Brauchbare Rotlicht-Taschenlampe gesucht

Mesarthim

Mitglied
Hallo zusammen,

ich suche eine Rotlichtlampe fürs Lesen von Sternenkarten. Ich habe mir nun schon drei verschiedene Modelle bestellt und für unbrauchbar befunden:

1. Explore Scientific Astro R-Lite
Man muss immer drei verschiedene Modi durchschalten inkl. Blinklicht - super nervig! Ich will das Ding einfach ein- und ausschalten können.

2. Orion ReadBeam Stirnlampe
Viel zu hell zum Lesen, man wird von der Reflektion des Papiers geblendet. Außerdem muss man sogar vier Modi durchschalten :rolleyes:

3. Orion RedBeam II LED Flashlite
Billigschrott, geht nach dem zweiten Einschalten nicht mehr an.

Hilfe! :eek: Kann mir jemand eine praxistaugliche Lampe empfehlen?
 

Gerd_K

Mitglied
Servus,

Ich habe mir vor vielen Jahren die "Starlite" LED Lampen gekauft. Diese sind in der Helligkeit regelbar. Diese Leuchten lassen sich von sehr schwach bis sehr hell einstellen.
Gekauft habe ich diese bei Intercon Spacetec. In deren Shop sind sie noch gelistet, allerdings muss derzeit die Lieferzeit angefragt werden.

Viele Grüße
Gerd
 
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Sselhak

Mitglied
Hallo!
Ich habe meine Stirnlampe von hier und finde sie super.
WWW.astroleuchten.de
(Artikel > Kopflampe v2)

Dennoch hat sie kein "einfach einschalten und ausschalten". Je öfter man drückt um so heller wird sie. Bleibt man am Knopf, so wird sie immer dunkler und kann so stufenlos gedimmt werden. Aber zum Ausschalten muss man am Knopf bleiben, bis man sie auf Null gedimmt hat.

Dennoch kann ich sie empfehlen!

Mario
 

Martroese

Mitglied
Moin,

ich verwende eine Stirnlampe von LedLenser (siehe HIER). Die ist natürlich auch eine Weißlichtlampe mit 2 Helligkeiten. Man kann aber in den Rotlichtmodus gehen, dann brennt eine rote Led beim Einschalten (man muss nicht jedes Mal durch alle möglichen Modi switchen). Die ist allerdings nicht dimmbar, möglicher Nachteil. Dafür ist die fokussierbar.

Gruß
Martin
 

Der_Peter

Mitglied
Hallo zusammen,

nicht immer mag ich eine Kopflampe, aber immer ist diese Astroleuchten.de Handlampe dabei und auf der niedrigsten Stufe an, damit ich den Rucksack mit den Okularen wieder finde, ohne darüber zu stolpern.

Für mich unheimlich praktisch: Rollt nicht, liegt auch gut in meiner Hand, wenn ich bei Auf- und Abbau in der Gegend "rumleuchte" und lässt sich umhängen...
http://al.hinstr.com/hl1.htm

Als (helle) Allzweck-Stirnlampe, bei der auch das rote Licht dimm- und sofort einschaltbar ist, finde ich die Black Diamond Revolt sinnig:
https://www.amazon.de/Black-Diamond-Wiederaufladbare-Stirnlampe-Wasserdicht/dp/B01LE9Z6PO?ref_=bl_dp_s_web_1987207031&th=1
 
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Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Marc,

Android?
Red Light.App
Unter IOS gibt es vermutlich ähnliches...
kein Display erzeugt echtes Rotlicht, was eine bescheuerte Idee!

Ich nutze eine Stirnlampe von Quechua mit Li-Ion-Akku. Erster Knopfdruck Rotlicht, wenn binnen 3 Sekunden ein zweiter Druck erfolgt, kann Weißlicht in drei Stufen geregelt werden. Folgt ein zweiter Druck nach diesen 3 Sekunden, geht die Lampe aus. Fehlbedienungs-Chance: Wenn man hastig an/aus will ballert man Weißlicht raus. Also: Nachdenken, was man tut!

