Celestron Skymaster 15x70 Fernglas

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Reticulum

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Hallo liebes Astronomie.de - Forum,

Ich habe von einigen Seiten den Tipp bekommen, bevor ich mir ein Teleskop zu legen soll, vielleicht ein bisschen mit einem Fernglas zu beobachten. Vielleicht reicht mir das ja sogar.

Ich habe nun das Celestron Skymaster 15x70 Fernglas gefunden und dessen Rezessionen sehen super aus. Nun noch meine Fragen: Ist das Teleskop wirklich so super, wie es scheint? Und muss ich noch Zubehör dazu kaufen,z.B. Dinge zum reinigen oder ein Stativ. Ich habe bereits eins für meine Kamera, kann man dies auch benutzen?

Gruß und danke im Voraus, Reticulum :)
 
Hallo Reticulum,

ich habe das 15x70-SkyMaster(Celestron) und bin äusserst zufrieden. EInzig die Randschärfe lässt bei ca. 80% vom Gesichtsfeld nach, aber die Schärfe(Kontrast) und Farbtreue ist hervorragend, auch das Einblickverhalten sehr angenehm. Und für den rel. niedrigen Preis wie ich finde ein echtes Schnäppchen. Die Mechanik ist vermutlich das, woran gespart wurde, d.h. es ist relativ leicht. AUch die Stickstoffüllung fehlt(ist aber wohl bei sorgsamem Gebrauch auch nicht unbedingt nötig). Aber insgesamt beobacht ich damit den Sternenhimmel sehr, sehr gerne. Insgeasmt sehr zu empfehlen.

Sternenfreundliche Grüsse,
Christian
 
Vielen Dank für deine Antwort,

Das hört sich ja schon mal super an!
Kannst Du mir ungefähr beschreiben wie man dadurch beobachtet, also wie der Himmel dadurch so aussieht und noch mal etwas zu einem eventuellen kauf eines Stativs sagen?

Ach und weißt Du wie es sich für Brillenträger verhält?

Vielen Dank nochmal :)
 
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Hallo Reticulum,

diese Gläser von United Optics(?) in Kunming müssten sehr gut brillenträgertauglich sein, d.h. auch mit Brillen das volle große Gesichtsfeld zeigen.
Ein Schwachpunkt sind meiner Erfahrung nach die Augenmuscheln, sofern man sie tatsächlich ständig als Brillenträger nützt und sie deshalb meist auch gleich umgeklappt beläßt. Nach ca. einem guten Jahr bekommen sie dann Risse und brechen u.U. ab. Man kann dann selbst natürlich auch ohne Teile dieser Augenmuscheln, die ohnehin weggeklappt werden, mit dem Fernglas weiterleben. Ich will das nur in die Diskussion werfen, vielleicht haben auch andere Nutzer dieser China-Gläser ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich denke aber, bei DEM Preis-Leistungsverhältnis, das gerade das Skymaster bietet, kann man sich trotzdem auf einen Kauf einlassen, den man nicht bereuen wird, wenn man ein ordentlich justiertes Glas bekommt - sonst umtauschen bis man ein justiertes erhält. Den Schönheitsfehler teils abgebrochener Augenmuscheln könnte man verschmerzen, die meisten China-Großferngläser haben solche (die viel schwereren, teureren Marine-Versionen haben offenbar bessere).
Mir sind im Lauf der Zeit natürlich Drehaugenmuscheln viel lieber geworden, die gibt´s aber fast nur bei kleineren Formaten (8x42, 10x50, 12x50).
Man kann vielleicht mit Gummipflege (für´s Auto) etwas vorbeugen, wenn man das aber innen macht, hat man für die erste Zeit das Zeug dann auch auf den Brillen.

15x70 zeigt dem viel, dem es gelingt, das Glas halbwegs ruhig zu halten, was freihändig mit Sicherheit Tricks erfordert (Liegestuhl, abstützen, vorne an den Objektiven halten...). Ansonsten muss es auf ein Stativ, wobei Dein vorhandenes Fotostativ ausreichen sollte - das Glas ist für seine Größe(!) leicht.
Ein Adapter sollte mitgeliefert sein, im gelieferten Zustand ist das aber ein horizontal wackelndes Ding. Dagegen kann man sich behelfen, indem man die seitlichen Hohlräume mit 2-Komponentenkleber=Kunstharz ausfüllt (das geht recht leicht), dann wackelt nichts mehr.

CS
Herbert

P.S.: "Rezensionen", nicht "Rezessionen" - das wären Rückgänge.

Wenn Du Probleme mit dem Verwackeln befürchtest UND einen dunklen Nachthimmel hast (stadtfern!), wäre vielleicht das 11x70 vom Teleskop-Service die bessere Wahl: Das absolute Gesichtfeld ist zwar nur wenig größer als beim 15x70, das Bild aber heller.
 
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...klar "entschuldigt", war ja nur ein Hinweis ;-)

Es muss nicht ED sein! Zwischenzeitlich scheint TS nur mehr die von Dir verlinkte ED-Version verkauft zu haben, es gibt aber offenbar auch wieder dieses für 109 Euro (bessere Vergütung als das Celestron!)

TS 11x70 LE

Da wäre kein Euro umsonst rausgeschmissen, WENN Du dunklen Himmel hast/aufsuchst!

Nachtgruß
Herbert
 
Danke für die schnelle Reaktion.

Ja, was ist denn dunkel für dich? Also schwarz ist der Himmel schon, aber das sollte ja jeder Nachts sein. Ich habe ihn mir noch nie näher angeguckt, ganz besonders nicht die Dunkelheit selbst.
 
Grob gesagt: Wenn Du aus dem Licht unter den Nachthimmel hinaus kommst, ist freilich ziemlich jeder Himmel eine Zeit lang schwarz, weil die Pupillen noch zusammengezogen sind. Wie sieht es aber nach ein paar Minuten aus, wenn sich die Pupillen geweitet haben? Ist dann der Himmelshintergrund aufgehellt, etwa weil Du Dich in Stadtnähe aufhältst? In dem Fall wäre das 15x70 besser, weil es den Hintergrund leicht abdunkelt (allerdings auch nebelige Himmelsobjekte) und so den Kontrast groß genug hält.
Bleibt der Himmel allerdings auch noch nach Minuten ziemlich bis sehr dunkel, so könntest Du - besonders bei nebeligen Objekten - mit dem 11x70 womöglich mehr herausholen und v.a. ruhiger in den Himmel schauen (bei noch anständiger Vergrößerung). Solche Himmel sind stadtfern zu finden.

 
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Also Objekte, Sterne, kann ich gut sehen. Wohne im Speckgürtel von Bremen, ob das Stadt nah ist, weiß ich nicht.

Aber die Makel am Celestron hören sich böse an, bei dem teureren Objekt ist die Verarbeitung ja anscheinend besser.
 
Hi

Ich hatte diesesd Celestron 15x70 mal zum testen bestellt, da ich mehr Öffnung und Vergrößerung wollte.

Kurzzeitig kann man es für ein paar Minutenn noch freihändig nutzen, wackel aber schon.

Meine Erfahrungen mit dem Glas: Total dejustiert, trotz hinweis an den Händler, die Justage zu kpontrollieren.

Nach Absprache mit dem Händler durfte ich die Justage selbst vornehmen.
Ergebnis: die Prismen waren verkantet (ein Bild verdreht) und dieser Justagefehler lässt sich nur beheben, wenn man das FG komplett zerlegt.

Eine Beobachtung war völlig unmöglich

Grüße Michael
 
Hallo Reticulum,

Speckgürtel von Bremen: Da rate ich Dir vom 11x70 ab (- AUSSER Du fährst zum Beobachten auf´s Land).
Mach Dir keine übergroßen Sorgen wegen der "Makel" des Celestron. Solltest Du ein dejustiertes Exemplar bekommen, kannst Du ja sofort rücksenden. Du gehst vielleicht eher auf Nummer sicher, wenn Du das TS 15x70 bei Wolfgang Ransburg bestellst. Das TS ist praktisch baugleich mit dem Celestron, hat aber eine bessere Vergütung. Ich will hier nicht Werbung machen, sondern sage das nur deshalb, weil es Dir vielleicht auch bei TS passieren könnte, dass Du ein dejustiertes Glas bekommst, wenn Du dann aber rücksendest, wissen die als Fachhändler was Du beklagst und passen bei der Neusendung umso mehr auf.
Die "Schwächen" punkto Augenmuscheln hat aber auch das TS, sowie praktisch alle größeren (und teureren) Ferngläser bis hin zu den schweren Marine-Versionen (diese wohl nicht mehr).
Ein stark dejustiertes Glas erkennst Du sofort, ein leicht dejustiertes an einem "mulmigen" Augengefühl beim Durchschauen (tagsüber), das sich wiederholen läßt - auch das ist ein Reklamationsgrund.

