Celestron 102/500er Achromat - Erfahrungen?

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Shockwave123

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Hallo Leute,

kaum zu glauben, aber meine Eltern haben nach ewiger Bettelei meinerseits zugestimmt mir zum 18. Geburtstag (naja, erst in knapp fünf Monaten...) Geld für ein Teleskop zuzuschießen, nachdem sie sich jahrelang dagegen sträubten... ;-)

Auch wenns noch etwas dauert, bin ich schon recht fiebrig und hab mich ein wenig umgeschaut, die Schmerzgrenze liegt bei insgesamt 200 Euro, mehr wird nicht gehen. Da wurde ich auf den Celestron 102/500er Achromaten aufmerksam, der exakt meinen Bedürfnissen entspricht. Ich würde mich selbst als leidenschaftlichen Fernglas-Astronomen bezeichnen, der auch mit dem Anblick eines verwaschenen Sterns und dem Hintergrundwissen, dass es sich dabei um eine unermesslich weit entfernte Welt handelt, absolut zufrieden ist. Planeten- und Mondbeobachtung wäre per Barlow (hoffe ich!) einigermaßen möglich, ich lege aber keinen Scherpunkt drauf.
Wichtiger ist mir eine gute Deep-Sky-Leistung, Portabilität sowie ein großes Gesichtsfeld. An die Bildqualität stelle ich keine großen Ansprüche (das aktuelle LIDL-10x50er-Bresser-Fernglas etwa hat mich total begeistert und ist nun meine neue Referenz), könnte ich also mit dem Teil leben? Achja, eine ordentliche Montierung (nochmal Dank an die Sternfreunde Bremerhaven!) sowie ein ordentliches Stativ besitze ich bereits, daran wirds also nicht scheitern. Für die Erdbeobachtung könnte ich ein solches Teleskop ebenso gut gebrauchen, für Vögel oder Tiere. Außerdem lässt sich das Teleskop ja problemlos an einer Kamera befestigen, und wer hat schon ein 500 mm Objektiv mit f/5...? ;-)

Also: Ist die Abbildungsqualität trotz des schnellen Öffnungsverhältnisses von f/5 für durchschnittliche Ansprüche ausreichend? Ist es tatsächlich so schwierig damit den Fokuspunkt gut zu treffen?

Vielen Dank und Clear Skies,
Marcel
 
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Moin Marcel!

Alles schön und gut, doch so ein kurzer Vierzöller ist wirklich nur was für Sternfeldbeobachtungen bei geringen Vergrößerungen. Schon bei weniger als 100fach wird der Farbfehler dieser Optiken gnadenlos zuschlagen, das heißt, das Bild wird flau - und blau... ;) Okay, aber bei diesen Vergrößerungen bist Du noch nicht in dem Bereich, der für sinnvolles Planetenbeobachten taugt.
Da Dein Budget anscheinend begrenzt ist: Wie sieht das denn mit Zubehör aus: 2"-Zenitspiegel und ein paar Okulare, möglichst was weitwinkeliges...?!

Muß es denn unbedingt ein Refraktor sein? Ein mittelgroßer Newton (150/750 mm) für Deine Montierung bietet mehr Teleskop fürs Geld! Diese Optik hat dann auch keinen Farbfehler und gebraucht kriegst Du sowas durchaus für 'nen Hunni...
 
Hallo Winnie!

Beim Celestron sind ein 10 mm sowie ein 25 mm 1,25"-Plösslokular dabei sowie ein Amici-Prisma, das auch bei Erdbeobachtungen recht sinnvoll ist.
Kennst du vielleicht eine Homepage mit einem Sternfreund, der mit solchen Optiken arbeitet und Beispielbilder anbietet? Ich würde mir da gerne mal ein Bild von machen ;-) Wenn der Fehler aber tatsächlich erst bei 100-fach störend ist, wäre ich sehr zufrieden. So viel würde ich gar nicht brauchen...

Für Mond und Planetenbeobachtung hat mein Kumpel seinen 114/900er-Newton, ich bin halt mehr der Deep-Sky und Sternenfreund. Die Transportabilität und das Wide-Field-Feeling wären mir dann wichtiger als höhere Leistung. Vorallem auch, weil ich schon ein wenig weiter plane: Da ich ja bald mal studiere, und auch mit 18 JAhren endlich ordentlich arbeiten kann, würde ich mir als nächstes dann, zur Vervollständigung, einen Acht- oder Zehnzöller zulegen.....Aber psssst! Nicht weitersagen ;-)

Im Moment habe ich leider keine Möglichkeit den Stammtisch zu besuchen. Meine Mutter musste aufgrund ihres kaputten Rückens nun ihren Job aufgeben, Paps hat dauernd nur Nachtschichten und ist am Tag nicht "erreichbar". Mit dem Roller isses im Moment mit dem Fahren auch eher weniger angenehm ;-) AUch deshalb hoffe ich auf meinen 18. Geburtstag. Dann kann ich ENDLICH auch alleine zum wöchentlichen Stammtisch fahren...:-)

Gruß und Clear Skies,
Marcel
 
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Hallo Marcel,

ich nutze einen solchen Refraktor oft und gerne, aber eben als Weitfeldgerät zusätzlich zu einem 8" F/6 Newton.
Auch wenn Mond und Planeten "nur" Nebensache sind, dafür taugt der kleine Richfielder wirklich nicht.
ein 130/650er Newton mit 2" OAZ oder ein ebensolcher 150/750er bieten da bei knappem Budget wesentlich mehr und sind auch noch weitfeldtauglich genug.
Wenn der Kontakt zu den Sternenfreunden Bremerhaven besteht, dann nutze ihn noch etwas eifriger BEVOR Du ein Teleskop kaufst.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

Vorallem auch, weil ich schon ein wenig weiter plane: Da ich ja bald mal studiere, und auch mit 18 JAhren endlich ordentlich arbeiten kann, würde ich mir als nächstes dann, zur Vervollständigung, einen Acht- oder Zehnzöller zulegen.....Aber psssst! Nicht weitersagen ;-)


wenn ich Marcel richtig verstanden habe plant er eine ähnliche Kombination wie Du sie einsetzt...? Oder irre ich mich?

Viele Grüße Felix
 
Moin Marcel!

> Beim Celestron sind ein 10 mm sowie ein 25 mm 1,25"-Plösslokular dabei sowie ein Amici-Prisma,

Tja, das sind Zubehörteile der einfachsten Art: Das Amici ist wirklich nur für Erdbeobachtungen zu gebrauchen. Am Sternenhimmel taugt sowas nix.
Die Plössls besitzen ein ziemlich begrenztes Gesichtsfeld. Gerade für die Richfield-Refraktoren bieten sich eher die WW-Okulare an. Genau für so eine Kombination ist das alles gedacht. Ergo: Das Zubehör des Celestron ist für den geplanten Einsatzzweck recht ungeeignet. Richtig Freude kommt bei solchen Instrumenten erst mit 2"-Zubehör auf!

> Wenn der Fehler aber tatsächlich erst bei 100-fach störend ist

Nein, der wird Dich früher heimsuchen. Ab etwa 100fach wird das nur so extrem, daß die Benutzung nicht mehr sinnvoll ist.

Achso: "Beispielbilder" geben Dir keinen Eindruck vom visuellen Erleben. Da mußt Du schon selbst durch so eine Optik durchgucken. Sich Fotos im WWW anzugucken, bringt gar nichts.
 
Hallo Marcel,

unsere letzten Posts hatten sich überschnitten.
Der Benny hat auch so einen Richy und er steigt damit auch gerade in die Fotografie ein.

So was z.B.
http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/301208.html

Schön "blau", aber halt alles eine Sache des Anspruchs und man kann da auch mit der Bildbearbeitung noch zaubern.
Visuell ist der Richy für mich bis maximal 70fach akzeptabel, aber auch das ist eine Sache des Anspruchs.

Wenn du weißt, was Du tust kannst Du Freude mit dem Teil haben. Diese günstigen Geräte unterliegen auch einer gewissen Serienstreuung, da sollten dann schon Mal die Sternenfreunde ran. manchmal liegt es nur daran, dass der OAZ mal richtig auf die Frontlinse ausgerichtet werden muss.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Marcel,

nach deiner Beschreibung müsstest du mit dem 102/500 zufrieden sein. Selbst habe ich Erfahrung mit dem kleineren 80/400 von Skywatcher. Als Okulare verwende ich meistens 25mm bis 9mm. Das 32mm verlangt nach einem dunklen Landhimmel.

