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Joana_H

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Hallo alle zusammen!

Ich bin auf der Suche nach einem Fernglas für meinen Freund zu Weihnachten :)
Ich habe mich schon durch einige Internetseiten gewühlt, bin mir aber bei der riesen Auswahl einfach unsicher. Er sucht ein Astronomie Fernglas, und wenn ich das richtig verstanden habe, ist hierfür vor allem die Vergrößerung wichtig, d.h. alles ab 7x aufwärts? Und auch die Austrittspupille sollte relativ groß sein?! Wahrscheinlich könnt ihr mir dazu einfach mehr sagen....
Das Fernglas darf ruhig etwas kosten, also der Preis ist erstmal zweitranging (okay, sagen wir.. bis 800€? - bei Nikon findet man dafür ja schon fast gar nichts mehr ...)
Ich hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt!

GLG,

Joana
 
Fuji 16x70, eines der besten Astronomischen Gläser.

Bei diesen Großferngläsern muss man beachten, dass sie für den Alltagseinsatz nur sehr bedingt geeignet sind. Auf eine Wanderung schleppt man so etwas nicht mit, und ohne Stativ lässt es sich ohnehin nur eingeschränkt verwenden.

Ein Fernglas sowohl für astronomischen als für den Alltagsgebrauch ist ein 10x50 oder auch ein 8x42.
 
Ziemlich gut, dazu noch im Preisrahmen, ist auch das Meopta Meostar, entweder als 10x50 oder 12x50. Ich bevorzuge 10x50, weil besser ruhig zu halten. Das waere dann auch noch fuer andere Anwendungen gut nutzbar. Das 12x50 gibt es inzwischen, etwas teurer, auch mit HD Objektiven, aber bei Astro-Anwendungen spielt das kaum eine Rolle, da tut es die alte Variante fast genauso gut.

Viele Gruesse,
Holger


 
Etwas off-topic, aber ich frage trotzdem mal, weil ich evtl. auch ein Fernglas kaufen will: Wenn man zum Fernglas ein Stativ kauft - kann man damit Objekte beobachten, die direkt über einem stehen? Stell ich mir sehr unbequem vor...
 
Hallo Namenloser,

wenn man in den Zenit schauen möchte schon. Für Ferngläser gibt Parallelogrammmontierungen oder z.B. den Manfrotto Magic Arm.
Hier gibts einen ausführlichen Thread dazu.

Magic Arm

Ansonsten zum Thema: Astro und Alltag: 10x50 oder 8x42 oder nur Astro 16x70 (nur mit Stativ). Die bekannten Anbieter sind Fujinon oder jetzt neu Lunt. Bei 8x42 kenn ich mich nicht aus.

Grüße
Matthias
 
Hallo Joana,

ich würde auch ein 16x70 empfehlen, damit kann man nichts falsch machen denn es ist eines der besten und beliebtesten Astrogläser.

Entweder das Original von Fujinon oder das Neue von Lunt, welches dem Fujinon qualitativ nicht nachsteht, dafür aber etwas günstiger und auch leichter ist.

Grüsse Jochen
 
Hallo Joana,

die Lunt-Gläser gibt es unter www.besser.de momentan als Anstellungsware zu sehr attraktiven Preisen. Meine beiden sind von Neuware kaum zu unterscheiden.
Ich stimme meinen Vorrednern zu:
10x50 ist ein echter Allrounder, das 16x70 eigentlich kaum freihändig über einen etwas längeren Zeitraum ruhig zu halten.


Grüße
Alex
 
Hallo nochmal an alle,

Ich bin wirklich sehr dankbar für eure schnellen und vor allem hilfreichen Antworten! Ich werde mir dann mal die von Fujinon und Lunt anschauen und mich dann entscheiden :)
Wenn ich mich für ein 16x70 entscheiden sollte - ist ein Stativ von Nöten, wenn man es vernünftig benutzen möchte?
Vielen lieben Dank nochmal!

LG
Joana
 
Hallo Joana,

ja, ein 16x70 ist ohne Stativ nicht vernünftig nutzbar.

Meiner Meinung nach trifft das aber für jedes Fernglas mit einer Vergrösserung höher als 7x zu, sofern es keine eingebaute Stabilisierung hat.

Aber vielleicht hat Dein Freund ja schon ein Fotostativ, das er dafür nutzen kann?

Grüsse Jochen
 
Hallo Joana,

spätestens ab 10x Vergrößerung kann man ein Glas nicht mehr wirklich gut wackelfrei halten. Ein 16x würde ich daher mit Stativ oder Manfrotto Magic Arm (siehe Post oben) bevorzugen. Ohne Stativ geht ein 8x42 und auch ein 10x50 (wobei ich hier auch schon den Magic Arm verwende). Daneben gibts noch stabiliserte Ferngläser z.B. von Canon (z.B. ein 15x50), die kosten aber mehr als dein Budget hergibt. Hat dein Freund schon ein Fernglas oder Teleskop?

Grüße
Matthias

P.S. der Link von alexfra soll www.bresser.de lauten und nicht besser.de. dort gibts auch ein 16x70 von Lunt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich benutze das 16x70 durchas freihändig: Breitbeinig hinstellen, Kopf irgendw gegenlehnen und nicht zu steil. Das geht schon. Die volle Leistung entfaltet das Glas so aber nicht. Man kann ein Fotostativ benutzen. Es ist wichtig, dass man zu dem Glas einen passenden Stativadapter gleich mitkauft, falls er nicht dabei ist.
 
Mein Freund hat tatsächlich ein Fotostativ; hätte an dieses Stativ jetzt gar nicht mehr gedacht! Bei dem Lunt 16x70 wäre auch ein Adapter dabei - die passen dann auf jedes Fotostativ?
Er hat leider noch gar kein Teleskop oder Fernglas, er spricht nur seit Wochen davon, wie gerne er so etwas hätte.
LG
Joana
 
Hallo Joana,

ich sag mal so: Wie (freihändig, Stativ oder im Stuhl mit Manfrotto Magic Arm oder angelehnt an Mauern oder Bäumen oder im Gras liegend) dein Freund beobachten möchte, muss er selbst rausfinden. Die Grundlage überhaupt beobachten zu können, kannst Du ihm mit dem Kauf eines Fernglases legen. Das ist die größte Investition und das Fernglas behält er unter Umständen sein Leben lang.

Ob das Stativ deines Freundes brauchbar ist (Höhe, Wackelfaktor, Neiger etc.) können wir nicht wissen und das muss er selbst rausfinden. Montiert bekommt er es auf jeden Fall über den Stativadapter.

Der Vorteil eines Fernglases liegt für mich in der sehr schnellen Einsetzbarkeit (ansetzen und durchschauen) und des sehr mobilen Einsatzes. (Fast) kein Geraffel zum mitschleppen im Ggs. zu einem Teleskop. Mit einem 16x70 sieht man zwar ordentlich was, aber man braucht halt schon eine Hilfe (Mauer zum anlehnen von Rücken und Kopf, Stativ, Manfrotto Magic Arm) zur Stabilisierung.

Da er noch gar keine Erfahrung hat, ist ein 10x50 auch eine gute Option und das Glas kann eher freihändig gehalten werden und ist z.B. auch auf Wanderung noch mitzuschleppen (falls mal ein anderer Einsatzzweck ansteht). Das machst Du mit dem 2kg schweren 16x70 eher nicht.

Von Lampert Spix gibts ein Büchlein "Fern-Seher: Ferngläser für Astronomie und Naturbeobachtung", Occulum-Verlag). Da steht einiges grundsätzliches über Ferngläser drin, sowie Beobachtungstipps.

Ich will dir nix raten, aber als dein Freund würde ich mich über ein Fernglas und so ein kleines Büchlein, wie oben erwähnt, sehr freuen. Was er dann damit macht und wie er damit umgehen möchte, muss er selbst rausfinden - das ist Teil des Hobbys und des Spaßes.

viel Erfolg

Matthias

P.S.: Der Magic Arm kostet nur ca. 100.- Euro (Manfrotto 244 Magic Arm Set + Manfrotto 035 Super Clamp z.B. bei rockshop . de).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich bin ja selbst ein grosser Freund des Magic Arm, aber man muss auch sagen, dass er mit 2 Kilo Belastung (16x70) ziemlich an der Grenze der Tragfähigkeit ist.
Mir persönlich macht mein Nikon 18x70 (gleiches Gewicht wie ein 16x70) am Magic Arm definitiv keine Freude.
Auf einem kleinen Gitzo Kurbelstativ mit Gitzo Fluidkopf hingegen ist es ein Traum.

Aber ein normales Fotostativ reicht auf jeden Fall aus um das Glas zu benutzen, wenn man dann merkt, dass einem das Hobby dauerhaft Freude macht kann man in Sachen Stativ immer noch aufrüsten.

Grüsse Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
"Und auch die Austrittspupille sollte relativ groß sein?!"

