Borg 125/800 ED Doppelrefraktor mit Matsumoto EMS

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Hallo Rene,

Diese Option habe ich ja immer, für meinen Binoansatz habe ich ja Nikon NAV Pärchen in 14, 10, 7 und 5mm.
Gut möglich, dass schon die 10er Nikon völlig ausreichend sind und ich die 10er Ethos gar nicht unbedingt brauche.
Mehr Transparenz haben sie auf jeden Fall und bei häherer Vergrösserung schaut man ja auch mehr auf Details und braucht kein Sichtfeld bis zum Abwinken.

Aber all das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten unterm Himmel zeigen...

Grüsse Jochen
 
Hallo Rene,

das ist eine gute Idee mit dem Unterstellen während des Mähens. Eigentlich könnte der ganze Odenwald eine Mahd brauchen. Und zu mir, Jochen, hast Du nicht so weit zu fahren!

Jochen, Du weisst ja, ich bin immer dafür, ein Gerät und insb. ein Okular ein ganzes Jahr lang zu testen, bevor ich zu einer Aussage gelange. Erst dann hat mann alle Situationen und Himmelsgegenden damit erlebt. Daher würde ich gerade bei 10mm - die ich als kritischen Übergang zwischen satt-hellen und langsam etwas düsteren Austrittspupillen an Deinem System sehe - die zwei Reihen, also Nikon NAVs und Televue Ethoi, eine Weile nebeneinander laufen lassen.

Ich habe für meinen Teil bei Deep Sky gar keine Lust, auch nur unter 3mm AP zu gehen. Deine Erfahrungen mit den 17mm Ethoi scheinen in die selbe Richtung zu gehen!

Beste Grüße, Christopher
 
Hm, ihr könntet ja zum Mähen kommen und dürft dann im Gegenzug durch das Teleskop schauen :-)

Ethos binokular empfinde ich schon als extrem ästhetisch, insbesondere nachdem ich die Bereiche um die Augenlinsen abgedreht habe und man wirklich ganz ins Feld eintauchen kann - das hat wirklich etwas vom Blick am offenen Fenster stehend.

Deshalb habe ich ja die Tage auch die 13er Ethos im Grossfeldbino am Portaball probiert, der Blick war phantastisch, aber der Carbonhut hat sich leider unter der schieren Masse dann doch leicht verformt, was der Kollimation nicht wirklich zuträglich ist.
Dennoch habe ich diesen Gedanken noch nicht aufgegeben, zumal es auch schön wäre nur einen Satz Okulare für alles zu benötigen.
Im Moment spiele ich verschiedene Varianten durch den Hut im Bereich des OAZ zu verstärken :-)

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

glückwunsch zum First Light, auch wenn das Wetter noch nicht so ganz mitgespielt hat.
Bin beeindruckt, wie das Gerät das so in der Wiese steht und wenn ich dein Fazit lese, dann hast du dein Ziel erreicht.

Hört sich nach Binoparty an ;-)

Gruß
Thomas
 
Hallo Jochen,

Glückwunsch zu dem tollen Gerät, ich hab hier interessiert deine bebilderte Baubeschreibung mitgelesen!

Wird sicher auch interessant, was Du an Galaxien im Raum zwieschen Jungfrau und Löwe alles erwischen kannst.

Bin immer begeistert, was ich dort im März und April bei noch recht dunklem Himmel, so alles mit meinem 140 / 500 mm Comet-Catcher erfassen kann!
5 - 7 Galaxien klar erkennbar im Bildfeld!
Später im Jahr wird, für so was der Hintergrund schon zu hell!

Sollte also mit 2X 125 mm auch Dich dort ausreichend Futter geben!

Berichte mal wenn Du dort warst :super:

Gruß Günter
 
Hallo Jochen,

herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Gerät!
Ich habe heute deine ausführliche und gut bebilderte Baudokumentation gelesen, weil der Dietmar so davon geschwärmt hatte. Ich treibe mich ja meist im blauen Forum herum und deshalb nicht von Beginn an den Baubericht mitverfolgt.

Also kurz gesagt: ich bin schwer beeindruckt! :respekt2:
Ich wünsche dir allzeit viel Spass damit und immer eine handbreit Lücken zwischen den Wolken!
cs
Timm
 
Hallo Günther & Timm - auch euch meinen Dank für euer nettes feedback!

Danke für den Tip bezüglich der Galaxien zwischen Löwe und Jungfau, das werde ich mir ganz sicher mal ansehen.

