Bresser Messier N-203

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GalaxyWatcher

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Hi Leute !!!

Ich habe vor, mir in der nächsten Zeit ein neues Teleskop zu kaufen. Es soll ein Spiegel-Teleskop sein.
Ausgeguckt habe ich mir das Bresser Messier N-203.

Kennt jemand hier dieses Gerät?
Kann mir jemand hilfereiche Tipps geben?

Viele Grüße
CS

Marcus
 
Hallo Marcus, willkommen im Forum!

Bei soeiner Frage wär es immer gut zu wissen, welchen Kenntnisstand Du hast, und welche Anforderungen Du an das GErät stellt (Planeten, Deepsky, transportabel etc.)

Bei Planetenbeobachtung ist die Stabilität der Montierung sehr wichtig, da das Zittern des Gerätes beim Nachführen/Fokussieren mit vergrößert wird. Je stabiler die Montierung, desto weniger muss man auf das Ausschwingen warten und dteso besser kann man fokussieren. Leider kenne ich die Montierung nicht.

Mit einer Brennweite von 900mm ist das Gerät noch recht kurz und passt gut auf die Pkw-Rückbank, für hohe Vergrößerungen am Planeten braucht man jedoch eine Barlow. Das bedeutet, ein optisches Element mehr in der Kette das fehler verursachen kann. Die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied...

Das N-203 hat ein Öffnungsverhältnis von f/4,4, was bedeutet, dass es aufgrund des Newton-Koma bei der Okularwahl recht anspruchsvoll ist. Bei den mitgelieferten Plössls ist zu erwarten, dass diese am Rand zunehmend unscharf werden, das kann stören. Zudem haben diese nur rd. 50° scheinbares GEsichtsfeld, das ist für Planeten ok, für Deepsky aber meist nicht zu gebrauchen. Erstrecht bei der Randunschärfe.

In der Preisklasse kann man auch ein Skywatcher/Synta 200/1000, f/5 auf EQ-5 bekommen, das wäre meiner Meinung nach eher zu empfehlen, wobei bei den Okularen weiterhin die Plössls nicht die erste Wahl sind (Besser: Speers Waler, Hyperion o.ä.).

Wenn Du eher auf DeepSky aus bist, kann ich Dir nur raten mal über ein Dobson nachzudenken. Die sind bei 200/1200 mit f/6 weniger Okularanspruchsvoll und zudem noch günstiger (Rd. 350-300 EUR). Oder Du kannst Dir fürs selbe Geld wie das Bresser ein 250/1250 Dobson leisten.

Gruß
Matthias
 
Hallo Marcus

Ein 8" Newton ist schon ein Nettes Gerät.
Wie das Bresser aber nun im Optischen Abschneidet kann ich aber aus Eigenen Erfahrungen nicht sagen.
Teleskope der unteren Preisklasse sind immer mit Vorsicht zu begegnen.
Da ist die Streuung der Optischen Güte doch Relativ hoch.
Würde jedenfalls vorher ein Umtausch Vereinbaren,falls das Teleskop nicht deinen Erwartungen Entspricht.

Grüße von
Manfred
 
Hi Marcus,

mein Namensvetter hat ja schon einiges zu dem Scope geschrieben. Was ich noch ergänzen bzw. unterstreichen möchte:

- Ganz wichtig: Treffe Dich mit Beobachtern aus Deiner Nähe. Dann kannst Du verschiedene Teleskope und Zubehör live ansehen und testen. Außerdem gibt's dort auch eine kostenlose "vor Ort-Beratung".

- Ein Öffnungsverhältnis von f/4.4 ist für einen Einsteiger nicht gerade das Gelbe vom Ei, es stellt sehr hohe Anforderungen an die Justage und benötigt gut korrigierte Okus, die entsprechend teuer sind. Normale Plössl oder einfache Weitwinkel sind damit deutlich überfordert. Weiterhin ist noch wichtig, was Du genau damit beobachten willst - f/4.4 ist klasse für DeepSky, aber nicht das optimale für Planeten (Kontrast).

- Wenn ich mir das N-203 mal genauer ansehe, scheinen die Fangspiegelstreben doch ziemlich dick zu sein. Vereinfacht ausgedrückt heiß das: zusätzliche Obstruktion und damit Kontrastminderung.

- Sollte Fotografie nicht im Vordergrund stehen, würde ich mir an Deiner Stelle mal die günstigen Dobson von Galaxy, GSO oder Skywatcher näher ansehen. Diese lassen sich auch später noch auf eine parallaktische Montierung schnallen. Unabhängig von der Marke die Du letztendlich kaufen wirst, lass Dir in jedem Fall schriftlich eine Mindestqualität über die optische Leistung zusichern (also mindestens beugungsbegrenzt = Strehl min. 0.8). So hast Du etwas in der Hand, wenn Du eine schrottige Optik bekommen solltest.
 
Hallo Mathias,

Ganz wichtig: Treffe Dich mit Beobachtern aus Deiner Nähe. Dann kannst Du verschiedene Teleskope und Zubehör live ansehen und testen. Außerdem gibt's dort auch eine kostenlose "vor Ort-Beratung".

100% Zustimmung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Wenn ich mir das N-203 mal genauer ansehe, scheinen die Fangspiegelstreben doch ziemlich dick zu sein. Vereinfacht ausgedrückt heiß das: zusätzliche Obstruktion und damit Kontrastminderung.

Habe mal eben nachgemessen:
Die Streben sind unter 1mm stark, das nenne ich nun wirklich nicht dick.

