Brennweitenmessung Baader GWK

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

sunshiner

Mitglied
hallo

hat jemand eine opt. Bank und kann mir die neg. Brennweiten der Baader GWKs 1,25x, 1,7x und 2,6 bestimmen?

Anfrage bei Baader hat ergeben, dass die Brennweiten leider nicht bekannt sind.

Die neg. Brennweite lässt sich durch Kombination der zu messenden Zerstreuungslinse mit einer Sammellinse bekannter Brennweite ermitteln.

Brennweite der Zerstreuungslinse bei Linsenabstand 0 d.h. unmittelbar hintereinander:

fz = f x fs / fs – f

Mit meinem prov. Aufbau komme ich aber nicht zurecht.

cs
K.-H.
 
Hallo K.-H.,

folgendes habe ich vor einiger Zeit näherungsweise ermittelt:

GWK 1,7: ca. -258mm
GWK 2,6: ca. -67mm

Der 1,25er wird wohl irgendwo um die -450mm liegen.


cs
Martin
 
Hallo K.H.,

Du kannst die Brennweite f auch ausrechnen, wenn Du den Abstand d zwischen GWK und Okularfeldblende kennst. Das kann man in der Regel ja ganz gut abschätzen und entspricht der optischen Wegverlängerung durch das Bino, das Baader als Referenz verwendet.

f = - d /(M-1)

M ist der Vergrößerungsfaktor (Quelle: Barlow-Formel im Rutten)

Wenn Du eine Brennweite kennst, kannst Du auch d ausrechnen und dann die verbleibenden Brennweiten der anderen Korrektoren.

Viele Grüße
Reiner

 
herzlichen Dank Martin und Reiner

habt ihr oder ein Mitleser einen Tip, wo ich einen neg. Achromat mit-100mm und D mind. 30mm bekommen könnte?

cs
K.-H.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von reiner:
Du kannst die Brennweite f auch ausrechnen, wenn Du den Abstand d zwischen GWK und Okularfeldblende kennst. Das kann man in der Regel ja ganz gut abschätzen und entspricht der optischen Wegverlängerung durch das Bino, das Baader als Referenz verwendet.

f = - d /(M-1)

M ist der Vergrößerungsfaktor (Quelle: Barlow-Formel im Rutten)
Hallo Reiner,

Der Formalismus folgt natürlich aus der Linsenformel.

Wenn man mit a und b den Abstand der Barlow vor dem alten und dem neuen Fokus bezeichnet, dann ist nach der Linsenformel

1/a + 1/b = 1/f

wobei f hier der positive Absolutbetrag der (negativen) Brennweite ist. Die Vergrößerung M ist

M = b/a

und die Abstände a und b

a = [(M-1)/M] f

b = (M-1) f

und die Verschiebung des Brennpunktes ist

b - a = [(M-1)²/M] f

(wobei der Abstand "b" in meinen Formeln Deinem "d" entspricht).

Zitat von reiner:
Wenn Du eine Brennweite kennst, kannst Du auch d ausrechnen und dann die verbleibenden Brennweiten der anderen Korrektoren.
Wie soll das funktionieren? Der Vergrößerungsfaktor einer Barlow ist doch bestenfalls "nominell" fixiert, wenn man von einem mehr oder weniger willkürlichen Abstandsverhältnis M = b/a ausgeht. Tatsächlich kann man durch Variation der Abstände diese Vergrößerung in einem weiten Rahmen verändern. Insofern musst Du schon für jede Barlow den Formalismus für die jeweilige Geometrie getrennt auswerten.

Zitat von Martin_Raabe:
GWK 1,7: ca. -258mm
GWK 2,6: ca. -67mm

Der 1,25er wird wohl irgendwo um die -450mm liegen.
Ich habe heute (unter Anwendung der oben angegebenen Formeln) ebenfalls die GWK Brennweiten nachgemessen und komme im wesentlichen zu dem selben Ergebnis wie Martin:

GWK 1.7x: (260 +- 5) mm
GWK 2.6x: (60 +-2) mm

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo Peter,
klar, für einen Barlow, bei der man den Abstand zur letztendlichen Fokalebene variiert, ist das richtig.

Aber darum geht es hier doch gar nicht. Im Bino ist der Abstand doch vorgegeben, da die GWK und die Okulare einen durch das Bino festgelegten Abstand haben (und eben dadurch den von dir genannten "nominellen" Vergrößerungsfaktor).

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Reiner,

So wie ich den Fragesteller verstanden habe, wollte er wissen, wie man die Brennweite von Zerstreuungslinsen im allgemeinen und den GWKs insbesondere bestimmen kann. Von einem bestimmten Binokularansatz mit einem fixen Okularabstand war explizit keine Rede, aber möglicherweise war das implizit gemeint.

Klar, wenn der Abstand dadurch vorgegeben ist, ist auch die Geometrie und die Vergrößerung für einen bestimmten GWK fixiert. Wobei man dabei noch bedenken muss, dass sich der Brennpunkt durch die Brechung im Glaskörper zusätzlich um ca. 1/3 des Lichtwegs im Glas nach hinten verschiebt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben