Bresser 90/1250 Mak. vs Skywatcher 127/1500 Mak. Erfahrungsberichte gesucht

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Hallo zusammen. 👋

Ich bin auf der Suche nach jemanden der Erfahrungen mit einem 90mm und einem 127mm "Maksutov" Teleskop hat.

Ich denke darüber nach meinen 90mm zu verkaufen und einem 127mm zu kaufen.

Dier soll NUR visuell genutzt werden and Mond und Planeten !
Da ich viel mit meinem 90mm an Planeten beobachte, wenn ich unterwegs bin. wollte ich wissen ob es Sinn macht etwas größer zu gehen.

Ist es wirklich einen so großen Unterschied ? Sieht man da so viel mehr ?

Wie ist das mit dem seeing ? In meinem 6" f5 Newton (Teleskop daheim) sieht man das "Flimmern" auf dem Mond z.b. schon relativ deutlich, ist ja aber auch ein offenes System.

Und Kontrast ?
Im Newton ist ja leichter Wind schon "sehr störend" und Planeten sind auch sehr hell und bei leichten Wind schon "matschig".

Als Reisestativ nutze ich eine "Skywatcher AZ-3" Montierung. Zusammen mit dem 90mm Mak. Und würde die auch gerne bei behalten für den 127mm.

Ich würde mich freuen wenn es jemand gibt der Erfahrung damit hat.

!!! Ich bitte darum nur etwas zu schreiben, wenn man auch selbst die Erfahrung damit gemacht hat. !!!

Die Theoretischen "Verbesserungen kenne ich ja dazu schon"
 
Hi,

ich habe diverse Maksutov besessen, u.a. auch 90 und 127mm.

Sieht man so viel mehr?? Man sieht mehr, aber ob das so viel ist wie Du hoffst weiß ich nicht. Dein 6" Newton, sollte mehr können als ein 127 Mak.

Atmosphärisches Seeing - Nun, das offene System hat damit an sich gar nichts zu tun. Sehr wohl aber das Tubusseeing. Hier ist es anders als Du denkst. Der Newton schafft die Temperaturanpassung danke des offenen Systems, viel schneller, als ein geschlossener Mak. Der 127 braucht im Winter durchaus über eine Stunde bis höhere Vergrößerungen einsetzbar sind. Das ist kein Vergleich zum 90iger.

Kontrast hat nichts mit dem Wind zu tun, sondern mit der Dimension der Obstruktion, dem Justagezustand und der Güte aller beteiligten Flächen und Optiken. Matschige Ansichten entstehen zudem wenn Du Seeing hast - egal ob außen und/oder im Strahlengang des Teleskops.

Zu hell? Da gäbe es Graufilter in verschiedenen Varianten. Erster Ansatz ist m.E. immer die Vermeidung von Dunkeladaption und großer AP ist. Dann kann ich Mond locker auch mit 12" ohne Filter kucken, Planeten habe ich ohne Filter auch schon mit 30 Zoll problemlos beobachten können.

Montierung - die AZ 3 sehe ich mit dem großen Mak nicht so gut . Mit dem 6 Zöller eher gar nicht.
Hier würde ich zu einer Vixen Porta oder einem guten Fotostativ und einer Giro Montierung greifen, je nach Transportvorstellung.

Ersatz für den 90iger Mak:
Mit einem guten 80mm ED Apo f/7 mit 2" Auszug würde eine Vielseitigkeit gewonnen werden. Dazu sollten Kontrast, Abbildung und Seeinganfälligkeit geringer sein. In Summe geht etwas mehr am Planeten und Mond ob des Kontrastvorteils.
Ein 80/555 hat bei mir vor vielen Jahren eine ganze Sammlung an Kleingeräten obsolet gemacht.
Solls kompakter sein sind die 72mm f/6 eine Überlegung.
Solls mehr Öffnung und Variabilität sein, könnte ein 5" Newton f/5 in Frage kommen.

CS
 
Verstehe, allerdings ist der 6" Newton zu groß also "Handgepäck". Damit ist also der 90mm eig. Schon ideal ?
Mir geht es ja darum ein Möglichst "starkes" Reiseteleskop für Planeten zu haben. Was mit der AZ-3 zusammen passt. Um möglichst viele Details zu sehen in einer möglichst hohen Vergrößerung 😊.

Da ich keine Ahnung habe von Apo's könnte man denn damit visuell höher als 160x vergrößern? (Bei 80mm Öffnung) Und man behält dabei seine Bildqualität ?

Mit dem Mak. Geht ja bis 180x wenn alles passt.
 
Ah ok, also wie sonst auch. Hätte ja sein können das bei Apochromaten das etwas anders ist z.b. 2,5x oder so.😅

Und ein 80mm APO ist dann im Vergleich zu einem 90mm Mak. Deutlich besser ?
 
Ich habe selbst keinen Apo nur FHs.
Hatte mal den 127/1500-er MC. Kann da also nur im Vergleich FH und MC reden. Da kann ich aber sagen das das Bild schon im FH schöner war. Ist aber sicherlich recht individuell wie man das letztendlich empfindet.
Grundsätzlich würde ich jetzt mal frech behaupten, dass Du mit einem Apo besser bedient bist als mit einem MC.
127 x 2 = 254-fach, aber halt auch Obstruktion und die schon erwähnte Auskühlzeit. Taukappe aber auch nicht zu vergessen.
Der erwähnte 80/555-er halt 80 x 2 = 160. Aber ich denke mal ein klareres, kontrastreicheres Bild. Keine Auskühlzeit. Ich hab einen 120/600-er FH. Knuffiges Teil das immer noch irgendwo rein passt.

OK, beim 127/1500-er hockst schon fast auf dem Mond ;).

Ist halt auch eine Geldbeutelfrage. Auch wenn ich die Preise jetzt nicht im Kopf habe.
 
FH = Frauenhofer richtig ?

Muss ich also mal nach einem FH oder APO im Internet suchen 😊, wenn ich "mehr" will.

Aber ja, das ist ja das was mich so fasziniert 😁. Möglichst nah Ran und viel sehen
 
> Mir geht es ja darum ein Möglichst "starkes" Reiseteleskop für Planeten zu haben.

Ich meine, dann wirst du um einen kleinen ED bzw. APO nicht herumkommen. Der Schwachpunkt bleibt aber hier die wenig tragfähige AZ-3. Sowas hatte ich auch schon als Dreingabe für div. kleine Teleskope. Diese Montierung ist mir vor allem suspekt, weil sie schon bei relativ kleinen Teleskopgewichten stark kopflastig wird. Bei dieser Anordnung fehlt eigentlich ein Gegengewicht, besonders bei steileren Stellwinkeln (also eigentlich immer). Andere Einarm-Azimutalmontierungen lagern den Tubus im Schwerpunkt. Da ist die Tragkraft allein durch diese Konstruktion höher. Ich habe hier eine Vixen Porta-I und seit ein paar Tagen eine Skywatcher AZ-4. Die können beide "kurze" Teleskope bis 5" gut ab. Ich verwende ausschließlich FH bis 1000 mm Brennweite.

Vom Mak bin ich nicht so überzeugt, aber das liegt vor allem an der Art der Scharstellung über den Hauptspiegel. Besessen habe ich bisher zwei 90er und 127er Mak, sowie eine Russentonne 100/1000 mm. Die sind natürlich handlich bei hoher Brennweite, haben aber eine hohe Obstruktion und schlucken verhältnismäßig viel Licht. Ein 90/500er Mak, den ich mal hatte, ließ merklich (!) weniger Licht durch als ein parallel dazu aufgebauter FH 70/700 mm bei ähnlicher Vergrößerung.
Positiv in dem Zusammenhang ist die neue Mak-Serie von SvBony, die in diesen Wochen erscheint. Hier werden jetzt Verspiegelungen mit 99% Reflexion verbaut, die ein helleres Licht liefern sollen.

Wenn du an den Anblick in einem 90er Mak gewöhnt bist, dann ist der Aufstieg auf 127 mm Öffnung sicher zu bemerken. Dazu muß aber eine andere Montierung her, *** sonst kippt dir deine AZ-3 eines Nachts einfach um. Seeing ist vor allem umgebungsbedingt und manchmal hausgemacht mit den schon genannten Eigenheiten eines geschlossenen Teleskopsystems - das gilt übrigens auch für Refraktoren.

*** Merke: Was nutzt der dickste Hammer, wenn der Stiel wackelt? ;)

Über das Thema Taukappe und ggf. Objektiv-Heizung beim Mak können sich gern andere auslassen. Das sind auch so Sachen, die man irgendwann als Zubehör braucht.
 
Verstehe.

Ansich bin ich eig. Sehr zufrieden was Bild etc. Angeht. Mit dem Scharfstellen hatte ich bisher auch noch nie Probleme. Aber mir hat es halt nach etwas "mehr" verlangt. Und die AZ-3 wollte ich eig. Behalten, weil man da nichts an und abbauen bzw. ausrichten muss 😅, sondern einfach zusammen "klappen" und mitnehmen.

Also kurz gesagt, wenn ich "mehr" will bräuchte ich erst eine andere Montierung.
 
Hi
nun so ein kleiner Mak mach Spaß, meiner konnte auch 2x Öffnung, Jupitermonddurchgänge mit Schatten und Mondkugel vor dem Planeten etc.
Aber der Kontrast ist durch die Obstruktion gemindert, was Du beim Linsenfernrohr nicht hast.
Mein 80/555 ist nicht perfekt, aber sehr gut. Meist ist 2x Öffnung machbar, manchmal greife ich an Mond auch zum 2,5mm Okular, also 222fach.

