Bresser Messier N150

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Re: Den Kopf schüttel ich über ganz 'was anderes!

Hi,
ich denke wir haben es hier insgesamt mit den klassichen Themen zu tun.

Es gibt das Fernrohr nicht, auch nicht das Einsteigergerät.
Viele fordern viel, haben aber Grenzen die das Budget vorgibt - und das paßt nicht zu sammen.

Hinzu kommt, so erlebe ich es immer wieder, dass das Zubehör zu kurz kommt, obwohl grade Okulare mindestens so wichtig wie das Scope sind.

Und, und genau das ist von hier aus nie wirklich zu lösen, was hat der Fragende für eine Erwartung ans Seherlebnis und womit kommt vom Handling her klar.

Und, jedes Teleskop ist letztlich ein Kompromiß. Zumindest auf die ein oder andere Weise.

Wenn man diese Dinge abwägt, wird man permanent auf Gegensätze stoßen und eben dies machts schwer. Weil die jeweilige Entscheidung m.E. letztlich nur der Suchende für sich treffen kann. Aber der kann dies nur, wenn er eine vernünftige Basis dazu bekommt/sich aneignet. Wer einen Dob ablehnt, weil er augenscheinlich komisch aussieht,......

Wir können hier von Erfahrungen reden bis der Arzt kommt und aus der Summe berichten und Rückschlüsse ziehen bzw. Empfehlungen aussprechen. Aber das sind eben immer die subjektiven Eindrücke. Die mögen zwar mit größerer Erfahrung immer detailiierter werden und damit vllt. immer öfter als Empfehlung passen, aber sicher wird es Ausnahmen geben. Schon weil man nie 100Prozent sicher sein kann, alle individuellen Einschätzungen des Fragenden wirklich zu erkennen.

Ich kann es daher auch an der Stelle nur wiederholen: Geht mit anderen raus und macht eigene Erfahrungen mit verschiedenem Gerät. Baut einen eigenen Erfahrungsschatz auf. Dann berücksichtigt ihr nämlich auch automatisch Eure persönliche Bewertung von Dingen wie Anblick, Transport, Handling etc.
Benny hat es im Grunde weiter vorher ja aus seiner Sicht geschildert.

Ich meine auch das es nicht grundsätzlich 8" sein müssen, allerdings wird die Empfehlung aus der Summe der Erfahrungen am Ende eher passen als kleinere Alternativen, noch dazu wo 8" als Dob vom Preis her inzwischen wirklich sehr attraktiv geworden sind.
Auf die Frage nach dem Warum bin ich inzwischen davon überzeugt, das es in hohem Maße die Seherwartungshaltung ist, die hier den Ausschlag gibt und für mehr Öffnung spricht. Zumindest aus der Erfahrung heraus scheinen mir einfach viel weniger Leute - insbesondere in der Anfangszeit - wirklich "harte" Beobachter zu sein, als das es "Genußspechtler" gibt. Und auch das ist ein Aspekt, der m.E. bei der Beratung einfließt und pro Öffnung argumentieren läßt.

CS
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Gerd,

der Punkt ist einfach, es wäre vermessen zu sagen: "Ja, kauf Dir diese Kombination nur zu dem Zweck Astrofotografie."

Wenn der Kram daheim vorhanden ist, bitte ausprobieren, gern, aber genau das ist ja nie das Thema, nach solchen Probier-Sessions könnte man sich nämlich einiges an Erklärungen sparen, weil dann die Grundproblematiken der Astrofotografie knallhart sichtbar werden.

Zum Thema "Signatur": Sehr tiefschürfende Befassung Deinerseits. Du hast Dir ja richtig Gedanken gemacht. Bewundernswert.

Clear Skies
Sven
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Sven,

ich glaube Du siehst das Thema "Astrofotografie" viel zu verkniffen. Ich glaube nicht, daß das spannende für Anfänger die "perfekte" Astrofotografie ist sondern daß der Wunsch dahintersteht, etwas eigenes zu schaffen. Das beste Beispiel hat doch Gerd geliefert, der sich darüber freut, mit bescheidenen Mitteln M57 zu fotografieren. Ich glaube auch nicht, daß jeder Anfänger, der erstmal froh ist, Saturn zu finden und ihn im Okular zu halten, so vermessen ist zu glauben davon gleich "Superfotos" zu machen. Anfänger orientieren sich eher an dem was nicht zu übersehen ist und was relativ problemlos zu Erfolgserlebnissen führt: fotografieren des Mondes. Aber ich glaube, da können uns die hier mitlesenden Youngster bestimmt auf die Sprünge helfen. Es wäre sicher auch spannend zu erfahren, wie die Astrofotografie-Profies mal angefangen haben.
Ansonsten finde ich, daß es in diesem Thread einige hervorragende Beiträge gegeben hat.
CS
Santos
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo zusammen,

da Santos gerade unsere Youngster erwähnt. Habt Ihr die Kommentare zu unserem Thread im Jugendboard gelesen? Nein?

--- Zitat Anfang
Hab mir das mit den N-150 mal durchgelesen..das war ja mal wieder typisch..alle kloppen sich tot und auf die fragen wird nicht eingegangen.
Immer wieder wird zu einem 8" Dobson geraten egal was der Fragensteller möchte.
Das geht mir echt aufn Zünder..immer diese Gerücht unter 8" sieht man nix.
Immer werden kleine Geräte schlecht geredet,schade,schade..aber naja jedem das seine

--- Zitat Ende

Wie Armin schreibt, wir können (und tun es ja auch) hier viel philosophieren über die Vor-/Nachteile der Geräte über das ideale Budget, über die idealen (f/6) Geräte die dummerweise kein Hersteller produzieren mag,...

Aber das bringt dem Fragesteller doch nicht wirklich was, oder? Was ich bei diesen Einsteigerthreads vermisse sind eben die Leute, die die Fragen beantworten können, weil sie genau so ein Gerät haben und idealerweise auch damit beobachten.
Konkret die Ausgangsfrage dieses Threads: Ist die Mon-2 stabil genug, damit man mit dem 150er ordentlich beobachten kann. Und um diese Frage zu beantworten braucht es eben keine Theorie, sondern die praktische Erfahrung von Leuten, die mit genau dieser Kombination beobachten.

Und warum wird diese Frage nich beantwortet? Mir fallen nur zwei Gründe ein, entweder ist das Gerät so schlecht, das es keiner kauft (dann hätte es Meade aber bestimmt schon eingestampft) oder diejenigen die eins besitzen trauen sich gar nicht mehr zu sagen, ob es stabil ist oder nicht, weil sich ja die Experten einig sind, dass das ganze Gerät nichts sein kann, obwohl sie noch nicht einmal durchgeschaut haben.

Und ich möchte Armins Gedanken für die jungen oder alten Hasen etwas ummünzen. Nehmt die Leute mit raus, zeigt Ihnen, was man mit verschiedenen Geräten wirklich sehen kann, zeigt es Ihnen auch hier im Forum (wo sind die Bilder derjenigen, die gerade angefangen haben zu knipsen, wo die Erfahrungsberichte eben auch mit den kleinen Geräten) und versucht den Leuten anschaulich die Probleme der einzelnen Geräte zu erklären, damit sie schließlich selbst entscheiden können, welchen Kompromis sie eingehen werden.
Denn diese Entscheidung soll und kann nur der treffen, der das Gerät dann auch kauft.

Ich denke damit können wir den Erwartunghaltungen deutlich besser entgegen treten.

In diesem Sinne: Clear skies
Volker

P.S. @Günther: Nein ich dachte eher umgekehrt, das Du mich meinst, denn ich pfeife gerade aus dem letzen Loch. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Volker,

Tungsten74 (Rüdiger) hat sich am 10.04. als Besitzer eines N150 "geoutet" und seinen Kommentar zu dem Gerät und der bis dahin abgelaufenen Diskussion abgegeben.

Clear skies
Santos
 
Re: Mal zum "Warum"...

RÜÜCHTÜÜÜCH

kein Anfänger der in diesem Board hier schreibt wird Hubble-Bilder erwarten denn er sieht genau mit was für Ausrüstung die freundlichen Kollegen im Bilder-Bereich loslegen. Denn es wird ja auch immer dazu geschrieben.

Nur leider gottes wird genau dieser Fakt immer von den Boardphilosophen überlesen.

Hab im Anhang mal ein Bild von mir. Celestron C6N auf der ADM. Canon EOS 400d 55mm Obj. einfach ans 20mm Okular gehalten - Seeing aus der Schüssel - Iso 800 - 1/125

Und ich freu mich drüber. Egal ob der Mond halt aussieht wien Ei - aber man wächst dadurch einfach.. dann kommt vielleicht nen richtiger Adapter... evtl mal ne Nachführung oder bla.. ist doch egal aber ich weiss das ich ganz sicher keine Bilder machne kann wie mit ner 5000 EUR ausrüstung. Und es ist sehr wichtig dass das endlich die alten Hasen einsehen dass das die Einsteiger wissen!! Genauso wenig brauch mich jetzt auch keiner anzupöbeln von wegen sowas hät ich auch mit dem Dobson machen können.

Und genauso werden die alten hasen auch bei dem irgendwann hergestellten F/6 Gerät nachteile finden. Dann ist es eben nichtmehr SOOOO optimiert für Planeten und auch nicht mehr SOOO optimiert für Deepsky.

Ich für meinen Teil kann das Celestron C6N empfehlen. Von Anfänger zu Anfänger. Preislich vielleicht etwas höhere Klasse (für Anfänger), die Montierung steht (für mich) Stabil - auch wenn sie eben aus China kommt (merkt man halt wenn iregdnwelche Kappen mal eben inner Nacht abfallen obwohl man sie nur leicht berührt hat - UNWICHTIG! findet man wieder) und das Teleskop macht - für meine Verhältnisse einen guten Eindruck. Und das sogar mit einem stink normalen billigen Okular. Sicher hat man am Rand leichte verzehrungen ABER ich bin Anfänger und da kann ich drüber wegsehen. Transportproblem? Mythen von wegen "Die Treppe runter und nicht weiter"? Ich bin selbst n Hämpfling und schlepp das Stativ links, das Teleskop rechts und die Montierung im ADAC-Rucksack aufm Rücken 500 m weit (zu Fuss halt^^). Bei nem Dobson hast du es schon schwieriger. Da haste deine 20 Kilo nur in 2 teilen und klobiger. Ich würd mir in Popo beissen wenn ich das gemacht hät weil dann würd es echt nur zuhause stehen. So lauf ich in nahgelegenen Park oder hinter ne dunkle Häuserwand und gucke in die Sterne.