MfG,Karsten
 
Hi Karsten,

Habe mal eben nachgemessen:
Die Streben sind unter 1mm stark, das nenne ich nun wirklich nicht dick.

Nachmessen konnte ich nicht, habe nur mal eine Nahaufnahme gesehen und da sahen die Streben schon recht dick aus. Hat Bresser bzw. Meade da denn kürzlich Änderungen vorgenommen?
 
Hallo,

Wenn die Optik Des Bresser Newton OK ist,würde ich es einen Dobson immer Bevorzugen.
Gibt es auch eine Begründung dazu?

Ich habe da auch eine Meinung zu, begründe sie aber auch gleich wie es sich gehört <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. In jedem Fall würde ich einen Dobson der gleichen Öffnung (dann meist f/6) dem Bresser vorziehen, da
- beim Bresser die Montierung unterdimensioniert ist
- der Newton ein zu schnelles Öffnungsverhältnis (f/4.4) hat
- daher die Set-Okulare unbrauchbar sind, beim Dobs (f/6) schonmal brauchbare dabei sind
- ein f4.4 sehr schwer zu justieren ist für einen Ungeübten Teleskopbesitzer
- der Bresser einen noch schlechteren Wiederverkaufswert haben dürfte als ein Skywatcher oder GSO
- Dobsons schneller transportiert und aufgebaut sind
- das auf den Bildern keinesfalls 1mm Fangspiegelstreben sind

Bei letzterem wäre es interessant, ob hier wirklich nachgebessert wurde. Gerade das Öffnungsverhältnis und damit die Okularfrage sind meiner Meinung nach ein Killerargument gegen den Bresser. Ein (1!) Okular, das auch nur halbwegs für dieses Öffnungsverhältnis geeignet ist wird mehr kosten als das Teleskop samt Montierung. Das steht in keinem Verhältnis, schon gar nicht für Einsteiger oder Anfänger.

Als ich die Serie das erste Mal gesehen habe, habe ich ehrlich gesagt an den Seben Big Boss gedacht: ein Gerät, das toll für Anfänger ausschaut, aber für Anfänger ü-ber-haupt nicht geeignet ist - und das zu einem kleinen Preis, weil der Anfänger wird sich eh nicht über schlechte Optiken aufregen; wie sollte er es beurteilen? Aber da lasse ich mich vielleicht auch zu sehr vom schlechten Ruf der "Marke" Bresser beeinflussen?

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Michael,

ich habe dieses Teleskop hier stehen.
Die Streben SIND dünner als 1mm (etwa 0,9mm).

Ich habe selbst ja auch einen 200/1200er Dobson, allerdings ist es kein
original Taiwan oder gar China-Dobson, sondern ein ATM Dobson der lediglich
den guten Taiwanhauptspiegel und die Taiwanspiegelzelle weiternutzt.

Wer einen Dobson bevorzugt wird einen Dobson wählen.

Wer ein parallaktisch montiertes Teleskop bevorzugt wird ein parallaktisch
miontiertes Teleskop wählen.

Bedingt durch eine unvorhergesehene Operation konnte ich bislang nur einen
Teil der Beobachtungen durchführen und will noch kein abschließendes Urteil
zum Bresser Messsier M203 abgeben.

Aber deine Äußerungen zum Teleskop kann ich teilweise nicht nachvollziehen.

- beim Bresser die Montierung unterdimensioniert ist

Die Montierung ist der übliche GP Clone aus China. Visuell dür den 8"f/4,5
durchaus ausreichend, solange der Wind nicht stark bläst.
8"f/4 werden seit langer Zeit damit verbandelt, manche Händler packen auch
einen 8"f/5 drauf.

Während es früher teilweise lausige China-Alustative dazugab ist beim Bresser
ein recht steifes Stahlrohrstativ mit deutllich geringerer Wacklizität dabei.
- der Newton ein zu schnelles Öffnungsverhältnis (f/4.4) hat

Zu schnell? In welcher Beziehung? Da es ein Parabolspiegel ist ist gegen
einen 8"f4,5 nichts einzuwenden.
Es gibt sogar 8"f/4, die dann meist für Phots eingesetzt werden.
8"f/5 werden visuell und für Photo eingesetzt. Der Bresser liegt dazwischen.

- daher die Set-Okulare unbrauchbar sind, beim Dobs (f/6) schonmal brauchbare dabei sind

Das Set beinhaltet 3 "fully coated" Plössl Okulare, 10mm/15mm/25mm, jeweils
im Drehpack. Eine "fully coated" Barlow ist ebenfalls dabei.

Die Okulare sind einfach und am f/4,5 nur in der Mitte scharf. Hinter der
Barlow sind sie alle randscharf.

- ein f4.4 sehr schwer zu justieren ist für einen Ungeübten Teleskopbesitzer

Das ist ein Punkt. Gründliches Studium der beiligenden ausführlichen
deutschsprachigen Gebrauchsanweisung wird den begabten Einsteiger aber
dazu in die Lage versetzen.

- der Bresser einen noch schlechteren Wiederverkaufswert haben dürfte als ein Skywatcher oder GSO

Spekulation. Chinateleskope verlieren doch alle deutlich an Wert.
In Anbetracht der üppigen Ausstattung glaube ich nicht daß es beim
Bresser stärkeren Wertverfall als bei den anderen genannten gibt.

- das auf den Bildern keinesfalls 1mm Fangspiegelstreben sind

Mich interessiert weniger was auf Bildern ist (bei ICS gibt es noch ein
mehrere Jahre altes Bild welches den 8"f/6 Dobson mit den damaligen 3 dicken
Rundstreben zeigt!) sondern was am Teleskop verbaut ist:
Die Streben sind dünner als 1mm.

