CCD Kamera mit Gas füllen

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Hallo Daniel,

falls Du Kontakte zur Universität hast, im Speziellen zu Chemikern, könntest Du da mal nachfragen.
In jedem Chemielabor gibt es Argon und Stickstoff-Schutzgas, bei uns sogar in jedem Abzug frisch aus dem Hahn.
Argon wäre natürlich das Optimum, Stickstoff dürfte seinen Zweck aber auch erfüllen.
Eventuell ist das Schutzgas nicht absolut trocken. Um sich also keine Feuchtigkeit mit dem Schutzgas einzuschleppen, die dann wieder zu Kondenswasser führen würde, (das wäre sehr kontraproduktiv) muss der Gasstrom getrocknet werden, z.B. durch eine vorgeschaltete Gaswaschflasche mit konz. Schwefelsäure.
Wer befürchtet, dass etwaige Säure den CCD-Chip angreifen könnte nimmt Phosphorpentoxid, oder etwas milder Calciumchlorid oder Kieselgel (im Trockenrohr).
Gas aus Druckflaschen ist meist schon ausreichend trocken und bedarf keiner zusätzlichen Trocknung.

Wie darf man sich diese gasdichte Kammer der CCD-Kamera denn vorstellen? Gibt es da ein Ventil zum Entlüften und eins zum Fluten, oder wie ist das realisiert? Überdruck herrscht da ja wohl nicht drin, oder?
Argon hätte den Vorteil, dass es schwerer als Luft ist und so die Luft im Gerät wirklich verdrängt. Bei Stickstoff findet eher eine Durchmischung statt und der Anteil feuchter Luft wird immer weiter verdünnt.

Grüße,
Jan-David
 
Hallo Zusammen,

blöde Frage: was bewirkt die Gasfüllung eigentlich? Beim Schutzgasschweißen wird häufig "Korgon" verwendet, das ist eine Mischung aus Argon + wenig CO2, sollte auch trocken sein, wäre das evtl. eine Alternative? Dann einfach mal die bei der nächsten Schlosserrei anfragen...die genaue Zusammensetzung steht auf der Flasche, es gibt verschiedene Mischungen.

Viele Grüße Felix
 
Hallo,

also es wird wohl, meiner Meinung nach, nur um die Wirkung gehen wirklich trockenes Gas um den Chip zu haben, damit sich keine Feuchtigkeit bei starker Kühlung des Chips niederschlägt.
Im Prinzip dürfte fast jedes erdenkliche Gas/Gasgemisch funktionieren, vorausgesetzt es ist eben trocken. Bei Flaschen, wie gesagt, kein Problem.

Helium, Sauerstoff sowie Wasserstoff würde ich jedoch nicht nehmen. ;-)

Man könnte auch bei Linde anfragen.

Oder den Chip gleich kontinuierlich mit flüssigem Stickstoff umspülen, dann hätte man das Rauschen gleich noch mit unterdrückt. ;-D


Viele Grüße,
Jan-David



 
Hallo Jan-David,

es geht mir nicht um die Chip Kammer, die ist sowieso mit Argon gefüllt, sondern um die restliche Luft in der gesamten Kamera. Diese kann man ebenfalls austauschen durch zwei Ventile, einfach reinblasen und auf der andren Seite geht dann mit der Zeit die Restluft raus(man erreicht so natürlich nie 100% gasatmosphäre).

Das mit der Uni ist ein guter Rat, ich bin jetzt ab Herbst eh Chemiestudent ;)

Argon wäre mir auch am liebsten, denn das würde wohl Neubefüllungen extrem selten machen, weil es einfach da drinnen Sitzen bleibt.

