BTC Sygnum 12x60 "Astro-Version"

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Hallo Julian! Hier wurde es bereits erwähnt:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...544983/gonew/1#UNREAD

Bitte gaaaaanz runterscrollen und den Thema "Rote Beschichtung" überspringen.
Sygnum hat grüne Antireflexbeschichtung auch an der Prismen.
Als Händler darf ich in dieser Board weder pro, noch kontra äussern, bitte um Verständnis.
Es ehrt mich jedoch, wenn Sygnum ein eigenes Thread kriegt von Euch.

ClearSkies: lajos
 
Re: BTC Sygnum 12x60 "Astro-Version"

Hallo Julian,
vielleicht auch für Dich interessant. Dieses Fernglas wird
momentan laut Interstellarum Sonderheft Teleskope für 79 Euro angeboten. Auf der Homepage des Händlers in Österreich
ist der Preis von 115 Euro zu zahlen.
Ich werde wohl zuschlagen, das Gerät soll ja ganz gut sein.
Gruß, Reinhard :applaus:
 
Re: BTC Sygnum 12x60 "Astro-Version"

Ja wäre interessant zu wissen was das Teil so kann, hab mir auch schon überlegt das Fernglas zu kaufen. Vor allem würde mich die optische und mechanische Qualität im Vergleich zu den üblichen United Optics Großferngläsern die überall verkauft werden und die Wirkung des eingebauten Filters interessieren.

Vielleicht kann ja schon irgendwer genaueres dazu sagen?
 
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Re: BTC Sygnum 12x60 "Astro-Version"

Hallo Markus,
ich habe das Glas Ende letzter Woche bestellt und am Mittwoch war es da. Ich kann noch nicht viel sagen, aber: super verpackt, da konnte nichts dejustiert werden. Das erste Handling war sehr positiv, liegt gut in der Hand und ganz wichtig ist, dass der Augenabstand stimmt, also keine schwarzen Halbkreise oder ähnliches beim reinschauen. Die Optik ist ok, keine Doppelbilder oder ähnliches. Habe es an einer Lampe in ca. 5 m Entf. getestet. Das Bild wurde auch nicht unscharf zum Rand hin. Aber das ist natürlich viel zu wenig um einen Bericht abzugeben. Das Tolle ist, dass die Filter im Glas drinn sind. 2 kleine Rädchen bringen die Filter in die Okulare rein. Sehr praktisch. Für den Preis von 79 Euro denke ich, dass es eine gute Anlage ist, da das Glas ja auch ohne Filter zum Einsatz kommen kann.
Von hier nochmals viele Grüße an Lajos und Tommy für den völlig problemlosen Ablauf des Kaufs. :/
 
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BTC Sygnum 12x60 - Testbericht

Hallo zusammen,

habe mir das Fernglas vor ein paar Wochen ebenfalls zukommen lassen und konnte es in der Zwischenzeit mehrere Male am klarem Nachthimmel testen.

Hier nun einmal stichpunktartig meine Eindrücke von diesem sehr interresantem Glas ;)

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Pro:

Optik:
- Alle optischen Elemente sind multivergütet
- Prismen ausreichend groß; die Austrittspupille wird nicht beschnitten
- Augenabstand ist sehr angenehm

Mechanik:
- Filtermechanismus funktioniert intuitiv und ist sehr praktisch
- Gehäuse ist aus Metall
- Angenehm Leicht
- Leicht zu justieren; Justierschrauben sind gut zugänglich an der Außenseite des Gehäuses angebracht


Kontra:

Optik:
- Randschärfe könnte etwas besser sein (Leichte Koma und leichte Bildfeldwölbung)
- Leichte Reflexe an den Prismen
- Okulartubus glänzt sehr stark; in der Nacht jedoch nicht auffällig

Mechanik:
- Nicht sonderlich justierstabil
- Fokusrad läuft ein bisschen schwergängig und könnte etwas griffiger sein
- Fokusrad und Filtereinschwenkrädchen sind mit Handschuhen nur schwer zu bedienen
- Objektivschutzdeckel fallen leicht ab

Allgemein:
- Gerade noch so in der Hand haltbar, bzw. nur für kurze Zeit; Stativ wäre nützlich
- Verarbeitung könnte besser sein, aber für den Preis ok
- Chinafett "knatscht" beim Verstellen des Augenabstands
- Okularbrücke aus Kunststoff, Stabilität aber in Ordnung
- Nicht für Brillenträger geeignet

Subjektive Meinung:

Eignung zur astronomischen Beobachtung:

Sehr gut, 12x Vergrößerung bringen an vielen Objekten eine sehr schöne Auflösung, M42 war selbst bei
Vorstadt-Bedingungen in seiner vollen Pracht zu bewundern.
Die Deepsky-Filter bringen an aufgehellten Standorten einen wunderbaren Kontrast, Deepsky-Objekte
werden klar und deutlich sichtbar.
Die Okulare haben ein ordentliches 67° Gesichtsfeld (5,7° am Himmel) und im Randbereich eine
brauchbare Abbildung.
Es lässt sich noch gut in der Hand halten, ein Stativ wäre jedoch nicht fehl am Platz.
Koma und Bildfeldwölbung machen sich nicht sonderlich stark bemerkbar, einen leichten Farbfehler
konnte ich nur an sehr hellen Objekten wie dem Mond feststellen.

Fazit:

Zu einem noch erschwinglichen Preis bekommt man ein ordentliches Fernglas mit ein paar kleinen
mechanischen Schwächen und einer durchaus guten Eignung für astronomische Zwecke.

Ich persönlich werde dieses Fernglas auf jeden Fall in mein Equipment aufnehmen und freue mich schon auf die nächste Beobachtungssession :)

Viele Grüße,
Julian
 
Re: BTC Sygnum 12x60 - Testbericht

hallo julian,

danke für deine eindrücke. könntest du eventuell folgendes präzisieren:

- randschärfe könnte etwas besser sein ---> wieviel prozent des bildfeldes sind in etwas scharf?

- okulartubus glänzt sehr stark ---> meinst du damit die innen- oder aussenflächen der tuben? wenn innen, dann muss ich das als reflexionen aufgrund mangelnder streulichtunterdrückung auffassen oder?

- nicht sonderlich justierstabil ---> das klingt in meinen augen sehr übel! wie macht sich die justageinstabilität bemerkbar? wie lässt sich eine dejustierung beheben?


vielen dank im voraus für deine antworten...

gruß,
danilo
 
Re: BTC Sygnum 12x60 - Testbericht

Hallo Danilo,

>wieviel prozent des bildfeldes sind in etwas scharf?
Mmh, ungefähr 85-90%... Kann ich schlecht einschätzen.

>meinst du damit die innen- oder aussenflächen der tuben?
Die Innenflächen. Bei Nacht hat mich das aber nicht gestört.

>wie macht sich die justageinstabilität bemerkbar?
Nachdem ich das Glas erhalten habe war es leicht dejustiert, ließ sich aber sehr leicht über 4 Madenschrauben an der Außenseite des Tubus justieren. Bis jetzt hält die Justage ;) Also sooo schlimm ist es nicht.

Hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

Viele Grüße,
Julian
 
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Re: BTC Sygnum 12x60 - Testbericht

Danke für den tollen Bericht!

Das man das Fernglas so einfach justieren kann find ich wirklich gut das fehlt ja meist komplett bei vielen Geräten in der Preisklasse. Ein 45° Einblick wäre mir halt noch irgendwie lieber, deshalb bin ich noch unentschlossen. (Leider gibts da ja sehr wenig Auswahl)

Mich würde noch interessieren ob die Filter bei Beobachtung in lichtverschmutzter Umgebung merklich den Kontrast zb von der Milchstrasse zum Himmelshintergrund steigern, bzw wird das Bild insgesamt deutlich dunkler dabei?
 
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Re: BTC Sygnum 12x60 - Testbericht

hallo Fernglasfreunde, hallo Julian,

ich prüfe jedes Sygnum bevor wir es verschicken, und justiere es gegebenfalls. Beim Transport kann die Justage manchmal etwas leiden, das ist dann wie von Julian beschrieben leicht korrigierbar. Danke für deinen Bericht!

Das Fokusrad lässt sich um 1 1/4 Umdrehungen für den ganzen Schärfebereich drehen, das bedeutet dass die Fokus-Justage beim Ansetzen erhalten bleibt (das ist leider nicht selbstverständlich in dieser Preiskategorie). Zum Ruhighalten ein Tipp: Die Augenmuscheln ansetzen und nach dem Scharfstellen möglichst weit vorne an den Objektiven festhalten. Das minimiert die unwillkürlichen Zitterbewegungen der Hände (besonders im Winter :-).
Im Sommer wird der Fokustrieb dann etwas leichtgängiger...

Das mit dem Glänzen im Okular kann ich grad nicht nachvollziehen. Wenn ich gegen eine helle Lampe schaue, sehe ich keine erwähnenswerten Reflexe. Kannst du das nochmal genauer beschreiben, bei welcher Anordnung und Beleuchtung du ein Glänzen siehst?

Bei der Beobachtung der Milchstrasse wird der Streulichthintergrund effektiv dunkler, die Sterne heben sich ästhetischer ab. Natürlich werden sie dabei grün eingefärbt und etwas dunkler, ich habe dadurch aber nie weniger Sterne als ohne Filter gesehen. Die Gasnebel werden durch den Filter nicht gedämpft und gewinnen UHC-typisch enorm an Kontrast. Wen die Grünfärbung nicht zu sehr stört, gewinnt fast den Eindruck eines dunklen Landhimmels hier 5km von Wien.

Vielleicht haben Julian oder andere noch Lust ihre Erfahrungen dazu zu posten.

viel Freude wünscht

Tommy Nawratil

 
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