Bresser 10x50 am 31.5. bei Lidl

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Moin Andi!

> Eben hab ich mit einer Schieblehre mal die Austrittspupille
> gemessen: Es sind nur ca. 4,4 mm!

Das hat mich jetzt interessiert - meine Schieblehre sagt: genau 5 mm.
Mein Lidl-Glas ist vom letzten Jahr.
 
Hallo zusammen,

ich habe mir auch dieses Fernglas gekauft und habe den Tipp von Hanz befolgt. Erst auspacken, durchschauen und dann kaufen. Also habe ich eines ausgepackt, durchgeschaut und dann hat es mich fast auf den Hintern gesetzt. Es ist hell, gestochen scharf und hat keinen Farbsaum, die Preisschilder waren auf einmal so groß, dass man meinen könnte sie hängen einem direkt vor dem Gesicht. Kurzum, das Ding sofort gekauft und ab nach Hause. Zu Hause auf dem Freisitz gleich weiter ausprobiert. Nach 20 Minuten durchschauen, habe ich festgestellt, dass bei einem Nachbar ein Dachziegel einen Riss hat, bei einem anderen das LNB von der Satellitenschüssel von Grundig ist und beim dritten hängen bereits schon die Stachelbeeren am Strauch. Mein Fazit zum Bresser Fernglas: Ich bin schlichtweg begeistert und habe keine Ahnung wie die das zu diesem Preis machen können. Und bevor jetzt wieder die eine Frage kommt, ja ich habe schon durch ein richtig teures Fernglas geschaut. Bleibt nur noch der Test am Sternenhimmel.

CS Michael
 
Also, optisch, mechanisch und vor allem preislich
mit meinem Minolta 8x42WP verglichen, finde ich
das Glas bis auf folgende Punkte eigentlich ganz OK!

- Geruch (verfliegt evtl. bald!?),
- offensichtlich ist es abgeblendet!
(hab gerade nochmal gemessen:
~4,4mm beim Lidl-10x50 und
~5,2mm beim Minolta-8x42WP)
- das mitgelieferte Fussel-Tuch
(was soll das denn...?)
- zwei kleine Tüpfelchen mitten auf der Beschichtung der
rechten Linse die ich beim Kauf leider übersehen habe
(schauen fast wie ganz kleine Blasen in Lack aus)
- Verarbeitungsqualität ist halt schon minderwertiger
(z.B. ist bei meinem der rechte Gehäusedeckel unterhalb
vom Okular leicht verbogen und schliesst nicht ganz...!)

Bringe es am Mo. wegen dieser Tüpfelchen und dem komischen
Gehäusedeckel zurück und lass mir das Geld wieder auszahlen,
aber wenn ich das Minolta noch nicht hätte, dann würd ichs glatt behalten
(wg. der Mängel natürlich ausgetauscht!),
denn als Laie find ich das Lidl-Glas eigentlich ganz gut!

Habe beim Durchschauen nicht den Eindruck, dass da
- abgesehen von ein bisschen mehr Vergrößerung
und dem engeren Gesichtsfeld natürlich -
viel um ist zu meinem Minolta...!

Grüße,
Andi.
 
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Ein Bresser von Lidl, das Teleskop von Aldi und die dazu später notwendige Ersatzbrille vom Toom-Markt.
Fehlen nur noch die Ersatzzähne aus dem Praktiker-Baumarkt, und der Grufty ist perfekt.

Ich verstehe diese Geiz ist gail Menthalität leider nicht. Wer sich diesen Ramsch kauft, an denen die Verkäufer auch noch einen irren Gewinn haben, dann unterstützt ihr damit die Chinesen, die es sogar noch schaffen, mit ihren Fehlproduktionen Geld zu verdienen.
Aber wehe am Golf oder Corsar ist eine Schramme...

Laßt diese Schrottgeräte doch dort liegen, wo sie jetzt liegen. Bei Aldi und Lidl.

Gruß
Winfried
 
Hi Winfried,

also ich bezweifele jetzt mal so am Rande, dass die Verkäufer einen 'irren' Gewinn bei 17,99 machen, die 900g wollen erstmal von China hier her geschippert werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Ich kann auch sagen dass mein Kauf des Lidl Glases nix mit Geiz-ist-Geil Mentalität zu tun hat, sonder Fernglas-haben ist geil, kein-Fernglas-haben-aber-wissen-was-es-für-tolle gibt ist s......

Bei limitierten Budget muss man Kompromisse eingehen oder es ganz sein lassen, ich fahre einen mit Schrammen überäten Golf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Den rechten Kotflügel hab ich mir selbst nach einem Unfall ersetzt und lackiert weil ich die Kohle nicht locker hatte - Alternative: Ohne Kotflügel rumfahren oder Auto wegwerden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Sprich: Alle denen das Kleingeld für eine S-Klasse fehlt: Laufen oder Pony kaufen - nix für ungut...

Grüße Benny

Edit: So das mit den Transportkosten nehme ich mal zurück, habe mich informiert und der Transportkostenanteil liegt bei etwa 0,10 € pro Fernglas (zzgl. Hafengebühren)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Benny,
ich wollte hier niemenden beleidigen. Ich denke nur daran, wer eigentlich ein Deutsches (oder europäisches) Gerät kaufen soll, wenn hier sogar die ausgemusterten Chinageräte statt auf den Schrott, noch in den Handel wandern. Lidl und co. machen da immerhin wohl noch mehr als 50% Gewinn v.St.
- Und der Europäer bleibt auf der Strecke.

Wer so denkt und handelt, der sägt sich selbst den (Arbeits-) Ast ab, an dem er seine Brötchen verdient.
So sieht die Sache wirklich aus. Aldi und Lidl denken nur an den Profit und die Chinesen wissen ganz genau, daß sie uns nicht mit Krieg überziehen müssen, um und fertig zu machen. Die machen das ganz diffiziel wirtschaftlich.

Ich habe auch Angebote aus China, meine Bücher dort komplett verarbeiten zu lassen. Bis hin zur freien Auslieferung an meinen Standort mit Zoll u.a.m.
Das käme mich 20% billiger. Trotzdem lasse ich nicht nur in der BRD produzieren, nein, sondern auch noch in der nahen Umgebung in Würzburg. Damit stärke ich die Wirtschaft hier (ich produziere nich unwesentlich Bücher, sind p.a. schon eine Menge) und erhalte mir meinen eigenen Arbeitsplatz.

Ich beziehe meine Äußerungen übrigens nicht alleine auf astronomische Geräte sondern meine dies wirtschaftsumgreifend.

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried,

Deine Einstellung und Deine Handlungsweise mit den Büchern ehrt Dich.

Ich frage mich aber schon, haben nur wir als Kunden die Verantwortung?

Ich habe weiter oben schon die Frage gestellt, welche namhafte - meinetwegen in diesem Zusammenhang, nicht China - Firma stellt brauchbare Geräte für nen guten Preis her?

Ich stelle mir Orion UK als Vorbild vor. Es scheint ja doch zu gehen, zumindest in Europa zu nem leistbaren Preis Optiken herzustellen, die eben NICHT hypersuper Zeiss-Level haben, den - hand aufs Herz - viele nicht brauchen und vom Preis her gesehen auch nicht wollen.

Ich erzähl hier ma ne Geschichte, etwas off-topic weils nicht um Hertellungsländer ging, sondern um die Frage, sollte man nicht lieber ortsansässige Einzelhändler statt große Discounter unterstützen, das Prinzip ist wohl ähnlich.

Ich hab mir also vor vielen Jahren ne Kamera (noch analog!) für den Urlaub gekauft, eben nicht bei MM, Saturn etc. sondern beim nem lokalen Fachgeschäft. Das Teil hatte einen Fehler wie sich nach dem ersten Film rausstellte. Nungut, kann passieren ist ja noch Garantie drauf, läßte reparieren. Es hat ca. 4 Monate und etwa 10 Telefonate gedauert, bis ich das gute Stück wiederhatte. Rücktritt vom Verkauf, Preisminderung etc. war nicht durchzusetzen, die Fachverkäufer waren ungeduldig, schnoddrig, gelangweilt. Bei MM hätte ich das Teil von vorn bis hinten durchgecheckt, wenns nett geht Umtausch. Schon ein paar mal bei MM ohne Probleme gelaufen, übrigens, sehr kulant. Was ganz ähnliches ist mir mit mehreren Produkten passiert. Moral: diese Einzelhändler hier sind für mich gestorben, weil: teuer, keine Ahnung, schlechter Service.

Was ich sagen will: ich bin eigentlich nicht davon überzeugt, dass man als privater Käufer mit einem Mehr an finanziellem Aufwand wirklich etwas für eine gute Sache tut. Wer sagt denn, dass ich mit meinem Invest in deutsche Güter wirklich Arbeitsplätze erhalte? Wenn ich mir hierzulande die Shareholder-Value-Mentalität ansehe bezweifle ich das.


CS

Klaus
 
Nicht ganz unrichtig, Claus. - Leider.
Nun haben MM und Saturn (ist ja das gleiche, nur mit anderem Namen) jahrelang durch provokative Werbung die Fachhändler an die Wand gespielt. Haben mehr verkauft, mehr Rabatte bekommen und (nicht) weitergegeben. Heute sind sie Marktführer und verlangen vom Hersteller (was sie auch bekommen) unverbindliche Preisempfehlungen, die bis zu 50% über dem liegen, was Sache wäre. Dann wird 30% unter verkauft und MM hat satte 70% gemacht.
So schaut`s aus.
Schwarze Schafe in der Branche gab es schon immer, dazu gehörten auch namhafte Firmen von Ruf!. Heute sind sie fast alle weg und wir zahlen das, was MM uns sagt.
Bei einer Optik z.B. (Sogma APO 80-400mm mit Stabilisator) wollte MM sogar 20% mehr als die unberbindliche Empfehlung!

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried,

ich spinne mal deine Gedanken anderst herum. Deutschland war letztes Jahr mit fast 850 Mrd. Euro wieder Exportweltmeister. Was würde wohl passieren wenn unsere Produkte vom Ausland nicht mehr gekauft würden, wenn die Menschen dort so denken würden wie Du?

Gruß Michael
 
Das führt hier in den Foren zu weit. Zudem betrifft die Weltmeisterschaft auch Deutsche Firmen, die im Ausland produzieren. Und das sind fast alle... BMW, Mercedes, BASF, Bayer u.v.m.

Gruß
Winfried
 
Hallo,

es ist schon etwas Wahres dran an deinen Aussagen, nur gibt es halt für jeden Menschen finanzielle Grenzen, wenn möglich würde ich sicher auch aus Qualitätsgründen und auch aus von dir angeführten zu deutschen Produkten greifen...

OT: Wenn ich es irgendwann mal schaffe in deiner Gegend zu landen, dann schau ich mal in Ruhe durch dein 10x50 ICS und durch mein Lidl darfst du dann auch mal schauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Grüße Benny
 
Herr Winfried,
Sie als reiche mann als ich können ganz schön schreiben was wir kaufen sollen. Denken Sie auch ein bischen leute wie ich oder andere die nicht viel geld haben, das sowas nicht leisten kann? Wenn wir nur deutsche ware kaufen sollen, werden solche leute wie Sie auch uns denken wie wir leben? Oder helfen? Denke nicht. Sie mit ihren geld und reichtum machen keine gedanke leute wie wir. Sie können ihre deutsche ware kaufen.
-Ja ich hab mein geld kann alles kaufen, die anderen sind mir egal, untere schicht? ah mir egal wie die leben.
Denken Sie wirklich so?
Wenn auch deutsche firmen so billig produzieren kann warum soll ich nicht kaufen? Natürlich Deutsche waren haben gute qualität. Aber was nutzt mir es wenn ich es nicht leisten kann?
Also ich bitte Sie, denken sie bitte es gibt auch menschen die wollen deutsche ware kaufen aber auch nicht leisten kann und beleidigen Sie keine leute wie ich nicht!
Mit freundlichen Grüßen,
Cihan
 
Hallo Cihan,
ich möchte niemanden beleidigen. Ich bin selbstständig und betreibe einen Verlag für Kunstgeschichte und alte europäische Kunst. Die "Kunst" dabei ist, diese Dinge zu verkaufen (Bücher). Die Menschen brauchen zu Essen und keine Kunst. Trotzdem mache ich es, weil ich diesem Land und dieser Kultur verpflichtet bin. Geschäftlich wie moralisch. Da Sie aus einem anderen Land (China?) stammen, sind Sie Ihrem Land und Ihrer Kultur verpflichtet.

Trotzdem könnte das zusammen kommen, wenn die Regierungen dies wünschten. Leider ist dem nicht so.
Ich verkaufe meine Bücher, die ich produziere, weltweit. Nur nicht in China, Indien u.a. Ländern, die für unsere Kultur kein Interesse haben, wohl aber an unserem know how und an unserer Technik.
Resumeé: Auch ich lebe von der Hand in den Mund, vielleicht etwas besser, da ich 55 Jahre alt bin, Kunstgeschichte, Optik und Biologie studiert habe und, wie man so schön sagt, "gesettelt" bin. Aber dafür habe ich 30 Jahre lang gekämpft und das war nicht einfach.
Mein Wissen habe ich (freiwillig) weitergegeben und kann mich in meinem Hauptberuf, der des diplomierten Fotografen der Kunstgeschichtlichen Fotografie weltweit behaupten (in meinem Bereich natürlich). Das hat Kraft gekostet und die Ergebnisse des 30-jährigen Schaffens (16 Stunden am Tag) darf ich mir erlauben, heute auszuleben.

Das alles ist nicht negativ oder böse gemeint, aber das Alter darf auch seine Privilegien und seine Meinung haben.

In Freundschaft
Winfried
 
Hallo,ich dachte wir reden über das Bresser 10x50.Kunstgeschichte ineressiert mich ebensowenig wie die aktuelle wirtschaftliche Lage in D.oder China.
Also..als z.Zt.besessener Sammler allen optischen Gerätes habe ich mir als Spass auch mal dieses Gerät gekauft zu aktuellen eby Versandgebührenpreisx2. Absoluter Frust.. Hab mir vor einer Woche das vielgepriesene Dekarem 10x50 besorgt,war vollauf begeistert.Kaum ein Unterschied zu hochwertigeren Gläsern bis auf die Randschärfe.
Bemerke aber auch keinen Unterschied um Bresser Glas...
Absolut helles klares Bild, scharf bis ca.70%.Ich denke dies wird zunächst mal mein Gebrauchs und Autoglas neben meinen anderen 35 Gläsern sein.(von Zeiss,Leitz bis Porst o.Ä)
Grüsse
 
Hallo Berberich und Klappstuhl,

natürlich ist es vom gesellschaftlichen Aspekt (Arbeitsplätze) her ein Problem, günstige Gebraucht-(Zeiss Jena) oder Neuangebote (Lidl ="Ausschußware", die aber doch zumindest diesmal mehrheitlich noch ganz gut geht - nicht umsonst habe ich ja die Prüfung von 3 Exemplaren vor Kauf empfohlen) zu kaufen. Aber ich denke, damit entstehen erst die zukünftigen Kunden von Zeiss/Leica/Nikon usw.

Man könnte es allerdings auch umwelttechnisch ein sinnvolles Recycling nennen! Was dabei herauskommt, ist auch nicht anders als unsere ganze Gesellschaft: wer sich's leisten kann, nimmt lieber (schon wegen des Status) Zeiss, ich denke, bei den Jägern wird kaum einer mit einem Lidl aufkreuzen (allerdings sicher auch, weil es eben abgeblendet und kein "echtes" 10x50 ist) während bei den Hobby-Astronomen so ein Gerät zum Einstieg eine echte Hilfe ist - ich habe 2 Jahre durch das wesentlich schlechtere "rotvergütete" Lidl geschaut und dabei einen Großteil des Himmels kennengelernt. Gegen das "aktuelle" Lidl ist dieses Glas natürlich Schrott, gegen ein "ganz reguläres" Nikon Action, Minolta Classic oder Olympus DPSR auch deutlich schlechter- aber die kosten ja auch das vielfache (Faktor 5) und werden hier immer "niedergemacht", weil sie nicht so gut sind wie die 1500€ Klasse Zeiss, Leica usw.

Ich finde es wichtig, daß gerade auch Schüler mit geringen finanziellen Möglichkeiten unsere Natur selbst erfahren können - und deshalb empfahl ich hier das Lidl-Bresser, weil alle anderen von mir bisher gegen dieses Glas gecheckten Billiggläaser unter 50€ echt unbrauchbar waren.

Ich denke, die Situation ist ähnlich wie in der Musikindustrie, die so laut schreit über die Kopiererei, aber alles, was nicht "mainstream" ist, wegen des geringeren Gewinns nicht mehr produziert, so daß man dann doch selbst kopieren muß. Musik ist nur deshalb mit Riesengewinnen verkäuflich, weil sie die Leute interessiert - und dazu muß ein billiger Zugang (bei Musik Radio - sogar kostenlos, bei Ferngläsern z.B. Lidl) die Leute erst mal "antörnen" - insofern müßte eigentlich Zeiss die Welt mit Lidl-Gläsern davon überzeugen, daß man ein Fernglas überhaupt braucht!
Und zum Thema "wie lange Lidl-Glas genutzt?" :
meibn 10x50 "Rotauge" fast 2 Jahre, bis ich den nördlichen Sternhimmel so halbwegs begriffen hatte, davor hatte ich immer mein Leitz 10x25 übeerall dabei, aber bei Astro ist es halt viel zu lichtschwach und hat halt auch nur 50° Sehfeld, das Lidl 65° - erst dann Olympus 7x35 (auch 65°) gekauft und das dann 1/2 Jahr immer dabei gehabt - irgendwann ersetzt durch Canon 10x30 IS und heute wieder durch Pentax Papilio 8,5 (weil ich das bessere 6x verschenkt habe).
Für Astro irgendwann dazwischen auf Danubia 11x80 und Tento 20x60 umgestiegen - wo bleibt bei diesen Formaten Zeiss, Leica usw.? Vielleicht schaffe ich mir da echt mal ein Fujinon oder Nikon an!

Also das Thema hat viele Facetten und ich denke, für den Einsteiger ist das wichtigste, sich überhaupt erst mal ein Glas im Alter, wo man noch Interessen entwickelt, leisten zu können. Vom ersten "richtigen" Gehalt wird's dann eher auch wie bei mir ein Leica (oder heute wär's wohl eher Zeiss).

Gruß
 
Liebe Leute,

es wundert mich sehr, dass hier nach wie vor von "Ausschussware" gesprochen wird, obwohl fast durchgehend alle, die es haben, davon sehr angetan sind. Obwohl sicher tausende davon verkauft worden sind, wird von dieser "Ausschussware" bis jetzt ein einziges bei ebay angeboten. Mir scheint, die Leute wollen es behalten.
Liebe Grüsse,
Rüdiger
 
Hallo Rüdiger,

wenn wir mal wieder zusammen nach Gersbach spechteln gehen, kannst Du gerne mal durchschauen und Dir dein eigenes Bild machen. Dann hab ich quasi so etwas wie einen Zeugen für die Ungläubigen hier, daß es doch noch etwas gibt, daß gut ist und nicht gleich teuer sein muss.

CS Michael
 
Hallo Michael,

und Du guckst durch meins <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />, dann haben wir schon 2 x 2 Beurteilungen. Habe meine eigenen Bewertungen und Kommentare schon abgegeben, sie ganz oben...
Gruß,
Rüdiger
 
Hi Rüdiger,

diesmal scheint es sich tatsächlich eher um "reguläre" Ware gehandelt zu haben, bisher wurde hier im Forum nur ein einziges dejustiertes entdeckt. Auch ich hattegleich beim ersten ausgepackten ein gutes in der Hand und hatte keine zeit mehr zum weiter machen.
Beim letzten (oder vorletzten?) Mal war das dagegen wirklich ein Problem - da waren zum Teil 2 von 3 mit echten Mängeln dabei.

Gruß
 
Ich habe das LIDL-Glas aus 2005, speziell für die Kinder ein gutes Glas zum vernünftigen Preis. Wenn ich mal schnell durchschauen will, kann ich das auch machen, ohne Augenkrebs zu bekommen. Ein gutes Fernglas ist allerdings was anderes. Ich habe aus recht glaubwürdiger Quelle im Vertrieb einer gewissen Optikfirma erfahren, dass LIDL auch bei diesen Gläsern (wie bei vielen anderen Dingen auch) zum einen Produktionsüberhänge, Lagerbestände und - ja natürlich - auch B- und C-Ware verramscht. Die Rückläufer-Quoten sind harmlos, letztlich ist es nur eine Frage des Preises. Und Fehler in der Vergütung, Beulen im Finish usw. kann man leichter beim Discounter verscherbeln, als z.B. beim (Fach-)Versandhändler.

Zum Glas selbst: Ich habe auch durch das 2006er und die aktuelle Version durchgesehen und ein bisschen damit gespielt. Für Kinder würde ich das jederzeit wieder kaufen. Alles andere kann man damit weitestgehend vergessen. Wer billig kauft, kauft zweimal. Ein 10x50 der 100-EUR-Klasse ist wesentlich (!) besser. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Angebots-LIDL 10x50 jedes Jahr schlechter werden.

Meint zumindest
Adson
 
Hallo Adson,

kannste Deine Bewertung mal ein bisschen konkreter beschreiben? Was heisst denn nun "wesentlich besser"?

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

die "100-EUR-Gläser" sind im Vergleich zu den LIDL-Gläsern der letzten 3 Jahre u.a. in folgenden Punkten wesentlich besser:

- nicht abgeblendet
- bessere Vergütung
- weniger "klebrige" Mechanik (vor allem in kalten Nächten wichtig)
- weniger Reflexe (Streu- und Gegenlicht)
- weniger "verschleißanfällig" (ich weiß von 4 Brüchen der Knickbrücke und 2 "ausgeleierten" Knickbrücken bei LIDL-Gläsern bei mir bekannten Sternfreunden)

Zusammengefasst also das rein subjektive Empfinden aus eigener Verwendung und noch weiteren 12 oder 13 LIDL Gläsern sowie ca. doppelt so vielen Minolta / Nikon Gläsern im 100 EUR Bereich; alles auf 10x50 bezogen, die wir in unserem kleinen Verein "im Bestand" haben.

Dass ein 20 EUR Glas keinem 600 EUR Fujinon das Wasser reichen kann, ist klar. Aber wer 20 EUR ausgeben kann, um etwas grenzwertiges zu kaufen, kann auch ein wenig sparen und dann für 100 EUR etwas wirklich brauchbares kaufen.

Meint zumindest
Adson
 
Hallo Adson,

schön, daß sich mal wieder jemand um Objektivität bemüht und die Stellung der wirklich nicht schlechten Nikon/Minolta/Olympus 70-200€ Porros gegenüber den "Billigstgläsern" objektiv und statistisch "geraderückt".
Diese Gläser wrden hier im Forum immer etwas unterbewertet, da das Argument "lieber etwas länger sparen und was rechtes kaufen" natürlich gerade bei diesen Gläsern seine Berechtigung hat (und außerdem gibt es gebrauchte Zeiss Jena Deltrintems und Dekarems auch schon in dieser Preisgruppe). Auch ich finde, daß diese Gläser gegenüber dem Lidl/Bresser 10x50 (das ist bisher das einzige "Billigstglas" bis 50€, das ich akzeptabel finde und ich habe sicher schon durch 20 oder 30 geguckt) eine deutliche Verbesserung bedeuten. Außerdem kann man diese durchweg leichten Gläser (600-800g für 7x35 bis 10x50) noch recht gut immer dabei haben (vor allem 7x35 und 8x40), was für die schweren Klötze von Fujinon und Konsorten z.B. ein Problem darstellt. Außerdem bieten die Fujinon-Gläser nur Einzelokularfokussierung und sind damit kaum für allgemeine Naturbeobachtung geeignet.

Weshalb ich immer noch hier ab und zu über Billigstgläser mitschreibe, hat vor allem den Grund, daß z.B. Schüler und andere weniger gut betuchte Bevölkerungsgruppen als Einstiegsinstrument ein Bresser für 20€ sicher eher erwägen als ein Glas für 100-200€. Und während der Schulzeit hat man doch viel eher Zeit, damit den Sternenhimmel mal kennenzulernen als später - dauert nach meiner Erfahrung so 2-3 Jahre, bis man sich am Nordhimmel wirklich auskennt - und bis dahin ist eigentlich nur ein Fernglas, eine drehbare Sternkarte und ein gutes Buch erforderlich. Statt Teleskop kann man das Internet nutzen, z.B.
http://www.ne.jp/asahi/stellar/scenes/english/index.htm
bringt mehr als das beste Teleskop unter Stadthimmel.

Wie schon erwähnt, wird sicher kaum mehr als 50% es bei diesem einen Fernglas belassen und die meisten werden wohl als nächstes auf was deutlich besseres umsteigen. Deshalb kann man trotzdem nicht sagen, daß dieses Geld hinausgeworfen war - dem ersten Astrobuch werden ja hoffentlich viele weitere folgen und die drehbare Sternkarte braucht man nach 2-3 Jahren auch nicht mehr.

Falls jedoch jemand statt des Bresser 10x50 z.B. das Lidl-Zoomglas oder irgendein anderes Billigstglas gekauft hat, wird er es sicher bereits nach kurzer Zeit entweder gar nicht mehr benutzen (das Risiko gilt allerdings grundsätzlich für jedes Fernglas..)oder feststellen, daß es tatsächlich rausgeworfenes Geld war und braucht dann wirklich sofort was besseres. Und da er mit billig schlechte Erfahrung hat, neigt er dann eben zum entgegengesetzten Fehler und kauft was ganz teures - was evtl. aber auch wieder seine Anwendungsbereiche nicht voll abdecken kann. Ich zum Beispiel habe so etwa 4 Gläser z.Zt. ständig in Gebrauch: Pentax Papilio 8,5x21 (Tag); Canon 10x30IS (vorwiegend tags, aber auch ganz gut am Sternhimmel); Danubia 11x80 (für Ultrasupernächte) und Tento 20x60 (für normale Nächte, zum Suchen von Objekten usw. freihändig, für Mond und Nebel auf Stativ).

Gruß
 
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