Für DeepSky ist das Gerät wirklich gut. Wenn du dich daran freuen kannst, ein Objekt gesehen zu haben, ohne es hoch vergrößern zu wollen, dann machen diese Geräte Spaß. Selbst die Beobachtung von Nebeln gehen durch die große Austrittspupille, welche leicht zu erreichen ist - schreit aber nach der Anschaffung eines Nebel-Filters (z.B. UHC).
Ein M37 (z.B.) sieht bei 30x toll aus - hier sind viele kleine nadelförmige Sterne zu sehen.

Das Auflösen, z.B. von Kugelsternhaufen, wird aber nicht so gut gehen, weil der Farbfehler bei hohen Vergrößerungen das Bild flau macht. Planeten von Merkur bis Saturn sind nicht okay, der Farbsaum stört enorm. Auch der Mond macht nicht wirklich Spaß, wenn Details wichtig sind. Diese Disziplinen erledigt bei mir ein Newton. Wäre der f/5-Achromat mein Hauptgerät, so würde ich diese Disziplinen nicht machen können - da täte mir wohl was fehlen.

Selbst verwendet ich meine Gerät zum schnellen Spechteln, dem 'Abgrasen' vieler Objekte am Himmel, dem Beobachten von Nebeln (mit UHC-Filter) oder dem Weitfeld-Beobachten. Im Winter kann sich mein innerer Schweinhund mit diesem Gerät arrangieren (für 20 Minuten) und eine Auskühlzeit entfällt ja fast gänzlich. Ach ja, ins Urlaubsgepäck passt das Gerät auch noch, da ich ein Fotostativ verwende. Bei mir sind es diese Tugenden, welche das Gerät öfters zum Einsatz kommen lassen, als meinen optisch definitiv überlegenen Newton.

Wenn der f/5-Achromat dein Hauptgerät sein sollte, so gilt es die Parameter abzuwiegen - ich habe daher versucht viele zu nennen, welche ich subjektiv als gut oder weniger gut empfinde.

Grüße,
Stefan

P.S.: Ein f/5-Refraktor ist anspruchsvoll bei langbrennweitigen Okularen, wenn es mal ein Weitwinkel sein soll. Vorher würde ich im Forum anfragen, sollten einmal solche Investitionen geplant sein.
 
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Hallo Marcel,

es spricht ja durchaus einiges für dieses Gerät, aber es spricht sicher auch einiges dagegen. Und während ich definitiv ein Fan der gewünschten Fähigkeiten dieser Geräte bin, bin ich umso mehr ein Gegner dieser Teleskopgattung. Das heißt ich schaue sofort nach Alternativen und ich finde, die solltest Du auch kennen.

Eine Alternative ist ein 114/450 Parabolnewton. Hui - merkwürdiges Wort, "Parabolnewton". Ja, sagt man auch eigentlich nur bei diesen Billigteilen. Ein Newton sollte einen Parabolspiegel haben - haben die billigen Teile aber nicht immer, und bei manchen ist der auch gar nicht nötig, weil der Unterschied zwischen billigem Kugelspiegel und teurem Parabolspiegel manchmal kaum bemerkbar ist, wenn nämlich die Öffnung klein und die Brennweite lang ist.
Also, gemeint ist eine Version des 114/450, die garantiert einen Parabolspiegel enthält. Nicht fast einen Parabolspiegel, keinen Kugelspiegel, keinen "weiss nich, ich glaub schon", sondern einen Parbolspiegel.
Was kann das Ding besser als ein 100/500? Das Ding ist bei hohen Vergrößerungen farbrein und kann daher bei der Planetenbeobachtung schon etwas mehr leisten. Es kostet auch nicht so viel wie der 100/500 und ist womöglich sogar nen Tick leichter.
Was bringt das Ding für Nachteile mit? Naja, im Werkszustand kann man nur 1,25" Okulare damit verwenden, während man in den 100/500 auch 2" Okus bekommt. Fragt sich, ob Du für ein 2" Oku, dass an f/5 auch so abbildet, dass 2" ein Gewinn sind (und nicht am Rand alles unscharf), überhaupt das Geld hast. Da sind nämlich neu auch wieder ca. 80 Euro fällig.
Beim 114/450 ist das Problem, dass der nicht nur f/5 sondern sogar f/4 hat. Macht das mit der Randabbildung der Okulare eine Ecke komplizierter. Außerdem muss der Newton fein säuberlich justiert werden, sonst ist der richtig unscharf.
Einen Trick gibt es aber. Wenn man eine einigermaßen gute Barlow benutzt, wird die Abbildung auch mit üblichen, günstigen Okularen gut. Die Barlow hilft nur für die Übersichtsvergrößerungen nichts, denn die bekommt man nur ohne Barlow.
So ein 114/450 wäre also eher Allrounder, während der 100/500 eher ein Gerät für niedrige Vergrößerungen ist.

Was aber, wenn man durch einen Gebrauchtkauf völlig aus diesem Bereich ausbricht? Gebraucht ist für 200 Euro eigentlich auch schon der 200/1200 Dobson mit bescheidenem Zubehör drin. Der wird ja zuweilen (vielleicht bei einigen Händlern sogar ständig) für unter 300 Euro neu gesehen und dann ist schon ein Okular dabei und ein Sucher. Gebraucht müsste man dann auch für unter 200 Euro dran kommen, eben mit dem Okular und dem Sucher. Wenn man dann noch schaut, dass man ein gebrauchtes/günstiges Zoomokular 8-24mm bekommt (ich meine das Seben Zoom oder die baugleichen Okus unter Label von Skywatcher, Bresser und wasweissichwem), hat man erstmal eine Minimalausstattung für den Dobs zusammen.
Warum nicht, wenn so ein Dobs eh das Ziel ist?

Einen Charme-Vorteil, den der 100/500 aber auf jeden Fall hat: Wenn man da ein 32mm Okular einsteckt, landet man bei knapp über 15-facher Vergrößerung. Und das ist vielleicht ein sehr netter Übergang von der gewohnten Feldstecher-Vergrößerung hin zum Teleskop. Andererseits natürlich ist der Unterschied zum Feldstecher dann vielleicht nicht so groß. Setze ich mal einen 10x50 Feldstecher und bedenke, dass man beidäugig da rein schaut, dann ist 15x mit einem Auge wirklich nicht so weit davon entfernt.

Was die Befestigung an der Kamera angeht. Ja... :) ich habe auch mal meine Kamera mit Klebeband ans Teleskop gepappt, um Polarlicht aufzunehmen. Aber das war eine Lösung aus der Not heraus und so sahen die Bilder dann auch aus. Jedenfalls mit wenig Kohle sollte man sich auf eine Sache fotografieren, und das ist nicht die Fotografie. Erstmal ein visuelles Teleskop angeschafft, dass für die eigenen Interessen die beste Wahl ist, und dann kann man immer noch gucken, ob man die Kamera nicht mit nem Einmachglas-Gummi an den Okularauszug schnallt... Blos nicht ein Kompromissgerät kaufen, nur damit eine fotografische Notlösung möglich wird. Die Notlösung kriegt man auch bei anderen Teleskopen hing - man macht damit also keinen Gewinn.

Clear Skies
Sven
 
Hi Marcel
kann man sicher machen und auch Spaß mit haben.
Aber trotzdem werfe ich mal ein anderes Gerät ein
den 130/650 Newton.
Der hat auch einen Parabolspiegel ist Farbfehlerfrei kostet weniger und ist bei DS sicher leistungsfähiger. Auch ist er am Planeten oder Mond besser verwendbar.
Wenn Du eine gescheite Monti ist ist er damit gut montiert.
Sollte EQ3 und aufwärts sein.

Nachteil ist auch hier:
2" gibts meine ich nicht
Es ist ein Newton der justiert werden muß was Du aber leicht lernen kannst. Das geht beim Refraktor nicht, falls da etwas nicht passen sollte.
Gute Okulare wären wünschenswert. Die kosten etwas mehr, aber was an das Gerät paßt geht erst recht am Dobson der schon im Hintergrund im Kopf ist ;) Das kann wieder ein Vorteil sein

Das wäre meine Idee aus der Theorie und eigener Erfahrung.

Schau Du Dir die Geräte mal und vor allem mal durch und entscheide dann.
CS
 
Hi,

die anderen haben ja bereits das Einsatzgebiet des schnellen Achromaten gut umrissen und Armin hat eine sehr interessante Alternative aufgezeigt - Als Einzelgerät, das noch ein größeres Einsatzgebiet abdeckt ist ein 130/650 mit Sicherheit besser geeignet. Ich nutze meinen (Günther hat ja den Link zu ein paar meiner Fotos gesetzt) 102/500 nur für Großfeldbeobachtungen, das kann er dank 2" Okularauszug und der niedrigen Brennweite wunderbar, bei niedrigsten Vergrösserungen (im Idealfall mit OIII Filter bei großen Nebeln) macht er richtig Spass weil da der Farbfehler noch nicht so stark durchschlägt. Bei 50x mache ich Schluss und wechsle zum größeren Newton, Planeten sind keine Freude damit und selbst der Mond leidet stark unter dem Farbfehler, aber auch im Bereich Deepsky sind hohe Vergrösserungen nicht gerade toll.