Tja, ohne Dietmar wäre mein Projekt gar nicht möglich gewesen, freundlicherweise hat er mir seinen Borg verkauft, was praktisch die Initialzündung war :-)

Heute Abend war ich wieder draussen und der Himmel war dieses mal deutlich besser.
Die Transparenz schon recht gut, der Himmel etwas dunkler als beim letzten mal wenn auch noch lange nicht perfekt, auch das Seeing war nicht zu gut, Jupiter waberte zeitweise doch ganz schön.

Dennoch ging heute schon deutlich mehr als beim letzten mal.
Ganz schwarz war der Hintergrund in den 32er Kasai zwar noch nicht, aber schon nah dran - es fehlt nicht mehr viel :-)
Auf den Blick durch diese Okulare an einem wirklich dunkeln Ort freue ich mich ganz besonders, die Dinger sagen auch schon die ganze Zeit "Wir wollen in die Alpen" :-)

Die 13er Ethos habe ich heute nur wenig eingesetzt, ansonsten zwischen Ethos 17 und den 32er Kasais gewechselt.
Ich merke schon, dass mir speziell diese weiten Felder ganz besonders gut gefallen...

Praesepe war nett anzusehen, die Plejaden mit den Refelxionsnebeln unglaublich schön, und auch M42 zeigte tolle Strukturen.
Lovejoy habe ich auch noch einen Besuch abgestattet und war erstaunt wie hell er immer noch ist.

Der absolute Hammer des Abends war aber Hi und Chi Persei sowohl in den Kasai als auch in den 17er Ethos.
Die Sterne leuchteten und funkelten in verschiedenen Farben und man hatte ganz klar einen plastischen 3D Eindruck.
Diesen Bereich habe ich schon mit den verschiedensten Geräten beobachtet, so toll wie heute habe ich ihn aber noch nie gesehen.

Ganz am Schluss war ich dann noch bei NGC 2683, die schon fast im Zenit stand.

Ich habe den ganzen Abend immer mal wieder einäugig beobachtet und verglichen, mit dem Ergebnis, dass ich das nun wirklich nicht mehr mag, der Unterschied ist wirklich immens.

Die Nikon NAV habe ich auch noch mal eingesetzt und die Okularfrage ist nun geklärt, ich werde komplett auf Ethos setzen.
Die Blicke ohne sichtbare Begrenzung des Sehfeldes gefallen mir extrem gut und mit den 72° der Nikons fühle ich mich schon zu sehr eingeengt :-)
Die Ethospärchen mit 13mm Brennweite und weniger werde ich dann auch mit dem Grossfeldbino am Portaball verwenden.

Als nächstes werde ich mir 2 Alukoffer so zurecht machen, dass in Einem das Doppelteleskop und im Anderen die Okulare und das Zubehör untergebracht werden können.
Dann werde ich regelmässig dunkle Orte aufsuchen, dieses Teleskop hat es verdient artgerecht gehalten zu werden :-)

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

Schöner Bericht!

Dann wünsche ich Dir bei noch besserer Durchsicht bei weiter abnehmendem Mond und dunklen Himmel zum Test der anderen Okulare, z.B. an M81/82 und den "Kollegen" rundum Bic Baer!


Gruß Günter


 
Hallo Jochen,

Dein Gerät gefällt mir außerordentlich gut. Es ist kompakt, leicht und schnell einsatzbereit. Christopher hat mich auf Dein Projekt aufmerksam gemacht und ich habe sporadisch die Weiterentwicklung verfolgt.

Ich besitze einen FH120er Doppelrefraktor mit 60Grad Einblick der "richtig" abbildet und kann Deine zunehmende Begeisterung gut verstehen.

Ein Astrofreund aus Bochum, der vor Jahren verstorbene Manfred Pieper, hat eins von diesen Geräten auf seiner Webseite, nunmehr im Internetarchiv, reich bebildert vorgestellt. Ich setze Dir mal einen Link.

http://web.archive.org/web/20080115101843/http://www.astroselbstbau.de/bino120.htm

Weiterhin viel Freude mit dem Gerät.

Christoph

 
Gestern kam das neue Stativ an, Marke Linhof Modell Rock Solid :-)

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg44.jpg

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg45.jpg

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg46.jpg

Der Durchmesser der Kurbelsäule beträgt satte 50mm und die Klemmung ist perfekt.
Da wackelt nun nix mehr :-)

Im Moment warte ich noch auf die neuen Okularauszüge von Tatsuro mit seitlich angebrachten Fokussierschrauben, welche die wackeligen TS Helicals ersetzen werden:

Link zur Grafik: http://www.mazmoto.sakura.ne.jp/image/heyf1.jpg

Link zur Grafik: http://www.mazmoto.sakura.ne.jp/image/heyf3.jpg

Ach, fast vergessen, die Transport und Aufbewahrungskoffer für das Doppelteleskop und Zubehör (Okulare etc.) sind auch in Arbeit.
Ich habe mich für alte RIMOWA Koffer entschieden, die sind extrem stabil und ultra leicht.
Innen werde ich sie wahrscheinlich mit Würfelschaumstoff auskleiden, wenn mir nicht noch etwas besseres einfällt...

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg47.jpg

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg48.jpg

Grüsse Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Jochen,
hab mich schon gewundert, dass Dein Linhoff schon wieder bei ebay steht...
Ich glaub, das Material macht da nicht wirklich so viel aus, es sind wohl eher die Spreizer, die die Mittelsäule nochmals stabilisieren, oder?

Schöne Ostern mit hoffentlich klarem Himmel!
 
Hallo Ralf,

ich merke keinen Unterschied in der Stabilität, die Spreizer sorgen vor allem für Sicherheit, man kann nicht das ganze Stativ umreissen, wenn man in der Dunkelheit mal über ein Bein stolpert :-)

Angeblich soll Holz aber Schwingungen besser dämpfen, deshalb schwören ja auch so viele auf die Berlebach Holzstative.
Ob das wirklich so ist kann ich nicht sagen, aber schlechter ist es bestimmt nicht.

Mir gefällt die Kombination mit dem dunklen Holz vor Allem auch optisch sehr gut, zumal das Holz vom Vorbesitzer und einem guten Freund von mir fachmännisch restauriert wurde :-)

Ich finde das komplette Outfit ist nun auch zum Ansehen ein absoluter Leckerbissen, es sieht sehr klassisch aus :-)

Grüsse Jochen
 
Danke Jochen, für die Info.

Die arretierten Beine sind natürlich ein Argument.
Holz (die passende Sorte) ist schon ein absolut feiner Werkstoff für Stative. Und das Thema mit der Optik (ansehen) kann ich nachvollziehen - vor Jahren habe ich mal ein altes CZ-Stativ erworben, das war in mattgrau "lackiert".
Nach dem abbeizen (unter dem grau war noch orange) schleifen, beizen und neu lackieren stand es in mahagoni/weiß da und hat gleich 3 mal besser funktioniert ;-).
Das Auge ißt halt mit...
 
Die neuen Fokusierer von Matsumoto sind fertig und an mich unterwegs.
Und ich muss sagen, sie sehen verdammt gut aus:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg50.jpg

Leider werden sie aber nicht in Produktion gehen und so bleibt es bei diesem einen Satz Prototypen.
Die Produktion ist einfach zu aufwendig und teuer um eine Vermarktung zuzulassen...

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

mir erschließt sich der Sinn dieses Binos nicht, wenn man damit offensichtlich keine planetengerechte Vergrößerungen darstellen kann, siehe Deinen Okularpark, der nur max. knapp 62-fache Vergrößerung zulässt. Wo in der Mechanik liegt denn das Problem?

Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

es gibt kein mechanisches Problem, die Kollimation ist perfekt und auch nach dem Transport auf dem Rücksitz des Autos über Feldwege absolut stabil.

Das Problem der Okulare ist rein finanzieller Natur, da die paarweise Beschaffung von Ethos Okularen doch schmerzliche Lücken in den Geldbeutel reisst :-)
Leider sind die 100° gerade an diesem instrument dermassen suchterzeugend, dass ich nichts anderes mehr haben möchte und gerade meine ganzen 70° Nikons verkauft habe.

Der primäre Sinn liegt aber eh nicht in der Planetenbeobachtung, auch wenn diese damit natürlich im Rahmen von 125mm Öffnung sehr gut möglich ist.
Aufgrund der begrenzten Öffnung und somit Auflösung halte ich Refraktoren aber generell nicht für so tolle Planetenteleskope.
Will ich Details satt auf den Oberflächen brauche ich Öffnung und somit Auflösung, wie ich gerade am Wochenende wieder bei atemberaubenden Jupiterdetails durch einen 18" Lomo gesehen habe.

Aber um den Sinn dieses Instrumentes wirklich zu verstehen, muss man wohl selbst mal die extrem plastischen und 3,5° weiten Anblicke in den Okularen gesehen haben.
Aber auch an Galaxien und KS macht das Bino eine verdammt gute Figur und zeigt mir deutlich mehr als ich erwartet hätte, selbst schwache Objekte "springen" einem regelrecht an.
Binocular addition rulez :-)

Extrem angenehm ist auch, dass man das Ding in 2 Minuten auf- und abgebaut hat - wenn ich mir da ansehe wie lange da die Kollegen mit grossen Dobs oder parallaktischen Montierungen herumrödeln...

Nach den ersten ernsthaften Erfahrungen unter halbwegs gutem Himmel kann ich Leute, die ein solches Bino als alleiniges Instrument betreiben, noch etwas mehr verstehen ;-)

Ich hatte bis zuletzt Zweifel, ob sich der ganze Aufwand an Zeit und Geld tatsächlich lohnt, inzwischen kann ich das aber ausdrücklich bejahen.

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

alles gut, ich wollte Dir das Gerät nicht madig reden. Ich bin auch schwer beeindruckt von der Konstruktion. Aber man sollte schon mit dieser Öffnung 200fach vergrößern können, dann wäre auch die Mechanik über jeden Zweifel erhaben. Du könntest z.B. zwei 5 mm Vixen LV oder LVW testen, dann wüsstest Du es. Du warst ja schließlich (auch) angetreten, etwas Leichtes und Highendiges auf die Beine zu stellen, da sollte nicht die Hälfte der Beobachtungsmöglichkeiten außen vor bleiben.

Ich sehe den Sinn von 100° Okularen überhaupt nicht, aber hier lässt sich schlecht diskutieren, da es um Meinungen geht, nicht um Argumente.

Grüße, Andreas
 
Hallo Andreas,

es hat halt jeder einen anderen Ansatz, manch einer mag gerne mit Austrittspupillen von 0,8mm und weniger beobachten, mein Ding ist es nicht und schon gar nicht ohne Nachführung.

Auch die Jagd nach den schwächsten gerade noch zu erahnenden Objekten oder feinsten Details auf Planetenoberflächen ist nicht meine Welt.

Für mich ist das Beobachten primär ein ästhetischer Genuss, und dazu tragen 100° Okulare ebenso bei wie die Benutzung beider Augen.

Grüsse Jochen
 
Ok, dann geht es um ein sehr spezielles Gerät nur für Deine (optisch) recht einfachen Anforderungen, das wollte ich einmal herausarbeiten. Wenn ich bei dem einen bekannten High-End Bino Hersteller ein Gerät kaufen würde, müsste es die Anforderung "Kleine AP" Tauglichkeit erfüllen.

Viel Spaß weiterhin.

Andreas
 
Hallo Andreas,

leider ziehst Du die falschen Schlüsse.
Nur weil ich nicht gerne mit kleinen APs beobachte bedeutet das nicht, dass das Gerät dazu nicht in der Lage wäre.

Wie es der Zufall will hat am Samstag ein ehemaliger Besitzer von zwei bekannten High Price Binos mehrere Stunden mit meinem Gerät beobachtet.

Er war ganz erstaunt, dass man während einer Beobachtungsnacht nicht mehrmals die Kollimation nachstellen muss, so war er das nämlich von der "Premiummarke" gewohnt.
Verkauft hat er die Teile übrigens, weil ihn das seitenverkehrte Bild extrem genervt hat...

Und was glaubst Du, was nun ganz oben auf seiner Wunschliste steht?

Auch Dir weiterhin viel Spass.

Jochen
 
So, das Transport- und Aufbewahrungscase ist nun auch fertig.
Es ist ein alter RIMOWA Alukoffer, den ich mit Trocellen Platten ausgekleidet habe.
Vorn im Bild die neuen Fokussierer von Matsumoto, die ich für den Transport abnehme.

Er konnte sich übrigens mit seinem Zulieferer auf einen guten Preis für die Teile einigen, so dass er sie nun doch in sein Standardprogramm aufnimmt.

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg51.jpg

Passend dazu, aus einem kleineren RIMOWA Koffer, habe ich auch ein Case für mein Zubehör gemacht:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/case.jpg

Grüsse Jochen

 
Tja,

was gäb' ich drum, da mal unter gutem Himmel durchgucken zu dürfen, seufz... Auch durch Dein übriges Equipment...
Feintriebe hat Deine Bino-Montierung aber nicht, oder? Mal ehrlich, Hand auf's Herz und ohne Besitzerstolz: wie klappt das mit dem Nachführen, hast Du da einen Griff oder Hebel an den Tuben? Und sind die neuen Fokussierer tatsächlich soviel besser?

Gruß und Kompliment,
Mathias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias,

die neuen Fokussierer sind um Welten besser.
Die Helicals hatten sehr viel Spiel im Gewinde und je steiler der Beobachtungswinkel wurde desto mehr kippten sie unter der Last der Ethoi.

Ich konnte das zum Teil durch Auffüllen der Gewindegänge durch zähes Silikonfett abmildern, mit dem Nachteil, dass die Helicals dann nur noch schwer zu drehen waren, speziell bei niedrigen Aussentemperaturen.

Die neuen Fokussierer sind auch bei der Zenitbeobachtung abolut kippstabil und die seitlich angebrachten Bedienschrauben gehen bei jeder Temperatur extrem smooth, wobei sie durch die geringere Gewindesteigung sogar ein noch feinfühligeres fokussieren zulassen.

Meine Montierung wird ja rein manuell über die Teleskoptuben bedient.
Hierzu greife ich die Tuben an den EMS und dirigiere das Teleskop in beiden Achsen wohin ich es haben will.
Die aufzuwendenden Kräfte sind sehr klein, teilweise geht die "Steuerung" sogar mit der Nasenwurzel :-)

Ich richte das Stativ mit der eingebauten Libelle genau aus, dadurch ist die horizontale Bewegung im Gleichgewicht und ohne merklichen Widerstand zu bewegen.

In der Vertikalen Bewegung hängt natürlich alles vom Gleichgewicht und somit dem Gewicht der Okulare ab.
Nun könnte ich natürlich bei jedem Okularwechsel auch die Tuben wieder ins Gleichgewicht verschieben, aber das ist in der Praxis gar nicht nötig.

Ich beobachte meist mit den 17er und 13er Ethoi, welche sich im Gewicht gerade mal 100 Gramm unterscheiden (am Bino also 200 Gramm)
Ich habe das Gleichgewicht für diese Okulare optimal eingestellt, sprich hier sind die Tuben "gewichtslos", lassen sich mit minimaler Kraft bewegen und bleiben in jeder Position stehen.

Bei den leichteren 32mm Kasai Okularen ziehe ich die Klemmung der vertikalen Achse leicht an.
Dadurch geht die Bewegung etwas schwerer schwerer, aber immer noch gleichmässig und ohne Ruckeln, was bei der geringen Vergrösserung völlig unproblematisch ist.

Wollte ich hier Perfektion wäre das mit einem kleinen Zusatzgewicht leicht möglich, mal sehen, vielleicht mache ich das auch noch irgend wann.

Das bedeutet aber, dass ich auch mit den 10mm Ethos Okularen keine Probleme bekommen werde, sie wiegen ja genau so viel wie die 13er.
Noch höhere Vergrösserungen erreiche ich durch einschrauben der AC710 Barlow in die Ethos 13mm und 10mm, eine solche Barlow wiegt aber auch nur 100 Gramm und stört das Gleichgewicht deshalb auch nicht weiter.

Grüsse Jochen
 
Also meinen Respekt hast Du, sieht alles sehr schön aus. Auch die Anleitung, wie Du zu dem schönen Teil gekommen bist ist vorbildlich.
Mit dem richtigen Werkzeug und dem dafür notwendigen Sachverstand lässt sich halt so mancher Traum verwirklichen. Ich bin gespannt auf Deine nächsten Projekte.

Viel Spass beim Spazieren gehen.

Martin
 
Nachdem ich mit den beiden SCT Binos soweit fertig bin habe ich gestern noch eine kleine Optimierung am Borg gemacht, die ich schon lange vorhatte.

Die Borg Schiebetuben zwischen Tubus und EMS waren zur EInstellung zwar recht praktisch, optisch fand ich den mehrfachen Durchmesserwechsel aber sehr störend.
Nun habe ich die Schiebetuben durch feste Alutuben ersetzt, das sieht besser aus, ist stabiler und wiegt auch weniger.
In den nächsten Tagen werde ich die Tuben auch noch weiss lackieren, dann ist das Doppelborg auch fertig :-)

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg52.jpg

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg53.jpg

Grüsse Jochen
 
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