Bleigel oder LiFePO4

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JochenBorgert

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Hallo Kollegen,

ich muss die Stromversorgung meiner mobilen Astrofotografie auf neue Beine stellen. Bislang bin ich mit einer sparsamen CCD-Kamera und Bleigel-Akkus recht gut gefahren, allerdings plane ich jetzt den Umstieg auf eine gekühlte CMOS-Kamera. Offenbar ist es so, dass diese Kameras erheblich Strom ziehen ( so bis zu 2 oder 3 A), so dass meine bisherigen Akkus in langen Nächten schnell an Grenzen stoßen könnten. Bei der Wahl einer neuen Stromquelle mit 50 oder 60 Ah habe ich festgestellt, dass Bleigel-Akkus in der Größenordnung etwa 150 Euro kosten, während LiFePO4-Akkus bei etwa 600 bis 700 Euro liegen. Im Vordergund steht hier natürlich der erhebliche Gewichtsunterschied (ca. 20kg zu ca 8kg). Macht es aus Eurer (mobilen) Erfahrung heraus Sinn, für diesen Unterschied im "Schleppen" einen solchen Mehrbetrag zu bezahlen oder gibt es noch andere Argumente für den LiFiPO4-Akku die diesen Preisunterschied rechtfertigen?

Clear skies

Jochen
 
Hi!

Privat und im Verein haben wir komplett auf LiFePO4 umgestellt – weil normale Akkus nach länger Nichtnutzung entweder leer oder tiefentladen und tot waren. Wenn der normale Akku nach einmaliger Nutzung tiefentladen und hinüber ist, hat sich der Mehrpreis schnell gerechnet.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Jochen,
deine Rechnung bezüglich der Kapazität ist so nicht richtig. Bei/Blei/Bleigel/ BleiVlies Akkus sollte man nie mehr als 50% der angegebenen Kapazität entnehmen, weil sie sonst echt schnell aufgeben. Bei LiFePo kann man die komplette Kapazität nutzen.
Ich bin ebenfalls auf LiFePo umgestiegen. Von einem 80Ah Bleivlies Akku auf 42AH LiFePo. Praktisch die gleiche nutzbare Kapazität bei 23 zu 6,5 Kg...
Bei mir hängt eine gekühlte ASI1600, eine ungekühlte Guidingcam, die EQ6 und ein Mini PC dran. Je nach Optik auch eine Heimanschette.
Damit komme ich locker 1 - 2 Nächte ohne Aufladen hin.
Diese hier habe ich mir geholt und noch eine Box drumrum gebaut. Da ist sogar ein passendes Ladegerät dabei.
Zum Preisunterschied: ich hatte eine BMW AGM Batterie, die kostet beim freundlichen BMW Händler 400€ - ich hatte sie umsonst bekommen, von einem Bekannten aus einem Unfallauto (war praktisch neu) Wenn man nun nach dem Hersteller dieser Batterie sucht, wird man für 180€ fündig. Aber auch da ist der Preisunterschied nicht sooo groß ;)

Grüße Rainer
 
Hallo Jochen,
wenn Du mit Deinem Equipment völlig autark arbeiten musst, würde ich Dir auch zum LiFePO4 Akku raten. Rechnest Du mit 50-60 Ah Bedarf würde Dir ein Bleiakku mit dieser Kapazität keinesfalls reichen. Es ist ein alter Hut, dass ein Bleiakkus mit gut der doppelten Kapazität ausgelegt werden muss, damit er tatsächlich die Nacht durchhält, und auch langfristig überlebt.
Niedrige Temperaturen reduzieren die nutzbare Kapazität ebenso, wie hohe Ströme. Montierung, Guider, gekühlte Kamera, Tauheizung...... das lässt die Stromstärke ordentlich steigen. Und dass man einen Bleiakku nicht unter 30% Restkapazität entladen soll ist ebenso bekannt. Wobei 30% den meisten Bleiakkus schon richtig weh tut......

All diese Probleme kennt der LiFePO4 Akku nicht.
Er ist relativ temperaturtolerant, kann entladen werden, bis er fast „leer“ ist, und liefert dabei bis fast zum Schluß eine hohe Spannung (bei Bleiakkus sinkt die Spannung stetig...)

Das bedeutet, dass ein LiFePO4 Akku viel kleiner ausgelegt werden kann, im Vergleich mit Bleitypen. Eigentlich auf den tatsächlichen Bedarf plus etwas Reserve. Eine hohe Zyklenzahl und geringe Selbstentladung sind dazu ein Garant für lange Lebensdauer.

Müsste ich heute entscheiden, würde die Wahl ganz klar auf LiFePO4 fallen.

CS

Dietmar
 
Hallo Jochen,
ich benutze die Vorgängerversion von dieser Wohnwagen - Mover Power Pack
Bin absolut zufrieden. Versorgt werden EQ6-R Pro, NUC I5, Mini Router; Zwo Asi 294 MC Pro, Zwo 120 mini, zwei Heizbänder, Focuser

CS
Alex
 
Hallo Niki,

danke für die Korrektur. Hatte es gerade auch bemerkt. :y:
 
Hallo Jochen,
wenn du denn Entschluss gefasst hast, tue es. LiFePo spielt seine Stärken aus in tiefen Temperaturen, Langzeitstabilität, extrem geringe Selbstentladung und Gewichtsvorteile.
Eine ordentliche Pflege eines Bleiakkus vorausgesetzt kann dieser auch eine lange Zeit leben, auch "Dursttrecken" durch Nichtnutzung ohne größere Schäden überstehen. Vor allem das Ladegerät spielt dabei eine entscheidende Rolle, Nachteil ist nur die starke Temperaturabhängigkeit.
 


Hi Jochen,

ich habe als Stromversorgung einen Modellbau-LiPo-Akku mit 8000mAh.
Nach fast zwei Stunden Rumrödeln (Alignment, Objekte anfahren und 1,5 Stunden Belichtung) mit der HEQ5-Pro waren von 98% noch 89% drin, bei 12,5V.
Der Akku ist ein 3s, hat also eine Entladeschlussspannung von 11,1 V und eine Startspannung von 12,6V.
Der Akku wiegt nur 530g.

Verbaut iszt er in einem kleinen Baumarkt-Sortimentskasten, mit USB-Buchse mit Batteriespannungsanzeige, 12V-Buchse mit Sicherung, Platz für´s Stromkabel und einen kleinen Akkuchecker.
IDEAL für unterwegs, auf diese dicken Energiestationen habe ich nämlich keinen Bock.
Sollten die 8000mAh nicht reichen, passt mind. ein zweiter Akku hinein. :-)

Zum Aufladen benötigt man ein bestimmtes Ladegerät (z.B. Graupner Ultramat) und sollte Vorkehrungen für den Fall einer Fehlfunktion des Ladegerätes treffen. Ich lade ihn einer Stahlkassette und bewahre ihn auch darin auf.
Sich da bekloppt zu machen, ist allerdings unangebracht. ;-)

Das ist der Akku:

Ich werde die Kiste mal fotografieren.


Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Astrokollegen,

danke für die Antworten, dann wird es wohl ein LiFePO4-Akku. Bisher hatte ich immer das Gefühl, dass der hohe Stromverbrauch mobile Astrofotografie mit gekühlten CMOS-Kameras erheblich erschwert, diese Akkus scheinen die Lösung zu sein.

Clear skies

Jochen
 
Ich kann auch nur zum LiFePo4 Akku raten. Kostet am Anfang zwar mehr allerdings wirst du schnell das geringere Gewicht schätzen lernen. Die anderen Vorteile wurden schon genannt.
Ich habe 50Ah 4S und 36Ah Varianten als Bausatz von i-tecc verbaut. Da wird es etwas günstiger, 40Ah 4S liegen so etwa bei 300€ . Der Aufbau ist recht einfach und wenig aufwendig. BMS (Battery Management System) und Balancer sollte man mit verwenden. Weiterhin empfehle ich ein gutes Ladegerät, da sollte man nicht am falschen Ende sparen.
 
Moin,

solange das ganze mobil benutzt wird ist das keine Frage, allein das Gewicht entscheidet das für den LiFePo4, für einen stationären Einsatz kann man durchaus mit BleiGel oder Vlies klar kommen, da stört die Masse nicht.