Einzigstes Manko was mich bisher stört: der Sucher.. bzw. die Sucher-Montierung... 2 richtige schrauben und ein "Federstift". Damit lässt sich der Sucher nicht wirklich stabil justieren. Davor hat aber niemand einen gewarnt.

So. Basta <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" /> ich bin zufrieden mit und fertsch.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Mal zum "Warum"...

Richtig, dann haben die wenigstens ein Gerät verkauft. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

Und genau solche Postings finde ich wichtig. Denn da hat jemand geschrieben, was er live erlebt hat. Leider ist das dann aber im großen Getümmel untergegangen.

Um mich nicht falsch verstanden zu wissen. Den Hinweis auf den 8"er oder mögliche Probleme finde ich genauso wichtig. Aber wenn es dann ans "weichspülen" geht, dann ist es eben nicht mehr ok.

Volker
 
Re: Mal zum "Warum"...

>kein Anfänger der in diesem Board hier schreibt wird >Hubble-Bilder erwarten denn er sieht genau mit was für >Ausrüstung die freundlichen Kollegen im Bilder-Bereich >loslegen. Denn es wird ja auch immer dazu geschrieben.

Leider nicht ganz RÜÜCHTÜÜÜCH

den Gegenbeweis gibt´s im Deepsky Board. "Habe ein Messier 130.Wie kann ich solche <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" /> Bilder machen?"

(Wenn ihr es nicht selbst findet, dann kann ich es gerne nochmal raussuchen!)

Deshalb fehlen mir ja auch mehr Bilder der Einsteiger oder zumindest Threads die versuchen das zu beschreiben, was man wirklich mit kleinen Geräten sehen kann.

Gruß
Volker
 
Re: Mal zum "Warum"...

>kein Anfänger der in diesem Board hier schreibt wird >Hubble-Bilder erwarten denn er sieht genau mit was für >Ausrüstung die freundlichen Kollegen im Bilder-Bereich >loslegen. Denn es wird ja auch immer dazu geschrieben.

Leider nicht ganz RÜÜCHTÜÜÜCH

den Gegenbeweis gibt´s im Deepsky Board. "Habe ein Messier 130.Wie kann ich solche <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" /> Bilder machen?"

(Wenn ihr es nicht selbst findet, dann kann ich es gerne nochmal raussuchen!)

Deshalb fehlen mir ja auch mehr Bilder der Einsteiger oder zumindest Threads die versuchen das zu beschreiben, was man wirklich mit kleinen Geräten sehen kann.

Gruß
Volker
ok ausnahmen gibts immer.. aber wer das board länger als ne Woche studiert dem sollte das schon klar sein. Grummel. Muss mir auch immer einer in Rücken fallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> anderseits hat er auch sofort einsicht gezeigt das er sich doch lieber erstmal am Mond vergreifen sollte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

ich glaub besser wärs für Anfänger im jugendboard zu schreiben *feix* weil soweit ich es gelesen habe... fühlt sich jonas bei der einseitigen beratung dort (neues mitglied) besser aufgehoben (mehr fakten zum teleskop selbst) als hier.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Volker,

jedes Teleskop hat seinen Himmel, auch der 8"er-Dobson <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
Aber ich fürchte, auf nahezu akademischer Ebene laufende Abhandlungen über Astrofotografie sind nicht hilfreich. Wenn jeder nur darauf warten würde, daß er die optimalen Bedingungen hat, wäre das Rad wohl heute noch nicht erfunden.
Loslegen und lernen, wie Flo es macht, der Austausch der Youngster untereinander (die sind ja zum Teil unheimlich pragmatisch) und die mehr oder weniger weisen Ratschläge der Altvorderen sind vielleicht keine schlechte Mischung.

CS
Santos
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Santos,
das ist eigentlich das was ich sagen wollte.
Sollte ich so mißverständlich geschrieben haben? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Gerd hat es vielleicht besser beschrieben als ich, denn
ich liege da voll auf seiner Linie.
Habt Spaß an unserem Hobby, habt Spaß an Eurem Gerät das im Garten steht (egal ob 3",4",8" oder 12") und habt Spaß damit zu experimentieren. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
Volker
 
Re: Schlussplädoyer

Hallo @all,

also ich für meinen Teil denke, dass nun jeder seinen Standpunkt dargelegt hat und wir uns nun
nur noch im Kreis drehen würden.

