CELESTRON CCD Planetenkamera

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sahnetorte

Mitglied
Hallo Leute,

Was sagt Ihr über die Kamera von Lidl. Ich finde zu der Kamera keine weitere Details oder vorstellung.

A/D Wandlung: 10 Bit
Anschluss: 1,25 zoll Steckanschluss
Optisches Fenster: IR Cutoff Filter
Verschluss: Electronic Rolling Shutter
Software-Kompatibiltät: Icap, Ic Capture, Directshow
Strimversorgung: über USB
Auflösung: 1280 x 720
Sensor-Grösse: 3,86 mm x 2,18 mm
Pixelgrösse: 3.0 Mikrometer im Quadrat
USB-Anschluss: fest montiertes USB 2.0 Kabel, 1,1 m Länge
Bilder Pro Sekunde: bis zu 30 Stück

lg thomas
 
Hi!

Das ist die normale, aber immer noch aktuelle Celestron NexImage Color, ein paar weitere Infos samt verlinktem Sensordatenblatt sind unter http://www.celestron-deutschland.de/planetenkameras.php (Kamera anklicken, dann gehen die Daten auf).

Keine Highend-Kamera, aber ein vergleichsweise günstiger Einstieg. Eine DMK/Skyris leistet mehr, kostet aber auch mehr:-)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex

Danke für die infos, tolle Seite.

Aber wie sieht es mit Galaxien Sternenhauf oder Nebel aus!
Am besten weiß ich bescheid wenn ich Sie mal Teste.

lg Thomas
 
Hi!

Das ist eine Planetenkamera – die sind für kurze Belichtungszeiten und viele Bilder ausgelegt, dazu mit einem kleinem Sensor, weil Planeten – im Gegensatz zu Deep-Sky-Objekten – winzig sind.

Für Deep-Sky brauchst du einen großen, rauscharmen Sensor und lange Belichtungszeiten; da fährst du mit einer DSLR für den Einstieg viel besser. Die ganzen Videomodule sind nicht für Deep-Sky ausgelegt; die Ansprüche sind da ganz anders.

Also:
Sonne, Mond, Planeten: schnelles Videomodul (Datenübertragung) mit kurzen Belichtungszeiten (Sekundenbruchteile) und hoher Auflösung

Deep Sky: Kamera mit langen Belichtungszeiten, rauscharmer und lichtempfindlicher Sensor.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi!

Ja, für Deep-Sky sind digitale Spiegelreflex- oder Systemkameras gut geeignet, wobei sie normalerweise ziemlich rotblind sind und daher für Gasnebel weniger gut geeignet sind; Galaxien sind kein Problem. Man kann bei einigen Kameras den eingebauten Filter entfernen lassen, damit sie auch für den fluoreszierenden Wasserstoff von Gasnebeln empfindlich werden, oder greift gleich zu einer CCD-Kamera. Für den Einstieg langt aber eine normale DSLR mit lichtstarkem Objektiv oder Teleskop und einer guten Nachführung.

Das ganze Foto-Thema ist recht umfangreich, aber hier gibt's zahlreiche Threads zum Thema. Als Buchtipp empfehle ich mal Himmelsfotografie mit der digitalen Spiegelreflexkamera und als Besuchstipp eine der nächste Sternwarten.

Sorry, wenn ich hier nicht tiefer ins Detail gehen kann, aber das wird schnell sehr umfangreich – da sind andere Schreiber motivierter :)
Noch ein Überblick zur Mondfotografie und einer zur Sonne.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Thomas,

prinzipiell funktioniert da fast jede Kamera. Das Problem ist aber, dass sich deine Montierung für langzeitbelichtungen nicht genau genug einnorden und nachführen lässt.
Spasseshalber kannst Du mit einer Kompaktkamera oder was sonst gerade zur Hand ist mal versuchen, sog. Piggybackaufnahmen zu machen.
Ansonsten sind mit deiner Montierung und Optik eben "nur" Mond/Planeten und mit Filter auch Sonnenaufnahmen drin - die man wie erwähnt als Video aufnimmt. Dakönntest Du mit ner Kompaktkamera und Digiklemme versuchen, durchs Okular zu filmen.

cs
Jürgen
 
Hallo Thomas,

du stehst ja offensichtlich noch ganz am Anfang. Dein Budget ist wahrscheinlich begrenzt (wenn ich deine Beiträge richtig interpretiere), aber du willst schon ziemlich hoch hinaus (Deepsky-Fotografie mit DSLR). Wenn du jetzt ohne praktische Übung mit deinem Equipment versuchst, Deepsky zu fotografieren, wirst du wahrscheinlich nur Ausschuss produzieren.
Ich denke schon, dass mit einer EQ3 und einem leichten Newton bei perfekter Einnordung und Windstille vielleicht 30 Sek nachgeführt belichtet werden können. Aber gerade dieses einfache mechanische Equipment entsprechend präzise zu bedienen, dass ein gutes Bildergebnis heraus kommt, ist auch kein Anfängerjob. Vielleicht bekommst Du bei Verwendung einer DSLR brauchbare Ergebnisse bei offenen Sternhaufen, hellen Kugelsternhaufen, dem Orionnebel und der Andromeda-Galaxie. Dann aber auch nur mit kurzen Belichtungen und Stackingsoftware (wieder ein neues Tätigkeitsfeld!!!).

Was NICHT gehen wird sind die schönen Deepsky-Bilder, die du in der Galerie berechtigter Weise so bewunderst. Da geht es um Stunden Belichtungszeit, nicht <1 Min.

Was ich damit sagen will: Versau dir nicht den Spaß, weil du mit kleinem Equipment zu große Sprünge machen willst. Bleib im Rahmen deiner Möglichkeiten und mach erstmal in dieser Liga was Tolles draus (Videografie z.B.).

Grüße
Mark
 
Hi Thomas,

Ich habe eine Montierung EQ3. Den Motor muss ich nach kaufen.

1 Motor für die EQ3 (ist es überhaupt eine echte EQ-3, also die mit dem Loch für nen Polsucher?) reicht nicht, wenn Du mit welcher Kamera auch immer durch Dein Teleskop (114/900er Newton?) Galaxien oder Nebel fotografieren möchtest. Denn dann muß geguidet werden. Weil dann Belichtungszeiten von 2, 3 oder mehr Minuten angesagt sind pro Einzelbild.

Entweder ganz klassisch und sehr anstrengend mit dem Auge am Fadenkreuzokular eines langbrennweitigen Sucherrohrs huckepack auf dem Aufnahmenewton und den Fingern auf den Richtungstasten der Motorsteuerung :smiley60:

oder

bequehm aber teurer per Guidingcam im Sucher. :smiley61:

Die Guidingcam kann eine günstige Planetenkamera wie die ALCCD5L-IIc sein oder ein etwas teureres Teil wie der MGEN. Hauptsache die Kamera hat einen ST-4 Ausgang. In beiden Fällen muß jedoch die Montierung Motoren an beiden Achsen haben und die Motorsteuerung einen ST-4 Eingang. Über diesen Eingang kommen die Guidingsignale für beide Achsen zur Montierung.

Ich habe eine echte EQ-3. Mit Motoren an beiden Achsen sowie Guidingeingang und Polsucherfernrohr im "Loch". Aber meine EQ-3 wäre fotografisch sowol mit einem zusätzlichen langen Leitrohr und dem 90 cm langen Newton als auch dem Newton alleine hoffnungslos überfordert.

Zudem hat Dein Newton nur einen 1 1/4" Okularauszug. Dafür gibt es keinen Komakorrektor. Dafür produziert der Minidurchlass massive Vignettierung auf einem APS-C Chip. Auch wenn Du es nicht gerne hörst, dieses Teleskop ist alles andere als Fototauglich für Galaxien oder Nebel. :mauer:

Nimms mir bitte nicht übel, aber Du bist noch so grün hinter den Ohren was Astronomie (die Orientierung mit dem Teleskop auf einer parallaktischen Montierung am Himmel, die Bedeutung der einzelnen Bestandteile Deines Teleskops, was ist Öffnung/Brennweite, welche Okulare, welche Filter, die Bedienung des Teleskops und der Montierung ...) daß Du Dir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Gedanken um Galaxien- oder Nebelfotografie machen solltest.

Bitte, geh es langsam an. Lern erstmal mit dem jetzt vorhandenen Krempel umzugehen. Mach Dir den rein visuellen Genuß des Himmels nicht durch überbordende eigene Erwartungen in Richtung Fotografie kaputt. :smiley65:

Lern parallel zum Spechteln am Himmel unseren Fachjargon. Ließ ein paar Bücher zum Thema. Geh zu Sternwarten, Astrostammtischen, Spechtelgruppen. Schau Dir bei den alten Haasen ein paar Kniffe ab und wenn Du die Bedeutung unserer Fachwörter kennst, selber alle Wunschobjekte am Himmel mit Deinem eigenen Teleskop findest, dann frag rum, ob Du bei erfahrenen Fotografen über die Schulter gucken kannst. :super:

Geniese jetzt den Merkurtransit visuell, sofern Du Zeit hast und der Himmel klar ist. 2019 gibt es den nächsten Merkurtransit, bis dahin könntest Du soweit sein, daß es dann auch mit dem Fotografieren klappt. :Trost:
 
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Hallo Sternenfee123

Ich gebe dir recht. Langsam anfangen und die Begriffe lernen

Ich bin so ein Typ der sich immer schnell steigern will.
Nur Sonne, Mond, Saturn und co. anschauen wird mir auf der dauer langweilig. Ich brauche herrausforderungen, steigerung, mich bis zum verzweiflung bringen.

lg thomas

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Thomas
Zitat von sahnetorte:
Nur Sonne, Mond, Saturn und co. anschauen wird mir auf der dauer langweilig.
mit deinem 114/900 lässt sich weitaus mehr beobachten, selbst ein Messiermarathon ist damit möglich, wobei dafür die optimale Startzeit schon ein paar Wochen zurückliegt.
Nur fotografisch sind damit eben ausschließlich Videoaufnahmen möglich. Wenn es in der Richtung zweidreitausend Euro später mal weitergehen soll, wäre es jedoch sinnvoller, gleich eine Planetenkamera mit ST-4 Anschluss zu nehmen, die dann später als Autoguider genutzt werden kann und jetzt eben schon einen besseren Sensor und eine schnellere Ausleseelektronik hat.

cs
Jürgen
 
Hi!

Was du versuchen kannst, wenn du ohnehin eine Nachführung für deine EQ3 planst, ist die DSLR mit Weitwinkel oder leichtem Tele (so 100-200mm) ohne Teleskop draufzusetzen und so Sternbilder oder Milchstraße zu fotografieren. Damit die Sternbilder erhalten bleiben, hat sich ein Cokin Weichzeichner P830 vor dem Objektiv bewährt – in meinem Blog habe ich mal Vergleichsbilder mit und ohne gemacht, wenn auch "nur" mit der "Kompaktknipse" Panasonic LX-100.
Link zur Grafik: http://kerste.de/wp-content/uploads/2015/09/Sommerdreieck-A830.jpg
Zum vernünftigen Einnorden brauchst du aber auch noch einen Polsucher, nicht nur den Motor – ansonsten klappen auch kurze Belichtungszeiten nicht.

Und das mit dem Verzweifeln kommt bei der Astrofotografie durch das Teleskop früh genug, keine Sorge :-)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,
Zitat von Kerste:
Zum vernünftigen Einnorden brauchst du aber auch noch einen Polsucher, nicht nur den Motor – ansonsten klappen auch kurze Belichtungszeiten nicht.
das ist ja das Problem (oder eines davon): Es steht zwar EQ3 darauf, aber es ist nur so eine Art Skyluxmontierung - ohne Polsucher. Die könnte man mühsam einscheinern, oder eben nur grob ausrichten, indem man den Sucher mitsamt Halterung an das Polachsengehäuse hält.
Insofern deenke ich, dass es recht sinnfei ist, da noch mehr Geld zu versenken, die Einachssteuerung kostet ja auch um die 100Euro. Abgesehen von der Beobachtung bleiben dann eben sehr kurzbrennweitige Piggybackaufnahmen mit einer Kompaktkamera oder Videos - sei es mit Kompaktkamera und Digiklemme oder mittels Planetenkamera, Barlow und Laptop.

cs
Jürgen
 
Okay, sorry - ich hab nur die Infos zum Equipment aus diesem Thread, keine Bilder o.ä.

Dann lohnt es sich wirklich nicht, die Monti aufzurüsten.

Beste Grüße,
Alex
 
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