CS
Jörg
 
Moin,
ich bin auch mobil unterwegs, da ist es egal, ob ich ein paar mehr Kilo mitnehme. Mein Equipment wiegt über 50kg, da ist es egal, ob ich einen Blei oder LiFePo4 mitnehme, das sind dann wenige Prozent vom Gesamtgewicht. Meine Erfahrung mit Bleigelakkus sind positiv, die halten schon über 10 Jahre. Interessant wird es, wenn ich meine Reisemontierung aufs E-Bike packe, dann wäre ein LiFePo4 interessant. Leider kenne ich noch keine Möglichkeit, die Batterie des E-Bikes anzuzapfen, das wäre natürlich optimal.
Viele Grüße
Michael
 
Nein im Ernst, bei den Preisen der Bike-Akkus würde ich lieber einen externen verwenden, und ja, die Technik geht voll in Richtung LiPo, die geringere Entladung, die Konstanz der Ausgangsspannung, die höhere Entlademöglichkeit und das geringere Gewicht sprechen eindeutig dafür.

Meine neue Africa Twin hat auch keinen AGM mehr, die Harley natürlich schon, erst wenn Musk irgendwann die marode Bude kauft, gibt es dort vielleicht mal moderne Stromspeicher. Abgesehen von den E-Bikes, dort braucht es die dichten Speicher sowieso. Solange meine AGMs noch funken, verwende ich sie, neu kaufen würde ich die heute nicht mehr. CTEK LITHIUM XS EU Ladegerät habe ich bereits, also könnte es jederzeit auch mit Lithium losgehen... :y:

lg
Niki
 
Hi Niki,
ja, ich brauche jetzt nach 8 Jahren den vierten E-Bike Akku, das ist nicht gerade billig.:cool: (sind Lithium-Ionen-Akkus, soweit ich weiß)
Ich werde natürlich auch irgendwann umsteigen, aber solange die Bleiakkus funktionieren, tue ich erst einmal nichts
Kann man die Dinger eigentlich in den Flieger nehmen ? Nehme ja gelegentlich meine uralte Gp Montierung in den Urlaub mit, da wäre ein LiPo die ideale Ergänzung.
Viele Grüße
Michael
 
Kann man die Dinger eigentlich in den Flieger nehmen ?

Alles was leicht in Flammen aufgehen kann, nicht. :D Der Dreamliner ist ja selbst fast abgeraucht mit seinen neuen Akkus... musst also die Airline fragen - in jedem Notebook ist sowas drinnen, in jedem Handy. Aber nicht in der Größe. Ich hab mal einen iPhone-Akku abgefackelt, das ist beängstigend, was da für eine enorme Stichflamme rauszischt. Und sich nicht einfach löschen lässt...

lg
Niki
 
Hallo!

Kann man die Dinger eigentlich in den Flieger nehmen ?
Können? Ja vielleicht... Dürfen? Nein.

Hier ist ein aktuelles Merkblatt der IATA, manche Länder haben aber deutlich strengere Bestimmungen: https://www.iata.org/contentassets/6fea26dd84d24b26a7a1fd5788561d6e/passenger-lithium-battery.pdf

In meiner Branche liegen die Nerven diesbezüglich ziemlich blank. Und wenn es noch einen einzigen Unfall (mindestens drei große Flugzeuge sind wegen Lithiumbatterien bereits verloren gegangen, bei zweien davon wurde auch die Bestzung getötet http://ansondg.net/downloads/file_Lithium_battery_accidents.pdf ) wegen solcher Batterien geben sollte, werden sie wahrscheinlich als Passagiergepäck an Bord ganz verboten. Was ich persönlich sehr begrüßen würde. So furchtbar schlecht sind Bleigelakkus auch nicht.

Grüße
Maximilian
 
Hi!

Laut
darf zumindest der kleinere LiFePO4-PowerTank prinzipiell im Flieger mit, da er unter der 100Wh-Grenze liegt – wobei natürlich jede Fluggesellschaft noch anders entscheiden kann, und man das den Mitarbeitern ggf. erstmal klar machen muss.

Wenn ich mir anschaue, wie knifflig es war, ein Handspektroskop durch die Security zu bringen, dürfte die Erklärung LiFePO4 vs. Lithium-Ionen und 100Wh am Flughafen aber schon eine Herausforderung werden...

Beste Grüße,
Alex
 
Moin,

man muss dabei aber unterscheiden, von der Technologie her, ob man es mit klass. Lithium-Ionen-Batterien zu tun hat oder mit LeFePo4-Akkus, die als eigensichergelten. Wer sowas im Flug mitnehmen will sollte das denke ich im Einzelfall genau mit der Airline abstimmen! Mit den entsprechenden Unterlagen in der Hand geht das sicher besser als mit reiner Verbalargumentation.

CS
Jörg
 
Hallo!

Mit den entsprechenden Unterlagen in der Hand geht das sicher besser als mit reiner Verbalargumentation.

Und wer soll diese Unterlagen verstehen und deswegen Ausnahmen zulassen? In den Vorschriften steht „Lithium“ und sonst nichts. Persönlich glaube ich auch, das LiFePO4 ziemlich sicher ist, aber ich würde keinem Passagier erlauben, es mitzunehmen. So sehr hänge ich an meinem Leben und an meinem Arbeitsplatz...

Grüße
Maximilian
 
Hallo,
ich möchte an dieser Stelle noch darauf hinweisen, daß LiPo (Lithium Polymer) und LiFePo Akkus (Lithium - Eisen - Phosphat) unterschiedliche Eigenschaften haben. So ist der Umgang mit den LiPo Akkus nicht ganz so sorglos...sie sollten nicht tiefentladen werden, brandsicher und nicht voll geladen gelagert werden.
Diese LiPos wurden und werden im Modellflug eingesetzt, hohe Ströme und geringes Gewicht sind da wichtig.
Für astronomische Einsätze empfehle ich die LiFePo Akkus.
Das war hier, meiner Meinung nach, nicht ganz eindeutig differenziert.

Grüße Rainer
 
Hi,

ich nutze seit Jahren ein LifePo4 Akku. Und das aus gutem Grund. Bleiakkus, egal ob Fließ oder nicht mögen keine Kälte. Die Kapazität geht selbst bei kleinen entnahmeströmen ziemlich in den Keller. Meinem LifePo4 Akkupack macht das nichts aus. Der läuft im Sommer sowie im Winter immer mehrere Tage durch ohne das ich nachladen muß.
Mit eingebaut ist ein BMS so das der Akkupack mit einem ganz normalen Belilader geladen werden kann. Die Ladeschlußspannung ist die gleiche:

1605597524933.png


LifePo4 Zellen bekommt man immer wieder mal sehr günstig (auch gebraucht mit Messprotokoll)) bei den bekannten Plattformen. Da habe ich meine Prismatischen Zellen auch her. Die halten jetzt schon viele Jahre.

Gruß Markus
 
Hallo!



Und wer soll diese Unterlagen verstehen und deswegen Ausnahmen zulassen? In den Vorschriften steht „Lithium“ und sonst nichts. Persönlich glaube ich auch, das LiFePO4 ziemlich sicher ist, aber ich würde keinem Passagier erlauben, es mitzunehmen. So sehr hänge ich an meinem Leben und an meinem Arbeitsplatz...

Grüße
Maximilian

Hallo,

dafür gibt es entsprechende Zertifikate der Hersteller bzw. entsprechender Prüfstellen. Brandgefährlich im Sinne des Wortes sind Lithium-Polymer-Akkus, da sie systembedingt verschiedene Schwächen haben, die um der hohen Energiedichte in alltäglichen Umfeldern wissentlich in Kauf genommen werden, allerdings an die Nutzung und das technische Umfeld entsprechende Ansprüche stellen, sie die Pannen bei Akkublocks in Flugzeugen bzw. bei eng gepackten Akkupaketen in u.a. Handys. Dazu gehört das gepostete IATA-Merkblatt.

LiFePo4-Akkus sind in einer vollkommen anderen Technik ausgeführt, bis dato sind keine Probleme hinsichtlich der Sicherheit der Technologie bekannt, die sogar über der von Blei-Säure/Gel/Vlies-Zellen liegt, die bei mech. Beschädigung der Separatoren in entsprechend dicht gepackter Bauweise ebenfalls ein erhebliches Kurzschluß- und Brandrisiko aufweisen.

Für LiFePo4-Akkusätze gibt es bereits IATA-konforme Zertifikate betreffend den Lufttransport, es ist damit zu rechnen, dass nach uns nach alle Hersteller diese Dokumente werden vorlegen können, sobald deren Produkte zertifiziert sind.