Ich war auch drauf und dran einen 130/650 zu nehmen und ihn auf 2" umzubauen, da das aber ein gehöriger Aufwand ist und am Ende nicht billiger ist als der Achromat hab ich mich für den kompromisslosen Richfielder entschieden - aber eben konsequent nur für diesen kleinen Einsatzbereich. Wäre es mein einziges Gerät wäre es definitiv ein 130/650 oder ähnliches geworden. Für Foto eignet sich das Gerät auch nicht ob des Farbfehlers, meine Knipsereien sind eben nur Versuche die auch mit diesem Gerät nie besser werden können.

Um den Farbfehler nochmal zu verdeutlichen ein unbearbeiteter 100% Ausschnitt einer fokalen Mondaufnahme mit dem 102/500:

Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/galerie_gfx/sonnensystem/farbfehlermond.jpg

Jetzt stelle man sich so einen enormen Saum um einen zigfach kleineren Planeten vor, Details sind da kaum noch zu erkennen. Noch zum Vergleich ein gestern Abend geschossenes Foto durch den Newton (8") - dabei muss man wissen dass diese Aufnahme im Vergleich zur ersten afokal aufgenommen wurde, also einfach Kamera mit Objektiv an ein Okular gehalten, obwohl auf diese Weise sehr viel mehr Linsen im Spiel waren (das komplizierte Objektivlinsensystem der Kamera und noch einige im Okular) ist der Farbfehler fast nicht zu sehen und beim visuellen beobachten hat man ein faktisch farbreines Bild ohne Farbfehler:


Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/galerie_gfx/sonnensystem/mondohnefarbfehler.jpg

Also m.M. ein tolles Gerät für ein sehr schmales Einsatzgebiet als Zweit oder Drittgerät aber als einziges würde ich etwas wählen was in den anderen Disziplinen mehr leistet.

Grüße Benny
 
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Hallo Leute,

der 130/650er (F/5) wäre m.E. sogar noch die bessere Alternative gegenüber dem 114er (F/4).
Von Chelestron inzwischen sogar mit 2" OAZ, allerdings soweit ich nachforschen konnte, nur auf der Nexstar GT (Goto) Monti zu bekommen und dann zu teuer.
Als OTA wäre dieser Newton wirklich sehr interessant.

Wenn man bei 1 1/4" bleibt, ist halt ein 32er Plössl die Übersicht und große AP, damit nicht so weitwinklig wie das mit 2" möglich wäre.

Unabhängig davon, ob es nun die kleine Linse oder ein Parabolnewton wird, ist das erste randscharfe und bezahlbare Weitwinkelokular ein 22er LVW für immerhin 180 €.
Zu den geringeren Okularbrennweiten hin kann man dann zu etwas günstigeren Okularen greifen oder auch auf einfache Okulardesigns mit einer Barlow kombiniert greifen.
Das ist aber dann dem Newton vorbehalten, denn die Richfieldlinse ist für hohe Vergrößerungen einfach nicht gebaut.

In 2" für die wirklich große und randscharfe Übersicht wird das an diesen Geräten unterhalb der Nagler/Panoptik-Klasse nach derzeitigem Wissen um die zur Verfügung stehenden Okulare nichts. Da stehen also einem 190 € Teleskop Okulare für 300 €+x sehr gut zu Gesicht.

Natürlich geht es auch günstiger, aber es sollte klar sein, dass man damit Verluste, nicht nur in der Randabbildung in Kauf nimmt.

An meinem Richfielder ist das 22er LVW das meistgenutzte Okular, nur für die Beobachtung großflächiger Nebel mit Filter setze ich gerne auch ein 28er oder noch langbrennweitigeres 2" Weitfeldokular der 100 € Klase ein.
Bei 16 mm Okularbrennweite wird, je nach Objekt, der Farblängsfehler für mich schon kritisch.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Leute,

vielen Dank für die rege Diskussion! Besonderen Dank an Benny, dein Beispielbild hat mich absolut überzeugt, andererseits aber auch überrascht: Produziert ein Achromat tatsächlich schon bei 500 mm so schlimme Farbfehler? Ich hielt das für eine Domäne des einfachen Fraunhofers...;-) Also muss es bei kurzer Brennweite schon ein ED oder gar ein APO sein, naja, was solls, werden die Richfield-Träume halt begraben, ich kann ja irgendwann mal in ein Großfernglas investieren...

Mein Interesse hat nun ein 150/750er Newton geweckt:
http://www.teleskop-express.de/shop...tcher-Newton-150-750mm---Tubus-mit-Optik.html
Das Gerät macht einen guten Eindruck, eine Montierung brauche ich ja nicht, da ich bereits eine EQ4 besitze, die den Tubus noch einigermaßen gut packen sollte. Der Preis ist ebenfalls recht moderat, wäre ein 6" f/6 noch günstiger? Ich konnte weder bei Teleskop-Service, noch bei Astroshop ein Gerät dieser Klasse (zu vertretbaren Preisen) finden.
Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass 150 mm Öffnung schon herrliche Allrounder sind. Wie siehts da aber mit der Spiegelkolimation aus, schnelle Newtons sollen da ja empfindlich drauf reagieren (weshalb ich eigentlich auch zu Refraktoren tendiere...)
Okularmäßig könnte ich mich wohl für den Anfang bei den Vixen-LV´s meines Kumpels bedienen, er besitzt eine ganze Serie davon. Damit wäre der Preis bei 178 Euro plus Versand plus Prismenschiene, absolut top.

Gruß und CS,
Marcel
 
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Hallo Marcel,

im Falle eines Schwenks zum Newton wäre es sinnvoll und zukunftssicher, auf die Möglichkeit, 2" Okulare einzusetzen, zu achten.
Ich bleibe Mal beim von Dir verlinkten Anbieter und auch in der Größenordnung.
http://www.teleskop-express.de/shop...0mm-mit-2--Crayford-Auszug---Tubus-Optik.html

Zur Justierung ist zu sagen, dass Du in diesem günstigen Preissegmet auch dejustierte, dezentrierte Linsenteleskope vorfinden wirst, da ist die Justierung dann wesentlich problematischer.
Der Newton hat den Vorteil(!), dass die Justierung durch den Nutzer Pflicht ist und das ist kein Hexenwerk.
F/5 ist dabei auf genauere Justierung angewiesen, als z.B. F/8, aber es ist durchaus machbar.

Ein günstiger 6" F/6 Newton ist von diesem Anbieter schon lange angekündigt und soll/wird wohl demnächst kommen.
Derzeit gibt es z.B. eine Variante von Orion UK die aber Deinen Preisrahmen sprengt.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Benny,

fotografisch kommt der blaue Saum beim Mond genauso rüber. Visuell ist es nicht ganz so schlimm. Beim Planeten, z.B. Venus oder Jupiter ist es aber fast noch schlimmer.

Beim Newton ist einfach zu bedenken, dass er als Hauptgerät die bessere Wahl ist, da universeller, als robustes Zweitgerät für den schnellen Einsatz oder den Transport nicht so einfach zu handhaben ist.

Grüße,
Stefan
 
Hallo,

es ist so wie Stefan es sagt: Der Farbfehler schlägt fotografisch viel stärker durch, deshalb ist auch vollkommen korrekt was Winni gesagt hat: Selbst erstmal durchschauen bringt mehr als Bilder angucken!

Die Sache ist die, unteranderem deshalb hab ich den Farbwerfer gewählt, gibt es keine Apos die so schnell sind. Und für reines Widefield bin ich sehr zufrieden bisher, ein Newotn bringt mir das selbe erst nach einem Umbau. Du willst dir ja in ein paar Jahren noch einen größeren Newton dazu kaufen - gut, ich persönlich finde die Kombination klasse, aber bis dahin hast du höchstwahrscheinlich schon etwas allroundigeres verdient ;) Die Anschaffung später kann ja dann trotzdem so aussehen :)

Grüße Benny
 
Hallo Leute,

dann werde ich mich erstmal auf den GSO-Newton 150/750 fixieren. Vielen Dank für eure kompetente Hilfe :-)

Gruß und CS,
Marcel
 
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