Daher möchte ich mein Schlussplädoyer mit einem Vorschlag halten:

(1) Das ultimative Einsteigergerät gibt es nicht.
Wie wäre es mit einem dieser Titelthreads (also die auf der ersten Seite bleiben) in dem die
Vor-/Nachteile der einzelnen Geräte (neutral) aufgezeigt werden, wo Empfehlungen für das verschiedene
Budgets ausgesprochen werden und in dem auch die wichtigsten Hinweise (geht mit anderen beobachten)
gegeben werden.
Das spart allen eine Menge Tipperei, verhindert das Gebetsmühlenfeeling und vor allem die
Gefahr in den Threads abzuschweifen wird geringer.

(2) An die Berater vielleicht der Ratschlag mal darüber nachzudenken, wie Eure Beratung auf andere
wirkt (Blick ins Jugendboard).
Schön wäre es, wenn ihr Euch bei gezielten Fragen bemühen würdet genau diese zu beantworten.
Und vielleicht solltet ihr auch etwas mehr auf Randbedingungen eingehen (Budget, ich mag aber keinen Dobson).
Wenn das Entscheidungen sind, die der Einsteiger getroffen hat, dann sollte man diese halt ab einem gewissen Punkt akzeptieren
(auch wenn man anderer Meinung ist) und trotzdem ordentlich weiter beraten.
Anderenfalls macht ihr nämlich genau das gleiche, was ihr den Händlern vorhaltet, wenn Euer "Marketingkonzept"
nicht aufgeht.

Das ist dann eine faire Beratung unter vorgegebenen Randbedingungen. Und durch einen Hinweis auf (1) braucht
dann auch niemand zu sagen, er hätte von dem 8" Dobson nichts gewußt.

(3) An die Youngster und Einsteiger (und natürlich auch Fortgeschrittene).
Schreibt doch bitte mehr über die Erfahrungen mit EUREM Teleskop. Eure Erfahrungsberichte helfen anderen
Einsteigern bei der Teleskopauswahl besser als theoretische Abhandlungen.

(4) An die Händler, die vermutlich hier auch mitlesen.
Versucht doch bitte die Lücken, die offensichtlich im Einsteigersektor vorhanden sind zu schließen bzw.
Teleskopkombinationen, die einem den Einstieg versauen einzustampfen statt mit großen Werbeaktionen Müll zu verbreiten.
Neben dem 6" f/6 Dobson (oder warum nicht auch parallaktisch) fände ich persönlich einen
4,5" Dobson als Low Budget Gerät auch interessant.

Ansonsten wünsche ich allen eine erholsame Vollmondphase und gutes Wetter beim nächsten Neumond.
Volker
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo zusammen,

es gibt tatsächlich jemanden (Santos), der meinen Beitrag als N-150-User bemerkt hat. Natürlich bin ich auch Anfänger und deshalb hat meine Einschätzung weniger Gewicht. Aber teilweise wird weiterdiskutiert, als hätte es meinen Beitrag nie gegeben. Nun gut, inzwischen hat dieser Thread ja auch schon Dramenlänge.
Mein Kommentar als Anfänger zur Astrofotografie: Auf die Leserbeschreibungen bei Amazon hin habe ich mir "Astrofotografie digital" von Stefan Seip gekauft. Dort wird Astrofotografie mit vier verschiedenen Ausrüstungen beschrieben, vom Amateur zum Profi sozusagen. Zwei der Ausrüstungen habe ich bereits, eine Digitalcamera (mit Halter um sie vor's Okular zu klemmen) und ein PC-Okular bzw. Webcam. Wie man Fotos damit machen kann, wird in dem Buch sehr anschaulich und praxisorientiert beschrieben.
Astrofotografie beginnt übrigens dem Autor zufolge damit - sinngemäss - dass man eine Kamera in den Himmel oder hinters Okular hält.
So und nun kommt ein wichtiger Punkt: mein erstes Mondfoto ist unscharf, verwackelt und ihr würdet Euch wahrscheinlich totlachen - ich habe einfach meine Kamera freihändig hinter's Okular gehalten. Aber: ich find's schon mal nicht schlecht.
Lasst Ihr Eure Kameras denn im Urlaub zuhause, weil Ihr nie an die professionellen Fotos aus den Bildbänden herankommt? Sicher nicht.
Viele Grüsse,
Rüdiger
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Rüdiger,

dankeschön für Deinen Beitrag und auch für Deinen ersten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Nein überlesen ist er bestimmt nicht worden, aber in der Hitze der Diskussion dann unter den Tisch gefallen.

Nur eins ist falsch!
>Natürlich bin ich auch Anfänger und deshalb hat meine >Einschätzung weniger Gewicht.
Richtig ist das Du praktische Erfahrung (und scheinbar auch viel Spaß) mit dem Gerät hast. Und in meinen Augen hat das viel Gewicht.

Gruß,
Volker
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Santos,

ich sehe das noch weiter differenziert, es gibt nicht nur die "Hubble-Anforderung".

Ich meine vor allem, dass es nicht lohnt, hunderte von Euros auszugeben für eine Foto-Ausrüstung, die dann wenig Potenzial hat.
Man kann einfach nicht so viel Geld ausgeben und auch die Auswahl von Teleskop und Montierung sowie von Okularen und Adaptern darauf ausrichten, ein paar Experimentierfotos zu machen. Denn es zeigt sich leider oft, dass dabei eine prinzipiell schlechte Lösung herauskommt.

Um das zu verdeutlichen: Eine "Digiknipse" mit Festobjektiv kann nur mit afokaler Projektion am Teleskop angebracht werden. Das heißt (wir sind ja im Einsteigerthread), dass die Kamera mit ihrem festen Objektiv hinter einem Okular befestigt wird und so ans Teleskop kommt. Diese Methode hat so ihre Probleme, und zwar vor allem in zwei Punkten:
1. Es müssen drei Optiken zusammenarbeiten, Teleskop, Okular und Kamera-Objektiv. Jede Optik hat ihre Eigenarten und sie müssen nicht unbedingt gut zusammenpassen. Probleme mit der Randschärfe, mit Vignettierung (nur ein kleiner Bildkreis in der Mitte des Foto-Ausschnitts), usw treten auf.
2. Mechanisch ist die Konstruktion schon nicht ganz ohne. Üblicherweise so: Die Kamera bekommt einen Zubehör-Adaptertubus, von diesem folgt ein Adapter auf das Gewinde einen passenden Okulares. Das wird ans Okular geschraubt, wobei der Abstand zwischen Okular und Objektiv möglichst klein sein sollte, das Objektiv darf aber nicht anstossen, wenn es sich beim Zoomen bewegt. Die ganze Konstruktion wird dann im Okularauszug des Teleskopes geklemmt. Diese Klemmung und der Okularauszug haben das Gewicht von Kamera und Okular zu schleppen und können sich verbiegen, was wieder Schärfeprobleme gibt.
Eine andere Möglichkeit sind Produkte wie Digiklemme oder Microstage. Da wird die Kamera durch eine "Halterungs-Konstruktion" hinter das Okular gehalten. Auch das ist mechanisch nicht ganz ohne und manche Produkte sind sogar "abenteuerlich" zu nennen.

Selbst wenn also die Digiknipse schon vorhanden ist, kann der Aufwand an Adaptern auf 100 Euro zugehen. Dazu kommt oft noch, dass ein passendes Okular erst angeschafft werden muss. Nicht jedes Okular hat ein Gewinde und dann muss auch die Okularbrennweite bedacht werden. Viele Sternfreunde werden ja einfach mit 40mm Okularen auf die afokale Projektion losgelassen. Das geht aber vielfach nach hinten los, weil womöglich dann nur ein kleiner Teil der Teleskopöffnung genutzt wird. Ich mag das hier nicht vollständig ausführen, das würde zu lang. Wer das verstehen möchte, der schaue sich mal an, warum es eine Minimalvergrößerung gibt. Ersetzt man nun das Auge durch das Kamera-Objektiv, stellt man fest, dass auch ein Kamera-Objektiv eine Minimalvergrößerung hat.
http://www.svenwienstein.de/HTML/thema_ap.html

Kosten von:
- Kamera 200 Euro (wirklich knapp gewählt)
- Adaption 50 Euro
- Okular je nach Wahl 50-150 Euro

Will man so viel Geld für Experimentalfotos ausgeben? Bilder, bei denen man möglicherweise stets mit Vignettierung zu kämpfen hat?
Hier ist mal eines vom Venustransit, man sieht dort, wo der Sonnenrand den Bildrand berührt, Schatten der Vignettierung. Man kann den Kreis erahnen und erkennt, dass die Adaption die Kamera nicht mittig hinter dem Okular halten konnte.
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/vd_06080053c.jpg
Wie lange wird man damit zufrieden sein, und zu diesem Preis? Lohnt das den Aufwand?
Ich meine nein, konsequenter ist es, gleich an eine bessere Lösung mit Potenzial für die Zukunft zu denken. In meinen Augen ist eine gebraucht gekaufte D-SLR heute ein Einstieg mit Zukunft.

Ähnliche Gedanken kann man aber auch zu Montierung und Teleskop in Bezug auf Fotografie haben. Deshalb immer wieder die Empfehlung, die Astrofotografie durch das Teleskop hinten anzustellen, Piggyback anzufangen. Die Kamera kann da auf einer Montierung wie EQ-3 oder Skyview mit einem 135mm Objektiv sitzen, ein kleines, leichtes Teleskop dient dabei schon als Leitrohr und man sollte wenigstens einen Motor an der RA-Achse haben.
Aber solche Vorschläge wiederum werden von Ratsuchenden ignoriert.
Mein Vorwurf gilt der Haltung: "Ich will gleich durch das dicke Teil fotografieren, dann bin ich der Held!"

Als Reaktion kann man sich umdrehen und die Schultern zucken, oder man bemüht sich die Erwartungen zu dämpfen. Und für letzteres setzt man sich dann der Kritik aus, die Fotografie zu verteufeln und den "Nachwuchs zu hindern".

Narrhallemarsch!

Clear Skies
Sven
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo, Sven ich möchte Dir wirklich für Deine Kompetenz hier im Board danken, da ich Deine Threads als Foto-sehr-interessierter immer gerne lese und sehr lehrreich finde!
Dennoch möchte ich kurz eine Gegenrechnung machen:
LidlScop 50 EUR
kleine 2MP-Knipse 30 EUR
25 mm SP bei Ebay 10 EUR
= 90 EUR (die Knipse war bei mir schon da)

Wenn ich enttäuscht bin verkaufe ich alles wieder bei Ebay, ausser der Kamera, damit mache ich nämlich meine Urlaubsfotos!

Foto von MoFi 2007 mit der Ausrüstung ist im Anhang <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Gruß Andi <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Andi,

schön, Mondfotos. Wie oft habe ich eigentlich sinngemäß den Satz geschrieben "Mondfotos, einfach Kamera ans Okular gehalten und abgedrückt, gehen immer."?
Das steht ja auch so in meinem Artikel zu Einsteigern und Astrofotos.

Jetzt mach mal Fotos von Jupiter, oder gerade aktuell: Phasengestalt von Venus verfolgen!

Was entspricht wirklich den Erwartungen des Einsteigers?

Clear Skies
Sven
 
Re: Mal zum "Warum"...

jetzt fühlt euch nicht angegriffen aber ich denke es ist nichtmehr wert darüber weiter zu diskutieren. Das wichtigste wurde geschrieben (nicht nur strg+f "fotografie" machen!). Die alten Hasen sollten sich halt in Zukunft mehr zurückhalten was eben diesen HubbleBilder-Vergleich angeht... und die jüngeren Einsteiger vielleicht einmal mehr im Jugendboard vorbeischauen. Zuviel Erfahrung ist nicht immer von vorteil und führt schnell zur Unsicherheit beim fragenden.
 
Re: Mal zum "Warum"...

Um nochmal den Beitrag von einem Stück weiter oben aufzugreifen:

Tom hatte 3 Vorschläge für die 500 EUR Klasse gebracht.

Absolutes low budget wäre das LIDLscope für < 100 EUR.

Bei 250 EUR fällt mir das TAL1 ein. Solide Optik, solide Mechanik, stabile Montierung. Mehr Teleskop in dieser Preisklasse findet man sonst nirgendwo.

http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=12&lng=de#newt-110-tal

Oh ... ich seh grad, beim Lajos kost es 269, aber die 20 EUR machen das Kraut auch nicht fett.

Gruß
Adson
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hi Flo,
was Du so alles weißt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Und das, wo Du selbst grade erst anfängst... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />

Aus jahrelanger Erfahrung mit vielen Einsteigern kann ich Deine Auffassungen eher nicht bestätigen.
Grade was DS betrifft, erwartet die Mehrheit eher mehr als wirklich vis. geht.
Das Transportthema, insbesondere wenn es um größeres parallaktisches Gerät geht,
wird ebenfalls untschätzt.
Und das Thema Astrofotografie bleibt mittelfristig nur ein Thema von einem Bruchteil der Leute, die zumindest diesen Gedanken im Kopf hatten. Ich selbst gehöre auch dazu.

Du schreibst hier von Deinen Erfahrungen und Gedanken - ok. Aber diesen per pauschalisierenden Formulierungen den Anstrich der Allgemeingültigkeit geben zu wollen, bringt nur Streß. Es gibt immer jemand der das anders sieht oder erlebt hat.

Statt Leuten, die hier basierend auf jahrelangen Erfahrungen mit zig Geräten etc nahezulegen sich zurückzuhalten, solltest Du vllt. mal ein wenig in Dich gehen und auf die Bremse treten.

CS
 
Re: Mal zum "Warum"...

naja antares.. problem ist nicht das sie erfahrungen mit vielen Geräten haben sondern das sie Urteile über Geräte abgeben die sie nie besessen haben.

Ausschlaggebend für meinen Kauf war u.a. dein Testbericht. Weil solchen sachen vertraut man auch. Seitenlangen Forenbeiträgen über ProContra/denken/könnten/müssten .. nicht. Vorteil eines Forums ist das sich die neuen auch darüber äussern können wie gut aufgehoben sie sich fühlen. Bedanken tut man sich aber wie eben der Beitrag aus dem Jugendforum hier beweist - ist eure Erfahrung - falsch eingesetzt - nutzlos. *sicher wieder ins Wespennest sticht*

und bitte beisst euch am Thema Astrofotografie nicht so fest <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo

@ Volker dein Schlussplädoyer wirklich super, volle Zustimmung.
Besonders die Idee mit dem Titelthread finde ich gut.

@ Sven der Grundtenor deiner Beiträge ist ja unter anderem von dem bestreben geprägt den Einsteiger vor Fehlinvestitionen zu bewahren.
Das ist ja Prinzipiell erst einmal nichts schlechtes.
Auf der anderen Seite halte ich es aber für sehr wichtig das der Einsteiger selbst die Erfahrung macht, das schließt nun mal auch ein Lehrgeld zu bezahlen.
Es ist ja ein Lernprozess und lernen tut es sich nun mal am besten am praktischem Beispiel und nicht mit grauer Theorie durch gut gemeinte Ratschläge hier im Forum.

Zum Beispiel war es bei mir so.
Mein erster Newton war ein Bresser Pluto mit bekannter Problematik sehr schnell + Kugelspiegel.
Hab damals auch schon im I-net darüber gelesen und da wurde natürlich dieses Problem angesprochen.
Trotzdem habe ich so ein Ding gekauft
Ich wollte nun mal unbedingt ein kurzes Scope, der 114/900 war mir einfach zu lang.
Ein Schnäppchen für 25€ OTA bei eBay.

Der Lernprozess:
1.Wie justiere ich denn einen Newton, hab die Erfahrung gemacht das so ein f/4,5 schon recht knifflig ist, Offset soll da auch noch berücksichtigt werden.
Und dann die Okular Problematik
Ergebnis heute tendiere ich trotz mittlerweile guter Justagekentniss eher zu Langsamseren Öffnungsverhältnissen.
2.Kugelspiegel ja tatsächlich da wird doch das Bild bei hohen Vergrößerungen flau.
Hab mich dann eingehend mit der Problematik befasst bis hin zu Testverfahren, Strehl Wellenfrontfehler, Rayleigh Kriterium und so weiter.
Heute kann ich mit diesen Angaben was anfangen und selbst einschätzen welche Abbildung zb. der hier eingans angedachte M150 zumindest Theoretisch zeigen wird.
3. Trotzdem ist der Pluto ein brauchbares Richfield Scope und man kann wunderschön ausgedehnte Objekte wie zb. die Plejaden damit beobachten.
Hab den Pluto deshalb heute noch.

Fazit:
Der kleine Pluto von dem du mir sicher abgeraten hättest hat mir doch tatsächlich Spaß gemacht und ich habe viel dabei gelernt.
Wertvolle Erfahrungen wie man sie eben so Anschaulich und Praxisnah nur selbst bei der Anwendung erhält.
Keinesfalls war das rausgeschmissennes Geld für mich, obwohl dann der 114/900 kam also kein + an Öffnung.

Also bitte Sven lass doch die Leute selbst ihre Erfahrungen sammeln, vor groben Fehlern warnen ist ja ok aber unbedingt am Anfang das perfekte rundum sorglos Scope vermitteln zu wollen schießt meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinaus.

Das kann auch nach hinten losgehen, nämlich dann wenn der Betreffende sich doch mal was anderes kauft und dann in der gehobeneren Preisklasse.
Wenn es dann ein Scope von einer Bauart ist mit der er dann doch nicht so recht glücklich ist kommt das weit teurer als wenn er als Einsteiger sowas schon mal hatte und weiß das ist nix für mich.

Grüße Gerd
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hi Flo,

kein Anfänger der in diesem Board hier schreibt wird Hubble-Bilder erwarten denn er sieht genau mit was für Ausrüstung die freundlichen Kollegen im Bilder-Bereich loslegen. Denn es wird ja auch immer dazu geschrieben.

Nur leider gottes wird genau dieser Fakt immer von den Boardphilosophen überlesen.

Hab im Anhang mal ein Bild von mir. Celestron C6N auf der ADM. Canon EOS 400d 55mm Obj. einfach ans 20mm Okular gehalten - Seeing aus der Schüssel - Iso 800 - 1/125

Ich gebe dir mal in dem Punkt Recht, dass wenn man die Erwartungen an seine eigenen astrofotografischen Ergebnisse kennt, die Beratung für ein bestimmtes System/Kombination wesentlich genauer und weniger pauschal erfolgen kann.

Hättest du bspw. ein afokales Mondbild wie das angehängte als Referenz für die eigenen Ergebnisse genannt, dann könnte man realistisch zu einem Lidl o.ä. raten, für Planeten mit Webcam und Piggyback dann zu einer Kombi wie du sie ja nun besitzt usw....

Ich bastel gerade an einer Grafik, die verschiedenste Formen der Astrofotografie an Beispielfotos nebeneinander stellt, danach kann jemand der mit Astrofotografie beginnen möchte (besonders wenn er es partout zeitgleich mit dem Einstieg machen muss/will) selbst sehen was er erreichen möchte und dann kann man ihm das dazu notwendige Equipment darlegen. Wie gesagt mit ganz konkreten Bilder mit bestimmten Optiken/Kombinationen/Aufnahmearten.

Grüße Benny
 
Re: Mal zum "Warum"...

Warum für einfache Objekte ein Teleskop?
Beiliegende Mofi wurde ganz einfach fotografiert, da es vorher bedeckt war, dann sogar geregnet hatte und urplötzlich wieder aufging. Ich hatte keine Lust mehr, das Teleskop zu aktivieren.
Also:
Fuji Finepix S3pro mit dem 400mm Apo Objektiv von Sigma auf dem Stativ und draufgehalten. - Reicht aus.

Gruß
Winfried
 
Super Bild ... und ganz ohne Nachführung?! :-)

Baaaahh Winfried, das war aber jetzt gemein!

Musst Du mit diesem schönen Bild in der Wunde bohren? Ich hatte sch... Wetter und mir war nicht mal ein Blick mit bloßem Auge vergönnt. Die letzte totale MoFi, die ich gesehen habe, war die vom 9.1.82 ... also im vergangenen Jahrtausend! O.K., dafür hatte ich am 11.8.99 mehr Glück, als ich in der Nähe von Stuttgart das komplette SoFi Erlebnis hatte.

Gruß
Adson
 
Re: Super Bild ... und ganz ohne Nachführung?! :-)

Hi Adson,
wirklich, ich war ja selbst überrascht. Über 1/8" sollte man den Mond ja nicht machen, hier waren`s 4" auf einem allerdings saumäßig starkem Linhof-Stativ, das ansich für die 18/24cm Fachkamera gedacht ist. Spiegelvorauslösung: nein, Nachführung: nein. Für große Acts habe ich keine Lust mehr aber sowas macht mir immernoch Spaß und kostet mich keinen Aufstand.
Aber wenn ich bedenke: 4 Stunden zuvor standen alle Teleskope aufgebaut auf der Astroterasse vor der Hütte, die war offen und das 12"SC hielt den Mond im Visier. - Und urplötzlich fing es an zu regnen. Nun ja, dann übte ich mal wieder den chaotischen Abbau und verschwand hinter meinem Rotweinglas...
Bis es pünktlich um 00:00 total aufging. Da ergaben sich 2 Fragen: mi 1,5 Promille die Hütte aufmachen und von der Leiter fallen, oder einfach das Stativ und die Kamera "rausschmeißen"...

Gruß
Winfried
 
Re: Super Bild ... und ganz ohne Nachführung?! :-)

nochmal Adson:
...und wir standen in Herrenberg bei S im Regen!
Side war dann meine erste Sofi, die ich je gesehen habe. Foto anbei. Diesmal die gleiche Kamerakombi, aber auf der GP-DX mit Nachführung. Die Aufnahme besteht aus 7 Belichtungen zwischen 2" und 1/1000".

Gruß
Winfried
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Flo,

Du hast uns "Alte" ja nun ausgefragt, berichtigt und zurechtgewiesen.
Nein, das ist keine Beschwerde, ich muss immer ein wenig über Deine Selbstsicherheit schmunzeln
und hab auch meinen jugendlichen Überschwang noch nicht ganz verloren, zumindest nicht vergessen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
Nun beantworte mir bitte Mal ein paar Fragen.

Ist Dir aufgefallen, dass wir ähnliche Geräte wie Deines alle Mal hatten, es uns aber unmöglich ist,
nun jede Monti und jedes Rohr was neu lackiert und gelabelt auf den Markt kommt, zu testen?
Welche Geräte hast Du verglichen um nun sagen zu können, dass Deine Erwartungshaltung
bestmöglich erfüllt ist?
Hast Du Mal eine Beobachtungsnacht, sinnvoll mit mehreren Leuten und Teleskopen, durchgezogen?
Was gibt Dir die Sicherheit, dass eine andere Herangehensweise als Deine
schlechter, weniger zielführend, aufwändiger ist?
Welches ist das kleinste und welches das größte Teleskop durch das du wenigstens Mal geguckt hast,
wie waren die montiert?
Welche Investitionen siehst Du auf Dich zukommen um Dein Hobby weiter zu entwickeln oder
war es das schon mit den Ansprüchen?

Ich bin gespannt, wo Deine Reise hingeht und würde mich freuen, mehr Erfahrungs- und Beobachtungsberichte
zu lesen, Bilder mit Aufnahmedaten und Equipmentangabe zu sehen.

CS
*entfernt*
 
Re: Mal zum "Warum"...

Hallo Sven


Hab ich gemacht, das Ergebnis siehst du im Anhang.

Das ist mit der gleichen Kombination wie der M57 entstanden also 114/900 Newton Astro1 wackelmonti mit Ra Motor und Digicam Canon Powershot A40 in afokaler Projektion mit selbst gebastelten Adapter, wobei hier an stelle des 25mm Ts Wa ein 7,5mm ED ( 19€ bei ebay ) als projektionsokular verwendet wurde.

Allerdings muss ich dazusagen das dies das mit Abstand beste Bild ist was ich mit der Kombi zustandegebracht habe.
Die ersten Versuche sahen da völlig anders aus.

Auch habe ich die A40 Modifiziert.
Um die Cam beim Auslösen nicht berühren zu müssen was unweigerlich zu erheblichen Vibrationen führt und so ein Ergebnis absolut unmöglich macht habe ich mir einen Fernauslöser gebastelt.
Wer einen solchen Eingriff scheut sollte den Selbstauslöser benutzen dann kann erst mal alles Ausschwingen bevor das Bild gemacht wird.
Im Serienbildmodus gelingt es mir auf diese Weise in einem Zeitraum von Max 3 Miuten sonst macht sich ja die Rotation bemerkbar ca 240 Aufnahmen zu machen.
Bei dem vorliegenden Bild wurden 10% dafon mit Giotto Addiert und dort auch nachbearbeitet.

Grüße Gerd
 
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