Hallo Joana,

erst einmal finde ich es toll, dass Du Dich für so ein persönliches Geschenk -und ein Fernglas ist ein persönliches Geschenk- beraten lassen möchtest.
Denn Dein Freund wird es immer als ein solches betrachten und auch evtl. Nachteile gern in Kauf nehmen. Deshalb solltest Du von vornherein so nahe wie möglich an sein "ideales Glas" herankommen. Ich spreche da aus Erfahrung ...

Ich möchte jetzt nicht auch noch mit meinen Empfehlungen kommen -viele gute wurden ja bereits genannt-, möchte für weitere Tipps aber gerne einmal euer Umfeld sondieren. Also in welcher Gegend wohnt ihr (bitte nur grobe Angaben machen)? Habt ihr einen dunklen Sternenhimmel außerhalb vom Stadtzentrum oder ist er eher vom Umgebungslicht beeinflusss? Jetzt kommt eine persönliche Frage die Du nicht beantworten musst ... fahrt ihr häufig in Gegenden die einen dunklen Himmel zeigen?

Die Klärung dieser Fragen hat direkt etwas mit Deiner Frage nach der großen Austrittspupille zu tun und sollte die Beratung etwas lenken.

Viele Grüße
Frank
 
Zunächst einmal: nochmals vielen Dank, dass ihr euch solche Mühe mit euren Antworten gebt!
@Matthias: das Buch ist eine gute Idee, das werde ich ihm auf jeden Fall dazulegen! Und da er ja bereits ein Fotostativ hat, kann er es, wie du und Jochen sagtet, einfach ausprobieren und dann ggf. Nachrüsten!

@Frank: wir wohnen im Rhein-Sieg-Kreis, auch würde ich sagen, in einer guten Höhe, aus der man einen dunklen Sternenhimmel ohne großes Umgebungslicht sehen kann! Und sagen wir es so, wir sind eigentlich nicht die großen Wanderer - allerdings gibt es hier viele Möglichkeiten in noch höhere Gegenden zu fahren, bei denen man 'freie Sicht' hat. Das würde sich auch auf jeden Fall anbieten, wenn er dann ein Fernglas hat!
Vielen Dank nochmals!

LG
Joana
 
Frage in die Runde:
Was haltet ihr unter diesen (Himmels)-Bedingungen von einem Lunt 11x70 FMC? Das wäre für kurze Beobachtungen auch im Zenitbereich ohne Stativ gut geeignet.

Liegt derzeit bei 50% von Joanas Preislimit.

Gruß
Frank
 
Hallo Frank,

ich finde das 11x70 nicht so spannend, auch wenn die grosse AP unter dem zu erwartenden dunklen Himmel noch vertetbar wäre.
Das 11x70 hat ein kleineres Eigengesichtsfeld als das 16x70 - Thema Tunnelblick.
Ich finde, dass zum entspannten Beobachten und ästhetischen Eindrücken auch grosse Eigengesichtsfelder gehören, wie es das 16x70 hat.

Durch die höhere Vergrösserung wird das 16x70 auch "tiefer gehen" sprich mehr Sterne zeigen, denn darauf hat die Vergrösserung ja einen direkten Einfluss.

Nicht umsonst wird das 16x70 von vielen als DAS Astroglas schlechthin bezeichnet.
Ich halte es für den Einstieg als sehr geeignet, weil es doch schon relativ viel zeigt und der Besitzer dann entscheiden kann ob ihn eher eine noch höhere Vergrösserung reizt (dann Richtung Teleskop) oder er lieber weitere Felder beobachten möchte (dann Richtung Weitfeld Fernglas)

Grüsse Jochen
 
Ich rate vom 11x70 ab. Unter den meisten Bedingungen genügt für eine ~10-fache Vergößerung 5 cm Öffnung. Der Himmel ist ohnehin zu hell. Ausnahmen sind Gebirgshimmel und die Benutzung von Nebelfiltern. Ob man deswegen die geringere Vergrößerung wählt, muss jeder selbst entscheiden.

Diese überdimensionierte Austrittspupillen haben ihren Sinn bei Marinegläsern. Auf einem schwankenden Schiff ist es dann leichter die eigene Pupille mit dr grözügig bemessen AP in Übereinstimmung zu bringen.
 
Da ich überwiegend ohne Stativ unterwegs bin und die Wackelei meines Herzschlages mir ständig zeigt das ich noch lebe, hatte ich mich für das 11x70 entschieden. Mit diesem Teil habe ich weniger Probleme als mit dem 10x50 Jenoptem.
Aber das ist alles sehr subjektiv und soll die Beratung nicht beeinflussen.

