Celestron C8 vs C8 Edge HD

#1
Hallo

Ich frage mich ob es sich lohnt lieber ein Edge HD zu kaufen?

Ich komme mit einem SC 8" XLT + GPU Komakorrektor auf etwa 1250€,der Edge kostet ca. 1400€...aber

Gibt es dabei noch weiter Unterschiede,grad in Bezug auf die Astrofotografie (DSLR)?

Die Bildebnung sollte doch mit einem gutem Korrektor auch gut sein.
Ober übersehe ich da etwas am EDGE?

Gruß
KAI
 

Kerste

Mitarbeiter
Moderator
#2
Hi!

Das EdgeHD hat (passive) Tubusbelüftung und auf jeden Fall Fastar-Vorbereitung (gut: für DSLR weniger interessant, aber vielleicht für die Zukunft), dazu Spiegelfeststeller und einen verbesserten Fokussiermechanismus, der Spiegelshifting verringern soll (wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nicht einfach die Spiegelfeststeller beschreibt - hab's nur überflogen). Steht so zumindest im Whitepaper: http://celestron-deutschland.de/images/files/downloads/241_edgehdwhitepape.pdf

Wie gut die Korrektoren sind: Keine Ahnung. Für alles bis auf's C925 gibt's auch Reducer, die für größere Sensoren gerechnet sind.

Beste Grüße,
Alex
 
#4
Hallo Michael,

ja, der GPU ist primär für den Newton gedacht. Generell werden Koma-Korrektoren am Newton eingesetzt.
Aber: Ein F/10 SCT hat die gleiche Koma wie ein F/5 Newton.
(-> http://www.covingtoninnovations.com/astro/cover.jpg)
D.h. ein Koma-Korrektor kann im gewissen Maße (man beachte auch noch den Effekt der Bildfeldwölbung) auch am SCT eingesetzt werden!
Und dieser Test hier belegt das wunderbar...

http://stargazerslounge.com/topic/128928-sct-reducercorrector-test/



Hätte der liebe Kollege der diese Tests durchgeführt hat noch ein wenig mit den Abständen gespielt, dann wäre die Koma wahrscheinlich komplett verschwunden.
Das wäre dann das, was ein ACF im Prinzip kann (obwohl es anders aufgebaut ist).

Viele Grüße,
Gerrit
 
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#5
Hallo Kai,

ich nutze zwar kein C8 Edge HD, sondern ein 8" ACF und Alex hat die wichtigsten Punkte auch schon genannt, dazu aber noch ne kleine Ergänzung aus der Praxis...
Gerade die Spiegelarretierung und der nicht notwendige Korrektor sind meiner Meinung nach den Aufpreis wert. Zum einen musst du dich vermutlich nicht mit Spiegelshifting herumschlagen (ich habe das Problem auf jeden Fall nicht und denke, dass auch Celestron seine Hausaufgaben gemacht hat) und wenn du noch einen OAZ montierst, kannst du sehr genau Scharfstellen. Das von Gerrit angesprochene Spielen mit den Abständen von GPU zu Sensor kann ganz schön nervig sein, wenn du Änderungen im "Imagetrain" vornimmst, z.b. einen OAG dazwischen setzt, oder aber ein Filterrad, ...
Also ich pers. würde auf jeden Fall wieder zum ACF greifen.
 
#6
Hallo Markus,

das mit dem GPU oder irgendeinem Komakorrektor war nur eine Option.
Ich kann diese für die praktische Arbeit jedoch nicht empfehlen.
Wenn man allerdings die Aberrationen in den Bildfeldecken zu interpretieren weiß, und das ist bei einem Komakorrektor kein Hexenwerk, dann kommt man der Sache sehr schnell bei. Zumindest am Newton.
Bei einem System, daß über den Hauptspiegel fokussiert wird aber nicht. Den diese Fokussierung benachteiligt in den meisten Fällen die Kollimation.
Auch wenn es nur ein paar Bogensekunden Shifting sind. Und da bringt auch der Mirrorlock nichts.
Daher würde ich auch jedes ACF oder EdgeHD dieser Lösung vorziehen, wenns in den Geldbeutel passt.
Grüße,
Gerrit
 
#7
Hallo Gerrit,

Zitat von MountyPython:
D.h. ein Koma-Korrektor kann im gewissen Maße (man beachte auch noch den Effekt der Bildfeldwölbung) auch am SCT eingesetzt werden!
Und dieser Test hier belegt das wunderbar...
dann habe ich das oben zitierte wohl zu optimistisch gedeutet. Im Prinzip "tuten wir ja beide ins gleiche Horn", wenn Geld da ist, dann lieber ACF/EdgeHD.
 
#8
Hallo Markus,

wenn man ein altes C11 oder C14 hat, dann wäre das sogar eine Option.
Aber nur dann. Aber für den Aufwand bekommt man schon nen schicken Newton passend zum Korrektor. Und auch ein entsprechend schnelles System.
Grüße,
Gerrit
 
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#9
Hi Kai,

ich habe ein altes C11 und kann es fotografisch (Deep Sky) nicht nutzen, da ich mit einem Doppelbild zu kämpfen habe!!! Das ist der Nachteil, wenn man den Hauptspiegel nicht festklemmen kann.
Alles versucht .....mit ASA Korr, Verkippungseinheit ......aber nie hinbekommen.
Jetzt nutze ich es nur noch visuell mit Bino.

Also: Edge HD.... in deinem Fall

Endriko
 
#10
Hallo Zusammen,

kann einer der Besitzer eines C8 Edge auch etwas über dessen Visuelles Leistungsvermögen sagen? Mich würde nicht nur der direkte Vergleich mit den normalen C8, sondern die Leistung allgemein interessieren.

Gruß Andy
 
#11
Hallo

Danke an alle für die vielen Tips.

Also wenn dann ein Foto optimiertes wählen.Das macht schon echt Sinn.

Eine Frage noch....ob Celestron Edge oder Meade ACF ist das denn in etwa das gleiche?


Gruß
Kai
 
#12
Hallo Andy,

ich würde Dir ja gerne dabei weiterhelfen aber wie soll ich das Leistungsvermögen beurteilen? Ich benutze mein EHD nur visuell und habe es noch nie wirklich ausgereitzt. Da ich mit diesem Gerät bisher nur aus der Stadt beobachtet habe würde sich dabei vermutlich auch nur mein schlechter Himmel im Ergebnis wiederspiegeln. Warum habe ich also ein Edge? Ich will längerfristig auch photographieren und so ist das eine Vorleistung.

Vom Eindruck her ist das komafreie aber auch für die visuelle Beobachtung wunderbar. Ich hatte vorher ein historische C8 (orange tube aus den 80ern) und gegenüber diesem ist es natürlich ein Entwickungssprung (von 30 Jahren). Beim Edge ist das Shifting nicht mehr bemerkbar und es leuchtet auch 2" für visuell gut aus. Mit meinem neuen 100 Grad Okular sind die Sterne auch am Rand des Bildfeldes noch sehr schön und visuell fällt die Abschattung auch nicht wirklich auf. Photographisch gibt es natürlich durchaus eine Abschattung und je nach Größe des Sensors braucht man dann natürlich Flats. Insgesamt ist das EHD merkbar schwerer als das alte C8 aber ich kann es leider nicht mit modernen C8 vergleichen.

Mir macht das EHD viel Spass. Ich habe es allerdings gebraucht zu einem Preis gekauft für den ich sonst nur ein Standard C8 bekommen hätte.

Gruss und cs,
Bernd
 
#13
hallo Gerrit,

die Koma eines f/10 SC's kann zwar mit einem f/5 Newton locker mithalten, ein Newton Komakorrektor korrigiert bei einem f/10 Strahlkegel aber nur die Koma eines f/10 Newtons.
Das ist natürlich sehr sehr viel weniger. Daher ist der GPU (und andere) für SCs leider nicht die richtige Wahl.

