Blauen Kometen am 24.12 gesehen!

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Shockwave123

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Hallo Astro-Fans!
Am 24.12 war ich nach Festschmaus und Bescherung noch etwas draußen und habe ein wenig "observiert", was ich da mit freiem Auge gesehen habe, war beeindruckend! Ein Blau Leichtender Komet, der zwar nur kurz zu sehen war, aber recht hell! Gesehen habe ich ihn im Osten, beim Sternbild des Krebses!
Habt ihr eine ähnliche Beobachtung gemacht?

Gruß,
Marcel
 
Nein, wirklich! Es war ein blauer Komet! Er ist in der Atmosphäre verglüht und zerfallen! Im ernst! Ich trinke keinen Alkohol!
 
Hallo Marcel,

interessante Beobachtung. Das Objekt leuchtete also bläulich auf? In wieviele Teile ist es denn zerfallen und aus welcher Richtung kam der "Komet" denn geflogen?

Gruß - Nico
 
Nein, ich habe nicht behauptet, dass er auf die Erde gefallen ist, auf Komet kam ich nur, weil er einen Schweif gezogen hat, ein Asteriod oder Meteorit würde wohl längst nicht so beeindruckend wirken.
Ja, es leuchtete plötzlich bläulich auf und flog im Osthimmel von Süd nach Nord, als ich gerade durch mein Teleskop blicken wollte, ich schaute hin und sah einige Sekunden noch die blaue Farbe und einen "Strich" in der Atmosphäre, ich kann nicht wirklich sagen, dass das Objekt zerbrochen ist, es zerfiel mehr so in viele kleine glitzernde "Steinchen".
Also, das war vielleicht ein Anblick! Wie kann es sein, dass niemand dieses beeindruckende Schauspiel gesehen hat?
Wirklich! Ich bin weder wahnsinnig, noch bekloppt. Ich habe das echt gesehen!
 
Hallo Marcel,

ruhig Blut - die Rückfragen kommen haupsächlich deswegen, weil Du verschiedene Begriffe durcheinanderschmeisst, die mit Deiner Beobachtung nicht wirklich was zu tun haben können.

Was Du gesehen hast, war ein helles Meteor - vielleicht so hell, das man schon von einer Feuerkugel sprechen kann. Es ist nicht ungewöhnlich, das Meteore einen Schweif haben, wenn sie in der Atmosphäre verglühen. Der 'Strich in der Atmosphäre' ist das sogenannte Nachleuchten (persistant train) - meist ionisiertes Gas, das beim Verglühen entstanden ist. Die 'glitzenden "Steinchen"' sind Teile des Ursprungskörpers. Da der Meteoroid (der Ursprungskörper) beim Durchflug durch die Atmosphäre ziemlichen Kräften ausgesetzt ist - je tiefer er eintritt, umso größere Kräfte wirken - kann es passieren, das der fragile Ursprungskörper sich in kleinere Teilchen auflöst. Das kann allerdings auch explosionsartig geschehen, dann spricht mal von einen 'terminal flash'.

Das am 24. Dezember abends nicht so viele Leute beobachten, lag wohl zum einen am Wetter und zum anderen vielleicht auch an Weihnachten an sich ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Gruß
André
 
Hallo Andre!
Achso! Okay, dann bin ich nun schlauer! Ich war ja auch nur zufällig draußen, aber dann sowas zu sehen, iast ja noch zufälliger...
Irgendwie erinnert mich diese Sache an den Stern von Betlehelm, denn wenn man dort, wo der "Meteor" erschienen ist, eine Linie über die Erde spannen würde, käme es sogar hin, dass die irgendwo hinten im nahen Osten hingehen würde...Interessant!

Vielen Dank und Gruß,
Marcel
 
Ich hab vor ungefähr 3 oder 4 Jahren (oder länger) fast die selbe entdeckung am Sternenhimmel gemacht.

Ich war im Sommer mit meinen Kollegen am Zelten und wir haben uns halt Nachts so gegen 0.00 Uhr die Sterne angeschaut mit der hoffnung ein paar Sternschnuppen zu sehen.
Und dann hab ich im Osten,( so weit ich mich erinnern kann in der Nähe der Plejaden) diese große leuchtende Kugel gesehen.
Sie zog in Richtung Norden und verschwand dort.

Ich kann's nicht mehr genau beschreiben da dies doch schon ein paar Jahre zurück liegt und ich mich zu dieser Zeit auch
noch nicht so genau mit der Astronomie befasst habe.

CS
Christian <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hi,

Zitat:>>denn wenn man dort, wo der "Meteor" erschienen ist, eine Linie über die Erde spannen würde, käme es sogar hin, dass die irgendwo hinten im nahen Osten hingehen würde...Interessant!<<

Wenn er dort eingeschlagen hätte, dann wäre der US-Bush vielleicht in den Nachrichten gekommen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

Gruß
S. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Werner,

könnte die bläuliche Färbung nicht vom ionisierten Stickstoff kommen? Aber vielleicht hat da jemand anderes mehr Ahnung.

Gruß - Nico
 
Hi Christian,
sehr interessant! Meine "Entdeckung" war ebfalls westlich von Plejaden! Hm, hat da jemand vielelicht mehr Ahnung? Ob das ein wiederkehrender Asteroid oder ähnliches ist, der in der Nähe der Erde Teile absplittert? Keine Ahnung.

Gruß,
Marcel
 
Das Abschätzen von Farben ist so ein Problem... Selbst Meteorbeobachter, die so was nun schon seit Jahren - wenn nicht sogar Jahrzehnten - beobachten haben große Schwierigkeiten, Farben zu bestimmen. Rötlich, orange und gelb geht noch recht einfach, aber zwischen weiß, blau und grün zu entscheiden, ist problematisch. Ein grelles weiß wird eher als blau eingestuft. Grün ist eigentlich nicht möglich, aber es gibt viele, die ein bläuliches Objekt als grün sehen...

Gruß
André
 
Das ist purer Zufall... Das hat nichts mit irgendwelchen absplitternden Asteroiden zu tun... Man sieht nur etwas häufiger in Horizontnähe mehr Meteore, weil man da ja ein größeres Luftvolumen überblickt.

Gruß
André
 
Hi Andre,
okay, da hast du doch eigentlich Recht. Aber bis man herausfand, dass der Halleyische Komet alle 76 Jahre wiederkehrt, dachte man auch an Zufall, oder...?

Gruß,
Marcel
 
Moin Marcel!

> okay, da hast du doch eigentlich Recht.

Ich denke, André weiß, wovon er schreibt. Das "eigentlich" kannst Du streichen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

> Aber bis man herausfand, dass der Halleyische Komet alle 76 Jahre wiederkehrt, dachte man auch an Zufall, oder...?

Um ein bischen Klarheit in die Sache zu bringen: Kometen können Ursprungskörper für Meteorströme sein - "können", "müssen" aber nicht. Zu der Zeit um Weihnachten sind zwei Ströme aktiv. Was Du gesehen hast, könnte entweder ein verspäteter Geminide gewesen sein (Maximum des Stroms um Mitte Dezember) oder ein Meteor des Ursiden-Stroms (Max. 22./23. Dezember).
Von den Ursiden ist der Ursprungskörper bekannt, es handelt sich um den Kometen 8P/Tuttle (periodischer Komet mit 13,5 Jahren Umlaufzeit).
Darüberhinaus kann man in jeder x-beliebigen Nacht Meteore sehen, die keinem Strom zuzuordnen sind, sogenannte "sporadische Meteore".

Mit dem Kometen 1P/Halley sieht es so aus, daß Edmund Halley die Bahnelemente von hellen Kometen in der Vergangenheit (1337-1698) verglichen hat. Für einen Kometen aus der Liste traf er 1705 die Voraussage, daß er regelmäßig wieder in Sonnennähe auftaucht. Als das dann auch mit der Erstsichtung Weihnachten 1758 eintrat, wurde dieser Komet nach Halley benannt. Vor dieser Entdeckung nahm man an, daß alle Kometen nur einmal erscheinen und dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Heute ist es immer noch so, daß fast alle Kometen "zufällig" erscheinen, denn die allerwenigsten sind als periodisch bekannt.
 
Hallo Winnie,
du scheinst dich mit Kometen auszukennen, wiemir deine Homepage und dein Posting verraten.
Allerdings habe ich trotzdem etwas kleineres bei dir zu bemeckern: Kometen fliegen nur ganz selten imemr die selbe Bahn. Durch die Planeten werden sie meistens auf andere Bahnen gezogen. Manchmal minimal anders, manchmal gewaltig, wie etwa bei Shoemaker Levi 9, der sein "Grab" im Jupiter fand. Jaja, die Welt ist grausam...;-)

Gruß,
Marcel
 
Moin Marcel!

Ich hab' mich seit etwa 6 Jahren auf Kometen spezialisiert und mittlerweile umfangreiche Literatur dazu. Meine Kometenseiten existieren knapp 4 Jahre und ich bemühe mich, sie so verständlich wie möglich zu halten. Aber das ist alles nur Hobby und Spaß am Thema. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

> Kometen fliegen nur ganz selten imemr die selbe Bahn.

Ja, da hast Du recht. Um beim Beispiel des Herrn Halley zu bleiben: Es waren umfangreiche und komplizierte Rechnungen nötig, um zu der Erkenntnis zu kommen. Um die Vorhersage zu machen, mußte er in Handarbeit natürlich die Störungen der Kometenbahn durch die Planeten miteinbeziehen. Obwohl um 1700 noch nicht einmal Uranus und Neptun bekannt waren, hat das gut geklappt und war für die Zeit eine immense Leistung. Heutzutage hat man da mehr Erfahrung und Computer zur Verfügung - damit ist man wesentlich präziser.
 
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