Bresser Messier N-150

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

halvora4

Aktives Mitglied
Hallo an alle,

ich hätte gern mal eure Meinung zu diesem Teil:

http://www.astroshop.de/teleskope/bresser/messier/bresser-messier-n-150

Ich habe jemanden der das ganze mit viel Zubehör und Nachführmotoren usw. verkauft.
Hat jemand von euch das Teil und welche Erfahrung habt ihr damit (Justierung und so). Empfehlenswert oder Finger weg???

Bin absoluter Neuling, möchte PLaneten und in den nächsten Jahren auch ein bißchen Deep Sky gucken.

Gruß an alle
Ingmar

 
Hallo,

@ Daniel, erst mal vielen Dank für deinen Tip, hab den Thread schon gelesen, hatte nur gehofft das hier vielleicht noch mehr sind die dieses Teleskop haben und darüber berichten können.

Also wenn gar keiner dieses Teleskop hat lasse ich lieber die Finger davon ...

Gruß Ingmar
 
Bresser Messier N-150

Hallo Igmar,

Da du selbst schreibst, dass du ein Neulig bist, hast du dir dieses Gerät ausgesucht weil es gut aussieht, oder liegen dem konkrete Einschätzungen zu Grunde?

Es wäre für die Berätung von Vorteil wenn du dich kurz zu folgenden Punkten äußern könntest:

1. Was sind deine Vorlieben (Equipment bzw. Ausstattung)?
2: Wie viel Geld möchtest du ausgeben (muss keine Zahl sein)?
3. Was möchtest du bevorzugt beobachten (falls du schon Vorlieben hast)?
4. Wie schwer darf das Equipment sein?
5. Wie ist dein bevorzugter Beobachtungsstandort (stellare visuelle Grenzheligkeit, Hindernisse, Entfernung ect..)?
6. Wie mobil möchtest du sein?
7. Möchtest du in erster Instanz beobachten oder später in ferner Zukunft auch mal fotographieren?

Die Reihenfolge ist nicht nach Prioritäten gewichtet und es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit (weitere ausschlaggebende Faktoren ergeben sich in der Regel wenn genauers bekannt ist).

Diese Rahmenbedingungen sollten bekannt sein damit wir wissen was zu beachten ist.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Ingmar,

ich habe das Teleskop seit einem halben Jahr und bin sehr zufrieden damit. Es gibt häufig die Meinung, Deep-sky beginne erst bei 8" und dann wird meist ein Dobson empfohlen. Das stimmt aber nicht. Ich habe inzwischen mit meinem Teleskop sehr schöne DS-Beobachtungen machen können. Die Verarbeitung meines Geräts ist gut, die optische Qualität auch. Durch f/8 ist das Gerät wohl nicht so änfällig auf leichte Dejustage, aber es lässt sich auch mit wenigen Handgriffen einrichten (ich hab mir das einmal zeigen lassen...). Es besitzt auch einen 2"-Auszug, so dass man sehr langbrennweitige Okulare einsetzen kann: z.B. habe ich ein TS WA 42 mm als Uebersichtsokular.
Ich habe keine Nachführmotoren sondern mache das von Hand. Wenn das Gerät gut aufgestellt ist, dann klappt das mit einer Achse.
Wenn ich an meiner Montierung beide Achsenklemmen löse und wenn das Teleskop gut ausbalanciert ist, dann kann ich es fast wie einen Dobson schubsen...
Bevor Du eine solche Anschaffung machst, solltest Dir aber klar sein, ob Du nicht vielleicht lieber einen Dobson möchtest.
Wenn Du noch weitere Fragen hast, nur zu.
Gruss,
Rüdiger
 
Hi Rüdiger,

genau dies ist meine Meinung. Wenn schon ohne Motore, dann auch ohne Montierung. Das funktioniert dann mit der Rockerbox genauso gut. - Und man hat sich die Montierung gespart. Wenn`s dann wirklich mal Fotografie sein sollte, dann kann man einen Dob bis 8" immernoch auf eine parallaktische Montierung stellen, mit dem Vorteil, dann beides zu haben.
Und mit wieder etwas mehr Geld kann man dann auch in eine stärkere Monti investieren.

Gruß
Winfried
 
Hallo Daniel,

vielleicht stellt man hier im Forum einfach auch nur die falschen Fragen. Aber eins nach dem anderen.

Also erst mal zu deinen Fragen:

1. Es wäre schön ein Gerät zu haben das, hat man einmal ein Objekt im Visier, es hinterherläuft. Von allem anderen wie Brennweite, Vergrößerung oder anderen technischen Angaben hab ich nicht wirklich Ahnung. Es soll einen festen Standort bekommen der schon halbwegs eingerichtet ist.

2. Als Einsteiger so wenig wie möglich, was mach ich mit einer 1000€ Ausrüstung wenn mich das ganze nach kurzer Zeit langweilt? Das glaube ich zwar nicht aber wer weiß das schon...