Viele Grüße

Daniel
 
Hallo Daniel,

ich würde CO2 nehmen - ist billig und leicht zu bekommen. Wenn du keine großen Gasmengen brauchst dann könntest z.b. eine Fahrradpumpe mit CO2 Patrone nehmen (gibts bzw. gabs bei Hofer/Aldi) und damit die Kamera spülen. Ventile kannst dann entweder wie beim Fahrrad nehmen oder du besorgst dir welche aus dem Industriebedarf - was für Druckluftsteuerungen funktioniert wird auch mit anderen Gasen gehen. Eine weitere Möglichkeit wären die Luftleitungen von Airbrushes (gibts z.b. bei Conrad).
Noch ein Caveat am Schluss - expandierende Gase kühlen sich stark ab daher musst auf alle Fälle aufpassen wegen der Feuchtigkeit. Also am Besten sehr langsam spülen :-)
Irgendwo im weiten Net hab ich mal eine Seite gesehen wo die Typen eine Kamera gekühlt hatten und zur Trocknung CO2 als Spülgas verwendet haben.

lg

Hans
 
Hallo,

wie kommt es eigentlich dass manche Kameras offenbar Probleme mit Feuchtigkeit auf dem Chip haben, aber andere nicht?

Ich dachte bisher dass die Luftfeuchtigkeit in der Kammer ganz gut durch Ausfrieren am Coldfinger in den Griff zu kriegen ist (das steht so jedenfalls im "Cookbook").

Warum braucht man (in manchen Fällen?) zusätzlich eine Gasfüllung? ?)

cs
Martin
 
Hallo Martin,

die Kameras sind nie 100% dicht, da kommt immer neue Feuchtigkeit rein. Mit Silika Gel kann man sich da nur mäßig helfen. Ich hab mir eine Heizung in die Kamera eingebaut, die das Sensorfenster heizt, dadurch habich keinen Tau mehr. Möchte jetzt aber auch optional die Gasfüllung ausprobieren. Bei mir ist es eher Experimentierfreudigkeit (basteln macht ja soviel Spaß!) als Notwendigkeit.


Viele Grüße

Daniel
 
hallo Daniel,

experimetierfreudig? Nicht einfüllen, raussaugen! Versuch doch mal eine Umsetzung für ein Vakuumteleskop samt Vakuumkamera zu finden. Garantiert kein Tubusseeing und keine Feuchte mehr! Das wird viele überzeugen, Michael Breite schickt dir automatisch gratis immer die neueste Kamera, und du bist aus dem Schneider!

lg Tommy
 
Hallo Daniel!

Na dann willkommen im Club. Diplom oder Bachelor?
Ich bin ab Herbst im dritten Semester.
Ach ja: Ich habe übrigens seit einem Jahr nicht mehr durch mein eigenes Teleskop geschaut. So viel zum Zeitaufwand bei den Chemikern. Aber es macht Spaß.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und einen guten Start.
Frage mal Deinen AC-Prof bzgl. der Argonfüllung, der leitet Dich sicher gern an jemanden aus seinem Arbeitskreis weiter.

Man muss jedoch bedenken, dass wenn die Kamera nicht komplett dicht ist, die Wirkung nicht sehr lange vorhalten wird und eine Füllung mit Argon, das dann fleißig wegdiffundiert, eher ein teurer Spaß ist. Dafür kann man dann aber auch getrost normale Luft verwenden. Warum die Kameraelektronik usw. unter Inertgas gehalten werden muss erschließt sich mir nicht so ganz. So viel Feuchtigkeit, dass es zu Kurzschlüssen kommen kann, hat man eigentlich nie!

Grüße,
Jan-David
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ach mit Sicherheit hilft der wenn Du ihm Dein Anliegen schilderst!

Ich gehöre noch zum Schlag der Diplomer, der aussterbenden Spezies sozusagen.
Ich hab mich vorletztes Semester bewusst gegen Bachelor entschieden. Mit welchem System man zurecht kommt hängt wohl vom Lerntyp ab. Diplom bietet einige Freiheiten, man ist aber auch eher auf sich gestellt von der Organisation seines Studiums (was man auch wieder als Vorteil sehen kann). Im Bachelor sind halt die Gleise verlegt.