Solltest Du Bedenken haben wegen des Wackelns freihändig und keinesfalls vorwiegend auf´s Stativ wollen, rate ich zu einem 12x50 oder 10x50 und hier besonders zu Nikon Action EX (f. Brillenträger), wofür Du vielleicht etwas ansparen müßtest (um oder über 200 Euro). Ein etwas günstigeres Olympus 12x50 bekam ich leicht dejustiert geliefert. Hier hast Du bequeme Drehaugenmuscheln und (nicht nur) diesbezüglich gar keine Sorgen.

LG
Herbert
aus der Steiermark
 
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Hallo in die Runde.

Man koennte sich auch folgende Glaeser anschauen..

TS 10X50 WP.99 Euro.Absolut ok fuer den Preis..

TS 10X50 Wildlife.169 Euro.Mechanisch und Optisch besser.Zu dem mit Drehaugenmuscheln.

Auch wenn Diese Glaeser weniger Oeffnung haben als 70 mm,weniger ist manchmal "Mehr" ;)

Gruss

Mike
 
Hallo Mike,

sehr guter Hinweis!
In dem Fall rate ich auch eher zum Wildlife, trotz des etwas hohen Gewichts.
(Nicht nur) Ich halte 10x50 persönlich für das größte dauerhaft zuträgliche Format für Freihand-Beobachtungen (11x mit langen Objektivtuben geht sicher auch noch) - manche Beobachter sehen das anders und gehen bis 15-, 16-fach.
Ein Kriterium ist für mich aber auch das Gewicht. Hier bleibe ich lieber unter 1kg.
Dein "Mehr" interpretiere ich folgendermaßen: weniger Verwackeln, größeres Gesichtsfeld, leichteres Auffinden, freiere Handhabungsmöglichkeit, längeres Beobachten (freihändig) durch das geringere Gewicht.
Auf Stativ bietet ein 15x70 natürlich mehr, allerdings ist man dann auch unfreier. Das 15x70 sollte freihändiges Beobachten immerhin noch zulassen, man wird also wechseln (mal so, mal so).

Gruß
Herbert
 
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Danke das ihr euch alle so an meiner Suche nach meinem ersten Fernglas beteiligt. Das TS LE 15x70 Porro Weitwinkel hört sich doch gut an. Da die Bauart fast gleich der des Celestrons ist, eignet sich dieses wohl auch für Brillenträger? Das hoffe ich ja sehr.

Ich werde wahrscheinlich hauptsächlich das Stativ nutzen und ab und zu freihändig beobachten.
 
Hallo noch mal,

Ich habe mir ein par Zubehöre angeschaut, zB. den Stativadapter von TS. Brauche ich auch ein Reinigungsset? Reicht das von TS, oder lieber einzelne Sachen zusammen suchen, aber eventuell auch Sachen von Zuhause benutzen?

Gruß
 
Hallo Herbert,

auch bei mir ist eine 10fache Vergroesserung die Obergrenze fuer freihaendige Himmelsbeobachtung.Und selbst bei 10fach geht das nicht dauerhaft.Sicherlich,fuer einen kurzen Blick reicht es,unter Umstaenden auch 12 oder 15fach.Wenn es aber um detailiertes Beobachten geht,zb Helligkeitsschaetzungen oder das Beobachten von "Veraenderlichen",oder das Studieren von Sternhaufen etc,dann kann ich ein 10fach Glas gewinnbringend nur stabilisiert einsaetzen.Als Beispiel ein Liegestuhl mit ausreichend demensionierten Armlehnen.Montierungen der Herkoemmlichen Art finde ich aeusserst unbequem..Zu anstrengende Koerperhaltung sprich "Verkrampfungen" sind die Folge..Anders sogenannte Parallelogramm-Montierungen oder Selbsbau-Fernglasstuehle..Aber jeder hat da sicher seine eigenen Erfahrungen..

