Bruststativ versus normalen Stativ

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

astrofax66

Aktives Mitglied
Hallo Forum,

bin aktuell gerade dabei meine Beobachtungen mit dem Fernglas zu optimieren.
Ich habe schon seit längerem ein NIKON 10 x 50 Fernglas. Muss halt sagen, dass man bereits hier eine sehr ruhige Hand benötigt.

Außerdem überlege ich mir auch in ein etwas größeres Fernglas zu investieren,einfach um mehr Details sehen zu können.

Jetzt bin ich am Überlegen ob es nicht sinnvoll wäre, mir ein Bruststativ zu kaufen.

Hat da jemand Erfahrung welches Modell hier am geeignetsten wäre oder ist ein normales Stativ generell die bessere Lösung.
Vielen Dank im voraus für eure Tipps,

LG & CS,
Hans
 
Hallo Hans,

die letzten Jahrzehnte habe ich schon alles mögliche an "Stativen" für Ferngläser probiert. Auch ein Bruststativ war dabei. Das hat mich aber nicht wirklich glücklich gemacht. Bessere Erfahrungen habe ich mit Einbeinstativen gemacht, aber auch die wackeln noch seitlich und sind bei höheren Objekten eigentlich nur noch im Stehen zu benutzen. Meistens benutze ich mit den Ferngläsern mein selbstgebautes Zweibein. Da passt der Stuhl dazwischen, man ist relativ mobil und fast so ruhig wie mit einem echten Stativ. Beim Stativ kämpft man halt immer wieder mit den Beinen, wenn man gerne sitzen möchte.

Das Zweibein war eigentlich nur ein hektischer Versuch: 2 Stativbeine, 1 Dachlatte, 1 Latte eines Sprungrahmens. Das will ich auch noch mal ordentlich bauen; aber nichts ist ja so beständig wie ein Provisorium.

CS Gerhard
 

Anhänge

  • image319.JPG
    image319.JPG
    640 KB · Aufrufe: 327
Ebenfalls ein Bruststativ simuliert, aber keinen relevanten Gewinn für die Beobachtung bemerkt. Puls, Atmung und Gleichgewicht haben dabei weiterhin Einfluss.
Lieber Geld in echte Stabilisierung investieren, also im FG selbst, oder ordentliches Stativ.
 
Diese witzige Kopfstütze von Swarovski funktioniert übrigens tatsächlich ziemlich gut. Und die Stirn atmet auch nicht.

LG
Olli
 
Einer Kopfstütze habe ich noch nie eine echte Wirksamkeit zugetraut.
Die ausgezogenen Augenmuscheln des Trinovid liegen bei mir an der Augenhöhle an,
was einen ähnlichen Effekt haben dürfte.
Eine Kopfstütze lässt sich bei einem FG mit Stativgewinde, relativ einfach, selbst anfertigen.
Evtl. in Verbindung mit einem Bauarbeiterhelm.
Das probier' ich mal aus.

Merci und viele Grüße
Klaus
 
Hallo zusammen,

Nun: Der Vorteil beim Bruststativ ist jener, dass man im Gartenstuhl sitzend nur das Bruststativ vor der Oberkörper stützen muss, wenn man ein FG hat, dass nicht zu schwer ist und an den Augenbrauen anliegen kann (was beim 10x50 gehen sollte), ist das komfortabel für die Arme, die man nicht ständig hoch halten muss. Man stützt mit dem Bruststativ das aufliegende FG und kann beobachten. Liegt das Glas auf den Stirnknochen auf, stört auch die Atmung nicht.

Außerdem kommt man sitzend gut ins Zenit, was mit einem FG auf einem Fotostativ meist schwierig wird.

Viele Grüße
Uwe
 
Evtl. verstehe ich da etwas falsch, aber wenn ich das Bruststativ plus FG selber halten muss bin ich
doch wieder am Anfang? (sonst nervt die Atmung)
 
Einmal in "kurz" zur Verdeutlichung:
  • Ich im Gartenstuhl, Lehne gekippt bis hin zu flach
  • FG (in meinem Fall 10x42) auf Bruststativ
  • FG liegt an den Augenbrauen auf der Strin an (2 Auflagepunkte)
  • kurz über der der Brustaufalagestütze halte ich das Stativ (dritter Auflagepunkt)
  • Arme liegen entspannt am Körper an und müssten das FG nicht halten sondern kontrollieren nur Auflagepunkt 3. Ich muss nichts mit Muskelkraft halten, sondern nur (ohne "Arme hoch") stützen.
Im Sitzen oder in halbliegenden Position ist die Atmung relativ flach, es ist m.E. auch kein Problem, für einige Sekunden die Atmung anzuhalten, wenn man mal genau hinsehen wil. Alles besser als freihändig.

Uwe
 
Hallo Hans,
Ich habe schon seit längerem ein NIKON 10 x 50 Fernglas. Muss halt sagen, dass man bereits hier eine sehr ruhige Hand benötigt.
Bei 10x habe ich das nicht geschafft, auch nicht bei meinem Nikon 7(Porro)oder 8x(Monarch) am Sternenhimmel.
In der Ornithologischen Kategorie am See mit den Elbogen abgestütz bei waagerechter Sicht bin ich mehr beim 8x um Details zu gut sehen.
10x war noch gut um fliegendes Federviech schnell zu verfolgen per Hand. (Nur das 2,5k€ Zeiss meines Kollegen bei 10x kompensierte das Zittern bei der Wahrnehmung bei solch krasser exquisiten hohen Bildqualität :oops: nur beim auschliesslich fliegenden Federviech).
Um Sterne still zu haben per Hand, bei mir no way at all auch nicht mit dem Zeiss. Auch nicht nach 25 Stunden Schlaf....
Und auf dem Stativ muss man ein extrem flexibler Nacken haben mit einem gerade sichtigen, wurschttob das Nikon oder Zeiss heißt.
Jetzt bin ich am Überlegen ob es nicht sinnvoll wäre, mir ein Bruststativ zu kaufen.
Was ich so probiert hatte inklusive Monopod hat mir keine allzu Positiven Resultate gegeben, war einfach das gleiche etwas mindernt in grün.
Man ist halt lebendig, man atmet, hat Nerven, verdaut, und man ist kein starres Eisenteil.
Hat da jemand Erfahrung welches Modell hier am geeignetsten wäre oder ist ein normales Stativ generell die bessere Lösung.
Für die Astronomie sehe ich als Optik klipp und klar ein abgewinkeltes Fernglas als geeignet.
Beim Unterbau ganz klar ein solides Stativ, besser heutzutage zwei Nummern grösser.

Jetzt kommt das letzte, das Zwischenteil:
Ich hatte schon Wunderbare Videoneiger, die funktionieren Erstklassig bei Federviech und Videoaufnahmen mit allen elektronischen Dingsbums.

Aber für die Sterne, Nebel (mit Filtern 1.25" ;)) am abgewinkelten Bino bei nem 70-80mm abgewinkelten transportablen empfehle ich Ernsthaft ein Astronomisches T zu erwerben mit dem seitlichen Winkelhalter drauf fürs "abgewinkelte" Fernglas. Einbisschen die Wiederstandschraube zu und hält gleich bei ner Ok Balance.
Den Hocker beim Schwenken deines Setups musst du so oder so rumschieben.....
Vielleicht kannst du dir ne Idee machen jetzt, Sachen zu beschreiben ist schwierig.
Versuchs dir mal kreativ durchzudenken.
Billig und all zu leicht wird diese schöne Bequemlichkeit im Totalen sicher nicht.....

Um die Pünktchen und Filamente da oben klar und bequem zu sehen mag man halt auch nicht wie beim Zielschiessen zu arbeiten, man Beobachtet und mag das gerne ausgedehnt lange und bequem....

Clear skies,
- Martin
 
Für die Astronomie sehe ich als Optik klipp und klar ein abgewinkeltes Fernglas als geeignet.
Beim Unterbau ganz klar ein solides Stativ, besser heutzutage zwei Nummern grösser.

Jetzt kommt das letzte, das Zwischenteil:
Ich hatte schon Wunderbare Videoneiger, die funktionieren Erstklassig bei Federviech und Videoaufnahmen mit allen elektronischen Dingsbums.
Du meinst so etwas? Vixen BT-81S-A Binokular Teleskop online bestellen - Sonstige Ferngläser & Okulare | Calumet Photo Video
 
Hallo Hans,

darf ich noch mal Reklame für mein Zweibein machen?
Im Gegensatz zu dem Bild halte ich das Fernglas nicht mehr. An der oberen Dachlatte ist inzwischen ein guter Kugelkopf befestigt, der das Glas trägt. Das Objekt wird in der passenden Sitzposition ein mal eingestellt. Dann halte ich mit meinen Händen das Gestell in Höhe der unteren Querlatte. Die Arme sind dabei sehr entspannt und müssen nicht wirklich Gewicht übernehmen. Die Feinbewegung erfolgt über das Gestell und ist dank der langen Hebelarme problemlos. Ich verwende das Gestell für Gläser bis 15x70 mit Freude.

Die Baukosten lagen übrigens mit gebraucht erworbenem Kugelkopf in der € 20,- Klasse.

CS Gerhard
 
Das obige Zweibeinfoto gefällt mir sehr gut.

Pappkartons auf die Stuhllehne
oder
rechts und links ein Stativ, darauf ein Brett vor dem Bauch für die Ellenbogen waren meine Ideen bisher, aber das Zweibein müsste es toppen.

Praktisch müsste man ein Stativ zersägen, zwei Beine nehmen und dann oben ein Querholz f das Glas, darunter ein breiteres zur Stabilität mit vier Schrauben anbringen. Simpel u besser zu transportieren mobil.

Kugelkopf stelle ich mir schwer vor wegen der Höhe von Adapter u Kugel. Das Stabili.Brett muss ja noch darunter...

:)
 
Bei manchen 3-Bein Fotostativen kann man ein Bein abschrauben. Schon steht ein Zweibein- und ein Einbeinstativ zur Verfügung.

Grüße, Klaus
 
Hallo,
dann will ich auch mal meine zwei Lösungen vorstellen, von 10x bis 20x geradsichtig und auch für Brillenträger geeignet. Für die grössere Variante braucht man ein Auto oder man ist stationär.
Kleine Variante:
Fürs 10x43 bin ich vorne an die Stativschraube gegangen und habe parallel zum Mitteltrieb eine Strebe bis zwischen die Okulare laufen lassen, an deren Ende ein verstellbarer Puffer ist, der auf der Stirn aufliegt. Augenmuschel auf Brille empfinde ich als Qual, deshalb diese Lösung. Klappt super vom Stehen bis zum Liegen.

Grosse Variante:
Ein "Gamersessel" sitzt auf zwei parallelen Wellen, somit ist er auf der Stelle neigbar. Azimut (drehen) erledigt ein flaches Sitzlager zwischen zwei Multiplexplatten. Auf Gummifüssen. Alles einstell- und arretierbar. Das Fernglas hält eine schwenkbare Schubladenmechanik. Schwenkbar, weil man je nach Rücklage etwas auf dem Sessel hochrutscht.
Das klappt nach kurzer Einübung im Dunkeln und das Bild steht maximal still bei völliger Entspannung. So habe ich bereits viele schwache Objekte genossen, inklusive einiger Kometen, die anderweitig sicher schwierig geworden wären.

Für Vögelchen in kleinen Gläsern lehne ich eine meiner Hände, die das Fernglas halten, an ein senkrechtes Objekt, Türrahmen, Wand, Baum oder verfolge sie dynamisch mit angelegten Oberarmen.

Fernglassessel steht meist unterm Glasdach (jaja: geheizt!), an meinem Beobachtungsplatz gibts noch eine Sternguckerliege mit verstellbarem Rückenteil.

Vielleicht hilfts ja.

CS,
Henning
 
ja, merci,
ich bin eher mobil unterwegs, deswegen suche ich auch immer einfache Einbein-, Zweibeinlösungen oder Ähnliches wie Pappkisten auf den Armlehnen eines Campingstuhls. Im Garten kann man ja alles Mögliche fest installieren wie Campingstuhl mit Wippe vor dem Kopf, die an der Rückenlehne angebracht ist, o.Ä. ... das Internet ist prall gefüllt mit Ideen :)


- die Stirnstütze wurde irgendwo schon vorgestellt, vielleicht von Dir ... ich habe sie auch, jedoch anders: Zwischen der Okularbrücke (zwischen den Okularen) und meiner Stirn zwischen den Augen sitzt ein Feuerzeug, das mit Neopren gepolstert ist. So liegt das Glas eher auf der Stirn, gut für Zenit.

- das Nutzen eines Stativs mit zwei Beinen konnte ich heute trocken simulieren, interessant !
1- das flexible Stützdreieck des Stativs darf dabei nicht zu tief liegen oder man drückt es etwas hoch
2- es funktioniert nur bei Sitzen ohne Lehne, z.B. normaler Stuhl --- oder durch die Lehnen führen ?
3- das dritte Bein kann ruhig nach vorne zeigen, es stört net
4- man muss schlank sein
5- es funktioniert bei mir nur ohne Fernglas-Stativaufsatz, dieses lange Teil, also nur direkt aufgelegt wie auf einem Handtuch, da ansonsten das Stützdreieck zu tief leigt und am Bein/Bauch nervt.
6- sehr anstrengend beim normalen Stuhl für den Nacken, aber man kann eine Gehhilfe (Krücke) vom Kopf nach hinten führen - mache ich am PC seit 20 Jahren.
7- Stativ steht sicherer auf Teppichstücken


somit ist das Zweibein spontan eine gute Idee, aaaaber das Zweibein wäre besser, da alle genannten Einschränkungen wegfallen müssten. Vielleicht habt ihr noch Bein-Ideen ?

Grüssle,

Fred
 
Hallo,

von einem Stativ 2 Beine benutzen ist durchaus eine Alternative. Das mache ich bei einem ziemlich hohen Stativ, wenn ich im Stehen hochstehende Objekte benutze. Dann kippe ich das Stativ auf mich zu, so dass ich nur noch 2 Beine benutze.
Im Sitzen auf dem Stuhl sind zweibeinig benutzte Dreibeine schnell zu eng. Deshalb habe ich damals mein Gestell gebastelt, da passt auch ein dicker samt Stuhl zwischen die Beine.
Der Kugelkopf sitzt auf einer russischen Klemme. Die greift um die Dachlatte und endet oben in einem 3/8" Gewinde. Darauf ist der Kugelkopf geschraubt. Da das Zweibein immer etwas schräg auf mich zu gekippt steht, werden beim Kugelkopf keine grenzwertigen Einstellungen benötig, selbst wenn das Objekt vergleichsweise hoch steht.
Ich kann ja morgen mal versuchen ein Foto der Aufstellung einzustellen.

CS Gerhard
 
So, ich konnte nun das Dreibeinstativ als Zweibein zweimal testen, relativ simpel und mobil für den kleinen Einsatz.


image319.JPG

Das dritte Stativbein hängt kurz vorne in der Luft, lang hat es den Vorteil, dass es dann steht.
Als schnell verstellbare Kopfstütze nutze ich eine Gehhilfe ("Krücke"), wie oben angesprochen, grün, klappt super, zumal ich kleine Nuancen verstellen darf - mit hoher Lehne net möglich.

Solange der Bauch schlang bleibt, eine gute Idee, ansonsten drückt das Quergestänge auf den Körper --> Zweibeinlösung siehe oben oder Fitness :) . Auf das Stativ legte ich eine Wollmütze, Handtuch geht auch als Fernglas"halterung". Auf jeden Fall genoss ich eine sehr ruhige Hand und man kann sogar nach Findung einen Arm zum Entspannen nach unten hängen lassen.

Freihändig empfiehlt sich dazwischen kurz, wenn man Etwas sucht wie Uranus, denn zum Verschieben von Stativ u Co muss man alles verrücken - das ist der Nachteil,

na denn ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Einer Kopfstütze habe ich noch nie eine echte Wirksamkeit zugetraut.
Die ausgezogenen Augenmuscheln des Trinovid liegen bei mir an der Augenhöhle an,
was einen ähnlichen Effekt haben dürfte.
Zweipunktauflage gegen Dreipunktauflage am Kopf, das macht schon einen Unterschied.
Ich habs selbst schon testen dürfen, es funktioniert wirklich.

LG
Olli
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben