Hallo Klaus,
äh, das kann aber jetzt kein Grund sein. Sicher, es ist ein kleiner Nachteil, dass man einen vernünftigen Reduzierer von 2" auf 1,25" zukaufen muss, denn im Normalfall bleibt der 1,25" Anschluss einfach irgendwo in der Ecke liegen. Der 2" Anschluss wird angesetzt und bleibt dauerhaft dran. Hinzu kommt die Anschaffung eines 2" auf 1,25" Reduzierrings, der unbedingt ein 2" Filtergewinde haben muss (kauft man sonst doppelt) und dessen 2" Hülse "normal lang" ausgeführt ist, wodurch selbst etwas längere 1,25" Hülsen nicht an einen eingeschraubten 2" Filter anstoßen. Leider muss ich hier dazu schreiben, wie ein sinnvoller Reduzierring gebaut wird, weil es auch andere Konstruktionen gibt...
Also im Emsland, wo es nach Abschaltung der Straßenbeleuchtung in einigen Dörfern stockfinster wird, ist das schon eine gute Wahl. Besser wäre im Prinzip für den Deepsky-Freund nur noch mehr Öffnung. Das entscheidet eigentlich der Geldbeutel und der Wille zu schleppen (sei'S auch nur in den Kofferraum).
Persönlich favorisiere ich bei den günstigen Geräten die Volltubus-Dobsons, weil sie am Ende doch die Justage besser halten, als halbherzige Stangenkonstruktionen. Was bei GSO allerdings klingelt ist immer noch die Fangspiegelfassung. Ich würde mir zusichern lassen, dass dieses Gerät schon die neue Fangspiegelfassung hat, die bei Kälte nicht mehr den Spiegel einklemmt. Das ist im Prinzip die einzig relevante Schwäche beim GSO-Volltubus. Alles andere ist Tuning, und das sei an dieser Stelle auch empfohlen: Nach Möglichkeit sollte man einen erfahrenen Dobson-Benutzer durchschauen lassen, bei Nacht, in der Hoffnung, dass der freundlichen Sternfreund die Grundjustage weniger checkt als überhaupt durchführt. Sobald klar ist, dass die Optik "OK" ist, kann man nach Gusto Tuning durchführen. Für die erfolgreiche Planetenbeobachtung halte ich eine Tubusbelüftung mittels zusätzlicher Rückwand oder der Eimer-Methode für unumgänglich. Es wäre auch schade, das darin liegende Potenzial liegenzulassen.
Teflon-Nachrüstung ist ja auch gängig, usw. Diese Geräte sind natürlich für den bastelwilligen eine Art "Vorlage".
Was Zubehör angeht, einmal grundsätzlich der Hinweis, dass man bei einer solchen Optik schon damit rechnen muss, mittelfristig mehr Geld für okularseitiges Zubehör auszugeben, als für das Teleskop. Ob nun "mehr", "doppelt soviel", oder "ein vielfaches" sei dahingestellt. Als Minimalausstattung sollten wenigstens drei Okulare im Vergrößerungsbereich 40x bis 250x angesiedelt sein. Besonders kritisch ist das Aufsuchokular. Vielleicht dazu einfach mal die Gedanken aus diesem Artikel
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html aufnehmen und dahingehend weiter spinnen, dass man mit f/5 quasi die Okularbrennweite auf 5/6 reduziert und dass alle Okulare bezüglich Randabbildung nochmal kritischer werden.
Clear Skies
Sven