3. Eigentlich Planeten aber in den nächsten Jahren wohl nicht so gut???????

4. Eigentlich egal, wenn es mich packt möchte ich mir im Garten auf lange Sicht eine kleine "Sternwarte" einrichten.

5. Stelleare visuelle Grenzhelligkeit (wovon redest du?) ?)

6. Muss ich nicht sein, wenn doch hab ich ein großes Auto.

7. Fotografie wäre natürlich schön, bei dem was ich bis jetzt gelesen habe aber eher ein finanzielles/technisches Problem


Die Frage ist jetzt, was kann das N-150 und was kann es nicht. Das es kein Spitzengerät ist ist mir klar und das ein Dobson 8" mehr Licht einfängt hab ich auch schon geschnallt. Aber bitte vergesst nicht das ich auch kein Profigerät erwarte.

Also wieviel Teleskop bekomme ich für das Geld.

Ja dann erst mal bis später und schon vielen Dank für die Antworten und die Mühe die ihr euch macht.

Gruß und einen Sternenreichen Abend
Ingmar



 
Hallo Ingmar,

ich nehme den Faden mal auf. Daniel hat Dir die richtigen Fragen gestellt und Du hast sie so beantwortet, daß man nun gezielt auf die Fragen/Antworten eingehen kann.

Ich möchte mal ganz hinten anfangen: Wieviel Teleskop für`s Geld:

"unten" angefangen: Das mitgelieferte Stativ sieht recht nett aus, dürfte aber, schon da aus Aluminium, nicht stabil genug sein und wird wohl schwingen. Hier würde man ein Hartholzstativ (Eschenbach) nehmen, das schon preislich nahe an des ganze Angebot kommt.
"darüber" sitzt eine Mon-2 Montierung, die für dieses Gerät bereits maßlos unterdimensioniert ist. Zudem müsste sie mit Motoren in Rektaszension (Ausgleich der Erddrehung) sowie ggf. in Deklination ausgerüstet werden, wozu man auch die Handsteuerbox sowie Akkupacks benötigt (Aufpreis).
"Oben" dann das Teleskop ansich. Das könnte visuell nicht schlecht sein, am Planeten sogar ggf. ser gut.

Alles in allem aber finde ich die ganze Sache, trotz verlockendem Preis, zu teuer, da man für den "Unterbau" sinnlos Geld zum Fenster hinaus wirft. Kommt mir im Vergleich vor, als würde man einen Porsche mit runderneuerten Reifen fahren. - Das mögen andere anders sehen. Aber vielleicht haben diejenigen solch ein Gerät und hatten noch nie eine Vixen GP-DX oder Synta EQ-6 Montierung bedient.

Generell würde ich nach wie vor zu einem Universaldobson tendieren, 8" bei f6. Den könntest Du ohne sehr großen Verlust bei Aufgabe des Hobbys (was keiner von uns hofft) weiterverkaufen.

- Oder später ausbauen, bis hin zur computergesteuerten GOTO-Montierung.
Und wenn Du, wie viele andere auch, die diesen Weg gegangen sind, dann Feuer und Flamme für dieses Hobby bist und Dich, wie ich auch, zu einer Gartensternwarte entschließt, dann würde die Mon-2 samt Stativ eh in die Mülltonne wandern. In meiner Warte steht eine 250 kg Staglsäule und darauf ein Meade LX-200 in 12". - Hatte ich mir vor 10 Jahren auch nicht träumen lassen!

Aber beobachten? - dazu nehme ich meist den 8" f6. Und wenn ich merke, die Nacht ist gut, dann steht sein 12" Zwillingsbruder eine Stunde spater auch draußen.

Einen 8" Dobson in einer Gartensternwarte parallaktisch zu montieren ist dann keine Kunst mehr. Aber zuvor hattest Du mit einem vernünftigen Gerät schon eine Menge Spaß und tiefe Einsichten ins Universum.

CS und viele Grüße
Winfried
 
Hi Ingmar,
einsteigen kann man grundsätzlich in der Leistungsklase natürlich. Ich kenne das Gerät nicht live.
Die Montierung könnte etwas zu schwach sein für das lange Gerät. Mit fehlt die Angabe zur Größe des OAZ.
Hat es nur 1,25" so wäre es stark auf Planeten ausgerichtet,
was es schon ob des Öffnungsverhältnisses ohnehin eher ist.
Sprich Deepsky wird Einschränkungen bringen.

Auch habe ich nicht gelesen ob es einen Parabolspiegel oder Kugelspiegel hat.

Gartensternwarte ist schön und gut, aber nicht immer sinnvoll. Es mag bequem sein, aber wenn dort die Bedingungen mäßig sind, bringt das beste Teleskop lange nicht das was es könnte.

Motorische Nachführung ist sicher komfortabel, aber es geht auch problemlos ohne. Diese Entscheidung kann man eigentlich nur treffen, wenn man es mal probiert hat.

CS
 
Hallo,

das Gerät hat einen 2" Okularauszug auf 1,25" "herunteradaptiert". Warum weiß ich auch nicht. Ein 2" Okularadapter soll man wohl von Bresser/Meade kostenlos nachgeliefert bekommen.

Ich glaube es ist ein Kugelspiegel.

Also ich muss noch darüber nachdenken. Ich kann mich nicht so richtig mit einem Dobson anfreunden, obwohl mir die Vorteile schon klar sind.

Ich werd mich mal noch ne Weile hier rumtreiben, mal sehen was dabei rauskommt.


Jedenfalls erstmal vielen Dank an alle

Gruß Ingmar


 
Hallo zusammen,

wie oben bereits geschrieben hat es einen 2"-Okularauszug. Den Adapter bekommt man von Meade kostenlos - so hat es Tassilo (Meade) hier schon einmal versprochen. Wie gesagt, ich habe es schon für Deep-Sky benutzt (mit den Planeten ist man ja auch schnell durch...). Im Vergleich konnte ich durch einen GSO Dobson 250/1200 schauen. Am gleichen Objekt (Ringnebel in der Leier) war ich richtig stolz auf mein Teleskop, so gut war das zu sehen und zu erkennen.
Das Stativ ist sehr schwer und sehr stabil (ich glaube, es sind Stahlrohre und kein Aluminium). Alle Verbindungen sind aus Guss, nur die Okularablage-Spinne ist aus Kunstoff - sie hat auch keine stabilisierende Funktion. Die Montierung trägt das Teleskop noch gut. Ich sage es einmal so: bei meinem bisherigen Beobachtungen war das Wackeln NIE ein Problem. Mir fällt es einfach gar nicht auf....
Das Teleskop hat einen Kugelspiegel mit Mittenmarkierung (sehr nützlich). Bei f/8 geht das aber offensichtlich ganz gut. Ich würd' die Röhre jedenfalls nicht mehr hergeben.
Die parallaktische Montierung erlaubt ja das Arbeiten mit Teilkreisen. Das ist aber nicht ganz so einfach - ich habe den Eindruck, das macht fast niemand. Aber als alter Artillerist möchte ich das schon noch versuchen.
Nochmal an Ingmar: versuch' mal mit einem Dobson zu beobachten. Ich konnt' es mir auch nicht richtig vorstellen. Das Nachführen ist nicht so schwer und bei DS sowieso nicht das Problem, da man da oft mit niedrigerer Vergrösserung und grossem Blickfeld arbeitet.
Wenn Du das N-150 aber haben möchtest: wenn es i. O. ist, dann machst Du sicher keinen Fehler, den Du Deinen Lebtag lange bereust, sondern dann hast Du bestimmt soviel Spass wie ich.
CS,
Rüdiger
 
Hi Ingmar,
gute Entscheidung. Die Auswahlt ist groß und der Markt auch.
Schau Dich weiter um und suche Kollegen zum mitgucken und probieren. Das hilft ungemein bei der Entscheidung.
2" wäre gut, aber Kugelspiegel auch bei 6" f/8 eher weniger.
Da wird ein guter Parabolspiegel mit identischen Daten mehr bringen/zeigen.
CS
 
Ich spreche am besten direkt mal Tungsten an:

Wie Du aus meinem anderen Beitrag weißt bin ich an dem Messier N150 interessiert. Auf der Meadeseite wird die Okularaufnahme mit 31,7mm angegeben. Ebenfalls die 3 mitgelieferten Plössls. Das sind doch 1,25" oda?
 
Hallo primax,

ja, es sind 1.25" Okulare dabei (31.7 mm sind 1.25"). Was aber seltsamerweise verschwiegen wird: der Okularauszug ist 2", der mittels Adapter auf 1.25" reduziert wird, das heisst man kann auch 2"-Okulare verwenden. Siehe mein Beitrag weiter oben! Ich habe zum Beispiel ein einfaches TS WA 42mm als Uebersichtsokular.
Gruss,
Rüdiger
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

es ist keim Problem den 2" Klemmadapter bei Meade zu bekommen, ich habe ihn auch (kostenlos) nachgeordert. Allerdings habe ich noch kein 2" Okular zum probieren gehabt. Ich werde wohl nicht mehr zum probieren kommen da ich ein LX 200 10" bekomme :D :biggrin:

Himmlische Grüße
Ingmar
 
Hallo Leute,

rein spekulativ und irgendwo mal aufgeschnappt:

Dem Teleskop fehlt in der vorliegenden Konfiguration etwas Ausleuchtung um 2" voll zu nutzen, daher legt man es zubehörseitig auf 1 1/4" aus.
Die Nutzung (gerade visuell) mit 2" Steck ist aber bis auf die geringfügig höheren Ausleuchtungsverluste völlig problemlos und sicher gewinnbringend.

CS
*entfernt*
 
Gut, dann werde ich bei Meade wenn ich die Bestellung auslöse vorher mal anfragen. Ich möchte mir das Rohr nämlich zu meinem 30. schenken. Und das ist noch dieses Jahr.

Tschöö
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben