C8, war: 'Günstige' 3-Linser Super ED

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Re: 'Günstige' 3-Linser Super ED

Hallo,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein gut kollimiertes C8 f/10 einem gut kollimierten 8" f/6 Newton deutlich unterlegen ist, und zwar nicht nur wegen des abgebildeten Feldes, sondern auch hinsichtlich des Kontrastes und der Auflösung.

Dennoch schätze ich mein C8 als gutes Teleskop, vor allem, weil ich es nun auf eine Giro III packen und vom Balkon aus spechteln kann, vorausgesetzt, es ist gut ausgekühlt. Der Platzbedarf und das Gewicht ist eben optimal. Mit einem Newton oder einem größeren APO hätte ich da schon einige Schwierigkeiten. Die Schwächen des C8 bzw. eines SC nehme ich in Kauf, zumal ich für 'schönere' Ausflüge ein weiteres Gerät habe.

Ich habe sogar den Frevel begangen und einen 6.3 Focal Reducer drangesetzt, um die Brennweite auf f/6 zu bringen. Bitte jetzt nicht fragen, was dabei (visuell) herausgekommen ist.

Zum Begriff APO kann man ähnliches sagen wie zu Carbontubus - beides wirkt wie Leim und Honig. wird selten hinterfragt.

clear skies

Ralf
 
Re: C8

Hallo Günther,

Wir hatten diese Diskussion ja schon mal ... Schon klar, dass die AP bei der visuellen Beobachtung und hinreichend gutem Himmel eine wichtige Rolle spielt. Leider ist ein guter Himmel hierzulande für die meisten bald nur noch eine schöne Illusion. Dass ich hier bisweilen gern was "vorrechne", heißt aber nicht, dass mir die praktischen Aspekte völlig fremd sind und außerhalb meiner Erfahrung liegen. Ich würde mal schätzen, dass ich da wenigstens mit den erfahrendsten Hundert in diesem Forum in guter Gesellschaft bin. Was mir bei diesen Richfield Diskussionen allmählich auf den Keks geht, ist der immer wiederkehrende Hinweis auf das unzureichende Feld, dabei gibt es mit Ausnahme der erwähnten vier Objekte praktisch nichts, wo dieses Argument zutrifft. Das Argument mit der AP gilt auch nur für rein visuelle Anwendungen unter exzeptionellem Himmel, also wiederum nur für eine kleine Minderheit. Wenn man das Ganze unter photographischen Gesichtspunkten mit engbandigen Filtern betrachtet, und das wird ja inzwischen immer populärer, verschieben sich diese Kriterien. Aber das hatten wir ja auch schon mal genauso durchdiskutiert ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter


 
Re: C8

Hallo Peter,

nicht für ungut, lass doch dem Teleskop einfach das was es kann, so wie Ralf zum Beispiel.
Anstatt die endlose Debatte um des Kaisers Bart weiter zu führen habe ich mal einen kleinen BB eingestellt, quasi aus gegebenem Anlass.
Das kannst Du mit keinem SC erleben, auch die Probleme nicht.
Große AP ist NICHT an besten Himmel gekettet.
http://forum.astronomie.de/phpapps/...994/BB_22_23_07_2011_mit_6_12_Dobs#Post837994

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorteile der SCs

Hallo Ralf,

Dennoch schätze ich mein C8 als gutes Teleskop, vor allem, weil ich es nun auf eine Giro III packen und vom Balkon aus spechteln kann, vorausgesetzt, es ist gut ausgekühlt. Der Platzbedarf und das Gewicht ist eben optimal.

ich find da fast du die Vorteile eines SC sehr gut zusammen!
Es ist öffnungsbezogen sehr kompakt, sehr leicht und deshalb
sowohl leicht ausreichend stabil zu montieren sowie leicht
raus und wieder rein zu tragen.