Ein (1!) Okular, das auch nur halbwegs für dieses Öffnungsverhältnis geeignet ist wird mehr kosten als das Teleskop samt Montierung.

Das Teleskop kostet wenn ich mich recht erinnere um die 500 Euro komplett.

Alle Nagler T6 (ca 330.-) fuktionieren bestens bei f/4,5, ebenfalls die
alten Serie 4000 Meade UWA. Die 1,25" Vixen LVW ebenfalls.

Mit Abstrichen auch die Hyperions, zumindest die kürzeren. Ebenfalls die
kürzeren Speers Waler von 14mm und darunter.

Auch ein 13mm Televue Plössl welches ich besitze geht noch.

Als ich die Serie das erste Mal gesehen habe, habe ich ehrlich gesagt an den Seben Big Boss gedacht:

Den Vergleich kannn ich absolut nicht nachvollziehen. Das Messier203 ist ein
zwar schneller aber ansonsten brauchbarer Newton mit einer üppigen Ausstattung.
Insbesondere das beleuchtete Sucherfernrohr, die stabilen Rohrschellen,
der massive Metall-Teleskopdeckel, die ausführliche Anleitung und beiliegende
Verlängerungshülse um das Teleskop sowohl photographisch als auch visuell
nutzen zu können möchte ich da mal erwähnen.

Einen f/4,5 würde ich aber auch nur dem Anfänger empfehlen, der bereit ist
sich mit der Justage zu beschäftigen. Prinzipiell gilt das aber auch für
einen f/6 Newton, der auch nicht auf Dauer ohne Justage auskommt.

Wer nichts mit Justage am Hut haben will sollte sich lieber nach einem
qualitativ hochwertigen Refraktor umsehen.

MfG, Karsten
 
Hallo Michael

Ich würde deshalb ein Newton Bevorzugen weil es nämlich eine Montierung hat,und für die Visuelle Beobachtung sollte diese Ausreichen.
Es ist nun doch ein Unterschied ob man ein Teleskop fein Nachführen kann oder dieses Hin und Her geschubse mit einem Dobsen.
Gerade bei höheren Vergrößerungen wird das eine Nervige Angelegenheit.
Nein Nein ich kann mich Einfach nicht mit Dobson Teleskope Anfreunden.
Ein gleich großes Dobson sollte bei der Wahrnehmung immer das Nachsehen haben.
Auch wenn man es nicht war haben will,aber Entspanntes Sehen bringt immer ein Deutlichen Vorteil,erst Recht wenn es auch noch eine Elektronische Nachführung hat.
Recht hast du das das Newton Peinlich genau Justiert werden muss und das ein Anfänger am Anfang damit noch etwas schwierigkeiten haben wird.
Trotzdem hat es einige Vorteile,wie zbs. bedingte Tauglichkeit in der Astrophotographie was mit einem Dobson wohl schlecht möglich ist.
Ist eben alles Geschmacksache für welchen Teleskoptyp man sich Entscheidet,oder für welchen Zweck man es Einsetzen will.
Außerdem halte ich das gerede mit der großen Abschattung,oder im diesen Fall der zu großen Streben für Reichlich Übertrieben.
Ein gut Kollimiertes Teleskop bringt schöne Bilder,die Optik muss Natürlich in Ordnung sein.
Habe hier schon Mehrfach im Forum gelesen das sie mit billigen 8" Optiken am Jupiter nicht mehr als eine helle Scheibe zu sehen bekamen,das ist nicht mehr Akzeptierbar und ein sofortiger Grund es Umzutauschen.

Viele Grüße
Manfred
 
Hallo Karsten,

Danke erstmal für Deine Einschätzung. Das mit den Fangspiegelstreben war ja unter Vorbehalt, wie ich geschrieben habe wäre es interessant, ob (bzw. wann) hier etwas geändert wurde, man könnte ja noch eines bekommen, wie es Meade auf seiner Seite präsentiert: N203

Wer einen Dobson bevorzugt wird einen Dobson wählen.
Ich nutze beides und habe keine Präferenz. Ein Dobson eignet sich meiner Meinung nach für einen Anfänger besser, da er mit so einer Montierung, wie sie unter dem N-203 sitzt, ziemlich gefrustet werden kann. Da muß ich natürlich auf Deine Aussagen vertrauen, ich kenne diese Montierungen nur als Fokussier-Wackeldackel.

- der Newton ein zu schnelles Öffnungsverhältnis (f/4.4) hat
Zu schnell? In welcher Beziehung? Da es ein Parabolspiegel ist ist gegen
einen 8"f4,5 nichts einzuwenden.
Wie ich schrieb: für die mitgelieferten Plössl und für Einsteiger-Justage. Zudem das Problem, in dieser Preisklasse einen vernünftigen schnellen Spiegel herzustellen. Klar, was der Anfänger nicht weiß (daß er evtl. keinen besonders tollen Spiegel hat), das macht ihn nicht heiß ...

Das Set beinhaltet 3 "fully coated" Plössl Okulare, 10mm/15mm/25mm, jeweils
im Drehpack. Eine "fully coated" Barlow ist ebenfalls dabei.
Keines der Okulare ist - wie Du richtig anmerkst - randscharf. Teils nicht annähernd möchte ich hinzufügen. Ständig die Barlow drinstecken zu haben halte ich für einfach keine gute Idee, ich möchte es sogar als Unsinn bezeichnen, will das aber nicht als Angriff gewertet wissen.

Ein (1!) Okular, das auch nur halbwegs für dieses Öffnungsverhältnis geeignet ist wird mehr kosten als das Teleskop samt Montierung.