Vorher: Stirnlampe von Energizer mit NiMH-Akkus, da sie dann weniger hell ist. Schiebeschalter, rechts weiß, links rot. Fehlbedienungschance: Bei mir beim Ausschalten über die Raste hinweg auf weiß zu rutschen (Handschuh), bei manchen Mitbeobachtern Rechts/Links-Schwäche...

Mit der Kartenlampe (Schwanenhals) von Astroleuchten bin ich nicht zufrieden:
- Weißlicht-Ausbruch, weil das Rot nur durch rotes Plastik erfolgt und dieses nicht sauber zum Gehäuse abschließt
- Schalter dauernd unzuverlässig, ehe man die Kontakte wieder durch etliche Schaltvorgänge blank gerubbelt hat. Für Feuchte untauglich.

Wenn man eine gute Rotlicht-LED erkennt (viele LEDs sind zu orange) kann man sich eine Batterie-Fahrrad-Rückleuchte als Handlampe zulegen. Manche davon haben einen billigen Schiebeschalter und keine Blinklicht-Schaltungen.

Clear Skies
Sven
 

mettling

Mitglied
Moin,

Ich verwende zwei Kartenlampen mit flexiblem Hals von Astrogarten, mit denen ich sehr zufrieden bin.
Meine anderen Rotlichtlampen habe ich mit selbst gebaut. Und zwar aus Weißlicht-Lampen, die ich mit roter Filterfolie versehen habe. Ich verwende die Lee Filterfolie 106 Primary Red:
LEE Colour Information and Spectral Charts.
Bekommt man in Deutschland bei diversen Händlern und in kleinen Abschnitten bei eBay. Noch besser wäre 787 Marius Red, aber ich habe noch so viel 106, dass ich damit wohl noch Jahre auskommen werde.

Die schneide ich mir zurecht und baue sie in die Köpfe der Lampen ein. Die Folie ist ein echtes Rot mit nur wenig Gelbanteil und keinerlei grün und blau. Durch mehrere Lagen stelle ich die Helligkeit so ein, wie ich sie brauche. Im Laufe der Jahre habe ich mehrere Maglites, eine LED-Lenser H5 Stirnlampe und eine Handvoll Billig-LEDs umgebaut. Alle liefern sehr gutes und blendfreies Licht. Nicht nur am Teleskop, auch als Zeltbeleuchtung auf Teleskoptreffen unverzichtbar.

Eine billige und überraschend gute rote Folie um spontan eine Taschenlampe umzubauen ist übrigens die rote Folie, in die Babybel-Käse eingewickelt ist. Taschenlampe nehmen, zwei Lagen Folie davor und mit Gummiband oder Tesafilm sichern. Fertig. Nicht vergessen den Käse aufzuessen. :sneaky:

Bis dann:
Marcus
 

lacrimosa

Mitglied
Hallo erstmal,
Hilfe! :eek: Kann mir jemand eine praxistaugliche Lampe empfehlen?
für Sternkarten verwende ich die Schwanenhalslampe von Astrogarten.
So etwas ähnliches (Bauform) wie die Flashbeam habe ich auch, funktioniert auch noch nach 6 Jahren. Wenn ich mal eine Lupe brauche, ist sie mir lieber als die Schwanenhalslampe.
Ansonsten verwende ich noch die dreistufige (alles rot) Stirnkopflampe von Astroleuchten.
Für Weißlicht verwende ich eine Black Diamond Storm.
Gruß
Ronald
 

Gerd_K

Mitglied
Hallo,

Zum Thema Stirnlampe...
Ab und zu beobachte ich in der Gruppe, manchmal auch auf dunklen österreichischen Bergen.
Einige meiner Mitbeobachter hatten sich diese Stirnlampen um den Kopf geschnallt gehabt. Zum Glück war ich ein paar Meter von meinem Stirnlampen Mitbeobachtern weg.

Das eine was mir negativ aufgefallen ist:
Viele, eigentlich alle Beobachter mit diesem Lampen hatten diese so hell eingestellt, das sie beim beobachten eigentlich von ihren hellen Teleskop- Tuben geblendet wurden. Selbst ich, der einige Meter weiter weg war, fielen diese hell beleuchteten Tuben auf, wenn der Beobachter mit eingeschalteter Lampe durch das Okular schaute.
Wird bei einer solchen Beleuchtung eigentlich die völlige Adaption der Augen an die Dunkelheit erreicht? Ich glaube eher nicht.

Das andere:
Wenn die eingeschaltete Lampe mit dem Kopf des Users bewegt wird, kommt auch ein unbeteiligter Beobachter immer wieder im "Genuss" von hellen Rotlicht. Und das ist beim beobachten sehr nervig.

Ich nehme beim beobachten meine oben genannten dimmbaren Lampen, und stelle sie so dunkle ein, das ich gerade noch die Karten lesen kann. Am Teleskop selbst ist für mich sämtliches Licht tabu.

Viele Grüße
Gerd
 

Astrozoom GM

Mitglied
Hallo Gerd,

mit der Dunkeladaption schneidest Du ein (mir) sehr wichtiges Thema, gerade auch im Bezug auf diese Rotlichtlampen am.
Kopflampe ja, aber nur wenn ich mich auf dem Platz bewege und dann nur mit der Kippstellung so, dass mir das Ding den Weg direkt vor meinen Füßen beleuchtet!!!
Am Teleskop, auch und gerade in der Nähe fremder Teleskope aus damit!!!
Zum Kartenlesen bin ich mit dieser Lampe
Astrogarten Kartenlampe Deluxe XXL Rotlicht oder Weißlicht
inzwischen sehr zufrieden.
Als Handlampe für besondere Fälle habe ich eine simple weiße LED Taschenlampe mit einem aufgesetzten Baader Filter rot 610 mn Langpass in 1 1/4 Zoll.

Gruß
Günther
 
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Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Günter,

ich hatte vor einiger Zeit mal OLED-Spektren vor der Nase und deren rote Elemente haben tatsächlich zwei blaue Banden drin - natürlich schwächer als das Rot. Aber es war eben kein sauberes Rot und die Hauptwellenlänge war mit (aus dem Gedächtnis) 610nm auch zu kurz. Man merkt's eigentlich auch, wenn man so ein Display hat. Das geht unter Stadthimmel ganz nett, wenn man sein Handy oder Tablet an ein Push+ hängt. Wenn man aber wirklich beobachtet, muss man dem Display rote Folie spendieren - und wenn man die eh kauft, dann baut man sie besser gleich in die Taschenlampe ein.

Wobei mir einfällt: Für die MagLites gibt es verschiedene Farbfilter-Sets. Ich hatte eines für eine kleinere Variante, das wurde mit einem Gummi-Aufsatz geliefert. Die Filter aus fester Plastik-Folie wurden in den Gummi-Aufsatz eingelegt und das dann auf die Lampe gesteckt. Ich hatte eine weiße LED-Kopflampe, auf die so ein Aufsatz zufällig passte. MagLite wurde ja schon erwähnt und da das Lampen mit professionellem Anspruch sind, ist der Rot-Filter auch korrekt für die Dunkeladaption ausgelegt.

Was manuelle LED umbauten angeht: Davon habe ich einige gemacht, z.B. USB-Schwanenhals-Lampe. Bei einigen Anbietern findet man die Bezeichnung "Ultrarot" für LEDs mit 650nm Hauptwellenlänge. Die sind richtig. Bei der Suche nach einer LED-Sofitte für den Kofferraum (noch alte Glühlampen-Technik ohne Überwachung der Leistungsaufnahme durch die Bordelektronik) musste ich z.B. ein Weilchen nach einer derart roten Funzel suchen.

Diese USB-Schwanenhals-Geschichte ist recht witzig in Kombination mit einer Power-Bank, bzw. mit solchen Power-Banks die bei 20mA Abnahme nicht denken, es wäre kein Abnehmer dran und nach einigen Sekunden abschalten. Diese Powerbanks, die nicht alles mit blauem Licht vollfunzeln und aussehen wie ein Mega-Lippenstift, sind hinreichend "dumm", um damit zu funktionieren. Die LED habe ich noch vorne plan geschmirgelt und nachpoliert, um einen großen Abstrahlwinkel zu erhalten. Fusioniert phantastisch als Beleuchtung für die Karte oder die Kiste und leuchtet bis kurz vor ewig an so einer Powerbank. Müsste ich mal für die Homepage aufschreiben...

Clear Skies
Sven
 
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