskop, auf Deiner Netzhaut ein schwaches, diffuses Leuchten verursachen können....

Na, erzeugt DIESER Gedanke etwa keine Gänsehaut...? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
Stadt- vs Land-Himmel

Hallo Rolf,hallo Sven,

Vor einigen Monaten konnte ich durch ein 16" Sternwartengerät schauen. Der Himmel über der Stadt war durch die Lichter und den hellen Mond wirklich sehr hell. Am Beispiel 57 (Ringnebel in der Leier): Die kann ich jetzt mit meinem 8Zöller unter dunklem Himmel so gut sehen wie unter diesem hellen Stadthimmel mit einem 16Zöller.

ich finde,diese wichtige Aussage sollte man unterstreichen!
Der dunkle Himmel bringt unwarscheinlich viel,
wer noch nie draußen in der Pampa war sollte das
wirklich einmal ausprobieren.Die Überraschung darüber,
was unter günstigen Bedingungen alles sichtbar werden kann
wird sicherlich groß sein.

Aus der Stadt heraus leiden Objekte mit geringer Flächenhelligkeit besonders.
Weil der Himmel über der Stadt deutlich heller erscheint
als zum Beispiel auf dem Lande.Dann kommt irgendwann der Punkt,
an dem die Himmelshelligkeit die Objekthelligkeit erreicht oder gar übertrifft,
das Objekt ersäuft im Lichtsumpf.

Warum aber ist der Himmel über der Stadt so hell?

In der Stadt befinden sich sehr viele Lichtquellen.
Das abgestrahlte Licht trifft entweder direkt auf das Teleskop,
was aber kein Problem ist,da es sich durch Verblendung des Teleskopes
kaum bemerkbar machen kann.Der Beobachter muß natürlich seine Augen
gegen dieses Licht schützen,um die Dunkeladaptation zu erreichen,
was für das erkennen schwacher Objekte unumgänglich ist.
Der gröte Anteil des von städtischen Lichtquellen abgestrahlten Lichtes
erreicht den Beobachter aber fatalerweise aus der Richtung des Himmels.
Und zwar,weil das Licht an vorhandenen Staubpartikeln und stärker noch
an Wassertröprchen in der Atmosphäre reflektiert wird.

Und damit können wir eine Situation konstruieren,
bei der der Himmel auch aus der Stadt annehmbar sein kann:

Falls kaum Staub vorhanden ist weil Wind diesem forttransportiert
und vor allem die Luft extrem trocken ist,wie bei winterlichen Kontinentalwetterlagen,
wenn sehr trockene kalte Luft aus dem Osten kommt,
dann erreicht man auch aus einer Stadt gute durchsicht und Grenzgröße,geht Deep Sky.

Ich kann mich an einen solchen Abend im letzeten Winter erinnern.
Schon Nachmittags fiel die extrem klare Luft beim joggen auf.
Autos in 1Km Entfernung hatten satte klare Farben,
bei entfernten Häusern konnte man die Fenster zählen,
oder die Ästchen an Bäumen in großer Entfernung.

Natürlich habe ich das Teleskop Zuhause gleich zum auskühlen rausgestellt.
Nach Einbruch der Dunkelheit konnte ich mit einem schwarzen Tuch
über dem Kopf (Streulichtschutz) sehr schöne Beobachtungen machen,
die deutlich besser waren als an schlechteren Nächten auf dem Land.
Aus unserer 50.000 Einwohner-Stadt heraus konnte ich mit 8"f/6
die Reflexionsnebel der Plejaden sehen,etliche Sterne in NGC 7789
bei nur 30x im 40mm XL auflösen,dei M31 große Teile der Scheibe
sowie die beiden großen Staubbänder sehen und der Orionnebel
präsentierte sich mit den Schwingen und einem ausgedehnten Wasserstoffbereich
und dem Trapez bei nur 30x im XL,was einer Austrittspupille von 6,66mm entspricht(!)
Der Himmel wirkte trotzdem nicht schmutziggrau sondern recht dunkel.

Bei 160x zeigte das Trapez dann 6 Sterne.

Leider habe ich nur eine knappe Stunde bei mittlerweile -8 Grad
und kräftigem Ost-Wind ausgehalten,plus später nochmal 1/2 Stunde.

Falls sich solche Bedingungen einstellen sollten empfehle ich
allen in der Stadt beobachtenden Sternfreunden
sich die Gelegenheit nicht entgehen zu lassen!

CS <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ,

Karsten
 
Re: Das kenn'ich!

@Slyv

Komisch. Genau den selben Gedankengang hatte ich auch vor einigen Tagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Wie hoch ist schon für ein Photon einer x-beliebigen Galaxie die Wahrscheinlichkeit, dass es seine Reise irgendwann auf der Netzhaut eines Lebewesens beendet?
 
Freundschaft
Irgendwie kommt mir das Ganze bekannt vor. Mit meinem 10" hatte ich am Anfang auch so meine Deep Sky Sorgen. Was mir geholfen hat:
Objekte zeichnen, M33 kam bei mir auch nur als verwaschener Lichtfleck an, also hab ich ihn zu zeichnen versucht nach ner' halben Stunde waren da auf einmal schwache Ansätze von Spiralarmen auf dem Papier. Das Du mich richtig verstehst M33 ist nicht heller geworden oder so, es war immer noch der verwaschene Lichtfleck aber durch das Zeichnen konzentriert man sich auf die Einzelheiten. Auch ist nicht jede Nacht wie die andere, ruhige klare Luft für scharfen Durchblick hatte ich voriges Jahr 2 mal. Bei einem durchschnittlich 5 er Himmel ist bei mir aber auch des öfteren Frust angesagt, allerdings versöhnen mich Fotoaufnahmen die ich mit ner' alten Spiegelreflexkamera und 135mm Teleobjektiv geschossen habe. Mit dem Kodak Elitechrome 200 als Film hab' ich da wenigsten bei Emissionsnebeln eine Chance. Dabei merkt man aber auch wie sehr Fotos einen völlig falschen Eindruck vermitteln von dem was man dann visuell auch wirklich zu sehen bekommt. Also wenn zB. Einer M51 wirklich so im Okular zu sehen bekommt wie auf den Hochglanzfotos der kann sich ja gerne mal melden.
Alles Gute und klaren Himmel wünscht Dir
Udo S <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

















 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!
Sorry dass ich mich lange nicht gemeldet hab (viele viele Klausuren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> ).
Also ich hab mich mal über Filter schlaugemacht.
Was haltet ihr von nem CLS-Filter, der hat doch einen Breiten Durchlassbereich und sperrt die Hg und Na-Emissionlinien aus?Durch den Breiten Durchlassbereich müsste er doch auch die Sicht auf Kontinuumstrahlern(Galaxien,Reflektionsnebel) verbessern.Was würde solch ein Filter bei meinem Teleskop bewirken?
Gibt es keine Filter, die das Gesamte Spektrum durchlassen und nur die schmalen Emmisionsbereiche von Hg und Na aussperren, aus denen hier mind.95 der Lichtverschmutzung besteht?

Ich hab durch einen Freund erfahren, dass 5 Km von hier entfernt eine Sternwarte sein soll(mit nem 1,5m Teleskop) im Wald(die suchen angeblich Junge Leute für eine Art Sternwartenverein[im Osten gibt es nähmlich zu wenig junge und Astronomieinterressierte Leute]).
Vielleicht sollte ich dort mal hingehen.
Wie hoch ist eigentlich genau der Unterschied, wenn ich mit meinem Teleskop in abgelegene, dunke Wälder fahre zum beobachten?

Danke im Vorraus!

MFG:Peter
 
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