Gruß, Karsten
 
Re: C8

Günther,

ist sicherlich ein schöner BB, die Objekte die Du da beschreibst sind ja allesamt wohlbekannt. Aber anstatt BB zu schreiben, photographiere ich das lieber. So hat eben jeder auf seine individuelle Weise und mit seinem *entfernt* Erfolg und Freude an der Sache. Was will man mehr?

Peter

 
Ausgedehnte Objekte

Hallo Peter,

Was mir bei diesen Richfield Diskussionen allmählich auf den Keks geht, ist der immer wiederkehrende Hinweis auf das unzureichende Feld, dabei gibt es mit Ausnahme der erwähnten vier Objekte praktisch nichts, wo dieses Argument zutrifft.

also bei deinen 4 Objekten bleibt es wohl nicht.
Darüber hinaus kann ein C8 auch nicht den Cirrus-komplex komplett zeigen
und auch der augedehnte offene Haufen Stock 2 ist zu groß.

Neben M31 sind das die Objekte für die ich mir erst kürzlich
ein weiteres Teleskop gekauft habe, d die 2,1° Gesichtsfeld
meines 8"f/6 Newtons für diese Objekte leider nicht ausreichten.

Gute N8, Karsten
 
Re: Vorteile der SCs

An KaStern,

vielen Dank für diese Erklärung.
Der erste Satz faßt es schön zusammen. Das war mir bis jetzt so nicht bekannt.

Beste Grüße
Peter
 
Re: Ausgedehnte Objekte

Hallo Peter,

ich schaue mir solche Fotos sehr gerne an und bin fasziniert, was ihr Könner da zustande bringt. Wo lange Brennweite gefragt ist und ein gutes SC im Einsatz ist, kommen sagenhafte Ergebnisse raus.
Wenn es um Fotografie geht, bin ich raus, weil ich vonder Entstehung solcher genialen Bilder 0-Ahnung habe.
Augenblickswahrnehmung gegen Lichtsammelleistung des Chips, so verschiedene Anforderungen bringt keine Diskussion unter einen Hut.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Ausgedehnte Objekte

Hallo Karsten,

natürlich gibt es immer ein paar Objekte, die für ein fixiertes Feld zu groß sind. Cirrus hatte ich ja in meiner detaillierten Liste aufgeführt. Es gibt sogar noch viel größere H-alpha Gebiete. Und manchmal kommt sogar ein Komet mit einem Schweif daher, der sich über den halben Himmel erstreckt.

Die engbandigen Emissionsobjekte sind aber allesamt wesentlich eindrucksvoller, wenn man sie photographisch erfasst, und das nicht nur wegen der Farbe ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Re: C8

Hallo Günther

wenn du die machbare AP ansprichst, dann fallen auch Newton Teleskope mit 30% Abschattung aus dem bereich der DS Teleskope. Wieso ?
Teleskope mit solcher Abschattung erzeugen bei AP über 5 mm Durchmesser ein extrem unangenehmes Einblickverhalten durch das schwarze Fangspiegelloch, das diese größere AP nicht mehr sinnvoll nutzbar ist. Nicht umsonst hören vernünftige beobachter beim F/5 Newton mit 30 mm Okulare als obere Grenze auf.

Nun nenn mir auch nur ein Teleskoptyp der nicht optisch und praktisch betrachtet beschränkte Möglichkeiten für gegebene Öffnung besitzt ....gib es nicht

Es gibt immer ein Pro und Kontra bei speziellen Objekte bei jedem Teleskoptyp
 
Re: 'Günstige' 3-Linser Super ED

Hi Peter

du missverstehts meine Worte. Ich meinte damit nicht, das in der Fassung nicht die Apo Gläser stecken !!!!

Sondern das der Apo einfach schlecht poliert, schlecht zertriert sein kann und damit keine Apokriterien mehr erreicht, die er in seiner Rechnung durchaus haben kann.
 
Re: Apo-Definitionen

Hi Karsten,

wenn du für diese Defintion:
"Für andere Hersteller reicht es aus wenn 3 Farben einen
gemeinsamen Brennpunkt aufweisen"

keine Toleranz angibst, gehe ich davon aus das keine Toleranz zulässig ist, also auch keine 0,001 mm Toleranz

und wenn keine Toleranz dafür zulässig ist, dann gibt es nach dieser Definition auf der ganzen Welt keinen einzigen APO !
 
Re: Apo-Definitionen

Hallo markus,

wir können das nicht so pauschal abhandeln und die Diskussion sprengen möchte ich nicht.
Am Tage sehe ich den schwebenden Schatten auch bei weniger obstruierten Teleskopen schon unterhalb 5 mm AP, Nachts öffnet meine Iris so weit, dass auch über 7 mm AP nicht störend beeinträchtigt werden(siehe BB).
Dass wir im Bereich der Newtons 30% in allen größen nur bei fotografisch optimierten Geräten überhaupt benötigen und oberhalb von 200 mm Öffnung da kaum hin kommen, ja dass man locker und ohne Einbußen unter 20% bleiben kann, wenn man das denn will, ist ein weiterer Punkt.

Rein visuell (Augenblickswahrnehmung) geht es um Strecke Himmel, Teleskop, Okular (ev. + Filter) Augen, Hirn.
Eine kurze Liste und die Liste der dafür sehr gut geeigneten Teleskope ist noch kürzer.
Vollapos und gute, visuell optimierte Newtons erfüllen die Ansprüche in den jeweils zur Wahl stehenden Öffnungsklassen optimal und nutzen die Möglichkeiten gegebener Öffnung so gut wie es eben geht, mit größtmöglicher Bandbreite für die Beobachtung.
Da ist es Nonsens, mit 30% oder 37% Obstruktion zu operieren oder zu argumentieren, man schickt auch keinen zu-kurz-FH in dieses Rennen.

Fotografisch ersetzt der Chip das Auge, sammelt Licht und sein Ergebnis wird bearbeitet, gestakt, geschärft, addiert, durch Filter gejagt, eingefärbt, es werden noch Flats gemacht und was weiß ich.
Die Strecke zum Auge wird jedenfalls erheblich länger und so auch die Liste gut geeigneter Teleskope.

Ich kann visuell den gebotenen Kontrast nicht anheben, der Fotograf tut es.

Gruß
*entfernt*

EDIT: Um Missverständnissen bezüglich des "Schattens vorzubeugen sei nochmal klargestellt, dass dieser Vorgang im Auge des Betrachters stattfindet, verursacht durch zu enge Eintrittsöffnung der Iris.
Kein Foto, auch keins mit 40% Obstruktion zeigt eine dunkle Bildmitte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Apo-Definitionen

Hi Günther

gut zusammengefasst, wobei ich bei meinem 24"F/4.3 nie ne AP von 6 oder gar 7 mm nutze, bringt mir nichts. Solch ne AP nutze ich bei Apo's und Ferngläser wenns wirklich Dunkel ist und das eigene Auge diese AP erreicht, sonst ist Sie sinnlos Licht verschenkt

 
Re: Apo-Definitionen

Hallo Markus,

bei 2,6 Metern Brennweite und max. 1° Feld hat sich Weitfeld und Übersicht natürlich ziemlich erledigt, egal was das für ein Teleskop ist. Kleine PNs sind hell und/oder wie schwache GX auf starken Kontrast zum Himmelsgrund angewiesen. die Lichtsammelleistung macht den Rest, auch bei "normalen" Objekten. die großen Objekte fährt man ab oder geht ins Detail. solche Teleskope sind keine Allrounder mehr sondern auch Spezialisten.

Was glaubst Du, warum ich schon bei 1,6 Metern Brennweite und 12" Öffnung auf die ungewöhnliche Idee gekommen bin, da einen 6" F/4,8 Weitfeldspiegel einzuspiegeln?
Es geht um den banalen Unterschied von 1,6° zu 3,5° bei maximaler AP.