Du kannst Dich ja mal melden bei Fragen aller Art. Ich mach das ja nun doch schon ein wenig länger und habe mich als orientierungslosen Ersti noch gut in Erinnerung ;-)

Vielleicht kannst Du nochmal darauf eingehen warum Du die Kameraelektronik unbedingt unter Inertgas setzen möchtest, würde mich schon noch interessieren.

Viele Grüße,
Jan-David
 
Hallo Zusammen,

wenn es "nur" um das füllen mit trockenem Gas geht, warum nicht einfach diese: http://www.watchgear.de/CoolGuideDSLR/CoolGuideDSLR.html Methode übernehmen? Wenn man dasselbe Gasvolumen permanent durch eine solche Trockenpatrone pumpt und diese immer wieder regeneriert sollte es staubtrocken im Gehäuse werden. Einfach eine kleine Membranpumpe an die Ventile anschließen, den Trockner dazwischen hängen...

Viele Grüße Felix
 
Interessant wer so alles "vom Fach" ist.

Zu Felix:

Na ja, wenn er schon "Ventile" hat, die theoretisch dicht halten müssten, dann wäre diese "aktive Gastrockung" ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen, zumal dann noch zwei Schläuche mehr zu den ohnehin schon vielfältigen Kabelbündeln dazukommen.


Grüße,
JD
 
Hallo Jan-David,

eigentlich gehts nur darum kein H2O in der Kamera drin zu haben, umso weniger, umso geringer die chance dass da was antaut.

Im moment habich das ja über eine Heizung realisiert die das Sensorfenster heizt, das kostet mich ca. 3-4° Kühlleistung und der Stromverbrauch der Kamera steigt an, was beim Darks erstellen am Tag störend ist. Lieber wärs mir ohne Heizung und dafür garkeine Luft drinnen zu haben, denn dann kann nix mehr tauen.

viele Grüße

Daniel
 
Hallo Daniel,

Das erklärt, weshalb du - wie in einem anderen Thread erklärt - so viel Zeit hast, die Nächte unsicher zu machen ;) Aus leidlicher Erfahrung kann ich dir nur raten, die Zeit zu nutzen, wenn du einmal im Beruf stehst, gibt es plötzlich kaum noch Gelegenheit für unser Hobby.

Zur Sache: Ich verstehe, dass die Gas-Geschichte eine Bastelei ist, aber hast du auch einen konkreten Anlass für deine Modifikationen - CCD-Fenster heizen und Gas einleiten? Habe bislang noch bei keiner Kamera erlebt, dass so ein Aufwand nötig gewesen wäre, der noch dazu u.U. die Garantie vernichtet.

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,

ohne Modifikation kann man die Kamera nicht nutzen, bekomme Tau ab -5°C Sensortemperatur weil hier die Luftfeuchtigkeit 90% beträgt. Setzt sie nun mit Heizung bei -20°C ohne probleme ein.

viele Grüße

Daniel

ps: damals wie ich das in besagtem andren Thread geschrieben habe hab ich 40stunden/woche gearbeitet, übern Sommer halt ;)

pps: zu der besagten Modifikation wird auch im offiziellen QHY forum geraten und es gibt jetzt auch eine kommerzielle heizung für die Kamera die mit dem selben prinzip arbeitet und jetzt vom Hersteller zum "nacheinlöten" produziert wird. Bei zukünftigen Kameraauslieferungen wird das dann schon fix integriert sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Daniel,

zufällig nochmal nachgeschaut und schon eine Antwort :)

Deine Erfahrung ist interessant. 90% Luftfeuchte sind natürlich eine Menge, dass man dabei überhaupt noch Sterne sehen kann, wundert mich. Nichtsdestotrotz ist Tau (ehrlich Tau oder Vereist das Fenster schon?) bei solchen Temperaturen natürlich nicht gewünscht. Kannst du eine Verschlechterung der Abbildungsleistung durch die Heizung ausschließen? (Eine evntl. Taukappenheizung hat ja nachweislich einen negativen Einfluss auf das Seeing.)