Die richtige Wahl ist... leider gibts IMHO keinen Korrektor der da auch nur APS-C Format zuverlässig funktioniert. Es gibt zwar den 0,8x Korrektor den TS und ASA (dort doppelt so teuer) anbieten, der hat aber sehr starke Linsenkrümmungen und ist leider sehr wenig gutmütig, was Abstand und Verkippung betrifft. Mir ist es bei mehreren Exemplaren nicht gelungen ein (für mich) zufriedenstellendes Bild zu erzeugen.

Der Korrektor im edgeHD ist dagegen gutmütig wegen seinem sehr langen Arbeitsabstand, und funktioniert sehr gut. Leider treibt der einfache 2-linsige Korrektor aus normalen Gläsern den Preis gleich aufs ca Doppelte. Wer das zahlen will, kann mit guter Leistung rechnen. Allerdings laaaangsam für DeepSky. Standardreducer funktionieren nicht. Ich hätte mir einen einschraubbaren Korrektor gewünscht, von mir aus a la Allan Gee, aber irgendwie hat niemand auf mich gehört, wieder mal ;-)

Visuell sind die edgeHD natürlich angenehm wegen dem korrigierten Feld, aber sonst mit allen Vor- und vor allem Nachteilen von SC's behaftet. Shifting und Vignette haben sich auch beim edgeHD NICHT geändert, wie denn auch - ist ein klassisches SC, halt mit Korrektor.

lg Tommy
 
#14
Moin Kai,

Zitat von Avelon:
Eine Frage noch....ob Celestron Edge oder Meade ACF ist das denn in etwa das gleiche?
beide Systeme sind "grundlegend" verschieden, das EdgeHD hat zur Korrektur ein Linsenelement im Blendrohr, während das ACF durch die Schmidtplatte korrigiert wird.

Wie gutmütig der Arbeitsabstand von Linsen zu Sensor beim EdgeHD ist, kann ich dir nicht sagen, beim Meade spielt es auf jeden Fall keine Rolle, ob du noch einen OAZ montierst oder nicht und ob dann noch ein OAG verbaut ist, dafür müsste das EdgeHD schneller "auf Temperatur" sein und du hast die Möglichkeit des Faststar-Umbaus.

Wie sinnvoll ein Faststar bei 8" und DSLR ist, darüber lässt sich mit Sicherheit ausgiebig streiten, denn eine normalgroße DSLR deckt dann schon einiges von der optischen Fläche ab, aber zumindest bestünde die Möglichkeit! Denn wie Tommy auch schon richtig schrieb, f/10 ist ein verdammt laaaaangsaaaaaames System und die Einzelbelichtungen von weniger als 5min sind da schnell zu wenig!

Wo ich allerdings teilweise widersprechen muss, ist die Shifting-Problematik, denn z.B. bei meinem Bild von M82 (siehe Astrobin-Gallerie) mit nicht ganz 3 Stunden Belichtungszeit, war Shifting eben KEIN Problem, selbst Nachfokusieren war nicht nötig. Allerdings nutze ich ein ACF mit OAZ, beim EdgeHD kann es eventuell anders sein...

 
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#15
Hallo Leute,

ich möchte noch mal auf die visuellen Eigenschaften der Geräte eingehen.

Ich habe bei meinen Recherchen aufgeschnappt, dass sich der fest eingebaute Bildfeld Ebner evtl. Negativ auf die Leistung auswirken könnte, wenn der Abstand des Okulars nicht optimal ist.

Nun habe ich vor auch z.B. mit einem Bino Ansatz zu beobachten, bei dem die Abstände relativ extrem wären.
Gibt es hierzu Erfahrungen?

Meine Überlegungen gehen Richtung 800 Edge, oder dem aktuellen normalen C8 oder C 9.25.

Ich könnte akzeptieren den Mehrpreis zwischen den beiden 8ern zu zahlen, auch wenn visuell evtl nur die Belüftung einen Vorteil darstellt.

Keinesfalls möchte ich mir ein Gerät anschaffen, bei dem die visuelle Leistung evtl. sogar schlechter ist, wie bei den normalen C8er...