@Reticulum: Ob das Glas Brillentraegertauglich ist kann ich nicht sagen.Ich wuerde es bestellen und ausprobieren.Dann siehst du auch ob du mit dem Gewicht,der Vergroesserung und Freihaendig/Stativ zurecht kommst..

;)

Gruss

Mike
 
Hallo Reticulum,

Ja, ist gar nicht so einfach, das Richtige auszuwählen.
Mein Senf dazu:
Wenn Du nur ein Fernglas haben möchtest, würde ich doch lieber nur eins mit 10 Facher Vergrösserung nehmen. Das ist einfach universeller und flexibler einzusetzten als ein grösseres. Denn das kannst Du noch grade so ohne Stativ nutzen.
Auch zusammen mit einem eventuellen Teleskop ist ein Fernglas, dass man frei Hand nutzen kann, super. Für die grobe Orientierung "Wo soll ich hin, wo ist mein Objekt in etwa".

Du fragtest, was man so sieht, in einem Fernglas:
Ich habe ein Teleskop. Jetzt grade habe ich mir ein 10x50 (TS10x50WP) gekauft.
Mit dem Teleskop sehe ich nur einen kleinen Ausschnitt des Himmels, ich weiss nicht, wo ich bin, habe nur den kleinen runden Ausschnitt. Ich sehe damit den Jupiter als Ball (Scheibe), die Wolkenbänder kann ich erkennen. Ebenso sehe ich 4 Jupitermonde. Beim Mond sehe ich deutlich und detalliert die Kraterlandschaft. Die Nebel und Galaxien sind eigendlich nur mehr oder weniger schwache, aufgehellte Wölkchen.

Mit dem 10x50 im Vergleich zum Teleskop:
Ich sehe einen grossen Ausschnitt. Ich weiss, wo ich bin.
Auch weil das Bild seitenricjhtig und aufrecht ist. Beim Teleskop ist alles falsch rum;-)
Den Jupiter sehe ich als kleinen Ball, die Monde sehe ich grade so als Stecknadelkopf grosse Pünktchen. Frei Hand ist das aber schon schwiegig, da länger drauf zu halten (mit dem 10x50).
Den Mond: Freihand ähnlich wie mit dem Auge, blos grösser + mehr Details. Mit Stativ kann ich sogar ganz klein Krater oder Aufwürfe erkennen.
Die Andromedargalaxie sieht im Fernglas besser aus, als im Teleskop.
Sonstige Nebel/Galaxien lohnen eher nicht, sodenn ich sie überhaupt damit sehen kann.
Ich habe mein neues Fernglas dann mal senkrecht nach oben gehalten (Milchstrasse). Da habe ich echt "Boh" gesagt. Da ist alles voll mit Sternen. Sieht Hammermässig aus. Das bekommt man im Teleskop gar nicht so mit (wegen dem kleinen, aber stark vergrösserten Ausschnitt).

Mit einem 15x70 wirst Du dann noch etwas mehr sehen.
Die Krater auf dem Mond müssten schon gut damit zu sehen sein.

Nutze ich das Fernglas frei Hand, alles Super. Kann hingucken, wo ich will. Kann die Milchstrasse abgrasen.
Auch schnell mal zwichendurch. Das Flugzeug da oben verfolgen.
Mit Stativ hingegen sieht man zwar mindestens 1/3 mehr, da es nicht mehr wackelt. Aber die Flexibilität ist nicht mehr so gegeben. Und je weiter man Richtung Zenit (ganz nach oben) guckt, je unbequemer wird es. Genickstarre. Habe mich immer wieder erwischt, dass ich mit samt montiertem Stativ frei Hand beobachtet habe;-)

Viele Kombinationen sind sinnvoll:
10x50 für Freihand + Teleskop
10x50 + 20x100 oder 25x100 und kein Teleskop.
usw...

Meine Meinung ist: Ein Fernglas sollte vorhanden sein, mit dem man frei Hand gucken kann. Das ist mit dem 15x70 meistens nicht mehr vernünftig möglich, da Dir alles verwackelt. Ich kann mit dem 10x50 nur kurz still halten, dann geht das Gezitter los;-)
Mit einem 15x70 würde ich frei Hand nicht mehr klar kommen.

Und achte auf die Austrittspupille. Wusste auch erst nicht, was das ist;-)
Die Pupillen weiten sich, wenn es ganz Dunkel ist auf ca. 7 mm Durchmesser. Bei Stadthimmel, werden es keine 7 mm, da der Himmel und auch die Umgebung aufgehellt sind.

Die Austrittspupille (AP) ist der Durchmesser des Lichtstrahls, der hinten aus dem Fernglas kommt und in Deine Augen, in Deine Pupillen geht.

Hat das Ferngals eine AP von 7 mm, und Deine Pupillen sind nur 5 mm offen, verschenkst Du 2 mm. Ausserdem Sammelt das Fernglas so viel Licht, der Himmel erscheint hell, so dass Dir die Sterne "absaufen".

Hat das Fernglas eine AP von 3 mm, Deine Pupillen sind 5 mm offen, dann siehst Du auch nix. Dieses Fernglas lässt zu wenig Licht (3mm) in Deine Augen (5mm). Alles ist zu dunkel. Dieses Fernglas währe für Dämmerung nicht geeignet.

Für Stadthimmel soll eine AP von ca. 5 mm sinvoll sein.
Nicht 6 mm oder noch mehr.

Fertig, das war mein Senf dazu;-)
Gruss,
Arnim!
 
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Danke für deinen "Senf" :)

Wieso sollte man es denn frei Hand nutzen können? Ich hätte eher geplant immer mit dem Stativ draußen zu sitzen und Stunden so zu verbringen.
Braucht man einen Stativadapter und Reinigungsmittel?

Gruß und danke nochmal
 
Zitat von Reticulum:
Wieso sollte man es denn frei Hand nutzen können?
Sorry, darauf weiss ich jetzt keine Antwort.
Weil es bequemer, flexibler.... ist und Spass macht?

Zitat von Reticulum:
Ich hätte eher geplant immer mit dem Stativ draußen zu sitzen und Stunden so zu verbringen.

Dann kauf Dir ein noch grösseres, oder ein Teleskop.

Braucht man einen Stativadapter und Reinigungsmittel?
Stativadapter, wenn keiner dabei ist, oder schon am Fernglas dran (integriert) ist,, dann brauchst Du einen.

Reinigungsmittel? Nö, irgendwas weiches, fusselfreies und einen weichen Staubpinsel wird sich zu hause doch wohl finden.

Gruss,
Arnim!
 
Hm und wieso sollte man darauf verzichten mehr sehen zu können, damit man flexibler ist? Also ich habe es bis jetzt so verstanden das man mit dem 15x70 detaillierter beobachten kann und mit dem 10x50 weniger sehen, dafür aber flexibler ist. Das ist für mich nicht vergleichbar. Ich will ja viel sehen! :)

Für ein größeres reicht mein Geld nicht und mehr möchte ich auch eigentlich nicht ausgeben. Vor dem kauf eines Teleskops wollte ich mir den Nachthimmel mit einem Fernglas anschauen.

Gruß
 
Hi

Ein großes FG ist gut zu gebrauchen.
Ich habe ein Kson Dobson 80x500
Also "fast" wie ein 20x80 wobei man eben nur mit einem Auge beobachtet. Damit sieht man jetzt zwar keine Galaxien (außer Andromeda) aber der Orion und die Kugelsternhaufen und Offenen STernhaufen sind da auch schon toll. Ein 25mm Planetary und schon ist es "wie" ein 20x80 mit einem Auge.
Mit weiteren Okularen siehst du auch mehr an Planeten etc.
Vielleicht auch ne Idee.

Der Nachteil: du benötigst nen Tisch und nen Stuhl. Ist aber billiger als ein größeres FG mit Stativ (was auch noch kostet). Mit STativen Habe ich die Erfahrung gemacht, dass nichts wichiger ist, als eine Höhenverstellung durch Kurbel, weil man dann durch die unterschiedlichen höhen der Objekte eigentlich immer die höhe des Statives ändern muss. Die kosten eben auch mehr als die normalen.

Grüße Michael
 
Hallo,

Nur Du kannst wissen, was Du möchtest. Nur Du kannst für Dich entscheiden, wo Du Abstriche machen möchtest, entweder bei der Flexibilität, oder beim mehr Sehen wollen. Du kaufst Dir das, was Du möchtest.

Du hast ein Fotostativ, also auch eine Digi-Cam?
Bau sie draussen aufs Stativ, an machen, voller Zoom.
Nun guck durch, nutze bewusst nur die Kamera (nicht mit dem Auge schummeln) suche die Äpfel in den Apfelbäumen, suche Vögel, Blumen oder was auch immer.
Wähle ein kleines, entferntes Objekt mit den Augen aus, dann bringe es in die Mitte des Displays, ohne die Augen, nur mit der Digi-Cam.
Beobachte auch mal den Himmel direkt über Dir, Genickstarre üben;-)

Anschliessend das selbe frei Hand nochmal.
Merkst Du den Unterschied?

Achte auch mal auf folgendes: Fernglas ist auf Stativ. Du siehst per Auge "Herkules, das Sternbild". Ferngals schwenken, nochmal aufblicken zu Herkules. Ah, noch hoher mussich. Nun wieder hinters Fernglas, das Du inzwischen unbewusst verdreht hast, während Du mit dem Auge gepeilt hast....

Frei Hand findest Du Objekte schneller. Per Auge peilen, Glas ansetzen, etwas hochziehen, Treffer:-)

Du wolltest erst mit dem Fernglas gucken, bevor Du ein Teleskop kaufst.. das ist ja OK.
Nur, wenn Du später ein Teleskop hast, brauchst Du ein Fernglas, dass Du frei Hand nutzen kannst. Ohne mein Fernglas würde ich nicht viel am Himmel finden. Wie ich schon schrieb: Wo ist mein Objekt der Begierde, was ist in der Nähe. Dann immer abwechselnd: Teleskop - Fernglas - Teleskop usw.. Ah gefunden:-)

Gruss,
Arnim!
 
Hallo,

Ich bestelle mir das 15x70 und gucke wie ich damit klar komme.
Wenn das nichts für mich ist schicke ich es eben wieder zurück und versuche das andere.

Danke für eure Hilfe!
 
Hallo Reticulum,

noch ein kurzer Nachtrag: Das 15x70 zeigt - wie ich oben angedeutet habe - MEHR an DETAILS in einem gewählten Himmelsausschnitt, ein 10x50 zeigt jedoch MEHR HIMMELSAUSSCHNITT, was oft auch wichtig ist (4,4° beim 15x70, 6,5° beim 10x50). Zudem werden die gezeigten Details freihändig beim 15x70 natürlich stärker durch Verwackeln wieder "aufgefressen" als beim 10x50.

Wie auch immer, beides ist -so oder so- gut brauchbar, am Wichtigsten ist es für den Interessierten, überhaupt mal ein brauchbares Fernglas zu haben!

Zum Reinigen: So wenig wie möglich, so viel als nötig. Staub und Fett auf den Okularen macht sich stärker optisch bemerkbar als auf den Objektiven (hier kaum). Brillen schützen die Okulare weitgehend vor übertragenem Hautfett. Fett sollte man in Rücksicht auch auf die Vergütung bald entfernen (Wattestäbchen, neutraler Alkohol), vorher vorsichtig Staub abpinseln, das funktioniert mit dem bequem mitnehmbaren Lenspen gut. Lambert Spix geht in seinem Fernglas-Buch "Fern-Seher" sehr detailliert auf Reinigungs-Fragen ein.

LG
Herbert
 
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Hallo,

Also sieht man mehr, aber weniger detailliert?
Hm vielleicht bestelle ich einfach beide? Ich bin gerade ein wenig verwirrt, so ganz ohne praxis Erfahrung.

Gruß
 
Hallo Du,

nur mal für dein Verständnis evtl. wird es dir dann klarer:

die Bezeichnung 10x50 bedeutet:

10-fache Vergrößerung bei 50mm Öffnung,

d.h. du hast eine Vergrößerung von 10-fach und das Fernglas hat eine Öffnung von 50mm.

Aus der Bezeichnung läßt sich auch auf den sehbaren Himmelsausschnitt schließen (je höher die Vergrößerung in Bezug auf die Öffnung, desto kleiner ist der sehbare Himmelsausschnitt).
Ist wie bei einem Teleskop.

Je mehr Öffnung desto mehr Lichtsammelfläche desto mehr Details können sichtbar werden.
Bringt aber z.B. wenig, wenn du nur 5-fache Vergrößerung hast, dann kannst du die Details nicht erkennen.

Analog verhält es sich z.B., wenn du zwar 50-fache Vergrößerung hast, aber nur 40mm Öffnung.
Da hast du für die Vergrößerung einfach zu wenig Licht.

Ich habe selber kein Fernglas, kann aber ab und zu durch das meiner Freundin kucken, ist glaube ich ein 10x42.
Freihändig ist das schon schwierig, wenn dann setz ich mich an einen Tisch und beobachte beidhändig mit den Ellenbogen auf dem Tisch.
 
Tach,

Mit einem
10x50 überblickst Du 114 Meter in 1000 m Entfernung (=6,5°)
15x70 überblickst Du 77 Meter in 1000 m Entfernung (=4,4°)
25x100 überblickst Du 44 Meter in 1000 m Entfernung (=2,5°)

Diese technischen Daten stehen bei jedem Fernglas dabei und können etwas variieren.

Als ausgedachtes Beispiel:
Ins 10x50 passt der ganze Herkules ins Fernglas.
Der Betrachter sieht aber nur die Hauptsterne, da mur 10x Vergrösserung und nur 50mm Objektiv, das nicht so viel Licht sammeln kann.

Ins 15x70 passt nur ein Teil vom Herkules ins Fernglas.
Aber dafür sieht der Betrachter Sterne, die man im 10x50 nicht sehen kann. Denn das 15x70 vergrössert 15 fach und hat ein 70mm Objektiv, das mehr Licht sammeln kann.

Herkules passt nicht ganz ins 10x50, war nur als Bildhaftes Beispiel, damit Du es verstehst.

Im 15x70 siehst Du Sterne, die Du im 10x50 nicht sehen kannst.
Trotzden bleiben alle Sterne nur Punke/Pünktchen, die sind zu weit weg um sie als Scheibe anzeigen zu können.

Beim Mond, Saturn und Jupiter, da kannst schon mit dem 15x70 Details erkennen, die Du im 10x50 nicht erkennen oder nur Erahnen kannst.

Ist auch beim Teleskop so:
Wenig Vergrösserung: Mond ist in Vollbild, füllt das ganze Okular aus.
Viel Vergrösserung: 1/4 des Mondes füllt das ganze Oular aus. Dafür mehr Details.

Nun verstanden?
Da Du eh nur mit Stativ gucken willst, auf Handbetrieb keinen Wert legst, nimm das 15x70. Denke, Details sind wichtiger als viel sehen mit weniger Details;-)

Wobei mit "mehr Details" gemeinst ist: Krater auf dem Mond (statt nur Kräterchen), Sterne (die sonst nicht sichtbar wären), Nebel als schwache Wölkchen (die sonst nicht sichtbar wären).

Gruss,
Arnim!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Das hört sich doch super an, mehr Details, da gibts mehr zu sehen, auf einen Blick.

Danke, danke an euch alle hier. Wirklich super nette und professionelle Community.

Grüße und noch einen schönen Abend!
 
Danke umgekehrt! Wir helfen gerne ein bißchen weiter.

15x70 vorwiegend auf Stativ ist sicher nicht verkehrt. Mit 4,4° und zwei Augen kann man da doch auch noch was finden.
Sollte Dir später der Wunsch nach "mühelosem Freihandluxus" kommen, könntest Du 10x50 getrost überspringen und gleich ein leichtes 8x42-Dachkant mit noch mehr Sehfeld anschaffen, das kannst Du dann auch zum Wandern ect. mitnehmen. Oder etwas wie das Nikon Action EX 7x35 (Porro) mit abermals mehr Sehfeld (163m/1km oder 9,3°! - aber weniger kompakt und schwerer als 8x42).
Nur ein Fernglas ist auf Dauer für Astro und etwaige andere Interessen vielen zu wenig ;-). Zu unterschiedlich sind die Bedürfnisse, um sie in einem "Universalglas" zu vereinen.

LG
Herbert
 
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