Brennweite von Sucher bestimmen

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Papa Brummbär

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Hallo liebe Hobby-Freunde,

wahrscheinlich bin ich der Xte der diese Frage stellt aber ich konnte nicht richtig fündig werden oder habe es nicht verstanden.

Ich habe mir einen Sucher 60x240 gekauft und eine ASI ZWO 290mm daran geschraubt.
Habe dann auf ca. 9000mm (nach Laser-Entfernungsmesser) ein kariertes Papier 5x5mm (auch nachgemessen) aufgehängt.
Wenn ich dann alles durchrechne komme ich aber erst bei einer Brennweite von 261mm auf den richtigen Abbildungsmaßstab.

Kann man diese Berechnung erst bei größeren Entfernungen zum Objekt so rechnen oder hat der Sucher dann wirklich 261mm Brennweite.

Berechnung:

Pixelgröße Kamera 2,9ym
Brennweite = 261mm
Bildfeld je Pixel = 206,3 x 2,9ym / 261mm
Bildfeld je Pixel = 2,29''/mm

Abbildungsgröße = tan(2,29) x 9000mm = 0,1mm/Pixel
Anzahl Pixel je Karo = 50Pixel
Größe des Karos = 50Pixel x 0,1mm/Pixel = 5mm

Wenn ich aber die vom Hersteller angegebene Brennweite einsetzte 240mm dann erhalte ich 5,44mm?

Gibt es da etwas was ich übersehen habe? Oder hat der Sucher dann wirklich 261mm Brennweite?
(An den Sternen kann ich das zur zeit nicht machen da ich noch auf meine Montierung warte.)

Schon mal vielen Dank für Euro Antworten.

LG und CS
Hampo
 
Hallo,
das Stichwort lautet hier Linsengleichung
In Kurzfassung: Nähere Objekte werden weiter hinten fokussiert.
Aber auch mit dieser Korrektur komme ich nur auf 253mm.
Bei der möglichen Genauigkeit der Angaben finde ich das durchaus plausibel. Wenn die Pixelgröße etwas daneben liegt, oder die gemessene Anzahl der Pixel, pro Kästchen kommt man schnell in Richtung 240.
Würde mich aber auch nicht wundern, wenn die Brennweite wirklich ein paar mm daneben liegt.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas, hallo Peter,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

Eigentlich wollte ich die 2x Barlow Linse testen und habe Aufnahmen mit und ohne Barlow Linse gemacht und
dann die Aufnahmen übereinander gelegt.

1633878679723.png


Dabei ist sieht man eben dass die 2x Barlow Linse bei 9m Abstand eine 2,1x Barlow ist. Die kleinen Karos haben 50x50Pixel und die Großen 109x109Pixel.
Somit sind da ca. 4,5% Abweichung. Jetzt dachte wenn die Lage CCD-Chip zur Barlow Linse veränderbar ist und diese den Faktor beeinflusst, dann könnte man
die Sache einstellen. Darauf hin habe ich angefangen zu rechnen, um zu sehen ob die Optik auch hält was drauf steht. So wie ich angefangen habe ging es nicht,
da ich jetzt vermute, dass es an dem Faktor 206,3 liegt. Dieser ist für den Himmelsausschnitt gedacht. Klar wenn man 1/f... ansetzt ist das ganze anders.

Wenn man die "astronomische" Gegenstandsweite ermitteln möchte (etwas schräg ausgedrückt) also etwas wie gegen unendlich, dann wird mit 1/f...

ab einem Verhältnis von ca. 1/50.000
f = b also fällt die Bildebene bei gegen Unendlich auf den Brennpunkt.

b = 240
g = 9.000, f = 233,766
g = 90.000, f = 239,361
g = 900.000, f = 239,936
g = 9.000.000, f = 239,994
g = 90.000.000, f = 239,999

Da ich mein Blatt Papier keine 90km weit weg aufhängen kann, werde ich wohl warten müssen bis meine Montierung da ist und ich das
ganze an den Sternen wiederholen kann.

Vielen Dank Euch beiden für die schnelle Antwort und Unterstützung, sobald ich einen Sternenvergleich habe melde ich mich erneut.

LG und CS
Hampo
 
Dabei ist sieht man eben dass die 2x Barlow Linse bei 9m Abstand eine 2,1x Barlow ist.
Hallo Hampo, dass die Barlow nur ungefähr, aber nicht genau den nominellen Faktor hat, ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass dieser Faktor vom Abstand der Barlow-Linse vor dem originalen Fokus der Optik abhängt und deshalb eben nur nominell einen fixierten Wert hat. De facto hängt der Faktor dann von der Länge der Steckhülse ab.

Gruß, Peter

Siehe Barlow Formalismus
 
Hallo Peter, Hallo Thomas,

jetzt hat es mal nach langer Durststrecke einiger maßen geklappt ein paar Aufnahmen zu machen.

Folgendes gemacht:

1. Einmal Aufnahmen ohne 2xBarlow und einmal mit
2. Danach fits in All Sky Plate Solver gepackt und suchen lassen
3. Hat ein paar Anläufe benötigt, da die Brennweite unbekannt war und der Plate Solver die Region nicht gleich gefunden hat
4. Ergebnisse nochmals verglichen

Ergebnis: Das Leitfernrohr hat anstatt 240mm Brennweite 245mm und mit der 2x Barlow kommt man anstatt 490mm auf 519mm
OK daraus ergibt sich jetzt: 2x Barlow wird zu 2,118x Barlow
Was meint Ihr kann man das so machen oder sind die Angaben aus All Sky Plate Solver ggf. abweichend?
Oder was macht Ihr ignoriert Ihr die Abweichung und alles ist gut gerade wenn es um die Nachführung geht?

LG und CS
bis bald Hampo
 
Hallo Hampo,

natürlich ist alles gut, wenn es um die Nachführung geht. Früher war es bei Systemen, bei denen es nicht darauf ankommt, völlig egal ob die Brennweite ein wenig abweicht. Ob mein Hauptspiegel am Newton 1100 mm Brennweite oder vielleicht 2 cm mehr oder weniger hat, entzieht sich meiner Kenntnis und ist mir auch völlig Wurst. Ob ich mit dem 10 mm Okular 110fach oder 112fach macht keinen merkbaren Unterschied, ganz abgesehen davon, dass auch angegebene Okularbrennweiten keineswegs immer stimmen. Entscheidend ist, dass das System ordentlich abbildet!

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

vielen Dank für Deine Info, klaro mir ist es auch egal aber wenn dann plate sovling usw. ins spiel kommt habe ich herausgefunden, wenn die Brennweite einige mm abweicht dann findet das Programm die Region nicht. Deshalb habe ich so versucht die Brennweite zu ermitteln um später bei der Nachführung und beim plate solving keine Fehler zu machen. Bin noch am Anfang und kann die Auswirkungen von den einzelnen Softwaretools noch nicht so richtig einschätzen.

Nun ja Erfahrung muss man sich hart erarbeiten.

LG und CS
Hampo
 
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