Preislich liegt mein Limit bei 2000€ mit Monti.

Gruß Andy
 
#16
Zitat von tommy_nawratil:
hallo Gerrit,

die Koma eines f/10 SC's kann zwar mit einem f/5 Newton locker mithalten, ein Newton Komakorrektor korrigiert bei einem f/10 Strahlkegel aber nur die Koma eines f/10 Newtons.
Das ist natürlich sehr sehr viel weniger. Daher ist der GPU (und andere) für SCs leider nicht die richtige Wahl.

Die richtige Wahl ist... leider gibts IMHO keinen Korrektor der da auch nur APS-C Format zuverlässig funktioniert. Es gibt zwar den 0,8x Korrektor den TS und ASA (dort doppelt so teuer) anbieten, der hat aber sehr starke Linsenkrümmungen und ist leider sehr wenig gutmütig, was Abstand und Verkippung betrifft. Mir ist es bei mehreren Exemplaren nicht gelungen ein (für mich) zufriedenstellendes Bild zu erzeugen.

Der Korrektor im edgeHD ist dagegen gutmütig wegen seinem sehr langen Arbeitsabstand, und funktioniert sehr gut. Leider treibt der einfache 2-linsige Korrektor aus normalen Gläsern den Preis gleich aufs ca Doppelte. Wer das zahlen will, kann mit guter Leistung rechnen. Allerdings laaaangsam für DeepSky. Standardreducer funktionieren nicht. Ich hätte mir einen einschraubbaren Korrektor gewünscht, von mir aus a la Allan Gee, aber irgendwie hat niemand auf mich gehört, wieder mal ;-)

Visuell sind die edgeHD natürlich angenehm wegen dem korrigierten Feld, aber sonst mit allen Vor- und vor allem Nachteilen von SC's behaftet. Shifting und Vignette haben sich auch beim edgeHD NICHT geändert, wie denn auch - ist ein klassisches SC, halt mit Korrektor.

lg Tommy
Hallo Tommy,

ich habe in 2003..2004 mal mit dem MPCC am C11 experimentiert und konnte durchaus passable Ergebnisse erzielen. Die Nachteile einer solchen Lösungen liegen in dem Manko der SCT-Konstruktion. Die Kollimation bleibt nicht stabil, daher der Effekt.

Alles weitere war schon bekannt. Ich denke uns unterscheidet, daß ich schon mit dem Szenario experimentiert habe.

Danke, daß Du meine Annahmen bezgl. des EdgeHD bestätigst. Analog siehts mit dem ACF aus.

Grüße,
Gerrit
 
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#17
hallo,

zum Thema edgeHD Arbeitsabstand und Bino - man versucht natürlich immer möglichst nahe beim angegebenen Abstand zu bleiben, kann der nicht eingehalten werden, dann würde zuerst die Randabbildung bei Vollformatsensor leiden. Die sphärische Aberration ändert sich auch, aber viel weniger. Auch 50mm über dem Nennabstand merkt man das kaum - wenn man mit dem Bino also etwas weiter draussen ist, keine Sorge das ist unkritisch.

hallo Gerrit - wir könnten mal Gerd Düring fragen, ob er uns das durchrechnet. Die Kombi hab ich noch nicht probiert, da hast mir was voraus :)

hallo Markus, das ACF macht die Komakorretur über einen asphärisierten FS, die Schmidtplatte ist ganz normal.

lg Tommy
 
#18
Hallo Tommy,

auch die Schmidtplatte ist beim ACF nicht "normal".