Wie sieht es mit dem Gummimatsch-Canon 15x50 IS aus? Ist es ein Geschenk für viele Jahre oder besser nicht? Liegt auch etwas über den 800 Euro.

Viele Grüße
Frank

 
Zitat von Eisenmeteorit:
Wie sieht es mit dem Gummimatsch-Canon 15x50 IS aus? Ist es ein Geschenk für viele Jahre oder besser nicht? Liegt auch etwas über den 800 Euro.

Viele Grüße
Frank

Gummimatsch Canon 15x50 IS? Der ist doch verdammt gut. Ein Bekannter von mir, der ziemlich hohe Ansprüche und beachtliche Sammlung von feinsten Astrotechnik hat, hat sich den auch zugelegt. Ich konte es nur tagsüber am Balkon ausprobieren. Ich habe ziemlich schwache und zittrige Hände, über 7x oder 8x geht bei mir normaleweise freihändig nicht viel. Mit dem Canon 15x50 IS habe ich ganz entspannt Fasaden von umliegenden Häusern und Tauben angeschaut und gedacht, Feldstecher halt wie ich es gewohnt bin, wackelt ein wenig aber nicht dramatisch - bis er mir dann die Stabilisierung abgeschaltet hat. Auf einmal war nur Zittern da und ich konnte überhaupt nichts mehr sehen was irgendwelche details angeht - der Spaß war komplett weg, und ich merkte, wie viel eigentlich 15x ist. Und die Optik ist übrigens auch klasse. Das Ding ist echt empfehlenswert.

Zu der Diskussion über freihändig nutzbaren Vergrößerungen: meiner Meinung nach ist der Limit bei 10x - ausser die Joana ist mit Chuck Norris verheiratet zusammen, in dem Fall würde ich 25x100 empfehlen und der Chuck wird noch die linke Hand frei für eine Astrokarte haben...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das Canon 15x50 ist ein absolut geniales Glas, sowohl für Astro wie auch für die Tagbeobachtung (ich liebe es beim Urlaub in den Bergen).

Dass man 15x durch die Stabilisierung ohne Stativ nutzen kann ist sehr praktisch, vor allem wenn man kurzentschlossen und schnell beobachten will.
Da man es frei halten kann gibt es auch keine Probleme mit der Zenitbeobachtung, wie dies bei stativgebundenen Gläsern ja der Fall ist.
Einfach auf den Liegestuhl legen und beobachten.

Das 15x50 IS war viele Jahre mein einziges Fernglas, ich habe es kurz nach Markteinführung neu gekauft und liebe es immer noch wie am ersten Tag.
Allerdings liegt es auch etwas über dem Budget von Joana, zumindest wenn es neu sein soll...

Dennoch zeigt ein 16x70 auf einem Stativ am Sternenhimmel noch etwas mehr.

Jochen
 
Hallo Stano,

der "Gummimatsch" war ironisch gemeint und bezog sich auf einen anderen Faden, in dem die Gummierung des Glases diskutiert wird.
Ich stimme Dir aber zu ... es ist ein gutes Glas, das, mit einigen Nachteilen behaftet, durchaus ins Rennen geschickt weden kann.

Wobei ..... was ist für einen Astro-Einsteiger, der evtl. noch eine Sternenkarte neben sich liegen hat besser, ein gehaltenes Glas oder eines auf dem Stativ. Ich tendiere dann doch eher zum Stativ.

Gruß
Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Auch mein Senf dazu:

Ja, ein Buch ist prima, ein Fernglas auch.
Aber: man sieht damit gerade als Anfänger nicht viel, es sei denn, man ist genügsam in seinen Ansprüchen und kann sich an klitzekleinen Wattebällchen erfreuen, die eigentlich Galaxien sein sollen. Für den Preis eines Fujinon 16x70 bekommt man schon ziemlich große Teleskope, die deutlich mehr zeigen.

Da ich aber ein Fernglas-Fan bin (und übrigens auch an dem Buch "Fern-Seher" von Lambert Spix mitgewirkt hatte), möchte ich eher zu einem 10x50 raten. Denn das wird man bei guter Qualität nie mehr hergeben, eben weil man es zumindest kurzzeitig noch freihändig benutzen kann. In den Rucksackurlaub nimmt man eben ein solches mit, aber keines, für das man ein Stativ braucht

Fast jeder Amateurastronom, den ich kenne, hat so ein Freihandfrenglas wie ein 10x50 oder ein 8x40, doch die wenigsten ein größeres Geradesichtglas, weil es selbst mit Stativ eher unbequem zu benutzen ist (Stichwort Genickstarre).

Vielleicht also doch noch mal überlegen?
 
Oh je, oh je! So viele Informationen... :-)
Jetzt bin ich natürlich wieder etwas verwirrt, dachte, wenn ich morgen von Lunt das 16x70 bestelle, bin ich damit auf der 'sicheren Seite' für einen Einsteiger.
Ich denke mir, dass mein Freund das Fernglas sowieso lieber mit einem Stativ benutzen würde; ob hier bei uns auf dem Balkon, oder dann mit allem im Gepäck zu einem Aussichtspunkt - oder, oder, oder
Jedenfalls spielt das Gewicht oder dann das Tragen des Stativs keine große Rolle, denn wie ich ja auch bereits schrieb, sind wir keine großen Wanderer und würden dann eher den Ausflug zwecks Fernglas-Benutzung machen; kein großes drumherum. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Noch ist Weihnachten ein bisschen hin, ich muss also nicht direkt morgen bestellen, auch haben wir hier in der Nähe einen spezialisierten Laden. (Nur bevor ich eben dorthin gehen wollte, wollte ich eine ganz unabhängige Meinung und nicht nachher rausgehen, um einiges an Bargeld leichter und total unwissend darüber, was ich gerade gekauft habe...) - wäre also weiterhin offen für alle Vorschläge - möchte das ganze aber auch nicht unnötig (für euch) strapazieren :-)
LG
 
Hallo Kay,

Aber: man sieht damit gerade als Anfänger nicht viel, es sei denn, man ist genügsam in seinen Ansprüchen und kann sich an klitzekleinen Wattebällchen erfreuen, die eigentlich Galaxien sein sollen.

hm. Das ist jetzt etwas drastisch ausgedrückt. Man sieht Krater auf dem Mond, die Jupitermonde, man sieht mit Sonnenfilter größere Flecken auf der Sonne - garantiert auch den Merkurtransit nächstes Jahr, man sieht schöne offene Sternhaufen (Plejaden, Hyaden, Kleiderbügel), die sonst nicht voll oder ästhetisch ins Gesichtsfeld eines Teleskops passen, man sieht unter sehr dunklem Himmel z.B. M33 und M31 ist im Fernglas auch großartig (freilich sind Galaxien Wattebäuschen), sowie helle Kometen und einfach die Milchstraße entlangsurfen ist auch klasse! Und um die Orientierung zu lernen ist ein Fernglas auch nicht schlecht! Ich verwende mein Fujinon 10x50 sehr häufig.

Joana: Du kannst Dir sicher Umtauschrecht einräumen lassen, wenn du bei einem Fachhändler kaufst.

Grüße
Matthias
 
Hallo Uwe,

natürlich hast du vollkommen recht. Ich selbst beobachte ja fast ausschließlich mit Ferngläsern - und das seit vielen Jahren. Aber erst nach Irrwegen über z.T. große Dobsons, alle möglichen "Reise"-Teleskopen, die dann doch zu kompliziert im Handling waren...

Mein Beitrag geht ja überigens auch wie deiner in die Richtung, dass ein 10x50 ein häufig gebrauchtes Glas ist, weil es natürlich auf einem Stativ mehr zeigt, aber auch ohne durchaus gut verwendbar ist. Bei einem 16x70 sehe ich das grenzwertig (freihändig), zumal bei einem relativen Anfänger, bei dem noch die Probleme mit dem Aufsuchen der Objekte dazukommen.

Mein Tipp wäre es gewesen, mit einem kleinen Refraktor (ca. 80mm ED o.ä.) auf einer azimutalen Monti anzufangen und sich in den Himmel "einzugucken", dann je nach Vorliebe mit einem 10x50er Fernglas und/oder einem 8-10"-Dobson zu ergänzen.
Ein Fernglas weiß man wohl erst zu schätzen, wenn man sich etwas auskennt am Himmel. Zumindest war es bei mir so.
 
Hallo Joana,

das Problem hier im Forum ist, dass selbst bei Anfängerfragen die Threads regelmäßig aus dem Ruder laufen und der Fragensteller irgendwann resigniert, da völlig verwirrt. Bei deinem Thread hier ist das übrigens noch harmlos.

Also dringender Rat: Ab einem bestimmten Punkt einfach handeln und entscheiden!

Das Lunt 16 x 70 ist vollkommen O.K.


Gruß
Wolfgang

P.S.: Ich habe seit mehr als 10 Jahren ein Fujinon 10 x 70 und bereue mittlerweile, dass ich kein 16 x 70 genommen habe.
 
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