Handelt es sich um ein Problem bei allen oder nur bei einzelnen Stücken dieser Serie?

Viele Grüße
Stefan

PS: Halbtagsjob? ;) Im Ernst, eine gute Eingewöhnung auf das, was noch kommt. Viel Spaß jedenfalls beim Studium.
 
Hallo Stefan,

ist ein generelles problem der QHY9 Kameras bei hoher Luftfeuchtigkeit. Keine Vereisung sondern Tautropfen die sich auf dem Fenster das die Chipkammer versiegelt bildet.

Deswegen hat die Community jetzt auch mit Dr. Qiu (der die Kameras entwickelt) eine Lösung gefunden.

Luftunruhe entsteht dadurch ja nicht, es wird die Temperatur der Luft innerhalb der Kamera angehoben, da bewegt sich nix. Eine verschlechterung der Abbildung sollte es also nicht geben.

Weiters gibt es eben die Gasventile mit denen man sich helfen kann und dann auch noch speziell für die Kamera entwickelte Silika Streifen zum einkleben.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit der Kamera auch wenn von Anfang an nicht alles "out of the box" funktioniert hat. Um den preis kommt man sonst nicht zu einem so großen S/W chip - china machts möglich.

Der support ist einmalig klasse. Herrn Breite der die Kameras hier in Deutschland vertreibt muss man da auch loben, er bemüht sich immer um eine schnelle Lösung.

Viele Grüße

Daniel
 
Hallo Daniel,

also Tau an der Innenseite des Fensters, vermute ich. Warum vereisen die Tropfen nicht, wenn die Kühlung eingeschaltet ist? Bei der Luftunruhe dachte ich an die Erwärmung der Luft unmittelbar vor dem CCD-Fenster (das Glas leitet ja sicher etwas Wärme nach außen).

Bei Preis/Leistungsverhältnis und Support gebe ich dir vollkommen recht. Und der Service von astrolumina/Michael Breite ist über jeden Zweifel erhaben, wie ich schon öfters - auch schon zu Vehrenbergs Zeiten - erleben durfte.

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo,

ganz verstehe ich die Sache nicht, auch wenn "Preis & Leistung" angeblich stimmt und das "Service" O.K. ist .. ?)

Tatsache dürfte doch sein, daß die Kamera nicht richtig einsatzfähig ist, so wie sie ausgeliefert wurde und das ist dann ein Problem, welches durch den Hersteller auf Garantie zu beseitigen ist - ich sehe da weit und breit keinen Grund zum Basteln oder bist du freiwilliger Betatester (Entwickler), was auch O.K. wäre ...

c.s.
Johann
 
Zitat von Daniel_Guetl:
Hallo JD,

möchte man meinen, dadurch dass die Kamera aber nicht dicht ist ist nach 2-3 Tagen die komplette Luft innen wieder feucht.

Hallo nochmal.

Dann bringt Dir die Edelgaseinleitung aber genauso wenig, außer dass es teurer ist. Weißt Du denn wo die Luft entweicht? Hast Du vielleicht durch Deinen Heizungseinbau die Dichtung beschädigt? Dazu musstest Du die Kamera ja wohl demontieren. Oder sind die Ventile nicht dicht?
Jedenfalls ist das so nicht sinnvoll, es sei denn Du willst vor jeder Beobachtung erstmal mit der privaten Argonflasche hantieren. Priorität sollte meiner Meinung nach erstmal die Abdichtung des Gehäuses haben. Silikon bietet sich da an.


Grüße,
Jan-David
 
Hallo Stefan,

die Kamera hat zwei fenster. Einmal die kleine Kammer wo der CCD Chip in einer Argon Atmosphähre sitzt, und dann noch das Gehäuse wo die Elektronik drinnen ist. Das ganze ist wieder mit einem Fenster verschlossen, und fast luftdicht. Der Tau tritt am ersten Fenster der CCD Kammer außen auf.