Das Teleskop kostet wenn ich mich recht erinnere um die 500 Euro komplett.

Alle Nagler T6 (ca 330.-) fuktionieren bestens bei f/4,5, ebenfalls die
alten Serie 4000 Meade UWA. Die 1,25" Vixen LVW ebenfalls.
Dazu solltest Du aber erwähnen, daß es die Nagler T6 für 330 Euro nur in Brennweiten <=13mm gibt. Kritisch sind aber Okulare mit größeren Brennweiten.
Mit einem 13mm hat man eine AP von 3mm, genauso wie beim mitgelieferte 25mm Plössl mit Barlow. Da dies die langbrennweitigste Kombination im Set ist, die befriedigt (wie Du anmerkst, ich aber bezweifle), benötigt man ja Okulare mit mehr Brennweite. Ein gutes Okulare in der Gegend von 25mm fände ich auch bei f/4.4 keine schlechte Idee. Nun denn: 26mm T5 -> 700 Euro. Pentax XW 30 -> 550 Euro. Hyperions machen in den Brennweiten bei dem Öffnungsverhältnis schlapp.

Und selbst wenn wir über T6 reden: Einsteiger, die für 500 Euro ein gutes Komplett-Teleskop kaufen wollen, werden nicht noch 650 Euro für zwei T6 ausgeben wollen, oder? Wahrscheinlich noch nichtmal 250 Euro für 2 Hyperions. Und dann hat er immer noch kein Okular für > 3mm AP.

Wer gute Okulare in diesen langen Brennweiten hat, so wie Du, der kann natürlich getrost zugreifen, er wird die Set-Okulare sowieso nicht benutzen.

Das mag pingelig klingen, ich will es dennoch betonen: mit den mitgelieferten Okularen kommt (ohne es an diesem speziellen Gerät getestet zu haben, rein aus dem Wissen heraus, wie Plössl bei diesen Öffnungsverhältnissen abbilden) keinerlei Spaß auf. Im 25mm werden sich alle Sterne außerhalb der Mitte zu wunderschönen lichtstarken Galaxien in Kantenlage verformen.

Einen f/4,5 würde ich aber auch nur dem Anfänger empfehlen, der bereit ist
sich mit der Justage zu beschäftigen. Prinzipiell gilt das aber auch für
einen f/6 Newton, der auch nicht auf Dauer ohne Justage auskommt.
Nur, daß da eine kleine Welt dazwischen liegt, die Justage am f/4,4 muß wesentlich penibler vorgenommen werden, schon an meinem f/5 bringt eine Justage am Stern nochmal was ggü. einer Barlowed Laser-Justage, und die ist ja so schlecht nicht. Also ich habe schon ein wenig gebraucht bis das mit der Justage am Stern funktioniert hat - und ich weiß von meinem f/8, wie Sterne auszusehen haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />. Jemand, der als erstes ein f/4,4 hat weiß es nicht und wird es auch nicht erfahren. Natürlich könnte man jetzt sagen: nicht so schlimm, er wirds eh nicht bemerken, daß sein Teleskop Dauer-Dejustiert ist. Wieder: was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß?

Noch ein paar Anmerkungen zu Manfreds Posting:
Es ist nun doch ein Unterschied ob man ein Teleskop fein Nachführen kann oder dieses Hin und Her geschubse mit einem Dobsen.
Gerade bei höheren Vergrößerungen wird das eine Nervige Angelegenheit.
Wie ich schon geschrieben habe: ich kenne diese Montierungen nur als Wackeldackel; vielleicht kann ja Karsten nach einer genaueren Begutachtung mal berichten, wie viele Sekunden nach dem Fokussieren in die Lande ziehen ohne beobachten zu können und wie sich der Fokussiervorgang damit im Hochvergrößerungsbereich gestaltet. Beim Dobson redet man zwar gerne von Schubsen, aber es gibt kein Hin- und Hergeschubse. Man muß schon extremer Grobmotoriker sein um mit einem gut laufenden Dobson nicht zurecht zu kommen - jedenfalls bis zu der für 8" sinnvollen Vergrößerung. Es ist ja nicht so, daß man bei 300fach alle 5 Sekunden nachschubsen müsste ...

Ich kenne durchaus die Vorzüge einer Nachführung, aber so schlimm wie Du es darstellst ist es beim Dobson einfach nicht. Die angesprochene Langzeitfotografie wird auch bei diesem Newton nicht möglich sein, dafür reicht die Montierung nicht aus. Das fällt also genauso wie beim Dobson weg.

Außerdem halte ich das gerede mit der großen Abschattung,oder im diesen Fall der zu großen Streben für Reichlich Übertrieben.
Nun, neben dem Problem, einen vernünftigen Spiegel in f/4,5 und schneller herzustellen (und ob Bresser das hinbekommt?) hat so ein schnelles Gerät auch schon einen ordentlichen Fangspiegel. Das mit den Fangspiegelstreben hat sich ja geklärt.

Wenn es so einfach wäre, einen guten schnellen Newton herzustellen und wenn jeder mit derartigen (teuren) Okularen ausgestattet wäre, warum um Himmels Willen werden dann überhaupt noch langsamere Geräte als f/4,5 hergestellt? Macht doch keinen Sinn, für einen f/8 braucht man doch nur eine Mords-Montierung und viel Platz. So einfach, wie das dargestellt wird ist es eben nicht! Ich bleibe bei meiner Meinung: das Gerät ist Anfänger-Untauglich. Komplettset hin oder her.