Aber ACHTUNG: Mehr Details kommen dann nicht dazu! Details und deren Auflösung ist in erster Linie eine Frage der Öffnung.

Da ist im Normalfall die oft genannte Austrittspupille von 0,7mm der Vergrößerungsbereich, der alles zeigt was da ist. Seeing , Justagefehler etc mal außen vor. Das ist bei einem 80mm Teleskop 80/0,7 also 114fach oder 129 fach beim 90mm Teleskop. Darüber hinaus wird das Bild aufgeblasen, was so weit geht, das feinste Details wieder unter die Wahrnehmungsgrenze fallen und nicht mehr gesehen werden.
Das ist der Spagat den man in der Nacht macht, wobei dann Justage, Optikgüte, ex- und internes Seeing, Transparenz plus Auge als Faktoren dazu kommen, die sich auf das Ergebnis auswirken.

Wenn es also gezielt um Planeten geht, wird das eine Frage der Qualität und der Öffnung, die Ihrerseits aber mit Deinem Transport und Reisegedanken kollidiert. Denkt dies in Sachen Optik zu Ende führt das zum Reisedobson. In 6" f/5 - Optik hast Du ja schon - könnte das so wie mein erster RD aussehen: Deepsky Brothers . Das braucht aber handwerkliche Möglichkeiten.
Es gibt einige Beispiele im Netz von anderen Erbauern solcher Geräte. Gewerblich geht da leider nichts.

Die 0,7mm AP wären hier über 210 fach, am Mond geht noch etwas mehr. Die größere Lichtmenge wird Farbnuancen klarer machen und so normal mehr an Details bringen, so alles i.O. ist. Die Steigerung ist allerdings nicht exponentiell zu erwarten.
 
Wie ist das mit dem seeing ? In meinem 6" f5 Newton (Teleskop daheim) sieht man das "Flimmern" auf dem Mond z.b. schon relativ deutlich, ist ja aber auch ein offenes System.

Und Kontrast ?
Im Newton ist ja leichter Wind schon "sehr störend" und Planeten sind auch sehr hell und bei leichten Wind schon "matschig".
Das hört sich schwer nach Tubusseeing oder Dejustage an, evtl. auch beides?
Vermutlich ist der Newton auch noch im Originalzustand?

Der Stahlblech Tubus erzeugt von Natur aus Tubusseeing da die große Blech Oberfläche schneller aus kühlt als der Hauptspiegel.
Um das abzustellen kann man den Tubus mit ISO-Tapete isolieren.

Ein saugender Lüfter zieht das Tubusseeing heraus und kühlt auch schneller den Hauptspiegel runter.

Eine Taukappe verhindert das deine Atemluft in den Strahlengang gelangt.
Ist der Newton dann auch richtig justiert sollte 220x Vergrößerung kein Problem sein.
LG
 
Ja, der Newton ist noch original. ich habe den 150/750 Tischdobson von Bresser bin auch sehr zufrieden damit (außer der Sucher welcher eig. Müll ist 😅😂)

Ich nutze ihn eig. Nur noch ohne Sucher da die Vergrößerung noch so klein ist das ich damit auch so zurecht komme.

Mit dejustage wollte ich eig. Nichts zu tun haben. Und bisher ist das Bild auch immernoch unverändert gut.

Ich kann auch am Mond mit dem Newton höher als 220x vergrößern und habe noch ein gutes Bild. Mir ist halt nur der Unterschied aufgefallen bei z.b. 180x mit Newton bzw. Mak. Das beim Newton der Mond dieses "Hitzeflimmern hat"

Kann ich hier vids. Posten ?
 
> Das beim Newton der Mond dieses "Hitzeflimmern hat"

Tja, das kann entweder auf ein nicht temperiertes Teleskop hindeuten oder Seeing bei hoher Vergrößerung.
 
Wohl meistens beides 😂. Von Wohnzimmer auf Balkon. Und dann Stadtrand halt.
Hi,
Sehr sicher sogar. Balkon ist i.d.R. Beton, was Hitze speichert und abgibt. Das kann so nichts werden.
Schon wenige Meter weg vom Balkon, Haus, Terasse - am besten auf Rasen - und Du olltest deutlich weniger Seeing haben.
Gehst Du raus aus der Bebauung auf ne große Rasenfläche wird es nochmal besser.
CS
 
Ja , der "Tischdobson" ist auch eig. Nur auf dem Balkon, weil der halt so kompakt und easy zu handhaben ist 😊.

Für draußen habe ich ja nen 8" Newton.


Ein Spiegellüfter macht da echt so einen großen Unterschied?
 
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