@Johann

Das dir das nicht gefällt ist klar. Aber man muss das auch von der anderen Seite sehen, der Entwickler in China hat nie über 30% Luftfeuchtigkeit und hatte nochnie probleme mit Tau, der kennt das garnicht. Erst durch Rückmeldungen der Community sindsie also draufgekommen dass die Kamera für unsere Gebiete nicht ausreichend davor geschützt ist. Prompt hatman reagiert und jetzt gibt es eine kostenfreie Lösung für alle die Leute die schon so eine Kamera besitzen. Ist doch ok oder?

Viele Grüße

Daniel

edit, jan: das gehäuse kriegste nicht dicht, das hat 5 stellen wo schrauben sind (die keine dichtungen haben) und dann noch einen O-Ring der einigermaßen dichten sollte. Da wo die hinteren zwei schrauben sind kann man die Gasventile und eine Desiccant tube mit O-Ringe installieren, bei der Vorderseite empfiehlt der Entwickler Tape drüberzukleben ;)

Meinst du das das Argon da nicht drinnen sitzen bleibt wenns mal drinnen ist?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von StHz:
... Und der Service von astrolumina/Michael Breite ist über jeden Zweifel erhaben, ...


Hi Stefan,

ein Astrokollege von mir (, der hier nicht schreibt,) hat seine ALCCD6 bei Astrolumina gekauft. Herr Breite hatte auf verschiedene Fragen von ihm nach dem Kauf nicht mehr geantwortet. (Das Chipfenster war z.B. mit Fett verschmiert. Zur Vereisung des Fensters hatte Herr Breite damals nichts beitragen können. )

Das waren seine Erfahrung mit Astrolumina.

Ich habe mir meine QHY8 u.a. deshalb in England gekauft.
Das chip-Fenster dieser CCD-Camera war sauber.

CS
Bernd

 
edit, jan: das gehäuse kriegste nicht dicht, das hat 5 stellen wo schrauben sind (die keine dichtungen haben) und dann noch einen O-Ring der einigermaßen dichten sollte. Da wo die hinteren zwei schrauben sind kann man die Gasventile und eine Desiccant tube mit O-Ringe installieren, bei der Vorderseite empfiehlt der Entwickler Tape drüberzukleben ;)

Meinst du das das Argon da nicht drinnen sitzen bleibt wenns mal drinnen ist?


Ich frag mal anders: Warum sollte das Argon Deiner Meinung nach drin bleiben? Wenn Du irgendwo ein Leck hast dann drängt es förmlich nach Draußen. Stichwort: Diffusion, Konzentrationsausgleich

Da ist jedenfalls ne abenteuerliche Konstruktion und der Vorschlag mit dem Klebeband ist ja wohl höchstens einen müden Lacher wert. Ein undichtes Gehäuse mit Ventilen zu versehen macht absolut keinen Sinn.
Fette die Dichtungsringe zunächst mal mit Silikonfett (haben Chemiker im Labor genug rumfliegen), versuche die Schraublöcher mit Silikon abzudichten. Setze auf ein Ventil nen Luftballon, befülle die Kamera mit Luft unter leichtem Überdruck und beobachte wie lange der Ballon die Form hält. Wenn Du es wirklich nicht dicht kriegst kannst Du den Ballon auch als Reservoir benutzen und auf ein Ventil stecken. Der Ballon entleert sich langsam und sorgt durch den Überdruck dafür, dass keine feuchte Luft eindringen kann. Wenn der Ballon leer ist wird er neu befüllt, wieder aufgesteckt und fertig. Ist halt etwas nervig.

Eine dauerhafte Lösung zum Abdichten wäre die Schraublöcher mit Gießharz zu versiegeln. Das sollte aber mit Bedacht geschehen, sonst kriegt man die Schrauben nicht mehr weg.


Grüße,
Jan-david
 
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