Gruß
*entfernt*
 
Re: 'Günstige' 3-Linser Super ED

Hallo Markus,

vielen Dank für die Erklärung. Hatte schon Gedanken das es auf dem Fernrohrmarkt so zugeht wie im "Wilden Westen", vielleicht auch "Wilder Osten".

Gruß
Peter
 
Re: 'Günstige' 3-Linser Super ED

Hallo Markus,

an einer Stelle drückt mich noch der Schuh.
Ich besitze:

1. Einen 3"-Fraunhofer-Refraktor (75/1200) Marke Polarex/Unitron aus dem Jahre 1965.
Dazu eine parallaktischen Montierung, an der auch heute noch nicht ein Pünktchen Rost zu erkennen ist (damals sehr teuer).

2. Ein C5 von 1981. Wird als Reiseinstrument verwendet.

3. In wenigen Tagen wird wieder ein C8 dazu kommen.

Meine Beobachtungsgebiete sind in erster Linie:
Doppelsterne, Deep Sky, Kometen. Planeten beobachte ich seltener.

Fotografiert habe ich bis jetzt chemisch mit aufsetzter Minolta-Kamera SRT 101 und Objektiven 50-400 mm. Nachführung erfolgte durch ein C8
Zwei Objekte habe ich bis jetzt abgelichtet:
Eine Mondfinsternis und Hale Bopp 1997.

Das ist die Vorgeschichte und nun zwei Fragen:

1. Würde es Sinn machen, unter Berücksichtigung der genannten Beobachtungsgebiete und des vorhandenen *entfernt*s, den o.g. 3"-Refraktor durch einen APO-Refraktor mit größerer Öffnung zu ergänzen?

2. Wenn ja: Welche Öffnung wäre sinnvoll unter Berücksichtigung des vorhandenen C8 ?

Vielen Dank für Deine Unterstützung im voraus.

Beste Grüße
Peter
 
Re: C8

Hallo Markus,

wenn du die machbare AP ansprichst, dann fallen auch Newton Teleskope mit 30% Abschattung aus dem bereich der DS Teleskope. Wieso ?
Teleskope mit solcher Abschattung erzeugen bei AP über 5 mm Durchmesser ein extrem unangenehmes Einblickverhalten durch das schwarze Fangspiegelloch, das diese größere AP nicht mehr sinnvoll nutzbar ist. Nicht umsonst hören vernünftige beobachter beim F/5 Newton mit 30 mm Okulare als obere Grenze auf.

diese Aussage ist im allgemeinen falsch. In mehrerelei Beziehung. Sie darf nicht unwidersprochen stehen bleiben und der Sachverhalt sollte klargestellt werden.

1. Das Einblickverhalten von 5mm AP oder mehr wird nicht in Abhängigkeit von der Obstruktion schwierig, sondern da man sich hier der maximalen Irisöffnung (gehen wir von 7mm aus) nähert, ist eine genaue Positionierung der Iris in jedem Falle (mit jedem Teleskoptyp) notwendig. Zwischen Irisrand und AP verbleibt nominell nur 1mm Rand, was also +/- 1mm in jeder Richtung als Toleranz ergibt. Hinzu kommt sphärische Aberration der AP wie sie bei einigen Okularen vorkommt, wodurch es also bei einigen Okularen keinen idealen Schnittpunkt von Randstrahlenbündeln und jenen aus der Bildmitte bzw. dem der optischen Achse gibt. Dadurch wird nochmals eine größere Irisöffnung benötigt und Effekte wie Kidney-Beaning werden verständlich.

2. Das unangenehme Einblickverhalten mit dem "Fangspiegelloch", dem von mir gern als schwebenden Schatten beschriebenen Effekt, tritt auf, wenn man die AP für die eigene Iris zu groß wählt. Dies ist jedoch auch bei unobstruierter Öffnung schlecht (Beugungseffekte, z.B. einseitige, komaartige Lichtausbrüche an Sternen). Ist die AP passend gewählt und das Okular bzw. die Kombination mit dem Teleskop frei von sphärischer Aberration der AP, kommt es nicht zu schwierigem Einblickverhalten, genaue Kopfpositionierung und antrainierte Ausgleichsbewegungen vorausgesetzt.