Viele Grüße,
Michael

[Edit:] 'tschuldigung, Marcus, daß das hier ein bisschen ausgeartet ist ... sowas passiert immer wieder mal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />. Meiner Meinung nach kannst Du Dich gut an Mathias' (jaramillo) erstem Posting orientieren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Manfred,

Es ist nun doch ein Unterschied ob man ein Teleskop fein Nachführen kann oder dieses Hin und Her geschubse mit einem Dobsen. Gerade bei höheren Vergrößerungen wird das eine Nervige Angelegenheit.

so schlimm, wie Du es hier versuchst zu beschreiben, ist es nun wirklich nicht. OK, wenn jemand am Dobson mit Orthos, Kellner, Plössl oder sonstigen einfachen Okularkonstruktionen beobachtet, mag das in der Form richtig sein. Aber mit vernünftigen Weitwinkel- oder Ultraweitwinkel-Okus ist auch am Dobson entspanntes Beobachten bei hoher Vergrößerung möglich. Es hängt natürlich auch stark vom "Tuning-Zustand" der Rockerbox ab. Einen unveränderten China-Dob würde ich auch nicht als beobachtungsfreundlich bei hohen Vergrößerungen bezeichnen.

Auch wenn man es nicht war haben will,aber Entspanntes Sehen bringt immer ein Deutlichen Vorteil,erst Recht wenn es auch noch eine Elektronische Nachführung hat.

Das ist selbst bei einem Dobson kein Problem. Wer mag, kann sich eine EQ-Plattform zulegen, oder mit etwas handwerklichem Geschick eine Nachführ-Plattform zu einem günstigen Preis selbst bauen.
 
Hallo Mathias

Da hast du wohl Recht,das man mit Ultraweitwinkel Okulare eine Menge gut machen kann,aber wer hat schon solche Teuren Okulare für sein Dobson?
Da Kostet ein Okular mehr als ein 8" Dobson.
Habe selber diese Weit und Ultraweitwinkel Okulare,und da kommt schnell eine Beträchtliche Summe zusammen.


Gruß und CS
Manfred
 
Hallo Manfred,

so teuer sind die Okulare nicht. Beim Dobson werden die wegen "Herauslaufen des Objekts der Begierde" ja nur bei kurzen Brennweiten benötigt. Diese Okulare sind recht günstig zu erstehen, z.B. reicht das 68° scheinbares Gesichtsfeld der Hyperion-Okulare locker für entspannte Beobachtung bei Maximalvergrößerungen eines Standard-8"-Dobson. Man kann natürlich auch T6 nehmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Wirklich teuer sind nur randscharfe Weitwinkelokulare im oberen Brennweitenbereich. Bei diesen Brennweiten läuft das Bild aber so langsam aus dem Feld, daß man sie nicht wegen der fehlenden Nachführung beim Dobson kaufen muß.

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Michi,

Ein Dobson eignet sich meiner Meinung nach für einen Anfänger besser, da er mit so einer Montierung, wie sie unter dem N-203 sitzt, ziemlich gefrustet werden kann. Da muß ich natürlich auf Deine Aussagen vertrauen, ich kenne diese Montierungen nur als Fokussier-Wackeldackel.

ich hatte keine Stoppuhr dabei, aber das kann ich ja bei Gelegenheit nachholen.

Die Montierung des Bresser Messier 203

www.meade.de/index.php?id=74&act=pdis&actid=4703900

unterscheidet sich meiner Ansicht nach nicht von der Montierung wie sie auch
von anderen Händlern und Herstellern mit 8" Newtons eingesetzt wird, hier
beispielsweise mit einem 8"f/5 GSO Newton:

www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Komplettgeraete/gsovorschau.htm#2001000

Selbstverständlich würde ich auch eine GP-DX oder Losmandy G8 oder G11 vorziehen.

Das sprengt dann aber das Budget der meisten Einsteiger.

Wie schon gesagt:
Ob Newton parallaktisch oder Dobson muß jeder für sich selbst entscheiden.
Ich neige als nichtfotographierender mobiler Stadtlichtflüchtling auch dem
Dobson zu.
Viele Wollen aber parallaktisch, und da sehe ich den Bresser 203 als nicht
schlechter montiert als viele andere 8" f/4 bis 8"f/5 Newtons.

Okularfrage:
Wie schon geschrieben, mein 13mm Televue Plössl funktioniert recht ordentlich.
Vixen LVW 1,25" Okulare ebenfalls, die Chinanachbauten Hyperion und Stratus
mit gewissen Abstrichen auch noch.

8"f/6 ist Okularunkritischer, keine Frage, ich habe schließlich selbst so
einen 8"f/6. Den aber parallaktisch zu montieren erfordert dann schon mehr
als einen GP Clone. Selbst eine HEQ-5 ist schon so eine Sache...

Ein 8"f/8 Newtonist wieder Okularunkritischer und die Justageproblematik
ist noch geringer. Der passt dann aber nicht mehr quer auf die Rückbank.
Und will schon eine EQ6 unter sich sehen.

Jedes Teleskop ist ein Kompromiß aus sich widerstreitenden Anforderungen.
Der Meade ist kompakt gehalten um von einem GP-Clone getragen zu werden.
Das geht zu lasten anderer Parameter. Okularkritischer, die Justageanforderung
ist auch höher.
Dafür funktioniert f/4,5 vorraussichtlich mit einem üblichen Komakorrektor.

Wenn es so einfach wäre, einen guten schnellen Newton herzustellen und wenn jeder mit derartigen (teuren) Okularen ausgestattet wäre, warum um Himmels Willen werden dann überhaupt noch langsamere Geräte als f/4,5 hergestellt?