Man muss generell darauf hinweisen, dass jede Art von Akku oder Elementarbatterie kein Spielzeug ist, der enthaltene Energieinhalt kann bei Kurzschluß oder unsachgemäßem Gebrauch immer eine Brand- oder Explosionsgefahr verursachen! Auch eine ganz normale Alkalizelle wie sie jeder im Haus hat kann bei Kurzschluß oder wenn man sie mit einem Akku verwechselt und in ein Ladegerät steckt einen Brand oder sogar eine Explosion hervorrufen! Das konnen schon NiCd- und NiMh-Zellen, das können Bleizellen, das können aufgrund der kritischen Chemie LiPo-Zellen um so mehr! Nur die alten Zink-Kohle-Batterien waren da raus wegen des geringen Energieinhalts und des rel. hohen Innenwiderstands.

Also - bei allem Respekt und Verständnis - sollte man bezüglich der LiFePo4-Akkus keine Panik verbreiten.

CS
Jörg
 
Hallo!

Mir brauchst Du das nicht erklären. Und der Gefahrgutbeauftragte der Fluglinie weiß das auch. Aber den erreicht die Anfrage, ob ein Passagier einen bestimmten Akku mitnehmen darf, in der Regel gar nicht. Das entscheidet jemand nach einer Tabelle in der zwei Maxima stehen, nämlich für Wattstunden und Lithiummenge (in Gramm).

Also - bei allem Respekt und Verständnis - sollte man bezüglich der LiFePo4-Akkus keine Panik verbreiten.

Es geht nicht um Panik sondern um notwendige Vorsicht. Es sind schon genug Menschen in der Luftfahrt ums Leben gekommen. Und deswegen tun wir alles, um bekannte Gefahren zu minimieren.

Man muss generell darauf hinweisen, dass jede Art von Akku oder Elementarbatterie kein Spielzeug ist, der enthaltene Energieinhalt kann bei Kurzschluß oder unsachgemäßem Gebrauch immer eine Brand- oder Explosionsgefahr verursachen! Auch eine ganz normale Alkalizelle wie sie jeder im Haus hat kann bei Kurzschluß oder wenn man sie mit einem Akku verwechselt und in ein Ladegerät steckt einen Brand oder sogar eine Explosion hervorrufen! Das konnen schon NiCd- und NiMh-Zellen, das können Bleizellen, das können aufgrund der kritischen Chemie LiPo-Zellen um so mehr! Nur die alten Zink-Kohle-Batterien waren da raus wegen des geringen Energieinhalts und des rel. hohen Innenwiderstands.

Da gibt es schon einen Unterschied. Ein Bleiakku wird sich selbst im Falle eines Kurzschlusses nicht aus eigener Kraft entzünden, weil lange vorher der Elektrolyt (Schwefelsäure) verkocht und die chemische Reaktion zum Erliegen kommt. Das gibt eine eklige Schweinerei weil sich danach überall heiße Schwefelsäurespritzer irgendwo hineinfressen, aber es gibt kein Feuer. Auch die von Dir aufgezählten Trockenbatterien und Akkus enthalten nicht genug Energie, um sich aus eigener Kraft zu entzünden. Da braucht es eine zusätzliche Energiequelle wie z.B. ein falsch angeschlossenes oder defektes Ladegerät.
Lithiumbatterien gleich welcher Bauart können sich aber schon aus eigener Kraft entzünden. LiFePO4 Zellen eigentlich nur durch äusseren Kurzschluß, Lithium Polymer Zellen aber auch durch innere Kurzschlüsse (weswegen sie die größte Gefahrenquelle darstellen).

Die Wattstunden/Gramm-Limits an Lithium in den Gefahrguttabellen stellen übrigens die Menge dar, die sich im Fall eines Brandes durch Bordmittel noch löschen lässt. Mehr als das, und es wird trotz aller Bemühungen bis zur (Not-) Landung weiterbrennen. Und deswegen halte ich es für gerechtfertigt, wenn man im Zweifel für die Sicherheit von vielen Passagieren und gegen das Hobby eines einzelnen davon entscheidet. Ich nehme jedenfalls keinen großen Lithiumakku mit, egal mit welchem Zertifikat der Passagier herumwedelt.

Grüße
Maximilian
 
Ist schon interessant wie man von der Frage welchen Akku man für seine mobile Stromversorgung verwenden soll zu den Gefahren in der Luftfahrt kommt. :unsure:
Ich stimme mit Maximillian überein das man nicht alles immer im Flugzeug mitnehmen muss, speziell wenn es eine latente Gefahr gibt.
Ich würde persönlich keine anderen Akkus als LiFePo4 für einen mobilen Setup verwenden.
 
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