3. Ich nutze regelmäßig 6,5mm AP (26mm Nagler T5) an hoch obstruierten f/4 Spiegelteleskopen. Dies betrifft mein R200SS und meinen 12" Orion Newton, die 67mm bzw. 82mm Fangspiegeldurchmesser haben, also 33,5% bzw. 27,3% Obstruktion. Es ist kein Problem. Mit Paracorr (15% Verlängerung) ergibt sich mit dem 31mm Nagler T5 ergibt sich eine AP von 6,7mm - ebenfalls problemlos mit angenehmem Einblick. Die Nagler T5 scheinen arm an sphärischer Aberration der AP zu sein. Anders beim Vixen LV 30 oder 30mm Moonfish=BW Ultrawide. Soweit meine Erfahrung.

4. Ich weigere mich, mich einen unvernünftigen Beobachter nennen zu lassen, vielmehr ist die Aussage unvernünftig, einfach 5mm AP als nutzbare AP-Grenze festzulegen, ohne an die unterschiedlichen Irisgrößen unterschiedlicher Beobachter zu denken. Eine sehr polternde Plattheit, mehr ist diese Aussage nicht. Schade, wenn sich dadurch Sternfreunde abhalten ließen, sich mit den wunderbaren Beobachtungsmöglichkeiten bei großer AP auseinander zu setzen. Das geht dank harter Filter wie dem Baader OIII auch unter lichtverschmutztem Himmel.

Nun nenn mir auch nur ein Teleskoptyp der nicht optisch und praktisch betrachtet beschränkte Möglichkeiten für gegebene Öffnung besitzt ....gib es nicht
Diese Aussage unterstütze ich, aber obige Rechtfertigung dafür ist völlig an den Haaren herbeigezogen.

Clear Skies
Sven
 
Re: C8

Hi Sven

du beschreibst es Wissentschaftlich, was in der Theorie richtig ist, ich beschreibe was ich und sehr sehr viele andere Beobachter als visuellen Eindruck gewinnen und erfahren.
Hinzukommt noch natürlich das Alter und die Dunkeladaption.
Sprechen wir also von jungen und alten Beobachtern , von Alpenhimmel und deutschem Durschnittshimmel.
Ich bin 48 Jahre jung und im Saarlang zuhause und habe die beschriebenen Probleme und verschenke mit ner AP größer als 5 mm garantiert Licht durch die Nutzung einer zu gro0en AP und ich schätze mal das es mehr als der hälfte der aktiven Beobachter genauso wie mir ergeht.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Wer aber die Ausnahme ist, jene die meine Erfahrung machen, oder jene die deine Mathematik nutzen können, ist die große Frage.
 
Re: 'Günstige' 3-Linser Super ED

Peter

du fragst nach :Doppelsterne, Deep Sky, Kometen.

Doppelsterne : je größer die Öffnung desto anfälliger das Teleskop gegen Seeingprobleme und Auskühlprobleme.Besonders anfällig sind hier Teleskope mit Obstruktion, offenen Tuben und catadioptische Systeme.
Mann sollte die verschiedene Systeme aber stets mit gleicher Öffnung vergleichen, also einen 5" Refraktor mit 8" Spiegel zu vergleichen, hinkt, denn der 8" Spiegel kämpt deutlich mehr gegen größere Seeingprobleme und möglicherweise gegen größere Auskühlprobleme.Nimmst du einen 8" Refraktor gegen 8" Spiegel verringern sich die Unterschiede extrem.

Daher meine Empfehlung für Doppelsterne : einen sehr guten Refraktor mit F/8 oder Längerbrennweitig mit maximaler Öffnung oder Newton oder Maksutov Newton mit kleinstemöglichem Fangspiegel.

Deep Sky : wenn zusätzliche maximales Feld gewünscht ist : maximale konstrastreiche Öffnung , als Apo , Newton oder Maksutov Newtonian mit kleinem Fangspiegel + maximale Öffnung

Kometen : Großfernglas mit Wechselokularen, sehr guten rich field Refraktor , Newton , Maksutov Newton.

das sind meine Tips , die keinen Anspruch auf Vollständig erheben, denn es gibt ja auch noch Exoten wie Schiefspiegler etc.


 
Re: 'Günstige' 3-Linser Super ED

An Markus und Alle,

hatte noch nie die Möglichkeit, Beobachtungen an einem 5-6" APO-Refraktor und an einem 8"-Spiegelteleskop zu machen.

Kennt jemand einen Sternfreund im Raum Nürnberg, Erlangen, Bamberg, der vielleicht sogar beide o.g. Instrument besitzt und bei dem ich an einer Beobachtung teilnehmen könnte?
Meine E-Mail-Adresse lautet: pmorion@t-online.de

Gruß
Peter
 
Re: C8

Hallo Markus,

ey, Schmarrn! Ich beobachte praktisch, stempel mich nicht zum Wissenschaftler wenn's grad unrühmlich nach Theoretiker stinkt und zum Schreibtischtäter degradiert. Zu gut weißt auch Du, dass nachweislich das Alter nicht als echter Grund für eine kleine Iris her hält. Dafür gibt es zu viele Beobachter, deren Iris nach alter zu groß auf geht. Und jetzt willst Du anfangen Dich zu winden und zu differenzieren? Nach dieser platten Aussage?

Zu 5mm AP als nutzbare Obergrenze sage ich Dir, was Du etliche Male schon anderen (und mir) geschrieben hast: Für Dich mag das reichen. Für meinen Anspruch nicht.

Clear Skies
Sven
 
Re: C8

Hallo Markus,

ich hänge mich da mal an Sven dran, weil auch ich mich im zarten Alter von 52 Sommern nicht auf 5 mm AP reduzieren lassen will und kann. Offensichtlich kann man Augen fit halten und ich hoffe, dass ich die Klüsen auch in 15 Jahren noch auf 7 mm Pupillenöffnung bringe.
Auch meine Teleskope sind geeignet, mit handelsüblichen Brennweiten mit 2" Steck 7 mm AP zu bringen. Ich baue für mich und meine Zwecke ja auf optimale Leistung bei max. und min. AP, also von 7 bis 0,7 mm.

Du kennst den Markt und daher die Frage, welches Okular denn an F/4,8 zumindest nahe an 7 mm AP rankommt.
31er Nagler, 6,46 mm AP, 3,26° Feld (Feldblende 42 mm) fällt mir ein und ist eigentlich noch nicht optimal.
Brennweite bis 35 mm, größere Feldblende und damit mehr Feld, brauchbare Randschärfe an F/5 (besser als 28er UWAN und Co.), da fällt mir nichts ein. Ich bin für jede Idee dankbar.

gruß
*entfernt*
 
C8 - teure Apos

Hallo, erstmals konnte ich beobachten, dass ein Thread ganz einfach geteilt und ein Teil neu benannnt wurde.

Schade drum. Ich fand den Diskussionsverlauf sehr interessant mit Hinblick auf die Eingangsfrage, in der es darum ging, ob der Preis für sehr teure Apos sich im Verhältnis zum günstigen Apo mit ca. gleichen Werten lohnt. Im Verlauf sind andere Teleskoptypen eingebezogen worden und der 110mm Apo wurde mit dem C8 verglichen. Dabei spielte der Preis des C8 eine bedeutende Rolle. Dann kam noch der Newton ins Spiel. Warum läßt man das nicht laufen?