Na, wenn Gerd das rechnen kann....mit ein paar Spotdiagrammen ...wäre das recht interessant. Den GPU könnte man gut in einem C11 versenken.
Aber: Je nach Shifting...wird man daran keine Freude haben. Hat man aber mit den Reducern auch nicht :)

CS
Gerrit
 
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#20
Hallo miteinander,

da ich ein normales C8 habe, bin ich ebenfalls am Thema interessiert.

folgende Punkte interessieren mich:
  • Wie ist das Korrektursystem der Edge HD SCTs aufgebaut?
  • Ist es möglich, auch ein "normales" C8 durch einen Korrektor in ähnlicher Güte zu korrigieren + Kompression, wenn ja, mit welchem?
  • Ich habe den Alan Gee Telekompressor II; Was macht der genau am C8, Ähnlichkeiten zum Korrektorsystem der Edge HDs?
  • Die Edge HDs scheinen ja nur modifizierte normal-SCs zu sein, sind sie visuell in Achsnähe wirklich gleichauf?
  • ...
:pfeif:


Grüße,
Christian

PS: Kennt jemand die genauen Daten + Glassorten des Alan Gee Telekompressor II? :blush:
 
#21
Hi Christian,

alle Punkte kannst Du Dir durch eigene Recherche und einfaches Nachdenken selbst beantworten. Sogar die Materialien des Korrektors für die EdgeHD gibt Celestron preis. Die Materialien des Alan Gee sind unbekannt.

Eine Anwender der mit Engagement und Fachwissen bei der Sache ist, wie einem Deine Postings suggerieren, sollten die einschlägigen Quellen bekannt sein.

Grüße,
Gerrit
 
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#22
Hallo zusammen,

es ist schon so wie Tommy es geschrieben hat.

die Koma eines f/10 SC's kann zwar mit einem f/5 Newton locker mithalten, ein Newton Komakorrektor korrigiert bei einem f/10 Strahlkegel aber nur die Koma eines f/10 Newtons.
Das ist natürlich sehr sehr viel weniger. Daher ist der GPU (und andere) für SCs leider nicht die richtige Wahl.
Das hatten wir eigentlich hier in diesem Forum auch alles schon mal ausführlich diskutiert.
Es ist eigentlich müßig das extra noch mal zu simulieren aber gut wenn es gewünscht wird mach ich mir mal die Mühe.
Ich hab hier mal einen Ross Korrektor verwendet.

Grüße Gerd
 

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#23
Hallo Tommy,

Der Korrektor im edgeHD ist dagegen gutmütig wegen seinem sehr langen Arbeitsabstand, und funktioniert sehr gut.
auch das kann ich aus der Theorie bestätigen.
Die Tatsache das der Korrektor hier im Blendrohr steckt hat prinzipiell Vorteile da eben ganz genau wie du schon schreibst ein langer Arbeitsabstand ermöglicht wird.
Ein Externer Korrektor ist immer im Nachteil, es ergibt sich dann ein angespannteres Design mit schlechterer Feldkorrektur das auch kritischer reagiert.

@ Christian

Es ist ein 2 Linsiges Design das ein recht ordentliches Ergebnis bringt

Grüße Gerd
 
#24
"Das hatten wir eigentlich hier in diesem Forum auch alles schon mal ausführlich diskutiert."

Hallo Gerd,

Du kannst nicht verlangen, daß man hier jede Diskussion mitverfolgt.
Wie gesagt, ich habe am C11 mit dem MPCC bessere Erfahrungen gemacht.
Aber wie Thommy schon schreibt, wenn der Arbeitsabstand zu kurz ist, wirkt sich das negativ aus. Auch das konnte ich feststellen.
Ich hab mich dann langfristig fürs ACF entschieden. Die Bildfeldwölbung ist im Rahmen. Das zeigen auch die Ergebnisse im Vollformat.
Grüße,
Gerrit
 
#26
Hallo Gerrit,

Du kannst nicht verlangen, daß man hier jede Diskussion mitverfolgt.
ja sicher nicht aber es kam hier ja schon recht oft zur Sprache das Komakorrektoren die für Newton gerechnet sind immer nur die Koma korrigieren die ein Newton bei dem jeweiligen Öffnungsverhältnis hat.
Un da ein f/10 Newton nun mal drastisch weniger Koma als ein f/10 SC mit einem f/2 HS hat kann ein für Newton gerechneter Komakorrektor folglich an so einem SC nicht vernünftig funktionieren.

Aber wie Thommy schon schreibt, wenn der Arbeitsabstand zu kurz ist, wirkt sich das negativ aus. Auch das konnte ich feststellen.
Ich meinte eigentlich nicht den Fall das ein Korrektor einfach nicht mit dem Arbeitsabstand betrieben wird für den er gerechnet wurde, klar das das dann Nachteile hat.
Ich meinte das ein Korrektor der für einen großen Fokusabstand gerechnet wurde prinzipiell im Vorteil ist gegenüber einem Korrektor der für einen kleinen Fokusabstand gerechnet wurde.
Ich spreche jetzt mal vom Fokusabstand weil das entscheidende für meine Aussage die Position der dem HS zugewandten Linse ist.
Das heißt bei weit auseinander liegenden Linsen also lang bauenden Korrektoren wie dem GPU hat man auch dann einen Vorteil wenn der eigentliche Arbeitsabstand also von der letzten Linse aus gerechnet klein ist.
Wichtig ist das die erste Linse möglichst weit vorn liegt.
Beim Newton ist man natürlich dann aus mechanischen Gründen eingeschränkt, der Korrektor darf ja nicht zu weit in den Tubus ragen.
Bei einem Cassegrain System egal bei welchem kann man aber den Korrektor schön in das Blendrohr verlegen und hat damit einen Vorteil gegenüber externen Korrektoren.

@Tommy

Wir hatten lang und breit über Komakorrektoren und Bildfeldwölbung diskutiert, Thema SC und Komakorrektor war mir nicht erinnerlich.
Speziell über das Thema SC hatten wir da nicht diskutiert aber die Erkenntnis das Komakorrektoren die für Newton gerechnet sind immer nur die Koma korrigieren die ein Newton bei dem jeweiligen Öffnungsverhältnis hat ist ja doch schon recht oft zur Sprache gekommen und das meinte ich.
Das heißt ich hab letztlich schon vorher gewusst was bei der hier gewünschten Simulation rauskommt und daher fand ich so eine Simulation halt etwas müßig.

Grüße Gerd
 
#28
Hallo Gerd,

bleibt die Frage, wie sähen dann die Werte aus für einen weit im Blendrohr liegendem Komakorrektor für ein normales SC bei F10 aus, also ohne zusätzliche Ruducerwirkung?
Ähnlich dem Bildfeldebner bei der F10 Russentonne, die sich ja durch gute Abbildungsschärfe / Auflösung auszeichnet?


Gruß Günter

 
#29
Hallo Günter,

hier mal ein Vergleich der am Markt befindlichen Systeme.
Links das System mit 2 linsigem Korrektor im Blendrohr wie beim Edge HD.
Dann das Koma freie System mit asphärischem Sekundärspiegel wie beim ACF.
Hier ist im Gegensatz zum linken System die Bildfeldwölbung nicht korrigiert.
In der Praxis wird man für Foto aber in diesem Fall aufs Feld fokussieren daher ist für dieses System auch mal die Situation bei Fokus aufs Feld dargestellt.
Rechts dann das klassische SC.

Grüße Gerd
 

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#30
hallo Gerd,

herzlichen Dank für die Berechnung!
Sehen ja hervorragend aus die Durchstoß - Diagramme für den Krrektor!
Für die vielen Besitzer von nomaden SC´s ist das eine gute Nachricht!

Wenn jetzt der berechnete 2 linsige Korrektor, keine exotischen Werte und Materialien aufweist, könnte man so was in den üblichen Preismargen für Korrektoren fertigen lassen?
Das die SC - Hersteller kein Interessen daran haben, nach dem sie neue Systeme am Markt platziert haben ist klar, leider!

Aber es dürfte ein Interesse, bei der großen Verbreitung der normalen SC´s bei den Besitzern geben, so ein Teil zur optischen, foto / visuellen Verbesserung bei F10 zu erwerben.
Denn APO - Abbildung bei 8" -14" das wäre schon eine Hausnummer!

Die Daten und Deine fachliche Einschätzung, über die technische Machbarkeit eines solchen Korrektor, wären eine gute Nachricht!


Gruß Günter
 

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