Bringt ein 3 x Fernglas met 50 mm objectiv etwas ?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Edastro

Aktives Mitglied
Mehrere Anbieter liefern einen astronomischen Feldstecher mit nur 3 x Vergroesserung.

Laut den Lieferanten soll mann damit viel mehr Sterne und lichtschwache object am Himmel sehen als nur mit dem blosem Auge Hat einer voneuch selbst Erfahrungen mit so einem Geraet gemacht ?

Ich traue die Sache nicht denn 50 mm objectiv und 3 x Vergroesserung ergibt 17 mm Austrittspupille. Das schacht keine menschliches Auge um soweit zu oeffnen.


Im vorraus Danke fuer die Antworten,
 
Mehrere Anbieter liefern einen astronomischen Feldstecher mit nur 3 x Vergroesserung.
Dabei dürfte es sich um Optiken nach dem Prinzip des galileischen Fernrohrs handeln, wie man sie insbesondere bei Operngläsern findet.

Ich traue die Sache nicht denn 50 mm objectiv und 3 x Vergroesserung ergibt 17 mm Austrittspupille. Das schacht keine menschliches Auge um soweit zu oeffnen.
Da die Okulare bei der galileischen Optik Zerstreuungslinsen mit negativer Brennweite sind, liegt die Austrittspupille (als virtuelles Abbild der Eintrittspupille, sprich Objektivöffnung) nicht hinter, sondern vor dem Okular. Insofern gelten die Verhältnisse vom vertrauten keplerschen Fernrohrs hier nur mit erheblichen Einschränkungen.

Gruß, Peter

Siehe dazu auch: Mit Opernglas beobachten?

und

Bündelbegrenzung – Teil 4: Einbeziehung des Auges

Galilean Telescope.jpg

Credit: Wikipedia
 
Ich benutze seit Jahren sog. Sternfeldgläser mit Vergrösserungen von 1.8x bis 2.3x und, anders als viele hier, war trotz der grossen Sehfelder immer etwas enttäuscht vom wirklichen Gewinn am Nachthimmel gegenüber dem blossen Auge, habe daher meine Hoffnung in ein 3x50 von Kasai gesetzt und bin wiederum nich begeistert. Der Gewinn an Vergrösserung gegenüber 2x wiegt für mich den Verlust an Sehfeld nicht auf, sodass ich letztlich das 2x54 noch das beste Format finde. Aber klar besser für mich ist 5x, z.B. im 5x25 Visionking, das jedoch seine eigenen Probleme hat und daher für mich zwar am Tag für gewisse Dinge brauchbar ist, nachts aber zu dunkel und zu wenig randscharf. Ich habe also die für mich befriedigende Lösung im Bereich Sternfeldgläser noch nicht gefunden.

Jost
 
Ich bin da ganz bei Jost,.
Ich habe ja einige der Nikon 2x54 sowie 3x65 Guckies gebaut, aber mit Freude benutzt habe ich sie nie.
Mir macht das Beobachten erst ab einer gewissen Vergrößerung Spass, aber es gibt genügend Leute, die von den Dingern begeistert sind, deshalb habe ich sie alle verschenkt.

Grüße Jochen
 
Moin.

Ich habe ein, zwei Mal auf Teleskoptreffen durch solche Galilei Gläser geschaut und fand die ganz lustig. Mehr aber auch nicht. Wirklich mehr gesehen habe ich nicht, da ziehe ich ein „richtiges“ Fernglas mit geringer Vergrößerung vor. Andere wiederum waren angetan und fanden die Beobachtung damit toll.
Man sollte solche Gläser vor dem Kauf also nach Möglichkeit unter dunklem Himmel ausprobieren. Wie so oft bei Ferngläsern ist das Geschmacksache.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo!
Ich habe ein, zwei Mal auf Teleskoptreffen durch solche Galilei Gläser geschaut und fand die ganz lustig. Mehr aber auch nicht. Wirklich mehr gesehen habe ich nicht, da ziehe ich ein „richtiges“ Fernglas mit geringer Vergrößerung vor. Andere wiederum waren angetan und fanden die Beobachtung damit toll.
Vor ein paar Jahren gab es hier kurzzeitig eine Mode, sich so ein „Sternbildfernglas“ aus Telekonvertern von Nikon und 3D gedruckten Teilen selbst zu basteln. Musste ich natürlich auch haben, wenn man frühzeitig dabei war, konnte man das Material für weniger als 50 Euro bekommen.
Meines nehme ich gelegentlich schon für einen Blick an den Himmel in die Hand, das riesige Blickfeld ist sehr eindrucksvoll und ich sehe damit deultlich mehr als mit bloßem Auge. Dass man mit der großen Austrittspupille Licht vergeudet mag schon sein, aber der Einblick ist dafür extrem komfortabel. Man muss es einfach nur „irgendwie“ vor die Augen halten und hat immer das volle Gesichtsfeld.

Wenn ich nur ein Fernglas behalten könnte, dann wäre es sicher nicht dieses, und 200 Euro würde ich dafür auch nicht ausgeben (soviel kosten alleine die beiden Telekonverter inzwischen bei manchen eBay Händlern), aber jetzt wo ich es schon habe gebe ich es auch nicht mehr her!

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo,

Ich habe das Kaasai 2.3x40, ich hatte mehrere Rezensionen darüber gelesen, die Meinungen waren im Allgemeinen recht gut, und ich habe mich schließlich entschieden, sie zu kaufen. Ich wollte sie, damit ich ganze Sternbilder sehen konnte.

Aber um ehrlich zu sein, sie sind der schlechteste Kauf, den ich je getätigt habe, ihr sichtbares Sichtfeld ist lächerlich klein, und nichts Scharfes an den Rändern, sie sind umständlich, meine Augen an der richtigen Stelle zu platzieren, und jedes Mal, wenn ich trage ich sie, denke ich nur darüber nach, sie zu verkaufen oder zu verschenken

Ich denke, das ist eine persönliche Sache, und vielleicht sind andere Benutzer damit zufrieden.

Mein Rat ist, es ist besser, sie vor dem Kauf auszuprobieren, wenn das möglich ist.


Grüße José
 
Danke fuer die Antworten auf meine Frage. Ich habe noch einen Sucher gebaut aus einer 30 mm achromatische Linse von Aliexpress mit 150 mm
Brennweite (ca. 10 Euro). Eingebaut in einer Fassung die ich gebasteld habe, hat die nog 27 mm effektiv Durchmesser und F/5.5. Mit einem Okular eines alten Feldstechers habe ich daraus einen sucher gebaut mit etwa 4 x Vergroesserung. Das ergibt eine Austrittspupille von etwa 7 mm. Ich denke das ich es erst mal hier bei lasse und damit experimentiere am Himmel bevor ich mir so ein Galileisches Binokular von etwa 200 euro zulege. Zwar is es kein Binokular und dreht das Bild um, aber vielleicht doch nuetzlich bei der Suche am Himmel nacht lichtschwacheren Objekten.
 
Hi!

Ich hatte das Vixen mal zum Testen und war auch etwas zwiegespalten, hier habe ich mal meine Eindrücke festgehalten:
Das Testexemplar habe ich dann nicht behalten, aber mir irgendwann doch das Gucki gebraucht besorgt. Ich benutze das zwar auch selten, und es hat ein kleineres Bildfeld als das Vixen, sodass ich eher das Vixen kaufen würde – aber es ist nur eine nette Ergänzung und kein Must-Have. Aber ich muss es mal mit Nebelfiltern ausprobieren...

Das SpaceWalker 3D ist auch eher so ein Gimmick, zu dem ich aber schon öfter greife.

Von daher: Wenn du ein günstiges Angebot findest und interessiert bist, kann man schon zugreifen. Aber als Haupt-Astrofernglas eher nicht.

Beste Grüße,
Alex

Nachtrag, wo ich dein letztes Posting sehe: Für 7mm bruchst du schon sehr dunklen Himmel; bei übergroßer Austrittspupille siehst du tatsächlich wenihger Sterne, als wenn du eine etwas kleinere AP hast.
 
Bei diesem Thema fällt mir unweigerlich dieser Kommentar und Bildbeitrag von Tommy zum Mephisto ein:

Wir hatten da auch eine progressive Methode ersonnen, damit man es beim Durchschauen nicht in der Hand halten muss. Allerdings bin ich beim Entlanggehen der Operngasse einigemale gefährlich gestolpert, und auch die Entfernungen zu den Halteverbotstafeln habe ich höchst gefährlich überschätzt .... das Produkt wurde dann nicht als ganz serienreif erachtet ...

Mephisto.jpg

Credit: TSZ_Tommy
 
Ich hab auch so ein Teil und finde das prima. Meines ist ein "Omegon" 2x54, aber das dürfte baugleich zum selben Modell von Orion sein. Passen halt ganze Sternbilder wie der "Schwan" ins Sichtfeld. Und es hat noch unerwartete andere Anwedegebiete -- ich hab damit letztes Silvester das Feuerwerk betrachtet. Das war ziemlich eindrucksvoll. Und natürlich sieht man null Zittern durch die geringe Vergrößerung. Und es gibt auch kein "kidney beaning" wie bei konventionellen Gläsern, weil es ja keine klassische Austrittspupille hat. Man kann einfach den Blick in dem gewaltigen Sichtfeld wandern lassen. Hab mich damit schon mal im Garten auf eine Bank gelegt, das Ding auf den Augen platziert (muss man nicht mal festhalten) und dann genießt man die Aussicht.
Wenn ich nur drei Gläser besitzen dürfte, wäre das 2x54 mit dabei, dann noch ein 7x50 und das Canon 18x50IS -- das sollte eigentlich den Rest des Lebens zum "Spechteln" reichen.
Was ich auch mag, ist die Verarbeitung. Alles Glas und Metall. Das Ding kann man noch seinen Enkeln vererben. Dafür fand ich auch den Preis nicht zuviel, ehrlich gesagt, aber das ist wohl Ansichtssache. Dafür bekäme man natürlich auch sowas wie ein Vortex Diamondback oder Svbony SV202 10x50.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben