Bleigel oder LiFePO4

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Ein Bleiakku wird sich selbst im Falle eines Kurzschlusses nicht aus eigener Kraft entzünden, weil lange vorher der Elektrolyt (Schwefelsäure) verkocht und die chemische Reaktion zum Erliegen kommt.

Hallo Maximilian,

das ist eben der grundsätzliche Irrtum. Als Bleibatterien noch lose Säure enthielten mit viel Platz zwischen den Platten war das so, heute sind in vielen kompakten Bleibatterien Plattenfolien mit etwas getränktem Flies zusammengepreßt im Gehäuse, wenn da das Gehäuse beschädigt wird erzeugt das einen Zellenkurzschluß mit je nach Batteriegröße ein paar hundert bis tausend Ampère Strom und das Ding fackelt ab oder explodiert, da es den Innendruck nicht los wird. Das habe ich bei Tests selbst gesehen und behandle solche Dinger heute mit ganz anderer Vorsicht als früher! Von einer LKW-Batterie-großen Vliesbatterie bleibt dabei außer einem Krater im Boden NICHTS mehr übrig.

Wie gesagt, aber das ist letztlich nicht Thema des Threads.

CS
Jörg
 
Hallo!

Ist schon interessant wie man von der Frage welchen Akku man für seine mobile Stromversorgung verwenden soll zu den Gefahren in der Luftfahrt kommt. :unsure:

Der Zusammenhang ist hier sogar ziemlich naheliegend, denn es gibt (gab vor COVID zumindest) doch einige, die mit ihrem Astrokram auf Reisen gingen. Und da ist es natürlich ein Entscheidungskriterium, ob ich den Akku mitnehmen darf oder nicht.

Grüße
Maximilian
 
Hallo!

... Zellenkurzschluß mit je nach Batteriegröße ein paar hundert bis tausend Ampère Strom und das Ding fackelt ab oder explodiert, ...

Alles richtig. Ich kann mich noch daran erinnern, wie der Rennfahrer Alain Prost schwer verletzt wurde als die Bleibatterie, die im Rennwagen aus Balancegründen bei seinen Füßen montiert war, geplatzt ist. Das muß eine hässliche Kombination aus Verbrennungen und Verätzungen an den Beinen gewesen sein. Offenes Feuer gab das aber keines.

Aber eine Bleigelbatterie von der Größe, wie man sie im Fluggepäck überhaupt gewichtsmäßig mitnehmen kann, ist offenbar nicht in der Lage ein mit Bordmitteln nicht löschbares Feuer auszulösen. Und deswegen unterliegt sie nicht diesen Gefahrgutbeschränkungen. Ich habe die Regeln nicht gemacht, ich muss nur einmal im Jahr (nein, stimmt nicht, „dangerous goods refresher“ ist nur alle zwei Jahre) zur Auffrischungsschulung...

Grüße
Maximilian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Lipo ist natürlich von der Energiedichhte die erste Wahl, doch ist hier Vorsicht angeraten. Ich bin E-Zigaretten Nutzer und habe vor 2 Wochen einen Pfeifenden Akku samt Accuträger in die Ecke geschmissen. Zum Glück. Die Explosion war nicht ohne. Zugegeben war es mein Fehler, doch sollte man die Teile in speziell dafür angefertigte Behälter laden um die Gefahr bei Explosion zu minimieren. Fällt dier so ein ding hin und du hast einen Zellenschluss dann lauf......
Blei ist auf jeden fall 100 mal sicherer.

Gruß Jürgen
 
Gibt es eine Kurzfassung für Batterie-Laien wie mich, warum das LiFe soviel sicherer ist? (Sonst les ich mich halt durchs Web)...

lg
Niki
 
Hallo!

...ich dachte, Optikus oder maximilian bekommen das vielleicht mit einem Satz hin...

Lithiumeisenphosphatakkus sind deswegen sicherer als Lithiumpolymerakkus, weil sie das Problem des „thermischen Durchgehens“ nicht haben, welches darin besteht, dass der Akku durch mechanische Einwirkung oder beim Erreichen einer bestimmten Temperatur innerliche Kurzschlüsse erleidet, die ihn in ganz kurzer Zeit so erhitzen, dass er platzt und in Flammen aufgeht.
 
Hallo Niki!
Die größere Sicherheit ist das Fehlen von Sauerstoff in dem Aufbau des Akku's -> das fehlen vom Cobaltoxid,
sodass der LiFePo sich nicht selbst mit einem Oxidationsmittel versorgen kann bei Beschädigung, durch was auch immer.

Der Satz aus Wiki:
Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen mit Lithium-Cobalt(III)-oxid (LiCoO2) wird bei der chemischen Reaktion kein Sauerstoff freigesetzt. Dieser kann bei Lithium-Ionen-Akkumulatoren mit Lithium-Cobaltoxid-Kathoden zum thermischen Durchgehen führen, was unter ungünstigen Bedingungen zum selbstständigen Entflammen der Zelle führt.

Kurz genug?
 

Ah, diesen Satz hatte ich auffassungslos überflogen, da von Cobalt (LiCoO2) die rede war und nicht von "Polymer". Wobei sich jetzt die Frage stellt, ob LiPo eigentlich Cobaltakkus sind... aber ich nerve Euch jetzt nicht mehr. :cool::y:

Wichtig war mir, dass ich weiß, die Fe sind sicherer weil sie fackeln nicht so einfach ab, wenn man mal auf sie schießt oder hineinsticht. :y::coffee: Meine nächste Generation enthält also sicher Eisen.

lg
Niki
 
Meine nächste Generation enthält also sicher Eisen.

Damit liegst Du genau richtig. Die Zellen sind robust, die Kapazität auf das Volumen bezogen ist absolut in Ordnung und dank fertiger BMS ist es auch recht einfach sich einen eigenen Block zu bauen bei dem ein einfaches Ladegerät mit entsprechender Ladeschlußspannung ausreicht.

Gruß Markus
 
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