Kürzlich wurde hier doch ein Zxgogramm eines 8"f/4,5 mit Strehl 0.98 eingestellt.
Wenns stimmt ist der deutlich besser als mein eigener 8"f/6 mit etwa 0,91 Strehl.
Es geht also, aber es wird mit größerer f/ratio sicher nicht leichter.

Macht doch keinen Sinn, für einen f/8 braucht man doch nur eine Mords-Montierung und viel Platz.

Der hat 1600mm Brennweite, der Meade f/4,5 hat 900mm Brennweite.
Die beiden Newtons sind für sehr unterschiedliche Einsatzbereiche gemacht.

Wer mehr auf Planeten aus ist wird eher den 8"f/8 oder zumindest 9"f/6 wählen.
Wer an Richfield interessiert ist und/oder das auch photographieren will wird eher an einem 8"f/4 oder 8"f/4,5 denken. 8"f/5 liegt da eben zwischen.

Neben den formalen Unterschieden wie der f/ratio bestimmt dann auch die
jeweilige Qualität der Optik (Haupt- und Fangspiegel!) ob das Teleskop
dann wirklich die erwartet gute Kontrastübertragung hat, oder eben nicht.


Ich wollte eigentlich gar nichts zu diesem Teleskop schreiben, da ich es derzeit im Rahmen eines umfassenderen Produktvergleiches hier habe und
dieser noch nicht abgeschlossen ist.
Wegen der Fehlinformation bezüglich einiger Fakten (Fangspiegelstreben,
Montierung) habe ich mich nun leider doch hinreißen lassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

CS, Karsten
 
Hallo Karsten,

mir geht es nicht anders, ich wollte mich auch nicht dazu hinreissen lassen, meine Meinung zu dem Set so breitzutreten, aber ich befürchte, Du verstehst nicht, worauf ich hinaus will.

Ein 8"f/4.4 ist ein Gerät, daß - ohne es zu kennen, rein von den technischen Daten - hauptsächlich für
- Astrofotografie
- Großfeldbeobachtung
ausgelegt ist, und Schwächen zeigt bei
- hohen Vergrößerungen
- insbesondere Planetenbeobachtung.

Ich hoffe, wir sind da einer Meinung. Das mit dem 0,98 Stehl Zygo hast Du ja hoffentlich nicht ernst gemeint. Wenn das bei einem Bresser keinem Lottogewinn entspricht, so falle ich vom Glauben ab <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />.

Vom Spezialgebiet eines solchen Newtons ausgehend müssten also gute langbrennweitige Okulare beigelegt sein, wenn möglich noch mit großem scheinbarem Gesichtsfeld. Da diese zu teuer sind für ein Set, muß sich der Benutzer also welche nachkaufen. Ich gehe davon aus, daß jemand, der sich ein Bresser Messier kauft, soetwas noch nicht im Okularkoffer hat.

Es ist meiner Meinung nach falsch, auf
- T6 hinzuweisen (zu kurzbrennweitig)
- LVW oder TeleVue Plössl hinzuweisen (zu kleines Feld für Großfeldbeobachtungen)
- Astrofotografie hinzuweisen (andere Montierung nötig)

Also, was bleibt? Visuelle Beobachtung von KS, große PN, Mond. Nicht das, was man unter einem Allrounder versteht.

Damit Du mich nicht falsch verstehst: ich will das Teleskop nicht schlechter machen als es ist; ich verstehe nur den Sinn hinter so einem Paket nicht ganz und stelle es als anfängertauglich in Frage. Es gibt wirklich schon genug Einstiegspakete, die zum Ausstieg verleiten. Daher auch meine (sicherlich übertriebene) Assoziation mit dem Seben Big Boss.

Wenn Du einen Testbericht dazu schreibst, dann bin ich gespannt darauf. Verkehrt fände ich es aber nicht, zu recherchieren, wie es zu den unterschiedlichen Fangspiegelstreben auf Produktabbildungen und deinem Exemplar kommt.

Viele Grüße,
Michael
P.S.: ich dachte immer, eine H-EQ5 ist ein GP-Clone ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Michi,

Ein 8"f/4.4 ist ein Gerät, daß - ohne es zu kennen, rein von den technischen Daten - hauptsächlich für
- Astrofotografie
- Großfeldbeobachtung
ausgelegt ist, und Schwächen zeigt bei
- hohen Vergrößerungen
- insbesondere Planetenbeobachtung.

tendenziell bin ich deiner Ansicht. Was Planetenbeobachtung betrifft so kommt
es da auf die Güte der vorgefundenen Optik, die Justagegenauigkeit, Temperaturanpassung, und vor allem auf das Seeing an.

8"f4,5 ist sicher kein Spezialist für Planeten, aber wenn alles passt kann
man auch damit gute Beobachtungen machen. Ja, das geht sogar mit 8"f/4,
wobei es natürlich nicht sinnvoll ist ein Teleskop für den Einsatzzweck
"Planetenbeobachtung" derart "schnell" auszulegen.

Das mit dem 0,98 Stehl Zygo hast Du ja hoffentlich nicht ernst gemeint.

Doch, da gab es doch ein Zygogramm eines 8"f/4,5 Orion-UK Spiegels...
Wenn das Zygogramm reell ist, dann IST es möglich auch schnelle Spiegel
extrem gut zu machen.

Vom Spezialgebiet eines solchen Newtons ausgehend müssten also gute langbrennweitige Okulare beigelegt sein, wenn möglich noch mit großem scheinbarem Gesichtsfeld.

Richtig. Aber das Gesamtpaket soll ja noch erschwinglich sein, deshalb wird
der Käufer an der Stelle selbst nachrüsten müssen.

Es ist meiner Meinung nach falsch, auf
- T6 hinzuweisen (zu kurzbrennweitig)

Du hattest behauptet daß ein geeignetes Okular teurer als das Teleskop sei.
Ich nannnte daraufhin etliche, die weniger als die 529 für das Teleskop kosten.

- LVW oder TeleVue Plössl hinzuweisen (zu kleines Feld für Großfeldbeobachtungen)

LVW ist mit 65° SG und Tauglichkeit für f/4,5 erstklassig geeignet für das
Teleskop. Das 22mm ermöglicht bei 41x und 4,9mm AP etwas über 1,5°.

Wenn es billiger sein muß und gewisse Abstriche (siehe dazu den Vergleich

bei Sven Wienstein) dann gehen Hyperion und Stratus Okulare auch, vor allem
die kurzbrennweitigen so ab 13mm.

Die Okulare habe ich genannt weil du meintest ein geeignetes Okular
sei teurer als das ganze Teleskop. Das stimmt eben nicht.

Also, was bleibt? Visuelle Beobachtung von KS, große PN, Mond. Nicht das, was man unter einem Allrounder versteht.

Bei 8" sehe ich den f/6 als "perfekten Allrounder". Damit geht praktisch alles.
Aber im Serientrimm sind Planeten auch nicht der Brüller, da muß der Tubus
mit Velours ausgekleidet werden, evtl die Fangspiegelfassung überarbeitet
werden und die Frage der Thermik des Teleskopes geklärt werden, erst dann
bringt der 8"f/6 auch Planeten erstklassig.

UND:
Den schnallst du nicht auf einen GP-Clone. Visuell ist die HEQ5 das minimum.
Für Photo die EQ6, aber die auch nicht im Serientrimm, sondern intensivst
überarbeitet. Diese Kombi kostet dann minimum 1500.- muntere Steine.

Besser die G11 als Grundlage, aber da hört der Spaß dann auf erschwinglich

Mal eben raustragen ist dann auch nicht mehr. Und das Gerödel im Auto
transportieren, aufbauen, später abbauen, heimfahren, reintragen...


Meine These ist:
Teleskope sind IMMER Kompromisse! Aus der Vielzahl der Parameter kannst du
einige versuchen zu optimieren, das geht dann wieder zu Lasten anderer Bereiche.

Also muß sich jeder Sternfreund fragen welche Kombi SEINEN persönlichen
Vorstellungen (incl Preis, Gewicht, Größe, Transportabilität, etc)
möglichst nahe kommt.

Für MICH ist das in MEINER derzeitigen Situation ein 8"f/6 ATM Dobson,
genannt "Silberdobby".

Es gibt wirklich schon genug Einstiegspakete, die zum Ausstieg verleiten.

Da ist sicher was dran.

ich will das Teleskop nicht schlechter machen als es ist;

Und ich will es auch nicht besser machen als es ist. Aber der Vergleich mit
dem BigBoss ist aus meiner Sicht völlig verfehlt, deshalb war ich hier eingestiegen.

Den Bericht schreibe ich ja auch nicht alleine, das Teleskop werden sich
noch zwei Stenfreunde vornehmen, danach erst wird es einen Bericht geben.
Derzeit ist das Teleskop bei mir, deshalb konnte ich die Streben nachmessen.

Verkehrt fände ich es aber nicht, zu recherchieren, wie es zu den unterschiedlichen Fangspiegelstreben auf Produktabbildungen und deinem Exemplar kommt.

Ich fahr mal zu Meade, geh ins Lager und reiß ein paar Kisten auf um nachzusehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Nein, was weis ich warum Meade ein Bild mit runden Streben veröffentlicht
obwohl flache drin sind?
Die runden Streben könnte es vielleicht in der Vorserie gegeben haben?!

MfG,Karsten
 
Hallo Michael,

ich will einfach mal exemplarisch aufführen wie und warum das System so zusammengestellt wurde. Das ist vieleicht mal interessant für die Forenmitglieder da hinter die Kulissen zu gucken:
Was wollen wir:
Ein Einsteigergerät mit möglichst universellem Einsatzgebiet im Bereich 500-600Euro. Die Preisgrenze bekommt man über Kundenbefragungen oder über Diskussionen z.B. in Foren.
Was soll es tun: Es soll gegenüber einem guten bewährten Einsteigergerät einen Mehrnutzen für den Kunden bringen. Als Referenz nehmen wir einmal einen solide montierten 114/900. Mit diesem Gerät haben Generationen angefangen, die Preislage ist ähnlich oder etwas höher und die Stabilität, z.B. auf der alten New Polaris ist bekannt und wird so in Foren nicht bemeckert.
Damit der Kunde mehr davon hat muß mehr Öffnung her: mindestens 150mm, 250mm wären ideal für Deep-Sky.
Wie müssen wir ein 150mmm+x Gerät montieren, damit die Stabilität so ist wie wir uns das vorstellen?
z.B. auf der Mon-2. Damit die in der Stabilität nicht abfällt, muß ein entsprechendes Stativ her.
Damit haben wir schon mehr als die Hälfte des Geldes ausgegeben.
Was bekommen wir auf diese Montierung stabil montiert, und bieten möglichst viel Licht: 8"
Brennweite: ab f/5 wirds wackelig, also f/4 oder f/4.5. Je kurzbrennweitiger desto teurer die Herstellung bei gleicher Qualität: also f/4.5 oder ähnlich.
Jetzt Zubehör: da haben wir keine Wahl: in diesem Kostenrahmen sind maximal Plössl möglich.

Was kommt raus: Ein Gerät, das schon richtig Deep-Sky zeigt, da sind die M-Objekte schon keine stukturlosen Wölkchen mehr, so wie beim 114er.
Mond: sehr hübsch, für den Kunden (Einsteiger!) warscheinlich genial
Planeten: Im Vergleich zum 114er kriegen die Wolkenbänder auf Jupiter Struktur, der Einsteiger sieht mit dem 200er Spiegel so viel wie der geübte Beobachter im 114er.

Unter dem Strich also ein Mehr an Leistung für den Kunden pro Euro.
Der fortgeschrittene Amateur wird sich (wie fast jeder von uns) spezialisieren, und sich dann das Teleskop kaufen, das für seine Zwecke am besten ist. Der Anfänger hat aber ein Gerät, das ihm etliche Jahre Spaß machen wird, und mit dem er wachsen kann.
Das ist so die Enstehung des Paketes in Kurzform. So etwas ist immer stark vom individuellen Geschmack dessen abhängig, der die Zusammenstellung macht. Der 250mm war mir auf der Montierung zu wackelig, eine größere Montierung ist ein Preissprung um ein Vielfaches, und für den Einsteiger nicht drin.(Was ich bedaure, ab 250mm sieht ein Anfänger in den M-Galaxien Strukturen bei durchschnittlichem Himmel, das macht dann noch einmal mehr Spaß)
Natürlich müssen wir in dieser Klasse Kompromisse machen. Aber Deine Einwände sind nur zum Teil stichhaltig:
Der Einsteiger wird den Unterschied zwischen den Obstruktionen nicht bemerken.
F/4 wäre noch schwieriger zu kollimieren, längere Brennweite scheidet aus Stabilitätsgründen aus.
Astrofotografie ist sehr wohl möglich. Dafür ist die Zusammenstellung stabil genug, da bekommt man auch noch irgendwo ein leichtes Leitrohr mit befestigt.
In der Bildmitte werden die Plössls schon scharf, also wenn man bei Planeten die Schärfe braucht bekommt man sie. Als Anfänger soll man ja nicht so hoch gehen mit der Vergrößerung, deshalb auch kein 5mm oder 4mm Okular.

Hinterher kommen einem natürlich immer Ideen, was man anders machen könnte. Mit der Zusammenstellung bin ich aber für den Preis eigentlich immer noch zufrieden.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Karsten,

grob gesagt haben Dich also vorrangig zwei Aussagen dazu bewogen, Dich einzuschalten:
- Okular so teuer wie ganzes Teleskop
- Seben-Style

Damit kann ich leben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />. Das mit den Okularen habe ich ganz klar zu ungenau ausgedrückt, ich meinte (wie ich ja dann auch noch mehrfach zu verdeutlichen versuchte) ein passendes Übersichtsokular. Ist ja bei den meisten Teleskopen das am schwersten zu findende Okular, bei f/4,5 aber besonders. Außerdem halte ich das für den Haupteinsatzweck einer solchen Optik, d.h. die höher vergrößernden Okulare sind erstmal a) nicht so wichtig, b) nicht so kritisch und c) mit der Barlow zu überbrücken.

Das mit dem großen Chef - ich wollte das eigentlich nur auf die Anfängertauglichkeit und nicht auf die Optik bezogen wissen. Da hast Du eine andere Meinung, aber so ist das halt mit Meinungen. Ansonsten kann ich Deinem letzten Posting nur zustimmen.

Tassilo,
so wie Du das beschreibst habe ich mir das schon auch gedacht, ist ja verständlich. Und wie Karsten schon richtigerweise festgestellt hat, ist ein Teleskop immer ein Kompromiss. Das Problem ist nur, daß es ein fauler Kompromiss zu werden droht, wenn man derer zu viele eingeht.
Ich will nicht behaupten, das das Teleskop ein solcher ist; ausgehend von einem Einsteiger, der ja meist einen Allrounder haben möchte (woher sollte er auch wissen, auf was er sich spezialisieren will?), ist ein 8"f/4,5 aber genau das. Die einzigen Kompromisse, die er mit einem gleichteuren Dobson eingehen würde sind:

- azimuthale Montierung
- öh, ja, das wars <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Und er kann bei Bedarf auch noch eine Stufe höher einsteigen (10") UND sich noch ein Okular dazu kaufen. Oder er kann bei 8" bleiben und hat noch wirklich Geld für Zubehör übrig! Und das Zubehör wird auch nicht so teuer sein ...

Dennoch, Danke für die Diskussion (v.a. an Karsten), ihr nehmts mir nicht übel, wenn ich weiterhin so ein Teleskop nicht in meine "Empfehlungsliste für Einsteiger" aufnehmen werde. Das sollte Meade auch nicht allzusehr stören, Tassilo, allzuoft komme ich nicht dazu, irgendwelchen Kollegen oder Freunden oder deren Verwandten oder den Nachbarn der Verwandten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Teleskope zu empfehln. Die waren mit einem 8"f/6 Dobs bisher immer hochzufrieden. Es ist ja das Ziel, Leute an das Hobby heranzuführen und nicht mit komplizierter Montierung und teurem Zubehör (alternativ schlechter Abbildung) zu frustrieren, oder?

Entschuldigung nochmal an den eigentlichen Fragesteller, daß das so ausgeartet ist. Viel hätte man Dir ersparen können, hätte ich mich anfangs exakter ausgedrückt.

Viele Grüße,
Michael
 
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