Tom
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: C8

Günther, Sven

ich will niemands AP reduzieren und bin auch kein Augenoptiker, mich würde aber dennoch mal interessieren, ob dies be euch ein Wunschgedanke ist, oder ob ihr dies mal Testen gelassen habt unter den gegebenen Bedingungen ?

Günther bei deinen Vorgaben ist mit dem N31 tatsächlich schluss, es nicht nichts , Weltweit, ausser ich kenns nicht
 
Re: C8

Hallo Markus,

kein schwebender Schatten, Einblick OK, Bild heller als bei 5mm AP -> alles richtig gemacht.
Viel eher solltest Du mal testen, ob der schwebende Schatten ab 5mm für Dich bei jeder Kombination aus Teleskop und Okular auftritt.

Clear Skies
Sven
 
Re: C8

Hallo Sven er tritt auf bei allen Teleskopen mit größerer Abschattung und bei F/5 oder schnelleren Systemen . Und es ist kein Traum, aber ich will mit dir darüber nicht diskutieren. Wenn du der Meinung bist dir bringt 6 oder gar 7 mm AP an solchen Systemen etwas, bitte, sei froh...dennoch währe es mal interessant, wenn Leute die sowas von sich geben, Ihre Beobachtungs AP just zu diesem Zeitpunkt messen lassen
 
Re: C8

Hallo Markus,

nichts für ungut, aber ich beobachte am 12" f/4 (mit Paracorr) ohne Probleme mit einem 31 mm Nagler. Da gibt es keine Einschränkungen und irgendwelche Probleme. Ich kiffe auch nicht dabei oder nehme Drogen oder Medikamente, die meine AP dabei verkleinern oder vergrößern bzw. meine Wahrnehmung stören könnten.

Das Bild unterscheidet sich nicht vom 26 mm T5 oder gar 21 mm Ethos. Ich habe ledigilich auf dem 31 mm Nagler einen TV Eyeguard Extender, aber der wird sicherlich nicht Einfluss auf die AP haben. Wie das bei noch längerbrennweitigen Okularen aussieht, weiß ich allerdings nicht. Das 31 mm Nagler macht an meinem Gerät und bei meiner AP einfach nur Spaß - und das ist die Hauptsache!

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass manche Beobachtungsergebnisse und physischen Voraussetzungen zu individuell und persönlich sind, so dass man sie in keine Schema bzw. in keine Schublade packen kann.

clear skies

Ralf
 
Re: C8

Hallo Markus,

ich komme auf jeden Fall über 7 mm Pupillenweite in der Dunkeladaption, getestet mit der etwas ungenauen Auge-Bohrer-Stern Methode. Mehr aufwand sehe ich da auch nicht ein, denn:
Ich achte auf die Helligkeit der Objekte und die Strukturen darin die ich sehe wenn ich das Gesamtbild betrachte und das Auge wandert von Struktur zu Struktur. Da gibt es nur mehr zu sehen, bei großer AP und auch mit Filter aber natürlich kommt es auf das Objekt an, klarer Fall. Wenn die Helligkeit und die Fassbarkeit überproportional steigt, im Verhältnis zur geringfügig sinkenden Vergrößerung und Auflösung, dann gewinnt große AP.

Du beziehst Dich m.E. auf Tagesbeobachtung und auf Mondbeobachtung, eventuell auch formatfüllende Planetenbeobachtung mit Großgeräten. Jedenfalls auf Beobachtungen, die ein so helles Bild bringen, dass die Iris sich schließt, was dann bei Jedem die von Dir beschriebenen Nachteile auslöst.
So etwas läuft für mich ganz klar unter Bedienfehler am Teleskop, denn weder das Teleskop noch das Auge kann was dafür.
Leute deren Pupille aus irgendwelchen Gründen nicht weiter auf geht haben natürlich ein Problem, klarer Fall.

Zum schlechten Schluss ist auch das Nichtausnutzen der Möglichkeiten des Teleskops und der eigenen Augen für mich ein Bedienfehler.

Gruß
*entfernt*
 
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